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Die Polizei draengt die Balser Hooligans / Fans zureuck nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Aarau und dem FC Basel am Donnerstag, 15. Mai 2014, im Stadion Bruegglifeld in Aarau. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Nach dem Fussballspiel FC Basel gegen FC Luzern vom 19. Mai 2018 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

5 Zürcher Fussballschläger sitzen in Basel in Haft

08.07.18, 09:49 08.07.18, 17:28


Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat am 22. Juni – also rund einen Monat nach dem Fussballspiel FC Basel gegen FC Luzern vom 19. Mai – sieben Personen verhaften lassen. Alle Personen befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft. 

Die sechs Schweizer und der Syrer aus verschiedenen Kantonen waren unmittelbar nach dem Match in gewalttätige Auseinandersetzungen in der Umgebung des Stadions verstrickt, wie die NZZ am Sonntag berichtet. 

Nur zwei Personen sind FC Basel-Hooligans. Die restlichen fünf der Inhaftierten stammen aus dem Umfeld der Klubs FC Zürich und GC – und das, obwohl an diesem Spieltag keiner der Zürcher Klubs zum Einsatz kam. 

«Zürichs kranke Horde»

Ein Zusammenschluss von FCZ- und GC-Hooligans, der sich «Zürichs kranke Horde» nennt, reiste am besagten Tag nach Basel und attackierte nach dem Spiel Anhänger des FC Basels. Die Zürcher erhielten zudem noch Unterstützung: Hooligans aus Karlsruhe waren dem Aufruf der Zürcher gefolgt.

Die Basler gewannen jedoch die Oberhand und schlugen die Auswärtigen in die Flucht. Auf dem Weg zu ihren Autos wurden einige der Zürcher niedergetreten. Die Fahrzeuge der Flüchtenden wurden zudem mit massiven Gegenständen und Absperrgittern beworfen.

Video: telebasel

Die Beschuldigten konnten mithilfe von Bildern identifiziert werden. Ihnen wird Raufhandel, Körperverletzung sowie Sachbeschädigung vorgeworfen. «Wir gehen davon aus, dass in nächster Zeit weitere Tatverdächtige ermittelt werden können», zitiert die NZZ am Sonntag Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft. 

Brutaler Angriff im Februar

Am 28. Februar 2018 wurden vor dem Cup-Halbfinal FCZ gegen GC beim Prime Tower in Zürich GC-Anhänger von Unbekannten angegriffen und massiv mit Fäusten und Füssen gegen den Kopf geschlagen und getreten.

Die Züricher Staatsanwalt liess darauf ein Video ins Internet stellen – allerdings ohne Erfolg. Aus der Bevölkerung gingen keine Hinweise ein.

Der Polizei gelang es immerhin, zwei der Opfer mit schweren Kopfverletzungen zu identifizieren – wie ist allerdings nicht bekannt. Das Zürcher Spital, in welchem die beiden operiert werden mussten, informierte die Behörden trotz der Zeugenaufrufe der Polizei nicht. (vom)

Die Bilder der Schlägerei auf dem Maagplatz in Zürich

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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31
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schmirinskis 08.07.2018 13:38
    Highlight Die Zürcher Kinder Horde mal wieder. Da kann man nur den Kopf schütteln.
    47 16 Melden
  • wasps 08.07.2018 13:02
    Highlight Herr Miescher und Konsorten sollte ihre Hausaufgaben machen. In diesem Bereich glänzen sie nämlich mit Stillschweigen und Nichtstun!
    62 26 Melden
    • Max Cherry 08.07.2018 14:29
      Highlight Was genau hat der Generalsekretär des Fussballverbandes mit einer Schlägerei in den Strassen von Basel zu tun?
      Ist er dann auch verantwortlich für jede Kneipenschlägerei, wenn in der entsprechenden Beiz gerade Fussball im TV läuft oder irgend ein Wimpel an der Wand hängt?
      60 16 Melden
    • wasps 08.07.2018 15:54
      Highlight Der Herr Generalsekretär und der Verband sind dafür sehr wohl mitverantwortlich, sie haben die Hooligans nicht im Griff. Organisierte Schlägereien unter Fans auch ausserhalb der Stadien sind ein Problem im Schweizer Fussball! Lieber schauen die feinen Herren weg (und hetzen gegen Doppelbürger) bzw. waschen ihre Hände in Unschuld.
      15 62 Melden
    • Max Cherry 08.07.2018 16:37
      Highlight Dazu habe ich noch ein paar Fragen:

      - Wie bekommt ein Generalsekretär Hooligans fernab der Stadien "in den Griff"?

      - Was bedeutet "in den Griff" kriegen und wessen Aufgabe sollte das eigentlich sein?

      - Wie soll jemand eine organisierte Schlägerei abseits der Spielorte verhindern?

      - Inwiefern stellen diese Schlägereien überhaupt ein Problem dar, sofern keine Unbeteiligten involviert werden?

      - Was hat sich denn Herr Miescher und der Verband bei dieser Thematik konkret zu Schulden kommen lassen? (Stichwort Hände in Unschuld waschen)
      32 8 Melden
    • wasps 08.07.2018 17:19
      Highlight Schlägereien sind kein Problem? Ja gut, wenn Sie meinen. Massive Sachbeschädigungen, Saubannerzüge, zum Teil Schwerverletzte Unbeteiligte, Familien, die wegen den Idioten nicht mehr in die Stadien gehen, etc., etc. Wahrlich, die Funktionäre haben alles im Griff! Sie lassen einfach die Steuerzahler dafür blechen und tun: NICHTS!
      17 19 Melden
    • Chris van Berg 08.07.2018 17:56
      Highlight @Max
      Dir ist doch selbe klar auf was wasps hinaus wollte. Das abschieben jeglicher Verantwortung, weil es ja nicht im Stadion geschieht, ist doch ein Teil des Problems.
      Natürlich kann man die Clubs nicht für alles haftbar machen aber verstärkte Kontrollen, Ausweis pflicht beim betreten und ähnliches wäre möglich!

      Mittlerweile würde ich persönlich sogar der totalen Videoüberwachung zustimmen nur damit ich mit meinen Kids wieder mal in die Nähe eine Fankurve kann!
      9 11 Melden
    • Max Cherry 08.07.2018 19:44
      Highlight Sie polemisieren weiterhin mit Ihrer gefühlten Wahrheit und widersprechen sich dabei mehrfach selber.
      Wieso sollte jemand in einer Fankurve, geschweige denn im Stadion, Angst haben, wenn sich die Gewalt ja eben von diesem weg verschiebt?
      Und was nützen Ausweiskontrollen im Stadion bei Schlägereien mitten in der Stadt?

      Fakt ist, die Zuschauerzahlen sind letzte Saison im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (dank Wiederaufstieg FCZ) und liegen konstant um die zwei Millionen Zuschauer pro Saison. Darunter sind auch ganz viele Kinder, die auch zuhauf in den Fankurven anzutreffen sind.
      8 6 Melden
  • MitchBitch 08.07.2018 10:53
    Highlight Das sind doch mal gute Nachrichten....
    49 6 Melden
  • AllknowingP 08.07.2018 10:31
    Highlight Raufhandel ?
    20 10 Melden
    • Dreiländereck 08.07.2018 16:25
      Highlight Ist ein eigenständiges Delikt im Strafgesetzbuch. Einfach Raufhandel & StGB googlen.
      17 0 Melden
  • derEchteElch 08.07.2018 10:00
    Highlight „Das Zürcher Spital, in welchem die beiden operiert werden mussten, informierte die Behörden nicht.“

    Das ist das traurigste an allem.

    Da gibt es Opfer mit Kopfverletzungen, welche nur durch eine Fremdeinwirkung entstehen können und das Spital informiert die Polizei nicht..

    Schwere Körperverletzung wird von Amtes wegen verfolgt, da müsste auch das Spital dran glauben weil sie es nicht gemolden haben.
    224 72 Melden
    • Eine_win_ig 08.07.2018 10:09
      Highlight Ich weiss nicht, inwiefern da die ärztliche Schweigepflicht reinwirkt. Kennt sich jemand damit aus?
      76 9 Melden
    • BoJack 08.07.2018 10:15
      Highlight Die Ärzte hätten so viel ich weiss die Möglichkeit sich bei einer Aufsichtsbehörde zu melden, ohne sich dabei strafbar zu machen. Die Aufsichtsbehörde entscheidet dann über das weitere Vorgehen. Vielleicht irre ich mich auch.
      62 3 Melden
    • fcsg 08.07.2018 10:29
      Highlight Verletzungen, die auf ein Verbrechen gegen Leib und Leben schliessen lassen, dürfen gemeldet werden, die Ärzte sind aber nicht dazu verpflichtet. Da die Opfer offensichtlich kein Interesse an einer Strafverfolgung haben, kann ich die Haltung des Spitals durchaus verstehen.
      116 9 Melden
    • Benizzel 08.07.2018 10:31
      Highlight Wenn der Patient dass nicht will, darf es nicht gemeldet werden oder? Sonst bestünde die Gefahr, dass 'Verbrecher' sich nicht mehr in ärztliche Behandlung geben.
      36 2 Melden
    • dontknow 08.07.2018 10:57
      Highlight Schon interessant. Ich arbeite Teilzeit an einer Bar. Bei jeglichen Schnittverletzungen o.ä. wird die Polizei automatisch auch aufgeboten(direkt durch due Sanität), da es sich um Körperverletzung handeln könnte. Dass bei einer Person die am Kopf operiert werden muss und dies wohl offensichtlich im Zusammenhang mit einem Zeugenaufruf der KaPo steht, nicht die Polizei eingeschalten qird überrascht mich jetzt doch einigermassen...
      47 8 Melden
    • Nick Tamer 08.07.2018 11:39
      Highlight Auch bei einem Hooligankampf kann es unbeteiligte Opfer geben. Bei den Zürchern, die für den Angriff angereist sind, ist das vielleicht weniger wahrscheinlich als bei den Baslern, aber eine Verletzung allein ist kein Zeichen dafür, dass eine Person andere verletzt hat.
      7 21 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 08.07.2018 12:12
      Highlight Es kann sogar sinnvoll sein, dass Spitäler sowas nicht gegen den Willen des Verletzten melden - sonst gehen so Leute nicht mehr zum Arzt...
      33 20 Melden
    • Eine_win_ig 08.07.2018 12:24
      Highlight Danke!
      2 7 Melden
    • Joe Smith 08.07.2018 12:27
      Highlight Grundsätzlich gilt das Arztgeheimnis. Dieses soll das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient schützen. Bei Verdacht auf gewisse Verbrechen DÜRFEN Ärzte die Behörden benachrichtigen, sie MÜSSEN aber nicht. Eine Meldepflicht besteht nur bei ungeklärten Todesfällen und bei gefährlichen übertragbaren Krankheiten. (Nachzulesen im Gesundheitsgesetz. Dieses ist übrigens kantonal, aber die Befreiung vom Arztgeheimnis ist meines Wissens in allen Kantonen gleichlautend geregelt.)
      33 1 Melden
    • Lord_Mort 08.07.2018 12:30
      Highlight Ich dachte immer bei Offizialdelikten bestehe eine Meldepflicht. Könnte mich da jemand mit juristischem Fachwissen aufklären?
      7 12 Melden
    • Pius C. Bünzli 08.07.2018 13:20
      Highlight Wie ist das dann mit der ärztlichen Schweigepflicht? Das Opfer sollte selber entscheiden dürfen ob es die Tat melden will oder nicht.
      10 2 Melden
    • derEchteElch 08.07.2018 13:52
      Highlight Bei Offizialdelikten gibt es keine Entscheidungsmöglichkeit, dann wird von Amtes wegen ermittelt obs das Opfer will oder nicht..

      Gem. § 15 Abs. 4 Lit. a GesG Kt. ZH sind Ärzte & Spitäter auch ohne Einwilligung berechtigt, Verbrechen gegen Leib und Leben (und schwere KöV ist so etwas) auch ohne Einwilligung zu melden..
      12 14 Melden
    • fcsg 08.07.2018 14:56
      Highlight @derEchteElch
      Berechtigt, heisst eben auch, dass die Ärzte dazu nicht verpflichtet sind. Die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet zu ermitteln, was sie auch tat, wenn sie Kenntnis von einem Offizialdelikt hat. Die Ärzte haben aber keine Pflicht ein Offizialdelikt zu melden, sofern kein Tötungsdelikt vorliegt.
      18 1 Melden
    • malu 64 08.07.2018 16:20
      Highlight So schlimm, kann es nicht gewesen sein!
      2 3 Melden
    • Dreiländereck 08.07.2018 16:23
      Highlight Je nach kantonalem Gesundheitsgesetz sind die Aerzte nicht zur Meldung verpflichtet.
      Offenbar wollten die Opfer ja auch keine Anzeige machen. Entweder Angst vor Repressalien oder vorher selbst Täter gewesen.
      5 0 Melden
    • Butschina 08.07.2018 17:23
      Highlight Vielleicht waren sie schlicht nicht in der Verfassung mit der Polizei zu reden oder überhaupt zu sprechen. Oft können sich die Verletzten auch schlichtnicht erinnern. Spitäler sollen sich erst um die Cerletzungen kümmern. Die Versicherungen schalten danach sowieso die nötigen Schritte ein.
      2 5 Melden
    • BigE 08.07.2018 18:19
      Highlight Von Amtes wegen ist für Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz verbindlich. Nicht für Ärzte. Der Arzt ist einzig und allein für das wohl des Patienten verantwortlich. Egal, ob es ein Kind oder ein Verbrecher ist.
      5 1 Melden

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