Schweiz
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Bundesrat Cassis kündigt Konsequenzen für Saudi-Arabien an



Aussenminister Ignazio Cassis hat Konsequenzen für die Beziehungen zu Saudi-Arabien wegen des Falls Khashoggi angekündigt. Die Schweiz müsse sich nach der Tötung des saudischen Journalisten die Frage nach den Folgen für das zwischenstaatliche Verhältnis stellen.

Dies sagte er in einem Interview mit dem «Blick» vom Mittwoch. Die Indizien im Fall Khashoggi sprächen eine klare Sprache: «eine Verletzung von Menschenrechten und von Rechtsstaatlichkeit», betonte Cassis.

Seine Behörde habe zudem am Montag über einen Mitarbeiter der saudischen Botschaft ein drittes Mal eingefordert, dass schnell Licht in die Affäre gebracht werde. Damit bestätigte Cassis in dem Interview den Vollzug der am Wochenende vom Aussendepartement EDA angekündigten Massnahme.

«Kommt ein Land in Verruf oder disqualifiziert es sich, heisst es noch lange nicht, dass man dieses Land isolieren muss.»

Bundesrat Cassis

Der Schweizer Aussenminister will die Verbindungen zum Königreich Saudi-Arabien allerdings nicht gänzlich abbrechen. «Kommt ein Land in Verruf oder disqualifiziert es sich, heisst es noch lange nicht, dass man dieses Land isolieren muss», erklärte Cassis in dem Interview weiter. Es brauche dann nämlich umso mehr einen offenen, wenn auch kritischen Kanal.

Einen Rückzug der «guten Dienste» als eine Konsequenz im Fall Khashoggi müsse sich die Schweiz ausserdem genau überlegen, denn dies würde der Friedensförderung nicht guttun, sagte Cassis gegenüber dem «Blick». (sda)

Fall Khashoggi: Diese Wirtschaftsführer meiden saudische Konferenz

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    Alle Leser-Kommentare
  • Staatsgebeutelter 24.10.2018 14:41
    Highlight Highlight ........Die Schweiz müsse sich nach der Tötung des saudischen Journalisten die Frage nach den Folgen für das zwischenstaatliche Verhältnis stellen........
    ........Die Indizien im Fall Khashoggi sprächen eine klare Sprache: «eine Verletzung von Menschenrechten und von Rechtsstaatlichkeit», betonte Cassis.
    Na und, erstens verletzt die Schweiz Menschenrechte täglich, und zweitens wird es sich bei den sogenannten Folgen wohl nur um Theater und Schau handeln, ohne igendwelche
    echten Konsequenzen.
  • Scaros_2 24.10.2018 09:59
    Highlight Highlight «Kommt ein Land in Verruf oder disqualifiziert es sich, heisst es noch lange nicht, dass man dieses Land isolieren muss.»

    Ausser besagtes Land ist Russland. Da geht es immer.
  • oXiVanisher 24.10.2018 09:20
    Highlight Highlight Was, verkaufen wir denen jetzt doch keine Waffen? ...
  • Makatitom 24.10.2018 09:17
    Highlight Highlight Ich kann mir etwa vorstellen, was für Konsequenzen. Die "unbewaffneten Trainingsflugzeuge" werden 1000 Franken teurer pro Stück, Munition 10 Rappen, Gewehre und Pistolen 100 Franken. Und sie dürfen höchstens 10% der CS-Aktien halten (bis jetzt: knapp 5).
    Denen soll rein gar nichts mehr verkauft werden und die Vermögen gehören eingefroren
  • Sebastian Wendelspiess 24.10.2018 08:54
    Highlight Highlight Versteh ich, ein Dialog sollte immer aufrecht erhalten werden, egal wie schlimm ein Regime ist. Aber Waffenexporte gehören nicht dazu.
  • irgendwie so: 24.10.2018 08:46
    Highlight Highlight Heisst das übersetzt:
    Wir halten uns zur Zeit bedeckt und fahren mit den Geschäften weiter, sobald sich der Sturm etwas gelegt hat?

    Es ist nicht lange her, da wollte eine Mehrheit des Bundesrates Waffenexporte in Bürgerkriegsländer erlauben.....

    Und Saudi Arabien ist nicht erst seit dem Fall Khashoggi menschenrechtlich eine Katastrophe.



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