Schweiz
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Pristina bild: mario heller

Aargauer Fotograf: «Viele Schweizer sind überrascht, wie ‹normal› die Menschen im Kosovo sind»



Mario Hellers Poträtserie von jungen Menschen im Kosovo, die der aktuellen Auswanderungswelle trotzen, ist bei unseren Lesern auf grosses Interesse gestossen und hat in der Kommentarspalte eine engagierte Diskussion ausgelöst. Im Interview spricht der Fotograf aus dem aargauischen Muri über seine Balkan-Begeisterung, wo die Verstossenen Pristinas leben und wie es zu der Bildserie kam.

Was war deine Motivation für dieses Projekt?
Mario Heller: Ich war vor anderthalb Jahren in Bosnien, mein ersten Mal in einem Balkanland. Anlass war eine Reportage über die Überschwemmungen, welche die Region damals heimsuchten. Dabei fiel mir die offene und warme Mentalität der Menschen auf. Als ich im Januar dieses Jahr über die Flüchtlingsströme las, entschied ich, in den Kosovo zu gehen und mir selbst ein Bild der Lage zu machen. Einen genauen Plan, was ich dort machen würde, hatte ich zu Beginn noch nicht. 

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Mario Heller im Kosovo bild: mario heller

Zur Person

Mario Heller, geboren 1991 in Muri (AG) machte zunächst eine Ausbildung zum Konditor. Nach Arbeit an freien Reportagen 2013 Studium in der Gruppe Autodidaktischer Fotografen (GAF). 2014-2015 Abschluss Studiengang Redaktionelle Fotografie am MAZ, mit Praktikum beim Kinderdorf Pestalozzi in Thailand. 2015-2016 Praktikum als Fotograf bei der «Aargauer Zeitung» und Tätigkeit als freier Fotograf. 

Wie kam es zu der Idee mit den Porträts?
Ich hatte im Vorfeld über Facebook Kontakt zu verschiedenen Personen vor Ort. Am zweiten Tag sollte mir jemand Pristina zeigen. Ich traf ihn bei sich zu Hause und wir kamen ins Gespräch. Daraus entstand ein spannendes Interview mit Porträtbild. Da wurde mir klar, dass ich eine Geschichte gefunden hatte, die sich weiterentwickeln lässt und meine drei Wochen im Kosovo ausfüllen würde.

Was hat dich am meisten überrascht?
Ich hatte in der Schweiz schon verschiedentlich mit Kosovaren zu tun und dabei vereinzelt auch schlechte Erfahrungen gemacht. Während den gesamten drei Wochen im Kosovo wurde ich hingegen kein einziges Mal provoziert oder dergleichen. Alle freuten sich, mit jemandem aus Westeuropa zu sprechen. Auch von Neid war absolut nichts zu spüren.

Das könnte auch daran liegen, dass du ausschliesslich mit gut situierten Kosovaren zu tun hattest, wie auch ein watson-Leser kommentierte.
Ich hätte gerne auch mit anderen Leuten gesprochen. Da gibt es zum Beispiel Plemetina, ein Vorort vom Pristina in der Nähe des Kohlekraftwerks. Dort leben vor allem Roma und Serben in ziemlich ärmlichen Verhältnissen. Ich habe dort einige Porträts gemacht, aber die Sprachbarriere war zu gross, weil niemand Englisch oder Deutsch spricht. Und mit einem Übersetzer wollte ich das nicht machen, da geht zuviel verloren.

So kam es zu Porträts über Künstler und Studenten. Empfandest du das als grossen Kontrast zur kosovarischen Diaspora in der Schweiz?
Ja, und dafür gibt es auch gute Gründe, die von Rina (eine der Porträtierten), schlüssig dargelegt wurden. Die Kosovaren, die in den 1990er-Jahren ihre Heimat verliessen, haben sich anders entwickelt als jene, die geblieben sind. Ihre Sprache ist stehengeblieben und wirkt in Pristina antiquiert. Die Situation in der Schweiz ist einfach nicht zu vergleichen, nicht zuletzt wegen der Vorurteile, die manche gegenüber Menschen aus dem Balkan haben.

Aufgrund dessen, was du im Kosovo gesehen hast: Wärst du einer von jenen, die ihr Glück anderswo suchen oder würdest du bleiben?
Ich denke, ich würde bleiben. Klar, die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, waren ein Stück weit privilegiert, ihre Eltern hatten Jobs. Auf der anderen Seite eröffnen sich im Kosovo viele Möglichkeiten, wenn man sich anstrengt und etwas erreichen will. Ich erinnere an Ares, den 23- jährigen Kinodirektor. Allerdings befinden sich auch erfolgreiche Leute in einem Zwiespalt: Sie würden gerne im Ausland studieren, sehen ihre Zukunft aber im Kosovo. 

Hast du dich auch über politische Themen unterhalten, etwa das Verhältnis zu Serbien?
Ja, die Reaktionen waren unterschiedlich. Viele beteuerten, nichts gegen Serben zu haben, und beschuldigten die Politiker auf beiden Seiten, den Konflikt zu schüren. Dass Mitrovica noch immer eine geteilte Stadt ist, zeigt, dass das immer noch verfängt. Die berüchtigte Brücke hätte ich mir gerne angesehen, aber dafür fehlte am Schluss die Zeit.

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Mario Heller auf Reportage im Kosovo bild: mario heller

Wie ist das Echo auf deine Arbeit?
Bis jetzt eigentlich durchgehend positiv. Meine Fotografen-Kollegen fanden die Bilder toll. Auch die Porträtierten sind begeistert, viele verwenden das Porträt als Profilbild. In der Kommentarspalte bei watson waren die meisten Rückmeldungen positiv. Bevor ich in den Kosovo ging sorgten sich meine Eltern und einige Freunde um mich. Es gäbe da nur Banditen, meinten sie. Von meiner Arbeit sind sie überrascht, wie «normal» die Menschen dort sind.

Hast du schon Pläne für ein Nachfolgeprojekt im Kosovo?
Ja, in besagtem Plemetina, wo die Verstossenen Pristinas leben, würde ich gerne eine Reportage machen. Oder in Dörfern, wo ausschliesslich bosnische Kosovaren leben, abgeschieden vom Rest des Landes. Generell würde ich das nächste Mal den Fokus weg von den urbanen Zentren auf die ländliche Bevölkerung legen.

Hast du gesehen, dass sich einer unserer Leser als Dolmetscher anbietet?
Das habe ich mit grosser Freude gesehen, wir werden in Kontakt treten. Vielleicht ergibt sich ja eine Zusammenarbeit!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 25.08.2015 04:39
    Highlight Highlight Der Bericht ist leider nicht gut, der Autor hat sich mit den falschen Leuten getroffen. Es wäre interessant gewesen, sich mit Leuten aus dem richtigen Volk zu treffen. Das waren ja alles Studenten, Künstler usw die Möchtegern westlich sein wollen. Und dann die Ausrede vom Autir, er habe das so gemacht weil es bei normalen Leuten mit der Übersetzung nicht das gleiche gewesen wäre... Ja klar :-)
  • Mr. Kr 24.08.2015 23:04
    Highlight Highlight @Mario, ich komme aus einer interessanten gegend in der nähe von Prizren genauer in Medvec. Es gibt ein Dorf gleich neben an, Mamushë da wird ausschliesslich Türkisch gesprochen und auch die Mentalität unterscheidet sich total. Auch in der nähe befindet sich das Dorf Smaç, dieses wird nur von Katholiken bewohnt. Es gibt in den umliegenden Dörfern auch bosnische Kosovaren sowie Torbesh. Falls du eine bleibe brauchst, bist du Herzlich bei mir eingeladen.
    • Mario Heller 25.08.2015 00:03
      Highlight Highlight Danke für das Angebot! Kontaktiere mich doch per Mail, würde mich freuen.
      Ich war mit einigen der Doku Fest Crew in einem Dorf unweit von Prizren, welches von bosnischen Kosovaren bewohnt wird. Fühlte sich an wie eine Parallelwelt. Die Häuser waren alle in hervorragendem Zustand, es wurden bei meiner Ankunft gerade Strassen gebaut. Jemand vom Dorf sagte mir dann, dass die Meisten in diesem Dorf Verwandte haben in der Schweiz, welche in der Schweiz auf dem Bau arbeiten. Allerdings waren die Leute sehr zurückhaltend, wenn auch wohlwollend und behandelten uns wie Ausserirdische.
  • Lorika 24.08.2015 20:59
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel, er ist sehr interessant. Ich finde es einfach schade, dass einige der porträtierten Personen, den Stereotyp "Kosovo-Albaner in der Schweiz" aufrecht erhalten und ihn sogar bestärken indem sie zum Beispiel sagen, diese seien "primitiver" als die "Kosovaren in Kosovo". So etwas zu behaupten ist anmassend. Und zu meinem Bedauern beklagen sich einige dieser abgebildeten Personen zu stark über "die Anderen" in Kosovo. Ich würde auch gerne wissen wie weniger priviligierte Menschen aus Kosovo sich diesbezüglich äussern würden.
    Und übrigens: sehr gut gewählte Tonsequenzen!
    • Mario Heller 24.08.2015 21:28
      Highlight Highlight Womöglich hat Rina das mit dem "primitiv" etwas überspitzt formuliert. Ansonsten scheint der Stereo-Typ nicht ganz unbegründet immer noch zu bestehen: Viele Kosovaren beklagten sich über das teilweise arrogante und flegelhafte Verhalten von Kosovo-Albaner aus der Schweiz oder aus Deutschland.
    • Lorika 24.08.2015 22:02
      Highlight Highlight Ich meinte den Stereotyp der in der Schweiz vorliegt. Und sie bezieht sich auf die in der Schweiz lebenden Kosovo-Albaner_innen. Das mit den sogenannten "Schatzis" kann ich wiederum gut nachvollziehen, auch wenn nicht alle Menschen die in Kosovo geboren sind (oder zumindest die Eltern) und in der Schweiz oder Deutschland leben, sich nicht arrogant verhalten in Kosovo.
    • mirandam 24.08.2015 22:52
      Highlight Highlight Naja kann ich nicht so nachvollziehen. Ich trage weder ständig weiss noch hab ich ein Halsketteli mit einem zweiköpfigen Adler und gegenüber meinen Mitmenschen verhalte ich mich nicht arrogant. Das ist leider ein Vorurteil welches all meine Freunde und Bekannte (in der Schweiz lebende Albaner) widerlegen können. Das es solche Leute gibt möchte ich auf keinen Fall leugnen. ABER es gibt halt auch andere...friedliche...moderne....gebildete...bodenständige Kosovaren in der Schweiz. Wäre mal interessant deren Meinung zu veröffentlichen.
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  • Escopat 24.08.2015 13:47
    Highlight Highlight WOW! Sehr, sehr schöner Artikel. Ein kleines Stückchen Nostalgie befällt mich jetzt gerade. Vielen Dank Watson:)
  • droelfmalbumst 24.08.2015 08:58
    Highlight Highlight Um es vielleicht mal auf den Punkt zu bringen und natürlich ist es meine persönliche Meinung und es soll sich niemand angegriffen fühlen oder meine Meinung teilen. Aber der Kosovo ist nichts anderes als ein Vasallenstaat der Amis.
    • Kenner 24.08.2015 17:33
      Highlight Highlight Und wir sind die Hure der Finanzwelt! So ein unnötiger Kommentar, wie meiner jetzt...
    • droelfmalbumst 25.08.2015 07:58
      Highlight Highlight finde beide Kommentare nicht unnötig. immerhin kann man hier kommentieren um seine Meinung zu vertreten. zu ihrer aussage stimme ich zudem auch zu. wobei mir finanzhure zu sein wohl doch lieber ist
  • mirandam 23.08.2015 22:36
    Highlight Highlight Super Artikel 👍 Schön eine andere Sicht der Dinge zu erfahren.
    Finde gewisse Kommentare aber einfach traurig. Man schreibt hier über Kosovaren die ihr Leben im Kosovo beschreiben und uns mitteilen was sie in diesem Land sehen und wesshalb sie es nicht verlassen möchten. Einige User sehen da jedoch die tolle Möglichkeit eine kleine Hetzkampagne über Kosovo-Albaner zu führen. Trotzdem eine tolle Idee/Leistung des Autors. :)

    P.S. Dokufest war wieder mal ein grossartiges und authentisches Erlebnis. (Kino Lumi auf der Bistrica). Ach ja wurden übrigends auch Griechische Türkische Kroatische usw. Filme gezeigt obwohl diese gemäss gewissen Kommentaren unsere "Feinde" sind. Ist ja ein INTERNATIONALES Filmfest :P
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    • Dä Brändon 25.08.2015 10:55
      Highlight Highlight Hä? Türken, Griechen und Kroaten Feinde?
  • Philboe 23.08.2015 20:35
    Highlight Highlight Danke für den tollen Artikel. Ich möchte aber doch noch 2-3 Äussern. Nach dem aich 1 Jahr im Kosovo gearbeitet habe Ist es schön wieder etwas darüber zu lesen. Was mich weniger freut sind die Kommentare hier unten. 1. gemäss UNO Resolution 1244 ist der Kosovo gemäss UNO eine autonome Republik Serbiens. Ich persönlich anerkenne Ihn als Staat und 2. sofern Kosovoalbaner und Kosovoserben es nicht schaffen einen Diolog zu finden wird es sich nie etwas ändern. Verbrechen haben beide Seiten begangen und auch heute sind beide Seiten zu gleichen Teilen involviert. Schliesst ab mit der Vergangenheit
  • DonZurigo 23.08.2015 20:08
    Highlight Highlight loö
  • rundumeli 23.08.2015 17:53
    Highlight Highlight Dr Hansjakobli und ds Babettli lassen grüssen
  • Bene883 23.08.2015 17:53
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich den Artikel gut. Was mich jedoch extrem stört ist, dass wieder mal nur Künstler, Fotographen und Studis gefragt wurden. Macht mal dasselbe Interview mit ungelehrten, arbeitslosen oder solchen aus dem Industrie oder Landwirtschafts Sektor. Klingt ziemlich anders. Nur unproduktive / nicht wertschöpfende zu fragen erscheint mir etwas ralitätsfremd. Kunst ist Luxus!!
    • _kokolorix 23.08.2015 18:02
      Highlight Highlight unproduktive / nicht wertschöpfende finde ich für die dargestellten menschen etwas entwürdigend. ohne kunst und unterhaltung wäre das leben unerträglich!
    • Mario Heller 23.08.2015 18:29
      Highlight Highlight Damit hast du völlig recht, der Fokus liegt vor allem auf Jugendlichen aus den zwei grössten Städten im Kosovo, die nur teilweise mit Armut konfrontiert sind. Dies hat zwei Gründe: Einerseits wollte ich zeigen, dass es auch im Kosovo ein progressive und offen denkende Jugend gibt, andererseits weil ich kein albanisch Spreche und eine Unterhaltung mithilfe eines Übersetzers niemals so authentisch ist.
      Es war mein erster Aufenthalt im Kosovo und ich würde in einer nächsten Arbeit gerne auch etwas über Menschen machen, die nie Bildung erfuhren oder in wirklicher Armut leben.
    • Amanaparts 23.08.2015 19:05
      Highlight Highlight @Mario: Falls du wieder in den Kosovo möchtest und einen kostenlosen Übersetzer oder Ortskundigen für den Süd-Westen (neben dem Norden, war die Region Dukagajin Hauptkriegsschauplatz) brauchst, würde ich dich gerne begleiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lezzelentius 23.08.2015 17:45
    Highlight Highlight Ich lobe ja selten jemanden, aber hier wurde grossartige Arbeit geleistet, Mario.
    • Kian 23.08.2015 17:48
      Highlight Highlight Diesem Befund schliesse ich mich ohne Einschränkung an.
  • Amanaparts 23.08.2015 17:33
    Highlight Highlight @Mario Heller: Danke für diesen Beitrag. Als kosovarischer Einwanderer stelle ich auch oft fest, dass viele secondos an den Werten Ihrer Eltern festhalten. Das führt dazu, dass man an etwas festhält, was auch im Kosovo nicht mehr existiert.
    • Chili5000 23.08.2015 22:30
      Highlight Highlight Bin ganz deiner Meinung. Es ist schade das sich unsere Landsleute nur sehr langsam kulturell weiterentwickeln!
    • Abel Emini 24.08.2015 17:12
      Highlight Highlight Bin ich auch dieser Meinung, bin ebenfalls albanischer Migrant. Nun es gibt Werte auf die man festhält und Werte die einfach in die Vergangenheit gehören.

      Das die Sprache und die Geschichte unseres Volkes weitergegeben wird sind die wichtigsten Werte unserer Kultur und Identität.

      Hier einer der besten Videos, leider sind unsere Regierungen ziemlich schwach was dies betrifft (Albanien,Kosovo und die albanischen Minister in Mazedonien). Zwar gibt es viele Albaner aus der Schweiz die da arbeiten, aber das Resultat kennen wir.. (Politik)
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  • Abel Emini 23.08.2015 17:32
    Highlight Highlight Ich liebe Prishtina :)
    • saugoof 24.08.2015 10:50
      Highlight Highlight Ich auch. War letztes Jahr zum ersten mal dort und diese Stadt hat es mir auf anhieb angetan. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, dort zu wohnen, aber für mich als Tourist war es super. Eine Stadt voller leben mit Chaos der schönsten Sorte.
  • passepartout 23.08.2015 16:37
    Highlight Highlight Meines Wissens ist das Exit-Festival das grösste Festival auf dem Balkan.
    Und Kosovo ist immer noch kein unabhängiger Staat, sondern eine autonome Serbische Provinz. Bitte besser Recherchieren.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzen_Serbiens
    • Hasjisjn 23.08.2015 16:56
      Highlight Highlight Und wikipedia sehe ich nicht als Quelle
    • Kian 23.08.2015 16:57
      Highlight Highlight Mario Heller hat schon richtig recherchiert.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Anerkennung_des_Kosovo
    • Mario Heller 23.08.2015 17:01
      Highlight Highlight ..und das Exit Fest dauert bloss drei Tage, während das Doku Fest ganze sieben Tage dauert. Insgesamt ist die Besucheranzahl einiges höher.
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  • Alnothur 23.08.2015 16:24
    Highlight Highlight "Zehntausende fliehen vor Korruption, Armut und Perspektivlosigkeit." - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Was diese zehntausenden doch erreichen könnten, wenn sie sich im Kosovo zusammentäten. Aber dann flieht jeder, für sich allein.
    • Kian 23.08.2015 17:06
      Highlight Highlight Jeder ist sich selbst am nächsten, vor allem in schlechten Zeiten. Bist du ganz sicher, dass du dich anders verhalten würdest?
    • Babalu 23.08.2015 20:54
      Highlight Highlight Kian, sind deine Eltern eigentlich Kosovaren? Wenn ja, wärest du der lebende Beweis, dass es unter den kosovarischen Secondos niemanden gibt, der nicht von Mama und Papa hirngewaschen wurde und leider auch niemanden, der (unabhängig vom Bildungsstand) differenziert über Kosovo diskutieren kann. Das sieht ganz anders aus, wenn du mit Leuten, die noch dort leben sprichst. In Pristina findet man viel seltener den Typ "stolzer Albaner", wie es leider in der Schweiz der Fall ist. Im Artikel wird das schön von Rina illustriert.
    • Kian 23.08.2015 21:01
      Highlight Highlight @Babalu Da muss ich dich enttäuschen, ich wurde von schweizerisch-iranischen Eltern hirngewaschen (ist "hirnwaschen" ein Verb?). Ich vertrete hier einfach die Position des Bundesrats, der die Unabhängigkeit des Kosovos anerkennt.
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  • Dä Brändon 23.08.2015 15:54
    Highlight Highlight Ein unabhängiges Kosovo war von Anfang die Idee von der NATO. Deutschland, Grossbritannien und die USA haben alles daran gesetzt das Kosovo unabhängig wird. Es war auch allen von Anfang an klar das der Staat nicht funktionieren kann weil das Land nur von de Mafia regiert wird. Das Ziel war Camp Bondsteel von Anfang an und man ging über Leichen. Die Serben als grausamen Agressor darzustellen wurde von den Medien gepusht. Das ganze Projekt ist eine Riesen Schande!!
    • Amanaparts 23.08.2015 17:30
      Highlight Highlight Hmmm mein zerstörtes Dorf und ein Massengrab von 150 Menschen, inkl. nahen Verwandten sagen etwas anderes, aber was weiss ich schon. Bestimmt weisst du mehr und behauptest hier nicht einfach etwas.
    • Lezzelentius 23.08.2015 17:43
      Highlight Highlight Ja, klar, ich meine, dass meine verstorbenen Verwandten, die geschändeten Gräber und das zerstörte Gut uns so nur von den Medien vermittelt worden sind. Dass meine Ahnen noch serbisch können, weil es ihnen auf erzwungen worden ist, ist auch nur ein Zufall.
    • Abel Emini 23.08.2015 17:46
      Highlight Highlight Nein die Serben haben überhaupt keine Gräultaten an den Albanern verübt in den letzten 100 Jahren ihrer Herrschaft....

      Die einzige Lösung ist eine Staatenunion mit der Republik Albanien. Aber dadurch würden die heutigen kriminellen Politiker wie im Kosovo auch in Albanien ihre Macht verlieren.

      Sollte Serbien den Kosovo angreifen, müsste Albanien einschreiten und dann käme es zu einem grossen Krieg. Da Albanien heute in der NATO ist.

      In den letzten hundert Jahren wurden über 100 000 Albaner getötet, Millionen vertrieben, Dörfer zwei bis dreimal niedergebrannt.
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