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ZUM RUECKTRITT VON TONI BRUNNER ALS SVP-PARTEIPRAESDIENT STELLEN WIR IHNEN AM SAMSTAG, 9. JANUAR 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Portrait von Toni Brunner, Parteipraesident der Schweizerischen Volkspartei SVP, Nationalrat  und Bauer, aufgenommen am 9. Juli 2008 vor seinem Hof bei Wattwil, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

22. November 2018: Toni Brunner spricht zu Hause im Toggenburg über seinen Rücktritt. «Irgendwann wird auch der Politbetrieb in Bern repetitiv.» Bild: KEYSTONE

SVP-Ikone Toni Brunner tritt ab: «Ich habe es gesehen»

Nach 23 Jahren im Nationalrat erklärt der frühere SVP-Präsident seinen Rücktritt per Ende Jahr. Im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» spricht er nicht nur über die Beweggründe für seinen Rückzug aus der Politik. Sondern auch über Spesen, Bestechungsversuche und Gewehrkugeln, die aus Couverts kullern.

François Schmid-Bechtel / CH media



Er kann es nicht lassen. Auch beim letzten Besuch in seinem Landgasthof oberhalb von Ebnat-Kappel servierte Toni Brunnerdiesen Schnaps. «Enzian», sagt er und schwenkt die Flasche. «Nur für die speziellen Gäste.» Ich weiss bis heute nicht, ob mit speziell die ungeliebten Gäste gemeint sind. Denn dieser Schnapps ist eher ein Grund, das Haus zu meiden.

Kurze Zeit darauf betritt Brunners Freundin Esther Friedli das Hinterzimmer im «Haus der Freiheit». Sie sieht das volle Gläschen vor Brunner und mahnt: «Du solltest nicht. Verträgt sich nicht mit den Medikamenten.» Brunner erklärt, die letzten zwei Tage mit Fieber im Bett verbracht zu haben und entgegnet seiner Freundin. «Schatz, mich haut so schnell nichts um.»

«Ich war ein kleiner Fisch und musste darauf achten, dass ich nicht schon früh lädiert wurde und blutete, sonst hätte man mich aufgefressen.»

Sie sagten, Sie hätten etwas Wichtiges zu vermelden.
Toni Brunner:
Wichtig wäre mir ein Ja zur Selbstbestimmungsinitiative. Und das andere, das ist nicht so wichtig, höchstens neu. Also, ich bin jetzt 23 Jahre im Nationalrat. Heute Samstag wird der Nationalratspräsident mein Rücktrittschreiben erhalten.

Wie bitte?
Ich trete auf Ende Jahr als Nationalrat zurück. Ich habe es gesehen. Meine schönste Zeit mit dem Amt als SVP-Präsident habe ich hinter mir. Irgendwann wird auch der Politbetrieb in Bern repetitiv. Ausserdem habe ich mehr als die Hälfte meines Lebens in Bundesbern verbracht. Neben der Politik ist meine Familie, mein Bauernhof und der Landgasthof, immer etwas zu kurz gekommen. Ich werde nun meine letzte Session in Angriff nehmen. Damit schliesst sich der Kreis.

Die Dezembersession 1995 war Ihre erste als Nationalrat.
Ja, das kam für mich als damals 21-Jähriger ziemlich überraschend. Das war wie ein Sprung ins Haifischbecken. Ich war ein kleiner Fisch und musste darauf achten, dass ich nicht schon früh lädiert wurde und blutete, sonst hätte man mich aufgefressen. Ich habe zurückblickend, viel mehr erlebt, als ich mir je erträumt habe. Aber jetzt ist genug. Ich sagte immer, solange Enthusiasmus und Leidenschaft vorhanden sind, solange bin ich mit Herzblut dabei. In dieser Hinsicht bin ich radikal. Deshalb mache ich jetzt den Schnitt.

Ich hätte eher damit gerechnet, dass Sie ob der schwierigen Phase, in der die SVP steckt, auf die Kommandobrücke zurückkehren.
Die Kommandobrücke ist besetzt, dort war ich einmal. Mein Abgang von der politischen Bühne ist kein Schnellschuss, sondern ein logischer Schritt. Nach meinem Rücktritt als SVP-Präsident war für mich selbstverständlich, dass ich den neuen Kräften helfe, Fuss zu fassen. Aber nun hat sich alles eingespielt. Diese Aufgabe ist erledigt. Zudem habe ich überlegt: Zöge ich die Legislatur durch, müsste meine Partei in St.Gallen bei den Parlamentswahlen im nächsten Herbst mit einem Bisherigen weniger antreten, was zu einem Sitzverlust führen könnte. Also mache ich lieber Platz für einen Jungen.

Die besten Bilder aus dem Leben Toni Brunners

Nach ihrem Rücktritt als Parteipräsident hat die SVP ihren Siegernimbus eingebüsst. Fühlen Sie sich nicht in der Pflicht, die Partei wieder auf den Erfolgskurs zu führen?
Man soll sich selbst niemals überschätzen. Natürlich kann man seinen Beitrag leisten, aber ein einzelner kann das Ruder nicht herumreissen. Zudem sehe ich gar keinen Bedarf. Schliesslich sind wir auf höchstem Niveau. Müssen wir kleinste Einbussen verzeichnen, wird dies sofort als Niederlage ausgelegt, obwohl wir mit Abstand die stärkste Partei sind. Wollen wir deshalb von einem Tief reden? Ich glaube nein. Zudem bin ich kein Freund von jenen, die glauben unverzichtbar zu sein und  ihren Nachfolgern ständig dreinreden zu müssen, wie beispielsweise alt Präsident Philipp Müller, der es nicht lassen konnte, der neuen Präsidentin Petra Gössi ständig dazwischen zu funken. Die SVP hat so viele Exklusivpositionen, weshalb ich keinen Einbruch befürchte. Ich frage: Dank wem wird der UNO-Migrationspakt nicht unterschrieben. Dank uns, dank der SVP.

Er wird vorläufig nicht unterschrieben. Item. Der SVP fehlt der Brunner-Faktor. Keiner der führenden Köpfe dieser Partei hat diese gewinnende, volksnahe und authentische Art wie Sie.
Jeder hat seine eigene Ausstrahlung. Was ich generell in der Politik vermisse, ist die Authentizität. Ich kam so jung in die Politik, dass gar keine Zeit blieb, um mir eine Rolle zurechtzulegen. Ich habe gar nie gelernt, mich diplomatisch auszudrücken. Redete, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Der SVP werde ich ewig verbunden sein. Denn ich weiss, wie viel ich dieser Partei zu verdanken habe und ich weiss auch, welchen Menschen in der SVP ich speziell viel zu verdanken habe. Herausragend dabei sind Christoph Blocher und Hans Uhlmann, weil sie mich von Beginn an begleitet haben, wir die ganze Bandbreite der Emotionen zusammen durchlebt haben.

Wie haben Christoph Blocher und andere, langjährige Weggefährten auf Ihren Rücktritt reagiert?
Der Kreis der Eingeweihten ist sehr klein. Auch für Mike Egger, der meinen Platz im Nationalrat erben wird, ist mein Rücktritt neu. Schön in der SVP war und ist, man hat sich immer respektiert nach dem Motto: Leben und leben lassen. Sie müssen sich vorstellen: Auf der einen Seite der erfolgreichste Unternehmer der Schweiz und auf der anderen Seite der 21-jährige Bauernbub aus dem Toggenburg. Aber da war nie eine Barriere zwischen uns. Christoph Blocher hat mich nie spüren lassen, dass er etwas Besseres wäre.

Trotzdem: Wie schwierig war es für Sie, dem mächtigen Christoph Blocher den Wunsch abzusprechen, als Bundesrat zu kandidieren?
Unser Verhältnis ist so unverkrampft, dass meine Entscheidung keinen speziellen Mut erforderte. Ich musste nicht lange überlegen.

Hatten Sie zu viel Respekt vor dem Bundesratsamt oder Angst vor einer Wahlniederlage?
Nein. Es kam schlicht nie in Frage. Viel eher habe ich mich auf die unberechenbare Politik eingestellt. Deshalb habe ich mit dem Bauernhof und dem kleinen Landgasthof parallel zur Politik ein berufliches Standbein aufgebaut. Die letzten 23 Jahre war ich sozusagen ein Pendler zwischen zwei Welten. Ab nach Bern, widerwillig eine Krawatte umbinden…

… die Sie sich selbst gebunden haben?
Nein, am Anfang half mir mein politischer Götti Hans Uhlmann (lacht). Bern war für mich erträglich, weil ich mich auch immer wieder ins Toggenburg zurückziehen konnte. Wer sich ein Leben als Berufspolitiker nicht vorstellen kann, sollte nicht Bundesrat werden.

Gab es nie eine Verlockung?
Nein. Exekutivämter haben mich nie gereizt. Ich wurde auch mehrmals für den St. Galler Regierungsrat gefragt.

Warum nicht? Ist doch ein toller Job. Gutes Gehalt, Dienstwagen mit Chauffeur …
… Genau deshalb. Das sind eher Dinge, die mich abschrecken. Denn ich habe viele Politiker gesehen, die abgehoben sind, sobald sie in der Limousine hinten eingestiegen sind. Am meisten Mühe bereiteten mir in der SVP sowieso die Exekutivpolitiker. Je mehr Regierungsräte und Bundesräte, desto mehr Sorgenkinder.

«Wenn es Bestechungsversuche gibt, dann eher bei wackligen Mitte-Politikern.»

Was macht es mit einem Politiker, wenn er in die Exekutive wechselt?
Einige von ihnen haben vorher in ihrem Leben noch nie selber Löhne bezahlt oder ein Geschäft geführt, lassen sich dann aber im Tesla durch die Gegend chauffieren. Mit Verlaub: Diese Auswüchse widern mich an. Schauen Sie nur nach Genf. Da macht Stadtrat Guillaume Barazzone tatsächlich 17'000 Franken Telefonspesen geltend. Er sitzt übrigens auch für die CVP im Nationalrat. So einer sollte sich schämen und sofort zurücktreten. Ich habe dem Bund in 23 Jahren nie auch nur einen Rappen Spesen in Rechnung gestellt. Aber offenbar gibt es viele Parlamentarier, die selbst die Kosten für ein Parkticket am Bahnhof noch an den Bund schicken.

Versuchte mal jemand, Sie zu bestechen?
Nein.

Kein Angebot für eine Reise in einen Golfstaat?
Nein. Wir von der SVP sind halt klar positioniert und nicht so attraktiv. Wenn es Bestechungsversuche gibt, dann eher bei wackligen Mitte-Politikern. Sicher, ab und zu habe ich mich schon über den Enthusiasmus einzelner Parlamentarier bei Beschaffungsgeschäften gewundert. Die schlimmste Kommission, die ich in dieser Hinsicht erlebt habe, ist die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK). Es läuft vielleicht nicht unter Korruption. Aber eigentlich ist es das, wenn man sieht, dass fast jedes Mitglied ein Mandat hat im Bereich Krankenkassen, Spital- oder sonstigen Gesundheitsverbänden. Die Politiker sitzen nicht zufällig in dieser Kommission. Da wird auch in die eigene Tasche gewirtschaftet.

Auch SVP’ler?
Dieser Missstand betrifft jede Partei. Ich bin mal die 25 Mitglieder der SGK durchgegangen und bin zum Schluss gekommen, dass maximal vier bis sechs Mitglieder total unabhängig sind.​

Warum wird das nicht reguliert?
Das Schweizer Volk wird wohl bald darüber abstimmen. Aus dem linken Lager gibt es Bestrebungen, das zu unterbinden.

In 23 Jahren im Nationalrat haben Sie sich nicht nur Freunde gemacht. Gibt es noch offene Rechnungen? Und ist nun die Zeit gekommen, um sich beispielsweise mit Eveline Widmer-Schlumpf zu versöhnen?
Im Grunde bin ich ein gutmütiger Mensch. Aber ihr werde ich nie verzeihen. Würde sie hier aufkreuzen, sie bekäme keinen Kaffee.

Hausverbot für Eveline Widmer-Schlumpf im Haus der Freiheit?
Erstens: Sie ist intelligent genug, hier nicht aufzutauchen. Zweitens: Das ist ein Haus für Menschen mit Charakter.

Und andere offene Rechnungen?
Samuel Schmid war zwar mal unser Bundesrat. Ich habe versucht, mit ihm klarzukommen. Aber ständig hatte er etwas zu meckern und zu kritisieren. Klar, er war nicht unser Kandidat als Bundesrat. Und dann will er uns seine Ideen aufdrücken wie Auslandeinsätze für die Armee. Er hat ständig das Gegenteil gemacht von dem, was unser Parteiprogramm postulierte. Logisch, dass da eine Entfremdung stattfindet. Irgendwann kam ja dann die Erlösung.

So richtig gerumpelt hat es in der SVP, als Christoph Blocher als Bundesrat abgewählt wurde.
Widmer-Schlumpf war nicht unsere Kandidatin, wir hatten keine Vakanz. Deshalb stellten wir uns zurecht die Frage: Was soll die SVP überhaupt noch in der Regierung? Immer nur ausbaden, was uns die anderen Parteien, halbe und andere Bundesräte einbrocken, ist sehr unbefriedigend. Ich hoffe doch sehr, dass es uns nun gelingt, bei den kommenden Wahlen den Bundesrat Mitte-Rechts zu positionieren.

Das heisst, Sie stimmen für Heidi Z’graggen und Karin Keller-Sutter?
Gut möglich.​

Bei der Abspaltung der BDP hiess es selbst aus SVP-Kreisen, die Partei-Spitze sei abgehoben, arrogant, respektlos im Umgang.
Für mich war respektlos, was Widmer-Schlumpf gemacht hat. Wenn man hinter dem Rücken der eigenen Leute mit dem Gegner kooperiert. Es ging ihr um das eigene Ego und nicht um das Wohl des Landes. Sowas kann man nicht schönreden. Kurz vor der Wahl sagte sie mir ins Gesicht: «Hör Toni, ich kann mir nicht vorstellen, ohne Fraktion in Bern zu politisieren.» Für mich Naivling war das ein Nein. Immerhin haben alle Parteien nach diesem unrühmlichen Fall einen Kulturwandel vollzogen. Denn seither hält sich die Bundesversammlung an die Vorschläge der Parteien. Auch die SP war damit konfrontiert, dass Mitglieder in den Bundesrat gewählt wurden, die möglichst weit weg von der Parteilinie politisierten.

Daraus könnte man schliessen: Die SP ist Ihnen gar nicht so fremd.
Ich habe die Linken nie als Problem betrachtet, weil sie ticken, wie sie ticken. Wenigstens kann man sie einordnen. Probleme habe ich mit den sogenannten Mitte-Parteien. Weil bürgerliche Mehrheiten fast nie zu Stande gekommen sind. FDP und CVP haben uns häufig im Regen stehen lassen.

«Für einen Bauern wie mich, der Verträge noch per Handschlag besiegelt, ist so was ein unsäglicher Vertrauensbruch.»

Konkret?
Zum Beispiel in der Migrationspolitik, wo der damalige FDP-Präsident Philipp Müller eine unrühmliche Rolle gespielt hat. Er verwandelte sich vom 18-Prozent-Ausländeranteil-Müller zum Euro-Turbo betreffend freiem Personenverkehr mit unkontrollierter Einwanderung. Aber auch in der wegweisenden Abstimmung Energiestrategie 2050 standen wir allein da, weil die CVP geschlossen und grundfalsch ihrer Bundesrätin gefolgt ist.

Haben die Mitte-Parteien ein Führungsproblem?
Ich habe gehofft, dass Gerhard Pfister die Partei nach rechts lotst. Aber das Gegenteil ist passiert. Pfister hat sich nach links verschoben. Früher existierte ein Gewerblerflügel mit fünf bis acht aufrechten CVP’lern, die immer mit uns gestimmt haben. Das ist leider vorbei.

Und bei der FDP?
Als ich nach Bern kam, erlebte ich tolle Abende mit der sogenannten Stahlhelm-Fraktion mit Ueli Fischer, Rolf Hegetschweiler, Georg Stucki und Toni Dettling, um nur ein paar Namen zu nennen. Das waren zuverlässige Typen, mit denen man zusammenarbeiten konnte. Heute kommt es kaum noch vor, dass man sich über die Parteigrenzen hinaus zum Abendessen verabredet.

Ich habe aber auch von lustigen Zugfahrten mit Ihnen, Christian Levrat und Christoph Darbellay und ziemlich viel Wein gehört.
Ja, das kam schon mal vor. Auf der menschlichen Ebene hatte ich mit fast niemandem Probleme. Am ehesten vielleicht mit Philipp Müller.

Warum?
Er hat mich mal an einem Mittwoch angerufen und vorgeschlagen, dass wir am Freitag nicht in die Arena gehen sollten. Ich sagte: Gute Idee, ich wollte eh nicht hin. Als ich Freitag spätabends von einer Veranstaltung nach Hause kam und die Wiederholung der Arena schaute, sah ich tatsächlich Philipp Müller am Pult stehen. Für einen Bauern wie mich, der Verträge noch per Handschlag besiegelt, ist so was ein unsäglicher Vertrauensbruch. Fortan hatte ich einfach meine liebe Mühe mit ihm. So etwas habe ich mit Levrat und Darbellay nie erlebt. Gut, die beiden waren massgeblich an Blochers Abwahl beteiligt und allein deshalb schon in einer Schublade (lacht). Am besten hatte ich es mit Fulvio Pelli. Er war auch schon hier im Haus der Freiheit. Sowieso: Zu den Tessinern habe ich meist einen guten Draht. Auch Ignazio Cassis hat mich schon im Toggenburg besucht. Noch ein Wort zu Levrat.

«Die Zukunft liegt in Gebieten wie dem Toggenburg. Raus aus dem Kaninchenstall, wo jeder dem anderen ins Schlafzimmer blickt.»

Bitte?
Auch wenn er knallhart in eine andere Richtung politisiert muss ich ihm attestieren: Für die Position, die die SP vertritt, holt sie extrem viel raus. Nicht die SP ist isoliert, sondern zunehmend die SVP. Allerdings muss er sich nicht zuviel einbilden. Nichts ist einfacher heute, als eine Allianz gegen die SVP zu schmieden, dem Geld der Wirtschaftsverbände und der medialen Einheitsbrei sei Dank. Aber wir von der SVP können ja nicht unsere Ideale verraten. Wenn die anderen sich eher den Sozialisten annähern als uns, ist das der Entscheid der Mitte-Parteien. Deshalb hoffe ich darauf, dass die Bevölkerung die Mitte-Parteien zurückpfeift.

Migration ist für viele europäische Rechts-Parteien zum wichtigsten PR-Instrument geworden. Sehen Sie sich bestätigt, wenn sie nach Europa blicken?
Was heisst PR? Es ist eben das Problem Nummer 1! Es ist nur leider schon fast zu spät. Europa hat zu viele Migranten aufgenommen, ist überfordert und muss die Asylpolitik grundlegend überdenken. Es kann nicht in derselben Form weitergehen wie bisher. Denn die Islamisierung in Europa, die zu einer Verschiebung der Werte führt, schreitet unaufhaltsam voran. Und das dürfen wir nicht zulassen, wenn wir weiterhin ein friedliches Europa wollen. Hier landen doch meist Wirtschaftsmigranten, gesunde, starke Männer die sich durchschlagen können und nicht jene Menschen, die wirklich im Elend leben. Deshalb meine Frage: Ist Asyl in Europa noch ein Zukunftsthema? Helfen ja, aber vor Ort. Und das Asylrecht, wie wir es kennen, ist gescheitert.

Herr Brunner, Sie leben doch auch in einer Randregion. Man hört von vielen kleinen Betrieben, die keine einheimischen Arbeitskräfte mehr finden und froh sind, wenn Sie einen anerkannten Flüchtling einstellen können?
Also, ich lebe nicht am Rand von irgendwo, sondern im Zentrum Europas (lacht). In drei Stunden bin ich in Mailand oder in München. Wer geht denn heute noch freiwillig in die Stadt? Ich denke, in den nächsten Jahren wird es eine Gegenbewegung geben.

Wenn man den Wohnungsbedarf in den Städten analysiert, kommt man zu einem anderen Schluss.
Die Zukunft liegt in Gebieten wie dem Toggenburg. Raus aus dem Kaninchenstall, wo jeder dem anderen ins Schlafzimmer blickt. Deshalb ist das neue Raumplanungsgesetz ein Fehler. Denn was passiert? Die Zentren, die jetzt schon wegen des Verkehrs kollabieren, werden weiter aufgepumpt. Viel besser wäre es, aus dem Toggenburg nach St. Gallen oder Zürich pendeln. In einer Stunde ist man von Wattwil in Zürich, in einer halben Stunde in St. Gallen. Das ist doch kein Weg.

Zurück zur SVP. Der Blick titelte mal: «Rösti macht aus der SVP Stocki».
Ach, der Blick kann schreiben was er will. Dieses Wortspiel nehme ich nicht ernst. Erstens, weil sich Albert Rösti extrem für die Partei aufopfert. Zweitens: Der Blick hat schon so viel Blödsinn geschrieben. Ich nehme das Geschreibsel von Ringier-Journalisten, die programmatisch die SVP bashen, nicht ernst.

«Wenn ich ein Couvert öffnete und eine Gewehrkugel rauskullerte, hab ich das nie mit der Öffentlichkeit geteilt.»

Und trotzdem sind Sie mit Ringier-Blättern ins Bett gestiegen, wenn Sie die Möglichkeit sahen, sich zu inszenieren. Ich denke an die Bundeshaus-Reportage mit Ihrem Bruder, der Trisomie 21 hat.
Weil ich ein unverkrampftes Verhältnis habe, versteckte ich meinen Bruder auch nicht. Warum auch? Einerseits gefällt ihm das Rampenlicht. Er kennt Ueli Maurer und er war wohl mein grösster Fan in der Politik. Man kann nicht von Integration reden und gleichzeitig Menschen wie meinen Bruder Andi verstecken.

Und was ist mit den Liebesbriefen an ihre Freundin Esther Friedli, die die Schweizer Illustrierten abdruckte?
Damals hatten wir einen kleinen Wahlkampf (Esther Friedli kandidierte für den St. Galler Regierungsrat; die Red.). Da macht man halt viel. Da bin ich ziemlich schmerzfrei. Ich gebe zu: Man kann sich heute fragen, soll man das machen oder nicht? Ich habe die Menschen immer nahe an mich ran kommen lassen. Das gehört dazu, wenn man eine öffentliche Person ist. Aber ich freue mich jetzt auch auf den Schritt raus aus dem Rampenlicht. Das ist Geschichte.

Was waren die Schattenseiten Ihrer Popularität. Erlebten Sie Drohungen, physische Attacken?
Ich habe nie darüber gesprochen. Wenn ich ein Couvert öffnete und eine Gewehrkugel rauskullerte, hab ich das nie mit der Öffentlichkeit geteilt. Anonym Briefe habe ich sowieso nie ernst genommen. Gut, als SVP-Präsident muss man sich viel gefallen lassen. Da gibt es vielleicht mal eine Bierdusche oder ein böses Wort. Im Grossen und Ganzen habe ich aber sehr viel Respekt erfahren.

Werden Sie nun den Bauernhof und oder den Gasthof ausbauen, haben Sie Expansionsgelüste?
Nein, überhaupt nicht. Es geht jetzt nicht darum zu wachsen, sondern vermehrt meine Zeit in die eigenen Betriebe zu investieren. Das kam in den letzten Jahren zu kurz. Ich habe seit einigen Jahren eine Zucht von Walliser Eringerkühen aufgebaut.

Man spricht von einer SVP-Eringerkuh-Pension.
Ich halte auch Eringerkühe von Nicht-SVP’lern. Den Tieren will ich mich nun vermehrt widmen. Und in unserem Landgasthof Sonne, Haus der Freiheit, da gibt es auch noch so einige Pläne.

Ihre Mutter wünschte sich nach ihrem Rücktritt als Parteipräsident vor knapp drei Jahren, es möge endlich mal Enkel geben.
Mütter! Sowas kann man doch nicht versprechen. Ich war ein Leben lang für die Politik unterwegs. Da ist schlicht nicht alles möglich. Ich finde es ja schön, wenn Politiker alles unter einen Hut kriegen, mir wäre das zu viel geworden.

Besteht für ein Kind von Ihnen ein erhöhtes Trisomie-21-Risiko?
Das weiss ich nicht. Und es interessiert mich auch nicht. Ich mag solche präventiven Tests nicht. Aus gutem Grund. Meiner Mutter wurde geraten, dass sie mich abtreiben soll, weil Ärzte und Beratungsstellen nach der Geburt von Andi befürchteten, dass auch ich ein Trisomie-21-Kind sei. Erstens hat meine Mutter Ja zu mir gesagt und ich habe mich ebenfalls gerächt: Ich kam als SVP-ler auf die Welt! (lacht)​

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72Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wander Kern 25.11.2018 10:41
    Highlight Highlight Ach der Toni. Irgendwie tut er mir fast ein bisschen Leid. Er scheint den ganzen Blödsinn, denn seine Partei verzapft wirklich zu glauben, das ist schon knuddelig.
    Von so einer 'Cowpat Credibility' is Blochers Säwän-Sinking-Stäps-Sohn Martullo weit entfernt.
  • Raw Olu 24.11.2018 18:47
    Highlight Highlight Schönes Gefälligkeitsinterview. Kritische Nachfragen? Leider nein. Wie kann man einfach Alles gelten lassen, was Toni Brunner erzählt?
    Er hat dich nie für die Exekutive brworben, weil er genau wusste, chancenlos zu sein.
  • Andij 24.11.2018 18:30
    Highlight Highlight Ein einziges Gemaule gegen die politische Mitte zum Abschied...
    Das Interview zeigt wie er und seine Partei denkt, alles abschiessen, was nicht 100% auf gleicher Linie ist und sich eher mit ganz Links verbrüdern - da diese wenigstens berechenbar seien. Dass das Land stehen bliebe ohne mehrheitsschaffende, konstruktive Mitte wird dabei der Parole willen ignoriert.
    Ein enttäuschender Abgang des grössten Blocherzöglings.
  • rodolofo 24.11.2018 18:08
    Highlight Highlight Einer der wenigen wirklich sympathischen SVP'ler!
    Und ausgerechnet DER zieht sich aus der Politik zurück!
    Ja, das passt.
    Jetzt sind noch der väterlich ruhige Walter und der hemdsärmelig laute Giezendanner, mit denen man einigermassen reden kann.
    Eveline Widmer Schlumpf kandidierte für den Bundesrat und wurde von da an "Verräterin!" geschimpft.
    Alle Anständigen der "Berner Linie" verliessen mit ihr das Piratenschiff.
    Da waren's nur noch drei sympathische SVP'ler.
    Toni Brunner wollte wieder Bauer sein und Zeit mit seiner Familie verbringen.
    Da waren's nur noch zwei.
    Bald sind sie bei Null.
  • tina 4224 24.11.2018 17:01
    Highlight Highlight Sehr gute Zeilen.
    Ich wünsche Herr Brunner nur das BESTE. und eventuell gibt's doch noch Enkelkinder. Wir haben Ihr Restaurant im Sommer besucht. War an dem Tag geschlossen. Kommen ein anders mal. (Isch klar wir stimmen immer nur SVP.)
    • Midnight 25.11.2018 00:55
      Highlight Highlight "Isch klar wir stimmen immer nur SVP."

      Warum?
  • alter Esel 24.11.2018 16:49
    Highlight Highlight Toni Brunner war eine „Kamfsau“. Er stand gestikulierend und tobend auf jedem Podium - trotzdem nahm man ihm seinen unermüdlichen Einsatz so ganz nivht ab, weil immer sein Schalk und sein Charm durchblitzte. Trotzdem, für due SVP war er lange Gold wert. Und dann liess man ihn plötzlich in die Grube des Schweigens fallen. Er hat seine Schuldigkeit getan, jetzt kann er gehen. Ich war mit ihm kaum mal einverstanden, trotzdem wird er mit seinem Charme und auch Witz fehlen. Und ich hoffe, dass er sich mit EWS doch noch mal an seinen Stammtisch setzt, so weit auseinander liegen sie nicht.
  • Muselbert Qrate 24.11.2018 16:30
    Highlight Highlight Einer der Besten! 👏 Hut ab!
    • HerrLich 24.11.2018 22:43
      Highlight Highlight *der SVP

      Jetz stimmts.
      Danke.
  • Hans007 24.11.2018 14:07
    Highlight Highlight Ausgerechnet jetzt, wo uns die EU sehr bald die Rechnung für unsere jahrelange Sonderrolle in Europa und unsere jahrzehntelange Rosinenpickerei präsentieren wird, die
    er oft matchentscheidend mitbestimmt hat, meldet sich Toni ab und entzieht sich der Verantwortung. Ja, er war ein begnadeter Kommunikator, aber charakterlich ein verdrehter Hund. Er hat Freiheit und Eigenverantwortung gepredigt, aber für sich und seine Brötchengeber ohne Rücksicht auf den sozialen Frieden, den Steuerzahler und den Werkplatz Schweiz in der Politik das genaue Gegenteil praktiziert, und Millionen vom Staat bezogen.
  • Olmabrotwurst 24.11.2018 13:49
    Highlight Highlight Dä Toni, glatter Vogel. Seine Politik muss man mögen. Ich war auch nicht immer einverstanden mit ihm aber im grossen und ganzen war er schon gut, SVP hin oder her.
  • Asmodeus 24.11.2018 13:38
    Highlight Highlight 23 Jahre.

    Bei einem Jahressalär von 140 000 CHF (ohne Geschenke der Lobbyisten und Verwaltungsratsmandate) hat uns der Herr also 3.2 Millionen CHF an Steuergeldern gekostet.

    Ja ich stimme zu. Das reicht wirklich.
    • Roterriese 24.11.2018 14:00
      Highlight Highlight Naja, die höchste Zahl an Berufspolitiker gibts in der SP. Übrigens: Sommaruga und Berset werden uns noch jahrzehntelang jährlich über 200'000.00 Franken kosten.
    • Charlie84 24.11.2018 14:29
      Highlight Highlight Es kostet uns Steuerzahler genau gleich viel. Wenn er schon vor x Jahren zurückgetreten wäre hätte einfach ein anderer die 140000 CHF pro Jahr eingestrichen. Vielleicht liege ich falsch aber ich vermute du störst dich daran, dass er der für dich „falschen“ Partei angehört.
    • Zauggovia 24.11.2018 15:23
      Highlight Highlight Trifft ja auf alle National- und Ständeräte zu, und von denen war er einer der Besseren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 24.11.2018 13:29
    Highlight Highlight Unglaublich wie jetzt alle hier in der Kommentarspalte auf die Tränendrüse drücken, obwohl Brunner wieder unverfrohren Sand in die Augen streut. Da behauptet er doch tatsächlich die SGK sei nicht unabhängig. Bravo für diese Erkenntnis! Super, moll! Aber wenns dann ans Eingemachte geht, welche Partei wehrt sich gegen den Wettbewerb auf dem Medikamentenmark und schützt unsere Pharma? Ja genau, die Sünnelipartei und ihre angeblich so unberechenbaren Mittebrüder! Mir kann dieser ach so unabhängige Bauer der Selbstverarschungspartei nichts vormachen. Die gleiche Suppe wie der rest der Bürgerlichen!
  • Kruso 24.11.2018 12:56
    Highlight Highlight Good riddance.
  • Roterriese 24.11.2018 12:08
    Highlight Highlight Ein grossartiger Patriot dem das Schicksal der Schweiz am Herzen lag tritt ab! Danke für Ihre Dienste!
    • äti 24.11.2018 18:27
      Highlight Highlight 😭😭😭
    • Fruchtzwerg 24.11.2018 21:35
      Highlight Highlight Ja er war ein Patriot und wollte nur das Beste für die Schweiz.
      Nur ist „gut gemeint“ halt nicht immer gut für das Land.
      Sieht man aktuell an der SBI.
  • Don Alejandro 24.11.2018 11:56
    Highlight Highlight Auch wenn mir seine Partei unsymphatisch ist; mit ihm geht ein frischer und authentischer Politiker verloren. Er hat eine grosse Lernkurve durchlaufen und sein Entscheid ist nachvollziehbar.
  • Deleted93 24.11.2018 11:54
    Highlight Highlight Bin politisch auf der anderen Seite, aber Zolle ihm Respekt für seine Einstellung und sein Engagement. Gutes Interview
  • banda69 24.11.2018 11:51
    Highlight Highlight Ja der fröhliche Toni Brunner.

    Mitverantwortlich für zahllose SVP-Hetzkampagnen gegen Menschen in Not.
    • Kane88 24.11.2018 13:43
      Highlight Highlight Was Leute wie sie nie verstehen werden ist, dass es den bürgerlichen nicht darum geht sich der Hilfe von Menschen in Not zu enthalten. Sondern das wir nicht sämtliches Elend auf dieser Welt zu uns in die Schweiz holen können. Das hat mit gesundem Menschenverstand und nicht mit Hetze oder Rassismus zu tun.
    • Asho 24.11.2018 14:27
      Highlight Highlight Kane: würde die SVP ihre Anliegen in gleich sachlichem Ton vorbringen wie du gerade, würde ich dir total recht geben. Wenn man aber „Kosovaren schlitzen Schweizer auf“-Plakate im Land aufhängt, darf man sich über den Hetzvorwurf nicht wundern...
    • banda69 24.11.2018 14:46
      Highlight Highlight @kane

      Nein. Menschen in Not sind das Vehikel für die SVP um Wahlpropaganda zu betreiben. Tonis Fröhlichkeit war die Verpackung eines hässlichen Inhalts.

      Hast du jemals von einem SVPler gehört, der aktiv etwas gegen Steuerhinterziehung unternimmt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • yey 24.11.2018 11:12
    Highlight Highlight Toni Brunner nehme ich seine Ehrlichkeit und Authentizität ab. Dies macht(e) ihn für mich zu den sympatischsten SVP Exponenten.

    Im Interview klar erkennbar ist aber auch die Kehrseite: Die Begeisterung für "zuverlässige Typen" und klare Positionen. Die Realität mit ihrer Vielschichtigkeit ist hingegen anstrengend (Stichwort: Exekutivämter vermeiden).

    Und hier beginnt das Dillemma der SVP: Auch noch so absurde Vorstösse aus den eigenen Reihen sind geschlossen zu unterstützen (Selbstbestimmungsinitive) - wer davon abweicht gillt als Schwächling und muss sich über kurz oder lang zurückziehen.
  • Erich Fehr (1) 24.11.2018 10:58
    Highlight Highlight Was für ein schöner Tag. Da öffne ich doch gleich eine Flasche ROTwein.
  • Things never seen before 24.11.2018 10:27
    Highlight Highlight Exekutivämter sind auch nicht wirklich geschaffen für Populistenparteien wie die SVP. Man benötigt dazu Lösungen im Interesse der Gesamtheit. Das fehlt den billigen Emotionen schürrenden Politiker der Bauern und Wirtschaftspartei gänzlich. Toni Brunner liess neben seiner verbissen schlauen Rethorik immerhin noch hie und da sein wahres geprägtes Selbst als Mensch durchblicken. Alles Gute, Ihm und der Familie.
  • andrew1 24.11.2018 10:26
    Highlight Highlight Mich dünkt es geht in die richtige richtung mit der svp. Früher war sie unter blocher und brunner sehr Konservativ. Dadurch auch die bdp abspaltung. Rösti ist deutlich liberaler und moderner.
    • yey 24.11.2018 17:31
      Highlight Highlight Also bezüglich restriktiver Migration ist Albert Rösti quasi am Maximum. Das Profil ist wie aus dem SVP Parteilbilderbuch
      Benutzer Bild
  • MilfLover 24.11.2018 09:59
    Highlight Highlight Ich freue mich darüber.
  • Freilos 24.11.2018 09:54
    Highlight Highlight Politisch überhaupt nicht mein Fall.

    Trotzdem durfte ich ihn mal an einem Fussballspiel kennenlernen. Ein sehr nahbarer, ja unterhaltsamer Typ ist er aber schon.

    Mal schauen ob man wirklich nichts mehr von ihm hören wird.
  • NumeIch 24.11.2018 09:39
    Highlight Highlight Ich fand die Abwahl von Ruth Metzler und die Wahl von Christoph Blocher auch unbefriedigend. So what? Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. In der Niederlage zeigt sich oft der wahre Charakter, wie man bei Blocher gut sehen konnte.
  • Raembe 24.11.2018 09:11
    Highlight Highlight Unabhängig ob man seine Politik mag oder nicht, das mit den Gewehrkugeln geht gar nicht.

    Ausserdem respektiere ich, das er nicht bis nach der Pension noch im NR sitzen bleibt.
  • Miikee 24.11.2018 09:09
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der Trisomie 21 noch nie gehört hat? 🤔


    Trisomie 21 = Down Syndrom
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Down-Syndrom
    • ~°kvinne°~ 24.11.2018 09:36
      Highlight Highlight Sieht so aus.
    • Miikee 24.11.2018 11:33
      Highlight Highlight Oh ja sieht so aus.

      Muss wohl mal alle Namen der Krankheiten auswendig lernen, scheint Allgemeinbildung zu sein. 🤔😅 Entschuldigung.
    • ~°kvinne°~ 24.11.2018 15:12
      Highlight Highlight Trisomie 21 ist keine Krankheit.
  • skofmel79 24.11.2018 09:09
    Highlight Highlight Das interview beginnt eigentlich ganz gut...dann die alte leier, und das sogar noch beim rücktritt. Rundumschläge, die vergangenheit nicht ruhen lassen können. Etwas schade finde ich das, weil er auch offen wichtige misstände anspricht. Egal ob jetzt die linken oder rechten bei den hohen spesen schuld sind (wobei die tendenz ja klar ist...siehe auch vbs). Ich mache mir aber auch nach diesem interview immer wieder die gleichen gedanken. Politisch zu wählen wird immer schwieriger, da schwarze schafe, misstände etc immer mehr in allen polit. lagern einzug halten.
    • Asmodeus 24.11.2018 13:49
      Highlight Highlight Spätestens als er in seine Lügen eintauchte von wegen "Migration ist Problem Nummer 1" war klar, dass wir uns glücklich schätzen können wenn wir Leute wie ihn los werden.
  • Bert der Geologe 24.11.2018 09:02
    Highlight Highlight Offenbar war Leichtgläubigkeit sein Problem. Er glaubte dem Müller, er glaubte der Widmer-Schlumpf und auch seinem Übervater aus Herrliberg glaubte er jeden 'Seich'.
    • Asmodeus 24.11.2018 13:49
      Highlight Highlight Und er glaubt die Lügen nicht nur. Er kämpft auch noch dafür (oder im Falle der Migranten. Dagegen)
  • Dogbone 24.11.2018 08:52
    Highlight Highlight Naja, der Toneli halt. Jetzt hat er noch eine Plattform bekommen um bitzli abzurechnen. Ich denke, das durfte man ihm schon noch geben, nachdem er viele Jahre immer nur Marionette sein durfte. Zu mehr hats halt wohl einfach nie gereicht aber die Rolle hat er sicher nicht schlecht gemacht, kann man sagen. Nun aber bitte nicht bis zu seinem Abtritt Dauer-Pressepräsenz. Das brauchts jetzt wirklich nicht...
  • safado7 24.11.2018 08:45
    Highlight Highlight Ein Berufspolitiker tritt ab!
    • Chääschueche 24.11.2018 09:47
      Highlight Highlight Du verwechselt ihn mit deinem liebling Molina
    • mogad 24.11.2018 11:55
      Highlight Highlight Und der verhasste Staat zahlt weiter für ihn. Als Bauer dürfte er noch viele Subventionsschätze auszugraben!
    • Roterriese 24.11.2018 12:08
    Weitere Antworten anzeigen
  • Genital Motors 24.11.2018 08:18
    Highlight Highlight Totz allem...der Toni ist und bleibt ä gmögigä...
    Politische Differenzen hin oder her.
    Alles gute und viel Spass!
    • matcha 24.11.2018 20:02
      Highlight Highlight Na ja, gmögig? Ich habe ihn auch gesehen. Es braucht ihn nicht.
    • mogad 25.11.2018 11:11
      Highlight Highlight Es braucht vor Allem die SVP nicht. Die Politiker der andern Parteien tun nichts anderes, als die Scherben aufzuwischen, die wir der Abrissbirne SVP verdanken.
    • Genital Motors 25.11.2018 12:55
      Highlight Highlight Mal über den eigenen schatzen springen und den menschen und nicjt den politiker sehen..
  • Herbert Anneler 24.11.2018 08:14
    Highlight Highlight ...ja, lieber Toni, wir „haben es auch gesehen“ - wie du mit Inbrunst eine absolut integre Bundesrätin öffentlich als Landesverräterin diffamiert hast. Wie du einer derjenigen warst, welche das politische Klima mit der Jauche der Häme und der Intoleranz verpestet hast. Anderseits: Wir müssen dir dankbar sein, denn nach dir wird es wohl noch schlimmer kommen. Die SVP findet immer einen Weg dazu. Vielleicht hattest du aber auch innerlich genug von diesem sinnlos-destruktiven Leerlauf - dann verzeih mir meine Worte und nehme meine ehrlich gemeinten guten Wünsche für deine Zukunft mit.
  • AskMe 24.11.2018 07:28
    Highlight Highlight Nicht meine Linie, nicht meine Politik. Über den Mann selbst würde ich aber kaum ein böses Wort verlieren.
    • m. benedetti 24.11.2018 09:59
      Highlight Highlight Geht mir genauso.
  • #Technium# 24.11.2018 07:26
    Highlight Highlight Einer der besten Politiler, den die Schweiz je hätte. Bodenständig, frei vom Politfilz und zielstrebig.
    • Bert der Geologe 24.11.2018 09:38
      Highlight Highlight Haha frei von Politfilz. Auch SVP-Filz ist Politfilz und da wurde er dicht eingewoben und auch ausgenutzt, weil er verlässlich war und nach Aussen gut wirkte.
    • Fabio74 24.11.2018 09:40
      Highlight Highlight Satire pur. Berufspolitiker. Subventionsempfänger. Präsident vor Blochers Gnaden.
      Wer eine Bundesrätin als Landesverräterin diffamiert, disqualifiziert sich.
      Zudem ist der Rücktritt während der Legislatur eine Sauerei
    • zombie woof 24.11.2018 10:06
      Highlight Highlight Frei vom Politfilz? Ah ja stimmt, Filz gibts keinen bei der SVP
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1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

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