Schweiz
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Michael Hermann of the research center Sotomo, in Zurich, Switzerland, on June 3, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Michael Hermann von der Forschungsstelle Sotomo, am 3. Juni, in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Michael Hermann ist Dozent an der Universität Zürich und Leiter der Forschungsstelle sotomo.
Bild: KEYSTONE

Michael Hermann: «Der Wunsch nach einer linksliberalen Partei ist alt. Am Ende war nie jemand bereit, die Knochenarbeit zu leisten.»

Viele linksliberale Wähler fühlen sich von den bestehenden Parteien vernachlässigt. Der Politgeograf Michael Hermann erklärt im Interview, warum die Gründung einer neuen Partei absurd wäre. Und was die Grünliberalen falsch machen.



Können Sie als Politikforscher die Frustration der «parteilosen» Linksliberalen nachvollziehen?
Michael Hermann:
Der Wunsch nach einer linksliberalen Partei ist eine alte intellektuelle Sehnsucht. In den 1990er Jahren war ich selber Teil einer Gruppe, die mit der Gründung einer solchen Partei liebäugelte. Wir steckten genau in diesem Dilemma. Später habe ich immer wieder Leute getroffen, die mir von ähnlichen Ideen erzählten, meist aus dem akademischen Milieu. Am Ende war nie jemand bereit, die Knochenarbeit zu leisten. Es ist angenehmer, Politik zu kommentieren, als Parteipolitik zu machen. Wer dies trotzdem wollte, trat in eine bestehende Partei ein.

Sind die Linksliberalen zu anspruchsvoll? Sie denken eigentlich pragmatisch, in der Politik aber suchen sie einen Idealzustand.
Sie wollen eine Partei, hinter der sie voll stehen können. Aber Parteien müssen eine gewisse Breite abdecken, wenn sie Wähleranteile gewinnen wollen. Man nennt das Realpolitik.

Martin Baeumle, president des Vert'liberaux, parle lors de l'assemblee des delegues des Vert'liberaux, Gruenliberale Partei ce samedi 7 novembre 2015 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

GLP-Chef Martin Bäumle: Seine Partei deckt einen grossen Teil des linksliberalen Spektrums ab.
Bild: KEYSTONE

Eine neue Partei ist undenkbar?
Martin Bäumle hat eine gegründet. Es wäre absurd, noch einmal etwas neues zu versuchen. Die Parteienlandschaft ist bereits zersplittert. Die Grünliberalen sind noch nicht endgültig festgelegt, sie können sich entwickeln. Wer linksliberale Politik machen will, sollte seine Sichtweise bei ihnen einbringen.

«Den Grünliberalen fehlt ein positiver Diskurs, der Hoffnung und Optimismus ausstrahlt. Sie wirken häufig wie sparwütige Erbsenzähler.»

Michael Hermann

Frustrierte Linksliberale sollten folglich GLP wählen?
Eigentlich ist es verheerend für die Grünliberalen, dass man bei dieser Frage nicht sofort an sie denkt. Sie decken einen grossen Teil dieses Spektrums ab. Auf nationaler Ebene sind sie die einzige Mitte-links Partei, abgesehen von der EVP. Selbst in der Sozialpolitik sind sie etwas linker als die CVP. Es gibt kein Themenfeld, in dem sie rechts von der CVP oder der BDP wären.

Und wenn man sie trotzdem als zu rechts betrachtet?
Dann soll man SP wählen. Allzu weit entfernt von ihr kann man in diesem Fall nicht sein.

Man verspürt im linksliberalen Milieu häufig eine gewisse Enttäuschung über die Grünliberalen. Was machen sie falsch?
Sie haben einen sehr technokratischen Politzugang. Wer sozial- oder geisteswissenschaftlich geprägt wurde, fremdelt ein wenig mit dieser in den Natur- und Ingenieurwissenschaften verwurzelten Partei.

Das sagt die BDP

watson hat die Parteien um eine Antwort auf den offenen Brief einen frustrierten linksliberalen Wählers gebeten. Reagiert haben jene beiden, die am stärksten auf dieses Segment schielen. Hier jene der BDP:

​Lieber (frustrierter) Wähler,

Danke für deinen offenen Brief, in dem du mit allen Parteien «links von der SVP» ein Hühnchen rupfst. Ich hoffe, dass du trotzdem nicht auf die Ausübung deines Wahlrechts verzichtet hast. Denn dies wäre die schlechteste aller möglichen Reaktionen.

Ich will dich nicht um jeden Preis davon überzeugen, dass deine Glückseligkeit in der BDP liegt. Du schreibst ja selber, dass der Idealzustand nie Realität sein wird. Natürlich ist die BDP links von der SVP. Aber wir sind eine bürgerliche Partei und nicht eine linksliberale.

Hellhörig werde ich dann, wenn du Persönlichkeiten wie Pascale Bruderer oder Daniel Jositsch erwähnst. Hellhörig werde ich dann, wenn du den progressiven, gesellschaftsliberalen und ökologischen Flügel der FDP vermisst, wie ihn beispielsweise Elisabeth Kopp repräsentierte.

Hellhörig deshalb, weil die BDP eine moderne und progressive Alternative bürgerlicher Vernunft ist, die ebenso wirtschaftsliberal wie gesellschaftsliberal ist. Hellhörig deshalb, weil die BDP enormes Potenzial in der Verbindung von ökologischer Verantwortung und ökonomischen Chancen sieht.

Unsere SVP-Wurzeln sind übrigens nicht ein Erschwernis, sondern quasi unsere genetische Legitimation. Denn unsere eigentlichen Wurzeln stammen aus der Demokratischen Partei sowie der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB). Beide verstanden sich als progressive Alternativen zum vorherrschenden Geldadel. Das ist unsere Herkunft, und daraus definieren wir unsere Zukunft. – Und du?

Herzliche Grüsse
Martin Landolt, Präsident BDP Schweiz

Was raten Sie ihr?
Sie sollte sich vermehrt darum bemühen, ein Gegengewicht zur nationalkonservativen Schweiz zu bilden. Sie müsste einen Diskurs führen wie einst der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber oder heute der neue SP-Nationalrat Tim Guldimann. Die GLP verpasst es, eine Sammelbewegung für Wähler aus dem linksliberalen Spektrum zu bilden. Sie könnte auch bei der CVP Leute abholen, die ausserhalb des Kantons Zürich ihre sozialliberale Ausrichtung kaum noch pflegt.

Was ist mit SP und FDP?
Sie haben sich davon weitgehend verabschiedet. Ausser man verfolgt vor allem seine persönliche Karriere, dann hat man als Linksliberaler gerade in der SP immer noch Platz.

Sie denken an erfolgreiche Leute wie Pascale Bruderer oder Daniel Jositsch.
Jositsch hat bei den Ständeratswahlen praktisch sämtliche SP-Stimmen geholt, obwohl er sich in der Sicherheitspolitik am rechten Rand der Partei bewegt. Man erlaubt diesen Leuten, Karriere zu machen, ist sogar froh um sie, aber sie dürfen keinesfalls auf die Seele der Partei einwirken wollen.

Grosser Empfang fuer den frisch gewaehlten Zuercher SP Staenderat Daniel Jositsch im Restaurant Certo an der SP Wahlfeier in Zuerich am Sonntag, 18. Oktober 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die SP ist froh über Pragmatiker wie Daniel Jositsch, so lange sie parteipolitisch die Klappe halten.
Bild: KEYSTONE

Sie haben bereits vor fünf Jahren in Ihrer «Tages-Anzeiger»-Kolumne festgestellt, dass die etablierten Parteien sich geradezu vom linksliberalen Spektrum distanzierten.
Bei SP und FDP ist dies seit einiger Zeit stark spürbar. In den 00er Jahren kam die Gegenreaktion auf die Annäherung dieser Parteien in den 90er Jahren, die unter anderem zur «Koalition der Vernunft» in der Stadt Zürich geführt hatte. Das war aber nur eine Liaison auf Zeit, denn die beiden Parteien sind natürliche Kontrahenten. Bei der SP kamen die Erfahrungen mit Gerhard Schröder und Tony Blair hinzu, die teilweise die linke Kernbasis vertrieben haben, vor allem in Deutschland. SPD und Labour hatten Schröder und Blair nur geschluckt, weil sie so lange von der Macht ausgeschlossen waren. Eigentlich hätte man lieber die sozialdemokratische Seele massiert.

«Der Links-Rechts-Gegensatz hat sich verlagert, er findet nicht mehr zwischen Arbeiterklasse und Oberschicht statt, sondern zwischen staatlichem und nichtstaatlichem Sektor. Oder zwischen dem Kultur- und dem Finanzsektor.»

Michael Hermann

Mit der Wahl von Jeremy Corbyn zum Labour-Vorsitzenden ist dies geschehen?
Auf der linken Seite pflegt man häufig lieber die reine Lehre, statt an der Macht zu sein und Kompromisse einzugehen. Erst nach langen Ohnmachtsphasen werden Machtmenschen wie Schröder akzeptiert. In der Schweiz baut sich dieser Druck nie auf, weil man mit dem permanenten Widerspruch leben kann. Man kann auf Parteiebene die reine Lehre praktizieren und hat die beiden Bundesratssitze trotzdem auf sicher. Pragmatiker wie Jositsch werden akzeptiert, so lange sie parteipolitisch die Klappe halten.

Was ist mit der FDP?
Es hat ihr geholfen, dass sie rechts der Mitte wahrgenommen wird. Wenn alle sich als Mitteparteien bezeichnen, tut sich dort eine Lücke auf. Es wäre ein Fehler, sich nach links zu öffnen, obwohl das von gewissen Leuten immer wieder gefordert wird.

Am letzten Versuch in diese Richtung, dem Projekt Avenir radical von 2003, waren Sie als externer Berater beteiligt. Es war ein Fehlschlag.
Ich war wohl der Linksliberalste in dieser Gruppe, habe aber ironischerweise am meisten darauf hingewiesen, dass es ein Fehler ist, sich in diese Richtung zu bewegen.

Die FDP hatte früher prägnante linksliberale Persönlichkeiten. Hat ihr Verschwinden die Ausrichtung nach rechts begünstigt?
Sie hatten keinen Platz mehr in der Partei. Ausserdem haben sich die Milieus verändert. Früher waren die Lehrer und Professoren freisinnig, heute wählen sie links.

Wer vom Staat besoldet wird, wählt links, weil die FDP gerne beim Staatspersonal spart.
Der Links-Rechts-Gegensatz hat sich verlagert, er findet nicht mehr zwischen Arbeiterklasse und Oberschicht statt, sondern zwischen staatlichem und nichtstaatlichem Sektor. Oder zwischen dem Kultur- und dem Finanzsektor. Deshalb hätte sich eher die SP in eine linksliberale Richtung bewegen können, aber aus den genannten Gründen hat sie es nicht gemacht.

Martin Landolt, Parteipraesident BDP, spricht an der Delegiertenversammlung der BDP Schweiz, in Bern, am Samstag, 31. Oktober 2015. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

BDP-Chef Martin Landolt zielt auf Mitte-links-Wähler, seine Partei aber ist ganz anders situiert.
Bild: KEYSTONE

Die Erfolge von Pascale Bruderer, Mario Fehr oder Daniel Jositsch zeigen aber, dass linksliberale Persönlichkeiten gefragt sind.
Es gibt schon auch Gegenbeispiele wie Paul Rechsteiner. Man muss sich aber bewusst sein, dass seine Wahl in den Ständerat im Kanton St.Gallen in erster Linie eine Klatsche für Toni Brunner war, den er geschlagen hat.

Das sagt die GLP

Lieber Peter Blunschi,

Sie wünschen sich eine Partei, die «ein Höchstmass an Freiheit ermöglicht, mit zwei Einschränkungen: Schutz für die Umwelt und die sozial Schwachen» und orten bei den Grünliberalen «Defizite im sozialen Bereich».

Zuerst freuen wir uns, dass Sie unsere konsequente Umweltpolitik nicht Frage stellen, das ist ja schon mal die halbe Miete. Wir sehen aber auch in den Schweizer Sozialwerken eine grosse Errungenschaft – verlangen hier aber mehr finanzielle Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit.

Oder finden Sie es fair, dass die Pensionskassen heute nicht finanzierbare Renten auszahlen müssen und dafür die berufliche Vorsorge der jungen Arbeitnehmerinnen zweckentfremdet wird?

An diesem Beispiel möchte ich Ihnen zeigen: Sparen ist für die Grünliberalen kein Selbstzweck. Vielmehr sehen wir uns in der Pflicht, unseren Nachkommen nicht nur keine ökologischen, sondern auch keine finanziellen Altlasten zu hinterlassen.

Aber selbstverständlich soll der Staat in Notlagen Unterstützung leisten. Radikale Abbauvorlagen lehnen wir deshalb ab. Fehlanreize müssen aber beseitigt und ein möglichst grosser Anreiz zur Verbesserung des Einkommens oder zur Rückkehr in den Arbeitsmarkt geschaffen werden – gerade bei jungen Erwachsenen. Sonst besteht die Gefahr, dass unser Sozialstaat aufgrund einzelner Negativbeispiele generell in Verruf kommt.

Beste Grüsse
Michael Köpfli, stv. Generalsekretär glp Schweiz

Bei schwachen Gegnern gewinnt auch ein strammer Linker wie Rechsteiner oder Richard Wolff in der Stadt Zürich?
Genau, oder wenn die Bürgerlichen zerstritten sind. Das ist aber immer seltener der Fall. So sind dieses Jahr bei den Regierungsratswahlen in Baselland und Luzern die SP-Kandidaten durchgefallen, weil sie zu wenig Ausstrahlung in die Mitte hatten.

Warum melden sich Fehr und Jositsch jetzt mit der Forderung, die SP müsse sich für Sozialliberale öffnen?
Nach Schröder/Blair und der Finanzkrise hatte die Parteilinke Auftrieb. Selbst WEF-Gründer Klaus Schwab hat damals gesagt, der Kapitalismus sei in der Krise. Jetzt aber musste die SP eine Welle von erfolglosen Initiativen hinnehmen, und auch bei den Wahlen kam sie nicht vom Fleck. Deshalb spüren die Linksliberalen den Frühling. Ich weiss aber nicht, ob ihr Vorgehen zielführend ist.

«Nötig wäre eigentlich eine Neusortierung in der Mitte. Die Leute sind teilweise falsch auf die Parteien verteilt. Dadurch verzetteln sich die Kräfte.»

Michael Hermann

Weshalb?
Die SP kann kaum aus ihrer linken Ecke herauskommen, besonders wenn die Politik in den nächsten Jahren rechtslastiger wird. Der SP-Mainstream könnte aber durchaus von Daniel Jositsch lernen. Wie schafft er es, dermassen positiv wahrgenommen zu werden? Viele SPler erreichen kaum Leute jenseits ihrer Kernbasis. Die SP darf selber nicht in die Mitte, aber sie muss dort als vernünftiges Korrektiv wahrgenommen werden.

Was ist mit den anderen Parteien? Die CVP ist wie die FDP nach rechts gerückt.
Sie ist kompakter geworden. Den ganz rechten Flügel hat sie weitgehend an die SVP verloren. Der liberal-soziale Flügel ist auf nationaler Ebene im Aussterben begriffen, er besteht praktisch nur noch aus den beiden Zürcher Nationalrätinnen Barbara Schmid-Federer und Kathy Riklin. Die CVP ist eine eingemittete bürgerliche Partei, die dem Zeitgeist entsprechend noch mehr nach rechts tendieren dürfte. Aber eigentlich weiss sie selber nicht genau, wofür sie steht.

Und die BDP?
Parteipräsident Martin Landolt zielt auf die Mitte-links-Wähler und kommuniziert entsprechend. Aber die BDP steht irgendwo zwischen FDP und CVP. Sie ist eine Landpartei, die sich häufig für Strukturerhaltung einsetzt, etwa in der Landwirtschaft, und sehr armeefreundlich politisiert. Und seit der Aufnahme der Waadtländer Kinderschützerin Christine Bussat fährt sie auch beim Strafrecht eine harte Linie. Sie ist ganz anders situiert als die Linksliberalen.

Hat die BDP den falschen Präsidenten?
GLP-Chef Martin Bäumle redet manchmal wie ein halber SVPler, obwohl seine Partei linksliberal ist. Bei Martin Landolt ist das Gegenteil der Fall. Eigentlich müssten sie den Job tauschen ...

Landolt will die BDP als progressive bürgerliche Kraft etablieren. Eine Mission impossible?
Die BDP ist Teil der undogmatischen, lösungsorientierten Mitte und damit für Linksliberale durchaus wählbar. Aber ihre Positionen liegen deutlich weiter von diesem Spektrum entfernt als jene der Grünliberalen.

Bei denen man die Nestwärme vermisst.
Ihnen fehlt ein positiver Diskurs, der Hoffnung und Optimismus ausstrahlt. Sie wirken häufig wie sparwütige Erbsenzähler. Aber auch Linksliberale müssten daran interessiert sein, Doppelspurigkeiten in den Verwaltungen zu eliminieren, wenn sie ihren Standpunkt ernst nehmen. Sonst kann man gleich SP wählen.

Der Solothurner CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt hat eine neue Partei «Die Moderaten» vorgeschlagen, bestehend aus CVP, BDP und GLP. Wäre das ein Weg?
Die Idee ist reizvoll, aber es passen kaum alle dort hinein. Der KMU-Flügel der CVP oder die sehr bürgerlichen Berner in der BDP lassen sich darin kaum integrieren. Das macht auch nichts, denn nötig wäre eigentlich eine Neusortierung in der Mitte. Die Leute sind teilweise falsch auf die Parteien verteilt. Dadurch verzetteln sich die Kräfte.

Sie schlagen einen Umbau des Parteiensystems vor?
Die Grünliberalen könnten mit Sozialliberalen aus anderen Parteien ergänzt werden, dann wären sie eine breitere Partei. Das ist besser als eine Neugründung auf der grünen Wiese. Der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister passt dort nicht hinein, er könnte aber in einer erweiterten FDP Aufnahme finden. Oder auf dieser Seite könnte eine neue gewerbliche Mittepartei entstehen.

Als Fazit könnte man sagen: Die Linksliberalen haben ein Luxusproblem.
Sie leben schon in einer Art linksliberalem Paradies. Die gesellschaftliche Öffnung ist weit gediehen, die Schweiz wird immer internationaler und urbaner. Nur wenige wollen das noch beschleunigen, vielen geht es fast schon zu weit, etwa bei der Zuwanderung. Daraus entsteht eine gewisse Ermüdung, eine Orientierungslosigkeit. Die gleichen Leute, die Zürich früher als zwinglianisch und eng empfanden, beklagen sich heute über zu viele Partys (lacht).

Umfrage

Braucht die Schweiz eine neue linksliberale Partei?

  • Abstimmen

574 Votes zu: Braucht die Schweiz eine neue linksliberale Partei?

  • 40%Ja, die bestehenden Parteien befriedigen nicht.
  • 59%Nein, man sollte sich in einer bestehenden Partei engagieren.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 11.11.2015 21:23
    Highlight Highlight Ist diese Diskussion eigentlich gar keine, sondern vielmehr ein Plädoyer für direkte Demokratie? Kaum jemand wählt Parteien, weil er/sie vollständig deren Programmen zustimmt. Es gibt so viele "Parteiprogramme" wie Wähler, weshalb auch rel. wenige Leute Parteimitglieder sind. Letztlich entscheidet man sich für jene mit den meisten übereinstimmende Punkten. Korrigiert wird das, zumindest in der Schweiz, bei Abstimmungen zu Sachvorlagen, siehe z.B. Masseneinwanderungs-, Alpenschutz- oder Zweitwohnungsinitiative, von Parteien in relativer Minderheit lanciert, aber von der Mehrheit angenommen.
    6 1 Melden
  • Safster 11.11.2015 20:29
    Highlight Highlight Starkes Interview. Es zeigt aber auch, wie oberflächlich Ihr vorangehender Analyse-Artikel war, Herr Blunschi. Hermann beschreibt sehr gut, wo die Linksliberalen anzusiedeln wären, und in welchen Parteien besonderes Potenzial diesbezüglich besteht: Nämlich bei den Grünliberalen, sowie bei gemässigten SPlern (teilweise Grünen oder GFL in Bern). Es wäre also viel interessanter gewesen festzustellen, weshalb Ihnen die SP oder eben die GLP nicht genügt. Das hätte zu einer guten Debatte geführt. Die wir jetzt immerhin mit diesem Interview haben. Danke.
    9 0 Melden
    • Peter 12.11.2015 08:29
      Highlight Highlight Wenn man aus Frustration einen "Brief" schreibt, führt das zu einer gewissen Oberflächlichkeit. Allerdings nehme ich nicht für mich in Anspruch, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Vielmehr lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Darum dieses Interview mit einem, der sich auskennt.
      11 0 Melden
    • Safster 12.11.2015 10:36
      Highlight Highlight Und genau das schätze ich ja gerade sehr an Watson!
      7 0 Melden
    • Peter 12.11.2015 12:56
      Highlight Highlight Vielen Dank, es scheint, wir sind auf dem richtigen Weg.
      6 0 Melden
  • Jol Bear 11.11.2015 19:35
    Highlight Highlight Irgendwie bleibt diese Diskussion an einer diffusen Oberfläche und kommt nicht vorwärts, solange der Begriff "linksliberal" nicht näher definiert wird. Allein schon "liberal" kann sich auf verschiedenste Aspekte beziehen, z.B. Gesellschaft, Wirtschaft. Und ein gesellschaftsliberaler Mensch kann u.U. nicht viel mit Wirtschaftsliberalismus anfangen oder umgekehrt. Kurz: die "heimatlosen" Linksliberalen könnten sich wahrscheinlich nicht darauf einigen, bei welchen Fragen sie mehr linke und wo mehr liberale Politik wollen.
    5 0 Melden
    • flaviöggel 11.11.2015 20:20
      Highlight Highlight Das mit dem "liberal-sein" wird natürlich immer ein Problem sein, weil das eben sehr viel sein kann. Aber eine Definition ist +/- schon gegeben, nämlich der offene Brief von Peter Blunschi: Er beschreibt dort relativ genau, wo es ihm an welchen Aspekten fehlt.
      4 0 Melden
    • Jol Bear 11.11.2015 20:53
      Highlight Highlight @Flavio Frei: dem kann ich nicht zustimmen. "Höchstmögliches Mass an Freiheit fürs Individuum mit Einschränkung Umweltschutz und Schutz sozial Schwacher" erfüllt auch eine neoliberale Ordnung (im Bewusstsein, dass "Neoliberalismus" heute praktisch immer falsch angewendet und im gleichen Zug als populistisches Feindbild missbraucht wird). Und wenn Bruderer und Jositsch als anzustrebende Bsp. für "linksliberale" Politik angeführt werden, dann kann ein Wirtschaftsliberaler nichts damit anfangen. Möglicherweise wünschen hier einige einfach eine Bewegung der gesamten SP in Richtung "Mitte" (?).
      0 2 Melden
    • blueberry muffin 12.11.2015 19:04
      Highlight Highlight @ Jol Bear Nein. Keiner will eine SP in der Mitte mit staerkeren Rechtskraeften. Abgesehen davon, politisiert sie ja schon relativ in der Mitte.

      Lustiger waere wohl eine SP die ihre Ziele erreichen will. Man koennte zum Beispiel voll und ganz die SVP unterstuetzen beim Bruch mit der EU, damit die Buerger einmal sehen wie schnell die SVP von ihren Milliardaeren zurueck gepfiffen wird, wenn sie tatsaechlich die Moeglichkeit zur Kuendigung aller EU Vertraege haette. ;)

      Und falls das nicht funktioniert, koennte man zumindest massiv Druck auf die FDP/CVP auswirken um nach Links zu rutschen.
      1 0 Melden
  • Nunja 11.11.2015 14:56
    Highlight Highlight Wenn einem die heutige schweizerische SP zu links ist, darf man den Begriff "links" für sich nicht verwenden. "Links" bedeutet nicht "links der heutigen SVP" sondern steht für die Überwindung des Kapitalismus und Demokratisierung der Marktwirtschaft. Mitbestimmung und Beteiligung der Arbeitnehmer mit dem Ideal des Genossenschaftswesens. Die Schweiz war bis in die 1980er Jahre auf sehr gutem Weg zur sozialistischen "Utopie". Die Neoliberale Welle, der die Linke nichts entgegensetzen konnte, war ein gewaltiger Rückschritt.
    27 25 Melden
    • Peter 11.11.2015 15:06
      Highlight Highlight Ernsthaft? Genau diese Neoliberalen jammern heute bei jeder Gelegenheit, dass die Schweiz früher viel liberaler gewesen sei.
      18 5 Melden
    • Nunja 11.11.2015 16:23
      Highlight Highlight Das entspricht halt nicht der Wahrheit.
      Sieh mal die Entwicklung der Genossenschaften oder der Staatsbetriebe an. Coop, Migros, Volg, Krankenkassen, Raiffeisen waren mal alles echte Genossenschaften. Mit der Entwicklung zu echten oder faktischen AG's wurden und werden diese Firmen ihren Stakeholdern (Mitarbeitern, Kunden) entzogen.
      Staatsbetriebe wie PTT,SBB waren bedeutend und sozial. Privatisierungstendenzen bei erfolgreichen Staatsbetrieben (Swisscom, Postfinance). So wird der Einfluss der Bürger/Arbeiter/Konsumenten auf die Wirtschaft stetig geringer.
      22 1 Melden
    • Matthias Studer 11.11.2015 17:25
      Highlight Highlight Ich sehe mich links und bin weder für die Überwindung des Kapitalismus noch für Umverteilung. Aber ich bin der Meinung, dass bei den typisch Liberalen die soziale Kompetenz völlig weg ist. Das haben mir übrigens auch schon FDP Mitglieder bestätigt.
      Ich stehe für eine selbstbestimmende Gesellschaft. Nicht nur bei der Oberschicht, sondern halt bei allen. Ich bin für den Verfassungsartikel "alle sind vor dem Gesetz gleich" und nicht ein paar wenige haben Ausnahmen. Und ich bin auch dafür, dass Unternehmen wieder mehr Verantwortung tragen müssen, mehr zur Ausbildung, Infrastruktur usw..
      24 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans Wurscht 11.11.2015 14:29
    Highlight Highlight Wie es Michael Hermann schon antönt, müsste die GLP sicher mal ihren Präsidenten auswechseln um Linksliberale stärker anzuziehen. In wirtschaftlichen Fragen steht er für eine sehr konservative Interpretation von Liberalismus. Ja zur Pauschalbesteuerung, Nein zur Erbschaftssteuer...das Wohlergehen der Wohlhabenden ist ihm wichtiger als urliberale Grundsätze wie horizontale Gerechtigkeit oder Meritokratie. Charisma versprüht er auch nicht gerade, sein schlechtes Abschneiden bei den Ständeratswahlen spricht Bände...
    34 4 Melden
    • Safster 11.11.2015 20:33
      Highlight Highlight Allerdings gab es gerade zu diesen beiden Themen viele Grünliberale, die sowohl gegen die Pauschalbesteuerung stimmten, als auch für die Erbschaftssteuer-Initiative. Obschon man aus guten Gründen zumindest gegen die konkrete Vorlage hatte stimmen können.
      3 0 Melden
  • Hayek1902 11.11.2015 13:54
    Highlight Highlight Die GLP ist zwar nicht meine Partei, aber die Antwort lässt mich hoffen, dass einige die blutrote Partei verlassen und sich denen anhängen. Immerhin ist denen schon mal klar, dass man nicht mehr auszahlen kann, als reinkommt und jede Zitrone mal ausgepresst ist.
    27 19 Melden
    • Switch_On 11.11.2015 19:19
      Highlight Highlight Dies ist aber aus meiner Sicht sicher nicht der Grund warum Leute von der SP zur GLP wechseln....
      Wie kommen sie darauf?
      3 0 Melden
  • LiberalFighter 11.11.2015 13:44
    Highlight Highlight Es gibt auch in der FDP durchaus progressiv-liberale Kräfte wie ich selber einer bin.
    Vor meinem Parteieneintritt musste ich mich zwischen SP und vorallem GLP und FDP entscheiden. Ich habe mich für die FDP entschieden, mit dem sehr langfristigen Ziel, die FDP in das progressiv-liberale Milieu zu manövrieren, damit sie mit der GLP und anderen progressiv-liberalen Kräften aus SP, BDP und CVP eine neue und starke Mittepartei bilden kann, welche Vernunft und Pragmatismus walten lässt, anstatt blinder Ideologienwut.
    15 8 Melden
    • Hans Wurscht 11.11.2015 14:32
      Highlight Highlight Da stehst du aber wahrscheinlich ziemlich alleine da momentan bei der FDP... wünsche dir trotzdem viel Glück beim Erreichen deines Ziels.
      33 0 Melden
    • E7#9 11.11.2015 17:40
      Highlight Highlight FDP war sicher ein guter Entscheid. Aber was haben Sie auch mit dieser Partei vor? Sie macht sich doch ganz gut, dort etwas rechts der Mitte und benötigt gar kein Bündnis.
      3 5 Melden
    • Switch_On 11.11.2015 19:37
      Highlight Highlight @LiberalFighter: Aus meiner Sicht driftet die FDP immer wie mehr nach rechts. Ihre Wahrnehmung von liberal beschränkt sich auf die Ökonomie. Und meint frei von jeder Verantwortung....
      Widersprechen sie mir bitte wenn ich ihrer Meinung nach falsch liege.
      12 0 Melden
  • atomschlaf 11.11.2015 13:38
    Highlight Highlight In meinen Augen gibt es noch eine viel grössere Lücke im Parteienspektrum: Ein soziale, arbeitnehmer-, mieter- und konsumentenfreundliche Partei ohne EU-, Umwelt- und Einwanderungsfetisch.
    26 13 Melden
    • phreko 11.11.2015 14:10
      Highlight Highlight Naja, da musst su nur reich genug werden, damit dir die ersten Punkte egal werden, dann bist du endlich in der SVP richtig aufgehoben.
      30 9 Melden
    • Matthias Fiechter 11.11.2015 17:10
      Highlight Highlight Rücksichtnahme auf natürliche Ressourcen und eine progressive Migrationspolitik sind nun mal Teil des sozialen Gedankens (im Sinne von Gerechtigkeit und Umverteilung) - es sei denn, deine Definition von Arbeitnehmer, Mieter und Konsument umfasst ausschliesslich autofahrende SchweizerInnen. DAS wäre mal ein Fetisch. In diesem Fall wäre vielleicht die SD etwas für dich. Die gibt es glaube ich noch.
      13 5 Melden
    • phreko 11.11.2015 17:36
      Highlight Highlight @Fiechter, die SD möchte glaube ich auch die Umwelt schützen, so fällt sie weg.
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • alingher 11.11.2015 13:11
    Highlight Highlight Ja, Hermann beschreibt einige Punkte recht präzise aber leider übersieht er wie fast in jeder aktuellen Analyse der Parteienlandschaft DAS zentrale Problem: Die Parteien basieren auf Konflikten und Paradigmen die heute praktisch keine Bedeutung mehr haben. Deshalb ist auch so unklar wofür die Parteien denn genau stehen. Auch die ständige Bemühung von "rechts-links" ist obsolet und stiftet nur Verwirrung. Drogenliberalisierung wäre nach Definition ja ein urrechtes Thema. Das begründet auch den Erfolg der SVP, denn die definieren sich seit 1992 entlang eines ganz klaren und aktuellen Konflikts.
    15 1 Melden
    • icarius 11.11.2015 17:21
      Highlight Highlight Mich würde interessieren welchen aktuellen Konflikt Sie meinen. Die Globalisierung?
      2 0 Melden
    • alingher 12.11.2015 08:55
      Highlight Highlight Naja, FDP und CVP entstanden als Parteien entlang der alles bestimmenden Konfliktline zwischen protestantischen Radikalen und katholisch Konservativen. Obwohl diese heute praktisch keine Rolle mehr spielt, sind die Parteien ja noch dieselben. Die SP entstand als Interessenvertretung der Arbeiterklasse - dies sieht sie auch heute noch so, obwohl sie eher als Partei der Intelektuellen wahrgenommen wird. Die SVP hingegen ist nicht die Bauern- und Gewerbepartei geblieben, sondern definiert sich seit 1992 als Anti-Integrations und Pro-"Willhelm Tell" Partei.
      2 1 Melden
    • icarius 12.11.2015 09:15
      Highlight Highlight Habe ich Sie richtig verstanden: Die SVP is die einzige Partei, die es geschafft hat, sich von ihrem alten Profil zu lösen und sich an einem tatsächlichen, aktuellen Konflikt zu orientieren (Integration VS Abschottung)? Wäre eine interessante These, die auch teilweise erklären würde wie es die Partei geschafft hat, so unterschiedliche und per se widersprüchliche Interessengruppen wie Landwirtschaft und Hochfinanz anzusprechen.
      1 0 Melden
  • Luca Brasi 11.11.2015 12:46
    Highlight Highlight Ach, schon wieder dieses elitäre Gehabe von Herrn Hermann. Er entlarvt sich bei der Frage über linksliberale Stände- und Regierungsräte der SP selbst. Die wirklich mehrheitsfähigen Linken können ja nur aus dem elitären linksliberalen Flügel stammen (wobei ich mich frage, was an Abhör-Fehr so liberal sein soll). Die Erklärung, warum ein Paul Rechsteiner Erfolg im bürgerlichen St. Gallen hat, ist mehr als fadenscheinig. Rechsteiner hat durchaus eine liberale Ader (Sport, Kultur, etc.), aber als Gewerkschaftsboss setzt er sich eben auch für den Schutz der Arbeitnehmer ein. Schlimm, oder? *lach*
    12 17 Melden
    • alingher 11.11.2015 13:28
      Highlight Highlight Nein, das sehe ich nicht so: Paul Rechsteiner ist nun wirklich ein Klassenkämpfer alter Schule und ideologisch ein Bollwerk. Wenn er in meinem Heimatkanton in den Ständerat gewählt wurde dann hatte das mehr mit Toni Brunner als mit ihm selbst zu tun. Und wenn er nun erneut von bürgerlichen unterstützt wird, dann hat das mehr mit Thomas Müllers unsäglichem Abgang aus der CVP zu tun. Der hat soviel Porzellan zerschlagen, dass Rechsteiner für sehr sehr viele das kleiner Übel bleibt...
      11 5 Melden
    • Luca Brasi 11.11.2015 14:10
      Highlight Highlight Aha, anscheinend hat der bürgerliche Kanton St. Gallen keine besseren Kandidaten als Rechsteiner? Dann erklären Sie mir doch einmal, warum im 1. Wahlgang der CVP-Kandidat dermassen untergegangen ist. Paul Rechsteiner spricht eben auch Rentner an, die sich zurecht sorgen machen, dass die Bürgerlichen ihre Renten kürzen wollen. Rechsteiner geniesst hohes Ansehen, auch über sein Parteispektrum hinaus. Man muss nur schon den Enthusiasmus vieler junger Leute und Frauen betrachten, die sich für ihn stark machen. Rechsteiner bot sogar Hand zu Kompromissen bei der AHV-Reform. Klassenkämpfer? Lachhaft.
      17 2 Melden
    • alingher 11.11.2015 15:52
      Highlight Highlight Naja, selbstverständlich geniesst Rechsteiner auch Sympathien bei den Bürgerlichen - das macht ihn aber nicht zum Links-Liberalen. Aber da muss ich gar nicht gross argumentieren, sondern kann seinen Smartspider sprechen lassen. Gibt es da wirklich jemanden links davon?
      Weshalb die CVP nach Gemperli und David keine Rolle bei den SR-Wahlen mehr spielt? Schwierig zu sagen. Sicher ist aber, dass die SGler CVPler sofort ihren Kandidaten zurückziehen und auch Che Guevara wählen würden, wenn sie damit Thomas Müller verhindern können...
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  • Angelo C. 11.11.2015 12:40
    Highlight Highlight Gutes Interview, mit den richtigen Fragestellungen.

    Dass eine linksliberale Partei - gemessen an der stagnierenden SP - durchaus auch hierzulande gewisse Erfolgschancen haben könnte, weiss man nicht erst seit Gerhard Schröders Kanzlerschaft.

    Hierzulande stehen Daniel Jositsch, Mario Fehr, früher auch Elmar Ledergerber dafür und würde man die Grüne AG-Ständerätin Susanne Hochuli dazurechnen - wer weiss...

    Und so wird es an Peter Blunschi hängenbleiben, der sich bisher mehr dem Journalismus verpflichtet fühlte, nun die Finger rauszunehmen und zu versuchen, sowas auf die Beine zu stellen 😉!
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    • Peter 11.11.2015 13:05
      Highlight Highlight Wenn Hermann schon findet, eine neue Partei sei absurd, werde ich mich kaum in ein solches Himmelfahrtskommando hinein stürzen ;)
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    • Switch_On 11.11.2015 19:45
      Highlight Highlight @Angelo C: Ich geb ihnen bezüglich Mario Fehr und Daniel Jositsch völlig recht.
      Abr können sie mir erklären, warum sie Herr Gerhard Schröder als links-liberal betrachten?
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    • Angelo C. 11.11.2015 22:48
      Highlight Highlight Eine berechtigte Frage! Obwohl Schröder selten als Linksliberale bezeichnet wurde, wirbt die "Initiatitive neoliberale Marktwirtschaft" mit dem Konterfei von G.S. , und im Herbst 2011 gab er gemeinsam mit Tony Blair der linksliberalen spanischen Zeitung "El Pais" ein Interview, welches klar in diese Richtung wies. Ob man die Agenda 2010 und Hartz IV als linksliberal einstufen will, könnte man aus S. Spruch der "Eigenverantwortung und Förderung" ableiten. Ausserdem war ein geflügeltes Wort, dem er politisch Vieles unterordnete, dass Deutschland oekonomisch in der Champions League spielen müsse.
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  • panaap 11.11.2015 11:56
    Highlight Highlight Die Aussage "...wenn es denn eine Partei gäbe... Ja dann... " ist meines Erachtens oft nur eine Ausrede um schön zu reden, dass man sich nicht engagiert.
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  • Wilhelm Dingo 11.11.2015 11:45
    Highlight Highlight Dieser Artikel hat wie meistens bei Blunschi Substanz, danke! Für mich heisst die Schlussfolgerung GLP wählen und sich in der GLP engagieren! Finger weg von SP und SVP, beide können sich nicht gross verändern.
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    • Peter 11.11.2015 12:02
      Highlight Highlight Da muss man primär Michael Hermann danken, dem scharfsinnigsten Politikanalysten des Landes.
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    • Peter 11.11.2015 17:32
      Highlight Highlight Man unterschätze das Plankton nicht. Es wird noch existieren, wenn unsere Spezies längst von diesem Planeten verschwunden ist.
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«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

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