Schweiz
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Bundesrätig Simonetta Sommaruga in ihrem Büro im Bundeshaus West in Bern. Fotografiert am 23. Mai 2018.

Für die SP-Bundesrätin ist das Geldspielgesetz eine pragmatische Lösung. Bild: Sandra Ardizzone

Sommaruga: «Über Netzsperren entscheidet nicht der Manager von DJ Bobo»

Bei der Abstimmung über das Geldspielgesetz zeichnet sich ein knappes Resultat ab. Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) spricht im Interview über Lobbyismus, Netflix-Vergleiche und ihre eigene Casino-Erfahrung.

25.05.18, 06:15 26.05.18, 07:02
Jacqueline Büchi, Sven Altermatt
Sven Altermatt
Sven Altermatt



Frau Sommaruga, wird das Elefantengehege im Zoo wirklich geschlossen, wenn das Stimmvolk das Geldspielgesetz am 10. Juni ablehnt?
Simonetta Sommaruga: 
Sicher nicht gleich am nächsten Tag. Aber Tatsache ist, dass ausländische Internet-Casinos ohne das neue Gesetz viel Geld aus der Schweiz abziehen, ohne sich an unsere Regeln zu halten. Sie müssen nichts machen, um suchtgefährdete Personen zu schützen. Und vor allem liefern sie keinen einzigen Rappen für die AHV und gemeinnützige Projekte wie beispielsweise etwa Tierparks ab.

Glaubt man den Plakaten der Befürworter, geht es bei einem Nein nicht nur den Elefanten an den Kragen. Konzerte sollen abgesagt werden und Spielplätze verlottern. Das ist doch pure Angstmacherei!
Der Bundesrat führt keine Abstimmungskampagne. Aufgabe des Bundesrats ist es, über das Geldspielgesetz zu informieren. Dieses ist pragmatisch: Es lässt Geldspiele auch im Internet zu. Gleichzeitig verlangt es, dass auch die Internet-Casinos eine Bewilligung brauchen und kontrolliert werden.

So alarmistisch wirbt das Ja-Lager für Geldspielgesetz

Finden Sie die angesprochenen Kampagnen-Sujets geglückt?
Es ist nicht an mir, die Kampagne zu beurteilen. Fakt ist: Schon heute fliessen mehr als 250 Millionen Franken pro Jahr aus Casino- und Lotteriespielen ins Ausland ab – an Online-Firmen in Malta und Gibraltar. Dieses Geld fehlt dann in der Schweiz der AHV und den Vereinen.

Fakt ist aber auch: Die Lotterien in der Schweiz machen so hohe Umsätze wie noch nie – 2016 fast drei Milliarden Franken. Auch die Erträge der Casinos sind jüngst wieder gestiegen. Ein Nein zum Gesetz wäre also kaum das Ende der Gemeinnützigkeit.
Die AHV hatte 2007 noch 450 Millionen Franken aus den Casinos bekommen, letztes Jahr waren es 275 Millionen – also beträchtlich weniger. Bei den Lotterien ist es sehr kurzsichtig zu sagen: «Im Moment läuft es noch gut, also müssen wir auch nichts machen.» Denn die Konkurrenz aus dem Ausland ist gross und es fliessen schon heute Millionen ins Ausland. Aus unseren Lotteriefonds werden unzählige Projekte in den Bereichen Sport, Kultur oder Bildung finanziert. Diese Unterstützung wollen Bundesrat und Parlament nicht aufs Spiel setzen.

Nur, wer ein echtes Casino mit Sitz in der Schweiz betreibt, darf künftig auch Online-Spiele anbieten. Alle anderen Firmen nicht. Macht das Sinn?
Ja. Das Parlament hat sich bewusst dafür entschieden, mit den 21 Schweizer Casino-Betreibern zusammenzuarbeiten, die schon seit Jahren eine Konzession haben. Bei ihnen wissen wir, dass sie den Spielerschutz ernst nehmen und tatsächlich Geld abliefern für die AHV. Und wir können das auch kontrollieren. Zudem: In sechs Jahren werden sämtliche Konzessionen erneuert, dann kann sich jeder bewerben, der unsere Bedingungen erfüllt.

Keine Chance auf eine Lizenz haben jene Online-Pioniere, die die Spiele entwickelt und dabei Innovationsgeist bewiesen haben. Derweil geniessen die Schweizer Casinos faktisch eine Profitgarantie. Ist das nicht unfair?
Nein. Unfair ist, dass sich heute die grossen Online-Casinos nicht an unsere Gesetze halten müssen. Sie haben ihren Sitz in Steueroasen, wo sie kaum Abgaben zahlen. Demgegenüber müssen Casinos in der Schweiz bis zu 80 Prozent der Erträge abgeben für die AHV.

«Inzwischen ist Herr Silberschmidt ja schon wieder zurückgekrebst.»

Nach Ihrer Logik müsste Netflix in der Schweiz ein Kino eröffnen, damit es seine Online-Dienste hierzulande anbieten darf.
Wer diesen Vergleich bemüht, bringt etwas mächtig durcheinander: Kinos und Netflix sind gewöhnliche Angebote. Das Glücksspiel-Gewerbe hingegen ist seit jeher und aus guten Gründen stark reguliert. In der Schweiz waren Casinos bis in die 90er-Jahre verboten, Online-Spiele sind bis heute illegal. Mit dem Gesetz werden sie jetzt erlaubt. Aber wir wollen im Internet dieselben Regeln durchsetzen wie in den traditionellen Casinos.

Das musst du über das Geldspielgesetz wissen

Video: watson/Helen Obrist, Angelina Graf

Wer keine Lizenz erhält, wird künftig mit Netzsperren blockiert. Die Gegner warnen vor Internet-Zensur.
Inzwischen ist Herr Silberschmidt (Präsident der Jungfreisinnigen, Anm. d. Red.) ja schon wieder zurückgekrebst. Ich war ehrlich erstaunt, als ich diese Woche im «Tages-Anzeiger» gelesen habe, dass er Netzsperren nun doch manchmal sinnvoll findet. Die Haltung des Bundesrats ist klar: Damit wir unsere Regeln im Internet durchsetzen können, brauchen wir Netzsperren. 17 europäische Länder setzen sie bereits ein – mit Erfolg.

«Erst kürzlich unterhielt ich mich mit einem Taxifahrer, der berichtete, wie er jeweils Spieler vom Casino nach Hause fährt. Wie manche wieder und wieder hingehen, zu Hause noch rasch ihre Uhr holen und dann auch diese verspielen.»

Die Befürchtung ist, dass bald noch weitere Seiten gesperrt werden, etwa Plattformen für Musik- oder Filmstreaming. Der Manager von DJ Bobo forderte dies bereits lautstark.
Über Netzsperren entscheidet aber nicht der Manager von DJ Bobo, sondern es entscheiden Parlament und Bevölkerung. Der Bundesrat hat bereits festgelegt, dass es im Urheberrecht keine Netzsperren gibt. Denn einen Plattenladen kann jeder eröffnen. Casinos hingegen sind mit Risiken verbunden. Spielsucht kann beruflich und privat ganze Existenzen zerstören. Darum stellt die Schweiz für Casinos strenge Regeln auf.

Kennen Sie spielsüchtige Personen?
Erst kürzlich unterhielt ich mich mit einem Taxifahrer, der berichtete, wie er jeweils Spieler vom Casino nach Hause fährt. Wie manche wieder und wieder hingehen, zu Hause noch rasch ihre Uhr holen und dann auch diese verspielen. So etwas gibt mir zu denken. Es ist wirklich zentral, den Betroffenen zu helfen – gerade auch in der virtuellen Welt, wo man schon mit wenigen Klicks viel Geld verlieren kann.

Hand aufs Herz: Können Spielsüchtige im Internet überhaupt wirksam geschützt werden?
Ein hundertprozentiger Spielerschutz wird nie möglich sein. Mit dem neuen Gesetz müssen jedoch auch Online-Anbieter sogenannte Sperrlisten führen. Das heisst, wer suchtgefährdet ist, darf nicht mehr spielen. Ohne das neue Gesetz gibt es ausgerechnet im Internet nichts für den Spielerschutz.

Die Online-Anbieter widersprechen: Man kontaktiere Spieler mit problematischem Verhalten schon heute.
Nur mit dem Gesetz wird es für sie aber zur Pflicht, gegen Spielsucht vorzugehen. Egal ob im Casino oder im Internet: Spielsüchtige dürfen nicht mehr spielen. Deshalb stehen auch Suchtexperten hinter der Vorlage.

Nun, Suchtorganisationen sagen bloss zähneknirschend Ja. Sie befürchten, dass die Prävention in einem neuen Gesetz noch weniger Gewicht bekäme.
Die Suchtorganisationen sehen natürlich, dass es unter den Gegnern des Gesetzes auch Leute hat, die bei der Prävention weniger tun wollen. Letztlich ist es aber natürlich Kaffeesatzlesen, wie ein Gesetz aussähe, wenn die aktuelle Vorlage abgelehnt würde.

Glücksspiele haben laut Studien ein höheres Suchtpotenzial als Alkohol oder harte Drogen. Müsste man sie konsequenterweise nicht ganz verbieten?
Ich kenne einige Leute, denen das nur recht wäre. Allerdings würden dann viele Spieler ins Ausland ausweichen. Da ist mir unsere pragmatische Schweizer Lösung lieber.

Im Parlament stand noch eine grosse Mehrheit hinter dem Gesetz. Nun laufen Ihnen die Unterstützer davon: Die FDP, die GLP, die BDP und die Grünen sowie zahlreiche SVP-Sektionen haben die Nein-Parole beschlossen. Was ist passiert?
Das Referendum wurde von Jungparteien ergriffen sowie von Organisationen wie der Piratenpartei und dem Chaos Computer Club. Sie stellen sich auf den Standpunkt, im Internet dürfe es keine Regeln geben.

Und die Mutterparteien haben sich von dem jugendlichen Leichtsinn anstecken lassen?
(lacht) Das weiss ich nicht. Sie müssen die Parteien fragen, wie ihre Parolen zustande gekommen sind. Die FDP hat das Gesetz im Parlament ja mit grosser Mehrheit unterstützt. Die BDP war im Parlament sogar einstimmig dafür.

«Dass die verschiedensten Lobbys – von ausländischen Online-Casinos über Sportwettenanbieter bis hin zu Präventionsexperten –  das Parlament in eine Richtung zu ziehen versuchen, ist ein normaler Vorgang.»

Ihre Sozialdemokraten stehen zwar hinter dem Gesetz, sind im Abstimmungskampf aber überraschend leise. Ärgert Sie das?
Es gibt viele Exponenten, die für ein Ja kämpfen, und zwar in fast allen Parteien. Das Unterstützungskomitee reicht von zahlreichen FDP-Mitgliedern über SVP-Nationalrat Adrian Amstutz bis zu SP-Ständerätin Pascale Bruderer. Auch Turnvereine, Schützen, grosse Sportverbände und Kulturschaffende unterstützen das Gesetz. Genauso wie die Kantone, die eng an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt waren.

Das Lobbying vor den Beratungen im Parlament war massiv. Der Vorwurf lautet, die Casino-Lobby habe das Gesetz durchgedrückt.
Das ist falsch. Das Gesetz ist ein politischer Kompromiss. Dass die verschiedensten Lobbys – von ausländischen Online-Casinos über Sportwettenanbieter bis hin zu Präventionsexperten –  das Parlament in eine Richtung zu ziehen versuchen, ist ein normaler Vorgang. Das ist bei jedem Gesetz so. Speziell am Geldspielgesetz ist, dass sich die Gegner von ausländischen Anbietern ihr Referendum finanzieren liessen.

Wäre es aus Ihrer Sicht richtig, die Finanzierung von Abstimmungskämpfen aus dem Ausland zu verbieten?
Ein solches Verbot kennen wir in der Schweiz heute nicht. Wichtig scheint mir, dass die Bevölkerung über solche Geldflüsse transparent informiert ist – zu dem Thema ist derzeit ja eine Volksinitiative hängig. Im aktuellen Fall kann die Bevölkerung selbst ihre Schlüsse aus der Tatsache ziehen, dass Online-Casinos aus Malta und Gibraltar die Unterschriftensammlung mit rund einer halben Million Franken mitfinanzieren.

«Also ein Lottogewinn wäre wohl kein Grund, aus dem Bundesrat zurückzutreten.»

Waren Sie selbst eigentlich auch schon im Casino?
Ja, in meiner Jugend. Auf einer Reise im Ausland.

Mit Erfolg? Haben Sie etwas gewonnen?
Nichts Grosses, sonst würde ich mich bestimmt noch daran erinnern.

Und was würden Sie tun, wenn Sie eine Million im Lotto gewinnen?
Ich würde mein Leben so weiterführen, wie es ist …

… das heisst, Sie blieben im Bundesrat?
(lacht) Also ein Lottogewinn wäre wohl kein Grund, aus dem Bundesrat zurückzutreten.

Und wie zockt Simonetta Sommaruga? Die Antwort gibt's im Video-Interview

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    Alle Leser-Kommentare
  • Factfinder 26.05.2018 18:17
    Highlight Glaubt doch dieser netten und kompetenten Frau. Schliesslich würde sie euch niemals anlügen!
    Oder?
    6 2 Melden
  • Musterschüler 25.05.2018 20:08
    Highlight Diese Netzsperrung kann man in 2. Min umgehen 🙄.. Dafür braucht man nicht Informatiker, sein das kann jeder...
    16 2 Melden
    • Turbi 26.05.2018 11:48
      Highlight kann doch heute jeder Primarschüler....

      Turbi ein alter Sysadmin
      5 1 Melden
  • Rettesichwerkann 25.05.2018 17:44
    Highlight Dänemark macht es vor: Onlinegame-Anbieter können eine Lizenz erwerben und müssen dafür sehr strenge Auflagen bei Sicherheit & Spielerschutz erfüllen. Der dänische Staat hat super Kontrolle und nimmt von den 1,3 Mrd. Gewinn sogar noch 20% Steuern ein. Als (letztes) Mittel kommen Netzsperren zum Einsatz, die braucht's aber sehr wenig, da sich die Anbieter an die Regeln halten. Ein offener Markt bringt allen am meisten. Durch Abschottung verlieren wir massenweise Kohle (für Sport&Kultur!!) und verschenken Jobs und Tech-Knowhow ins Ausland.

    NEIN am 10. Juni, wir brauchen ein besseres Gesetz!
    53 2 Melden
  • Oberon 25.05.2018 17:30
    Highlight --Zitat---
    Nur, wer ein echtes Casino mit Sitz in der Schweiz betreibt, darf künftig auch Online-Spiele anbieten. Alle anderen Firmen nicht. Macht das Sinn?
    Ja. Das Parlament hat sich bewusst dafür entschieden, mit den 21 Schweizer Casino-Betreibern zusammenzuarbeiten, die schon seit Jahren eine Konzession haben. Bei ihnen wissen wir, dass sie den Spielerschutz ernst nehmen und tatsächlich Geld abliefern für die AHV. Und wir können das auch kontrollieren.
    --Zitat--

    Das heisst für mich, man kann es kontrollieren aber macht es nicht?
    19 0 Melden
  • alles auf rot 25.05.2018 17:23
    Highlight Ist doch ein Referendum.
    Das Geld für die Elefanten müsste ja demnach schon jetzt fehlen. 🤔
    33 1 Melden
  • FyRn4d4 25.05.2018 17:15
    Highlight Dumme Frage von meiner Seite: Wird bei einem Ja das Spielen im Ausland unter Strafe gestellt, oder werden einfach Netzsperren gemacht, damit man nicht mehr zugreifen kann? Beziehungsweise ist das Umgehen der Netzsperren erlaubt?
    17 1 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 25.05.2018 16:55
    Highlight > Online-Firmen in Malta und Gibraltar

    Dann braucht es Internationale Verträge mit den Herkunftsländer der Online-Firmen, welche eine Rechtshilfe ermöglichen, wenn Online-Firmen sich nicht an die Gesetze des Landes halten, in dem sie ihre Dienste anbieten.

    Es gibt keine andere Möglichkeit. Wir wollen aber keine solche Verträge, weil wir selbst eine Steuer-Oase sind.
    14 0 Melden
  • muscletech76 25.05.2018 16:53
    Highlight Nur das ist richtig.Ein klares NEIN
    27 2 Melden
  • Sarkasmusdetektor 25.05.2018 16:49
    Highlight Wie lang gibt's überhaupt schon Casinos in der Schweiz, 20 Jahre etwa? Davor floss dieses Geld zu 100% ins Ausland, aber Vereine und die AHV gab es trotzdem. Und jetzt soll das plötzlich ein Problem sein? Ich stimme lieber jetzt gegen Netzsperren als abzuwarten, ob noch weitere kommen.
    35 2 Melden
  • stef2014 25.05.2018 15:18
    Highlight Die Ironie der Geschichte ist ja, dass ohne die Spielsüchtigen, nicht mal mehr 275M in die AHV fliessen. Also konstruiert man eine absurde Gesetzesvorlage, die eigentlich nur zum Ziel hat, noch mehr Geld aus dieser Sucht zu generieren. OK, soweit so clever. Aber je lockerer man die offenbar so strengen Auflagen auslegt, desto mehr Stutz fliesst in die AHV und in die Taschen der Casinos. So nach dem Motto, wenn ihr schon Probleme habt, dann fördert damit wenigstens unseren Haushalt und nicht Maltas.
    22 2 Melden
  • Sophia 25.05.2018 14:17
    Highlight Einfach mal eine Frage: Weshalb Netzsperren und nicht Netzgebühren? Jede Transaktion bei der Börse übers Netz wird mit einer Steuer und Gebühren belegt, das müsste doch auch bei Casinos gehen. Und dann wäre doch den staatlichen Interessen besser gedient als mit einem Verbot, oder? Das Verbot zieht eine Überwachung nach sich, und die kostet Geld und macht die Anwälte reich.
    Und Geld könnte man auch sparen, wenn man alle ausländischen Medis dem freien Markt überliesse und nicht die Preise den eidgenössischen anpassen und garantieren würde! Das wären aber dann keine Millionen sondern Milliarden!
    5 8 Melden
  • RatioRegat 25.05.2018 13:29
    Highlight Es ist doch im Grunde ganz einfach: Die Casino-Lobby wurde einfach zu gierig und hat mit den Netzsperren, die die wirtschaftlichen Interessen der Casinos sichern sollen, ein Gesetzt, das prinzipiell berechtigte Anliegen verfolgt, unannehmbar gemacht.

    33 4 Melden
  • Raffaele Merminod 25.05.2018 12:51
    Highlight Dieses Gesetz öffnet die Tür für weitere Netzsperren in anderen Bereichen. Einmal diesem zugestimmt, kommt bestimmt bald das nächste Gesetz für eine Netzsperre.
    54 4 Melden
  • Chatzegrat Godi 25.05.2018 12:51
    Highlight So ein Chabis Frau Bundesrätin - nichts gegen Taxifahrer, aber diese Aussage ist jetzt wirklich unter aller Kanone! Sie provozieren ein fettes Nein! Glückwunsch!
    64 4 Melden
  • Mova 25.05.2018 12:49
    Highlight Statt mit dem Taxifahrer würde Frau BR Sommaruga lieber mit einem Netzwerk Profi reden. Der würde es ihr erklären, dass die Idee nicht umsetzbar ist.
    51 3 Melden
  • Alnothur 25.05.2018 12:45
    Highlight Löschen statt sperren!
    7 28 Melden
    • aglio e olio 25.05.2018 13:40
      Highlight Was löschen? Im Ausland ansässige Anbieter? Schweizer (Zensur) Recht in aller Welt? Denke nochmal drüber nach...
      26 4 Melden
  • Ballermann6 25.05.2018 11:43
    Highlight Ich hoffe alle, die gegen dieses Gesetzt bin, nicht jammern, wenn gewisse Firmen und Personen in der Schweiz Steuervorteile geniessen.
    5 65 Melden
    • rummelsnuff 25.05.2018 17:08
      Highlight Ok ich bin dagegen. Aber was hat Steuerflucht mit Netzsperren gemeinsam?
      16 1 Melden
  • bebby 25.05.2018 11:04
    Highlight Moral der Geschicht: Glückspiele machen süchtig, aber solange wir mitverdienen ist das ok. Das erste Wort darf auch mit Tabak ersetzt werden.
    Da sind Sie aber tief gesunken, Frau Bundesrätin.
    84 10 Melden
  • Dominik Treier (1) 25.05.2018 10:48
    Highlight So über Netzsperren entscheidet nicht der Manager von DJ-Bobo... Aber dafür tun es dann die ganzen Parlamentarier, die von der Musik und Gelspielindustrie "völlig unabhängig" von ihrer parlamentarischen Tätigkeit "gesponsert" werden... Sehr neutral...
    79 9 Melden
    • Dominik Treier (1) 25.05.2018 13:00
      Highlight Keiner, da über Netzsperren gegen komerzielle Seiten eben nicht ubabhängig entschieden werden kann... Also gar keine Sperren denn sie sind weder effektiv noch Gerechtigkeitsförderlich...
      22 3 Melden
  • Magnum44 25.05.2018 10:48
    Highlight Wieso gehen alle davon aus, dass bei einem JA tatsächlich mehr Geld für die Elefanten vorhanden ist? Kaum ein Spieler wird sich für die Netzsperre interessieren, schliesslich wird er aus gutem Grund online im Ausland spielen.
    44 4 Melden
    • Silent_Revolution 25.05.2018 11:28
      Highlight Bünzli

      Nach einem Nein wird ein neues Gesetz ausgearbeitet, die jetzige Situation ist für alle unhaltbar.

      Ausländische Anbieter gelten ja hier seit jeher als illegal, dennoch werden sie von der SRG seit mehr als einem Jahrzehnt beworben, wir profitablen Pokerspieler werden toleriert und müssen unser Einkommen / da illegal nicht versteuern.

      Dieses geplante Gesetzesänderung will zu viel, wenn man sich die Vorlage ansieht könnte man meinen sie sei vom CEO eines Schweizer Casinos ausgearbeitet worden.

      Was wohl auch in etwas zutrifft, wenn man sich deren Einfluss im Parlament ansieht.
      30 4 Melden
  • axantas 25.05.2018 10:45
    Highlight Sehen wir das in etwas grösserem Rahmen: In der Schweiz wird die Rechtsgrundlage für Netzsperren geschaffen, auf die sich andere Branchen berufen und das vermutlich gerichtlich durchsetzen können.

    Das ist ganz übel und vergleichbar mit staatlich durchgesetzten Sperren in Russland, China oder arabischen Diktaturen.

    In genannten Unrechtsstaaten wird das diktiert, wir Lemminge lassen uns einlullen und stimmen dem vermutlich nach all den Beschwichtigungen auch noch zu. Gute Nacht...
    63 11 Melden
    • jonas3344 25.05.2018 11:26
      Highlight Netzsperren existieren heute schon, bei Kinderpornografie z.b.
      6 16 Melden
    • axantas 25.05.2018 11:55
      Highlight Eben: Wenn jetzt auf gesetzlicher Ebene ein Mittel für eine Sperre geschaffen wird, dann haben andere die Möglichkeit, das für sich einzuklagen.

      Der Einkauf in ausserschweizerischen Webshops wird verboten, weil (oft Kleinmengen) der Schweiz die Mehrwertsteuer entgeht und der einheimische Handel geschädigt wird. Das sind dann nicht nur ein paar Zocker und ein paar Milliönchen an MwSt.
      21 6 Melden
    • jonas3344 25.05.2018 12:17
      Highlight So ein Quatsch, das ist nicht einklagbar. Dafür müsste man zuerst gesetzlich den Einkauf in ausländischen Webshops verbieten, was nicht passieren wird und wenn es doch passieren sollte immer noch ein per Referendum gestoppt wird.

      Du kannst nur etwas sperren was verboten ist. Bei der Abstimmung am 10.Juni geht es darum, ob wir wollen, dass man auf ausländischen Plattformen Glückspiel betreiben kann.
      5 18 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Schmidt 25.05.2018 10:44
    Highlight Schade! Keine Frage zu VPN!

    Wer im Ausland will zocken tut es auch weiterhin.

    Die Netzwerksperre verhindert nichts, aber ist ein Dammbruch für zukünftige Gesetztesänderungen!
    45 7 Melden
  • meine senf 25.05.2018 10:17
    Highlight Wird es auch Post-Sperren geben? Sprich Briefe an bestimmte Empfänger im Ausland werden eingezogen?

    Immer tut man so, als sei das Internet "Neuland" für welches man extra spezielle Gesetze erlassen müsse. Dabei kann man, wenn auch vielleicht umständlicher, praktisch alles auch ohne Internet tun. Das Internet ist nur ein Kommunkationssystem, nicht mehr und nicht weniger.

    Hoffentlich werden (in allen Parteien) die Politiker, die aus Ahnungslosigkeit auf solche Hohlphrasen wie "Keine Anarchie im Internet", "Wir dürfen nicht hinterherhinken" anspringen, bald mal abgelöst.
    39 11 Melden
  • Enrico Palazzo 25.05.2018 10:14
    Highlight 17 europäische Länder setzen Netzsperren ein, sagt Frau Sommaruga richtigerweise. Was sie nicht sagt, in diesen Ländern können auch Unternehmen aus dem Ausland Konzessionen beantragen, ausländische Anbieter gelten nicht grundsätzlich als illegal! Pokerstars z. B. bietet unterschiedliche Angebote in allen europäischen Länder an ausser in der Türkei und Vatikan! Neu käme die Schweiz hinzu! Wenn sie ihre Aufgabe zu informieren Ernst nehmen will, soll sie bitte auch diesen Nachsatz mal aussprechen!
    65 4 Melden
  • äti 25.05.2018 09:59
    Highlight Internet-Freiheit würde doch auch heissen: alle Walls, Vercodungen, PSW-Protection, etc abbauen und verbieten. Warum bauen so viele immensen Absicherungen und Grenzen auf? Damit man nicht einfach dort eintreten kann, sie aber praktisch ungehindert bei dir. Tolle Freiheit. 80% im Internet ist Müll, altes Zeugs, Fakes und x-mal kopierter Unsinn. Klar, Freiheit ist, dort zu wühlen. Der Rest schützt sich längst bestens vor dir.
    Was nützen mir Infos von irgendwo, wenn ich jedesmal Tage verbraten muss, ob der Kram auch stimmt?
    Warum bauen alle komplizierte Filter?
    Liege ich falsch?
    11 39 Melden
    • fcsg 25.05.2018 10:34
      Highlight Der kleine, aber feine Unterschied: Ich entscheide selber, welche Filter ich brauche, welche Seiten ich besuche und welchen Quellen ich glaube. Sobald der Staat diese Entscheidung den Bürgern abnimmt, leben wir nicht mehr in einem liberalen Staat, sondern in einer Diktatur. Egal, wieviel Schrott im Internet auch sein mag, ich habe als Bürger das Recht darauf zuzugreifen. Ansonsten empfehle ich die Lektüre von Art. 16 BV.
      41 4 Melden
    • fcsg 25.05.2018 13:08
      Highlight @Schweizer Bünzli
      Das ist aber nicht der Staat, der dir den Zugriff einschränkt, sondern das private Unternehmen, dass dir seine Produkte zu einem anderen Preis verkaufen möchte. Du entscheidest selber, ob du dir das Produkt zu diesem Preis kaufen willst. Das nennt sich auch Marktwirtschaft.
      Eine Netzsperre ist etwas ganz anderes: Du könntest nämlich gar nicht mehr auf die Seite zugreifen.
      20 2 Melden
    • Factfinder 25.05.2018 22:58
      Highlight äti? Keine Ahnung, aber davon viel. Was?
      "Vercodungen"? "PSW-Protection"?
      Ja genau so klingts wenn einer der keine Ahnung hat meint so tun zu müssen.
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • kuhrix 25.05.2018 09:58
    Highlight "sondern es entscheiden Parlament und Bevölkerung". Genau das ist das Problem. Ein von Lobbyismus durchtränktes Parlament entscheidet über Netzsperren. Man wird bald auch gegen Netflix, Spotify, Aliexpress, Zalando und co. vorgehen. Das Geld fliesst ja alles in Ausland. Schweizer Casinos müssen halt bessere Angebote bereitstellen. Freie Marktwirtschaft und so.
    54 11 Melden
    • Gubbe 25.05.2018 13:04
      Highlight Bünzli: nur ein Wort : Tor!
      9 2 Melden
  • x4253 25.05.2018 09:53
    Highlight Netzsperren sind ein Feigenblatt.
    Abgesehen davon bin ich mir nicht sicher, ob die inländischen Casinos eine Online Konzession bekommen sollten wenn sie es nicht mal schaffen ein vernünftiges Zertifikat einzubinden.
    51 5 Melden
    • Oberon 25.05.2018 17:24
      Highlight Hmm, kann ich nicht bestätigen, liegt wohl an Sunrise (scherz). ;)


      2 0 Melden
    • Factfinder 25.05.2018 22:59
      Highlight Hast du dein Smartphone länger nicht aktualisiert?
      2 0 Melden
  • aglio e olio 25.05.2018 09:23
    Highlight "...Wie manche wieder und wieder hingehen, zu Hause noch rasch ihre Uhr holen und dann auch diese verspielen"

    In welchem Casino kann man seine Uhr einsetzen?
    48 4 Melden
    • fcsg 25.05.2018 10:24
      Highlight Im imaginären Sommaruga-Casino, dass sich an sämtliche Konzessionen und Vorgaben des Bundes hält, aber gleichzeitig die Uhren von Spielsüchtigen als Wetteinsatz entgegennimmt (btw: Kompliment an die Kommunikationsabteilung, die sich diese Geschichte ausdachte). Aber Hauptsache dieses Geld fliesst in die AHV, weil der Schutz von Spielsüchtigen ist uns ja ein so grosses Anliegen;-)
      51 5 Melden
    • Brummbaer76 25.05.2018 15:11
      Highlight Im Casino nicht, aber beim Pfandleiher zu Geld.
      5 0 Melden
  • Gubbe 25.05.2018 09:14
    Highlight Nein, ich bin nicht für eine Netzsperre. Das wäre der Anfang von Zensur. Aber für eine Kontrolle bin ich schon. Es ist kein grosses Ding, die Spielanbieter zu Abgaben ab einen bestimmten Spielbetrag zu verpflichten. Dies nicht der Kontrolle wegen, sondern der AHV und allen anderen Institutionen wegen, die einen Teil abbekommen.
    14 8 Melden
    • Gubbe 25.05.2018 13:06
      Highlight Bünzli: Pfiffige IT's können das...
      12 2 Melden
    • AlienTechnologie 25.05.2018 13:36
      Highlight @Bünzli Mit einer Sperre können sie bestimmt keine Abgaben machen. Otto normal kann sie ja nicht erreichen ;-)

      Entscheidet man sich jedoch für eine ähniche Lösung wie Netflix, Spotify &co. kann es funktionieren. Streaming anbieter dürfen/können einige Inhalte in der schweiz nicht anbieten.
      7 1 Melden
  • fcsg 25.05.2018 09:11
    Highlight Wenn Netzsperren tatsächlich eine pragmatische Lösung sind, wieso können sie dann in wenigen Sekunden umgangen werden? Was passiert in ein paar Jahren, wenn man merkt, dass sich Spielsüchtige und andere nicht von dieser pragmatischen Lösung abhalten lassen? Netzsperren für VPN-Server?
    29 6 Melden
    • mogad 25.05.2018 12:16
      Highlight Was kann man schon nicht innerhalb weniger Sekunden umgehen? Verkehrstafel, Verbote, Gesetze. Was noch? Unsere Gefängnisse sind voll mit "Umgehern". Deshalb ist das kein Argument für mich.
      2 17 Melden
    • Schne 25.05.2018 18:37
      Highlight Macht man sich mit dem neuen Gesetz dann bereits strafbar, wenn man standardmässig mit VPN surft und aus Versehen mal auf eine Casino-Werbung aus dem Ausland klickt.
      6 0 Melden
    • fcsg 26.05.2018 05:54
      Highlight @Schne
      Als Spieler macht man sich nicht strafbar. Die Nutzung eines VPN wird zum Glück noch nicht verboten (wer weiss in Zukunft). Das Spielen im Ausland ist auch nicht verboten. Die Spielbank in den meisten Fällen wohl ebenso wenig strafbar, falls man sich geschickt anstellt und kein Vorsatz bewiesen werden kann. Deshalb ist der Vergleich mit Verbrechern ja auch ziemlich unpassend.
      2 0 Melden
  • durrrr 25.05.2018 09:10
    Highlight "Wie manche wieder und wieder hingehen, zu Hause noch rasch ihre Uhr holen und dann auch diese verspielen. "

    Und in der nächsten Antwort behauptet sie dann wieder, dass Schweizer Casinos Spielsüchtige schützen. ^^

    Der einzige Schutz sind die Selbstsperren, die man einfordern kann und diese sind bei ausländischen Onlinecasinos genauso möglich. Höchst unglaubwürdiges Intrerview.
    Entweder verbietet man Glücksspiele ganz oder lässt alle daran teilhaben. Basta!
    38 6 Melden
  • eleven86 25.05.2018 08:57
    Highlight Genau das kommt dabei raus wenn sich Politiker mit Themen beschäftigen von denen sie keine Ahnung haben. Die Spielsüchtigen werden weiterhin genau gleich bei den ausländischen Anbietern spielen, die Netzsperre kann in wenigen Sekunden umgangen werden, und es wird sich genau gar nix ändern.

    Im Endeffekt gehts doch darum, dass die hiesige Casinobetreiber es verpennt haben auf den Online-Zug aufzuspringen. Ich werde auf jedenfall weiterhin auf Pokerstars spielen, egal was unser Stimmvolk entscheidet.
    26 5 Melden
  • TheGoon 25.05.2018 08:53
    Highlight ...und bald haben wir dann ein Sozialkredit-System (VR China)

    Folgen eines negativen Ratings:
    Karrieren bei staatlichen und staatsnahen Organisationen können behindert werden. Möglich sind Reisebeschränkungen (keine Zug- oder Flugzeugtickets mehr), die Drosselung der Internetgeschwindigkeit, der Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen und höhere zu zahlende Steuern.

    Die AHV muss durch Casinos finanziert werden.. sägemol gahts no???
    22 5 Melden
  • Matti_St 25.05.2018 08:45
    Highlight Mikrotransaktionssteuern würde wieder Geld reinbringen. Auch hier. Wer in der Schweiz arbeitet hat ein Konto und wird von diesem Spielguthaben kaufen.
    Lobbyismus, mein Lieblingsthema... Der Staat macht wegen dieser Gesellschaft schon genug Gesetze. Sozialversicherungsdetevtive als Beispiel. In der Pipeline ist schon der Gesetzesentwurf für eineseitige Vertragsänderungen der Versicherungen. Die Schweiz ist nicht geschützt gegen ein Parlament ohne jegliche Sozialkompetenz. Sieht man beim aktuellen Parlament.
    20 3 Melden
  • Maragia 25.05.2018 08:26
    Highlight "Es ist nicht an mir, die Kampagne zu beurteilen. Fakt ist: Schon heute fliessen mehr als 250 Millionen Franken pro Jahr aus Casino- und Lotteriespielen ins Ausland ab – an Online-Firmen in Malta und Gibraltar. Dieses Geld fehlt dann in der Schweiz der AHV und den Vereinen"
    Wie kann etwas fehlen, was noch gar nie hier war?
    Aber beim Einkaufstourismus, wo jährlich Milliarden weggehen, da ist es natürlich rechtens. Eindeutig Nein stimmen!!
    254 43 Melden
    • äti 25.05.2018 09:43
      Highlight Genau aus diesem Grund ein fettes JA !
      10 53 Melden
    • Urs457 25.05.2018 10:02
      Highlight Wenn sich unsere Regierung so vehement um den Geldabfluss sorgt, dann würde ich ihr empfehlen, sich mit ebenso viel Herzblut gegen die Steuerhinterziehung einzusetzen. Da geht’s um viel mehr Geld, als um 250 Milliönli!
      41 5 Melden
    • AlienTechnologie 25.05.2018 13:18
      Highlight Um den Einkaufstourismus kann man sich ja dann schnell kümmern, sobald Netzsperren möglich sind. Da bestimmt das geschätzte Parlament schnell: Firmen im ausland können wir weder kontrollieren noch besteuern. Also werden sie gesperrt! So einfach geht das.
      12 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • aye 25.05.2018 08:21
    Highlight "Organisationen wie der Piratenpartei und dem Chaos Computer Club (...) stellen sich auf den Standpunkt, im Internet dürfe es keine Regeln geben."

    Im Internet soll es Gesetze und Regeln geben, das ist heute schon der Fall und ich glaube das sehen auch diese Organisationen so. Eine der wichtigsten Regeln wäre die Netzneutralität - aber gerade die ach so neutrale Schweiz hat da gewaltigen Nachholbedarf. Zensur-Infrastruktur und Abschottungs-Massnahmen hingegen sollten möglichst gering gehalten werden.

    Besser Konzessionen statt Netzsperren einführen.
    91 11 Melden
    • meerblau 25.05.2018 09:26
      Highlight Aus Unwissenheit und Interesse: Wie müssten denn solche Konzessionen technisch umgesetzt werden? Im Abstimmungstext werden die ausländischen Onlinespielanbieter einfach hinten angehängt und pauschal verboten anstatt in die ersten Paragraphen zu Konzessionsvergaben integriert zu werden. Das zeigt mir eher, dass Schweizer Casinos sowieso im Vordergrund stehen und das virtuelle Zocken stiefmütterlich behandelt wird.
      Wenn nun aber auch hierfür Konzessionen vergeben werden sollen, wie sollte da technisch die Umgehung der Meldepflicht verhindert werden? Illegale Seiten wären einfach zu betreiben.
      9 3 Melden
    • aye 25.05.2018 15:42
      Highlight @Bünzli: In unserem Gesetz steht leider nichts von Netzneutralität.
      Speziell bei mobilen Angeboten wird das auch ausgenutzt: Wenn du in deinem Abo beispielsweise den Traffic für das Streaming von bestimmten Anbietern nicht bezahlen musst, benachteiligt das andere Anbieter massiv - was dann für kleine Start-Ups den Markteintritt massiv erschwert und somit die Innovation hemmt.
      Oder wenn die Verbindung zu Netflix mal wieder stockt kann es auch daran liegen, dass die Kapazitäten der Verbindungen zu den entsprechenden Servern nicht genügend ausgebaut wurden um das eigene Angebot zu bevorzugen.
      6 1 Melden
  • Makatitom 25.05.2018 08:12
    Highlight Ich habe keine Lust, das ganze Interview zu lesen, der Titel reicht mir. ich halte einiges mehr von Sommaruga als viele Schweizer, trotzdem muss ich sagen: das ist einfach Stuss, was sie da rauslässt.
    Der Manager von DJ Aua wird nicht über Netzsperren entscheiden, das ist wahr. Aber er wird sich auf den Gleichheitsgrundsatz berufen, und dann können die Entscheider nicht mehr anders als bspw auch Spotify sperren, oder youtube. Wollen wir das? Ich denke doch: NEIN!
    254 45 Melden
    • Makatitom 25.05.2018 11:28
      Highlight OK, das stimmt auch wieder. Aber was will man von einem würgerlich und nationalblocheristisch dominierten Parlament auch anderes erwarten.
      5 4 Melden
    • jonas3344 25.05.2018 11:30
      Highlight Um überhaupt über Sperren zu reden braucht es ein Verbot. Es ist mitnichten verboten Youtube oder Spotify zu konsumieren, sogar der Download ist in der Schweiz nicht verboten. Dein Argument hält also da nicht stand.
      2 8 Melden
    • Makatitom 25.05.2018 12:22
      Highlight was glaubst du, wie schnell so ein Verbot beschlossen ist, wenn die Musikindustrie den würgerlichen und nationalblocheristischen Parlamentariern ein paar "Goodies" zukommen lässt
      11 3 Melden
  • lilie 25.05.2018 08:11
    Highlight Für mich ist klar: Online-Casinos sind nicht lebensnotwendig, die AHV schon.

    Wer online zocken will, findet schon genug Möglichkeiten - aber es geht nicht an, dass die Leute ihr Geld ausländischen Profithaien in den Rachen werfen, während hier Pensionäre kaum noch über die Runden kommen.

    Das Argument, so sei das Internet nicht mehr frei zugänglich, finde ich lächerlich. Man kann sich immer noch genauso frei informieren wie zuvor.

    Klar wollen die Anarchisten keine Regeln im Internet. Wohin das führt, haben wir ja mit dem CA-Skandal gerade exemplarisch erleben dürfen.

    Ich werde JA stimmen.
    25 128 Melden
    • Normi 25.05.2018 08:37
      Highlight Sie befürworten Zensuren ?
      28 6 Melden
    • durrrr 25.05.2018 09:18
      Highlight Zu argumentieren, dass in einem reichen Staat wie der Schweiz Glücksspiel überhaupt durch AHV Einnahmen legitimiert werden muss, ist mehr als erbärmlich, tut mir leid. Die Politiker sollen sich gefälligst griffige Lösungen erarbeiten, wie man AHV, Sport und Zoos auch ohne Glücksspiel sichern kann. Für das werden sie schliesslich auch gewählt und bezahlt!
      42 6 Melden
    • Sandro Lightwood 25.05.2018 09:23
      Highlight Die Sperre von Online-Casinos ist genauso wenig lebensnotwendig.

      Und wie das Beispiel Dänemark zeigt, liesse sich mit Konzessionen für die ausl. Online-Casinos sogar mehr Geld verdienen. Und in Konzessionen können Bedingungen gestellt werden. Wenn diese nicht eingehalten werden, kann diese wieder entzogen werden.

      Fraglich ist doch, wieso diese gewinnbringende Variante nicht gewählt wurde - wenn schon mit den Finanzen argumentiert wird.

      Warum also Pandoras Büchse öffnen, obwohl es keine Notwendigkeit dafür gibt?

      Ps.: bin kein Anarchist, würde nicht mit meinem Beruf einhergehen. 🙈
      25 4 Melden
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  • Silent_Revolution 25.05.2018 08:08
    Highlight "Konzerte sollen abgesagt werden und Spielplätze verlottern. Das ist doch pure Angstmacherei!"

    "Der Bundesrat führt keine Abstimmungskampagne. Aufgabe des Bundesrats ist es, über das Geldspielgesetz zu informieren"

    Ähm ja, nur sehe ich im Interview nicht einen Punkt in welchem sie die Argumente der Neinseite neutral aufzeigt.

    Das ganze Interview ist Abstimmungskampagne pro Geldspielgesetz, da hätte sie doch einfach Stellung nehmen können, anstatt auf eine Neutralität hinzuweisen, die nicht existiert.
    80 12 Melden
  • LukasderErste 25.05.2018 08:07
    Highlight Kluge Antworten, da sieht man den Unterschied zwischen denen, die sich mit dem Gesetz auseinandergesetzt haben, und solchen, die nur das Wort "Netzsperre" hören.
    18 88 Melden
    • Pafeld 25.05.2018 09:18
      Highlight Netzsperren sind ein no-go und technisch nicht einmal zuverlässig. China baut seine Zensurgesetze unter anderem auch darum stetig aus.
      16 5 Melden
  • Skeletor82 25.05.2018 08:02
    Highlight Uuuund: Sie ganzen Bemühungen umsonst. Sie erzählt von einem Taxifahrer, der ihr berichtet, wie er immer und immer wieder süchtige Spieler vom Casino mach Hause und wieder ins Casino fährt, wo auch die Uhr verspielt wird.

    Sind diese Casinos im Internet?

    Nein, in der ach so schönen Schweiz, wo alles unternommen wird für die Süchtigen - nicht!

    Es fehlen einfach die Einnahmen der Online-Casinos, die seit Jahren etabliert sind. Und diese haben technisch Jahre Vorsprung...
    77 20 Melden
  • AlienTechnologie 25.05.2018 07:59
    Highlight "Erst kürzlich habe ich mit einem Taxifahrer gesprochen..." Wenn der Menschen nach hause fährt, welche ihre Uhr holen um sie zu verspielen... Dann bringt eine Netzsperren natürlich viel😠

    Die Frau hat doch keine Ahnung was sie erzählt!
    292 69 Melden
    • waffel 25.05.2018 08:32
      Highlight Lesen hilft manchmal. Nur so als Tipp...
      Diese Antwort war auf die Frage "Kennen Sie spielsüchtige Personen?"
      6 25 Melden
    • lilie 25.05.2018 08:46
      Highlight @Alien: Was sie meinte, war: Wenn schon Leute extra vom Casino nach Hause fahren, um "Nachschub" zu holen (und dafür auch noch ein Taxi bezahlen), wieviel leichter ist es dann im Internet, sein Geld zu verjubeln, wenn man nur seine Kreditkarte angeben muss und noch nicht mal aus dem Haus muss?
      8 30 Melden
    • Hans Gsseh 25.05.2018 09:59
      Highlight Einige Sätze davor sagt sie: "mit den 21 Schweizer Casino-Betreibern zusammenzuarbeiten, die schon seit Jahren eine Konzession haben. Bei ihnen wissen wir, dass sie den Spielerschutz ernst nehmen". Scheint laut dem Taxifahrer nicht so gut zu funktionieren.
      33 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • T13 25.05.2018 07:55
    Highlight Hmm die casino lobby sitzt jetzt also schon im Bundesrat.
    🤔
    78 12 Melden
  • Silent_Revolution 25.05.2018 07:51
    Highlight "Ohne das neue Gesetz gibt es ausgerechnet im Internet nichts für den Spielerschutz."

    Auch das ist eine Lüge. Auf internationalen Platformen gibt es sehr viele Möglichkeiten sein Spielverhalten selbst zu begrenzen. Von Einzahlungslimits, Selbstausschluss oder Einsatzlimiten ist alles dabei. Da bietet Swisslos in dem Bereich nun wahrlich nicht mehr an auf seiner Homepage. Vom Kiosk ganz zu schweigen.
    60 13 Melden
    • lilie 25.05.2018 08:47
      Highlight @Silent: Selbstbegrenzung und Sucht schliesst sich praktisch aus.
      9 17 Melden
    • Silent_Revolution 25.05.2018 10:30
      Highlight Bei Swisslos.ch gibt es auch nicht mehr als Selbstbegrenzung. Sie können auf der Seite soviel Geld verlochen wie sie wollen, da wird keiner auf sie zukommen und sie vorsorglich sperren.

      Was ja auch nicht falsch ist. Handlungsfähige und mündige Bürger sollen nicht bevormundet werden.

      Dass der Spielerschutz bei internationalen Angeboten geringer sein soll ist einfach gelogen.
      14 3 Melden
    • lilie 25.05.2018 12:48
      Highlight @Silent: Es geht ja nicht darum, den Ottonormalverbraucher einzuschränken, sondern Süchtige vor sich selbst zu schützen (und vor Folgen, welche ihre Familie, ihre Freunde und die Gesellschaft mitbetrifft).

      Süchtige sind nicht mehr (frei) handlungsfähig, Kobtrollverlust ist praktisch das Hauptkriterium für jede Sucht.

      Schweizer Angebote kann man diesbezüglich regulieren, ausländische nicht.
      2 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anam.Cara 25.05.2018 07:49
    Highlight Ländersperren sind im Netz nichts ungewöhnliches. Und auch nicht verwerflich, solange Firmen damit ihre eigenen Angebote vor diversem Unfug schützen.

    Netzzensur wie sie z.B. in China praktiziert wird, ist jedoch eine sehr ernste Sache. Das geht über die Bevormundung von Bürgern hinaus und wird wohl als Mittel der Informations- und Meinungskontrolle genutzt.

    Andererseits: warum soll ein Staat nicht einzelne Inhalte blockieren können, wenn die Bürger ihm diesen Auftrag in einem demokratischen Prozess erteilt hat.

    Die Diskussion um die Netzneuralität betrifft m.E. andere Themen...
    25 22 Melden
    • lilie 25.05.2018 12:54
      Highlight Danke, Anam.Cara! Genau so sehe ich das auhh. Es ist komplett was anderes, ob ein totalitäres Regime
      Zensuren verhängt, um die Leute unmündig zu halten und die eigene Macht zu zementieren - oder ob ein Volk in einem demokratischen Prozess beschliesst, gewisse, streng begrenzte Inhalte zu blocken, um sich selbst zu schützen.

      Es ist so leicht, ein Schlagwort wie "Zensur" in den Raum zu werfen, ohne dass dieses mit dem Sachverhalt überhaupt etwas zu tun hat.
      4 10 Melden
  • Lusch 25.05.2018 07:48
    Highlight Frau Somaruga spricht von 250 Millionen die aus der Schweiz wegen der Online Casinos abwandern.
    Darf ich Fragen wie viel jährlich durch den unsinnigen drang in Deutschland billig einzukaufen abwandern?
    Was ist mit den 200 Milliarden jährlich, die dank laschen Gesetzen und teils völlig legal am Fiskus vorbei geschmuggelt werden, dank dem Bundesrat und dem Parlament? Aber das ist ja klar, das lässt man laufen, da stehen ja auch die Interssen der Multis auf dem Spiel!
    60 11 Melden
  • TheDude10 25.05.2018 07:47
    Highlight Casinos ganz abschaffen. Ist sowieso völlig unproduktiv. Es wird Ja nur geld reingepumpt, welches Mann direkt besser brauchen/ investieren könnte.
    25 14 Melden
    • durrrr 25.05.2018 09:22
      Highlight Die Menschen haben nunmal seit je her den Drang ihr Geld für reichlich Unsinn auszugeben, also warum gerade Glücksspiel verbieten?
      14 2 Melden
  • Silent_Revolution 25.05.2018 07:43
    Highlight "Ich war ehrlich erstaunt, als ich diese Woche im «Tages-Anzeiger» gelesen habe, dass er Netzsperren nun doch manchmal sinnvoll findet."

    Alles was ich im TA (sofern ich nichts übersehen habe) aus einem Artikel dieser Woche gefunden habe ist diese Aussage Silberschmidts auf welche sie wohl anspielt :

    "Falls es ein Nein gebe und das Parlament danach ein Lizenzsystem mit wenigen gezielten Netzsperren beschliesse, dann sehe ich keinen Grund mehr für ein Referendum. Noch lieber möchte er aber gar keine Netzsperren."

    Mit "Netzsperren manchmal doch sinnvoll finden" hat das nichts zu tun.
    63 7 Melden
  • Brunhilde 25.05.2018 07:38
    Highlight Für einmal hat sie Recht.
    9 86 Melden
    • Urs457 25.05.2018 10:04
      Highlight Für einmal hat sie unrecht - und ich mag sie!
      21 5 Melden
    • Brunhilde 27.05.2018 21:28
      Highlight Hat nichts mit mögen zu tun.
      0 0 Melden
  • oXiVanisher 25.05.2018 07:35
    Highlight Man sieht bei diesem Interview leider sehr gut, wie wenig Ahnung die Politiker u d deren "Berater" (Lobbyisten) vom Internet haben. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre!
    63 9 Melden
  • smota 25.05.2018 07:32
    Highlight Faszinierend. Ist es nicht widersprüchlich zu sagen „wir brauchen das Geld“ und „wir müssen die Menschen vor sich selbst schützen“? Solange die Süchtigen in der Schweiz spielen, ist es ok, weil wir damit unsere AHV und Tierparks finanzieren, sonst nicht?
    Die Spielersperren funktionieren auch super, alle gesperrten Spieler gehen ins grenznahe Ausland, sobald sie gesperrt sind. Mit der Routeranleitung von Swisscom kann ich das dann auch im Internet so machen.

    Stop zur Volksbevormundung! Und hört auf das Ganze auch noch als ritterliche Heldentat darzustellen! 😡
    66 8 Melden
  • Silent_Revolution 25.05.2018 07:27
    Highlight "Das ist falsch. Das Gesetz ist ein politischer Kompromiss."

    Vor knapp zwei Jahren hat das noch ganz anders getönt.

    https://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/neues-geldspielgesetz-der-protektionismus-feiert-urstaend-ld.121333

    Ersten Abschnitt lesen. Die Antwort auf die Frage im Interview ist klar eine Lüge.

    Frau Sommaruga war an der Ausarbeitung dieses höchst fragwürdigen Gesetzes mitbeteiligt, nun spielt sie auf die Einflussnahme ausländischer Casinos und verharmlost jene der inländischen Casinos.

    Da kann mir keiner sagen, die Frau agiere unabhängig der Schweizer Casinolobby.
    57 6 Melden
    • lilie 25.05.2018 08:52
      Highlight @Silent: Unabhängig von der Casinolobby? Wie soll das gehen! Glücksspiel dient einzig und allein dazu, zusätzliche Einnahmen für den Staat zu generieren. Da gibts keine separate Lobby.
      2 20 Melden
    • Silent_Revolution 25.05.2018 10:26
      Highlight lilie

      Wenn dem so wäre, müssten die Gewinne sämtlicher privater Schweizer Casinos in die Staatskasse fliessen.

      Das sind aber keine staatlichen Organisationen und somit profitieren primär die privaten Unternehmer, Aktionäre, Vorstände usw.
      17 2 Melden
    • lilie 25.05.2018 11:44
      Highlight @Silent: OK, dann betreiben wir hier mal ein wenig Aufklärung: Das Glücksspiel war lange verboten in der Schweiz. Warum aber wurde es wieder erlaubt? Weil man erkannte, dass man damit Geld in die Staatskassen spülen kann.

      Vom Bruttospielertrag bezahlen Casinos auf Grund der Steuerprogression bis zu 80% Steuern.

      Vom Rest müssen sie ihre Ausgaben berappen (Personalkosten, Miete, Spielbetrieb etc.). Von dem was übrig bleibt, müssen sie nochmals normale Einkommenssteuern bezahlen.

      Dazu kommen die Steuern, welche Gewinner bezahlen müssen.

      https://www.switzerlandcasinos.ch/fakten/besteuerung/
      1 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flötist 25.05.2018 07:20
    Highlight Ausländisches VPN einschalten und schon ist die Netzsperre umgangen. Geht 5 Minuten zum Einrichten und ist 100% legal. Weder Swisscom, noch Cablecom, noch der Bund bekommt mit das danach jemals mit einem Online Casino gespielt wurde. Wieso verstehen die Befürworter das nicht?
    48 7 Melden
    • durrrr 25.05.2018 09:29
      Highlight Seriöse Onlinecasinos bemerken aber VPN Adressen und frieren anschliessend unter Umständen den Account ein. Das Geld ist dann futsch. Gibt Dutzende solche Beispiele aus US-Foren, wo man Online Poker verboten hat.
      12 4 Melden
    • Silent_Revolution 25.05.2018 09:43
      Highlight Umgehen kannst du die Netzsperre problemlos, aber bei einer Gesetzesänderung würden internationale Anbieter keine Spieler mehr aus der Schweiz zulassen.
      D.H ohne Adressbestätigung aus dem Land welches das VPN anzeigt wirst du niemals eine Auszahlung tätigen können und für eine Auszahlung müsstest du dann sowohl Pass als auch ein Dokument fälschen welches deine Adresse im Ausland bestätigt.

      Die verstehen das also schon, bei diesem Gesetz geht es ja nicht um die vorgebrachten Argumente des gekauften JA-Komitees; die sind eine Mischung aus Angstmacherei und Lügen zugunsten Schweizer Casinos.
      14 3 Melden
  • N. Y. P. D. 25.05.2018 07:17
    Highlight P.S. Die Spieler holen mit ihren Gewinnen im Ausland Geld in die Schweiz = Steuereinnahmen

    Steuereinnahmen !

    Das heisst, die angeblichen Verluste werden mit den Steuern auf den Gewinnen wieder ausgeglichen.

    Ich wollte es nur kurz erwähnen..
    29 6 Melden
    • lilie 25.05.2018 08:53
      Highlight @NYP: Das ist der naive Quatsch, den Spieler glauben, weil sie das Grundprinzip von Casinos nicht verstanden haben. Was glaubst du, wie lange ein Casino bestehen würde, wenn es mehr Gewinne auszahlen würde als es Einnahmen hat?

      Bitte Kopf einschalten!
      6 15 Melden
    • aglio e olio 25.05.2018 09:21
      Highlight Das Casino gewinnt immer...
      10 3 Melden
    • Silent_Revolution 25.05.2018 10:52
      Highlight aglio
      Dass das Casino immer gewinnt, schliesst nicht aus dass eine Minderheit an Spielern auch profitieren kann.

      lilie
      Das Grundprinzip hast du nicht verstanden, da du davon ausgehst, dass der Spieler nie gewinnen kann.
      10 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 25.05.2018 07:15
    Highlight Die Elefanten stehen putzmunter im Zoo Zürich herum.
    Es wird uns gedroht, dass die armen Viecher kein Fressen mehr bekommen, wenn wir nicht ja zum Geldspielgesetz sagen.

    Wieso haben die Dickhäuter immer noch zu fressen, obwohl ausländische Internet-Casinos BEREITS SEIT JAHREN viel Geld aus der Schweiz abziehen ?

    Lachhaftes Argument. Der Bürger wird einmal mehr als grenzdebil betrachtet.

    Ich stimme übrigens NEIN, weil ich keine Netzsperren will in der Schweiz. Wehret den Anfängen.

    73 6 Melden
  • luckyrene 25.05.2018 07:07
    Highlight Grundsätzlich bin auch ich der Meinung, dass Menschen mit Sucht-Potential geschützt werden sollten, aber in letzter Zeit fällt mir vermehrt auf, dass sich ,,unser,, Bundesrat des öfteren Drohungen ausspricht!? ,,Wenn ihr das ablehnt, dann verliert ihr dies oder das!! ,,und siehe da, sie machen plötzlich sich sorgen um AHV, Bildung oder unsere Spielplätze. Doch wenn es dann wieder ums sparen geht, sind genau dies die Bereiche die Federn lassen müssten. Diese Angstmacherei ist doch eigentlich die Aufgabe der Parteien wie der SVP?
    44 5 Melden
  • amazonas queen 25.05.2018 06:47
    Highlight Ich komme mir gerade vor wie bei "Zensursula". Es fehlt an technologischem Verständnis. Du kannst das Netz nicht sperren, selbst China schafft das nicht zu 100%.
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  • Interessierter 25.05.2018 06:46
    Highlight Leider vergisst Frau Somaruga, dass genau die, welche Sie schützen will, nämlich die Spielsüchtigen, die ersten sind, welche die Netzsperren umgehen. Es ist so einfach, dass das Gesetz zu einem lächerlichen Heimatschutzgesetz verkommt und zu einem Präjudiz für andere Netzsperren wird. Aus Vernunftsgründen daher ein ganz klares NEIN zu diesem Gesetz!
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  • Mensgi 25.05.2018 06:41
    Highlight Wieso können wir es nicht wie Dänemark machen und Konzessionen verteilen.
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  • brudi 25.05.2018 06:39
    Highlight Freihandel für Agrarprodukte einführen und dafür Netzsperren errichten... Say what.......?!
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  • danbla 25.05.2018 06:38
    Highlight Bei dieser Thematik zeigt sich einmal mehr, so wie es ein Mindestalter beim Stimmrecht gibt, sollte es auch ein Maximalalter geben. Ev. analog zum Rentenalter.
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  • kettcar #lina4weindoch 25.05.2018 06:34
    Highlight „Wie manche wieder und wieder hingehen, zu Hause noch rasch ihre Uhr holen und dann auch diese verspielen“

    Sie hat vergessen zu erwähnen, dass das im Ausland war. In der Schweiz kann das ja, wegen dem von ihr erwähnten Spielerschutz der Casinos (der eigentlich wie überprüft wird?), gar nicht passieren.
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  • Mehmet Mikaeel Özdemir 25.05.2018 06:29
    Highlight Moment! Ich dachte die Casinos sind eben zuverlässig, seriös und schützen Spieler vor sich selbst. Sie haben ja gelesen was der Taxifahrer Ihnen gesagt hat. Es geht den Casinos nur um den Profit. Das Sie nun weiterhin der Casinolobby vertrauen ist beschämend! Nein zu diesem Gesetz!
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  • mbr72 25.05.2018 06:24
    Highlight Mein Haltung, Frau Bundesrätin, ist auch klar: KEINE Netzsperren - EGAL für was!
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Warum FDP-Nationalrat Fluri zum Flüchtlingsretter wird

Der Bürgerliche Kurt Fluri will, dass die Schweiz das Seenotrettungsschiff «Aquarius» unter ihrer Flagge fahren lässt. Im Interview erklärt er, was er von den Anklagen gegen die Retter und den Schlepperei-Vorwürfen an die NGOs hält.

Die NGOs, welche auf dem Mittelmeer Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten wollen, stehen unter Druck. In Marseille stürmten am Freitag Rechtsextreme eines ihrer Büros. Die Schiffe der Seenotretter dürfen die Häfen Italiens und Maltas nicht mehr anlaufen. Italiens Innenminister Matteo Salvini, Chef der rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Lega, versucht die Seenotretter mit zahlreichen juristischen Verfahren an ihrer Tätigkeit zu hindern. 

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