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Swissmedic lässt Pfizer-Impfstoff für Kinder zu +++ PK: Parteien und Wirtschaft reagieren

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
10.12.2021, 13:3210.12.2021, 18:43
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20:40
Kampf gegen Omikron: Russland schickt medizinisches Personal und Labor nach Südafrika
Im Kampf gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron hat Russlands Präsident Wladimir Putin ein Flugzeug mit Ärzten und medizinischer Ausrüstung nach Südafrika geschickt. Die Iljuschin Il-76 des Zivilschutzministeriums brachte ein mobiles Labor, Epidemiologen und Virologen sowie Experten des Gesundheitsministeriums in das Land, wie die Behörden in Moskau am Freitag mitteilten. Auch Zivilschutz-Experten seien an Bord, hiess es.
epa09607042 A woman walks in front of a poster of a 'coronavirus test point' during coronavirus pandemic in the town of Podolsk, outside Moscow, Russia, 27 November 2021. Over the past 24 hours, 33,946 cases of the coronavirus infection have been detected in Russia.  EPA/MAXIM SHIPENKOV
Bild: keystone
Die Omikron-Variante war zuerst in Südafrika entdeckt worden und breitet sich besonders schnell aus. Putin hatte zweimal innerhalb einer Woche mit seinem südafrikanischen Kollegen Cyril Ramaphosa telefoniert. Es sei vereinbart worden, die Kräfte im Kampf gegen die Pandemie zu bündeln, teilte der Kreml in Moskau mit.

Russland selbst hat nach Behördenangaben bisher lediglich zwei Patienten mit dem Virenstamm. Sie waren aus Südafrika eingereist. Staatschef Ramaphosa hatte vorgeschlagen, dass Wissenschaftler der Staatenorganisation Brics – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – gemeinsam die neue Variante untersuchen sollten. (sda/dpa)
19:51
Schulen im Aargau schliessen bereits am 17. Dezember
Der Kanton Aargau reagiert auf die «stark eskalierende Corona-Krise». Die Kantonsregierung hat die vorzeitige Schliessung der Schulen am kommenden Freitag beschlossen. Ab Schulstart nach den Weihnachtsferien am 10. Januar gilt auch für die Unterstufe der Primarschule eine Maskentragpflicht.
HEUTE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDE NEUE SCHUL-SYMBOLBILDER ZUR VERFUEGUNG --- Chairs are put on pupils' desks in a classroom at a high school in Suhr, Switzerland, on September 25, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Stuehle sind auf Schulbaenke hochgestellt in einem Klassenzimmer der Bezirksschule am 25. September 2014 in Suhr, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Bild: KEYSTONE
Für die vier ausfallenden Schultage vor Weihnachten stellen die Schulen ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot sicher, wie der Aargauer Regierungsrat am Freitagabend mitteilte. In den Schulen würden die Fallzahlen stark ansteigen. Die Kantonsregierung beschloss deshalb an einer ausserordentlichen Sitzung weitere Schutzmassnahmen für diesen Bereich.

Derzeit befinden sich laut der Mitteilung über 46 Schulklassen in Quarantäne. Der Regierungsrat empfiehlt den Schülerinnen und Schülern der 1. bis 4. Primarklasse ab sofort, wenn möglich eine Schutzmaske zu tragen. Weiterhin gültig bleibt die Maskentragpflicht für die Schüler ab der 5. Klasse. In der Mitteilung weist die Regierung darauf hin, dass wegen «rekordhoher Infektionszahlen» eine Überlastung des Gesundheitswesen drohe. Teilweise hätten Patientinnen und Patienten in ausserkantonale Spitäler verlegt werden müssen. (sda)
19:26
Economiesuisse bevorzugt Variante ohne Betriebsschliessungen
Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse bedauert es in einer Mitteilung, das «langes Zögern» bei Auffrischimpfungen und der Verzicht auf flächendeckende Tests in Schulen zu der nun eingetretenen Situation beigetragen haben. Er bevorzugt die weniger einschneidende Variante, die der Bundesrat vorschlägt.
Bild: sda
Diese setzt auf eine 2G-Regel plus Masken- und Sitzpflicht. Economiesuisse fordert aber, die Massnahmen bis 9. Januar und die Lage dann neu zu beurteilen. Nicht nachvollziehbar sei aus Sicht der Betriebe, dass der Bundesrat auf seinen Entscheid von vergangener Woche, auf repetitive Tests zu verzichten, nicht zurückgekommen sei.

Die Wirtschaft übernehme bereits Verantwortung, schrieb Economiesuisse. Es wäre in den Augen des Verbandes zielführender, den Unternehmen Spielraum zuzugestehen, damit sie im Rahmen ihrer bestehenden Schutzkonzepte eine 2G-Regelung einführen können. Unternehmen hätten Interesse daran, Angestellte und Kundschaft so gut wie möglich zu schützen, schrieb Economiesuisse. (sda)
19:03
Nachtkultur: Politisch nicht weiter als im Oktober 2020
Es brauche eine Strategie statt eines politischen Eiertanzes auf dem Buckel der einzelnen Branchen. Mit diesen Worten kritisiert die Schweizer Bar und Club Kommission die Vorschläge des Bundesrates. Ganz besonders stört sie sich daran, «dass mit keinem Wort das Thema Unterstützung erwähnt wird».

Von den absehbaren Massnahmen betroffen sei wieder einmal die Kultur der Nacht, obwohl aktuelle Ansteckungszahlen aus dem Kanton Genf belegten, dass Clubs, geschweige denn Bars und Restaurants als Pandemietreibende bezeichnet werden könnten, teilte die Kommission am Freitag mit.
ARCHIVBILD ZUR EINFUEHRUNG EINER MASKENPFLICHT IN ZUERCHER CLUBS AM MORGEN DONNERSTAG, AM MITTWOCH, 26. AUGUST 2020 - Der Eingang des Clubs Hive in Zuerich, aufgenommen am Freitag, 3. Juli 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Bild: keystone
Wegen der fehlenden Erfahrungen mit 2G sei noch unklar, ob 2G+, mit Covid Test, eine Option für die nächsten Wochen sei. Dafür müsse man das anstehende Wochenende abwarten. 2G+ sei allerdings ohnehin nur dann eine Option, wenn die Covid-Tests bei asymptomatischen Menschen wieder kostenlos sind.

Gerade für junge Menschen sei ein Grund, sich impfen zu lassen, dass sie dadurch wieder ein Stück Normalität zurückzuerhalten. «Hiess es doch noch im Sommer, lass dich impfen, um wieder gemeinsam zu tanzen.» Nun träfen aber die vorgeschlagenen Massnahmen auch die Geimpften in der Schweiz, so die Kommission. (sda)
18:48
Travailsuisse: Betriebsschliessungen müssen verhindert werden
Aus Sicht des Arbeitnehmer-Dachverbandes Travailsuisse müssen Betriebsschliessungen als Massnahme gegen Covid-19 verhindert werden. Auch Teilschliessungen lehnt der Verband laut einer Mitteilung ab. «Einkommen und Arbeitsplätze sollen geschützt werden. Erneute Betriebsschliessungen müssen deshalb verhindert werden», liess sich Adrian Wüthrich, Präsident von Travailsuisse, im Communiqué vom Freitag zitieren.
Online-Handelsplatz Ricardo boomt dank Home Office. (Symbolbild)
Bild: sda
Die Homeoffice-Pflicht solle wenn überhaupt, massvoll und zeitlich klar beschränkt umgesetzt werden, schreibt Travailsuisse. Die individuelle Lage der Angestellten müsse «grosszügig berücksichtigt werden». Nur die Hälfte aller Angestellten könnten zuhause arbeiten. Bei allen anderen müssten Schutzkonzepte strikte angewendet werden.

2G- oder 3G-Regeln am Arbeitsplatz lehnt Travailsuisse ab. Der Verband begrüsst es daher, dass diese Vorschriften für den Bundesrat keine Option seien. Travailsuisse begrüsst zunächst die vom Bundesrat vorgeschlagene Variante mit 2G-Regel plus Masken- und Sitzpflicht. (sda)
18:35
Swissmedic lässt Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder zu
Bald können in der Schweiz auch Kinder im Primarschulalter gegen Covid-19 geimpft werden. Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen.

Die klinischen Studienergebnisse zeigten, dass die Impfung in dieser Altersgruppe sicher und wirksam sei, schrieb Swissmedic am Freitagabend. Die bis elfjährigen Kinder erhalten einen Drittel der Dosis für Erwachsene und Jugendliche. Und auch Kinder erhalten zwei Dosen im Abstand von drei Wochen.



Statt 30 Mikrogramm mRNA-Impfstoff enthält eine Dosis zehn Mikrogramm (0,2 Milliliter). Dies wird durch eine entsprechende Verdünnung erreicht. Der Impfstoff für die Kinder ist laut Swissmedic weniger hoch konzentriert und enthält auch andere Puffer-Salze. Er kann dadurch bis zu zehn Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gemäss einer Zulassungsstudie mit über 1500 Teilnehmenden verhindert der Impfstoff bei Kindern schwere Covid-Erkrankungen «praktisch vollständig», wie Swissmedic weiter mitteilte. Nebenwirkungen seien tendenziell eher seltener als bei Jugendlichen und Erwachsenen. (sda)
17:47
Arbeitgeber: Homeoffice-Empfehlung funktioniert
In den Augen des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) funktioniert die wegen Covid-19 geltende Homeoffice-Empfehlung. Der Verband rief die Arbeitgeber dazu auf, sofort «noch rigoroser» auf Arbeit zuhause zu setzen.

Der Verband gibt in seiner Mitteilung vom Freitag zu bedenken, «dass etwa 60 Prozent der Arbeitsplätze nicht geeignet seien für Homeoffice. Die Arbeitgeber hätten deshalb viel unternommen, damit die Arbeitsplätze sicher seien, und sie verpflichteten sich, die bisherigen Anstrengungen zu verstärken.

»Dann wird die vom Bundesrat geplante Homeoffice-Pflicht zweitrangig", heisst es im Communiqué. Mindestens so wichtig für die Eindämmung des Virus seien aber Kontaktbeschränkungen im Alltag und im privaten Verhalten, schrieb der SAV. (sda)
17:28
Mitte-Präsident Pfister: Sorge um Zusammenhang in der Schweiz
Mitte-Parteipräsident Gerhard Pfister äussert zwar Verständnis für das Vorgehen des Bundesrates. Doch die Mitte-Partei beobachte «mit Sorge», wie sich «diese Massnahmen auf den Zusammenhalt der Schweiz auswirken könnten».

Pfister kommentierte die beiden Varianten des Bundesrates vom Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter. Die 2G-Regel oder einer 2Gplus-Regel bedeute «weitere Einschränkungen, welche die Solidarität der Bevölkerung auf den Prüfstand stellen», schrieb er. Als oberstes Ziel bleibe, den Zugang zum Gesundheitssystem für alle sicherzustellen. (sda)
17:11
Glättli: Massnahmen beschliessen, nicht in Konsultation schicken
Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden laut Grünen-Präsident Balthasar Glättli nicht wirksamer, «wenn der Bundesrat sie zum zweiten Mal in die Konsultation schickt, statt sie zu beschliessen».

Es brauche jetzt endlich Massnahmen wie eine Homeoffice-Pflicht, um die aktuelle Welle zu brechen, schreibt Glättli auf Twitter. Das Gesundheitswesen sei bereits am Anschlag. (sda)

17:06
Gastro-Präsident Platzer zweifelt an genereller Wirksamkeit von 2G
Beim generellen 2G – also nur noch Zugang für Geimpfte und Genesene – in der ersten Variante des Bundesrates ist Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer «nicht ganz sicher, ob das wirkungsvoll ist». In umliegenden Ländern sei man trotz 2G schliesslich in einen Lockdown gegangen.
Casimir Platzer, Praesident GastroSuisse, spricht an einer Medienkonferenz von Gastrosuisse zu den Beschluessen des Bundesrates, am Mittwoch, 25. August 2021 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bild: keystone
Vielleicht müssee man mit dem Bundesrat wirkungsvollere Möglichkeiten diskutieren, sagte Platzer im Interview mit Keystone-SDA-Video. Sogar der Epidemiologe Marcel Salathé habe jüngst ausgeführt, dass 2G zu einer falschen Sicherheit führe. Es würden nach wie vor in erster Linie Risikopatienten auf den Intensivstationen liegen, sagte Platzer. Vielleicht brauche es genau für diese Risikogruppe eine 2G-Lösung.

Bergbahnen und Läden hätten bereits Massnahmen auf freiwilliger Basis beschlossen. Diese Möglichkeit sollte der Gastronomie auch zustehen, findet Platzer. Er denke da zum Beispiel an gewisse Kapazitätseinschränkungen in Innenraumsektoren. Insgesamt gehe es vor allem darum, «dass man einen Lockdown mit allen Mitteln verhindert. Praktisch alles ist besser als ein Lockdown». (sda)
17:03
SVP sieht 2G als Vorstufe zum Impfzwang, GLP für Päckli Nummer-1
Die flächendeckende Einführung der 2G-Regel ist für die SVP willkürlich. Sie helfe nicht, sei diskriminierend und diene nur als «Vorstufe zum Impfzwang für alle», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Dafür seien die anderen Parteien verantwortlich. Sie hätten im Parlament gegen den Willen der SVP die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Sie hätten am 2. Dezember jenen Passus im Covid-Gesetz abgelehnt, der dem Bundesrat die Einführung von 2G untersagt hätte.

Die Grünliberalen ziehen dagegen die mildere Variante 1 des bundesrätlichen Vernehmlassungspaketes vor. Dazu gehöre insbesondere 2Gplus, also Zugang nur noch für Geimpfte und Getestete und mit Maske.

Als Maske sollte FFP2 Pflicht sein, schreibt Parteipräsident Jürg Grossen auf Twitter. Die Zeit dränge. Es brauche den ganzen Massnahmen-Fächer: Luftqualität, Hygiene, Testen, Homeoffice und «natürlich impfen». (sda)
16:12
Reaktionen: Gewerkschaften pochen auf konsequente Entschädigung der Ausfälle
Der Bundesrat muss die Verlängerungen der Lohngarantien bei Kurzarbeit laut dem Gewerkschaftsbund so rasch als möglich umsetzen, damit die betroffenen Firmen auch Anfang 2022 davon Gebrauch machen können. Gross sei der Handlungsbedarf auch bei den Kulturschaffenden.

Einzelne Kantone weigerten sich, die Ersatzzahlungen auszuzahlen, kritisiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Mitteilung. Der Bund müsse hier Klarheit schaffen und dafür sorgen, dass diese existenzsichernden Gelder ausbezahlt werden.

Bei einer allfälligen Homeofficepflicht dürften die Arbeitgeber ihre Pflichten nicht umgehen. Auf den Kosten für das Homeoffice als Mittel der Pandemie-Bekämpfung dürften nicht die Arbeitnehmenden sitzen bleiben.

Wird Homeoffice aus epidemiologischen Gründen verordnet, müssten die Arbeitgeber die Kosten nach Arbeitsgesetz und Obligationenrecht vollständig tragen. Die Schattenseiten der an sich wirksamen Homeofficepflicht dürfen laut SGB nicht übersehen werden. Dazu gehörten die Überwachung durch die Arbeitgeber, die Vermischung von Privat- und Berufsleben und andere psychosoziale Risiken. (sda)
16:04
Was halten sie von freiwilligen Massnahmen der Wirtschaft?
Berset: Die Wirtschaft habe ein hohes Interesse, dass es nicht zu Schliessungen komme. Das sei ein gutes Signal.

Die Medienkonferenz ist beendet
16:03
5er-Regel würde eine Verpflichtung
ja
16:02
Warum sind u16 ausgenommen von den Massnahmen?
Berset: Man wolle so reagieren, dass man auf die Kinder und Jugendlichen Rücksicht nehme.
16:00
Booster erst nach sechs Monaten?
Mathys: Man halte an der Aussage fest, dass der Schutz bis sechs Monate gut sei. Danach werde aber ein Booster empfohlen.
15:59
Einreisequarantänen?
Berset: Man habe wegen Omikron eine Quarantäne vorgesehen. Jetzt habe man einen anderen Weg: Je ein Test vor und nach der Einreise. Man wolle so die Kontrolle über die Situation nicht verlieren.


Nachfrage: Umsetzungsprobleme bei den Einreiseregelungen?
Gerber: Es gab etliche Probleme (z.B. Personen, die vor der zweiten Testpflicht wieder abreisen). Man prüfe aktuell, ob man weitere Anpassungen machen müsse.
15:52
Was tun sie, wenn 2G bei den Kantonen durchfällt?
Berset: Das müsse man noch im Bundesrat diskutieren.

Parmelin: Man müsse mit den Kantonen zusammenarbeiten, weil diese die Massnahmen umsetzten.
15:50
Schulschliessungen in Bern?
Berset: Man sei froh, dass die Kantone endlich Massnahmen träfen.
15:49
sind sie verloren in der Situation?
Berset: Nein. Man müsse aber die IPS schützen. Wenn aber in den 24 kommenden Tagen noch viele Patienten kämen, dann habe man die Situation nicht mehr im Griff.
15:47
Warum schliesst man nicht alles?
Berset: Man tue alles, um das zu vermeiden.

Parmelin: Man müsse den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass die Situation jetzt ernst sei, man wolle aber auch nicht Massnahmen treffen, die niemand wolle.
15:47
Mitten in der PK eine Meldung aus der Zentralschweiz: Triage ist Realität
Bild: sda
Die Intensivstationen der Zentralschweizer Spitäler sind so stark ausgelastet, dass das Pflegepersonal entscheiden muss, wer einen Platz bekommt und wer nicht. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (ZGDK) rufen daher dringend zur Impfung gegen das Coronavirus auf.

Die Pandemie bringe die Spitäler zusehends an ihre Belastungsgrenze, immer mehr Intensivbetten seien belegt und immer weniger Gesundheitspersonal stehe zur Verfügung, hiess es in einer Mitteilung der ZGDK vom Freitag. Eine Triage bei der Vergabe der Intensivplätze sei bereits Realität.

Dabei sei der Impfstatus einer Person kein Kriterium. Vielmehr erhalten jene einen Platz, deren Prognose im Hinblick auf das Verlassen des Spitals mit Intensivbehandlung gut, ohne diese aber ungünstig ist.

Weil auch die Notfallstationen stark ausgelastet seien, könne die gewohnte Qualität bei der Behandlung nicht mehr aufrechterhalten werden. Der ZGDK-Präsident, der Luzerner Regierungsrat Guido Graf, ruft zur Impfung gegen das Coronavirus auf, bevor es zu einer Covid-Erkrankung komme. Denn die allermeisten Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen seien nicht geimpft.

Auf seinem Blog schreibt Graf: «Bitte seien Sie solidarisch und lassen Sie sich impfen, die Lage ist dramatisch.» Der Kanton Luzern weise mit 400 bis 600 Neuansteckungen pro Tag schweizweit überdurchschnittlich hohe Fallzahlen auf. Der Kantonale Führungsstab habe Unterstützung durch den Zivilschutz beantragen müssen. Aktuell laufen zudem Vorabklärungen, um nötigenfalls Unterstützung durch die Armee zu erhalten. (sda)
15:45
Woher kommt die Kehrtwende zu 2G?
Berset: Vor einem Monat war die Situation eine andere. Darum müsse man sich jetzt anpassen. Man hätte nicht gedacht, dass der Druck bereits jetzt so hoch sei. Und 2G erscheine als ein guter Mittelweg.
15:44
5er-Regel: Warum 5?
Berset: Man treffe sich nicht, um Distanz zu halten. Darum müsse man Personen ohne Immunität in dieser Situation schützen. Gewisse Kantone hätten dies bereits eingeführt. Darum herrsche bereits ein Flickenteppich bezüglich 5er-Regel.
15:43
Wann treten die Massnahmen in Kraft?
Berset: Die Vernehmlassung sei dazu da, dass man handeln könne, sobald es notwendig werde. Frühesten ab Ende nächster Woche.
15:41
Wohin sind die IPS-Betten, die es letztes Jahr noch gab?
Berset: Das Gesundheitspersonal sei erschöpft. Darum entwickelten sich die IPS-Betten zurück.

Andreas Stettbacher: Man habe zwischen 130 und 150 Betten im Normalfall. Wenn man unter diese Limite falle, dann würden ad hoc neue Betten geschaffen – allerdings mit Personal von anderen Stationen.
15:39
Wie erklären sie sich, dass die Spitäler überlasteten während der Normalisierungsphase?
Berset: Es gebe mehrere Gründe. Z.B. die Deltavariante.

Andreas Stettbacher: 41% aller Patienten auf der IPS sind zurzeit Corona-Patienten. Man habe noch 140 IPS-Betten in Reserve. 30 IPS-Stationen hätten keine zertifizierten IPS-Betten mehr.
15:36
Warum Masken bei 2G
Berset: 3G werde nicht verschwinden. Sehe man aber, dass die Massnahmen nicht ausreichten und es zu einer Überlastung der Spitäler komme, dann müsse man sicherstellen, dass die Menschen sich nicht ansteckten. Auch Geimpfte und Genesene können ein Risiko haben ins Spital zu kommen, darum auch bei 2G Maske in der Vernehmlassung.
2G sei ein harter Schritt.

Die Entscheidung sich nicht impfen zu lassen, habe nun Konsequenzen.
15:32
Wie gross ist die Toleranz gegenüber Ungeimpften?
Parmelin: Das sei eine persönliche Entscheidung. Aber: Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginne.
Jeder müsse in sich gehen und überlegen, was er für das Land tun könne.
15:30
5-Personen-Regel: Impfdiskussionen in der Familie als Ziel?
Michael Gerber: Man sei sich bewusst, dass dies ein starker Eingriff in die Familien sei.
15:29
Omikron vor Weihnachten dominant?
Patrick Mathys: Es gebe viele Hinweise darauf, dass Omikron sich schnell ausbreite. Es sei aber noch zu früh, um zu wissen, wann Omikron die dominante Variante werde.
15:28
Warum wurde nicht früher reagiert?
Berset: Es sei eine andere Situation als letztes Jahr. Aber es brauche jetzt eine Diskussion mit den Kantonen. Man probiere, weder zu früh noch zu spät zu kommen.
15:26
drohen sie jetzt?
Berset: Nein. Man wisse einfach noch nicht, ob die aktuellen Massnahmen reichten – oder ob es eine Korrektur brauche.
15:25
Warum geht die Konsultation bis zum 14. Dezember
Berset: Es sei nicht notwendig schneller voranzuschreiten, denn die Massnahmen kämen nicht nächste Woche. Man müsse jetzt über Massnahmen für die Festtage nachdenken.

Parmelin: Beim letzten Mal gab es eine grosse Dringlichkeit – die Auswirkungen dieser letzten Massnahmen sehe man erst nächste Woche.
Das Ziel sei, dass man die Massnahen nicht durchsetzen müsse.
15:23
Schliessung der Innenräume
Berset: Ja, in Variante 2 werden Schliessungen von Innenräumen vorgeschlagen.

Das wäre aber nicht für sofort, sondern dass man schnell handeln könne, wenn man dann müsste.
15:21
Berset betont, dass wir in einer kritischen Phase seien.

Das Ziel sei, dass der Bundesrat rasch entscheiden könne und bereit sei, um die Spitäler zu entlasten. Man dürfe die Kontrolle nicht verlieren.

Die Massnahmen auf den Papier würden nicht reichen. Alle müssten mitmachen und sich impfen lassen.

Die Fragerunde beginnt.
15:17
Was kommen könnte
15:17
Die zwei Varianten
Alain Berset spricht:
Der Bundesrat wolle vorsichtig sein, aber nicht übervorsichtig – auch wegen Omikron. Die Lage sei nicht einfach, man müsse aber mit allen Beteiligten diskutieren, welche Möglichkeiten es gebe. Das ist der Vorschlag des Bundesrates, der in die Vernehmlassung bei den Kantonen geht bis zum 14. Dezember:

Variante 1:
- Zugang in Innenräumen wird 2G, wobei die Maskenpflicht und die Sitzpflicht bei Konsumation bleiben werde. Im Freien würde ab 300 Personen 3G gelten.
- An den Orten, wo ein Maskentragen nicht möglich ist (Bars, Discos, Chor etc.) 2G+

Variante 2:
- 2G-Prinzip und Teilschliessungen (z.B. Innenräumen von Restaurants geschlossen).

Weitere Massnahmen, die in Konsultation gehen:
- Fernunterricht für Unis und Hochschulen
- Maskenpflicht ab Sekundarstufe II
- Private Treffen: Maximal fünf Personen, wenn jemand nicht geimpft ist
- Homeoffice-Pflicht

Man müsse jede Schliessung verhindern. Aber eine Diskussion führen, wie wir aus dieser Situation herauskämen.

Berset ruft zur Impfung und zum Booster auf.
15:06
Belastung der IPS nimmt zu
Bundespräsident Parmelin spricht:

Der Bundesrat beobachte die Situation sehr genau. Anfang Jahr gab es harte Massnahmen, im Sommer sei man zuversichtlich gewesen – doch nun beurteile der Bundesrat die Lage wieder kritisch:
Die Belastungen der IPS nehme weiter zu. Man müsse diesen Trend wieder durchbrechen – man sei dies allen Menschen schuldig, die medizinische Hilfe bräuchten.

Darum gibt der Bundesrat wieder neue Massnahmen in Konsultation. Es gehe u.a. um die Frage von Schliessungen und Home Office-Pflicht.

Parmelin betont, dass die Impfung der beste Trumpf in der Krise sei: «Lassen sie sich impfen aus Solidarität – für sich und ihre Angehörigen». Ein Land sei nur so stark wie seine Bevölkerung.

Es sei noch nicht zu spät, um die Intensivstationen zu entlasten:
- Abstand halten
- Lüften
- Hände waschen
- Impfen
15:04
15:01
Die Medienkonferenz beginnt
14:40
Intensivpflegebetten im Kanton Bern werden neu zentral koordiniert
Wegen der coronabedingt angespannten Situation in den Spitälern werden die Intensivpflegebetten im Kanton Bern neu zentral koordiniert. Das Berner Inselspital hat diese Aufgabe übernommen. Zudem haben viele Berner Spitäler ihre Covid-19-Behandlungskapazitäten erweitert.

Wie die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Freitag mitteilte, lagern diese Spitäler Aktivitäten innerhalb des Spitals um oder passen den Operationsplan an. Vor den Medien in Bern sprach der kantonale Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg von einer «ernsten Situation».

Allerdings könnten noch immer alle Operationen, die dringend sind, durchgeführt werden.

Schnegg betonte, pro Intensivpflegeplatz, der für einen Covid-19-Fall bereitgestellt werde, müssten mindestens zehn bis fünfzehn andere schwere Fälle warten. Intubierte Covid-19-Patienten blieben nämlich oft zwei bis drei Wochen lang auf der Intensivstation - anders als bei «normalen», aber schweren Operationen.

Schnegg rief deshalb einmal mehr dazu auf, sich impfen zu lassen. Denn von 28 derzeit auf Intensivstationen künstlich beatmeten Covid-19-Patientinnen und -patienten seien 24 ungeimpft.

Im Kanton Bern gibt es erste Personen mit der Omikron-Variante des Corona-Virus, welche sich nicht im Ausland aufhielten und die keinen direkten Kontakt mit bekannten Fällen hatten. Schnegg sagte deshalb, viel rund um diese Virusvariante sei noch unklar. Es gelte, mit den bekannten Schutzmassnahmen das Virus zu bekämpfen.

Der Kanton Bern denkt derzeit nicht an einen Einsatz der Armee im Zusammenhang mit dem Coronavirus. «Je nach Entwicklung in den Spitälern schliesse ich das aber nicht aus», sagte Schnegg.

Noch frühere Ferien nicht ausgeschlossen
Bereits am Donnerstag wurde bekannt, dass der Kanton Bern die Schulkinder wegen des Coronavirus früher in die Weihnachtsferien schickt. Der letzte Schultag an Volks- und Musikschulen ist der 21. Dezember statt wie vorgesehen der 24. Dezember.

Die kantonale Bildungs- und Kulturdirektorin Christine Häsler sagte am Freitag dazu, die Schulen seien angewiesen, zwischen dem 22. und dem 24. Dezember ein Betreuungsangebot in den Schulen aufzuziehen. Dies für Eltern, welche auf externe Betreuung angewiesen seien.

Sie gehe aber davon aus, dass nur relativ wenige Kinder dieses Angebot nutzten. Häsler schloss nicht aus, den Ferienbeginn terminlich noch früher anzusetzen, wenn die Fallzahlen weiter stiegen. Immer wieder habe der Kanton Bern die Corona-Massnahmen neu justieren müssen.

Die Regierungsrätin gab auch bekannt, in der vergangenen Kalenderwoche seien von den Schulen 685 positive Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern gemeldet worden. Auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle vor rund einem Jahr seien es 191 in einer Woche gewesen.

In der zweiten Coronawelle seien bis zu 135 positive Tests von Lehrpersonen gemeldet worden, nun aber - in der letzten Woche - nur noch 57. Das zeige die starke Wirkung der Impfung. Zwischen 4. und 23. Januar kann sich nun das Schulpersonal im Zeughaus Bern eine Auffrischungsimpfung abholen.

Pro Woche 50'000 «Booster»
Gesundheitsdirektor Schnegg sprach von guten Fortschritten bei den Auffrischungsimpfungen. Pro Woche erhielten rund 50'000 Personen diesen «Booster», Tendenz steigend. Die Vorbereitungen für eine eventuelle Impfung von Kindern ab fünf Jahren seien «in vollem Gang».

Auch die Testkapazitäten würden ständig erhöht. In den letzten sieben Tagen seien im Kanton Bern pro 100'000 Einwohner 5661 Tests durchgeführt worden. Die Positivitätsrate betrage 14,5 Prozent. Das seien mehr Tests als im Durchschnitt aller Kantone; dies bei einer tieferen Positivitätsrate.

Kritik von Gewerkschaft und der SP
Der Kanton Bern habe es versäumt, mit regelmässigen, obligatorischen Corona-Tests in den Schulen Kinder und Lehrpersonen wirksam zu schützen: Das schreibt der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) in einer Mitteilung vom Freitag. Der Kanton Bern sei insgesamt zögerlich vorgegangen und habe zu lange zu wenig Ressourcen für das Ausbruchstesten zur Verfügung gestellt.

Auch die SP Kanton Bern findet, mit einer gezielten Prävention hätte die «Explosion der Fallzahlen», so die SP, vermieden werden können. Der Kanton habe viel zu wenig Ressourcen für das Ausbruchstesten bereitgestellt. (sda)
14:16
Deutscher Bundesrat stimmt für erste begrenzte Corona-Impfpflicht
In Deutschland ist im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine erste begrenzte Impfpflicht für Gesundheitspersonal beschlossene Sache. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat dem Gesetz der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP zugestimmt. In der Sondersitzung der Länderkammer fiel das Votum einstimmig aus.

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes hatte erst kurz zuvor den Bundestag passiert. Dort stimmten 571 Abgeordnete dafür. Mit Nein votierten 80 Abgeordnete, 38 enthielten sich.

Konkret sollen Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis 15. März 2022 Nachweise als Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen. Neben Ärzten sollen künftig befristet auch Apotheken, Zahnärzte und Tierärzte mitimpfen können. Ergänzt und verlängert werden sollen Möglichkeiten für die Länder zu regional härteren Corona-Beschränkungen.

Im Bundesrat bemängelte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, dass das Infektionsschutzgesetz schon wieder korrigiert werden müsse. Dies wäre vermeidbar gewesen, wenn die Bundesregierung bei der alten Regelung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite geblieben wäre. «Wir machen nichts Anderes als Reparaturbetrieb», sagte Bouffier. Sollte sich die Omikron-Variante des Coronavirus so schnell ausbreiten wie von Fachleuten befürchtet, werde dies nicht die letzte Veränderung des Infektionsschutzgesetzes sein.

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig zeichnete ein erschütterndes Bild der Infektionslage in seinem Land. Die vierte Welle rolle «wie ein Tsunami» durch den Freistaat Sachsen, sagte er. Täglich würden Intensivpatienten in andere Bundesländer ausgeflogen. «Im Durchschnitt versterben in dieser Woche 75 Menschen an Corona - jeden einzelnen Tag und das nur in Sachsen.» (sda/dpa)
14:15
Omikron-Verdachtsfälle an Schulen in Muttenz BL
ARCHIV --- Blick in ein leeres Klassenzimmer anlaesslich des Schulstartes der Mittel- und Berufsfachschulen nach der coronabedingten Unterrichtspause im Gymnasium Kirschgarten in Basel, am Montag, 8. Juni 2020. In der Schweiz ist am Mittwoch, 1. Dezember 2021, ein dritter Fall mit der von der WHO als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten. Betroffen ist ein 19-jaehriger Schueler des Gymnasiums Kirschgarten. (KEYSTONE/Georgios Kefalas).
Bild: keystone
Bei breitangelegten Tests haben die Baselbieter Gesundheitsbehörden in Primar- und Sekundarschulen der Gemeinde Muttenz BL eine erhöhte Anzahl an positiven Resultaten registriert. Über mehrere Klassen sei Quarantäne verfügt worden.

Wie viele Schülerinnen und Schüler als Infizierte direkt betroffen sind, darüber erteilt der kantonale Krisenstab in seiner Mitteilung vom Freitag keine Auskunft. Es herrsche bei Fällen in der Primarschule Gründen und der Sekundarschule Hinterzweien 2 aber der Verdacht auf die Ausbreitung der Omikron-Variante. Weitere Abklärungen seien am Laufen.

Am Donnerstag hatte der Krisenstab bereits von einer Häufung von Infektionsfällen an den Baselbieter Schulen berichtet. Innerhalb von sieben Tagen seien 754 positive Fälle bei den Schülerinnen und Schülern sowie 104 Neuinfektionen bei den Lehrpersonen registriert worden. (sda)
14:14
Aargauer Regierungsrat präzisiert zwei Corona-Massnahmen
Im Kanton Aargau besteht ab Samstag auch im Aussenbereich von Restaurants und Bars und Clubs eine Pflicht zur sitzenden Konsumation. Das hat der Regierungsrat beschlossen. Der Aargau geht in diesem Punkt weiter als der Bund.

Eine Ausnahme bestehe für die Konsumation von Speisen und Getränken, die an Märkten verkauft würden, teilte die Staatskazlei Aargau am Freitag weiter mit. Ebenfalls bestehen bleibe die Maskentragpflicht an Grossveranstaltungen im Freien ab 1000 Personen.

Damit gelten im Kanton Aargau in zwei Bereichen strengere Regeln als auf Bundesebene. Mit der nachträglichen Präzisierung will der Regierungsrat nach eigenen Angaben «Klarheit» schaffen.

Die Sitzpflicht wie auch die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske gilt gemäss der Verordnung des Bundes nicht, wenn der Zugang auf Personen mit einem Geimpft- oder Genesenzertifikat (2G-Regelung) beschränkt wird.

Bei Veranstaltungen ab 300 Personen gilt zudem weiterhin eine kantonale Meldepflicht - sowohl für Veranstaltungen im Freien wie auch für Veranstaltungen in Innenräumen. Auch die Maskentragpflicht an bewilligungspflichtigen Grossveranstaltungen im Freien, Fach- und Publikumsmessen sowie Märkten ab 1000 Personen bleibt bestehen, wie die Staatskanzlei festhält. Der Bund sieht eine Maskenpflicht nur bei Veranstaltungen in Innenräumen vor. (sda)
14:12
Auf den Thurgauer Intensivstationen fehlt es an Fachpersonal
Aerzte und Pflegende kuemmern sich um Covid-Patienten in einer Intensivstation im Universitaetsspital Basel, am Montag, 28. Dezember 2020, in Basel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
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Wegen der zunehmenden Auslastung mit Covid-Patienten haben die Intensivstationen im Kanton Thurgau zu wenig Fachpersonal. Jetzt sollen andere Thurgauer Kliniken und Pflegeheime wenn nötig Fachpersonal für den Betrieb der Intensivplätze zur Verfügung stellen.

Gesundheitsdirektor Urs Martin (SVP) habe dies am Donnerstag angeordnet, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mit. Betroffen sind die Klinik Seeschau, die Reha-Kliniken St. Katharinenthal, Schloss Mammern, Tertianum Neutal, Dussnang und Zihlschlacht sowie die psychiatrischen Kliniken Münsterlingen und Clienia Littenheid.

Sie müssen bei Bedarf den beiden Kantonsspitälern in Frauenfeld und Münsterlingen sowie dem Herz-Neuro-Zentrum Bodensee in Kreuzlingen Fachpersonal für den Betrieb der Intensivstationen zur Verfügung stellen. Am 2. Dezember hatte der Kanton die Kliniken bereits verpflichtet, Covid-Patienten zu übernehmen, die keine Intensivbehandlung mehr benötigen.

«Die Zahl von Menschen, die sich wegen des Coronavirus in Spitalpflege begeben müssen, nimmt weiter zu. Das bereitet uns grosse Sorgen», wird Urs Martin im Communiqué zitiert. «Daher müssen alle Leistungserbringen im Kanton Thurgau zusammenstehen, um diese Krise zu bewältigen.» (sda)
14:11
Freiwillige 2G-Regel für Innerrhoder Märkte und Messen
Visitors walk through the Christmas market at Alter Markt, Cologne, Germany, Monday, Nov. 29, 2021. Chancellor Angela Merkel will hold talks Tuesday with the governors of Germany's 16 states amid growing concern about the steep rise in new coronavirus cases in the country. (Rolf Vennenbernd/dpa via AP)
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Appenzell Innerrhoden verzichtet auf strengere Corona-Massnahmen bei freiwilliger 2G-Regel für Veranstaltungen, Märkte und Messen: Der Landkanton passt die kantonale Verordnung damit der Bundesregelung an.

Gemäss dem geltenden kantonalen Recht gilt seit dem 2. Dezember für Veranstaltungen, Märkte sowie Fach- und Publikumsmessen eine Maskenpflicht. Diese erstreckt sich auf die Innen- und die Aussenbereiche, auch wenn eine Zertifikatspflicht gilt. Um eine Angleichung an die Bundesregelung zu erreichen, wird die entsprechende Bestimmung im kantonalen Recht angepasst, wie der Kanton am Freitag mitteilte.

Somit kann auf das Tragen einer Maske an Veranstaltungen, Märkten oder Messen in Innen- und Aussenbereichen verzichtet werden, wenn für diese eine 2G-Pflicht gilt. Die Neuregelung tritt am 11. Dezember in Kraft.

Die Standeskommission (Regierung) hält weiter fest, dass Besucherinnen und Besucher von Gesundheitsinstitutionen und Heimen ein Covid-Zertifikat vorweisen müssen. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, können mit einem gültigen negativen Test weiterhin Besuche vornehmen, wie es weiter heisst.

Zusätzlich zur Zertifikatspflicht gilt für Besucherinnen und Besucher eine Maskenpflicht in Innen- und Aussenbereichen der Gesundheits- und Sozialinstitutionen. (sda)
13:30
BAG meldet 10'163 neue Coronavirus-Ansteckungen
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 10'163 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 51 neue Todesfälle und 160 Spitaleinweisungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt bei 66,3 Prozent.

Gemeldet wurden 68'947 Tests. Deren Positivitätsrate lag bei 14,7 Prozent.
13:21
Griechische Impfverweigerer führen Schuldirektor in Handschellen ab
Radikale Impfverweigerer haben am Freitag in einer Protestaktion dem Direktor des Gymnasiums der nordgriechischen Kleinstadt Aiginio Handschellen angelegt und ihn abgeführt.

Damit wollten sie gegen die Maskenpflicht vorgehen, die in allen griechischen Schulen gilt. Fünf Beteiligte wurden festgenommen und sollten der Staatsanwaltschaft vorgeführt werden. Die Entführer nennen sich «Verwahrer der Verfassung», wie der Bürgermeister der Region, Anastasios Manolas, im Staatsfernsehen (ERT) mitteilte. «Es war der absolute Widersinn», sagte er. Der Direktor des Gymnasiums wurde kurz nach der Aktion zwar wieder freigelassen, er stehe aber unter Schock, fügte der Bürgermeister hinzu.

Die Regierung in Athen verurteilte die Tat der Impfgegner: «Die Polizei muss die Wiederholung solcher Aktionen verbieten», forderte – sichtlich verärgert – der griechische Minister für Bürgerschutz, Takis Theodorikakos, im Parlament in Athen. Das, was diese Menschen begangen haben, sei «provokativ und inakzeptabel».

Die «Verwahrer der Verfassung» sind eine Gruppe von radikalen Impfverweigerern, die in verschiedenen Regionen Griechenlands auftreten. Unter anderem versprechen einige von ihnen, mit Oregano die angeblich Corona-Pandemie stoppen zu können. (sda/dpa)
13:00
Berset und Parmelin informieren um 15 Uhr
Was hat der Bundesrat heute diskutiert? Im Vorfeld wurden folgende mögliche neue Massnahmen in den Medien besprochen:
Bundespräsident Guy Parmelin und Bundesrat Alain Berset wird um 15 Uhr an einer Medienkonferenz informieren.
10:00
Israel verlängert Einreiseverbot für Touristen wegen Omikron
epa09608893 Passengers disembark a plane at the Ben Gurion International Airport near Tel Aviv, Israel, 28 November 2021. The Israeli government approved on 28 November a ban on arriving foreigners for 14 days over concerns of the new B.1.1.529 Coronavirus variant Omicron.  EPA/ABIR SULTAN
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Israel verlängert das Einreiseverbot für Touristen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus um weitere zehn Tage. Die aktuelle Massnahme wäre eigentlich in der Nacht zu Montag ausgelaufen.

Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis kurz vor Weihnachten geschlossen, wie aus einer Mitteilung von Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz in der Nacht auf Freitag hervorging.

Zudem sollen demnach weiterhin alle Personen, die aus einem beliebigen Land nach Israel zurückkehren - darunter auch geimpfte Israelis - bei der Einreise mindestens drei Tage lang in Quarantäne gehen. Die Verlängerung der Quarantänebestimmungen müsse allerdings auch noch vom Gesundheitsausschuss des Parlaments genehmigt werden, hiess es in der Mitteilung.

Die Omikron-Variante (B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als «besorgniserregend» ein. Ende November wurden auch in Israel die ersten Fälle von Omikron nachgewiesen. Aktuell sind die Corona-Infektionszahlen in dem Mittelmeerland verhältnismässig niedrig. (sda/dpa)
9:42
Seilbahnen führen Kapazitätsbeschränkungen für grosse Gondeln ein
Skifahrer mit Atemschutzmasken sind mit der Luftseilbahn "Rotair" auf den Titlis unterwegs, am Dienstag, 10. November 2020. Auf allen Sesselbahnen, Skiliften und Seilbahnen des Skigebietes gilt Maskenpflicht. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
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Die Schweizer Seilbahnen führen ab dem 18. Dezember neue Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus ein. Grosse Gondeln mit einer Kapazität ab 25 Personen sollen nicht mehr ganz gefüllt werden.

Diese Gondeln sollen nur noch zu 70 Prozent ausgelastet werden, wie der Verband Schweizer Seilbahnen am Freitag mitteilte. Zudem soll es in den Aussenbereichen vor Restaurants wieder ein geordnetes Anstehen mit Abstandsregeln geben.

Weiterhin gültig sind die bestehenden Regeln der Zertifikatspflicht in den Restaurants, der Maskenpflicht in den geschlossenen Räumen und Kabinen und das Einhalten des Abstands in den Innenräumen. Die Bergbahnen würden dafür sorgen, dass die Regeln kontrolliert und eingehalten würden.

Mit den zusätzlichen Regeln werde ein Flickentepich mit unterschiedlichsten Regelungen in den Kantonen verhindert, schreibt der Verband. Die Seilbahnen Schweiz führen die Massnahmen gemäss Mitteilung angesichts der «schwierigen epidemiologischen Lage» freiwillig ein, um einen sicheren Betrieb der Wintersportsaison zu ermöglichen. (sda)
6:21
Biontech-Chef: Auffrischungsimpfung bereits nach drei Monaten
Ugur Sahin, right, and Ozlem Tureci sit in the front row in Cologne, Germany,, Sept. 17, 20212. Cologne honors the Biontech founders in the city hall. The two researchers sign the city's Golden Book and the University of Cologne awards them honorary doctorates. (Federico Gambarini/dpa via AP)
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Biontech-Mitgründer Ugur Sahin hat sich für eine Auffrischung bereits ab drei Monaten nach der Zweitimpfung ausgesprochen. Mit Blick auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus «sind zwei Dosen noch keine abgeschlossene Impfung mit ausreichendem Schutz», sagte Sahin.

«Wenn sich Omikron, wie es aussieht, weiter ausbreitet, wäre es wissenschaftlich sinnvoll, bereits nach drei Monaten einen Booster anzubieten», erklärte der Manager dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» laut Mitteilung vom Donnerstag.

Ob Biontech einen neuen, speziell auf Omikron angepassten Impfstoff produzieren wird, sei noch nicht entschieden, berichtete der «Spiegel». Auch der Booster mit dem ursprünglichen Vakzin könnte reichen: «Nach den vorläufigen Daten neutralisieren drei Dosen das Virus deutlich und sollten die Geimpften schützen.»

Allerdings rechnete Sahin damit, dass dann in relativ kurzem Abstand eine vierte Dosis folgen muss: «Die vierte Impfung könnte aber auch ein an eine Omikron-Variante angepasster Impfstoff sein.» Deswegen sei Biontech bereits dabei, seine Produktionskapazität auf rund vier Milliarden Dosen für nächstes Jahr aufzustocken. (sda/afp)
1:12
Silvesterfeier in Rio de Janeiro soll doch stattfinden
Die traditionelle Silvesterparty am Copacabana-Strand von Rio de Janeiro soll nun doch stattfinden. «Die Stadt ist offen, die Stadt wird feiern», sagte Bürgermeister Eduardo Paes am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, nachdem er die Feier zuvor am Wochenende mit Verweis auf die Corona-Pandemie abgesagt hatte.

Um die Infektionsgefahr einzudämmen, will die Stadt nun Feuerwerke an verschiedenen Orten zünden und hat geplante Konzerte abgesagt.

In der brasilianischen Millionenmetropole läuten normalerweise rund drei Millionen Menschen am berühmten Copacabana-Strand mit Musik und Feuerwerk das neue Jahr ein. Nachdem die neue und vermutlich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus aufgetaucht war, hatte die Stadtverwaltung von Rio so wie auch die meisten anderen Regionalhauptstädte Brasiliens ihre offiziellen Silvesterfeiern am Samstag abgesagt. Seitdem hatte sich Bürgermeister Paes allerdings mit Gesundheitsbehörden und Regionalregierung beraten.

Am Donnerstag sagte er nun, dass die Infektionsrate und die Zahl der Krankenhausaufenthalte in Rio niedrig seien. «Gott und dem Impfstoff sei Dank ist auch die Zahl der Todesfälle sehr niedrig.» Das ermögliche es, die Feierlichkeiten «sicher» zu organisieren. sda/afp)
21:51
Booster-Impfung laut EMA schon nach drei Monaten möglich
Booster-Impfungen gegen Covid-19 könnten nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA auch schon nach drei Monaten erfolgen. In der Schweiz wird empfohlen, den dritten Stich sechs Monate nach dem zweiten vorzunehmen.

Ungeachtet der geltenden Empfehlung, die Auffrischung nach sechs Monaten zu verabreichen, sprächen die derzeit verfügbaren Daten für eine sichere und wirksame Auffrischungsdosis bereits drei Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategie, Marco Cavaleri, am Donnerstag in Amsterdam vor den Medien. Ein so kurzer Abstand wäre möglich, wenn dies «unter dem Gesichtspunkt der öffentlichen Gesundheit wünschenswert ist».

Cavaleri äusserte sich optimistisch hinsichtlich einer baldigen Zulassung des zu den Proteinimpfstoffen zählenden Corona-Vakzins des US-Herstellers Novavax. Sie könne noch in diesem Jahr erfolgen, sagte er. Sollte die EMA eine bedingte Zulassung empfehlen, muss die EU-Kommission noch endgültig zustimmen, was aber als Formsache gilt.

Das Novavax-Produkt ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff - wie die Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna - noch ein Vektor-Impfstoff wie jene von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. (sda/dpa)
epa08898083 epa08898074 A photo taken off the screen of a laptop shows  Marco Cavaleri, Head of Biological Health Threats and Vaccines Strategy, explaining the approval of the Pfizer / BioNTech coronavirus vaccine during an online press conference in Amsterdam, The Netherlands, 21 December 2020. With the approval, a crucial step has been taken towards the authorization of this first corona vaccine to the European Union.  EPA/PIETER STAM DE JONGE
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21:32
Deutschland: Vorerst keine zusätzlichen Corona-Auflagen für Weihnachten
Deutschland plant vorerst keine zusätzlichen Corona-Beschränkungen über die Weihnachtsfeiertage, will die Lage aber weiter beobachten. In der nächsten Woche soll ein vorgesehener Expertenrat auch für genauere Einschätzungen zur neuen Virusvariante Omikron zusammenkommen, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach Bund-Länder-Beratungen am Donnerstagabend in Berlin deutlich machte. Wenn nötig, solle mit diesem Erkenntnisgewinn dann auch agiert werden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, neue allgemeine Kontaktbeschränkungen hätten in der Runde keine Rolle gespielt. Er betonte, dass es nicht nötig sei, sich zu Weihnachten einzugraben. «Man kann Familie und Freunde treffen, die Frage ist: Wie?» Es sei nicht klug, mit 20 und mehr Menschen zusammenzukommen, ohne auf Schutz zu achten.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) machte deutlich, man wolle zunächst wissenschaftliche Expertise einholen und schauen, ob die Massnahmen ausreichten. Notfalls würden kurzfristig auch weitere Entscheidungen auf die Tagesordnung kommen. Er betonte, dass die beschlossenen, sehr weitreichenden Beschränkungen vor allem für Ungeimpfte auch über die Weihnachtstage und das neue Jahr gelten. (sda/dpa)
epa09632442 German Chancellor Olaf Scholz with the Prime Minister Hendrik Wuest (C) and the Governing Mayor Michael Mueller (R) at a press conference after a meeting with the heads of Germany's federal states, in Berlin, Germany, 09 December 2021.  EPA/JORG CARSTENSEN / POOL
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20:21
Wüst fordert schnelle Umsetzung der Impfpflicht
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat angesichts der zugespitzten Corona-Lage die neue Bundesregierung zu einer schnellen Umsetzung der Impfpflicht aufgefordert. Es gebe wissenschaftliche Zweifel, dass die bestehenden Corona-Schutzmassnahmen ausreichten, wenn sich die Omikron-Variante weiter ausbreite, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Donnerstag in Berlin nach Beratungen der Länder mit dem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Die Impfpflicht in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen zum Schutz besonders gefährdeter Menschen müsse «so schnell wie möglich» umgesetzt werden. Auch die Beratung über die allgemeine Impfpflicht dürfe sich nicht verzögern. Wegen der vierten Corona-Welle brauche es Tempo, um vor allem ältere Menschen zu schützen. «Das Impfen ist und bleibt die stärkste Waffe im Kampf gegen das Virus», sagte Wüst.

Wüst dankte der neuen Ampel-Koalition, das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen und den Ländern mehr Möglichkeiten zu geben, die Menschen zu schützen. Es müsse weiter Voraussicht herrschen. «Wir müssen das Fernlicht nutzen und nicht nur auf Sicht fahren», sagte der CDU-Politiker. (sda/dpa)
20:20
Scholz: Dringend mehr Corona-Auffrischimpfungen erreichen
Bundeskanzler Olaf Scholz hat gemeinsame Anstrengungen mit den Ländern zugesichert, um die Corona-Impfungen in Deutschland deutlich zu beschleunigen. Auch angesichts des Wissens um Veränderungen des Virusgeschehens sei es umso dringender, dass nun möglichst viele eine Auffrischimpfung bekämen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten mit Blick auf die neue Omikron-Variante.

Eine Sitzung des neuen Krisenstabs mit den Ländern solle in der kommenden Woche stattfinden, um weitere Impfangebote zu unterstützen, sagte Scholz. Auch der vorgesehene Corona-Expertenrat solle in der nächsten Woche zusammentreten. Die Lage solle immer aktuell verfolgt werden. Es sollten dann auch kurzfristig Entscheidungen von Bund und Ländern getroffen werden können.

Scholz bekräftigte das Ziel, bis Jahresende bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen zu erreichen. (sda/dpa)
German Chancellor Olaf Scholz arrives for th handover ceremony of former spokesman for the federal government, Steffen Seibert to the new spokesman Steffen Hebestreit in Berlin, Germany, Thursday, Dec. 9, 2021. (AP Photo/Steffi Loos, Pool)
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18:04
US-Arzneimittelbehörde genehmigt Booster für 16- und 17-Jährige
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Einsatz von Booster-Impfungen der Hersteller Biontech und Pfizer für 16- und 17-Jährige genehmigt. Die zusätzliche Injektion für die Minderjährigen darf ab sofort ein halbes Jahr nach der letzten Impfung erfolgen. Das teilte die FDA am Donnerstag mit. Mit der Massnahme soll die Verbreitung von Covid-19 angesichts der Omikron-Variante und der anstehenden Feiertage verlangsamt werden. Für Erwachsene in den USA sind die Booster-Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna bereits zugelassen. (sda/dpa)
17:49
Kanton Bern schickt Schulkinder wegen Corona früher in Ferien
Im Kanton Bern beginnen die Weihnachtsferien für die Schülerinnen und Schüler der Volksschule und der Musikschulen wegen der Corona-Pandemie drei Tage früher als vorgesehen. Schon am Abend des 21. Dezember ist für sie Schulschluss, nicht erst an Heiligabend.

Das geht aus einem Newsletter der bernischen Bildungs- und Kulturdirektion vom Donnerstag hervor, welcher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt und über den die Tamedia-Zeitungen online zuerst berichteten.

Um die Infektionsketten zu unterbrechen und den Schulkindern, dem Schulpersonal und den Angehörigen eine möglichst sichere und besinnliche Weihnachtszeit zu gewährleisten, würden die Schulferien vorgezogen, heisst es im Brief an die Schulleiterinnen und Schulleiter.

Im Kanton Bern ist es zuletzt an zahlreichen Schulen zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Wie in anderen Kantonen auch weist Bern derzeit sehr hohe Fallzahlen auf - es kam gar zu rekordhohen Fallzahlen in den letzten Wochen. (sda)
FILE - Oliver Estrada, 5, front left, waits with his brother Adriel, 2, after Estrada received the first dose of the Pfizer COVID-19 vaccine at an Adelante Healthcare community vaccine clinic at Joseph Zito Elementary School, Nov. 6, 2021, in Phoenix. Health systems have released little data on the racial breakdown of youth vaccinations, and community leaders fear that Black and Latino kids are falling behind. (AP Photo/Ross D. Franklin, File)
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17:44
100 Millionen Impfdosen in Italien verabreicht - 80 Prozent geimpft
Italien ist mit dem Fortschritt seiner Impfkampagne gegen das Coronavirus weiter zufrieden. In dem Land wurde der Wert von 100 Millionen verabreichten Impfdosen erreicht, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Der für die Verteilung des Vakzins zuständige General Francesco Paolo Figliuolo sprach von einem «aussergewöhnlichen Ergebnis». Insgesamt sind in Italien 80,1 Prozent aller Einwohner mindestens einmal und 77,3 Prozent mindestens zweimal geimpft, wie die unabhängige Stiftung Gimbe errechnete. 16,2 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung. Unter den Italienern über 12 Jahren haben fast 88 Prozent mindestens eine Dosis erhalten.

In den nächsten Wochen stehe Impfstoff für 25 Millionen Italiener bereit, teilte die Regierung mit. Davon profitieren dann auch Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren, bei denen am 16. Dezember mit der Impfung begonnen wird. (sda/dpa)
epa09625356 A valid Green Pass for Italy and EU the is diplayed on a smartphone while Italian Police and staff of AMT are checking the QR code confirming that people received the Covid-19 vaccine, at Brignole bus stop in Genoa, Italy, 06 December 2021. The measures on the 'enhanced' green certificate (obtainable only with vaccination or recovery) come into effect from 06 December 2021 until 15 January 2022.  EPA/LUCA ZENNARO
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17:18
Bundesgericht lässt Kurzarbeitsentschädigungen neu beurteilen
Ferien- und Feiertagsentschädigung gehören auch in der Coronapandemie in die Kurzarbeitsberechnung. Zu diesem Schluss ist das Bundesgericht gekommen und hat einen Entscheid der Luzerner Arbeitslosenkasse zur Überprüfung zurückgewiesen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein Luzerner Gastronomiebetrieb, der wegen der Pandemie Kurzarbeitsentschädigung erhielt. Ein Teil davon forderte die Arbeitslosenkasse zurück, weil mit dem Summarverfahren als Folge der Covid-19-Verordnung des Bundes Ferien- und Feiertagsstunden von Angestellten im Monatslohn bei der Berechnung der Kurzarbeitsentschädigung nicht mehr berücksichtigt würden.

Eine Beschwerde des Betriebs gegen diese Regelung hiess das Luzerner Kantonsgericht gut, worauf die Arbeitslosenkasse ans Bundesgericht gelangte. Auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) forderte, der Kantonsgerichtsentscheid sei aufzuheben. Das Bundesgericht wies nun die Beschwerde der Arbeitslosenkasse aber ab, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil zu entnehmen ist.

Die Arbeitslosenkasse hatte auf Angaben des Seco verwiesen, wonach die Kurzarbeitsentschädigung auf Basis der AHV-pflichtigen Lohnsumme bemessen werde. Dies sei vom Bundesrat so gewollt. Differenzen zum Normalverfahren seien in Kauf zu nehmen, um betroffenen Betrieben möglichst unbürokratisch und schnell helfen zu können.

Keine hinreichende Regelung
Das Kantonsgericht urteilte, es sei nicht zulässig, gesetzlich vorgesehene Lohnbestandteile bei der Berechnung der Kurzarbeitsentschädigung wegzulassen. Diese könnten pro Betrieb mehr als zehn Prozent der gesamten Entschädigung ausmachen.

Das Bundesgericht musste prüfen, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie die Sache zur Neuberechnung der Kurzarbeitsentschädigung an die Arbeitslosenkasse zurückwies. Es verneint dies.

Für die vom Normalverfahren abweichende, vollständige Nichtberücksichtigung der Ferien und Feiertage bei Monatslöhnern bestehe keine hinreichende Regelung auf Gesetzes- oder Verordnungsstufe, heisst es im Urteil. Die Arbeitslosenkasse müsse zumindest in pauschalisierter Form für alle Kurzarbeitsberechtigten die Ferien- und Feiertage berücksichtigen. (Urteil 8C_272/2021 vom 17.11.2021) (sda)
16:39
Kanton St. Gallen boostert bereits nach 5,5 Monaten
Im Kanton St. Gallen ist es ab sofort möglich, sich bereits 5,5 Monaten nach der zweiten Impfung boostern zu lassen. Interessierte mussten bisher sechs Monate warten. Das Angebot gilt bis zum 23. Dezember.

Es gehe um den Schutz vor den Weihnachtsfesttagen, schrieb das St. Galler Gesundheitsamt am Donnerstag in einer Mitteilung. Weiter möchte man die bestehenden Ressourcen optimal nutzen.

Zweifach Geimpfte können sich daher bereits 5,5 Monate nach der Grundimmunisierung boostern lassen. Interessierte können sich für die Auffrischimpfung anmelden oder sich spontan in einem Walk-in pieksen lassen, wie es weiter hiess. Das Angebot begrenzten die Behörden bis zum 23. Dezember. (sda)
16:13
Sandro Brotz hat Corona
SRF-Moderator Sandro Brotz ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilte der 52-Jährige auf Twitter mit. «Mir geht's soweit gut. Begebe mich in Quarantäne», heisst es im Tweet.

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
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962 Kommentare
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FamilyGuy
03.12.2021 12:57registriert März 2020
Deutschland erklärt Schweiz zum Hochrisikogebiet… Urlauber müssen 10 Tage in Quarantäne nach Skiurlaub…
Soviel zur weitsichtigen Analyse der Lobyisten aus der Tourismusbranche…
Wir sind die Besten mit unseren Massnahmen durch unsere Politik und die Verbände… 😀👍.. die Zahlungen für verpasste Skisaison wird wohl neben den Gratistests auch hier der Steuerzahler leisten müssen…
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iudex
03.12.2021 13:15registriert April 2020
Haha Deutschland hat die Schweiz gerade zum Hochrisikogebiet erklärt. Sieht so aus, als gäbe es in den Skigebieten doch 2G liebe Alpenschwurbler ;)
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Posersalami
03.12.2021 13:49registriert September 2016
"Lamb predigte in den vergangenen Monaten unter anderem, der Impfstoff töte und alleine mit beten würde das Coronavirus besiegt werden"

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