Schweiz
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Flüchtlingslager Zaatari, Jordanien.
Bild: AP AFP Pool

Immer wieder krass: Diese Luftaufnahmen zeigen, wie ein Flüchtlingsproblem wirklich aussieht 

19.04.16, 16:30 12.05.16, 08:03


Im Mittelmeer soll sich erneut ein Flüchtlingsunglück mit vielen Toten ereignet haben. «Es sieht so aus, als seien Hunderte Menschen gestorben», sagte Italiens Präsident Sergio Mattarella. Offiziell ist das noch nicht bestätigt. Fakt ist aber: Jeden Monat versuchen tausende Flüchtlinge aus Nordafrika und der Türkei mit Booten nach Europa zu gelangen. 2014 starben nach Angaben der International Organization for Migration (IOM) knapp 3300 Flüchtlinge auf See, 2015 waren es 3770. Dieses Jahr sind bislang mehr als 1100 Menschen ertrunken.

Wer glaubt, dass vor allem Europa ein Flüchtlingsproblem hat, sollte dieses kurze Video schauen

Das neue mutmassliche Unglück erinnert an die Katastrophe vor fast genau einem Jahr: Damals waren 800 Migranten vor der libyschen Küste ertrunken. Sie waren in einem Schmugglerboot eingeschlossen, das Leck schlug und sank.

Das Leben im jordanischen Flüchtlingscamp

Bestehe das Quiz zur Asylgesetz-Abstimmung oder du wirst enteignet!

Am 5. Juni stimmen wir über die Asylgesetz-Revision ab. Die SVP hat das Referendum dagegen ergriffen und bekämpft mit Schlagworten wie «Gratisanwälte» und «Enteignungen» das neue Gesetz. Was hat es mit den Argumenten von Rechts auf sich? Und was weisst du über die Revision? Teste dein Wissen im Quiz.

1.Kleine Schätzfrage zum Anfang: Wie viele Grundbesitzer werden mit der Annahme des neuen Asylgesetzes voraussichtlich enteignet?
Ein Einfamilienhaus reiht sich an das naechste in Buchs, Kanton St. Gallen, aufgenommen am Freitag, 5. November 2010. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
KEYSTONE
Mindestens 400 pro Jahr
Rund 5 pro Jahr
Wahrscheinlich kaum welche
2.Wer hat in der Schweiz Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand, auch genannt «den Gratisanwalt»?
Toni Brunner, SVP Praesident, Celine Amaudruz, SVP Nationalraetin, und Roger Koeppel, SVP Nationalrat, von rechts, reichen im Namen der SVP ein Referundum mit rund 65'000 Unterschriften gegen das neuste Asylgesetz ein, am Donnerstag, 14. Januar 2016, vor der Bundeskanzlei in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)
KEYSTONE
Flüchtlinge
Asylsuchende
Alle
3.Können unter dem neuen Asylregime mehr Flüchtlinge aufgenommen werden?
Ja, viel mehr.
Äh, darum geht's doch?!
Nein
4.Trotzdem ruft die rechte Gegnerschaft mantra-artig «Willkommens-Kultur» und spricht von einem Ausbau der «Empfangsinfrastruktur», um das revidierte Asylgesetz zu beschreiben. Die Linke hingegen ist geschlossen für das neue Asylgesetz, weil damit schneller mehr Flüchtlinge aufgenommen werden können.
X00360
Exakt.
Stimmt nicht.
Albtraum! Für die Linken ist das Gesetz ein Albtraum!
5.Äh, Moment mal. Was ist jetzt eigentlich das Hauptziel des neuen Asylgesetzes?
Fluechtlinge am Grenzuebergang in Spielfeld aufgenommen am Donnerstag, 11. Februar 2016. Im Grenzmanagement in Spielfeld werden die ankommenden Flüchtlinge registriert, versorgt und anschließend weitertransportiert. - KEYSTONE/APA/HARALD SCHNEIDER
APA
Dass möglichst viele Flüchtlinge möglichst schnell einen gültigen Aufenthaltsstatus, eine Unterbringung und Sozialhilfe erhalten.
Dank effizienter Abläufe in Bundeszentren die Dauer der Asylverfahren zu reduzieren.
Asylsuchenden Ausbildungen und eine schnelle Aufnahme in den Arbeitsmarkt ermöglichen.
6.«Mit dem neuen Gesetz werden deutlich mehr abgewiesene Asylsuchende in der Schweiz untertauchen.» Stimmt diese Aussage?
Ja
Nein
7.Die Schweiz klammert sich mit der neuen Asylgesetz-Revision an Schengen/Dublin. Sollte sich die Schweiz nicht auch wie andere EU-Länder davon verabschieden?
ARCHIVE --- VOR 10 JAHREN, AM 5. JUNI 2005, STIMMTE DIE SCHWEIZER BEVÖLKERUNG DEM BEITRITT ZUM SCHENGENER ABKOMMEN ZU. DAZU STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFÜGUNG --- Werner Messmer, Praesident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Ueli Forster, Praesident Economiesuisse, und Pierre Mirabaud, Praesident der Bankievereinigung, von links, werben im Namen der Schweizer Wirtschaft am Freitag, 15. April 2005 in Bern fuer ein Ja zu Schengen-Dublin. Die Abstimmung ueber den Beitritt der Schweiz zu Schengen/Dublin kommt am 5. Juni 2005 vor das Volk. (KEYSTONE/ Lukas Lehmann)
KEYSTONE
Ja
Nein
Hä? Was hat denn das jetzt mit der Asylgesetz-Revision zu tun?
8.Wie viel kostet die Umstellung des Asylsystems?
A waitress takes two fifty Swiss franc bills out of a her wallet, photographed in Zurich, Switzerland, on April 12, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)Eine Serviceangestellte entnimmt zwei Fuenfzigernoten aus ihrem Serviceportemonnaie, aufgenommen in einem Restaurant am 12. April 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
KEYSTONE
Nichts. Anwälte, Verfahren, Zentren: Ist ja alles gratis!
Mindestens 300 Millionen
Mindestens 1.5 Millarden

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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26
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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Etienne Stottele 13.05.2016 08:33
    Highlight Jordanien grenzt direkt ans Krisengebiet. Es gibt grob gesagt 2 Arten von Flüchtlingen, die 1. Art sind die die ins direkte Nachbarland flüchten, diese wollen in ihre Heimat zurückkehren sobald dies möglich ist. Andere verlieren komplett die Perspektive in ihrem Heimatland und wollen sich eine neue Heimat suchen. Diejenigen die zurückkehren wollen sind eine Mehrheit, also sind diese Flüchtlinge sind also nur so lange in den jeweiligen Ländern bis die Krise abgekühlt ist.
    54 8 Melden
    • auoji 07.01.2017 17:44
      Highlight Vor allem sind es die Armen die dorthin fliehen - sie können nicht weiter weg fliehen - dort wo vielleicht eine neue Perspektive überhaupt möglich ist.
      Primär wollen auch unsere Flüchtling wieder zurück - wenn es dort deutlich besser ist.
      Das Geld ist ausschlaggebend wie weit jemand flieht. Andere Gründe fallen kaum ins Gewicht
      26 15 Melden
  • MiHo 12.05.2016 17:32
    Highlight Müssen in Jordanien auch Millionen Franken ausgegeben werden um nur schon die Brandschutzvorschriften einzuhalten? Erhalten in Jordanien auch alle Flüchtlinge Geld vom Staat? Stellt die Jordanische Regierung auch allen Flüchtlingen gratis Natel-Abos zur Verfügung? Was kostet ein Flüchtling in Jordanien, was kosten er in der Schweiz. Dieser Artikel ist totaler Schwachsinn und zeugt eindeutig von der crass linksorientierten Gutmenschen Träumerei von den Redaktoren von Watson!
    119 109 Melden
    • Emanuel Ludi 21.08.2016 13:01
      Highlight Wo hast du denn den Blödsinn von den gratis Natel-Abos her, die bei uns jeder Flüchtling kriegen soll?
      Ich arbeite in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende und glaub mir: das gibt es nicht. Von den rund 9.- pro Tag müssen die Leute Essen, Kleider, Hygieneartikel, Prepaidkarten fürs Natel, etc. bezahlen.
      Dieser Betrag reicht dir gerade mal für Kafi, Gipfeli und den Blick.
      103 37 Melden
    • auoji 07.01.2017 17:46
      Highlight Schon allein, dass sie nur ein Drittel bekommen, was andere Sozialhilfeempfänger bekommen ist eine Schande. Ein Zwei Klassen Gesellschaft. Eine Schande.
      22 38 Melden
    • Olmabrotwurst 08.01.2017 11:41
      Highlight Wieso werden hier jedesmal die Verfasser von den Kommentaren nieder gemacht das war seine Meinung und jetzt wird hier einfach wieder mit dem finger auf ihn gezeigt find ich langsam Schade...
      13 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • jeanette_mueller 11.05.2016 08:01
    Highlight Auf dem ersten Bild, ebenso im Kurzvideo fällt auf das keine Menschen zu sehen sind. Sind die extra für die Aufnahmen alle in die Unterkünfte gegangen? Oder wird hier versucht per Täuschung zu manipulieren?
    46 58 Melden
    • Oliver Wietlisbach 12.05.2016 08:04
      Highlight Keine Menschen? Diashow angeschaut?
      42 19 Melden
    • jeanette_mueller 12.05.2016 08:16
      Highlight Nun, diese Bilder können ebensogut aus einem anderem Camp stammen. Aber ist ok, hab meine alten müden Augen mal angestrent und doch ein paar einzelne Menschen auf dem Gesamtbild ausgemacht. Mein Fehler.
      26 35 Melden
  • Sam Büsser 10.05.2016 15:28
    Highlight Das Quiz ist tendenziös.

    Beim Quiz, die (wirklich) richtigen Antworten:
    1. Kann man nicht sagen. Wenn das Gesetz durch ist, wird es sich zeigen.
    2. Jedoch müssen Nicht-Asylbewerber nachweisen, dass sie einen brauchen und sich keinen leisten können.
    3. Wenn Verfahren schneller werden, steigen die Kapazitäten. Das Problem: Nur die Aufnahme wird beschleunigt. Nicht die Ausschaffung
    4. ist ok
    5. ist ok
    6. Tatsächlich könnt ihr dies nur vermuten.
    7. ist ok
    8. wäre sparsamer, würden abgelehnte Flüchtlinge strickt ausgeschafft. Da aber auch die bleiben, wird teurer.
    57 6 Melden
    • auoji 07.01.2017 17:53
      Highlight 1. Das ist nun einfach sonnenklar. Nichts abzuwarten.
      2. Auch die Asylbewerber müssen Konten offenlegen und Einkommen etc. Es Gibt keinen Unterschied. Nur ist es schneller klar.
      3. Ausschaffungen haben ein ganz anderes Problemfeld - das hat nichts miteinander zu tun
      6. Die Logik hilft da weiter. Mal ein Gespräch mit gefährdeten führen mit Betroffenen wie es ist mit dem Untertauchen. Das klart die rechtslastigen Wolken im Logik-Spähren.
      8. Die raschere Abfertigung erhöht die Zahlen nicht um einen einzigen Flüchtling mehr.
      6 14 Melden
  • Fabian Schläfli 10.05.2016 12:26
    Highlight Ich dachte immer die Medien müssen politisch neutral bleiben und dürfen keine Vorlieben zeigen.
    51 48 Melden
    • Erdling.Nik 12.05.2016 13:17
      Highlight Häää???
      34 26 Melden
  • Blaumeise 20.04.2016 10:20
    Highlight Die Luftaufnahme zeigt schön, wieviel Platz die Länder in dieser Region noch frei haben. Deren Zahl Einwohner pro Quadratkilometer besiedelbarer Landesfläche ist viele Male kleiner als unsere. Darum ist es ganz richtig, dass die Flüchtlinge dort sind, wo sie sind. Und das erst noch nahe ihrer Heimat, was die Rückkehr dereinst einfacher machen wird. Es geht immer vergessen, dass nicht das Prokopfeinkommen über die erträgliche Zahl an aufzunehmender Flüchtlinge entscheidet, sondern die Bevölkerungsdichte, welche ein Land noch bewältigen kann. Die CH hat ohnehin seit langem zuviele Einwohner.
    117 75 Melden
    • Fabio74 20.04.2016 11:24
      Highlight Wo hat die Schweiz zu viele Bewohner? Ganze Talschaften entvölkern sich.
      Der 2. Punkt: Da unten hats Olatz ist aber extrem trocken. Das heisst Wasserknappheit
      66 85 Melden
    • Blaumeise 20.04.2016 12:07
      Highlight Die Schweiz hat doppelt soviele Einwohner, wie sie aus eigener landwirtsch. Kraft ernähren kann, weswegen die CH Lebensmittel importieren muss. Wären die Flüchtlinge hier, würden wir entsprechend mehr importieren. Geradesogut könnte man diese Mittel direkt in die Flüchtlingslager schicken lassen, statt in die Schweiz. Den Flüchtlingen bliebe die lange, gefährliche Reise erspart.
      Die meisten Täler sind überbevölkert. Gottlob gibt es Ausnahmen.
      Zudem: eine Unterkunft in Jordanien oder der Türkei ist zehnmal billiger, wie hier. Dort ķönnen wir zehn mal mehr Flüchtlingen helfen, wie hier.
      104 42 Melden
    • Digital Swiss 21.04.2016 23:42
      Highlight Dann lass uns doch 10x so viel Unterstützung senden anstatt 10x darüber zu labern.
      118 31 Melden
  • simiimi 19.04.2016 21:38
    Highlight Dass die Nachbarländer Syriens den allergrössten Teil der Flüchtlinge beherbergen ist völlig normal. Die Hugenotten sind damals auch nach Deutschland geflüchtet und nicht nach Arabien
    126 26 Melden
    • Irieman 04.06.2016 15:56
      Highlight Die Hugenotten flüchteten aber auch nach Südafrika.
      30 12 Melden
  • Sapere Aude 19.04.2016 16:38
    Highlight Kommen noch die 600 000 - 800 000 palästinensische Flüchtlinge hinzu, die Jordanien aufgenommen haben und welchen sie als eines der wenigen arabischen Staaten auch das Bürgerrecht anbieten. Statt der Türken 3 Milliarden zu geben, mit welchem die dann nur wieder Daesh das Öl abkaufen, sollte man Jordanien und den Libanon finanziell unterstützen, dort wo es wirklich notwendig wäre.
    143 2 Melden
    • Spooky 19.04.2016 17:17
      Highlight "2015 haben Schmuggler laut Schätzungen drei bis sechs Milliarden Franken mit Menschenhandel verdient."

      Nicht nur die Schmuggler sahnen ab, sondern auch die Behörden, Beamten und Politiker in Europa, im Nahen Osten, in Nordafrika etc., die geschmiert werden müssen, damit das Geschäft mit den Flüchtlingen reibungslos funktioniert.
      55 1 Melden
    • Sapere Aude 19.04.2016 17:24
      Highlight Natürlich, die Flüchtlingskrise eröffnet für Verschiedene eine gute Möglichkeit, Satte gewinne einzufahren ohne dafür belangt zu werden. Insofern wird die ganze Krise durch "Marktversagen" und falsche Politik nur weiter verschlimmert.
      47 2 Melden
    • Ghost 19.04.2016 23:29
      Highlight Da sind wir gleicher Meinung - in beiden Punkten.
      15 2 Melden
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