Schweiz
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ZUM THEMA VATERSCHAFTSURLAUB STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 25. OKTOBER 2017, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A father dresses his five-month-old daughter, pictured in Kilchberg, Canton of Zurich, Switzerland, on September 21, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Vater zieht seiner fuenf Monate alten Tochter Socken an, aufgenommen am 21. September 2017 in Kilchberg. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das neue Gesetz brachte getrennten Vätern nicht die erhofften Verbesserungen. Bild: KEYSTONE

Interview

«Es ist oft Glückssache, ob ein Vater sein Kind mehr oder weniger betreuen darf»

Väterorganisationen sind unzufrieden mit der Umsetzung des neuen Unterhaltsgesetzes. Familienanwalt Thomas Gabathuler sagt im Interview, warum es für getrennte Väter in manchen Kantonen deutlich teurer wird als in anderen.



Herr Gabathuler, hat die persönliche Einstellung eines Richters einen Einfluss darauf, wie das Gericht in einem Sorgerechtsstreit entscheidet?
Thomas Gabathuler:
Ja, das persönliche Rollenbild des Richters ist von grosser Bedeutung. Und zwar heute mehr denn je. Früher orientierten sich die meisten Richter an einem traditionellen Familienbild. Heute ist der Spielraum grösser, und es ist oft Glückssache, ob ein Vater sein Kind mehr oder weniger betreuen darf, oder ob er mehr oder weniger Unterhalt bezahlen muss.

Seit Anfang 2017 ist das neue Unterhaltsrecht in Kraft. Nun zeigen sich Männerorganisationen von der Umsetzung bitter enttäuscht: Diese sei «diskriminierend», Männer würden immer noch häufig zu «Zahlvätern» degradiert. Teilen Sie diese Beobachtung?
So generell lässt sich das nicht sagen. Grundsätzlich hat sich die Stellung der Väter verbessert. Früher war ein Mann, der sein Kind nach einer Trennung mehrere Tage pro Woche betreuen wollte, praktisch chancenlos, wenn sich die Mutter querstellte. Heute sind seine Chancen zumindest intakt – sofern er einen aufgeschlossenen Richter erwischt. Und natürlich ist es nicht sehr vorteilhaft, wenn der betreffende Vater sich in der Betreuung vor der Trennung nicht besonders engagiert hat. Wie die Betreuungsfrage im individuellen Fall gelöst wird, wirkt sich dann auf die Höhe der Unterhaltsbeiträge aus. Entscheidend ist aber auch, welches Berechnungsmodell die Richter beim neu eingeführten Betreuungsunterhalt anwenden – und hier herrscht leider ein kompletter Wildwuchs. Bisher fehlt ein Bundesgerichtsurteil zu dieser Frage.

«Hat ein nicht verheirateter Mann einen guten Job und zwei Kinder, können sich die Unterhaltszahlungen gut und gern auf 5000 Franken belaufen.»

Teilweise würden «absurd hohe Ausgleichszahlungen» verlangt, schreibt der Dachverband Männer.ch in einer Resolution (siehe Box). Einverstanden?
Die Spielregeln haben sich vor allem für unverheiratete Paare geändert. Für sie gelten unter dem neuen Gesetz Rahmenbedingungen, die denen für geschiedene Ehepaare angenähert sind. Das heisst: Der zahlende Elternteil muss nicht nur für sein Kind aufkommen, sondern den anderen Elternteil auch für dessen Betreuungsarbeit entschädigen. Abhängig vom Berechnungsmodell und vom Einkommen der Eltern können die Kosten so tatsächlich durch die Decke gehen. Hat ein nicht verheirateter Mann einen guten Job und zwei Kinder, können sich die Unterhaltszahlungen gut und gern auf 5000 Franken belaufen.

«Ein Sorgerechts- und Unterhalts-Streit nach einem One-Night-Stand – das wird sofort kompliziert.»

Väter fordern «faire» Umsetzung des Sorgerechts

Das neue Kindesunterhaltsrecht trat Anfang 2017 in Kraft. Männer- und Väterorganisationen hatten sich von der Gesetzesrevision viel erhofft – und zeigen sich nun bitter enttäuscht. «Der eigentlich fortschrittliche Gedanke, dass beide Elternteile Verantwortung in der Erziehungs- und der Erwerbsarbeit übernehmen sollen, wird leider kaum umgesetzt», klagte Nicolas Zogg vom Dachverband Männer.ch in der NZZ am Sonntag

Im Streitfall werde oft der Mutter die Kinderbetreuung und dem Vater die Erwerbsarbeit zugeteilt. Zudem müsse jener Elternteil, der das Kind weniger betreue, teilweise «absurd hohe Ausgleichszahlungen» leisten, heisst es in einer Resolution, welche die Männer.ch-Mitgliederversammlung nächsten Samstag verabschieden soll. Auch die Möglichkeit der alternierenden Obhut werde heute «viel zu selten angewendet». (jbu)

Neu spielt es rechtlich keine Rolle mehr, ob ein Kind im Rahmen einer Ehe oder bei einem One-Night-Stand gezeugt wurde. Welche Folgen hat das in der Praxis?
Ein Sorgerechts- und Unterhalts-Streit nach einem One-Night-Stand – das wird sofort kompliziert. Weil die Eltern nie zusammengelebt haben, kann man nicht von der Erwerbs- und Betreuungssituation ausgehen, die vor der Trennung herrschte. Angenommen, eine Frau hat einen gut bezahlten Vollzeitjob, wird dann von einer Affäre schwanger und will sich nach der Geburt mehrheitlich auf die Betreuung des Kindes konzentrieren: Bis zu welchem Grad muss der Kindsvater ihren Lohnausfall ersetzen? Je nach Kanton gibt es die unterschiedlichsten Antworten. Die einen sagen, der Kindsvater muss das Existenzminimum der Mutter decken, andere sagen, der Kindsvater muss der Mutter 50% des Lohnes ersetzen, wenn diese das Kind 50% selber betreut, wiederum andere setzen für diese 50% Lohnausfall eine Pauschale, zum Beispiel 1'500 Franken, ein. Sie sehen, ein rechtes Durcheinander.

«Hätten die Politiker beim Unterhaltsgesetz ihren Job richtig gemacht, hätten wir jetzt ein paar Probleme weniger.»

Besonders umstritten ist in diesem Zusammenhang die sogenannte 10/16-Regel des Bundesgerichts. Sie sieht vor, dass der betreuende Elternteil erst ab dem zehnten Geburtstag des Kindes wieder Teilzeit arbeiten muss – und ab dem 16. Altersjahr Vollzeit. Wie stehen Sie dazu?
Diese Regel ist aus meiner Sicht definitiv nicht mehr zeitgemäss. Schliesslich gibt es gerade in städtischen Regionen sehr viele externe Betreuungsangebote. Wenn hochqualifizierte Akademikerinnen einen Anreiz haben, sich zehn Jahre lang aus dem Arbeitsmarkt auszuklinken, dann ist damit niemandem gedient. Die Zürcher Gerichte wenden die 10/16-Regel darum auch kaum mehr an. Gleichzeitig halten die Richter in anderen Kantonen eisern daran fest. Ich hoffe sehr, dass das Bundesgericht in dieser Frage bald ein Machtwort spricht.

Bild

Thomas Gabathuler ist Fachanwalt für Familienrecht. Er ist Autor des «Handbuchs zu Trennung und Scheidung» und hat bereits mehrere Beiträge zum Unterhaltsrecht in Fachzeitschriften publiziert. bild: advoteam.ch

Müsste auch die Politik aktiv werden?
Hätten die Politiker beim Unterhaltsgesetz ihren Job richtig gemacht, hätten wir jetzt ein paar Probleme weniger. Für mich ist es unverständlich, warum es das Parlament zum Beispiel unterlassen hat, klare Kriterien für die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen ins Gesetz zu schreiben. Es überliess die gesamte Interpretation den Gerichten – und hat so für viel Rechtsunsicherheit und Willkür gesorgt.

«Und bei manchen Trennungen – da muss man realistisch sein – kommt dann halt noch ein böser Wille dazu.»

Können Paare diese Probleme umgehen, wenn sie Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit von Anfang an Fifty-Fifty aufteilen?
Ja, bei einer solchen Ausgangslage erübrigen sich viele Probleme. Im Idealfall können so nach einer Trennung beide Elternteile weiterhin für das Kind da sein und ihrem Job nachgehen – und keiner ist dem anderen finanziell etwas schuldig. Nicht zu übersehen ist allerdings, dass die alternierende Betreuung insgesamt oft kostspieliger ist. In finanziell knappen Verhältnissen ist das nicht immer realistisch. Schwierig wird es meist, wenn die Paare während ihrer gemeinsamen Zeit eine traditionelle Rollenteilung wählen und die Weichen nach der Trennung plötzlich komplett anders stellen wollen.

Stichwort alternierende Obhut: Das Modell sieht vor, dass das Kind abwechselnd bei beiden Elternteilen lebt. Nun kritisieren die Väterorganisationen jedoch, dass diese Möglichkeit «viel zu selten» angewandt wird, obwohl es laut dem neuen Gesetz explizit geprüft werden müsste. 
Es ist sicher so, dass konservative Richter die alternierende Obhut nicht wahnsinnig fördern. Dazu kommen praktische Schwierigkeiten: So müssen die Eltern nahe beieinander wohnen, damit das Kind zwischen zwei Wohnungen pendeln kann. Manchmal lässt sich eine solche Wohnsituation trotz gutem Willen nicht herstellen. Und bei manchen Trennungen – da muss man realistisch sein – kommt dann halt noch ein böser Wille dazu. Dann versucht ein Elternteil, eine alternierende Obhut mit seiner Wohnsitzwahl oder auch mit Kommunikationsverweigerung zu verhindern.

«In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Mütter mit ihren Kindern ins Ausland ziehen, obwohl der Vater damit nicht einverstanden ist – oder umgekehrt.»

Immerhin: Wenn ein Elternteil mit den Kindern weit weg ziehen will, etwa ins Ausland, braucht er laut dem neuen Gesetz die Einwilligung seines Ex-Partners. Greift wenigstens diese Regelung?
Nein, leider nicht. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Mütter mit ihren Kindern ins Ausland ziehen, obwohl der Vater damit nicht einverstanden ist – oder umgekehrt. In den meisten Fällen bekommt der Elternteil, der wegzieht, am Ende vor Gericht Recht. Das ist dann ein Problem für den Elternteil, der bleibt. Dessen Kontakt zu den Kindern wird eingeschränkt. Die Gerichte betrachten den Wegzug als ‹fait accompli› und prüfen nicht, welche Lösung dem Kindswohl am besten dient.

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49
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    Alle Leser-Kommentare
  • Kreasty 21.03.2018 13:55
    Highlight Highlight "sofern er einen aufgeschlossenen Richter erwischt."

    Bisschen Glück mitbringen, vll klappts ja....


    Also so lange dieses Problem noch existierend ist, finde ich brauch man nicht über Frauenquoten reden. Damit sage ich nicht dass das Weiblichegeschlecht nicht auch diskriminiert wird. Aber Sozialleben > Wirtschaft.

    Ich möchte nicht nur der Erzeuger sein und dann Abzahlen und nicht mal mitwirken können.
    Hier muss noch ein weiter Schritt gemacht werden.
  • HeforShe 20.03.2018 15:35
    Highlight Highlight Die Schweiz ist unglaublich rückständig, was Kinderbetreuung, Lösungsfälle nach Scheidungen usw. angeht.

    Einerseits müssen Frauen nach 4 Monaten ihren Säugling fremdbetreuen lassen oder kündigen, wenn eine firmeninterne Elternzeit nicht vereinbar war, andererseits sollen sie erst mit 10 Jahren des Kindes zur Teilzeitarbeit verpflichtet werden können, da der Ex-Partner für die Kosten aufkommt?

    Absoluter Käse.
    Subventionierte Kinderbetreuung, Frauen können arbeiten (alleinerziehende Frauen sind stark von Altersarmut bedroht), Entlastung Väter, dafür Betreuungszeit besser aufteilen.
  • Madame Butterfly 20.03.2018 13:38
    Highlight Highlight schafft endlich mehr teilzeitstellen für väter! und ein grosses ja für den vaterschaftsurlaub. steht ja oben/ schwarz auf weiss, wenn mans von anfang an gerecht aufteilt, kann man bei der trennung besser drauf reagieren. macht auch sinn.
    wenn die frau, während der beziehung, zu 100% die kinder betreut, ist’s eigentlich nur logisch, wer sie bei der trennung weiter betreut... think about it!
    ja, zum vaterschaftsurlaub!
    • cille-chille 20.03.2018 17:15
      Highlight Highlight Es ist eine Krux.
      Vor der Trennung betreute ich zu ca. 60%, danach ca. 45%. Im Scheidungsverfahren konnte ich Dank vielen Faktoren erreichen, dass ich weiterhin zu ca. 40% betreue.
      Soweit so gut und gefühlte 77 zivilrechtliche Hürden jetzt mal gar nicht angeschnitten.
      Leider ist dies nur eine Seite. Teilzeitarbeit für Väter birgt immer noch enorm viel Mittelalter. Das Steuerrecht hinkt: Alleinstehend, keine Abzüge für die Betreuung & Auslagen, höchste Steuerklasse da ja Alleinverdiener. Keine KK-Ermässigung.
      Stuererlassgesuch als Rettung.
      Vaterschaftsurlaub hinkt genau so!

      Vaterschaftsurlaub
    • cille-chille 20.03.2018 17:24
      Highlight Highlight 2/2

      Fazit meines Komentars:

      Das Geld ist Ende Monat gleich Null und das fühlt sich nicht gut an.
      Aber:
      Es geht ums Kind und was da zählt ist die gemeinsame Zeit: Lebensqualität.
      Diese gemeinsame Zeit bildet meines Erachtens das Fundament für eine vertrauensbildende Beziehung, was wiederum (meines Erachtens) in Richtung, tendenziell-optimaler Erziehung fliesst.

      Dem voraus geht die Möglichkeit, erst eine Grundbeziehung mit dem Kind aufbauen zu können.
      Sprich: Vaterschaftsurlaub!

      Der Eine nimmt es sich. Einer hat es, und den vielen würde es die Perspektive wechseln.

      Meines Erachtens Pflicht
    • Madame Butterfly 20.03.2018 22:00
      Highlight Highlight Ja, Vaterschaftsurlaub wäre immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
      Und das mit den Teilzeitstellen ist ja auch Verhandlungssache; da spiel ich jetzt mal den Ball an die Männer zurück. Ich glaube, dass da auch die Forderung nicht allzu gross ist. Was ich ziemlich schade finde. Aber sicherlich wird's auch nicht von der Wirtschaft gefördert
    Weitere Antworten anzeigen
  • stereo 20.03.2018 13:31
    Highlight Highlight Zitat: „ Wenn hochqualifizierte Akademikerinnen einen Anreiz haben, sich zehn Jahre lang aus dem Arbeitsmarkt auszuklinken, dann ist damit niemandem gedient. “ Nur so nebenbei; es gibt auch Frauen mit „nur“ Lehrabschluss und jeder menge Berufserfahrung auf die man nicht verzichten kann/sollte. Dafuck!! Diese überstudierte Gesellschaft!
  • Butschina 20.03.2018 13:08
    Highlight Highlight Es sollte normal sein für die Kinder eine gute Lösung zu finden, die beide Elternteile einschliesst. Die Gerichte sind jedoch immer noch auf der Seite der Frauen. Frauen, die dies ausnützen kann ich nicht verstehen. Es geht um die Kinder nicht um das eigene Ego.
  • lilie 20.03.2018 12:18
    Highlight Highlight Ich finde diese ganze Geschichte sehr traurig. Wieviele Paare leiden (und mit ihnen die Kinder), weil sie sich nach der Trennung/Scheidung bis aufs Blut bekämpfen und sich nicht einig werden?

    Und das Gesetz hinkt ständig hinterher, weil es eine Million Möglichkeiten gibt, diese Probleme zu lösen. Das ist doch individuell.

    Vielleicht wäre es am besten, man würde das vertraglich festlegen, wenn man Kinder kriegt, wie das aufgeteilt würde, falls man sich trennt - zu einem Zeitpunkt, wo man sich noch verträgt und ruhig darüber sprechen kann.

    Ein Familienvertrag quasi - parallel zum Ehevertrag.
  • Menel 20.03.2018 12:05
    Highlight Highlight Schon mal überlegt, wie die Pensionskasse ausschaut, wenn beide 50% arbeiten?
    • w'ever 20.03.2018 14:41
      Highlight Highlight bitte um erklärung
    • JaneSodaBorderless 20.03.2018 17:04
      Highlight Highlight w’ecer: Man muss mindestens 70% arbeiten, sonst entstehen Lücken und das produziert Altersarmut. Davon betroffen sind Frauen und Männer.
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 20.03.2018 12:01
    Highlight Highlight Leider ist in Sachen Sorgerecht der Mann brutal benachteiligt.

    Habe gleich 3 Freunde, Väter, die ihr Kind in um alles in der Welt lieben, es aber fast nie sehen dürfen.

    Die Mutter verhindern es.

    Und dies obwohl die Kinder gerne (lieber) beim Vater sind.
    Frau benutzt das gemeinsame Kind, um sich an ihrem Ex zu rächen.

    Eine schweinerei!

    Im Interview, sah ich SP Frau, Anita Fetz, diese Verhältnisse verteidigen!
    Es sei der einzige Punkt wo Frau Macht hätte. Und diese Macht (über den Mann) wolle man nicht so einfach aufgeben!

    Männer die sich um ihre Kinder kümmern?

    Nicht erwünscht.
    • mein Lieber 20.03.2018 15:04
      Highlight Highlight Leider habe ich die gleiche Erfahrung gemacht, zum Glück hat sie wieder geheiratet 😂
  • Maya Eldorado 20.03.2018 11:01
    Highlight Highlight Es geht halt immer noch viel zu sehr um die Verletzlichkeit der Eltern, als um das, was für die Kinder am besten ist.
  • Evan 20.03.2018 10:56
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Dieses Thema muss dringend aufgearbeitet werden in der Schweiz.
  • Theor 20.03.2018 10:54
    Highlight Highlight Es ist jedem selbst überlassen, ob er Frau und Kind haben möchte und in welchem Familienverständnis er leben möchte. Aber sich im nachhinein dann beschweren, wenn die möglichen Risiken eintreten, ist halt irgendwie blauäugig. Oder sehe nur ich das so?
    • Snowy 20.03.2018 11:30
      Highlight Highlight Nein, das ist nicht blauäugig.

      Wir leben in der Schweiz in einem Rechtsstaat. Finde nicht, dass man bevor man eine Familie gründet, sich zwingend mit dem Anwalt besprechen müsste....
    • mein Lieber 20.03.2018 11:48
      Highlight Highlight Ja, das siehst nur du so.
    • Theor 20.03.2018 14:09
      Highlight Highlight @Snowy

      Das habe ich damit nicht gemeint, sondern dass man, bevor man sich auf eine "Ein-Mann/Frau-Ernährer-Familienpolitik" einigt, man sich auch dessen in klaren ist, was dies im Falle einer Scheidung bedeutet. Es machen sich viel zu wenige Gedanken darüber und verzahnen sich dermassen miteinander, dass eine Trennung in einem totalen Fiasko endet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AustinOsmanSpare 20.03.2018 10:41
    Highlight Highlight 1. Nehmt Euch einen guten Anwalt, besser 50000 CHF jetzt investiert.
    2. Investiert in Eure Beziehung, die Mär vom unschuldigen Mann glaub ich keinem. Kümmert Euch um Euch, entwicklet Euch und bleibt spannend für den Gegenpart.
    3. Wählt weise: Wenn ihr eine Bitch heiratet, werdet ihr auch eine Bitch scheiden.
    • mein Lieber 20.03.2018 11:49
      Highlight Highlight 4. Kämpft für euer Recht und zerrt sie vor Gericht wenn sie lügt und betrügt.
    • Evan 20.03.2018 12:07
      Highlight Highlight Jedoch sollte man erwarten, dass wenn man sich von der «Bitch» scheidet, dass es das Gesetz nicht erlaubt dass sich diese dann auf deine Kosten ausleben kann.

      Es ist eigentlich ganz einfach, das Gesetz sollte fair sein.
    • AustinOsmanSpare 20.03.2018 13:20
      Highlight Highlight @ Billagtrumpicdumpmyass: 3. Grundsatz in meinem Kommentar deckt dies bereits ...
  • DerTaran 20.03.2018 10:26
    Highlight Highlight Gleichberechtigung? Emanzipation? Ungleichbehandlung immer nur zu Gunsten des Mannes?

    Wohl kaum!
    • DerTaran 20.03.2018 12:42
      Highlight Highlight @Büenzli: Konservative Richter verhindern das eine Frau sich um die Kinder kümmern kann, statt zu arbeiten? Das glaubst du doch selber nicht, oder?
    • mein Lieber 20.03.2018 23:22
      Highlight Highlight Büenzli war wohl noch nie geschieden... Ich mag es ihm von Herzen gönnen, es ist eine lausige und mühsame Sache, vor allem wenn ein Partner sein Ego in den Vordergrund stellt.
  • Gringoooo 20.03.2018 10:20
    Highlight Highlight Das schlimmste ist und bleibt, wenn die Streitigkeiten auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden.

    Wer ein Kind zeugt, der sollte auch die volle Verantwortung dafür übernehmen. Darunter verstehe ich insbesondere auch eine einvernehmliche Lösung mit dem Ex-Partner zu finden und den eigenen Stolz hinten anzustellen - zum Wohl der Kinder.
    • mein Lieber 20.03.2018 11:52
      Highlight Highlight Sag das mal meiner Exfrau und dem Trottel von Richter. Sorgerechtsstreit trotz Drogenproblemen und Gewalt an den Kindern. Was das Scheidungsgesetz betrifft leben wir noch in den 60ern, aber wenn man Glück hat weiss die Frau nicht mal was eine Konkubinatsklausel ist 😁
    • Lami23 20.03.2018 19:40
      Highlight Highlight Und so eine hast du geheiratet? Congrats :-)
    • mein Lieber 20.03.2018 22:03
      Highlight Highlight Lami, Menschen verändern sich...
  • Snowy 20.03.2018 10:14
    Highlight Highlight «Hat ein nicht verheirateter Mann einen guten Job und zwei Kinder, können sich die Unterhaltszahlungen gut und gern auf 5000 Franken belaufen.»

    Bsp.: Zwei Gutverdiener. Man verliebt sich, zeugt zwei Kinder. Sie bleibt die ersten 2-3 Jahre zu Hause und kümmert sich um die Kids. Soweit der Plan...

    Leider geht die Beziehung (wie 50% aller Ehen) in die Brüche. Die Kinder sind 2 und 3. Die Frau ist (noch) nicht arbeitstätig. Nun darf der Mann die nächsten 8 Jahre monatlich (!) CHF 5000.- an Frau und Kinder überweisen. Kein Gericht kann die Frau (trotz bester Ausbildung) zu einer Arbeit zwingen...
    • Snowy 20.03.2018 11:47
      Highlight Highlight Dieses Bsp ist übrigens nicht frei erfunden, sondern spielt sich gerade in meinem Bekanntenkreis ab...:

      Er wohnt (mit 9K Monatslohn...) in einer 1,5 Zimmer Wohnung und arbeitet 100%+12h/Tag. Die Frau möchte keine Lohnarbeit trotz vorhandenen top-Kitas, Grosseltern und einer top-Ausbildung. Dies obwohl die Eltern ausgemacht hatten, dass sie wieder weiter arbeitet, sobald das Kleinere abgestillt ist.
      Und natürlich wohnt sie weiterhin im gemeinsamen EFH mit den Kids.

      Ach ja... einen anderen Job suchen wo er weniger verdient, darf er übrigens auch nicht (sagt das BGer).

      Schöne neue Welt...
    • mein Lieber 20.03.2018 11:53
      Highlight Highlight Welcome to Switzerland...
    • satyros 20.03.2018 12:01
      Highlight Highlight Wie man sich bettet, so liegt man. Wenn man zusammen abmacht, dass die Frau zu Hause bleiben soll, dann bleibt sie halt zu Hause. Wieso das nach einer Scheidung anders sein soll, als wenn die Ehe fortbestanden hätte, sehe ich nicht ein.
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