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Diskriminierung wird mit Profil-Sperrung oder gar Löschung bestraft. Airbnb geht rigoros gegen das Nicht-Einhalten des «Community-Bekenntnisses» vor.  bild: pixabay.com

Airbnb sperrt Profile von rechtsextremen Usern



Morgen Samstag findet im US-amerikanischen Charlottesville die Veranstaltung «Unite the Right» statt. Der rechtsnationalistische Event sorgt im Vorfeld für einige Aufruhr. Denn die Buchungsplattform Airbnb sperrte einige Profile von Nutzern, die in Verdacht standen, an der rechtsradikalen Versammlung teilzunehmen. 

Über Twitter warben die Veranstalter für den Event «Unite the Right»

Eine Nutzerin meldete über Twitter, sie habe nach einer Unterkunft in Charlottesville gesucht, worauf ihr Konto gesperrt wurde. Sie erhielt darauf eine Nachricht von Airbnb, in der stand, dass ihr Konto wegen Verstosses gegen die Nutzerbedingungen nicht länger aufrecht erhalten werden könne. 

Die rechte Website The Revolutionary Conservative kritisiert das Vorgehen von Airbnb harsch. Offenbar habe man sich nach den jüngsten Rassismusvorfällen dafür entschieden, nun Leute mit einer bestimmten politischen Ausrichtung zu diskriminieren, heisst es in einer Stellungnahme. 

Konto-Sperrungen auch in der Schweiz?

In der Schweiz ist es laut Airbnb noch zu keinem solchen Fall gekommen. Das kann sich aber jederzeit ändern. «Wenn Airbnb darauf aufmerksam wird, dass Nutzer gegen bestimmte Aspekte unserer Antidiskriminierungs-Richtlinie verstossen, ergreift das Unternehmen entsprechende Massnahmen, dieses kann auch den Ausschluss von der Plattform bedeuten», sagt eine Sprecherin von Airbnb. 

Airbnb hat 2016 das «Airbnb-Community-Bekenntnis» eingeführt. Alle Mitglieder von Airbnb müssen diesem Bekenntnis zustimmen. Damit erklärt man sich bereit, alle Airbnb-Nutzer – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit oder der sexuellen Orientierung – gleich und vorurteilsfrei zu behandeln. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sauäschnörrli 11.08.2017 23:42
    Highlight Highlight Wait what? Sind nicht die Leute Rechtsaussen diejenigen die immer propagieren jedes Unternehmen sollte sich selber aussuchen dürfen mit wem es zu welchen Konditionen Geschäfte macht und dass sich dritte nicht einmischen sollten? Und sowas wie Diskriminierung gibt es doch laut Auffassung dieser Personen gar nicht, nur Meinungen die es zu akzeptieren gilt. Also meldet euch doch selber ab wenn es euch nicht passt oder nehmt es hin.
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    • Menel 12.08.2017 09:22
      Highlight Highlight War auch mein erster Gedanke 😅
    • Starfox 12.08.2017 17:28
      Highlight Highlight @Menel, hattest du auch noch noch einen zweiten Gedanken? Dein erster Gedanke fand ich nicht so gut, das geht unter Diskriminierung. Und ich bin offenbar nicht der einze, der so denkt.
    • rodolofo 12.08.2017 17:57
      Highlight Highlight @ Starfox
      Soso, Du bist also nicht der Einzige, der so denkt...
      Und was willst Du damit ausdrücken?
      Dass Ihr sehr viele seid und wir uns darum besser verziehen mit unseren Minderheiten-Ansichten?
      Das könnte Dir so passen!
      Wir sind hier nicht in der Türkei!
      Zumindest noch nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • SomeoneElse 11.08.2017 23:24
    Highlight Highlight Richtig so. Kein Fussbreit den Faschisten!
    • Sauäschnörrli 12.08.2017 18:37
      Highlight Highlight Faschismus scheint wieder eine grosse Akzeptanz zu haben.
  • Kubod 11.08.2017 22:07
    Highlight Highlight Das Internet war mal der Ort, wo alles möglich war. Jede Meinung konnte verbreitet werden. Ein globaler virtueller Hyde Park, wo alles gesagt und geschrieben werden konnte. Jeder konnte selber entscheiden, wen er als Spinner ansah und wessen Meinung er nicht teilen mochte. Ein Ort der freien Meinungsäusserung von mündigen Bürgern, der auch die extremen Pole ohne Zensur erlaubte. Die Meinungsgestalter der Medien und/oder Parteien waren aussen vor. Das hat vielen nicht geschmeckt, die die davon leben, dass sie Meinung machen und Märkte und Mächte generieren.
    • Kubod 11.08.2017 22:29
      Highlight Highlight Je mehr Druck von Seiten der herrschenden Meinungsmache aufgesetzt wird, desto mehr werden abweichende Meinungsäusserungen im Verborgenen ausgetauscht. Darknet und alternative DNS. UdSSR II. Der Fall der Mauer und des eisernen Vorhangs hat uns da einige IMatrikulierte Flöhe auf den Pelz gesetzt.
      Es gibt die Pflicht des Staates, gegen Straftaten aktiv zu werden. Sinnvollerweise, bevor sie geschehen. So weit so gut. Aber es ist niemanden ausser jedes eigenen Pflicht, Meinungsäusserungen kritisch zu hinterfragen. Wenn wir diese Pflicht der Kritik abschaffen, schaffen wir die Demokratie ab.

    • Fabio74 11.08.2017 23:07
      Highlight Highlight Frwie Meinung hört halt auf wo andere beleidigt, ausgegrenzt etc werden
    • Stop Zensur 12.08.2017 01:32
      Highlight Highlight Du darfst doch immer noch deine eigne Meinung haben im Internet, solange sie in den Bereich des erwünschten fällt und politisch korrekt ist. Wenn du davon abweichst, dann musst du mit dem Zorn der "Toleranten" rechnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolfsangel 11.08.2017 21:58
    Highlight Highlight Ok gut, jetzt bitte auch die von der ganzen Antifa und links extremen Bewegungen sperren und dann haben wir Frieden.
    • Walter Sahli 11.08.2017 22:34
      Highlight Highlight Wetten, Du würdest nie ein Verbot von Neonazis auf Airbnb fordern, wenn da oben im Artikel von Linksextremen die Rede wäre?!
    • Thecaptainsolo 12.08.2017 00:59
      Highlight Highlight Hahaha ich glaub ich gebs auf wie oft schon habe ich kommentiert dass man wenns um rechte geht doch nicht IMMER mit den linken kommen soll... das sind einfach zwei paar schuhe jetzt gehts um rechtsextreme okay und irgendwann gehts auch wieder ums gegenteil aber hört doch auf das immer zu vermischen es tönt immer so als rechtfertigung ja die rechten aber die pösen linken uiii; beide seiten sind schlecht!!! Flasche leer habe fertig!!!
  • atomschlaf 11.08.2017 21:46
    Highlight Highlight Dass AirBnB Profile von diskriminierenden Hosts sperrt entspricht ihren Bedingungen und geht für ein Privatunternehmen auch in Ordnung.

    Dass man aber Profile von Gästen sperrt, bloss weil man den Verdacht hat, diese würden an einer politisch nicht genehmen Veranstaltung teilnehmen, geht gar nicht!
    • derEchteElch 11.08.2017 22:23
      Highlight Highlight Das ist genau meine Meinung.

      Vor allem, es heisst,
      "alle Airbnb-Nutzer – unabhängig von ihrer (...) gleich und vorurteilsfrei zu BEHANDELN."

      Das heisst, die Meinung darf man trotzdem vertreten, solange man nicht andere damit nötigt.
    • seventhinkingsteps 12.08.2017 00:03
      Highlight Highlight @derEchteElch

      Ich habs so verstanden, dass die Richtlinien in erster Linie für die User gelten. Sprich, sie wollen damit klar machen, dass du als Gastgeber keine Gäste von deinem Mietobjekt ausschliessen darfst auf Grund von etwa Herkunft oder sexueller Orientierung.

      Wenn du den Text liest, gehts 80% darum was du als Gastgeber darfst und was nicht.

      Du darfst als Gastgeber Neonazi sein, darfst aber keine Schwarzen abweisen weil sie schwarz sind.
    • ujay 12.08.2017 05:52
      Highlight Highlight Elch, nur schon die Meinung solcher rechten Hetzer anhoeren zu muessen, ist Noetigung.
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