Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa05660277 Police shut down Connecticut Avenue outside Comet Ping Pong, a pizza restaurant that was the subject of a fake news story claiming it was the center of a child sex ring orchestrated by Hillary Clinton and her campaign chief, John Podesta, after a man with an assault rifle entered the restaurant in Washington, DC USA, 04 December 2016. The popular neighborhood restaurant, along with its employees, have endured weeks of threats since the fake news story, referred to as 'Pizzagate', began appearing on websites.  EPA/JIM LO SCALZO

Polizeieinsatz am letzten Sonntag in Washington. Bild: EPA

Fake News und falsche «Bomben» – wie leichtgläubig dürfen wir sein?

Der Wahlsieg von Donald Trump hat eine Debatte über Fake News ausgelöst. (Zu) Viele Menschen sind bereit, Dinge für bare Münze zu nehmen, die in ihr Weltbild passen. Das zeigen drei aktuelle Beispiele aus der Schweiz.



Fake News können tödlich sein. Oder zumindest fast. Am letzten Sonntag hätte eine Lügenstory aus dem Internet beinahe zu einem Blutbad geführt. Edgar Maddison Welch, ein 28-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat North Carolina, stürmte bewaffnet die Pizzeria «Comet Ping Pong» in Washington, in deren Keller angeblich Kinder missbraucht wurden. Er bedrohte Kunden und Angestellte mit einem Sturmgewehr und feuerte mehrere Schüsse ab.

Verletzt wurde niemand, die Polizei konnte den Schützen festnehmen. Zu seiner Tat angeregt wurde er durch eine Verschwörungstheorie, die seit Wochen unter dem Begriff Pizzagate im Internet kursiert, vor allem unter Anhängern des gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Demnach ist besagte Pizzeria in Washington die Zentrale eines Pädophilenrings, in den niemand anders involviert sein soll als Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton.

Edgar Maddison Welch, 28 of Salisbury, N.C., surrenders to police Sunday, Dec. 4, 2016, in Washington. Welch, who said he was investigating a conspiracy theory about Hillary Clinton running a child sex ring out of a pizza place, fired an assault rifle inside the restaurant on Sunday injuring no one, police and news reports said. (Sathi Soma via AP)

Edgar Maddison Welch wird von der Polizei gefasst. Bild: AP/Sathi Soma

Ausgangspunkt waren die gehackten E-Mails von Clintons Wahlkampfleiter John Podesta. Darin taucht der Name James Alefantis auf. Er ist Inhaber der Pizzeria, Anhänger und Geldgeber der Demokratischen Partei. Durch eine absurde Kaskade, die von der BBC rekonstruiert wurde, entstand daraus die Pizzagate-Story. Sie ist längst als Bullshit entlarvt, doch unzählige Clinton-Hasser glaubten sie bereitwillig. Alefantis und selbst die Besitzer benachbarter Geschäfte wurden bedroht, und schliesslich wollte Edgar Welch die Sache mit der Waffe «regeln».

In der aufgeheizten Stimmung kurz vor der Wahl hatte der Pizzagate-Wahn auch Donald Trumps Umfeld erreicht. Der Ex-General Michael Flynn, den der neue Präsident als Sicherheitsberater ins Weisse Haus holen will, verbreitete die Fake-Story auf Twitter mit dem Zusatz «MUST READ». Sein Sohn Michael Flynn jr. behauptete selbst nach dem Beinahe-Blutbad vom Sonntag, Pizzagate bleibe «ein Thema». Immerhin hat Trump ihn danach aus seinem Übergangsteam gefeuert.

Pizzagate ist ein besonders krasser Fall in der Debatte um Fake News, die seit Trumps überraschendem Wahlsieg auf unzähligen Kanälen präsent ist. Die Verbreitung von gefälschten Meldungen hat sich zu einer regelrechten Industrie entwickelt. Häufig stehen nicht politische, sondern pekuniäre Motive dahinter. Mit Fake News kann man viel (Werbe-)Geld verdienen. Sie profitieren davon, dass sie über Social Media unzählige Menschen ohne viel Aufwand erreichen.

Das könnte dich auch interessieren:

Und viele sind nur zu gerne bereit, alles zu glauben, was in ihr Weltbild passt. So erzielte die Falschmeldung, wonach Trump von Papst Franziskus zur Wahl empfohlen wurde, eine enorme Interaktion auf Facebook. Zahlreiche Experten äusserten sich besorgt, sie warnen vor einer «Filterblase» (gerade zum «Wort des Jahres» erklärt), in die sich die Menschen zurückziehen. Fake News könnten dazu führen, dass sie «nicht mehr an wahre Dinge glauben», sagte der Philosophieprofessor Michael Lynch von der Universität Connecticut der «New York Times».

Übersehen wird häufig das eigentliche Problem: Die Leichtgläubigkeit vieler Menschen, auch solcher, die intelligent sind und zu selbständigem Denken erzogen wurden. Dies zeigen auch drei Beispiele aus der Schweiz. Dabei fielen nicht etwa rechte «Dumpfbacken» auf die falschen oder fragwürdigen Meldungen herein, sondern Leute aus dem linken und linksliberalen Milieu.

Gewalt gegen Frauen

Image

Ende November tauchte im Netz unter dem Titel «Gewalt gegen Frauen» ein Text auf, der die Männer dazu aufrief, sich verstärkt für die Gleichberechtigung der Frauen zu engagieren. Verfasst wurde er anscheinend von «Tages Anzeiger»-Reporter Constantin Seibt, einem der bekanntesten Journalisten des Landes. Die Resonanz war gross, der Artikel erzielte laut dem Online-Magazin Vice allein auf Facebook mehr als 1300 Shares, Likes und Kommentare.

Viele waren begeistert und gratulierten Seibt zu dem mutigen Text. Der aber war in den Ferien und hatte keine Ahnung, wie er auf Twitter perplex mitteilte. Tatsächlich handelte es sich um eine clevere Fälschung, die nur an der URL «tagesnzeiger.ch» zu erkennen war. Selbst die Links führten auf die echte Tagi-Website. Schliesslich enttarnten sich die beiden Verfasser, es handelte sich um die Basler Genderforscherin Franziska Schutzbach und den Netzaktivisten Dimitri Rougy.

In einer Stellungnahme zeigte sich Rougy überrascht, «dass der Fake nicht früher aufflog». Er rechtfertigte die Fälschung, zeigte sich aber auch reuig gegenüber jenen, die sich hintergangen fühlen. Es handle sich um eine Aktion «in einem juristischen Graubereich», räumte er ein. Tatsächlich hätte eine Klage wohl gute Aussichten. Allerdings will Tamedia die Angelegenheit laut persoenlich.com auf sich beruhen lassen, und Constantin Seibt reagierte mit Humor.

Schiessbefehl gegen Flüchtlinge?

Image

Letztlich wurde Seibt aber ein Opfer von Identitätsdiebstahl. Gleiches widerfuhr auch dem Aargauer SVP-Nationalrat und Asyl-Hardliner Andreas Glarner mit einem gefälschten Facebook-Posting, in dem der notorische Provokateur scheinbar einen Schiessbefehl gegen Flüchtlinge unterstützte. Der Screenshot des Eintrags wurde auf Facebook und Twitter eifrig geteilt, auch von Journalisten, verbunden mit Forderungen wie «Glarner muss weg!».

Die Reaktionen waren auf den ersten Blick verständlich, schliesslich ist Andreas Glarner einschlägig vorbelastet. Doch der echte Glarner war nach eigenen Angaben seit zwei Wochen auf Facebook gesperrt. Recherchen der «Schweiz am Sonntag» ergaben, dass der Fake von der Facebook-Seite einer gewissen Mia Pfister ausging. Der Name ist erfunden, das Profilfoto wurde aus dem Netz geklaut. Die wahren Urheber bleiben unbekannt.

Die Trump-Bombe

Image

Sowohl bei Seibt wie bei Glarner sind die leichtgläubigen Reaktionen zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Man traut beiden zu, solche Dinge zu schreiben, und die Fälschungen sind gut gemacht. Schwerwiegender ist der aktuellste Fall, bei dem es sich genau genommen nicht um Fake News handelt, sondern um einen Artikel aus dem «Magazin» vom letzten Samstag.

Die beiden Verfasser beschreiben darin die vermeintlich revolutionäre Methode eines Psychologen, mit der das Verhalten der Menschen auf Facebook minutiös analysiert werden könne. Eine Firma namens Cambridge Analytica habe sie im US-Wahlkampf angewendet und damit Donald Trump «mit zum Sieg» verholfen. Die Methode wird im Artikel als «Bombe» bezeichnet, und genauso schlug er ein. Bis heute wurde er rund eine Million Mal (!) geteilt.

Die Reaktionen im deutschen Sprachraum waren teilweise hysterisch, verbunden mit Aufforderungen wie «unbedingt lesen!». Endlich hatte jemand das Geheimnis von Donald Trumps Erfolg enthüllt! Eine mysteriöse Firma, in deren Vorstand erst noch Trumps rechtsradikaler Oberfinsterling Steve Bannon sitzt, soll es geschafft haben, die Wähler so zu manipulieren, dass sie den Republikaner ins Weisse Haus beförderten. Was für ein Scoop!

Wer den Text mit einem halbwegs kühlen Kopf las, hatte rasch ein ungutes Gefühl. Keine einzige unabhängige Stimme kam zu Wort, die die Wirksamkeit der Methode kritisch beurteilt hätte. Die Gegenreaktionen liessen nicht auf sich warten, und sie waren heftig. Zahlreiche Fachleute, darunter der bekannte Netzaktivist Sascha Lobo, zerpflückten die vermeintliche Wunderwaffe nach Strich und Faden. Der Medien-Monitor hat die wichtigsten Artikel aufgelistet.

Nicht besser wird der Text durch die marktschreierische Art, mit den ihn das «Magazin» verkauft hat. «Die unheimliche Macht der Firma Cambridge Analytica» heisst es auf der Frontseite, auch wird der Name Le Pen genannt. Es handelt sich jedoch nicht um Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, sondern um ihre Nichte Marion Maréchal Le Pen. «Am Ende bleibt ein mieses Gefühl: So viel Zuspitzung traut sich nicht einmal der Boulevard», schreibt die «Wochenzeitung».

Die Verfasser müssen sich fragen, ob sie sich vom cleveren CEO von Cambridge Analytica instrumentalisieren liessen. Und sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass ihre «sensationelle» Enthüllung ein Stück Thesenjournalismus ist, in dem die Maxime gilt: Warum sich eine geile Story von Fakten verderben lassen?

A man poses with a magnifier in front of a Facebook logo on display in this illustration taken in Sarajevo, Bosnia and Herzegovina, December 16, 2015. REUTERS/Dado Ruvic/File Photo

Facebook analysiert die Daten der Nutzer und lässt ihnen personalisierte Werbung zukommen. Bild: Dado Ruvic/REUTERS

Big Data ist ein wichtiges Thema. Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass sie unzähligen Spuren, die wir im Internet hinterlassen, von zahlreichen, nicht immer wohlmeinenden Playern ausgewertet werden. Darunter nicht zuletzt die Online-Giganten, die uns auf diesem Weg massgeschneiderte Werbung zukommen lassen. Natürlich werden solche Methoden auch in der Politik genutzt. Das Thema aber hätte eine fundiertere Betrachtung verdient, insbesondere durch die «klassischen» Medien, die ohnehin ein Problem mit ihrer Glaubwürdigkeit haben.

Am Ende aber hängt es an uns allen, ob wir bereit sind, jeden Brocken zu schlucken, der uns appetitlich erscheint, obwohl er innerlich vielleicht faul und verrottet ist. Vielleicht sollte man in den Schulen weniger Medienkompetenz lehren, wie da und dort gefordert, sondern die Fähigkeit zum kritischen Denken. Das ist schwierig genug. Und in der heutigen Zeit vielleicht hoffnungslos.

Fake bleibt Fake: Diese manipulierten Bilder machen im Netz immer wieder die Runde

Abonniere unseren Newsletter

125
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
125Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Partikel 18.12.2016 17:08
    Highlight Highlight Pizzagate ist, fals die Meldung falsch ist, eine üble Fehlinformation.
    Gerade mit solchen Themen macht mann keine Witze. Aber wenn
    ja nichts dran ist, soll doch eine unabhängiges Untersuchungsteam
    den Fall durchleuchten. Wenn die Meldung falsch ist, gehören die
    Verleumdner mit aller härte des Gesetztes bestraft. Wenn nicht,
    dann sicher die Täter mit aller Härte bestrafen.
    Es geht nicht an, dass Menschen ohne Beweise dermassen an den
    Pranger gestellt werden. Immerhin schimpfen wir uns Zivilisation.
    Ob Hans Müller von neben an, oder Spitzenpolitiker. Wo bleibt
    da der Respekt und Anstand.
  • Geo1 10.12.2016 16:25
    Highlight Highlight Mir ist der drittletzte Satz etwas suspekt; Medienkompetenz bezeichnet doch gerade auch die Fähigkeit, mit Information kritisch umgehen zu können?! Ich fände das auf jeden Fall eine gute Idee.
  • rodolofo 10.12.2016 15:59
    Highlight Highlight Das Zwischending eines staatlichen Service Publique, der mit Gebühren finanziert wird, einen Auftrag von der Politik erhält (der allerdings nicht zu bevormundend sein darf!) und der mit privaten Stationen, die ebenfalls staatliche Direktzahlungen für besondere Qualitäten erhalten können, in Konkurrenz steht, also eine Art Halbstaatliche Institution, ermöglicht Dokumentationen und Diskussionen, die wichtige Informationen ermöglichen, als Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie.
    Die Mischung macht's!
    Und da sind wir hier in der Schweiz auf einem viel versprechenden Weg.
  • rodolofo 10.12.2016 15:54
    Highlight Highlight Problematisch ist auch der Zusammenhang zwischen Auflagen und Einschaltquoten und Privaten Medien.
    Entweder ein Medien bietet als Spartensender Spezialitäten als Nischenprodukte an, oder es versucht, den Massengeschmack zu treffen, indem er das bringt, was viel Aufmerksamkeit erzeugt.
    Ein reiner Staats-Sender ist ebenfalls problematisch, da die Staatsmacht die Sendungen und Inhalte manipulieren und zensieren wird.
    ...
  • tinmar 10.12.2016 13:36
    Highlight Highlight schafft diese unsägliche kommentar-funktion endlich ab.
    eine mehrzahl hier ist scheinbar nicht gewillt, fake-news von journalismus zu unterscheiden.
    tatsächlich gibt es hier etliche, die allen ernstes glauben, dass clinton einen pädoring leitet.
    schlimmer noch: sich dort dann die gesamte "demokaratische elite" zum stelldichein zusammenfindet.
    echte debatten finden doch hier eh nicht statt. es melden sich überwiegend nur politisch übermotivierte, getriebene, radikale, trolls. dazu dann noch massenweise popaganda.
    wenige, die hier die verzweifelt versuchen die vernuft über wasser zu halten.
    • rodolofo 10.12.2016 16:09
      Highlight Highlight Ich halte Soziale Medien für ähnlich wichtig, wie gute Volksschulen, da sie allen möglichen Leuten aus der Bevölkerungen ermöglichen, an Diskussionen, Klatsch und Tratsch teil zu haben.
      Allerdings halte ich die Anwesenheit von ModeratorInnen, die Leitartikel als Aufhänger schreiben, sowie von SchiedsrichterInnen, die bei grob verletzenden Kommentaren zensurieren, für unabdingbar!
      Diesen ModeratorInnen kommt eine ähnliche Rolle zu, wie den LehrerInnen in der Volksschule.
      Wir schaffen in Sozialen Medien eine Art von Zusammenhalt, auch wenn wir uns mit einem eher tiefen Niveau begnügen müssen.
    • tinmar 11.12.2016 08:06
      Highlight Highlight Bob, du hast noch die Bilderberger und die Sache mit der Flatearth vergessen.

      Sorry, aber unser Wortschatz liegt zu weit auseinander. Hier ist Kommunikation nicht möglich. Ihr werft genau mit dieser Leier an Worten um euch.. Zionisten, NATO, 911 .. stellt letztlich nur provokante Fragen - ohne Beweise (ausser bei Youtube). Junge Menschen ohne Innere Orientierung lesen euren Mist - und natürlich bleibt da was hängen. In meinem Umfeld glaubt fast jeder irgendwie daran, bei genauerem Nachfragen hat aber wirklich keiner von Ihnen auch nur den leisesten Hauch einer Ahnung.
    • rodolofo 11.12.2016 11:02
      Highlight Highlight Es ist klar, wer am längeren Hebel sitzt.
      Aber ist ein anderer Hebel automatisch auch der Zweckmässigere?
      Uns steht ein natürliches Instrumentarium zur Verfügung, mit dem wir ehrliche (nicht wahre, sondern aus einer subjektiven Perspektive heraus gemachte) News von Fake News unterscheiden können:
      Lesen, das zwischen den Zeilen geschrieben wird!
      Was wird NICHT gesagt?
      Welche Melodie und welchen Rhythmus hat das Gesagte?
      Die Musikalität von News erkennen wir mit Hilfe unserer Gefühle!
      Last but not least haben wir alle einen "Sechsten Sinn", der aus selbst erlebter Erfahrung wächst.
  • road¦runner 10.12.2016 12:09
    Highlight Highlight Fader Beigeschmack, wenn der Angeklagte für uns entscheidet was Fake News sein sollen.
  • RedWing19 09.12.2016 22:38
    Highlight Highlight Ich habe das nicht ganz mitbekommen: wo, wann und wie und vor allem von wem wurde Pizzagate nun als Bullshit entlarvt?

    Hab's nicht ganz mitverfolgt
    • Saraina 10.12.2016 10:08
      Highlight Highlight Sagen wir's mal so: es waren keine gefangenen Kinder in der Pizzeria, die der Irre überfallen hat, um sie zu befreien.... Dafür bekommen die Besitzer und Angestellten der in den Anschuldigungen erwähnten Pizzerias seit längerem Todesdrohungen. Es gab auch nie irgendwelche realen Gründe anzunehmen, dass Hillary Clinton das Oberhaupt eines Pädophilenrings sei. Und sie ist übrigens auch nicht sterbenskrank. Wir können das alles jetzt vergessen, denn Trump ist ja gewählt.
    • RedWing19 10.12.2016 21:13
      Highlight Highlight Ok, danke.
  • Zeit_Genosse 09.12.2016 21:10
    Highlight Highlight Ich übe mich zunehmend in Ignoranzmanagement und Selektion. Ich kann sagen, es geht mir nicht schlechter dabei, ist aber anstrengender als sich im Meer der Newsfeeds treiben zu lassen. Zahle gerne ein Abo, wenn ich dafür eine Quelle erhalte die nicht jeden Mist verquantet und vor dem Livegehen prüft, was sie raushauen.
  • Angelo C. 09.12.2016 20:00
    Highlight Highlight Obwohl ich überzeugt bin, dass Manipulationsversuche auf Facebook und Twitter gewiss ab und an stattfinden, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese plötzliche starke Thematisierung dieser Tatsache u.a. deshalb überall in der Presse und anderen Medien stattfindet, damit diese einen Persilschein für ihre falschen Prognosen erhalten und gleichzeitig eine taugliche Erklärung für die einseitigen Berichterstattungen haben.

    Dies vorab im Hinblick auf unerwartete Wahlergebnisse a la Trump und Stimmengewinne anderer Populisten als "betrügerischen Machenschaften" darstellen zu können 🤔
  • smoking gun 09.12.2016 16:46
    Highlight Highlight "Fake News könnnen tödlich sein. Oder zumindest fast". Den zweiten Satz hätten Sie sich sparen können, Herr Blunschi. Fragen Sie doch beispielsweise mal einen Iraker (Massenvernichtungswaffen, Brutkastenlüge) oder einen Vietnamesen (Zwischenfall von Tonkin) wie tödlich Fake News wirklich sein können.
    • stan1993 11.12.2016 09:47
      Highlight Highlight Bin schockiert ab den Blitzer :O
  • Slavoj Žižek 09.12.2016 16:20
    Highlight Highlight Ist Native Advertising nicht auch Fake News? Oder nachträgliches anpassen der Headlines?
  • Tsunami90 09.12.2016 16:06
    Highlight Highlight Tja, das ist halt das, was man erhält wenn man auf den Kapitalismus setzt.
  • fabianhutter 09.12.2016 15:42
    Highlight Highlight Was heisst kritisches Denken? Kritisches Denken ist zum Deckmantel geworden, um keine unangenehme Tatsachen akzeptieren zu müssen.

    Die Menschen waren nie "kritischer" als heute und sehen alles Unangenehme kritisch.

    Wir müssen nicht die Fähigkeit zum "kritischen Denken" fördern, sondern die Fähigkeit seine Meinung zu ändern. Die Fähigkeit, zu akzeptieren, dass Studien auch tatsächlich manchmal die Wahrheit sagen.

    Wir müssen den Begriff "kritisches Denken" wieder besser definieren.
  • 7immi 09.12.2016 15:22
    Highlight Highlight Wo gearbeitet wird passieren fehler. Ist nun mal so und lässt sich nicht vermeiden. Der zeitdruck bei der veröffentlichung hilft da sicher auch nicht. Was mich aber stört ist die fehlende berichtigung. Meldungen schlagen ein wie eine bombe, die korrektur wird dann aber kaum publiziert. So auch kürzlich geschehen bei dem flugzeugabsturz in südamerika, bei dem der "treibstoffablassende" pilot als held gefeiert wurde. Plötzlich war dann der artikel weg. Erst stunden später wurde in einer randnotiz der fehler berichtigt...
  • Chrigi-B 09.12.2016 14:53
    Highlight Highlight Tja liebe Medien ihr habt verschi**en! Viele Leute haben gemerkt, dass gewisse Kanäle ganz bewusst ein gewisses Narrativ pressen und sich ohne Recherche aus Regierungsmitteilungen bedienen als wäre es gegeben, dass Regierungen immer die Wahrheit sagen (Man öffne ein Geschichtsbuch)! Man sieht wie CNN, BBC, ARD etc. alle komplett gleichgeschaltet sind. Es ist beängstigend, dass es keinen Qualitätsjournalismus mehr gibt! In der heutigen Zeit mit Internet und Sozialen Medien "chöchled s'Volchssüppli den hald schnell mal übere" man sehe Pizzagate in DC. Solche Vorkomnisse werden sich häufen 🙈
    • Fabio74 09.12.2016 16:35
      Highlight Highlight Aus welcher Welt kommst du? Gleichgeschaltete Medien? So ein Blödsinn. Nur weil dir nicht passt was berichtet wird.
      Pizzagate passiert weil die Menschheit zunehmend verdummt und absurdesten Müll glaubt und meint Selbtsjustiz sei ein Weg
    • Fabio74 10.12.2016 12:32
      Highlight Highlight @Ollowain: Wer allen Medien Einheitsbrei vorwirft disqualifiziert sich selber. Alternativen Medien glaubst aber alles? Russische Propaganda oder Fox?
  • Madison Pierce 09.12.2016 14:45
    Highlight Highlight Die meisten falschen Meldungen lassen sich mit ein bisschen Medienkompetenz erkennen. Man soll halt nicht jedem Screenshot glauben, der auf Twitter herum geht.

    Gefährlicher finde ich die subtile Beeinflussung durch die Wortwahl, welche leider auch seriöse Medien betreiben. Kämpfen in Syrien Rebellen gegen den Diktator Assad oder Terroristen gegen die Regierung? Die gleiche Meldung kann je nach verwendeten Wörtern eine andere Botschaft vermitteln.

    Das verlinkte Video zu diesem Thema ist absolut sehenswert, die Zeit lohnt sich.
    Play Icon
  • Domino 09.12.2016 14:31
    Highlight Highlight Nur Fake News schreien und keine Gegenargumente bringen bei Pizzagate wirkt unglaubwürdig. Die meisten Indizien dazu liefert Podesta ja selbst. Jeder kann frei in den Podesta-Emails recherchieren, sie sind öffentlich zugänglich. Da stehen zum teil echt schräge Sachen drin, makabere Fotos die sich auf Kindersex etc beziehen. Am besten selber recherchieren Watson.
    User Image
    • Fabio74 09.12.2016 16:37
      Highlight Highlight Woher hast du den Bezug zu Kindersex? Es sind schräge Texte. Aber einen Bezug zu machen zu Pädophilen???
      Warum muss man jeden Stuss widerlegen?
    • lilas 09.12.2016 16:43
      Highlight Highlight Seit längerem gibt es Fake News. Aber erst seit den Podestamails wird regelrecht davor gewarnt.Warum?
    • the.oracel 09.12.2016 16:59
      Highlight Highlight Bezug? Liess dich doch mal rein. Wenn du einen gesunden Menschverstand hast, dann dämmerts dir selbst. Und die ganze Welle mit den "Fake" news ist ein schöner CoverUp Versuch. Die Leute haben genug, erwachen und nehmen Stellung. Und im Fall Podesta ist das der Anfang. Und hast du wirklich das Gefühl, dass soviel Hochrangige Pedophile ein Zufall ist? Wäre es dein Kind, würde es dich kümmern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilas 09.12.2016 14:12
    Highlight Highlight Es ist bei den Medien wie bei der Religion, man glaubt etwas. Oder eben nicht. Wissen kann man nur das was man selbst erlebt/ gesehen/ erfahren hat.
    • Wehrli 09.12.2016 14:50
      Highlight Highlight .. glaubst du?
    • lilas 09.12.2016 16:37
      Highlight Highlight @Wehrli: Du glaubst, dass ich glaube? Klar, woher solltest Du es wissen? Ich weiss ja auch nicht, was Du weisst..nicht mal was Du glaubst ( ausser eben dass Du glaubst das ich glaube)
    • lilas 09.12.2016 18:08
      Highlight Highlight @ Petrarca: und darum ist das was die Medien sagen wahrer als das was wir selbst erlebt haben?
  • Wilhelm Dingo 09.12.2016 13:59
    Highlight Highlight Wir brauchen ein Wahrheitsministerium!
    • Maett 09.12.2016 14:49
      Highlight Highlight @Wilhelm Dingo: das wäre aber eine Bundesbehörde - wie soll man wissen, ob die von dort verbreitete "Wahrheit" wahr sein soll?
    • Wehrli 09.12.2016 14:51
      Highlight Highlight Eine Zensurbehörde ... genau!
    • Wilhelm Dingo 09.12.2016 15:48
      Highlight Highlight @Maett: DER BUND IST DIE WAHRHEIT UND NICHTS ALS DIE WAHRHEIT! (Es war nicht so ernst gemeint...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • silverback 09.12.2016 13:36
    Highlight Highlight Ja vor FakeNews ist niemand gefeit, nicht mal Watson. Auch wenn sie sehr oft einfach zu durchschauen wären.

    https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/08/wer-ist-bana-aus-aleppo/
    • Peter 09.12.2016 14:04
      Highlight Highlight Tolle Quelle. Ein Stück weiter unten wird der "Magazin"-Artikel abgefeiert, dessen fragwürdige Stossrichtung ich in meinem Artikel beschreibe. Die Betreiber dieses Blogs scheinen eine selektive Form des kritischen Denkens zu praktizieren.
    • Posersalami 09.12.2016 15:10
      Highlight Highlight @Peter: Bezüglich der Wirksamkeit von Diensten wie Cambridge Analytic kann man geteilter Meinung sein. Was man aber festhalten kann: auch die können nur auf Stimmungen und Emotionen zielen, die schon da sind. Die ganze Diskussion geht also am eigentlichen Ziel vorbei, so wie immer eigentlich.
      Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ein Blog oder Artikel nicht schlecht wird oder die Autoren nicht "selektiv kritisch Denken", nur weil ihnen eine der Quellen nicht passt. Kritik geht anders als das, was sie getan haben. Wie wäre es denn damit, die Fakten zu widerlegen?
    • Peter 09.12.2016 15:54
      Highlight Highlight @Posersalami Fakten widerlegen? Eine seltsame Vorstellung. Fakten sind per definition Tatsachen, also Dinge, die sich grundsätzliche nicht widerlegen auf. Ausser es tauchen irgendwann neue Erkenntnisse auf. Mit Fakten werden Fake News widerlegt. Zumindest sollte das so funktionieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Qui-Gon 09.12.2016 13:30
    Highlight Highlight Fake News hat das Zeug zu einer ernsthaften Bedrohung für den sozialen Frieden. Angezettelt von eiskalten Lügnern, verbreitet und geglaubt von naiven Nachplappern. Kombiniert mit dem Tempo der heutigen technischen Möglichkeiten ist das brandgefährlich.
    • E. Regiert 09.12.2016 17:41
      Highlight Highlight Daran ist nichts neues. Dafür hatten die alten Römer sogar eine Gottheit, eine mit tausend Ohren und tausend Augen und tausend Mündern, flüchtig wie Rauch, schnell wie der Wind, gut und böse, Fama mit Namen.
    • Qui-Gon 09.12.2016 17:59
      Highlight Highlight Klar, heute kann Fama aber zur selben Zeit auf der ganzen Welt wüten.
    • E. Regiert 09.12.2016 20:05
      Highlight Highlight @Qui-Gon: Also ich traue einer Göttin zu, dass sie das erst recht kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 09.12.2016 13:09
    Highlight Highlight faktenfreie partei gehirnwäsche zu verbreiten ist der hauptzweck der weltwoche (gedruckte ausgabe von blocher tv). das satiremagazin von roger köppel hat zum glück nur wenig erfolg.
    • Wehrli 09.12.2016 14:52
      Highlight Highlight Ausnahmsweise stimme ich dir zu. Die Weltwoche ist für chauvinistische Mama-Rockschoss-Zipfel-Männlein aus der Wutbürgerecke.
    • E. Regiert 09.12.2016 17:33
      Highlight Highlight Anschauungsmaterial für Fakenews und Postfaktisches.
    • Froggr 09.12.2016 19:14
      Highlight Highlight Wisst ihr... Watson ist ja genau das Gleiche. Nur auf der anderen Seite. Aber das werdet ihr nie verstehen.
  • Juliet Bravo 09.12.2016 12:59
    Highlight Highlight Marktschreierische Titel kommen in besten Familien vor 😉👌
    User Image
  • Wilhelm Dingo 09.12.2016 12:44
    Highlight Highlight Drei schöne Beispiele, aber was nun? Der Hinweis zum Schluss dass kritisches Denken angezeigt ist reicht nicht!
    • Peter 09.12.2016 14:07
      Highlight Highlight Warum? Es ist die Grundlage, um sich von falschen oder fragwürdigen Meldungen aufs Glatteis führen zu lassen. Natürlich braucht es mehr, aber das wäre eine eigene Geschichte wert.
    • Wehrli 09.12.2016 14:56
      Highlight Highlight Solange Watson die News primär in Emotionen-generierender From bringt, macht Sie sich mitschuldig. Das Ziel ist doch den Leser dauerempört zu halten, und da macht Ihr auch brav mit. Schuldig im Sinne der Anklage! Strafe: 5 h Teleblocher.
    • Peter 09.12.2016 16:01
      Highlight Highlight Ich war mir beim Schreiben durchaus bewusst, dass ich zu einem gewissen Grad ein im Glashaus sitzender Steinewerfer bin. Wir sind sicher nicht perfekt. Und die 5 Stunden Stunden Teleblocher kann ich ertragen. Immer noch besser als 5 Stunden RT oder Compact-TV.
    Weitere Antworten anzeigen
  • http://bit.ly/2mQDTjX 09.12.2016 12:43
    Highlight Highlight "Postfaktisch" bedeutet doch nur, dass Fakten für Entscheidungen keine oder nur untergeordnete Rolle spielen, weil die mit Fakten einhergehende kognitive Leistung die vorhandenen Ressourcen übersteigen würde. Daher entscheiden wir alle mitunter auch postfaktisch, intuitiv, Ressourcen sparend und aus dem Bauch heraus. Na und? Daran ist nichts auszusetzen!

    In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch "Schnelles Denken, langsames Denken" von Daniel Kahneman. Ich finde, er bringt etwas Klarheit in diesen ganzen Post-Truth-Wirrwarr.

    http://www.zeit.de/2012/21/L-P-Kahneman/komplettansicht
    • Posersalami 09.12.2016 14:36
      Highlight Highlight Man sollte vor allem jetzt sofort damit aufhören, Wortgebilde wie "postfaktisch" zu verwenden. Einfach aus dem Vokabular streichen, niemand braucht solche Worthülsen.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 09.12.2016 16:03
      Highlight Highlight Hinter der Worthülse steckt eine Ideologie von Intellektuellen, die der Ansicht sind, dass sowas wie eine objektive Wahrheit nicht existiere, der Glaube an DIE Wahrheit despotische Züge in sich trägt und daher bekämpft werden muss.

      Die Worthülse "postfaktisch" ist ein Ausdruck für die Stärke der postmodernen Philosophie. Nichts neues. Uralt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne

      Man könnte ja auch sagen, das sei alles nur eine Häufung von ontologischen Relativierungen. Nichts mehr. Aber wer verwendet schon solche Worthülsen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ontologischer_Relativismus
    • Posersalami 09.12.2016 16:51
      Highlight Highlight @Lorent Patron: Bedeutet Postfaktisch nicht viel eher, dass Fakten für das Denken und Handeln keine Rolle mehr spielen (sollen)? Zumindest Wikipedia definiert das Wort auch so: https://de.wikipedia.org/wiki/Postfaktische_Politik
      Mit Postmoderne hat das mMn nichts zu tun, weil im "postfaktischen" die, wie auch immer geartete Wahrheit, keine Rolle mehr spielt. Wie also soll das zusammen gehen, oder habe ich da was übersehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 09.12.2016 12:27
    Highlight Highlight Am Ende ist jeder selbst verantwortlich wie man mit Informationen umgeht. Fängt mit dem kritischen und reflektierten lesen eines Artikel an. Man sollte sich selbst immer folgende Fragen stellen:
    Was lese ich da gerade?
    Was ist die Aussage des Textes?
    Wird im Text kohärent und stringent Argumentiert?
    Wer ist der Autor?
    Welche Quellen verwendet der Autor und sind diese vertrauenswürdig?
    Was wird sonst zum Thema geschrieben?
    Welche Position nimmt der Text im Diskurs ein und wie ist diese zu beurteilen?
    Das Ganze nennt man auch Quellenkritik und ist elementar im Umgang mit Information.
    • Wehrli 09.12.2016 14:58
      Highlight Highlight Junge junge, schreib mal etwas geschmeidiger, sonst klappt das nie mit den Mädels.
    • Sapere Aude 09.12.2016 16:17
      Highlight Highlight Vielen Dank für deine konstruktive Kritik Wehrli, erklärt tatsächlich einiges und ist äusserst hilfreich.
    • Fabio74 09.12.2016 16:40
      Highlight Highlight Da überforderst du all jene die sich von 20Minuten informieren lassen
    Weitere Antworten anzeigen
  • schwaffon 09.12.2016 12:27
    Highlight Highlight Anbei möchte ich an die 'professionellen' Medien erinnern, die auch damals die Geschichte von Hussein und seinen 'Massenvernichtungswaffen' einfach von den amerikanischen Medien kopiert haben.
    Diese offensichtliche 'FakeNews' haben aber nicht nur zu einer Schiesserei geführt, sondern geradewegs in einen KRIEG. Man kann sich nicht vorstellen wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten wegen diesen FakeNews.
    Und das war ja nur ein Beispiel.. leider..

    Natürlich soll man nicht alles glauben, aber alternative Medien soll es eben auch geben. Das ist ja gerade der Witz an einer echten Demokratie!
    • Nick Name 09.12.2016 22:02
      Highlight Highlight Interessiert mich. Zählen Sie doch bitte mal alle glaubwürdigen "alternativen Medien" auf. Auch jene, die damals schon klar sagten und belegten, dass das mit Husseins "Massenvernichtungswaffen" so "offensichtliche" Fake-News waren.
      Merci.
  • lilie 09.12.2016 12:25
    Highlight Highlight Diese Phänomene sind weder neu noch auf das Internet beschränkt. Spätestens seit Erfindung des Buchdruckes gibt es "Zeitungsenten" und es wir gelogen "wie gedruckt".

    Und schon vorher war es schwer, aus dem Dorfklatsch die Wahrheit herauszufiltern. Alle "Hexen" wurden auf Grund von unbewiesenen Verleumdungen verbrannt.

    Das Internet streut Falschmeldungen einfach schneller und weiter. Der Mensch aber bleibt derselbe.
  • E. Regiert 09.12.2016 12:17
    Highlight Highlight Es ist ein hochphilosophisches Thema: Was ist Wahrheit?
    Wer darüber nachdenkt, erkennt, dass nur das echt wahr ist, und nur vielleicht, was er selber zweifelsfrei feststellte. Das ist extrem wenig im Leben, z.B. wenn man sich den Kopf an einem Balken im Estrich stösst, dann ist der Schmerz echt und auch die Schramme. Aber wer z.B noch nie in der Wüste Gobi war, weiss nicht wirklich, ob es sie gibt. Er muss es all jenen glauben, die von ihr berichten.
    Das allermeiste wissen wir nur vom Hörensagen, d.h. wir wissen es eben nicht, sondern wir glauben es, oder auch nicht. Wie man will.
    • Wehrli 09.12.2016 15:02
      Highlight Highlight "Wahr ist was hilft". Siddhartha Gautama a.k.a. el Buddha.
    • E. Regiert 09.12.2016 16:59
      Highlight Highlight @Wehrli: Bist Homöopathiefan?
  • schwaffon 09.12.2016 12:17
    Highlight Highlight Nun gut Herr Blunschi.. dann nehmen wir doch mal zu Herzen was Sie uns sagen und sind mal nicht so leichtgläubig.
    Was fällt mir da auf? Ich habe mir den Link den General Flynn gepostet hat gleich mal angeschaut. Anscheinend haben Sie das nämlich nicht getan...
    Hier noch einmal: https://twitter.com/GenFlynn/status/794000841518776320

    In dem verlinkten Artikel steht nichts, ich wiederhole NICHTS (!!) über diese Pizzagate Geschichte! Seht selbst nach! Stattdessen gehts da um die Untersuchung einer Sex-Affäre von Anthony Weiner, dem Ehemann von Huma Abedin.

    Soll wohl eher CopyPasteNews heissen.
    • Peter 09.12.2016 14:33
      Highlight Highlight Falsch. In dem besagten Text steht zwar nichts zur Pizzeria in Washington. Aber die Pizzagate-Story begann mit dem Tweet eines weissen Rassisten, der behauptete, auf Anthony Weiners Lapotop seine Mails gefunden worden, die auf einen Pädophilen-Ring mit Hillary Clinton im Zentrum hindeuten.

      Hier eine sehr gute Zusammenfassung:

      https://www.buzzfeed.com/craigsilverman/fever-swamp-election?utm_term=.ihAgzVM1L#.btAQeXk7m

      Vielleicht hat General Flynn leichtgläubig gehandelt. Womit wir genau wieder beim Thema meines Artikels wären.
  • aye 09.12.2016 12:14
    Highlight Highlight Für mich war der wichtigste Punkt des Magazin-Artikels, dass im Wahlkampf in den USA zielgerichtete Werbung nicht bloss verwendet wurde, um die richtigen Leute zu erreichen. Zusätzlich ermöglichten die digitalen Kanäle auch, je nach Nutzer eine andere Botschaft auszusenden und jedem das zu erzählen, was er hören will ohne dass die anderen Nutzergruppen davon etwas mitbekommen.

    Vereinfacht wurde dies durch Trumps verschiedene, oft gegenläufige Äusserungen zu vielen Themen.

    Wenn mir so ein Produkt verkauft wird, mag das nicht so schlimm sein. In der Politik halte ich es für brandgefährlich.
  • kaiser 09.12.2016 12:00
    Highlight Highlight 1. ALLE Menschen sind bereit, Dinge für bare Münze zu nehmen, die in ihr Weltbild passen. So funktioniert nun mal unser Gehirn (am Besten). Wir können uns dies lediglich bewusst machen und Methoden entwickeln um uns davor zu schützen.

    2. Fake News ist überall - nicht bloss auf den Sozialen Medien - bei allen Medien. Es muss schnell gehen - und darum wird kopiert, vielleicht noch ein anderes Bild und einen anderen Titel drauf (möglichst aufreisserisch) und als News verkauft.
    • walsi 09.12.2016 12:31
      Highlight Highlight E
    • Wehrli 09.12.2016 15:09
      Highlight Highlight Das Fachwort heisst: "News schnell ins Netz gespritzt"
  • Slant 09.12.2016 11:47
    Highlight Highlight Selig sind die Dummen
    • E. Regiert 09.12.2016 13:15
      Highlight Highlight Dann sind alle selig.
    • Calvin Whatison 09.12.2016 14:03
      Highlight Highlight Dumm sind nur solche Sprüche 😂😂😂
    • Wehrli 09.12.2016 15:10
      Highlight Highlight Selig sind die geistig armen, heisst nicht die "Dummen", eine typische Fake News von Slant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wandtafel 09.12.2016 11:46
    Highlight Highlight Toller Artikel! Jedoch werden ihn leider genau die Leute nicht lesen, die es sollten. Der Titel ist nicht reisserisch und der Artikel besteht ist länger als die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne eines Blick-Lesers. Heute genügte es vielen Menschen nur den Titel eines Artikels zu lesen.
    • Wehrli 09.12.2016 15:12
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht der Blickleser. Auch nicht der Watson oder Tagi-Leser. Das Problem ist, dass das Volk, seine demokratischen Rechte wahrnimmt. D.h. wir, der Pöbel, rult! Und das ist eine ganz schlechte Sache, weil Wir, der Pöbel bei 80% keine Ahunng haben aber überall unsere Sahne dazugeben.
    • stan1993 11.12.2016 14:13
      Highlight Highlight Wehrli ist ja das Paradebeispiel für Sahne dazugeben ohne blassen Schimmer
  • Posersalami 09.12.2016 11:29
    Highlight Highlight Und genau wegen diesem Unsinn habe ich meinen FB und Twitter Account gelöscht. Man hat einfach keine Chance mehr, die "Informationen" dort auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Bestes Beispiel ist der geknackte Account von diesem Glarner. Und wisst ihr was? Nach 3 Tagen Abwesenheit vermisst man diese Zeitfresser gar nicht mehr :)
    • HunterCH 09.12.2016 12:20
      Highlight Highlight Es kommt wie bei allem darauf an, wie man es nutzt. ;-) Ich bin auf FB, aber nicht um dort News zu erfahren. Sondern mit Freunden Bilder teilen oder Veranstaltung planen. Man sollte nicht alles verteufeln sondern manchmal einfach korrekt damit umgehen. :-)
    • Wilhelm Dingo 09.12.2016 12:45
      Highlight Highlight @Posersalami: liest Du jetzt das Magazin?
    • Posersalami 09.12.2016 13:57
      Highlight Highlight Auch auf Twitter werden zB. Accounts geknackt.

      Zu meinem Medienkonsum: Medien wie Watson oder der Tagi sind nur noch Zeitvertreib und bissl schauen, was so geht. Meine "Wahrheiten" ziehe ich hauptsächlich aus Sachbüchern, Vorträgen, Vorlesungen und ein paar handverlesenen Blogs zu Themen, die mich interessieren. Komplexe Zusammenhänge kann ein Medium wie Watson oder die Tagesschau eben überhaupt nicht vermitteln, da die Artikel viel zu kurz sind.
    Weitere Antworten anzeigen

Warum einer Aargauerin die IV-Rente halbiert wird, nachdem sie zu viel getwittert hat

Brigitte Obrist ist aktiv auf Twitter und Facebook. Zu aktiv, finden einige und fragen sich, wie eine IV-Bezügerin den ganzen Tag vor dem PC sitzen kann. Sie beschweren sich bei den Behörden – mit fatalen Konsequenzen für Obrist.

In ihrem Wohnkanton, dem Aargau, ist Brigitte Obrist bekannt als eine Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Vor zwei Jahren hat sie gegen ein Muslim-Inserat von der SVP Strafanzeige eingereicht. Über die Kantonsgrenze hinaus kennt man Obrist als ehemalige Bordellbetreiberin, AIDS-Hilfe-Projektleiterin und heutige Kämpferin für die Rechte von Sexarbeiterinnen. 

Mit fast allem in ihrem Leben geht Obrist offen um. Mit ihrer Vergangenheit als Prostituierte, mit ihrer Krankheit, den …

Artikel lesen
Link to Article