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Ein Kommentar in der NZZ am Freitag sorgte für einen Shitstorm auf Twitter.
Ein Kommentar in der NZZ am Freitag sorgte für einen Shitstorm auf Twitter.
Shitstorm wegen Apple-Chef Cook

Der NZZ-Chef muss sich für einen schwulenfeindlichen Kommentar entschuldigen

31.10.2014, 12:0510.11.2014, 17:52

Tim Cook ist schwul. Das Outing einer prominenten Person sollte im Jahre 2014 eigentlich kaum noch zu reden geben. Entsprechende Reaktionen sind jedoch immer wieder aufschlussreich: Nachdem sich der Apple-Chef geoutet hatte, folgten auch da wieder Tweets, Kommentare und Beleidigungen von tiefstem Niveau. 

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Christiane Hanna Henkel, US-Wirtschaftskorrespondentin der «Neuen Zürcher Zeitung», hätte das Outing kommentieren sollen. Resultat waren jedoch eine Kritik an Cooks Vorgehen und ein abstruser Vorwurf von Machtmissbrauch: «Er ist ein herausragender Manager, aber er missbraucht seine Macht, wenn er als Chef von einem der am meisten beachteten Konzerne der Welt seine sexuelle Orientierung zum Thema macht. Das ist nicht Bestandteil seiner Aufgabe.»

Die NZZ, die sonst als liberale Zeitung bekannt ist, musste am Freitagmorgen einen Shitstorm in den sozialen Medien gewärtigen. Die User kritisierten den Text als homophob oder warfen der Autorin vor, sie hätte das Outing falsch verstanden.

Stunden später folgte die Entschuldigung von NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann. 

In der längeren Fassung auf Facebook bedauerte er die Publikation des Textes. Die Argumente im Kommentar von Henkel seien absurd und würden von «mangelnder Toleranz» und «stigmatisierendem Umgang mit Schwulen und Lesben» zeugen. «Dass er nun zum Schwulsein steht, zeugt von Mut», schreibt Spillmann in seiner Entschuldigung. Der Kommentar von Henkel sei definitiv nicht die Haltung einer «auch in gesellschaftlichen Fragen liberalen Stimme wie jener der NZZ». (pma)

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