Schweiz
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Patrick Kurtz ist Inhaber und Privatermittler der Kurtz Detektei Schweiz. bild: zvg

Interview

«Mitleid habe ich selten» – was ein Detektiv über Bespitzelung denkt

Das neue Gesetz zu den Sozialdetektiven ist umstritten. Patrick Kurtz, Inhaber der Detektei Kurtz, hat mit uns über GPS-Tracking, Mitleid und vermeintliche Mordaufträge gesprochen.  



watson: Herr Kurtz, über Sozialdetektive, die potenzielle Versicherungsbetrüger überführen, wird derzeit viel gesprochen. Wie häufig werden Sie auf Leute angesetzt, die unrechtmässig Geld kassieren?
Patrick Kurtz: Das kommt häufig vor. Wir ermitteln am meisten wegen Betrugsfällen. Im privaten Bereich sind es vor allem Ehebruch oder Untreue. Im wirtschaftlichen Bereich gehören Krankschreibungsbetrug, Manipulation bei der Zeitabrechnung oder eben Versicherungsbetrug und Sozialhilfemissbrauch dazu.

Ein Detektiv bei der Observation.

«Hilfsmittel wie GPS-Tracking wären extrem wertvoll für uns», sagt Patrick Kurtz. Benutzt werden sie derzeit aber noch nicht. Die eigenen Augen und Fotoapparate müssen reichen.  Bild: shutterstock

Bei der Ermittlung von Sozialhilfemissbrauch sollen Detektive wie Sie, durch ein neues Gesetz mehr Möglichkeiten für die Observation erhalten. Beispielsweise sollen GPS-Geräte, Drohnen oder Geo-Lokalisationen eingesetzt werden können. Was halten Sie davon?
Hilfsmittel wie GPS-Tracking wären extrem wertvoll für uns. Weil die Rechtslage derzeit unsicher ist, setzten wir Drohnen oder GPS-Tracking bislang nicht ein. Wenn wir die Genehmigung aber bekommen würden, wäre uns extrem geholfen bei der Fallaufklärung. Das wäre auch im Sinne der Gemeinschaft.

Das neue Sozialdetektive-Gesetz und seine Gegner

Das Parlament hat in der Frühlingssession in Rekordzeit ein Gesetz verabschiedet, das die Überwachung von Versicherten erlaubt. Es ermöglicht Sozialversicherungen, Personen bei Verdacht auf Missbrauch durch Detektive observieren zu lassen. Neben Bild- und Tonaufnahmen sollen in Zukunft auch technische Instrumente zur Standortbestimmung erlaubt – etwa GPS-Tracker oder Drohnen.

Am Donnerstag, 5. April, hat eine Bürgergruppierung um die Autorin Sibylle Berg die Unterschriftensammlung für das Referendum ergriffen. Die Gruppe hat nun bis zum 5. Juli Zeit, die für das Referendum nötigen 50'000 Unterschriften zu sammeln. (ohe/jbu/sda)  

Warum?
Derzeit müssen wir uns primär auf unsere Augen verlassen. Das kostet oft viel Zeit und Geduld. Mit technischen Daten, wie beispielsweise einer ständigen Ortung, könnte ein Fall womöglich schneller aufgeklärt werden. Und man hätte harte Fakten, die man im Falle einer Gerichtsverhandlung vorbringen könnte. Zudem könnte man argumentieren, dass man so die Person nicht auf Schritt und Tritt verfolgen muss, sondern nur beobachtet, wo sie sich gerade befindet. Man könnte sich fragen, ob das nicht ein geringerer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Zielperson wäre, wenn sie nur mittels GPS-Tracking überwacht wird, anstatt von einem Detektiv beschattet.

Stichwort Privatsphäre: Haben Sie nie ein schlechtes Gewissen oder Mitleid bei Ihrer Arbeit?
Grundsätzlich beobachten wir nur den öffentlichen Raum. Und wir sind nicht die Auftraggeber, die den Tatverdacht haben. Wir führen lediglich den Auftrag aus. Mitleid habe ich selten. Ausser einmal, als ich im Rahmen eines Untreueverdachts eine Dame einen Monat lang jeden Nachmittag beschattet habe. Die Frau ging aber immer brav nach der Arbeit nach Hause und der Untreueverdacht ihres Lebensgefährten liess sich nicht erhärten. Die Dame tat mir Leid.

Wie kommt es denn überhaupt zu einer Überwachung?
Normalerweise treffen wir uns zuerst mit dem Auftraggeber, das kann eine Firma, eine Privatperson oder auch eine Behörde sein. Dann geht es darum herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt sich eine Observation am meisten lohnen würde und wann man die grösste Erfolgschance hat. Dann klären wir ab, wie viele Ermittler wir vor Ort brauchen, wie viele Fahrzeuge nötig sind ...

Und was passiert dann vor Ort?
Das läuft natürlich ganz anders ab, als in vielen Filmen gezeigt. Meistens ist die Observation wenig spektakulär. Gefragt ist vor allem Geduld. Oft sitzt man stundenlang im Auto und wartet, dass die Zielperson das Haus verlässt.

Was braucht es denn, um ein guter Detektiv zu sein?
Meiner Meinung nach ist Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit enorm wichtig. Man darf sich nicht ablenken lassen. Observationen dauern manchmal stundenlang, da darf man den Punkt, an dem etwas passiert, auf keinen Fall verpassen, weil man abgelenkt war. Köpfchen und körperliche Fitness sind auch sehr wichtig. Oft muss man viel recherchieren und kombinieren können. Und manchmal kann man sich auch stundenlang nicht hinsetzen oder muss bei eisiger Kälte oder sengender Hitze im Auto sitzen und auf das Auftauchen der Zielperson warten.

Ist Ihre Deckung auch schon aufgeflogen und Sie wurden erwischt?
Das passiert sehr selten. Mir ist es ein einziges Mal passiert.

Wie kam es dazu?
Ich habe mit einem Kollegen zusammen eine Zielperson observiert, die im Verdacht stand, sich missbräuchlich krank gemeldet zu haben. Die Zielperson wohnte in einem sehr kleinen Dorf. Ich und mein Kollege haben in Autos am Ausgang des Dorfes gewartet und haben die Zielperson aus der Ferne mit Ferngläsern und Teleobjektiven überwacht. Ab und zu fuhr ein Bauer auf einem Traktor vorbei. Einer dieser Bauern muss unserer Zielperson wohl einen Tipp gegeben haben. Denn kurz darauf lockte sie uns in die Stadt und klopfte kurz darauf an meine Autotür und meinte, ich könne nun mit dem Beobachten aufhören.

Was ist dann passiert?
Wir haben uns zurückgezogen. Den Fall konnten wir aber dennoch erfolgreich abschliessen. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Person, obwohl sie krankgeschrieben war, an einem Bodybuilding-Wettkampf teilgenommen hatte.

Was ist das Schrägste, was Sie bisher erlebt haben?
Schwierige Frage (denkt nach). Einmal wurden wir von einem ukrainischen Herren kontaktiert, der uns bat, eine Adresse ausfindig zu machen. Am Ende des Gesprächs wandte er sich an meinen Kollegen und fuhr sich mit dem Finger über den Hals mit den Worten: «Wenn ihr ihn einmal gefunden habt ...». Er wollte uns tatsächlich mit einem Mord beauftragen! Nach dieser Sitzung liessen wir dann schleunigst die Finger von dem Fall.

Lehnen Sie Aufträge auch ab? Oder stoppen laufende Observationen?
Ja, das kommt schon vor. Beim vorherigen Beispiel mit der Überwachung der Ehefrau habe ich nach einem Monat aufgehört, obwohl mein Auftraggeber wollte, dass ich weitermache. Manchmal lehnen wir aber Aufträge auch von Anfang an ab. Nämlich dann, wenn das persönliche oder wirtschaftliche Verhältnis des Auftraggebers und der Zielperson nicht so angelegt ist, dass man dem Auftraggeber überhaupt Informationen übermitteln dürfte.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Phiilofofi 06.04.2018 21:52
    Highlight Highlight Ich denke gefährlich ist es oft, wenn sich ein ganzer Wirtschaftszweig aus solchen "Dingen" bildet.

    Die Detektive kosten ja Geld... und günstig werden sie ganz bestimmt nicht sein... wer zahlt?

    Irgendwann gibts dann ne Lobby und die Detektive werden ihren Posten auch nicht mehr hergeben wollen :)
  • Phiilofofi 06.04.2018 18:54
    Highlight Highlight "Wir führen lediglich den Auftrag aus."

    So wie die Drohnenpiloten der USA...

    "Lediglich".. . Dieses Wort mag ich einfach nicht.

    (Shit es reimt sich :D )
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 06.04.2018 20:11
      Highlight Highlight Ist ja auch nicht wichtig ob sie diese Wort mögen oder nicht.
      Wicht ist, für die Allgemeinheit, dass jemand Sozialbetrügern auf die Pelle rückt und ihnen das Handwerk legt.

      Auch gerade für alle ehrliche Rentner.


      Auch für alle ehrliche Rentner.
    • Fabio74 06.04.2018 21:46
      Highlight Highlight @kularing Alles falsch.
      Diese Menschen gehen auf Menschen los, weil die unter VERDACHT stehen, weil eine Versicherung oder ein Arbeitgeber GLAUBT, dass Missbrauch da ist und OHNE dass es von Seiten des Staates sprich eines Richters eine Erlaubnis zur Überwachung gibt!
      Sprich wir hebeln den Rechtsstaat aus, wir öffnen dem Denunziantentum Tür und Tor
    • Fabio74 06.04.2018 21:48
      Highlight Highlight @kularing Teil 2 Und im gleichen Atemzug, in dem ihr REchtsnationalen auf den Sozialhilfe-Empfängern rumtretet, kuscht ihr vor den Steuerhinterziehern und huldigt diesen.
      Viel verlogener kann man nicht sein
  • Lester McAllister 06.04.2018 18:47
    Highlight Highlight Geht es eigentlich darum Bespitzelungen der Privatsphäre zu legalisieren, oder darum die Ergebnisse der Bespitzelungen als Beweise vor Gericht zu erlauben?
    Macht sich ein Detektiv heute strafbar, wenn er Privaträume einsieht?
  • Shin Kami 06.04.2018 18:41
    Highlight Highlight Wieso ist es eigentlich legal jemanden überwachen zu lassen (als Privatsperson oder Firma) ? Müsste nicht jeder Detektiv sich sofort wegen Stalking und eingriff in die Privatsphäre haftbar gemacht werden können?
    • büezer83 06.04.2018 19:26
      Highlight Highlight stalking bezieht sich deutlich auf belästigung und nicht auf beschattung
  • So en Ueli 06.04.2018 16:58
    Highlight Highlight Wer nichts zu verbergen hat, der wird auch keine Angst vor einer möglichen Überprüfung haben. Ehrlichkeit währt am Längsten. Wer lügt und betrügt, muss irgendwann mit Konsequenzen rechnen.
    • aglio e olio 06.04.2018 18:09
      Highlight Highlight Ich habe meine Privatsphäre zu verbergen. Wenn ich nicht mehr allein darüber bestimmen darf, wer zu dieser Zutritt erhält, deute ich das als schlechtes Omen.
    • Fabio74 06.04.2018 21:51
      Highlight Highlight schön wie naiv gewisse Kreise sind.
      Ich habe auch nichts illegales am LAufen (gehabt) und trotzdem ist meine Privatsphäre eben privat und es geht keinen anderen was an, was ich tue
      Weder meinen Arbeitgeber noch eine Versicherung.
      und ehrlich gesagt geht es den Rechten nicht um Lügen und Betrügen, sonst müsste man bei Versicherungsbetrug, Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, Lohndumping auch genau hinschauen. Dies wollen die Rechten aber nicht, weil zu viel Dreck raus käme.
      Also prügelt man auf jene ein, die schon ganz unten sind. Die haben keine Lobby Daher als Sündenböcke geeignet.
  • Turbi 06.04.2018 15:18
    Highlight Highlight Drehen wir doch einfach den Spiess um. Die Ueberwachten überwachen die Ueberwacher. Das hat schon in der DDR-Selig gut funktioniert.
    Und für was gibt es denn heute sooooo schöne Kommunikatiosmöglichkeiten
    (Twitter, Facebook............................)
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 06.04.2018 15:01
    Highlight Highlight Gestern beobachtete ich vom Fenster aus 2 Frauen, die um mein Auto schlichen.
    Sie trugen private Uniformen.
    Offenbar kontrollierten sie, ob ich richtig geparkt habe und ob ich meine Parkkarte bezahlt hatte.

    Ich war ruhig, weil ich mir nichts zu schulden habe lassen kommen.

    Irgendwie ist es für mich normal und ich habe mich schon lange daran gewöhnt, von privaten Firmen verdächtigt und kontrolliert zu werden.

    Was können sie mir schon anhaben?
    • Siebenstein 06.04.2018 15:42
      Highlight Highlight Was für ein naiver Vergleich!
    • Fabio74 06.04.2018 16:57
      Highlight Highlight Bun zum gefühlt 100. Mal dieser dumme Vergleich.
      Erstens sind die Damen im Namen des Staates unterwegs. Zweitens spionieren diese nicht in deiner Privatsphäre rum, weil silange korrekt parkiert, das Auto bzw das Nummernschild nicht notiert wird
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 06.04.2018 18:33
      Highlight Highlight Fabio
      Ja man merkt schon, dass sie kein Permi haben.
      Nein, im Ernst. Ich weiss es klingt irrwitztig. Aber in meiner Stadt werden Parkbussen schon (sehr) lange von privaten Firmen ausgestellt.

      Wahnsinn, nicht war!
  • Lowend 06.04.2018 14:44
    Highlight Highlight Vielleicht sollten sich die Armen, Alten und Kranke mal Gedanken darüber machen, nicht bei den Schweizer Sozialwerken, sondern beim IS und ähnlichen Terrororganisationen wegen Unterstützung vorzusprechen, denn vermutlich würden die mehr bezahlen und die Möglichkeit überwacht zu werden ist auch noch viel geringer.

    Recht extrem, was unsere Wutbürgerlichen da inzwischen für Gesetzespfusch anrichten!
    • Roterriese 06.04.2018 17:01
      Highlight Highlight Was für ein absurder Kommentar ...
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 06.04.2018 18:35
      Highlight Highlight Ou ja...! Völlig kranker Kommentar!
    • Lowend 06.04.2018 20:52
      Highlight Highlight Krank und absurd ist nicht mein Kommentar, sondern dass wutbürgerliche Politiker Gesetze beschliessen, dass mein Kommentar leider der Realität entspricht.

      Terroristen des IS haben mehr Rechte, als dies Bezieher von Sozialleistungen des Staates haben!

      Um es klar zu sagen. Ich bin total gegen Terrorismus und Betrug bei den Sozialwerken, aber bei beidem handelt es sich um Delikte, die kaum statistisch erfasst werden können!

      Z.B: Bei 220'000 IV Rentnern hatte man gerade bei 1'900 einen Anfangsverdacht und von den wenigen wurde bei 650 also 0,3 Promille total ein wirklicher Missbrauch bewiesen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglio e olio 06.04.2018 13:59
    Highlight Highlight Unabhängig davon ob ich das gutheisse oder nicht, sollte die überwachte Person anschliessend über die Überwachung in Kenntnis gesetzt werden. Egal bei welchem Ergebnis.
    • Asmodeus 06.04.2018 16:08
      Highlight Highlight Und im Falle der bewiesenen Unschuld ein Anrecht auf Entschädigung haben.
    • Fabio74 06.04.2018 16:58
      Highlight Highlight Was das kostet. Da will einer den Staatsapparat aufblähen.
    • büezer83 06.04.2018 19:31
      Highlight Highlight achjaa... genau! diese gesetzes änderung im bezug der erleichterten beschattung von sozialleistungsbezüger könnte unter anderem ein rohrkrepierer werden. genau wegen dem thema kosten und realer nutzen
  • Siebenstein 06.04.2018 13:46
    Highlight Highlight Sehr provokant, die Selbstdarstellung dieses Nutzniessers einer gewaltigen Fehlentwicklung im sogenannten Sozialwesen!
  • So en Ueli 06.04.2018 13:08
    Highlight Highlight Also ich bin für das neue Gesetz. Denn mir ist jedes Mittel Recht um Personen, die mit Absicht das System ausnutzen, zu überführen. Systematischer Betrug darf nicht sein, weshalb das Verhindern und Aufdecken gefördert werden muss.
    • Normi 06.04.2018 13:53
      Highlight Highlight Dürfen wir sie auch beschatten ? Ob sie ihre Steuern auch richtig Zahlen ?
    • äti 06.04.2018 14:00
      Highlight Highlight ... das geht am besten wenn du alle und alles akribisch überwachst. DDR war zB ein Anfang, den du aber noch ausbauen und erweitern musst. Vergiss nicht, auch jene die überwachen müssen überwacht werden und diese auch wieder, sonst nützt alles nichts.
    • Hierundjetzt 06.04.2018 14:01
      Highlight Highlight Find ich gut. Den das nächste Mal wenn Du blau machst (und daher Krankentaggeld via Deinem Arbeitgeber beziehst) kann man Dich endlich überwachen und mittels Fotos nachweisen, dass Du eben nicht krank warst.

      Aber da Du das Gesetz ja gelesen hast, war Dir das ja bewusst, dass es Dich jederzeit zu 100% selber treffen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turi 06.04.2018 13:05
    Highlight Highlight Geradesogut könnte man einen Waffenproduzenten zu seinen Bedenken zu Waffenlieferungen in Kriegsgebiete (oder die USA) befragen. Sinnlos.
  • Follower 06.04.2018 12:53
    Highlight Highlight Zu denken, dass der Ausspionierte nicht merkt, was mit ihm gemacht wird ist etwas naiv. Wenn das ungerechtfertigt geschieht und der Versicherte nie weiss, wann es fertig ist...
  • walsi 06.04.2018 12:50
    Highlight Highlight Der Staat überwacht Autobahnen, Marktplätze und andere öffentliche Orte ansatzlos. Die Daten über unser Surfverhalten, Telefonate, SMS usw. werden ohne Verdacht von jedem für Monate gespeichert, damit man die bei einer allfälligen Kriminaltat hat. Dagegen gibt es kaum Widerstand. Wenn man aber bei Personen, bei denen es einen Anfangsverdacht gibt, genauer hinschaut, schreien alle Polizeistaat und das sei ein Eingriff in die Privatsphäre.
    • Hierundjetzt 06.04.2018 14:03
      Highlight Highlight Falsch I. Der Staat darf keine Telecom daten ohne richterliche Genehmigung sammeln

      Falsch II: überall wo der öffentliche Raum überwacht wird, gibts ein Signet, dass darauf hinweisst

      Falsch III: der Staat darf diese Daten max 30 Tage speichern

      Falsch IV: Private unterstehen obengenannte Restriktionen NICHT
    • Fabio74 06.04.2018 15:05
      Highlight Highlight Im Unterschied zu diesem Fall ist es der Staat und nicht Private
  • Ursus der Rächer 06.04.2018 12:43
    Highlight Highlight Als ich den letzten Privatdetektiv erwischt habe, als er auf meinen Balkon gestiegen ist, um meinen schwer invaliden Sohn zu überwachen, habe ich ihn verhauen.

    Ich habe mit einer Anzeige gerechnet. Als ich aber dem Staatsanwalt glaublich erklärt hatte, dass ich den Verdacht hatte, einen Einbrecher vor mir zu haben, war die Sache erledigt und ich durfte noch einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruch unterzeichnen.
    • Normi 06.04.2018 13:54
      Highlight Highlight Super mein Held 🤩🤩
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 06.04.2018 15:06
      Highlight Highlight Ursus
      Wissen sie was?
      Diese Saudumme Geschichte haben sie eben erfunden.
      Niemand überwacht jemanden der schwer invaliden ist.
      An ihrer Stelle würde ich mich schämen.
    • Asmodeus 06.04.2018 16:10
      Highlight Highlight Der liebe Kularing hatte noch nie mit der IV zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 06.04.2018 12:36
    Highlight Highlight Drohnen und GPS-Tracking gibt's nur auf richterlichen Beschluss und das ist gut so!
    Versteh das Misstrauen nicht: Ueberwachungen auch OHNE Drohnen und GPS-Trackern sind nur bei begründeten Verdacht auf Schummelei und Missbrauch zulässig!
    Ich finde das weniger bedenklich als die Kürzungen beim Grundbedarf in der Fürsorge oder das Streichen von Renten bei der IV!!
    • MachoMan 06.04.2018 16:27
      Highlight Highlight Zwar ist Sozial- und Versicherungsbetrug absolut verwerflich und ich gestehe den Versicherungen sogar "das Recht zu sich zu wehren". Wir dürfen diesen aber niemals ein "Recht zur Bespitzelung durch jedermann" zugestehen. Privatdetektiv kann sich in der Schweiz jeder und jede nennen und als solche tätig sein. Zum Thema Privatdetektiv: Es gibt in der Schweiz keine staatlich reglementierte Ausbildung. Der Titel "Privatdetektiv/in" ist daher nicht geschützt. In der Schweiz gibt es keine Ausbildungsstätte, die von den Verbänden der Privatdetektive empfohlen wird.
  • lagaffe 06.04.2018 12:35
    Highlight Highlight Dann aber mit der gleichen Energie los auf die Steuerhinterzieher...!
    • dorfne 06.04.2018 14:11
      Highlight Highlight Danke. Das kann man gar nicht oft genug sagen und schreiben!
    • Roterriese 06.04.2018 17:08
      Highlight Highlight Whataboutism
    • Fabio74 06.04.2018 22:00
      Highlight Highlight @riese Warum? Warum Sippenhaft und Stasimethoden für Sozialhilfe-Empfänger aber dann vor Steuerbetrüger kuschen?
      Weil dann viel Dreck hochkäme und endlich mit dem Schmutz aufgeräumt würde?
  • Pafeld 06.04.2018 12:34
    Highlight Highlight Was viele wirklich nicht wahrhaben wollen: es betrifft nicht nur IV und ALV, sondern ALLE Versicherungen. Und gerade Krankenkassen und IV gerieten bereits mehrmals in Erklärungsnot, weil sie basierend auf anonymen Denunzianten Privatdetektive engagiert haben. Dieses Gesetz ist kein Versuch zur Endämmung von IV- und ALV-Betrügern. Es ist einzig und alleine dem Versicherungslobbying zu verdanken. Versicherungen erhalten damit die Möglichkeit, bei Gefährdung ihrer finanziellen Interessen OHNE richterlichen Beschluss eine Observierung durchzuführen, welche nicht mal bei Terroristen gemacht wird.
  • JackMac 06.04.2018 12:00
    Highlight Highlight Ich weiss genau, was DU letzten Sommer getan hast !!
  • Dinolino 06.04.2018 11:58
    Highlight Highlight "Detektive" sind doch Leute die aus irgendwelchen Gründen nicht Polizisten werden konnten. Geleitet von niederen Gründen, finden Denunziantentum gut und wollen damit ihr Geld "verdienen". Schäbig sich auf Kosten der Schwächsten in der Gesellschaft profilieren zu wollen.
    DDR 2.0

    Change my mind
    • SpikeCH 06.04.2018 15:24
      Highlight Highlight Ich respektiere Ihre Ansicht, bin aber nicht Ihrer Meinung. 1) Es gibt auch viele Polizisten, die Detektiv werden (flexible Arbeitszeit, mehr Lohn, weniger detaillierte Vorgaben, angenehmeres "Arbeitsklima")
      2) Was hat das mit "Denunziantentum" zu tun, wenn man Informationen über Jemanden beschafft, der sich auf Kosten des Systems, das wir alle finanzieren, bereichert?
      3) Ihre letzte Aussage ist schlicht falsch. Ein Detektiv bereichert sich nicht auf Kosten der Schwächsten, er schützt alle solidarisch für einander Einzahlenden davor, dass ihre Prämien missbraucht werden.

      Changed your mind?
    • Dinolino 06.04.2018 15:51
      Highlight Highlight Gibt es zu Punkt 1) Quellen?
      Punkt 2+3 sind subjektive Meinungen. Ich finde es halt schäbig in der Privatsphäre anderer einzudringen. Ausserdem, spricht die Statistik eine andere Sprache; der Aufwand und die damit verbundene Schändung der Privatsphäre steht in keinem Verhältnis zum Ertrag (https://www.srf.ch/news/schweiz/sozialversicherungsbetrug-iv-rentner-sollen-mit-gps-sendern-ueberwacht-werden-duerfen)
    • SpikeCH 06.04.2018 17:15
      Highlight Highlight Ich sagte ja "bin aber nicht Ihrer Meinung" was impliziert, dass anschließend meine logischerweise subjektive Meinung folgt?

      Ich bin ich auch kein Fan von Spitzelei..
      Dass Sie nichts bringt würde ich aber nicht behaupten. Die Hemmschwelle einen IV Betrug zu begehen ist deutlich höher wenn man weiß, dass die Versicherungen einem auf die Schliche kommen könnten, somit ist der Einsatz vor allem präventiv sinnvoll. (analog wie die Polizei nicht messbare Sicherheit generiert) Der Statistik gebe ich recht, die tats. aufgedeckten Vergehen stehen in keiner Relation, sei es finanziell oder Ethisch.
  • Maranothar 06.04.2018 11:35
    Highlight Highlight George Orwell lässt grüssen.
  • Duscholux 06.04.2018 11:29
    Highlight Highlight Sollte der Einsatz von GPS-Trackern jemals Legal werden dann hat die dystopische Cyberpunkzukunft begonnen...
    • Hierundjetzt 06.04.2018 12:12
      Highlight Highlight Er ist legal. Einfach nur mit richterlichen Beschluss. Die bürgerliche Mehrheit, wollte sogar diesen Umweg ausser Kraft setzen.

      Aber keine Angst, wärst Du ein IS-Terrorist, dürfte das nur der Bundesrat erlauben.
  • Posersalami 06.04.2018 11:24
    Highlight Highlight Sobald das Gesetz in Kraft ist werde ich an ein paar Wagen von Politikern GPS Tracker anbringen und die Aufenthaltsorte veröffentlichen. Aber natürlich nur bei jenen, bei denen ich Verdacht habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 06.04.2018 11:13
    Highlight Highlight Fakt ist:
    Bei rund 220 000 RentenbezügerInnen konnte die IV im Jahr 2016 bei 650 Personen einen Missbrauch feststellen, das entspricht gerade einmal drei Promille der Gesamtzahl.

    Zeigt mir mal einen anderen Bereich des staatlichen Handelns, wo heute schon mehr kontrolliert, überwacht und genauer gearbeitet wird, als bei der IV Stellen?

    Daher ist die Hatz der SVP und der Bürgerlichen auf die Schwächsten Populismus in Reinkultur und muss wohl daran liegen, dass kaum mehr Ausländer in die Schweiz kommen und sie jetzt neue Objekte für ihre Hass- und Ausgrenzungspolitik brauchen.
    • Matti_St 06.04.2018 13:15
      Highlight Highlight Ja, und überprüft würden ca. 1900 Fälle. Dann sieht man noch in welchem Verhältnis die Verdächtungen sich bewahrheiten.
    • Lowend 06.04.2018 14:15
      Highlight Highlight Wenn es bei 220 000 RentenbezügerInnen der IV nur 1900 Fälle gibt, bei denen überhaupt ein begründeter Verdacht vorlag, bedeutet das, dass es nur bei 0,86% überhaupt einen Verdacht gab, dass etwas nicht stimmt und davon wurden 65,8% völlig grundlos bespitzelt!

      99,1% der IV-Renten sind total in Ordnung!

      Die SVP hat mit der Diskussion um «Scheininvalide» einen monströsen Popanz aufgebaut, der suggerieren soll, dass es sich um ein Riesenproblem handle, aber wer die Zahlen nüchtern betrachtet, der sieht, wie schamlos die Populisten das Volk anlügen und ihre Anhänger gegen Bedürftige aufhetzen!
  • SusiBlue 06.04.2018 11:03
    Highlight Highlight Ich hoffe, der Fall, bei dem es drum ging, einen Menschen nicht nur zu finden sondern am liebsten auch gleich noch umzubringen, wurde der Polizei gemeldet!
    • A7-903 06.04.2018 13:47
      Highlight Highlight Unwahrscheinlich. Wäre ja sowieso nur hörensagen, da könnte die polizei nichts machen. In so einem fall wäre es sinnvoller die zielperson auf eigene rechnung zu finden und zu informieren.
  • DocM 06.04.2018 11:03
    Highlight Highlight Das Gesetz wird Hobbypolizisten und solche die es werden wollen Tür und Tor öffnen. Die Versicherungen werden die Papphenheimer beauftragen, die sie am Einfachsten beeinflussen können, denn sie wollen primär eines: Geld sparen rsp. mehr Geld verdienen.

    • MarZ 06.04.2018 13:09
      Highlight Highlight Die Versicherungen werden wohl diejenigen beauftragen, die gerichtlich verwertbare Beweise liefern. Sonst wäre das Geld zum Fenster raus geworfen.
  • Blitzer, achtung! 06.04.2018 11:01
    Highlight Highlight In den Siebzigern, glaube ich, wurde neben der IV auch die Hilflosen-Entschädigung ins Gesetz aufgenommen. Mein Vater wäre damals bezugsberechtigt gewesen. Er schämte sich diese zu beantragen, wurde aber von der Gemeinde überzeugt diese anzunehmen. Mein Onkel zu damaliger Zeit hätte IV beantragen sollen. Er zögerte so lange bis der Arzt einschritt und ihm half die Formulare auszufüllen. Ich denke, dass ihr wisst was ich sagen will..., u.a. andere Zeiten andere Sitten.
  • Thomas_v_Meier 06.04.2018 10:54
    Highlight Highlight Wenn ich mir vorstelle ich werde plötzlich von der IV abhängig, kann so schnell und unerwartet passieren.
    Irgendeiner Nase passt mein Gesicht nicht und er meldet einen erfundenen Verdacht anonym der IV. Und ja das ist genau so in kraft. Und diese setzen mir einen solchen Deketiv an den Hals wird es mir ganz mulmig.

    Der wird zwar herausfinden das alles seine richtigkeit hat aber.....

    Abgesehen davon wecken solche Übungen bei anderen (versicherungen etc...) begehrlichkeiten..... http://ü
  • Raphael Stein 06.04.2018 10:39
    Highlight Highlight Wusste gar nicht dass es den Beruf des Privatschnüfflers zu Zeiten von Facebook noch braucht.
  • ARoq 06.04.2018 10:37
    Highlight Highlight Dürfen beispielsweise auch GPS-Tracker bei ehemaligen Verkehrssündern eingesetzt werden um zu kontrollieren ob sie sich wieder strafbar machen?
    Das wäre doch für die Behörden auch "wertvoll".
    Oder wäre dann der Unmut bei den Bürgerlichen zu gross?
    • Snake Plissken 06.04.2018 12:27
      Highlight Highlight Mir erzählte der Inhaber eines Detektivbüros, das sich auf die “Heimholung“ von geleasten Autos, deren Besitzer die Ratenzahlungen nicht mehr bedienen können, spezialisiert hat, das GPS-Tracker “natürlich zum Einsatz kommen“. Das deckt dann ganz Europa ab. Ein Bentley wurde sogar aus dem Irak repatriiert.
    • derEchteElch 06.04.2018 12:36
      Highlight Highlight Als Privater darf man so virl spionieren wie man will. Als Staat (auch als fremder Staat) hingegen nicht. Das macht den Unterschied aus...
    • Ursus der Rächer 06.04.2018 12:45
      Highlight Highlight Dann erwischt es aber Filippo Lombardi ein weiteres Mal. Das wäre doch nicht in Ordnung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butschina 06.04.2018 10:29
    Highlight Highlight Ich bin unsicher ob ich das Gesetz gutheissen soll oder nicht. Für mich als Invalide Person wäre es wünschenswert, wenn Betrüger enttarnt werden. Trotzdem spüre ich eine gewisse Unsicherheit. Ich könnte ja auch beschattet werden. Angst muss ich nicht haben, bei mir ist alles rechtens. Aber der schale Beigeschmack bleibt.
    Ich hatte mal bei einem Nachbarn den Verdacht als würde er betrügen. Gestimmt hat es nicht.
    Wie würde solch eine Überwachung ablaufen wenn jemand kein Auto besitzt?
    • ARoq 06.04.2018 11:10
      Highlight Highlight Mich würde interessieren ob es für Invalide ein Reglement gibt, was sie dürfen und was nicht. Dürfen depressive Ferien machen? Darf ein Sozialphobiker dem Nachbarn beim Rasenmähen helfen? Darf ein Agoraphobiker ins Kino gehen? Oder riskieren sie damit ihre Rente zu verlieren?
    • dding (@ sahra) 06.04.2018 11:30
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass es gerade im Sinne des echten IV-Rentners ist, wenn die Betrüger auffliegen.
      Sonnst werden weiterhin alle verdächtigt.
    • Asmodeus 06.04.2018 12:11
      Highlight Highlight Warum würde es Dir als IV-Bezüger helfen? Niemand bekommt mehr IV oder einfacher weil kontrolliert wird.

      Im Gegenteil.

      Jeder aufgedeckte Fall ist für SVP und FDP ein gefundenes Fressen um den Sozialstaat noch stärker zu attackieren.
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  • Gaterde 06.04.2018 10:05
    Highlight Highlight Finde ich gut, solange es wirklich nur für Detektive gilt und nicht für den Staat.

    Wer nichts falsch macht, hat nämlich auch nicht zu befürchten, überwacht zu werden ;)
    • Thomas_v_Meier 06.04.2018 10:50
      Highlight Highlight Beide Aussagen sind einfach falsch.

      1. Nur der Saat muss das Recht haben, wenn überhaupt

      2. Ich hoffe du wirst nie von der IV oder Sozialhilfe abhängig und wenn hoffe ich das dich dein Nachbar nicht anonym anschwärtzt, einfach um dir eins auszuwischen, obwohl du nichts falsch gemacht hat. Denn dann ist die wahrscheinlöickeit hoch das du Überwacht wirst.....

      ABER klar DIR wird DAS nie passieren und bei den anderen ist es bestimmt voll OK
    • EvilBetty 06.04.2018 11:00
      Highlight Highlight Mir fehlen die Worte ob dieser Einfältigkeit!
    • Sauäschnörrli 06.04.2018 11:08
      Highlight Highlight Wer nichts falsch macht, hat nicht zu befürchten, dass bei der Überwachung etwas rauskommt. Eine Überwachung kann jeden treffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 06.04.2018 10:04
    Highlight Highlight Was ist denn mit den Unschuldigen? Haben diese Leute dann einen Schadensersatz zu gute, wenn man ihre Privatsphäre unberechtigt zu tiefst verletzt hat? Observationen im privaten Bereich sollten eigentlich grundsätzlich verboten sein. Bei einem Sozialversicherungsbetrug kann man darüber reden. Es sollte aber genau geregelt sein. So sollten gewisse Daten nach Auswertung gelöscht werden. Bei Unschuldigen sollten alle Daten restlos gelöscht werden. Zudem sollten solche Aufträge nicht von Privatfirmen übernommen werden dürfen.
    • Karoon 06.04.2018 10:54
      Highlight Highlight Observiert wird ja nur im öffentlichen Bereich, die Privatsphäre wird da kaum verletzt. Ausser eine Person entscheidet sich dazu, sich im öffentlichen Raum "privat" zu verhalten (beispielsweise mit der Affäre aufzukreuzen). Dann ist es auch für alle anderen Personen sichtbar.
    • pun 06.04.2018 13:23
      Highlight Highlight @Karoon: Falsch, das neue Gesetz will, dass wir auch im privaten Raum, "der von Aussern einsehbar ist" bespitzelt werden können.
    • Frausowieso 06.04.2018 14:19
      Highlight Highlight In Fenster zu schauen, Leute in der Wohnung zu fotografieren, sie zu tracken.....das ist für mich ziemlich privat. So weit ich weiss, ist Ehebruch nicht strafbar. Es ist moralisch verwerflich, aber gesetzlich erlaubt.
  • Gringoooo 06.04.2018 10:03
    Highlight Highlight "Man könnte sich fragen, ob das nicht ein geringerer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Zielperson wäre, wenn sie nur mittels GPS-Tracking überwacht wird, anstatt von einem Detektiv beschattet".

    Ich sehe vor meinem inneren Auge, wie es Frau Berg den Nuggi raushaut ob einer solchen Ansicht - mir übrigens auch.
    Zumal es garantiert kein entweder-oder ist.
  • DerSimu 06.04.2018 09:48
    Highlight Highlight Ich weiss ja nicht wie Ihr das seht, aber mir wäre es lieber, mittels GPS getrackt zu werden, als ständig ein Ermittler an den Fersen zu haben, der dann auch noch sensible Fotos von mir schiesst. Aber eben, ich muss mir eh keine Gedanken dazu machen. Wenn mich wer ausspionieren will, viel Glück. Findest eh nichts spannendes.
    • Sauäschnörrli 06.04.2018 11:15
      Highlight Highlight Ich vermute stark, dass die Tracker genutzt würden um ein Bewegungsprofil zu erstellen. Danach ist es noch einfacher sich für Fotos gut zu positionieren. Wenn du z.B. jeden Dienstag ins Fitness gehst, weiss dass der Ermittler nach 2 Wochen tracking und weiss etwa um welche Zeit du zu erwarten bist. GPS-Daten alleine sind doch wenig Aussagekräftig, vorallem ohne Beweis wer überhaupt gefahren ist oder ob man selber an den Zielort wollte, oder nur jemanden begleitet hat.
    • Hierundjetzt 06.04.2018 11:38
      Highlight Highlight Und was passiert danach mit Deinen Daten? Da es sich um eine private Firma handelt, können Sie für ewig gespeichert werden.

      Und wenn man zu falschen Schlussfolgerungen kommt?

      Und wenn Du NIE weisst, wer Daten über die sammelt und Du Sie somit nie berichtigen kannst?
    • Frausowieso 06.04.2018 14:22
      Highlight Highlight Du hast das Problem vielleicht jetzt noch nicht. Wer weiss, ob sich das ändert? Auch du kannst verunfallen oder krank werden. Gibst du dann deine Privatsphäre ab? Du bist nicht unverwundbar. Vergiss das nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sándor 06.04.2018 09:38
    Highlight Highlight Kamera packen Speicherchip rausnehmen und zerbrechen nach Lust und Laune noch Kamera wegwerfen. 😁 Tele kann man gut packen...
    • walsi 06.04.2018 11:25
      Highlight Highlight Nennt man Sachbeschädigung und wenn man den Dektiv dabei kratzt ist es Körperverletzung. Das sind beides Straftaten.
    • Fabio74 06.04.2018 11:54
      Highlight Highlight @,walsi stimmt. Aber das würd ich ihn Kauf nehmen
    • Asmodeus 06.04.2018 12:17
      Highlight Highlight Walsi hat leider recht. Sich gegen solche Typen wehren ist nicht so einfach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 06.04.2018 09:28
    Highlight Highlight Auch vom Sozialstaat Abhängige haben eine Recht auf Privatssphäre. Das dieses Recht ohne richterlichen Beschluss verletzt werden dürfen soll ist eine Frechheit und sollte ein Weckruf an alle sein, die das Recht auf Privatsspähre hochhalten.
    • dding (@ sahra) 06.04.2018 11:27
      Highlight Highlight Wenn ich falsch Parke, schert sich auch niemand um meine Privatsphäre.
      (Ohne richterlichen Beschluss).

      Betrüger schützen?
      Oh Nein!
    • Fabio74 06.04.2018 11:58
      Highlight Highlight @dding wer falsch parkiert begeht eine Ordnungswidrigkeit und verletzt ein Gesetz. Punkt
      Wer Sozialhilfe bezieht und nur auf Verdacht einer Versicherung ausspioniert werden darf ohne Anordnung eines Richters, dem nimmt man Rechte weg.
      Mit bisschen Intelligenz sollte man zwischen Tat des Falschparkierens und Verdacht unterscheiden können.
      Zudem: Keiner schützt Betrüger. Aber Betrüger ist man in einem Rechtsstaat nach einem rechtsgülrigen Urteil eines ordentlichen Gerichts und nicht vorher
    • Sauäschnörrli 06.04.2018 12:12
      Highlight Highlight @dding, es wartet also jemand vor deinem Haus, der dich bis zum Parkplatz verfolgt und dann Beweisfotos davon schiesst, wie du an der Parkuhr vorbeigehst ohne sie zu bedienen?
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