Schweiz
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Schweizer Bischöfe: Homo-Segnungen bleiben verboten

Die Segnung von homosexuellen Paaren bleibt in der katholischen Kirche verboten. Die Schweizerische Bischofskonferenz wollte ihre Position dazu an der Vollversammlung nicht ändern. 



Die Schweizer Bischöfe trafen sich diese Woche an ihrer Vollversammlung und diskutierten die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden dürfen. Anlass dazu waren Querelen zwischen dem Bistum Chur und dem Pfarrer von Bürglen, der ein lesbisches Paar gesegnet hatte. Wie die Bischöfe nun in ihrer Medienmitteilung schreiben, bleibt die Kirche bei ihrem Entscheid: Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren seien nicht möglich und es liege nicht in der Kompetenz der Bischöfe, «Lehre und Disziplin der Kirche» zu ändern. 

Die Schweizerische Bischofskonferenz kommt damit der Aufforderung des Churer Weihbischofs Marian Eleganti nach, der in einem Interview gegenüber kath.ch sagte, seine «Mitbrüder» sollten den Entscheid der Bischöfe Huonder und Morerod mittragen und «geschlossen und sofort Stellung beziehen». Beide angesprochenen Bischöfe forderten den Bürgler Pfarrer Wendelin Bucheli dazu auf, sein Amt in der Urner Kirchgemeinde abzugeben, nachdem er ein lesbisches Paar gesegnet hatte. Dieser widersetzte sich und erhielt dafür von seiner Kirchgemeinde Standing Ovations.

Am Rande der Versammlung diskutierten die Bischöfe zudem die Reorganisation der Bischofskonferenz. Hier ging es um die Frage, ob die Kommissionen «Kommunikation und Medien» sowie «Justitia et Pax» weiterhin als eigenständige starke Stimmen der Kirche in der Schweiz bestehen sollen. Letztere äusserte sich in den letzten Jahren mehrmals zu aktuellen, politischen Themen. (pma)

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    Alle Leser-Kommentare
  • px125 05.03.2015 23:14
    Highlight Highlight Das Mittelalter lässt grüssen!
  • amazonas queen 05.03.2015 18:16
    Highlight Highlight Franziskus kommt wohl doch reichlich spät. Zu spät? Diese Bischöfe kommen nicht mehr in der Realität an.
    • goschi 05.03.2015 19:21
      Highlight Highlight Jorge Mario Bergoglio (alias Franziskus) hat das Gesetz zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, das Ende der 2000er in Argentinien eingeführt wurde sehr aktiv und sehr vehement und auch mit vielen bösen Worten.
      Nicht täuschen lassen, auch ein moderater Papst ist immer noch ein katholischer Papst und damit gerade in solchen Dingen idR unverrückbar konservativ

      Zum aktuellen Fall, alte, erzkonservative und verbitterte Männer versuchen den Zeitgeist aufzuhalten...
      Ist nur zu hoffen, dass sie dabei epochal scheitern.
    • goschi 05.03.2015 19:56
      Highlight Highlight da fehlt bei mir, am Ende des ersten Absatzes, das Wort "bekämpft" (ansonsten macht der Satz nur wenig Sinn).
  • glüngi 05.03.2015 17:50
    Highlight Highlight Was war den zu erwarten?

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