Schweiz
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Petra Goessi, FDP-SZ, spricht waehrend einem Interview, im buergerlichen Hauptquartier, am Sonntag, 12. Februar 2017, im Hotel Bellevue in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte am Sonntag ueber drei Vorlagen zu bestimmen, die erleichterte Einbuergerung der dritten Auslaendergeneration, die Schaffung des Nationalstrassenfonds NAF, sowie die Unternehmenssteuerreform USR III. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Petra Gössi ist seit April 2016 Präsidentin der FDP Schweiz. Bild: KEYSTONE

Interview

Gössi distanziert sich: «Die FDP hat mit dem Plan B von Bigler nichts zu tun»

Die FDP ist gegen die No-Billag-Initiative – mit dem Direktor des Gewerbeverbands kämpft aber ein prominentes Parteimitglied an vorderster Front für ein Ja. Im Interview sagt Parteipräsidentin Petra Gössi, wie sie damit umgeht. 



Frau Gössi, sind Sie froh, wenn die No-Billag-Abstimmung im März durch ist?
Petra Gössi: Für mich ist das eine Abstimmung wie jede andere auch. Speziell ist höchstens, dass die Diskussion sehr früh entbrannt ist und der Abstimmungskampf deshalb unüblich lange dauert.

Das prominenteste Aushängeschild der FDP in der No-Billag-Debatte ist Hans-Ulrich Bigler. Allerdings vertritt er nicht die Linie der Partei, sondern kämpft leidenschaftlich für ein Ja. Das kann Ihnen als Parteichefin nicht gefallen.
Natürlich ist es einfacher, wenn wir uns in der Partei einig sind. Aber es gehört zum normalen Abstimmungsalltag, dass einzelne Exponenten eine eigene Meinung vertreten, die nicht der offiziellen Parole entspricht. Zudem tritt Hans-Ulrich Bigler in dieser Frage primär als Direktor des Gewerbeverbands auf.

Dennoch: Viele Annahmen in Biglers Plan B halten dem Reality Check nicht stand. Fürchten Sie nicht, dass ein solches Gebaren der Glaubwürdigkeit der Partei schadet?
Nochmals: Die FDP hat mit dem Plan B von Hans-Ulrich Bigler nichts zu tun. Es handelt sich um Ideen des Gewerbeverbands.

Medienministerin Doris Leuthard vermutet, dass Herr Bigler eine persönliche Fehde austrägt. Dass er nach der verlorenen RTVG-Abstimmung frustriert ist. Wie erklären Sie sich seinen Furor?
Dazu werde ich sicher keine Einschätzung abgeben (lacht).

Haben Sie das Gespräch mit Herrn Bigler gesucht?
Wir haben mit allen Fraktionsmitgliedern über die Initiative diskutiert, als damals die No-Billag-Debatte im Parlament anstand. Mit dem Resultat, dass sich Hans-Ulrich Bigler bei der Schlussabstimmung enthalten hat. Damit war ich zufrieden. Es ist sein gutes Recht, nun als Direktor des Gewerbeverbands einen anderen Akzent zu setzen.

Die FDP-Delegierten haben letzte Woche die Nein-Parole zu No Billag beschlossen und gleichzeitig auch ein Positionspapier zur Medienpolitik verabschiedet. Darin heisst es, das bestehende Modell der Medienförderung sei nicht mehr zeitgemäss. Was meinen Sie damit?
Heute erhält die SRG jährlich einen sehr hohen Gebührenbetrag, der aufgrund des Bevölkerungswachstums weiter anwächst. Doch die Regulierung bleibt gleich und entspricht nicht mehr den heutigen Herausforderungen der Medienwelt. Hier braucht es Reformen. Eigentlich müsste es doch so sein, dass zuerst ein klarer Service-public-Auftrag definiert wird und dann berechnet wird, wie viel Geld nötig ist, um diesen umzusetzen. Es darf nicht sein, dass die SRG immer weiter und weiter wächst.

«Einfach eine Halbierung auf 200 Franken zu verlangen, wie das die SVP getan hat, löst das Problem nicht.»

Das wird sie ja auch nicht: Der Bundesrat hat bereits angekündigt, die Gebührengelder für die SRG bei 1,2 Milliarden Franken einzufrieren. Angedacht ist allerdings, künftig im Rahmen des neuen Mediengesetzes auch Online-Medien oder die Nachrichtenagentur SDA finanziell zu unterstützen. Sie sind dagegen – weshalb?
Im Internet besteht eine riesige Medienvielfalt und der Markt funktioniert. Eine neue Förderung ist darum nicht angebracht. Zudem ist der genaue Inhalt des neuen Mediengesetzes noch nicht bekannt. Am Ende wird das Gesamtbild entscheidend sein.

Hat es das Parlament verpasst, der No-Billag-Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberzustellen?
Ich persönlich hätte einen sinnvollen Gegenvorschlag begrüsst. Aber einfach eine Halbierung auf 200 Franken zu verlangen, wie das die SVP getan hat, löst das Problem nicht. Der Denkfehler bliebe derselbe: Man stellte der SRG einfach Geld zur Verfügung, ohne klar zu definieren, welche Gegenleistung man dafür will.

«Ich bin genug selbstkritisch, um zu sehen, dass mir hier die Objektivität ein Stück weit fehlt.»

Sie sind bald zwei Jahre Chefin der FDP. Erleben Sie die Berichterstattung der Medien generell als fair?
(lacht) Ich empfinde Berichte immer dann als unfair, wenn sie mir nicht gefallen. Ich bin genug selbstkritisch, um zu sehen, dass mir hier die Objektivität ein Stück weit fehlt. Aber im Ernst: Natürlich merkt man bei vielen Medien, woher der Wind politisch weht. Das kann sich im Artikel selber manifestieren, aber auch viel subtiler, etwa über die Bildsprache. Es ist himmelschreiend, welche Fotos teilweise ausgegraben werden, wenn einem ein Journalist «eins reinbretschen» will.

Aktuell läuft es Ihnen wie geschmiert, die FDP gehörte seit den Wahlen 2015 in vielen Kantonen zu den grossen Gewinnerinnen. Worauf führen Sie das zurück?
Es herrscht eine positive Grundstimmung. Unser Profil ist klar, das Selbstbewusstsein grösser. Zudem haben wir viele neue Mitglieder gewinnen können, die sehr aktiv und mit Freude politisieren. Und wir wissen, dass man Wahlen auf der Strasse gewinnt. Als ich mit der Politik begonnen habe, hat man sich teilweise kaum getraut, laut zu sagen, dass man bei der FDP ist. Heute erzählen wir den Leuten auf der Strasse voller Stolz, was wir machen und wofür wir einstehen.

Ihr Vorgänger, Philipp Müller, wollte die SP bei den Wahlen 2015 überholen. Das hat nicht funktioniert. Formulieren Sie für die Wahlen 2019 nochmals dasselbe Ziel?
Ja. Das Ziel muss ganz klar sein, 2019 die SP zu überholen und so zweitstärkste Kraft im Parlament zu werden.

Und jetzt du: Hast du in der Billag-Frage den Durchblick?

So sieht «Der Bestatter» aus, wenn dem SRF das Geld ausgeht

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Video: watson/Lya Saxer, Angelina Graf

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87Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 19.01.2018 06:28
    Highlight Highlight Mein Vorschlag: Wenn NoBillag angenommen wird, drücken wir den reset-Knopf und ersetzen den neu angenommenen Verfassungsartikel mit einem neuen Medienartikel, welcher eine abgespeckte SRG und die Unterstützung von privaten Qualitätssendungen ermöglicht. Falls die Zeit dafür gemäss Verfassungstext nicht reicht, finden die Bundesjuristen sicher einen Ausweg wie auch schon bei angenommenen Initiativen. Wenn NoBillag abgelehnt wird, wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern. Also besser ein taktisches JA für eine bessere Medienzukunft!
    • Madmessie 19.01.2018 15:55
      Highlight Highlight Dieser unsägliche Umgang mit der angenommen MEI-Iniative war Gift für die Glaube in unsere Verfassung. Damit hat das Parlament die Büchse der Pandora geöffnet. Jeder denkt jetzt, das die "Bundesjuristen" sicher "einen Ausweg" aus jeder unvernünftigen Initiative finden werden und stimmt darum aus dem Bauch heraus antatt mit dem Kopf.
    • Schneider Alex 20.01.2018 06:47
      Highlight Highlight RASA hat ja auch eine Aufhebung des MEI-Verfassungsartikels innert kurzer Frist verlangt. Es ist nicht verboten, gescheiter zu werden. Das liegt vor allem daran, dass das Parlament kaum mehr einen mehrheitsfähigen Kompromiss zustande bringt.
  • Wilhelm Tell 18.01.2018 18:26
    Highlight Highlight Diese Abstimmung lenkt von eine viel wichtigere Vorlage ab die Finanzordnung 2021 im Vergleich ist die Billag ein klaks gegenüber die Finanzordnung. Bei diese Vorlage können wir viel mehr sparen im Vergleich zu den paar Gebühren Franken von Billag. Mit einem nein zum Finanzordnung haben wir endlich die Möglichkeit die Bundessteuer ab zu schaffen welcher so oder so als wehrsteuer damals eingeführt worden ist
    • phreko 18.01.2018 20:19
      Highlight Highlight In welcher libertären Wolke schwebst du?
    • Fabio74 18.01.2018 21:17
      Highlight Highlight Wenn man bisschen weiter als bis zum Brett vor dem Kopf denken würde, stellt sich die Frage, wer wie die Aufgaben des Bundes finanzieren soll?
      Wie vor 170 Jahren funktioniert die Welt halt nicht mehr. Es kamen mehr Aufgaben dazu, die mit MWST und Zöllen nicht mehr finanziert werden können
      Und die Bundessteuer ist nun wirklich nicht der Posten, der das Budget belastet.
  • FrancoL 18.01.2018 15:15
    Highlight Highlight Gössi: Die FDP hat mit dem Plan B von Hans-Ulrich Bigler nichts zu tun. Es handelt sich um Ideen des Gewerbeverbands.

    Na so einfach kann man das ja nicht abtun!
    Bigler ist bei der FDP und etliche aus dem Gewerbe sind ja auch nicht gerade Linke sondern stehen der FDP oder der SVP nahe.
    Ergo glaube ich dass die FDP da schon etwas damit zu tun hat. Vielleicht liegt es an der Überdosis von falsche verstandener Freiheit, die immer von der FDP eingefordert wird.
    • dorfne 18.01.2018 16:10
      Highlight Highlight Immerhin hat die FDP Schweiz jetzt die Neinparole zu No Billag beschlossen. Bin gespannt, welche Parole die SVP Schweiz fassen wird. Ich tippe auf Stimmfreigabe.
  • Spooky 18.01.2018 14:11
    Highlight Highlight "Für mich ist das eine Abstimmung wie jede andere auch."

    Für mich auch. Ich verstehe die Aufgeregtheit wegen der Flimmerkiste überhaupt nicht.

    Und das Radio ist hörbare geistige Gehirnverschmutzung, mehr nicht.
    • dorfne 18.01.2018 16:13
      Highlight Highlight Mach jede Wette, dass Sie auf SRF2 und/oder über den Livestream im Netz - auch von SRF - Sport schauen. Olympiade und Fussball-WM? beides in diesem Jahr. Tennis? Wer bringt uns RF näher als das SRF!
    • klugundweise 18.01.2018 16:34
      Highlight Highlight Sie meinen wohl das PRIVAT-Radio.
      Genau das erhalten wir auch beim TV mit No Billag!
      SRF 1 z.B. mit Rendez-vous am Mittag, Regional-Journalen, Echo der Zeit, Politik- und Satire-Sendungen, Volkskultur, Literatur etc. ist für mich keine Gerhirnverschmutzung.
      Und zur Abwechslung leichte Unterhaltung ist auch ok.
    • Spooky 18.01.2018 17:29
      Highlight Highlight Unregelmässig schaue ich die Arena, die Rundschau, den Kassensturz und den Literaturclub. Aber die Bücher, die im Literaturclub besprochen werden, lese ich nie. Ich lasse mir doch nicht den allerletzten Unsinn aufschwatzen.

      Radio höre ich nicht: Einmal reingehört, dann für immer rausgehört.

      Sport geht mir am Ärmel vorbei.

      Und. Also echt: Was kümmert mich der doofe Bestatter? Ich habe keine Ahnung, warum ich mir den Langweiler antun sollte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 18.01.2018 13:12
    Highlight Highlight Was kommt eigentlich noch vors volk ausser diese blöde langweillige billag intistive?
    • Lagovai 18.01.2018 13:35
      Highlight Highlight Bundesbeschluss über die neue Finanzordnung
  • Madmessie 18.01.2018 12:50
    Highlight Highlight Bigler wird auch diese Initiative fast im Alleingang bodigen.

    In Zukunft würde ich als Kampagenleiter einfach Bigler engagieren und ihn für die Gegenseite lobbyieren lassen.
  • ubu 18.01.2018 12:32
    Highlight Highlight Also ich bewundere den Bigler ja ein bisschen. Der hat eine lebhafte Fantasie. :-)
    • The oder ich 18.01.2018 15:23
      Highlight Highlight Ach wo, er ist halt ein Stündeler, für die ist Glauben immer wichter als Wissen
    • Sophia 19.01.2018 12:01
      Highlight Highlight Ganz richtig gesehen, liebe The oder ich! Den Kirchen ist nichts teuflischer als die Wahrheit! Die haben bereits den Gallilei deswegen verfolgt. Niemend hat mehr zu verbergen, als diese Kirchen, wobei die Freikirchen die ärgsten sind! Und genau diese Freikirchen haben beschlossen, politisch aktiver zu werden und alle Parteien von links bis recht zu infiltrieren.
      Ganz egal wofür die Freikirchen sind, es ist immer falsch und Richtung Steinzeit!
  • Hustler 18.01.2018 12:15
    Highlight Highlight Ich stimme Nein, weil ich nicht einen haufen Arbeitslose produzieren will. Ich könnte das mit mir einfach nicht vereinbaren.
    • IchSageNichts 18.01.2018 17:26
      Highlight Highlight Nichts gegen Ihre Abstimmungsmeinung aber diese Argumentation: Also wenn es nach Ihnen ginge machen wir eine Staats AG bei der alle Löcher graben und zuschütten oder sonst was, was halt keiner braucht nur dass wir keine Arbeitlosen haben? Man kann nicht um jeden Preis allen einen Lohn verschaffen. Was sagen sie dann allen Arbeitlosen welche die Billag zahlen müssen?
      Sorry aber ein bisschen weniger Moralin und ein bisschen mehr faktenbasierte Argumentation.
    • Sophia 18.01.2018 17:35
      Highlight Highlight Das finde ich einen sehr guten Grund, schon deswegen, weil die Bürgerlichen dieses Argument schon gepachtet haben. Da ist es gut, wenn mal einer diesen notorischen "Arbeitsplatzverteigern" das Wort aus dem Mund nimmt, denn die Bürgerlichen interessieren sich für alles, nur nicht für die arbeitende Bevölkerung.
    • Sophia 19.01.2018 16:39
      Highlight Highlight "Ichsagenichts", was soll denn das? Erstens ist SRF kein Staatsunternehmen und zweitens muss niemand Billag zahlen! Das ist absolut freiwillig! Deine Steuern und Renten, für die du schon mal Steuern bezahlt hast, werden immer wieder besteuert und das ist nicht freiwillig, denn das befiehlt der Staat! Wenn du schon polemisierst, dann bitte aber mit der Wahrheit!
  • Beasty 18.01.2018 11:49
    Highlight Highlight Dass unser Gewerbe sich an vorderster Front gegen eine Medienvielfalt ausspricht und sich vor den Karren einer solch gefährlichen Initiave spannen lässt, macht unsere heimischen Gewerbler echt nicht sympathischer...
    • dorfne 18.01.2018 15:45
      Highlight Highlight Das Gewerbe ist und bleibt sympathisch. Es macht den nationalen Gewerbeverband nicht sympathischer. Es gibt ja noch regionale Verbände, die nah bei ihren Mitgliedern sind. Da wird schon der Eine oder Andere nur noch den Kopf schütteln über den Biglerschen Dachverband.
    • Urs457 18.01.2018 22:34
      Highlight Highlight Vielleicht sollten wir uns z.B. beim nächsten Renovationsauftrag an unsere solidarischen Gewerbler erinnern und sie mit Offerten aus dem Ausland etwas herausfordern 😉!
  • alterecht? 18.01.2018 11:47
    Highlight Highlight Biglers Plan B ist Sinnfrei, tönt aber irgendwie schon nach Freisinn...:-)
  • dorfne 18.01.2018 11:44
    Highlight Highlight Die FDP hat die Nein Parole beschlossen, will aber Reformen. Vernünftig. Frau Gössi sagt, der Inhalt des neuen Mediengesetzes sei noch nicht bekannt. Heisst das, einige der gewünschten Reformen könnten nach einem Nein in diesem Gesetz Platz finden?
  • dorfne 18.01.2018 11:41
    Highlight Highlight "Viele Annahmen in Biglers Plan B halten dem Reality Check nicht stand." Vor allem die Aussage, die SRG werde bei einem Ja weiterbestehen hält dem nicht stand. Warum? Man weiss nicht wie hoch die Einnahmen aus freiwillig bezahlten Abos, Pay-TV und Werbung sein werden. Medien- und Werbeexperten gehen von einer Kettenreaktion down to the bottom aus.
    • Sophia 18.01.2018 17:48
      Highlight Highlight Ja, Abbaio, dann wird sich einer der Steinreichen das SRF halt früher oder später kaufen! Um das geht es doch! Das müssen wir verhindern, denn wer will denn ein Blocher TV? um mal ein Beispiel zu nennen. Das würde uns alle zu - im übertragenen Sinne und nur auf deren Indoktrination bezogen - Norkoreaneren machen.
    • Pisti 18.01.2018 21:00
      Highlight Highlight Wenn niemand Blocher TV will wird es auch nicht geschaut und folglich eingehen.
      Und wenn euch die SRG so am Herzen liegt dann bezahlt dafür, aber verlangt nicht von euren Mitmenschen auch dafür zu bezahlen.
    • Sophia 20.01.2018 09:54
      Highlight Highlight Pisti, das ist ein sehr simpler Blick auf die Medien und Menschen. Menschen sind von Natur aus wissbegierig und suchen Unterhaltung und Information. Glaubst du im Ernst, in Russland, der Türkei oder in Nordkorea schaut niemand TV nur weil dort alles mehr oder weniger gleichgeschaltet ist? Wenn's nur noch Blocher TV gäbe, dann würden die Menschen auch das schauen, genauso wie sie die Blocher Zeitungen in Basel und sonst wo lesen. Warum wohl bemüht sich der Rechte Block um die Beherrschung der Medien, wenn sie von niemandem konsumiert werden würden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shabina 18.01.2018 11:10
    Highlight Highlight Ich bin ebenfalls Ihrer Meinung. Warum dann aber die FDP in der Kommisision geschlossen gegen die Sistierung stimmte, sei dahingestellt. Dadurch hat die Kommission (spezeill die FDP) die Debatte zum Service Public verhindert. Wasser predigen Wein trinken?
    • dorfne 18.01.2018 11:28
      Highlight Highlight Welche Sistierung? Bitte um kurze Aufklärung.
  • Spiessvogel 18.01.2018 11:06
    Highlight Highlight Jetzt, wo das mit falschen Zahlen gespickte schamlose TV-Bashing des Gewerbedirektors beginnt, bei der Mehrheit der Bevölkerung und selbst beim Gewerbe sauer aufzustossen, verkündet die Präs. der FDP felsenfest, dass sie gegen die No Billag ist. Honni soit qui mal y pense. Sicher hat sie, wie bei der Rentenreform einen Plan B in der Schublade. Wo ist eigentlich dieser geblieben?
    • Makatitom 18.01.2018 11:31
      Highlight Highlight Wunderst du dich da wirklich? Die Neolibertären Grosskapitalisten warne schon immer falscher als eine 300er Note
    • miarkei 18.01.2018 12:14
      Highlight Highlight Dir ist schon klar das sich viele KMU und Gewerbe gegen die No-Billag stark machen. Der Verband vertritt eine andere Ansicht als die einzelnen Gewerbe.
  • piedone lo sbirro 18.01.2018 10:55
    Highlight Highlight inhaltlich kommt vonseiten der no-billag befürworter ohnehin nichts von belang.

    dümmlich herumstotternde jungfreisinnige tun so, als verstünden sie irgendetwas von wirtschaft oder gar von freiheit, wenn sie ein paar anglizismen fehlerfrei aussprechen können.

    es ist eine provinzposse sondergleichen, die in der schweiz zurzeit abläuft.
    und das unter mitwirkung von exponenten der privatmedien, die weitschweifig aber inhaltsleer von medienmarktliberalismus schwatzen.
    • dorfne 18.01.2018 11:34
      Highlight Highlight Die 3 Jungs, welche die No-Billag Initiative lanciert haben, sollen sich regelmässig in einem Raucherrestaurant treffen, obwohl zwei von ihnen Nichtraucher sind. Einer von ihnen hat schon den Passivraucherhusten. Sie sagten, mit dem Besuch des Raucherrestaurant, wollten sie demonstrieren, wie sehr sie für de Freiheit seien. In diesem Fall, für die Freiheit des Wirts selbst zu bestimmen ob bei ihm geraucht werden dürfe oder nicht. Schlussfolgerung: Lieber in Freiheit an Lungenkrebs sterben, als eine Gesundheitsprävention, die vom verhassten Staat kommt. Wie krank ist denn das.
    • Platon 18.01.2018 12:14
      Highlight Highlight @Piedone
      "dümmlich herumstotternde jungfreisinnige tun so, als verstünden sie irgendetwas von wirtschaft oder gar von freiheit"

      Made my day😂
    • dorfne 18.01.2018 14:20
      Highlight Highlight Sie schreiben meist gute Sachen. Sie haben Argumente, da braucht es keine Abfälligkeiten zum Dessert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinrich Vogelsang 18.01.2018 10:49
    Highlight Highlight In welchem Parallelunsiversum lebt Petra Gössi und gibt es dort Luft zum Atmen?

    Im Internet gibt es (vorübergehend) viele Medienangebote, die aber alle nicht rentieren. Wie kann man da behaupten, dass der Markt funkioniere?

    • dan2016 18.01.2018 11:25
      Highlight Highlight Frau Gössi ist nicht allein bei der Idee, dass die TransportKANAELE der Information ausschlaggebend sind. Auch die Schweizer Presseförderung versteht darunter den Transport von Papier - nicht die Erarbeitung von Inhalten. Und ja, der Transport ist im Internet kompetitiv kostengünstig. Und für die Diskussion der künftigen Medienlandschaft und 'Service Public' muss die Diskussion schon darauf hinauslaufen, dass die Infokanäle an Bedeutung verlieren und die Erarbeitung des Contents immer kritischer wird....
    • demokrit 18.01.2018 11:26
      Highlight Highlight Die NZZ renitert nicht. Die ZEIT rentiert nicht? Der Tagesanzeiger rentiert nicht?
    • dan2016 18.01.2018 11:36
      Highlight Highlight @demokrit. Könnte es allenfalls sein, dass der Tagesanzeiger, NZZ, Zeit DANK der gedruckten Ausgabe profitabel ist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 18.01.2018 10:41
    Highlight Highlight im fall planB-plagiat-bigler schämt sich die FDP offensichtlich für ihre eigenen mitglieder - vielleicht sollte sie das auch betreff NZZ-gujer tun.
    • Roterriese #DefendEurope 18.01.2018 10:57
      Highlight Highlight Meinungsfreiheit passt nicht ins totalitäre Weltbild einiger Kommentatoren hier. Auch bei der SP sind abweichende Meinungen häufig unerwünscht. Da lobe ich mir die FDP, die auch andere Meinungen innerhalb der Partei respektiert.
    • ChlyklassSFI 18.01.2018 11:00
      Highlight Highlight Wie sieht es denn bei dir mit abweichenden Meinungen aus?
    • piedone lo sbirro 18.01.2018 11:06
      Highlight Highlight roterriese Team #NoBillag
      J.S. Bond

      die SRG zerstörer quatschen von meinungsfreiheit, da lachen die hühner!

      eure glaubwürdigkeit ist unterirdisch.
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Leuenberger: «Medien wie Bauernhöfe zu subventionieren halte ich für falsch»

Moritz Leuenberger (SP) war 15 Jahre lang Medienminister. Im Interview sagt er, warum ihn die No-Billag-Debatte manchmal an ein «Kasperli-Theater» erinnert und weshalb auch Bundesräte nicht davor zurückschrecken müssen, Journalisten zu kritisieren.

Herr Leuenberger, schön, dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Interview! Mögen Sie Journalisten überhaupt noch sehen nach all den Jahren als Medienminister?Moritz Leuenberger: (lacht) Ich sitze jedenfalls hier.

Dann schiessen wir doch los. Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie beurteilen Sie den Zustand der Schweizer Medienlandschaft?Ich will hier nicht Noten verteilen wie der Oberlehrer. Die Medienlandschaft wandelt sich genauso, wie sich auch die Gesellschaft wandelt. Es gehört zum Wesen …

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