Schweiz
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epa07012630 French-Algerian businessman, Rachid Nekkaz (C), is asked by to police officers to step down from the main entrance in front of the Danish Parliament Christiansborg in Copenhagen, Denmark, 11 September 2018. Nekkaz is in Copenhagen to fulfill his promise to pay persons who has been fined for violating the ban of masking with niqab in public areas. So far nobody in Denmark have been fined and therefore there was no fines to pay.  EPA/MADS CLAUS RASMUSSEN  DENMARK OUT

Weiss, wie man provoziert: Burkaverbot-Gegner Rachid Nekkaz.  Bild: EPA/RITZAU SCANPIX

Das ist der Algerier, der mit seinem Portemonnaie das Burkaverbot bekämpft

Er werde das Burkaverbot mit seinem Scheckbuch bekämpfen, kündigte Rachid Nekkaz am Mittwoch in St.Gallen an. Nicht zum ersten Mal. Wir haben mit dem Franko-Algerier über seine Ziele, seine Finanzen und seinen überquellenden Reisepass gesprochen.



Vor zwei Wochen war Rachid Nekkaz in Kopenhagen vor dem dänischen Parlament und bezeichnete den Premierminister als Terrorfinanzierer. Vor ihm standen im Halbkreis mehr als ein Dutzend Journalisten und Politiker. Dänemark hatte zuvor ein Gesetz gegen die Verschleierung eingeführt. 

Zwei Wochen später in St.Gallen vor dem Sitz der Stadtregierung: Nekkaz und eine verschleierte Frau posieren mit einem Buch vor dem Sitz der Stadtregierung. Umringt werden sie von Fotografen, Kameraleuten und Reportern. St.Gallen hatte am 23. September das Verhüllungsverbot angenommen.

Wo immer Nekkaz auftaucht, wartet schon eine Schar Journalisten. Der 46-jährige Politaktivist und Geschäftsmann weiss, wie er sich Aufmerksamkeit verschaffen kann. 

Das muss er auch. Denn Nekkaz hat eine Mission. Der algerisch-französische Doppelbürger will das Burkaverbot in Europa bekämpfen. Mit seinem Portemonnaie. Und mit medienwirksamen Auftritten. Wo immer die Einführung eines Verhüllungsverbots ansteht oder beschlossen wird, taucht der 46-Jährige auf – im Schlepptau meist eine verhüllte Frau und mehrere Aktivisten – und verspricht, alle Bussen zu bezahlen, die Frauen wegen des Verstosses gegen das Verhüllungsverbot auferlegt werden.

Elegantes Auftreten

Auf einem Video sieht man ihn charmant, eloquent und mit einer Engelsgeduld die Fragen der Journalisten beantworten. Mit fast schon penetranter Höflichkeit führt er aus, weshalb das Verhüllungsverbot gegen eine freiheitliche Verfassung verstösst.

Zwischendurch erklärt er auf Arabisch, direkt in die Kameralinse und an seine 1.1 Millionen Facebook-Follower gerichtet, warum man Gegensatz zu autokratischen Ländern wie Algerien eine Aktion durchführen kann, ohne von einer Hundertschaft Polizisten behelligt zu werden. Im Anschluss tourt Nekkaz durch die Stadt und erkundigt sich mit einem Selfiestick bewaffnet bei Passanten nach ihrer Meinung zum Burkaverbot.

Die Schweizer seien gespalten, sagt er im Gespräch mit watson: «Die Jungen akzeptieren, dass es in der Freiheit jedes Einzelnen liegt, einen Nikab zu tragen. Bei den Alten ist hingegen die Angst vor dem Islam spürbar.» Dass in der Schweiz das Verhüllungsverbot ein Thema ist, habe ihn überrascht:« Es gibt hier kaum Frauen, die den Nikab tragen und es gibt kaum Probleme mit der muslimischen Bevölkerungsgruppen.» Nekkaz glaubt, dass es sich letztlich um ein «Kommunikationsproblem» in der Gesellschaft handle.

Einmal pro Monat würde er von jetzt an in St.Gallen auftauchen, und zwar für die nächsten 20 Jahre, behauptete Nekkaz im Video gegenüber einer Journalistin. Ob es als Scherz gemeint ist oder nicht, wird nicht ganz klar. Das verschmitzte Lächeln des graumelierten Mannes hinterlässt Fragezeichen.

«Weit entfernt» von salafistischen Positionen

Raum für Spekulationen lässt auch die politische Haltung Nekkaz'. Im Unterschied zu radikalen Burkaverbots-Gegnern wie dem Islamischen Zentralrat IZRS, betont der Algerier zwar bei jeder Gelegenheit, kein Befürworter der Ganzkörperverschleierung zu sein. Er sei liberal und verfassungstreu. Trotzdem muss er sich immer wieder den Vorwurf anhören, die Islamisten zu unterstützen. Nicht zuletzt, weil er sich nicht scheut, gemeinsam mit fundamentalistischen Kräften aufzutreten. Im Tessin etwa wurde er von Nora Illi begleitet, der Kommunikationsverantwortlichen des IZRS, die mit umstrittenen Aussagen zum «IS» oder zur Scharia auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Im Gespräch weist er die Vorwürfe der Nähe zu Islamisten von sich. Seine Positionen seien weit entfernt von denen einer Nora Illi. Das halte ihn aber nicht davon ab, für ihre Grundrechte zu kämpfen. Ausserdem sei Europa nur ein Schauplatz seines Kampfes: «In Europa verteidige ich die Freiheit der Frauen, den Niqab zu tragen. In muslimischen Ländern verteidige ich die Freiheit von Frauen, den Niqab nicht zu tragen.» Im März zum Beispiel habe er sich im Iran erfolgreich für 29 Frauen gewehrt, die sich geweigert hatten, den Hidschab zu tragen.

Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

Schon vor drei Jahren, als das Tessin das Burkaverbot beschloss, erklärte er, den Nikab in Europa abzulehnen – da die Verschleierung die Integration erschwere. Aber er halte es mit Voltaire: Er möge anderer Meinung sein, aber er werde das Recht, diese Meinung auszudrücken, wenn nötig bis zum Tod verteidigen. Mittlerweile hat er dazu ein Buch geschrieben: «The Niqabs Voltaire».

Der Titel spielt auf ihn selber an. Als «Zorro des Nikab» bezeichnete ihn die «Washington Post», für die Vogue ist er der «Burkini Batman», und der «Spiegel» nannte ihn wegen seinem distinguierten Auftreten und der eleganten Kleidung den «Gentleman-Guerilla». Nekkaz selber sieht sich viel eher in der Tradition des Schriftstellers, der einer der Wegbereiter der Aufklärung in Frankreich war.

Der Märtyrertod für die Meinungsfreiheit, wie Voltaire ihn pathethisch beschwört, droht Nekkaz im Kampf gegen das Burkaverbot aber nicht. Der Geschäftsmann kann auf ein prall gefülltes Konto zurückgreifen. Das Scheckbuch ist seine stärkste Waffe im Kampf gegen das Verhüllungsverbot.

Mehr als 1500 Bussen habe er schon bezahlt, alleine 1200 in Frankreich, einige in Belgien, Holland, und Dänemark und vier im Tessin, wo das Verhüllungsverbot im Sommer 2016 in Kraft getreten ist. Insgesamt belaufe sich die Summe der Bussgelder, die er berappt hat, auf über 318'000 Euro, sagt er. Das ist viel Geld, selbst für einen, der sich als Millionär bezeichnet.

Wie er zu seinem Vermögen gekommen ist, ist nicht ganz klar, überhaupt bleibt einiges an der Biographie Nekkaz' vage. Zur Welt kam Nekkaz am 9. Januar 1972 in Villeneuve-Saint-Georges, einer kleinen Vorortsgemeinde südöstlich von Paris. Die Eltern waren aus Algerien eingewanderte Berber, Analphabeten und ungelernt. Nekkaz wuchs mit 11 Geschwistern auf. Die Kindheit in den Vororten von Paris habe ihn zum Optimisten gemacht, sagt Nekkaz. Wer es aus den Banlieues schafft, kann alles erreichen.

Nach der Schule studierte er Geschichtsphilosophie an der Sorbonne, anschliessend gründete er ein Internet-Start-Up, machte während der Dotcom-Blase das grosse Geld und verkaufte das Unternehmen mit Mitte 20. Gemäss der französischen Zeitung «Le Figaro» besitzt er mehr als 1000 Apartments über ganz Frankreich verteilt. Diese habe er mittlerweile veräussert, die finanzielle Unabhängigkeit sei die «Basis seiner persönlichen Freiheit», sagte er dem «Spiegel» 2016. 

Als Frankreich 2011 ein Gesetz erliess, dass die Verschleierung im öffentlichen Raum vorgeblich aus Sicherheitsgründen verbot, gründete Nekkaz einen «Fonds für die Verteidigung der Freiheit und der Laizität» und spies ihn mit einer Million Euro. Fast täglich begleiche er seither Bussen, so Nekkaz. Eine SMS oder eine Mail an ihn genüge und er zücke sein Portemonnaie. Allerdings nur, wenn die Busse im öffentlichen Raum auf der Strasse ausgesprochen worden sei. «Ich bin einverstanden mit einem Verbot in Spitälern oder Schulen, wie es etwa Luxemburg handhabt», sagt Nekkaz. Die Strasse aber sei ein spezieller Ort in einer Demokratie, sie das «Weltkulturerbe der freiheitlichen Gesellschaften».

Die spendable Haltung veranlasste die französischen Behörden, ein Gesetz zu erlassen, das es Dritten untersagt, Nikab-Bussen zu bezahlen. Das Gesetz ist Nekkaz auf den Leib geschneidert. 

Die Angst vor dem Islam

In den letzten Jahren hat eine regelrechte Verbotswelle Europa erfasst. Neben Frankreich, Belgien und den Niederlanden hat jüngst auch Dänemark ein Burkaverbot erlassen. Und auch die Schweiz wird 2020 über ein nationales Gesetz abstimmen, das eine Verhüllung im öffentlichen Raum verbietet. Die Angst vor dem Islam, so scheint es, manifestiert sich in den Verhüllungsverboten.

Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Nakkez seufzt. «Die Terrorattacken in den letzten Jahren haben Europa verändert. Viele Leute fühlten sich nach den Anschlägen nicht mehr sicher, Politiker und Medien haben diese Angst bewirtschaftet und so eine Stimmung der Islamophobie geschaffen.» Er sehe es als seine Verantwortung, das Image der Muslime in Europa zu verbessern.

Sein Engagement beschränkt sich nicht auf das Recht, sich verhüllen oder nicht verhüllen zu dürfen. Nekkaz protestiert auch gegen die Inhaftierung des Schweizer Islamwissenschafters Tariq Ramadan, der Frankreich wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Haft sitzt, oder gegen den greisen algerischen Autokraten, Abd al-Aziz Bouteflika. 2014 hat er die französische Staatsbürgerschaft abgelegt, und sich in Algerien als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen.  

Gefangen in Europa

Nekkaz' Kalender liest sich wie die Tourdaten einer Rockband. Am Mittwochmorgen war Nekkaz in Lugano, am Nachmittag in St.Gallen, jetzt telefoniert er von Paris aus, im Hintergrund hört man Polizeisirenen und Grossstadt-Strassenlärm. Bald wird er in die USA reisen, wo seine Frau, eine zum Islam konvertierte US-Amerikanerin, und sein Sohn leben, anschliessend geht es nach Algerien, wo ihn das letzte Mal «15 Polizisten 24 Stunden am Tag überwachten», wie er lachend sagt. 

Umfrage

Ja oder Nein zum Burkaverbot – soll die Schweiz ein Verhüllungsverbot einführen?

  • Abstimmen

19,620

  • Ja. Diese Art der Verhüllung hat hier nichts verloren.41%
  • Nein. In der Schweiz herrscht Religionsfreiheit. Darunter fällt auch das Tragen einer Burka.36%
  • Bin verwirrt. Würde das Verhüllungsverbot auch für Bauersfrauen und ihre Kopftücher gelten?23%

Ganz so einfach gestaltet sich das Reisen für Nekkaz im Moment allerdings nicht. Weil sich die algerischen Behörden weigerten, einen neuen Pass auszustellen, könne er sich momentan nur im Schengenraum bewegen und – dank eines Visums – in den USA. 

Dass ihm in seinem Kampf bald das Geld ausgeht, damit ist nicht zu rechnen. Auch wenn die auf der Wikipedia-Seite angegebene Website nekkaz.com ins digitale Nirvana führt.

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75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 05.10.2018 17:52
    Highlight Highlight Zwei Artikel aus ZEITonline für die vielen islamfeindlichen Kommentatoren:

    Geld regiert die Welt:
    "der muslimische Modemarkt [wird] im Jahr 2022 ein Volumen von umgerechnet 325 Milliarden Euro haben."

    "Sind Miniröcke wirklich fortschrittlich? Eine Ausstellung muslimischer Mode hinterfragt das westliche Modediktat: Auch die
    BEDECKUNG DES KÖRPERS KANN BEFREIEND WIRKEN."
    http://bit.ly/2RvzQ8u

    Zum Umstand, dass viele SVPler, PNOS- UND Pegida-Anhänger neuerdings den Islam und Koran besser verstehen als alle Muslime zusammen:
    "Wenn Laien über islamische Theologie dozieren"
    http://bit.ly/2E2D1BQ
    http:// UND
    • Hierundjetzt 05.10.2018 22:01
      Highlight Highlight Und per Zuuufaall gehts nur um Frauen. Aber der Ueli wird sich auch in Zukunft nicht mit einem Leinentuch bedecken (obwohl es doch sooo befreiend ist).

      Das dann schon. Nicht. Könnte ja jeder kommen. ist ja was für Frauen.

      Eben.

      Beweisführung abgeschlossen.
    • Ueli der Knecht 05.10.2018 23:30
      Highlight Highlight Doch, Hierundjetzt, ich verhüllte mich auch sehr gerne, nur schon wegen den ganzen Überwachungskameras überall.

      Allerdings verzichte ich an der Langstrasse auf Verhüllung, weil ich sonst polizeilich schikaniert werde. Nicht freiwillig!

      vgl. "Mode als Tarnung für die Massenüberwachung des öffentlichen Raums?" (http://bit.ly/2DXF6ie)

      Fast niemand verhüllt sich in Leinen (ausser vielleicht Mönche). Oft benutzen sie sogar Seide. Auf alle Fälle edles Material. Denn die Kleidung ist stets auch Statussymbol. Auch bei verhüllten und freien Frauen.

      Insofern hinkt deine Beweisführung ganz gewaltig.
    • Ueli der Knecht 06.10.2018 12:02
      Highlight Highlight Lucinda: Die Motivation deines Beitrages ist offensichtlich, falsche Vorurteile zu fördern, und Paternalismus zu kultivieren.

      Die Frauen in Afrika wissen besser als du, was gut für sie ist. Sie haben keine Probleme, ihren Körper zu berühren.

      Deine Interpretationen sind an den Haaren herbeigerissen. Sie dienen nur dazu, deine falschen Vorurteile zu pflegen und dein Weltbild zu bestätigen.

      Zu den Fakten:
      "Dabei zeigen wissenschaftliche Studien: Regelmässiges Selbstabtasten schadet womöglich mehr als es nützt."
      "Wenig bis kein Nutzen bei gleichzeitigem Schaden." (http://bit.ly/2ObBwWk)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 05.10.2018 17:01
    Highlight Highlight Ich verstehe jetzt die ganze Aufregung wegen dem Burkaverbot nicht. Das islamische Patriarchat kann seine Frauen immer noch genügend mit dem Hidjab (Kopftuch) unterdrücken. Dieses bleibt weiterhin erlaubt.
  • Herbert Sunner 05.10.2018 15:51
    Highlight Highlight Das Burka Tragen verstößt gegen die Verfassung - und nicht etwa ihr Verbot. 1.: Die Burka ist nicht mit Religionsfreiheit zu begründen, da sie der Koran gar nicht verlangt. 2.: Burkas stören den Religionsfrieden im Land, zumal ihre Anhängerschaft unverhüllte Frauen als sittlich unehrenhaft stigmatisiert, während sie nur Burka tragende Frauen als ehrbar toleriert. Diese Art von Dauerprovokation im öffentlichen Raum zu dulden basiert auf falscher Toleranz und fördert Zwietracht.
    • äti 05.10.2018 19:39
      Highlight Highlight .. die beiden Punkte beissen sich aber.
  • Shlomo 05.10.2018 14:35
    Highlight Highlight Ich hab mal ein paar Frage an all die Kommentatoren die ein Burkaverbot befürworten.
    -Vor was habt ihr eigentlich angst wenn sich in der Schweiz eine Hand voll Frauen Verhüllen?
    -Nehmen die euch was weg?
    -Stört ihr euch auch an orthodoxen jüdischen Frauen die eine Perücke tragen?
    -Stört ihr euch allgemein an Religiösen Symbolen (Kreuz, Davidstern, Kippa, Kopftuch etc.)?
    • Herbert Sunner 05.10.2018 17:01
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Shlomo 05.10.2018 17:07
      Highlight Highlight Nicht nur blitzen, antworten
    • Maracuja 05.10.2018 17:16
      Highlight Highlight @Shlomo

      Ich störe mich weder an Kippa, Scheitel, Hidjab, Kreuz, Dastar, Tilaka u.Ä., auch bei den politischen Symbole stören mich nur wenige (Hakenkreuz). Ich befürworte kein Burkaverbot in Verfassung, aber es gibt m.E. durchaus Lebensbereiche, wo das Tragen von Gesichtsverhüllung auf Gesetzesebene eingeschränkt werden darf/sollte. Ein Polizist, Richter kann z.B. aus dem Gesichtsausdruck Rückschlüsse ziehen, ob eine Zeugin evtl. eingeschüchtert ist oder ob sie die Fragen überhaupt verstanden hat. Im Gegensatz zum Gesichtsschleier behindern andere religiöse Symbole die Kommunikation nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 05.10.2018 14:19
    Highlight Highlight Hier wird verboten was in anderen Ländern umgekehrt verboten ist.
    Müsste man Verbote verbieten?
    • Zauggovia 05.10.2018 16:26
      Highlight Highlight Wo ist es verboten ohne Burka rumzulaufen?
    • Normi 05.10.2018 16:37
      Highlight Highlight Wenn man Verbote verbieten will, wäre dass Verbot von Verboten auch Verboten 🤯🤯🤯
    • Raphael Stein 06.10.2018 00:22
      Highlight Highlight Oder Vorboten von etwas?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 05.10.2018 14:16
    Highlight Highlight <Im März zum Beispiel habe er sich im Iran erfolgreich für 29 Frauen gewehrt, die sich geweigert hatten, den Hidschab zu tragen>

    Was heisst erfolgreich gewehrt denn konkret? Dass diese Frauen keinen Hidschab mehr tragen müssen, kann damit wohl nicht gemeint sein. Hat er dort Bussen bezahlt oder Anwälte? Wie hat Iran darauf reagiert? Man erfährt es leider nicht. Weshalb wird einfach unkritisch wieder gegeben, was Nekkaz behauptet. Wieso wird nicht nachgefragt, weshalb er den dänischen Premierminister bezichtigt, Terror zu finanzieren?
  • Theor 05.10.2018 14:09
    Highlight Highlight "Er sehe es als seine Verantwortung, das Image der Muslime in Europa zu verbessern."

    Aha, indem er sich über hiesige Gesetze hinwegsetzt? Interessante Imagebewirtschaftung...

    Sein Wirken beschränkt sich auf zwei Pfeiler: Viel Geld und viel Aufmerksamkeit.
    • Ueli der Knecht 06.10.2018 11:52
      Highlight Highlight "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber zum Verbrechen!"
      -Papst Leo XIII;
      -Berthold Brecht.
      Benutzer Bild
  • Siciliano 05.10.2018 12:39
    Highlight Highlight Einreiseverbot für diesen Typen!
    Er schert sich nicht über unsere Gesetze und ich meine, es ist sogar verboten die Buse für andere zu bezahlen. Landesverweis aber subito!
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 05.10.2018 14:00
      Highlight Highlight Hoppla, haben es die 20 Minuten Kommentarschreiber zu Watson geschafft?
  • azoui 05.10.2018 12:05
    Highlight Highlight Ich gehe am WE in St. Gallen in einer Niqab spazieren. Er bezalt ja und das ich ein Mann bin, sieht ja keiner.
  • Jaspar Stupan 05.10.2018 11:43
    Highlight Highlight Es ist einfach Fakt das das Kopftuch oder auch eine Burka nicht zur Relgion gehört.
    Hier sind die theologischen Argumente fünf hoch angesehener muslimischer Gelehrter.

    https://www.huffingtonpost.de/junaid-jahangir/5-islamische-gelehrte-kopftuch_b_15774568.html
    • Shlomo 05.10.2018 14:27
      Highlight Highlight So what. Ich finde ehrlich gesagt Flipflops schlimmer als die Burka aber per Gesetz verbieten würd ich sie trotzdem nicht.
    • PVJ 05.10.2018 18:29
      Highlight Highlight Mag sein, aber es geht hier nicht um Theologie, sondern um die Einschränkung der persönlichen Freiheit durch ein unnötiges Verbot.
  • Maria B. 05.10.2018 11:35
    Highlight Highlight Ein wichtigtuerischer Querulant mit profilierungssüchtigem habitus - und nichts mehr....

    Da immer mehr europäischen Länder ein Verhüllungsverbot einführen, ab kommendem Jahr auch die Schweiz, mag der fragwürdige Islamist schon bald ein organisatorisches Problem erfahren.

    Und wie man hört, will ihn denn auch zurecht der eine oder andere Staat wegen Beihilfe zu einer verbotenen Handlung bestrafen.

    Burkas, die sich eh nicht auf den Koran und den Propheten beziehen können, sind lediglich arabisch- patricharchalischer Besitz- und Verwaltungsanspruch gegenüber ihren devoten Frauen.

    Inkompatibel!
    • äti 05.10.2018 19:56
      Highlight Highlight ... immer schön, anderen irgendwelche Vorschriften zu machen und diese mit schrägen Argumenten begründen. Aber, wenn ein Hauch von Anpassung an sich selbst erfolgt, lauthals rumschreien: wir machen was wir wollen.
    • Ueli der Knecht 06.10.2018 11:47
      Highlight Highlight Es tut mir leid für dich, Maria B., aber du lebst in der falschen Zeit.

      "Sind Miniröcke wirklich fortschrittlich? Eine Ausstellung muslimischer Mode hinterfragt das westliche Modediktat: Auch die Bedeckung des Körpers kann befreiend wirken."

      "Die Beratungsfirma Thomson Reuters prognostiziert, dass der muslimische Modemarkt im Jahr 2022 ein Volumen von umgerechnet 325 Milliarden Euro haben wird. (http://bit.ly/2RvzQ8u)

      Die Freiheit verhüllter Menschen wird sich auf die Dauer durchsetzen. Miniröcke wird man nur noch in Bordellen antreffen. Dort wo Frauen käufliche Waren sind.
    • Maracuja 06.10.2018 19:40
      Highlight Highlight @Ueli: Die Freiheit verhüllter Menschen wird sich auf die Dauer durchsetzen. Miniröcke wird man nur noch in Bordellen antreffen

      Interessant, es geht also doch nicht einfach um persönliche Freiheit (jede darf anziehen, was sie will, egal ob Minirock oder Nikab), sondern darum, dass sich ein Kleidungsstil (Freiheit verhüllter Menschen wie Sie es nennen) durchsetzt, sprich allen Frauen aufgezwungen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bivio 05.10.2018 11:15
    Highlight Highlight So ein Vollpfosten!
    Die Burka bzw. der Niqab hat nur bedingt mit dem Islam zu tun. Sie stammen aus vor-islamischen Zeiten. Deshalb ist die Religionsfreiheit überhaupt nicht tangiert.
    Ich will ja auch nicht, dass sich Hooligans oder sonstige, gewalttätige Demonstranten verstecken. Nur kriminelle müssen ihr Gesicht verstecken.
    Dieser Mann würde besser mit seinem Cheque-Buch die Auswüchse des radikalen Islams (Salafisten und sonstige Radikale eingeschlossen) bekämpfen. Aber möglicherweise befürwortet er selber diese Sorte Islam.
    • BRUSSELL 05.10.2018 12:45
      Highlight Highlight In deiner Argumentation steckt ein Fehlschluss: Nur weil der Niqab aus vorislamischer Zeit stammt, heisst das nicht, dass er heute nicht zum Islam gehört. Mit derselben Logik dürften sich Christen auch nicht gegen ein Verbot von Weihnachtsbäumen wehren. Des Weiteren unterstellst du allen Verschleierten Kriminalität und dem Aktivist eine radikalislamische Gesinnung. Das gehört nicht in eine sachliche Diskussion.
    • Theor 05.10.2018 14:15
      Highlight Highlight Nein, das Argument ist schon richtig so. Denn es gibt einen gewichtigen Unterschied zwischen Islam und Christentum.

      Im Gegensatz zum Christentum darf sich der Islam nicht weiterentwickeln. Er gilt ein absolutes Weiterentwicklungsverbot. Man muss sich stattdessen streng und ausnahmslos an den alten Schriften im Koran halten. Über die Jahre oder die Gewohnheiten darf nichts neues hinzugefügt werden. Insofern ist es im Islam unmöglich, dass "neue Bräuche" hinzukommen. Man streitet nur ewig über die Altbekannten...
    • Bivio 05.10.2018 14:17
      Highlight Highlight @JoWu
      Ich sage nicht, dass Burka/Niqab gar nichts mit dem Islam zu tun hat. Ich sage nur, dass man daraus keine Verletzung der Religionsfreiheit ableiten kann. Wenn öff. Einrichtungen oder Firmen keine Weihnachtsbäume aufstellen, kann ich auch nicht dagegen klagen.
      Ja, ich unterstelle Vermummten eine kriminelle Absicht. Wenn ich an bestimmten Veranstaltungen (Demos, Fussballspiele etc.) vermummt bin, gibt es m.M. nach nicht viele Gründe die für eine Vermummung sprechen. Beides geht ohne.
      Wenn ich das Tragen des Niqabs befürworte, gehört das ganz klar zu einer radikalen Auslegung des Islams
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bene86 05.10.2018 11:08
    Highlight Highlight Mittlerweile bin ich ehrlich gesagt dafür, dass man die Befürworter der Sharia mit ihrer so herrlichen Gesetzgebung leben lässt.

    Das bedeutet dann ganz einfach auch, dass sie ganz und gar in den Genuss dieser Regelungen kommen und sich nicht mehr auf demokratische Gesetze berufen dürfen und auch die sonstigen westl. Vorzüge nicht mehr erfahren dürften.

    Ich wäre gespannt, wie viele Menschen dann wirklich noch hinter dieser göttlichen Gesetzgebung stehen.
    • Oh Dae-su 05.10.2018 12:51
      Highlight Highlight Viel Glück damit. Dann hast du schlussendlich ein paar hundert Fanatiker, die sich dann wiederum untereinander streiten, was denn jetzt genau DIE Scharia sein soll. Ist ja nicht so, dass der Inhalt der Scharia so genau definiert wäre.
      Aber wenn du Glück hast, bringen sie sich dann einfach gegenseitig um und die Welt hat wieder Ruhe.
  • Domimar 05.10.2018 11:04
    Highlight Highlight Man muss ihn für seine Prinzipientreue respektieren, dennoch ist er mir unsympathisch. Ein Land X hat durch demokratische Regeln etwas beschlossen. Er akzeptiert das nicht und ermutigt die Leute, das Gesetz zu brechen. Das ist unredlich. Völlig egal, um welches Thema es geht.
    • BRUSSELL 05.10.2018 12:40
      Highlight Highlight Nein, finde ich nicht. Es gibt Situationen, in denen ziviler Ungehorsam geboten ist, nämlich dann, wenn Regelungen irgendwelcher Art gegen höhere demokratische Werte verstossen. Darauf muss man aufmerksam machen. Nicht alles, was demokratisch legitimiert wurde, ist auch mit demokratischen Werten im weiteren Sinn vereinbar.
    • Domimar 05.10.2018 13:05
      Highlight Highlight @jowu, ein mann aus einer völlig anderen kultur mit grundsätzlich anderen ansichten will in einem anderen land auf verstosse gegen demokratische werte aufmerksam machen? Spannend...
    • demokrit 05.10.2018 13:27
      Highlight Highlight Höhere demokratische (also per Mehrheitsentscheid gefällte) Werte.. spannend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 05.10.2018 10:44
    Highlight Highlight Ein guter Mensch.
    Wenn eine Frau sich vermummen will, soll sie doch eine der wenigen hier in der Schweiz sein.


    In Österreich hat "die Angst vor dem Islam" dazu geführt, dass sich die Velofahrer im Winter nicht mehr das Gesicht mit dem Schal zudecken dürfen (sofern die Temperatur über 0 Grad ist).
    Schon ein bisschen blöd aus dem Ruder gelaufen.

    Auf der anderen Seite will ich, dass ich die Gesichtszüge der Person vor mir lesen kann, wenn es nicht gerade 0 Grad ist.

    Der Verschleierungs-Zwang muss aber verboten sein.

    • Geophage 05.10.2018 11:01
      Highlight Highlight @D(r)ummer

      In Österreich tragen die Frauen jetzt einfach einen Mundschutz und ein Arztzeugnis.
    • Bene86 05.10.2018 11:04
      Highlight Highlight Wehret den Anfängen. Wenn es kaum Personen betrifft, sollte ein Vermummungsverbot ja auch kein Problem sein, oder? Wir haben im nahen Osten unzählige Beispiele wohin es mit der Kultur/Religion führt, wenn man den Islam einfach gewähren lässt. Wollen wir das wirklich?
    • bullygoal45 05.10.2018 11:58
      Highlight Highlight Ich finde das Verbot auch völlig unnötig. Auf die andere Seite ist es mir absolut egal ob -10, 0 oder 10 Grad herrschen. Wenn ich mein Schaal ums Gesicht binden will tu ich das auch weiterhin. Man kann auch gleich in die Hosen machen vor der Polizei. Das sind auch Menschen.
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Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

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