Schweiz
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Schwules CVP-Paar hat Baby von Leihmutter – Kollegen finden das unchristlich

Ein Zürcher Stadtratskandidat und sein Partner haben ein sechswöchiges Töchterchen, das von einer Leihmutter ausgetragen wurde. Hinter vorgehaltener Hand üben CVP-Kollegen Kritik. Der Politiker gibt sich entspannt.

12.07.17, 16:24 13.07.17, 06:18


Markus Hungerbühler (CVP) will Zürcher Stadtrat werden. Dass er homosexuell ist, ist in der Partei kein Geheimnis: Er leitet die LGBTI-Fachgruppe der Partei, vor einigen Jahren liess er sich für ein Wahlplakat gemeinsam mit seinem Lebenspartner ablichten. Im Nationalrats-Wahlkampf 2015 schaltete er gar ein Inserat in einem Gay-Magazin, in dem er mit den schwulenfeindlichen Aussagen des Churer Bischofs abrechnete.

Inzwischen gab es im Hause Hungerbühler Familienzuwachs: Im Nominationsverfahren für die Stadtratswahlen habe der Politiker sein Töchterchen erwähnt, schreibt 20 Minuten. Es wurde von einer Leihmutter in den USA ausgetragen, Hungerbühlers Lebenspartner ist der biologische Vater des inzwischen sechswöchigen Mädchens. 

Dominik Mazur Markus Hungerbühler CVP

Markus Hungerbühler (r.) und sein Partner posierten bereits gemeinsam auf einem Wahlplakat: 

Die Regenbogenfamilie stösst in der CVP-Basis teilweise auf Skepsis, wie es im Artikel heisst: Hinter vorgehaltener Hand kritisierten Parteimitglieder, eine Leihmutterschaft lasse sich mit dem C im Parteinamen, dem Christlichen, nur schwer vereinbaren. Das Streben nach dem eigenen Glück «stehe im krassen Gegensatz zur Menschenwürde».

Hungerbühler räumt ein, er habe am Rande mitbekommen, dass einige Personen Mühe mit seinen Familienverhältnissen hätten. Die meisten Parteikollegen hätten jedoch kein Problem mit der Leihmutterschaft, sondern «freuen sich mit uns». «Ich habe kein Geheimnis um unsere Tochter gemacht, sondern die Partei offen informiert», bekräftigt Hungerbühler im Gespräch mit watson.

In der Schweiz verboten, im Ausland legal

Leihmutterschaft ist in der Schweiz verboten, in den USA und einer Reihe von weiteren Ländern ist sie jedoch legal. Darum reisen zahlreiche Schweizer Paare jedes Jahr ins Ausland, um ihren Kinderwunsch dort zu erfüllen. Experten gehen von einer mindestens zweistelligen Zahl an Paaren aus. Der Bundesrat schrieb in einem Bericht zum Thema, die Dunkelziffer sei hoch.

Immer wieder gab es darum Bestrebungen, das Verbot der Leihmutterschaft im Inland zu lockern oder aufzuheben. Unter anderem sprach sich auch die nationale Ethikkommission 2013 dafür aus. «Ich finde es wichtig, dass diese Frage von der Politik und der Gesellschaft diskutiert wird», sagt Hungerbühler dazu.

Dürfen zwei Männer Väter sein?

Rechtlich stellt sich die Frage, wie mit einem Kind, das bei zwei Vätern aufwächst, umgegangen wird. Bereits beschäftigten mehrere Fälle die Schweizer Richter, in denen sich Männerpaare gemeinsam als Eltern ihres Leihmutter-Babys eintragen lassen wollten. Die Haltung des Bundesgerichts dazu ist jedoch klar: Nur der genetische Vater dürfe offiziell als Elternteil ins Personenstandsregister eingetragen werden, beschieden die Lausanner Richter 2015 zwei homosexuellen Paaren aus der Ostschweiz und dem Aargau.

Bislang gibt es auch im Hause Hungerbühler erst einen offiziellen Elternteil. «Mein Partner ist der leibliche Vater unserer Tochter – ich hingegen bin juristisch noch inexistent», so der CVP-Mann. Hoffnung gibt ihm eine Revision des Adoptionsrechts, die nächstes Jahr in Kraft tritt. Künftig ist es Homosexuellen, die in eingetragenen Parterschaften leben, möglich, ihr Stiefkind zu adoptieren. 

Hungerbühler will Adoptionsrecht für Schwule

Geht es nach Hungerbühler, soll die Politik künftig noch einen Schritt weitergehen und Schwulen auch die Volladoption, also die Adoption fremder Kinder, erlauben. «Es wäre richtig, auch in diesem Punkt heterosexuelle und homosexuelle Paare gleichzustellen», findet er.

Vor negativen Reaktionen aus seiner Partei fürchtet er sich nicht. «Als die eingetragenen Partnerschaften 2005 erlaubt wurden, gab es in der CVP auch noch kritische Stimmen, obwohl die Mutterpartei die Ja-Parole vertrat. Inzwischen ist das kein Thema mehr.» Er sei zuversichtlich, dass dem gesellschaftliche Wandel auch in diesen Fragen künftig Rechnung getragen werde – innerhalb und ausserhalb seiner Partei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 13.07.2017 20:16
    Highlight So unchristlich wie die "keusche" Maria? Da hat Gott seinen Samen in ihre Gebärmutter eingepflanzt und nicht Joseph?!
    4 1 Melden
  • Beobachter24 12.07.2017 22:07
    Highlight Was die Kirche dazu sagt: Mir egal.
    Aber: Schwule Paare sollten keine Kinder adoptieren dürfen imho.

    Es ist meine tiefste Überzeugung, dass Kinder Vorbilder brauchen, im Idealfall beides, Mutter und Vater. Wenn’s nicht so ideal läuft: Ein Junge braucht seinen Vater und ein Mädchen seine Mutter als Vorbild.
    Aber zwei homosexuelle Männer, die ein Mädchen adoptieren? Nein!

    Homosexuelle Ehe. Klar, warum nicht.
    Adoption bei homosexuellen Paaren: Sicher nicht!

    Überliberalismus = Blödsinn
    41 121 Melden
    • Fabio74 12.07.2017 22:44
      Highlight Sorry du schreibst Blödsinn.
      Kinder brauchen Eltern, die sich um das Kind kümmern, die es erziehen. Ob 2 Männer, 2 Frauen, Mann und Frau ist irrelevant.
      Weil jedes schwule Paar hat auch Frauen im Freundeskreis, somit ist dieser Teil bestens abgedeckt.
      Zweitens: Allen Alleinerziehenden nimmst du dann die Kinder weg, weil es nicht mehr deinem "heilen" Weltbild entspricht?
      Oder sind es halt 2 Ellen die für Heten und die für Homosexuelle??
      86 29 Melden
    • Lami23 12.07.2017 22:49
      Highlight Gemäss deiner Logik müssten also nach einer Scheidung Jungen zum Vater und Mädchen zur Mutter ziehen. Kommt ja sehr häufig vor, darum wichtig zu klären.
      57 13 Melden
    • Sauäschnörrli 12.07.2017 22:53
      Highlight Richtig so, lieber ein Vater der das Kind nie wollte als zwei die es sich sehnlichst wünschten.

      Info für Allergiker:
      Kann Spuren von Nüssen, Meeresfrüchten und Ironie enthalten
      65 18 Melden
    • Chrigi-B 12.07.2017 22:58
      Highlight Kam mir ehrlich gesagt auch etwas spanisch vor bei der ersten "Sichtung". Zwei Männer die sich küssen mit zwei Kleinkindern. Nur, inwiefern kümmert sich zum Beispiel ein Heimkind ob es nun Mutter/Vater, Vater/Vater oder Mutter/Mutter hat? Hauptsache das Kind erfährt Liebe und erhält eine anständige Erziehung. Übrigens kommen die grössten Saugoofen bis jetzt aus Mutter/Vater Haushalten oder sind Scheidungskinder. Viel schlimmer kann es wohl nicht werden.😏
      42 10 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 00:55
      Highlight Beobachter24, das stimmt doch einfach nicht!
      11 6 Melden
    • ma vaff... 13.07.2017 07:24
      Highlight @beobachter24
      Laut deiner Aussage müsste meine Freundin ihren Sohn weggeben, da sie alleinerziehend ist und der Kleine somit keine Vaterfigur hat?
      Blödsinn...
      Ich kenne Schwule, die um Längen bessere Eltern sond als so manche "kognitiv schwächere" Heteros...
      Das Argument der Vater-. Mutterfigur ist so ca. 19. Jahrhundert...
      32 11 Melden
    • Luisigs Totämuggerli 13.07.2017 08:06
      Highlight @Beobachter24

      Nach deinem veralteten Weltbild hätte meine Mutter mich und meine Schwestern in eine andere Familie geben müssen (mit Vater und Mutter), als mein Vater bei einem Unfall tödlich verunglückt ist.

      Kinder müssen geliebt werden, egal ob Mann/Frau oder Frau/Frau oder Mann/Mann.

      Ich bin wirklich froh, denken nicht alle so wie du
      20 8 Melden
    • Beobachter24 13.07.2017 08:09
      Highlight Ich habe erwartet, dass ich Gegenwind kriege.
      Mein Statement beruht zuallererst auf meiner tiefsten Überzeugung.
      Was ich über Vorbilder sage, das bestätigen auch Psychologe.

      @Fabio74, @ma vaff...
      Ich spreche nicht von Kinder wegnehmen. Lest mal genauer, was ich geschrieben habe.
      Und ich kenne genug Scheidungskinder, die sich prima gut entwickelt haben.

      @Yalix, @Chrigi-B
      Was ihr über Saugoofen, Scheidung und Missbrauch sagt tut hier nichts zur Sache. Derartiges findet man rein statistisch am meisten in der "klassischen Familie".
      12 23 Melden
    • Chrigi-B 13.07.2017 08:24
      Highlight Ehner 17. oder halt Erzkatholisch😁
      3 4 Melden
    • Beobachter24 13.07.2017 08:30
      Highlight @ma vaff...
      Noch ein Nachtrag zum Thema Vorbilder:
      Das ist nicht 19 Jhd. Das ist klassische Entwicklungspsychologie des 20. Jahrhunderts.

      Ich kenne auch verschiedene Schwule, die ganz feine Menschen sind. Frauen und Männer. Ich bin aber trotzdem nicht dafür, dass homosexuelle Paare Kinder adoptieren sollen.

      Du sagst: "Ich kenne Schwule, die um Längen bessere Eltern sond ..." .
      Kennst Du Schwule, welche Kinder (adoptiert?) haben? Kennst Du persönlich Fallbeispiele?
      9 20 Melden
    • Fabio74 13.07.2017 13:07
      Highlight Also wenn du Schwidungskinder kennst, die gut rauskamen, trotz dem "Manko" des gegengeschlechtlichen, dann sollte es ja auch mit 2 Männern bzw 2 Frauen klappen.
      Sprich deine Argumente sind zusammen gefallen.
      Oder du misst eben mit 2 Ellen, weil du homophob bist
      5 1 Melden
    • Hochen 13.07.2017 13:37
      Highlight @ Beobachter
      0 0 Melden
    • Sauäschnörrli 13.07.2017 21:44
      Highlight "Klassische Entwicklungspsychologie des 20. Jahrhunderts"? Also ich lebe schon im 21., im 20. hat man z.B. eine schwere Depression noch mit einer Lobotomie behandelt, heute weiss man es zum Glück besser.
      4 0 Melden
    • Chrigi-B 13.07.2017 22:23
      Highlight Also Beobachter24, dann melde dich doch als Schweizer Gardist und beschütze die Kinderschänder Clique. Die Kirche und Menschen wie du, sind sowas von Vergangenheits liebend! Wir leben immer noch in der Schweiz, wo jeder sein Leben darf, egal was Leute wie du denken.
      4 0 Melden
  • Marlon Mendieta 12.07.2017 21:55
    Highlight Die Cvp hat ein Problem mit Schwulen und das in einer Zeit, in der sogar die Svp zwei Männer im Bundesrat hat😂
    13 25 Melden
  • Chrigi-B 12.07.2017 20:55
    Highlight Ich hatte mal mit einen Chef, der war 300% Homosexuell. Seine Ansicht zu diesem Thema? Wiso sollte ich mich im Geringsten mit der Kirche oder Gläubigen auseinandersetzen? Die glauben ich lebe in Sünde. Also keine Hochzeit und keine Taufe im Hause der Vergangenheit...
    24 6 Melden
  • Der Rückbauer 12.07.2017 19:32
    Highlight Die (christliche) Ehe ist ein Relikt aus früherer Zeit, als die Kirche eng mit der Zivilgesellschaft verbandelt war und von der Zivilgesellschaft bzw. vom Staat übernommen wurde. Die frühere Verbandelung ist heute nicht mehr der Fall. Zivilrechtlich gehört die Ehe abgeschafft bzw. wird sich selbst abschaffen. Wer eine Ehe schliessen will, kann das nur kirchlich/christlich tun. Zivilrechtlich hat die Ehe in unserer Gesellschaft nichts mehr zu suchen und sie entfaltet keine zivilrechtlichen Wirkungen. Der Staat hat sich nicht in Partnerschaften/Beziehungskisten einzumischen.
    19 53 Melden
    • Der Rückbauer 13.07.2017 00:38
      Highlight Rendel: Natürlich, auch wenn die Ehe zivilrechtlich aufgehoben wird, bleibt die Vertragsfreiheit erhalten.
      0 1 Melden
    • Der Rückbauer 13.07.2017 20:39
      Highlight Rendel: Heute werden in Bezug auf Partnerschaften schon jede Menge Verträge abgeschlossen (Ehe-/Erbverträge, Konkubinatsverträge, Partnerschaftsverträge, -einfache- Gesellschaftsverträge, Miteigentumsregelungen, Unterhaltsvereinbarungen etc.). Mit der Ehe für alle sind auch alle berechtigt, ihre Anliegen einzubringen und ihre Rechte geltend zu machen, wie zB Polygamie (keine Diskriminierung von Moslems), Ehe auf Zeit (1 Std. für 300 Stutz), Ehe zu Viert (keine Ausschliesslichkeit der Partnerschaft), Ehe unter WG-Bewohnern) etc. Das kann/wird alles noch auf uns zukommen.
      0 0 Melden
    • Der Rückbauer 14.07.2017 01:01
      Highlight Dann sage ich es halt abstrakt: Die Vorteile einer Abschaffung der zivilrechtlichen Ehe sehe ich in der Verhinderung der Nachteile der "Ehe für alle", welche auf den Staat, d.h. seine Bürger, zukommen. Es darf nicht Sache des Staates sein, alle privaten Beziehungskisten zu institutionalisieren, zu ordnen, zu regulieren und die immensen Probleme, die daraus entstehen werden, auszubaden, d.h. deren Lösung zu finanzieren. Beispiel aus jüngster Zeit, auf teilweise anderem Gebiet: KESB.
      0 0 Melden
  • Tepesch 12.07.2017 18:43
    Highlight Leihmutterschaft müsste sogar sehr christlich sein, schliesslich war Maria auch eine 😜
    147 18 Melden
    • spanischi nössli 12.07.2017 18:50
      Highlight Super!
      49 15 Melden
    • Darth Unicorn 12.07.2017 18:53
      Highlight 😂
      86 11 Melden
    • Stachanowist 12.07.2017 19:00
      Highlight Maria zog Jesus auf. Verstehe deshalb Ihren kecken Vergleich nicht ganz. Zentrales Element der Leihmutterschaft ist, dass die Frau, die gebärt, das Kind in den Wochen danach an die Auftraggeber abgibt.
      44 11 Melden
    • Maracuja 12.07.2017 19:14
      Highlight Maria hat gegen Geld eine Kind ausgetragen und musste dieses nach der Geburt an die Auftraggeber abgeben?
      Was christlich oder humanistisch daran sein soll, dass arme Frauen gegen Geld die Kinder reicher Menschen austragen, erschliesst sich mir nicht so richtig. Für mich ist Leihmutterschaft genauso wie das Spenden einer Niere eigentlich nur tolerierbar, wenn es nicht kommerzialisiert ist.
      53 5 Melden
    • Der Rückbauer 12.07.2017 19:34
      Highlight Ist das Kind dann Jesus?
      9 4 Melden
  • Altweibersommer 12.07.2017 18:35
    Highlight Leihmutterschaft ist sehr problematisch. Lieber schnell vorwärtsmachen mit der Adoption für Homosexuelle.
    52 26 Melden
    • rauchzeichen 12.07.2017 19:07
      Highlight wieso?
      10 16 Melden
    • Miicha 12.07.2017 19:15
      Highlight Auch dann sind die Chancen sehr klein um adoptieren zu können, genau wie bei hetero Paaren.
      20 0 Melden
    • rauchzeichen 12.07.2017 19:30
      Highlight Also wieso Leihmutterschaft problematisch sein soll?
      5 27 Melden
    • Enzasa 12.07.2017 20:10
      Highlight Weil Kinder keine Ware sind.
      Es geht um Menschen und um Gefühle. Gefühle die irrational sind und es dadurch zu tragischen Verwicklungen kommen kann.
      38 1 Melden
    • Maracuja 12.07.2017 20:19
      Highlight @Rauchzeichen

      1. Problematisch für die ausgebeutete Leihmutter. Agenturen kassieren den grössten Teil des Geldes, die Frau trägt das Risiko der Schwangerschaft, der Geburt, evtl. einer Abtreibung (die meisten Agenturen haben Klauseln bzgl. pränataler Tests). Die Risiken in der Schwangerschaft erhöhen sich, wenn die Eizelle von einer fremden Frau stammt, was heute üblich ist. Arme Frauen gehen teils mehr Schwangerschaften ein als für ihre Körper gut sind und tragen die Spätfolgen selbst.
      42 1 Melden
    • Maracuja 12.07.2017 20:26
      Highlight @rauchzeichen

      2. Problematisch für das Kind. Wird eine Behinderung bei den Tests übersehen oder entsteht sie bei der Geburt, kommt es immer wieder vor, dass die Auftraggeber das Kind nicht mehr wollen und das Kind, wenn die Leihmutter nicht Mitleid hat, im Waisenhaus handelt. Es kommt sogar vor, dass Auftraggeber "kündigen", weil sich ihr Beziehungsstatus geändert hat: <Doch dann trennte sich das Paar noch vor der Geburt, und die Japanerin weigerte sich, das Kind zu nehmen.> http://www.zeit.de/2016/41/leihmutterschaft-indien-geschaeft-verbot
      37 0 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 12.07.2017 18:17
    Highlight Waffenexporte sind christlich? Zumindest hat ein Großteil der Fraktion dafür gestimmt.
    70 15 Melden
  • Randreeh 12.07.2017 17:57
    Highlight Die FDP/GLP heisst sie wahrscheinlich willkommen
    8 7 Melden
    • CASSIO 12.07.2017 19:44
      Highlight Markus Hungerbühler ist weit davon entfernt, ein Freisinniger zu sein. Weshalb sonst ist er wohl bei der CVP?
      11 2 Melden
  • Stachanowist 12.07.2017 17:41
    Highlight Leihmutterschaft, die maximale Ausbeutung von Wohlstandsgefällen. Egoismus der Reichsten dieser Welt pur. Die Illusion, die Leihmutter entwickle keine Gefühle für ihr Kind, bevor es ihr entrissen wird, ist apologetischer Quatsch. Das Argument, die Frauen profitierten vom (wenigen) verdienten Geld ist reiner Zynismus. Körper und Gefühle von Frauen aus meist äusserst schweren Verhältnissen werden für eine Geld-Kind-Transaktion geschunden. Neoliberismus in Extremform.

    Verstehe die Empörung über die Kritik nicht. Leihmutterschaft muss verboten bleiben.
    118 27 Melden
    • Stachanowist 12.07.2017 18:36
      Highlight Neoliberalismus*

      Und bevor die Empörungsmaschinerie geifert: Ist mir piepegal ob das Paar Hetero oder Homo ist, meine Kritik gilt der Leihmutterschaft.
      86 8 Melden
    • Maracuja 12.07.2017 18:46
      Highlight Bin für Gleichstellung von Homosexuellen bzgl. Adoption. Verstehe aber nicht, wie jemand weiter unten, die Leihmutterschaft, d.h. die Ausnutzung armer Frauen als "Gebärroboter" für Reiche, als humanistische Errungenschaft preisen kann. Schwangerschaft und Gebären ist nicht Restrisiko frei (das Risiko für Komplikationen erhöht sich, wenn die Eizelle von einer anderen Frau stammt). Reiche Frauen stellen sich für diese Aufgabe nicht zur Verfügung. Leihmutterschaft bedeutet zudem für die Säuglinge eine abrupte Trennung von der Frau, an deren Stimme sie sich im Mutterleib gewöhnt haben.
      56 3 Melden
    • Stachanowist 12.07.2017 23:55
      Highlight 100% Zustimmung, Maracuja.
      6 0 Melden
  • Asmodeus 12.07.2017 17:34
    Highlight Ich frage mich immer wie Mitglieder der LGBT-Community überhaupt bei CVP und SVP Mitglied sein können.

    Sie müssten doch wissen, dass sie von ihrer Partei nicht akzeptiert werden wie sie sind.
    60 11 Melden
    • poga 12.07.2017 18:43
      Highlight @Asmodeus es könnte sein, dass sie in diesen Parteien tatsächlich stärker akzeptiert werden, als bei anderen. Akzeptanz, bedeutet manchmal auch dass man sich mit Ihnen auseinander setzt, weil sie eben "anders" sind. Stichwort: Sexismus der niederen Erwartungen. Es kann auch sein, dass ihre Sexualität nicht ihre Haupt-Prämisse ist. Was auch immer sie in den konservativen Partei hält, es wird sicher gute Gründe geben.
      31 5 Melden
    • CASSIO 12.07.2017 19:48
      Highlight Asmodeus: Hungerbühler ist bereits seit mehr als 2 Jahrzehnten bei der (J)CVP. Offenbar wird er von seiner Partei akzeptiert, andernfalls wäre er nicht in dieser politischen Position, in welcher er ist. Die CVP als Ganzes ist somit nicht dermassen homophob, wie es ihr häufig vorgeworfen wird. Und auch bei der SVP tummeln sich jede Menge warmer Brüder rum.
      15 12 Melden
    • Fabio74 12.07.2017 22:47
      Highlight @Cassio: Die Spitze der CVP ist homophob, sonst hätte die CVP nicht die Initiative mit dem verstecken Ehebegriff gebracht.
      Den Blitz für die warmen Brüder. Dieser Begriff ist widerlich.
      17 9 Melden
  • Gibaue 12.07.2017 17:33
    Highlight Gut, dass nicht die Religion bestimmt was Menschenwürde ist.
    27 10 Melden
  • Gigle 12.07.2017 17:17
    Highlight Kann mir jemand erklären, warum es überhaupt möglich ist, dass wir eine Trennung von Kirche und Staat haben, aber trotzdem Parteien wie die CVP oder die EVP?
    15 25 Melden
    • Maracuja 12.07.2017 18:38
      Highlight 1. haben wir in der Schweiz keine strikte Trennung von Kirche und Staat (s. Konstrukt Landeskirchen und die damit verbundenen Privilegien) . 2. sind Parteien hier in der Schweiz keine staatlichen Organe (in der untergegangenen DDR war das wohl anders), alle Bürger sind frei sich zu Parteien zusammen zu schliessen und den Namen der Partei weitgehend frei zu wählen. Wenn Sie Christen grundsätzlich verbieten wollen, eigene Parteien zu gründen, bewegen Sie sich nicht mehr auf dem Boden des demokratischen Rechtsstaates.
      40 1 Melden
  • messanger 12.07.2017 17:16
    Highlight "Hinter vorgehaltener Hand kritisierten Parteimitglieder, eine Leihmutterschaft lasse sich mit dem C im Parteinamen, dem Christlichen, nur schwer vereinbaren. Das Streben nach dem eigenen Glück «stehe im krassen Gegensatz zur Menschenwürde»."

    Eigentlich steht das Christentum im krassen Gegensatz zur Menschenwürde....
    22 34 Melden
    • CASSIO 12.07.2017 19:48
      Highlight Erkläre!
      17 6 Melden
    • messanger 13.07.2017 11:20
      Highlight Lies mal die Bibel, insbesondere Leviticus.

      Sklaverei ist OK, Schwule sollen gesteinigt werden etc...
      3 0 Melden
  • Wandtafel 12.07.2017 17:16
    Highlight Erinnert mich an den Dave Chappelle Sketch als ein Schwarzer zum Ku-Klux-Klan gehört.
    26 5 Melden
  • Majoras Maske 12.07.2017 17:13
    Highlight Es ist sogar schon möglich, dass zwei Männer ein gemeinsames Kind via Leihmutter austragen können. Aber sagts den C-Lästerern nicht, die fallen ja gleich in Ohnmacht vor Schrecken.
    5 22 Melden
    • RETO1 12.07.2017 20:07
      Highlight wie geht denn das ??
      6 1 Melden
    • Majoras Maske 12.07.2017 22:00
      Highlight Vermutlich nicht mit Sex.
      3 1 Melden
  • GaebuWe 12.07.2017 17:09
    Highlight das ist nicht unchristlich, das ist unmenschlich. Viel Kraft dem Kind!
    30 34 Melden
  • Töfflifahrer 12.07.2017 16:51
    Highlight Es soll mir bitte jemand vernünftig erläutern was an der CVP noch eine Spur von christlich enthält.
    72 8 Melden
    • Sandro Lightwood 12.07.2017 17:12
      Highlight Das heuchlerische.
      28 5 Melden
    • Asmodeus 12.07.2017 17:35
      Highlight Si sin zimmlich Bigott
      12 2 Melden
    • pamayer 12.07.2017 18:12
      Highlight Die rigide Moral, wenn sich jemand von der Mann = Ernährer, Frau
      =Hausfrau/Mutter etwas entfernt.
      16 4 Melden
  • Leventis 12.07.2017 16:49
    Highlight Jaja.. Dann ist's halt unchristlich.. Wenn sie (CVP) sich am Schwulsein schon nicht mehr stören wollen, weil's gerade opportun ist, verstehe ich nicht, was sie dann ausgerechnet an dieser Leihmutterschaft auszusetzen haben. Sollen die doch ihren alten, glutenierten Zopf essen und mit einem sehr kräftigen Schluck Jesus-Blut-Wein runterspühlen..
    Christianity is overrated, long live humanism! ;)
    60 33 Melden
    • Maracuja 12.07.2017 17:38
      Highlight Ist Leihmutterschaft humanistisch?
      46 2 Melden
    • Leventis 12.07.2017 18:40
      Highlight Why not?! Ein Leben entsteht. "contrahumanistisch" ist es bestimmt nicht... 8-)
      5 21 Melden
  • töbeler 12.07.2017 16:49
    Highlight Bedenklich das im 21. Jahrhundert so zu bezeichnen.
    Wer nicht weitergeht bleibt stehen.... So simple as that.
    14 21 Melden
  • Bits_and_More 12.07.2017 16:44
    Highlight Was auch viele nicht wissen, in der Schweiz dürfen auch nicht verheiratete oder nicht in einer eingetragenen Partnerschaft lebt Einzelpersonen ein Kind adoptieren, wenn die Person mindestens 35 Jahre alt und mind. 16 Jahre älter als das Kind ist.
    Die Sexualität spielt dabei keine Rolle.

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    • Charlie Brown 12.07.2017 18:08
      Highlight Das ist in der Tat so. Und das scheint besser akzeptiert zu sein, als zwei Mamis oder zwei Papis.

      Verstehe einer die Welt.
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  • N. Y. P. 12.07.2017 16:39
    Highlight Dieses Thema sollte langsam gegessen sein, liebe (hinter vorgehaltener Hand sprechende) CVP-Mitglieder.
    P. S. Was sich Herr Darbellay geleistet hat, ist ja auch nicht so wahnsinnig christlich. Also, werdet locker..
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  • kobii 12.07.2017 16:35
    Highlight Ja die Schlange spricht in der Bibel😁 das aber, ist super natürlich, oder wie?

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  • iss mal ein snickers... 12.07.2017 16:32
    Highlight Wass predigen....Wein trinken....passt schon...:/
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    • iss mal ein snickers... 12.07.2017 19:41
      Highlight Wasser meinte ich natürlich
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Autor Linder: «Mit meinem Buch kann man nirgendwo mitreden oder an Partys auftrumpfen»

Eigentlich hat die Schweiz ihn ja schon seit 34 Jahren, aber bisher hat Lukas Linder ausschliesslich fürs Theater geschrieben. Nun endlich ist sein Erstlingsroman erschienen – ein Anlass für uns, ihm 37 höchst existentielle Fragen zu stellen.

Die NZZ hat ihn einen «aufstrebenden Erzähler» genannt, ich nenne ihn ein Phänomen. Das wage ich zu sagen, weil ich Lukas Linder kenne. Nur, dass ihr gleich Bescheid wisst und hinterher nicht klagt, ich hätte hier schamlos Schleichwerbung für einen guten Freund betrieben. 

Überdies hat Reich-Ranicki einmal gesagt: «Es gibt Menschen, die auf eine hinreissende Weise Blödes von sich geben.» 

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er damit Linder gemeint hat. Jedenfalls ist Reich-Ranicki …

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