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Stöhlker bei Gilli.
Bild: screenshot tele züri

Blatter-Berater Stöhlker im «Talk Täglich»: «Acht Jahre! Das kriege ich ja, wenn ich den Gilli im Affekt umbringe!»

Blatters PR-Berater Klaus J. Stöhlker äusserte sich gestern Abend bei Markus Gilli im «Talk Täglich» zum Urteil gegen den suspendierten FIFA-Präsidenten. Das war ähnlich wirr wie Blatters Pressekonferenz.

Es klingt absurd, aber wahrscheinlich stimmt es ja: «Blatter lebt in einer anderen Welt», sagt Klaus J. Stöhlker, PR-Berater des suspendierten FIFA-Präsidenten. Dann lässt er die Korken knallen: Blatter komme aus dem barocken Wallis und könne sich gar nicht als Schuldigen fühlen. «Er fühlt sich als der Mann, der das ‹Home of FIFA› kreiert hat».

In diesem absurden Stil ging es weiter bei «Talk Täglich». Moderator Markus Gilli und der eingeladene SVP-Nationalrat und FIFA-Kenner Roland Büchel verwarfen abwechselnd die Hände ob Stöhlkers Aussagen. Der sprach hauptsächlich von alten Sitten und Normen, nicht von gegenwärtiger Verantwortung. 

Für Stöhlker hat die amerikanische Justiz die Krise losgetreten, und – und das bleibt die einzige Kritik – Blatter sei nicht vorbereitet gewesen.

Auch bei der Frage nach dem Urteil blieb Stöhlker störrisch. «Das Urteil ist praktisch unverständlich. Wieso bekommt Platini eine höhere Geldstrafe als Blatter? Wieso sind die Geldstrafen relativ niedrig?» Und sowieso: «Acht Jahre! Das kriege ich ja, wenn ich den Gilli im Affekt umbringe.»

Deshalb sei das Urteil völlig überraschend gekommen. Eine Stunde vor Bekanntgabe seien Blatter und sein Anwalt («Auch kein Einfacher, sondern eine Persönlichkeit, die geachtet wird», was auch immer das heissen mag) ganz sicher gewesen, dass es nicht zu einer Verurteilung komme. Vielleicht sei Blatter deshalb nicht ganz vorbereitet gewesen.

Man müsse halt einfach verstehen, betont Stöhlker immer wieder, dass Blatter aus einer anderen Zeit komme. «Es ist ein anderer Stil, zu verhandeln. Dazumal galt ein Händedruck noch etwas.» Diese Zeit ist selbst für Stöhlker noch nicht abgelaufen. «Selbst ich wurde mit Händedruck angestellt!» (dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 22.12.2015 12:22
    Highlight Highlight Vielleicht erkennt man daran, dass Blatter ausgerechnet Stöhlker als seinen Berater engagierte, dass der ehemalige Präsident der FIFA eben nicht mehr fähig ist, eine so grosse Organisation zu leiten. Er setzt nicht mehr auf die richtigen Leute. Der Stöhlker ist eine Fehlbesetzung. Doch er übernahm, selbstverständlich für ein fürstliches Honorar, eine Aufgabe, bei der von vornherein klar war, dass sie nicht lösbar ist. Blatter ist deshalb gleich in doppelter Hinsicht ein Narr. Er überträgt die Lösung einer unlösbaren Aufgabe einem Mann, der sie auch dann nicht lösen würde, wenn sie lösbar wäre.
  • FrancoL 22.12.2015 10:19
    Highlight Highlight Ich habe selten einen peinlicher Gastauftritt (Stöhlker) gesehen. Sein wiederholen seiner Thesen eine Zumutung für alle Zuseher. Peinlich, peinlich das Wiederholen der Handschlagmentalität als Deckmantel für Versäumnisse. Hat man Stölker als Berater so braucht man keine Feinde mehr!
  • wipix 22.12.2015 09:50
    Highlight Highlight Dem Stölker hats vollends das Hirn verdreht! Wie kann man als normal Denkender die Strafe 8 Jahre Knast bei Tötung mit der Strafe von FIFA gegen Blatter 8 Jahre den Arbeitsplatz nicht mehr zu betreten vergleichen?! Wenn man so einen als PR Berater / Pressesprecher hat, braucht man keine Feinde mehr!
    Die Wahl von Stölker als PR Berater zeigt dass Blatter jeden Sinn für die Realität verloren hat!
  • dracului 22.12.2015 08:21
    Highlight Highlight Es stimmt, dass Blatter aus einer anderen Generation stammt, ein FIFA-Fossil ist und ein Fussball-Dinosaurier.
    Herr Stöhlker sollte sich eventuell folgenden Spruch mit Blatter besprechen: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!
  • meliert 22.12.2015 07:26
    Highlight Highlight Stöhlker, noch einer der seinen Abgang von der Öffentlichkeit schon längst verpasst hat.
  • Triesen 22.12.2015 07:17
    Highlight Highlight Was haben Blatter und sein Berater gemeinsam? Beide verdienen sehr gut und sind nicht von dieser Welt. Sie gehören in ein Ballenberg-Museum...
    • FrancoL 22.12.2015 10:22
      Highlight Highlight Nein nicht nach Ballenberg, da möchte ich mit meinen Kinder hin.
  • Hierundjetzt 22.12.2015 06:54
    Highlight Highlight Zu der Zeit, als solche Aussagen Ihre Gültigkeit hatten, haben wir unsere Kinder verdingt / versklavt und Frauen zwangssterilisiert. Also vor knapp 40 Jahren.

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