Schweiz
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Menschen demonstrieren mit Plakaten waehrend eines Klima-Marsches, am Samstag, 8. Dezember 2018  in Bern. Die Demonstranten rufen die Schweizer Politik zu mehr Engagement im Kampf gegen den Klima-Wandel auf (KEYSTONE/Anthony Anex?

Demonstrationsteilnehmer beim «Klima-Alarm» am Samstag in Bern. Bild: KEYSTONE

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

In Bern demonstrierten heute rund 2000 Menschen für das Klima – und gegen das vom Nationalrat diese Woche abgeschwächte CO2-Gesetz. Im Interview spricht Regula Rytz, Parteipräsidentin der Grünen, über den Einfluss der Erdöl-Lobby, die Bedeutung der Klimawahl 2019 und die Verantwortung jedes Einzelnen.



Frau Rytz, über tausend Personen haben heute in Bern mit Pfannendeckeln und Trillerpfeifen «Klima-Alarm» geschlagen. Doch Demonstranten machen keine Gesetze. Das geschieht im Parlament, und dort haben sich SVP und FDP beim CO2-Gesetz durchgesetzt. Was bringt eine solche Demonstration?
Regula Rytz: Die Kundgebung heute hat Aktivistinnen und Aktivisten aus der ganzen Schweiz vernetzt und die Entschlossenheit der Bewegung sichtbar gemacht. Im Parlament bewegt sich nur etwas, wenn der Druck der Bevölkerung spürbar ist. Aus dem gleichen Grund ist am 5. Oktober 2019 eine Grosskundgebung auf dem Bundesplatz geplant. Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss die politischen Verhältnisse im nationalen Parlament ändern und die grüne Seite stärken. Bei den Wahlen 2019 steht viel auf dem Spiel. Wir werden alles geben.

Eine knappe Mehrheit des Nationalrats wollte keinen Mindestanteil für Emissionsreduktionen im Inland. Diese Reduktion kann vollständig über den Kauf von Emissionszertifikaten geschehen. Enttäuscht?
Ja, sehr. Wir haben gehofft, dass die Erfahrungen dieses Sommers die bürgerlichen Parteien aufrütteln. Ausgetrocknete Flüsse und Wälder, Fischsterben, Notschlachtungen, Hitzetage – so langsam sollten doch alle sehen, was auf dem Spiel steht. Auch die Berichte der internationalen Klimaforschung sind an Klarheit nicht zu überbieten. Schaffen wir es nicht, die menschengemachte Klimaerhitzung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, dann werden sich die Naturkreisläufe unumkehrbar verändern. Zum Schaden der Menschen.

Also ist es sowieso schon zu spät?
Nein, wir können das Ruder noch herumreissen. Aber es bleibt nur wenig Zeit für einen Kurswechsel. Doch das ist der SVP und FDP offenbar egal. Sie verschieben wirksame Massnahmen einfach an die nächste Generation. Das ist billig und verantwortungslos.

«Man kann die Verantwortung nicht einfach ins Ausland abschieben.»

Die bürgerliche Mehrheit führte ökonomische Argumente ins Feld: Mit jedem für den Klimaschutz investierten Franken solle die grösstmögliche Wirkung erzielt werden. Das könne im Ausland effizienter erreicht werden. FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen warf Mitte-Links «Klimanationalismus» vor.
Herr Wasserfallen hat offenbar nicht verstanden, dass jedes Land auf dieser Welt den Ausstoss an Treibhausgasen auf netto null senken muss. Man kann die Verantwortung deshalb nicht einfach ins Ausland abschieben. Es macht auch überhaupt keinen Sinn, Geld für den Umbau von Wirtschaft und Mobilität in anderen Ländern zu investieren.

Menschen demonstrieren mit Plakaten waehrend eines Klima-Marsches, am Samstag, 8. Dezember 2018  in Bern. Die Demonstranten rufen die Schweizer Politik zu mehr Engagement im Kampf gegen den Klima-Wandel auf (KEYSTONE/Anthony Anex?

«F**ck deine Mutter nicht», haben diese Demonstrantinnen auf ihr Schild geschrieben. Bild: KEYSTONE

Warum nicht?
Es ist viel sinnvoller, unsere eigenen Unternehmen, den Tourismus oder die Hausbesitzer bei der Transformation ins postfossile Zeitalter zu unterstützen. Jeder Franken, den wir heute in die lokale Wirtschaft investieren, ist Teil eines notwendigen Modernisierungsprozesses. Länder wie China haben das längst erkannt. Wischen wir doch vor der eigenen Tür!

Werden Sie dem CO2-Gesetz am Ende der Session zustimmen?
Nein. Wenn es so weitergeht, dann werden die Grünen das Gesetz ablehnen. Denn nur so kann der Ständerat unbelastet von nationalrätlichen Altlasten ein besseres Gesetz machen. Doch noch ist nicht alles verloren. Am Montag hat der Nationalrat eine zweite Chance. Wenn er bei konkreten Massnahmen wie der Flugticketabgabe oder einer stärkeren CO2-Kompensation im Verkehr doch noch vorwärts macht, dann sind wir teilweise wieder auf Kurs. Wir brauchen ein griffiges Klimagesetz.

Wie realistisch ist es, dass das Parlament in der aktuellen Zusammensetzung ein solches Gesetz beschliesst?
Wahrscheinlich werden wir das Gesetz nicht vor den Wahlen 2019 fertig beraten können. Deshalb ist entscheidend, wer nach dem Oktober 2019 im Bundeshaus sitzt. Viele schlimmen Entscheidungen in dieser Woche wurden mit äusserst knappen Mehrheiten beschlossen. Wenn die Grünen ein paar Sitze zulegen, kann die Schweiz im Klimaschutz einen Sprung nach vorne machen. 2019 ist eine Klimawahl.

Im August des Hitzesommers 2018 lancierten Privatpersonen die Gletscher-Initiative, welche von den Grünen unterstützt wird. Sie will, dass die Schweiz bis ins Jahr 2050 überhaupt kein CO2 mehr ausstösst. Auch wenn Sie mit dem CO2-Gesetz unzufrieden sind: Das dürfte chancenlos sein.
Nein. Die Initiative will ja die Umsetzung des Klimaabkommens von Paris in die Verfassung schreiben. Ich bin sicher, dass die Bevölkerung das unterstützt. Die meisten Menschen wissen spätestens nach diesem Sommer, dass dringend gehandelt werden muss. Sie sind nicht so abgehoben wie die Vertreter von bürgerlichen Parteien, die von der Erdöl- oder Autolobby gesponsert werden. Es braucht Druck von unten.

«Das Ziel muss sein, ab 2025 oder 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr in die Schweiz zu importieren.»

BDP-Nationalrat Grunder kündigte diese Woche im Blick eine Initiative für einen langfristig CO2-freien Verkehr an. Unterstützen Sie das Vorhaben?
Klar. Wir arbeiten in eine ähnliche Richtung. Die Jungen Grünen haben ja vor zehn Jahren die «Stopp-Offroader-Initiative» gesammelt und dann leider aufgrund von falschen Versprechen des Bundesrates zurückgezogen. Wir diskutieren zur Zeit über die Neuauflage dieser Initiative. Das Ziel muss sein, ab 2025 oder 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr in die Schweiz zu importieren. Nur so können wir uns bis 2050 vollständig aus der Abhängigkeit von Öl und Gas befreien.

Verzetteln sich die Befürworter eines schärferen Klimaschutzes nicht zu stark? Es scheint, als köchle jede Partei ihr eigenes Süppchen, anstatt sich zusammenzuraufen.
Natürlich müssen wir alle zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen. Deshalb haben wir uns in der Klima-Allianz zusammengeschlossen. Aber es kommt nicht nur auf die Politik an. Jeder und jede von uns kann auch ganz persönlich schon viel tun. Wir sind ein reiches Land mit besten Voraussetzung für Innovation. Es ist an uns, die Komfortzone zu verlassen. In keinem Land werden pro Kopf mehr schwere Geländewagen gekauft und mehr Flüge gebucht. Doch immer mehr Menschen zeigen, dass es auch anders geht. Auf sie kommt es an. Weiter wie bisher ist keine Option.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Freilos 09.12.2018 08:42
    Highlight Highlight Die Erdbevölkerung auf 1-3 Milliarden reduzieren und man hätte Ruhe. Ist jetzt nicht die pragmatischste Lösung, aber für Mensch, Tier und Umwelt das Beste. Natürlich ist es nicht umsetzbar...
  • Dual 09.12.2018 08:23
    Highlight Highlight
    Netto Null für alle Länder! Das "Summary for Policymakers" des IPCC (Okt. 2018)\SPM.1, S.8 zeigt die Prognosen auf. @Politiker: Massnahmen sind jetzt einzuleiten. Das mit der Eigenverantwortung funktioniert nicht. Die Lenkungsabgabe muss erhöht werden, damit Infrastruktur und Energie(speicher!)forschung finanziert werden kann. Die jährlichen zweistelligen Mia-Beträge für fossile Energieträger sollten besser im Land bleiben und hier in Infrastruktur investiert werden.
    https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/use-a-carbon-law201d-to-achieve-net-zero-emissions-by-2050
  • Gubbe 09.12.2018 00:53
    Highlight Highlight "Aber es bleibt nur wenig Zeit für einen Kurswechsel". Die Frau plappert einfach ihr grünes Nichtswissen in den Raum. Das sind keine Fakten, das ist Angstmacherei. Was möchten die Hysteriker den gerne? Verbrennungsmotoren abschaffen und Kraftwerke still legen. Elektromotoren, wie betreibt man die, mit Wind? Bezeichnend, dass alles was um uns rum ist, a priori schlecht ist. Das immer noch Wälder Abgeholzt werden, scheint in den Hintergrund zu geraten. Wir atmen den Ausstoss von Grünzeug O2. Mir scheint das wichtiger, als zu probieren einen Zyklus aufzuhalten.
  • barbapapa 08.12.2018 23:27
    Highlight Highlight Grüsse aus Katowice. Klimaschutz funktioniert wohl nur, wenn Gesellschaft, Politil und Wirtschaft zusammenarbeiten.
  • stamm 08.12.2018 23:19
    Highlight Highlight Nicht dass wir uns um unser Klima kümmern sollten. Aber diese ganzen Klimadebatten sind von ganz links ganz scheinheilig. Ihr wollt wohl Elektroautos? Wenn ich nur schon Lithium höre und was wir damit alles kaputt machen, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Schaltet endlich mal euer Hirn ein und unternehmt etwas wirklich nachhaltiges, dann stärken euch auch die Rechten den Rücken!
  • RETO1 08.12.2018 20:47
    Highlight Highlight Die Grünen sind für Masseneinwanderung
    Die Schweiz genehmigt sich Jahr für Jahr eine neue Stadt von mehr als 50'000 Einwohnern
    Solange die Einwanderung nicht massiv zurückgeht nützen alle Massnahmen rein gar nichts
    • Imnon 08.12.2018 23:06
      Highlight Highlight Erklär mir bitte, wie ihr immer auf die Idee kommt, die Grünen und Linken seien für den Bevölkerungszuwachs aus dem Ausland quasi alleinschuldig. Ständig les ich davon. Aber keiner legt den Finger drauf! Also bitte mal her mit den Details! Fakten und so!
    • RETO1 09.12.2018 10:09
      Highlight Highlight @ Imnon
      Ganz einfach, weil die Linken und Grünen ständig von noch mehr Oeffnung quasseln obwohl die Schweiz neben Singapur bereits das offenste Land der Welt ist
      Dabei zeigt uns Singapur,dass eine geregelte Zuwanderung keine Abschottung ist
    • mehkafi 09.12.2018 10:34
      Highlight Highlight Warum sollen daran die Linken und Grünen schuld sein? Wer will denn Waffen in Bürgerkriegsländer exportieren? Wer ist dagegen, wirkungsvolle Massnahmen gegen den Klimawandel zu treffen und so im Endeffekt auch Millionen potentielle Klimaflüchtlinge zu verhindern? Migration ist ein Problem, das nicht an unserer Landesgrenze beginnt und an den Ursachen angegangen werden muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sebultikon 08.12.2018 19:20
    Highlight Highlight Der Klimawandel (oder hier die CO2-Emissionen) ist nunmal ein globales Problem und müsst auch so angegangen werden. Der anthropogene CO2 Zufluss muss so schnell wie möglich so stark wie möglich gesenkt werden, und dies wird dadurch erreicht dort zu investieren wo die Hebelwirkung am grössten ist (zuerst das Haus dämmen bevor man sich eine Erdsonden-WP kauft um den Energieverbrauch zu senken...).
    Ein nationales Denken ist hier (wie wohl bei den meisten Themen) nicht wirklich zielführend.
    • Platon 08.12.2018 22:55
      Highlight Highlight @Sebultikon
      Das mit der Hebelwirkung stimmt statisch gesehen. Auf die lange Sicht macht es viel mehr Sinn das Geld im Inland auszugeben. Man fördert die eigene Wirtschaft in einem international sehr zukunftsrelevanten Bereich. Wir haben in der Schweiz, mit bester Forschung und Innovation, die Möglichkeit, Spitzenreiter in einem Markt zu werden, auf den sich global alle geeinigt haben zu investieren. Doch stattdessen verschont die Rechte ihre Klientel vor etwas höher gesteckten Zielen und verschleudert Geld im Ausland, ohne einen Tropfen für die eigene Wertschöpfung auszugeben.
  • E7#9 08.12.2018 19:13
    Highlight Highlight Fossile Brennstoffe haben der Menschheit zwar einen gewaltigen Entwicklungsschritt beschert, aber sie verpesten die Luft, begründen Kriege und sind irgendwann wohl auch erschöpft. Die Zukunft muss Richtung erneuerbare Energie gehen. Aber bitte abgeklährt und ohne Klimapanik. Die Menschheit stand schon immer kurz vor dem Untergang. Erst Waldsterben, dann Ozonloch, zwischendurch mal Vogelgrippe, jetzt Klimaerwärmung. Rytz hat zwar recht damit, dass hier in die unvermeintliche Zukunft investiert werden soll, aber panisch das Klimaabkommen in die Verfassung zu nehmen ist etwa das dümmst Mögliche.
  • Wiederkehr 08.12.2018 18:43
    Highlight Highlight Das Klima ändert sich aufgrund der Sonnenaktivität.
    • äti 08.12.2018 19:31
      Highlight Highlight ... auch, aber nicht nur. Zudem gehen diese Änderungen über hunderttausende Jahre und nicht bloss 70-100.

      Fatalismus ist auch keine Lödung.
    • Klaus07 08.12.2018 19:43
      Highlight Highlight Die Thesen von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning dass die Klimaerwärmung durch die Sonnenaktivität verursacht würde, wurden durch diverse klimaforscher wiederlegt.

      Zum Beispiel sagt Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: "Selbst wenn die Aktivität der Sonne stärker zurückgeht als während der kleinen Eiszeit im 17. Jahrhundert, bremst das die Erwärmung höchstens um 0,3 Grad - das ist nicht einmal ein Zehntel der zu erwartenden Zunahme."

      Die derzeitige Erwärmung ist antizyklisch zur Sonnenaktivität und zu 100% Menschenverursacht.
    • Vergugt 08.12.2018 19:52
      Highlight Highlight Nö. Googlen Sie mal "Zusammenhang Sonnenaktivität Temperatur". Und dann schauen Sie, was die vertrauenswürdigen Quellen so sagen. Z.B. die Zeit: "die allermeisten Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Sonne zur Erderwärmung im 20. Jahrhundert nur etwa ein Zehntel beitrug , in den letzten Jahrzehnten sogar noch weniger."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Corahund 08.12.2018 18:30
    Highlight Highlight Die sauberste und effizienteste Energie ist die Kernenergie. Warum begreifen dies die Leute nicht. Die Klimaerwärmung kann nur durch den Einsatz von Kernenergie gestoppt werden. China, Japan Frankreich etc. haben das erkannt. Die Elektro Energie Autofahrer sollten das auch endlich begreifen. Der Strom kommt nicht aus der Steckdose.
    • Klaus07 08.12.2018 19:47
      Highlight Highlight Sie müssen in die Kernenergie jedoch auch die graue Energie mit einrechnen. Der Abbau von Uran, Transportwege. Der Bau der AKW‘s, der Rückbau, die Wiederaufbereitung der Brennstäbe und vorallem die Lagerung Hochradioaktiver Abfall. Alle Komponente mit eingerechnet ist der Atomstrom hinter der Wasserkraft, Sonnenernergie und Windkraft, jedoch vor Kohle oder Verbrennungsmotoren. Nein, die Atomenergie ist nicht die sauberste Energie. Warum begreifen Sie das nicht?
    • zettie94 08.12.2018 20:01
      Highlight Highlight Stimmt. Nur birgt die Kernenergie in ihrer heutigen Form halt eben auch untragbare Risiken (ich halte nicht viel von einem verstrahlten und unbewohnbaren Mittelland). Das könnte sich dann ändern, wenn Kernfusionsreaktoren marktreif werden.
    • sowhat 08.12.2018 20:14
      Highlight Highlight Weil wir nach mehr als 40 Jahern das Abfallproblem noch immer nicht gelöst haben. Die gesundheitlichen Folgen für die Menschen unabsehbar sind. Und weil ein Unfall in eiem A-Werk auch heute noch nicht ausgeschlossen werden kann.
  • Regas 08.12.2018 18:12
    Highlight Highlight Diese Ritz hat einfach keine Ahnung und sieht die zusammenhänge nicht. Gerade wurde die zusätzliche Treibstoffsteuer in Frankreich annulliert. Was passiert nun wenn der Treibstoffpreis bei uns erhört wird? Ausländer werden nicht mehr in der CH Tanken dafür aber um so mehr Schweizer im Ausland. Dadurch wird sich zu lasten vom Ausland der Treibhofverbrauch und damit auch die Zolleinnahmen in der CH Verringern. Unsere Weste wird weisser, aber dem Klima hilft es nicht. Verlierer sind nur die Einwohner welche nicht Ausland tanken können.
    • wasps 08.12.2018 18:23
      Highlight Highlight Als ob Treibstoffe alleine das Problem wäre! Wer hier wohl kein Ahnung hat! Das Hauptproblem sind vor allem die Ölheizungen, die noch in unseren Häusern stehen! Diese sollte zügig ersetzt werden. Das können nur wir machen und nicht die Tanktouristen!
    • Fabio74 08.12.2018 18:54
      Highlight Highlight Die Alternative? Nichts tun? Toll
    • RichPurnell 08.12.2018 21:20
      Highlight Highlight Fast forward:
      "Grosspapa warum habt ihr damals die Erde so kaputt gemacht obwohl ihr es gewusst habt?"

      "Aber Elisa-Anneli, sonst wären doch die Ausländer nicht mehr bei uns tanken gekommen, und ich hätte wegen weniger Geld nicht jedes Jahr nach Mallorca fliegen können!"
  • pumpkin42 08.12.2018 17:54
    Highlight Highlight Der Anteil der Schweiz an positivem oder negativen Beitrag zum Klimaschutz ist vielleicht mit Ausnahme der unsinnig vielen Flugkilometer lächerlich klein. Daher ist das Gesetz global betrachtet auch nicht wirklich ausschlaggebend. Vielmehr ist das persönliche Verhalten von grosser Wichtigkeit. Muss es denn Mallorca und die Malediven sein in den Ferien? Weshalb nicht die Umgebung erforschen, die Gegend erwandern, am See die Seele baumeln lassen etc. Das bringt viel mehr als ein Gesetz, das weder eingehalten noch durchgesetzt werden kann.
    • äti 08.12.2018 19:36
      Highlight Highlight ... solang die Ryanair für €1.99 von Berlin nach Mallorca fliegt wird dieser Vorschlag schwierig werden. Auch wenn er super und sinnvoll ist.
    • zettie94 08.12.2018 20:03
      Highlight Highlight @pumpkin42: Ja, der Beitrag der Schweiz ist klein. Die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt muss aber beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen, sonst sagen sich die anderen Länder "Wenn sogar die reiche Schweiz nichts macht, wieso sollen wir dann Geld in den Klimaschutz investieren?".
  • stadtzuercher 08.12.2018 17:24
    Highlight Highlight Als weisser Mann freue ich mich, dass wir uns in dieser Sache gegen die grünen Frauen durchgesetzt haben.
    • cgk 08.12.2018 18:03
      Highlight Highlight Stadtzürcher, vielleicht hast du dich verschrieben. Ganz richtig hast du nicht geschrieben: „Als weiser Mann“
    • Fabio74 08.12.2018 18:54
      Highlight Highlight Zusammenhang zum weissen Mann?
    • äti 08.12.2018 19:37
      Highlight Highlight Welche Sache war das?
  • Cosmopolitikus 08.12.2018 17:18
    Highlight Highlight Dass die SVP dieses Thema negiert und unangetastet lässt überrascht ja nicht wrklich (fehlende Weitsicht und Perspektiven). Aber dass die FDP dieses Thema nie wirklich angegangen ist, enttäuscht mich schon massiv.
    Ich wünschte mir hier generell eine breitere und sachlichere Diskussion in der Schweiz. Wir hätten in der Schweiz mit unseren Top-Unis das notwendige Know-how und mit der Innovationskraft unserer Wirtschaft die Möglichkeit hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Innovatinen und Know-how Transfer, liebe FDP, kann auch lukrativ sein.
  • Altweibersommer 08.12.2018 17:13
    Highlight Highlight Meines erachtens ist es durchaus bereits zu spät. Das heisst jedoch auch nicht, dass wir es nicht noch schlimmer machen können!
    • Biotop 08.12.2018 19:21
      Highlight Highlight Es ist bereits zu spät?
      Es ist nie zu spät!
      O.K., dann lassen wir uns Zeit.
    • Calvin Whatison 08.12.2018 19:33
      Highlight Highlight 👌🏻 Seidenfein 🤣🤣🤣
  • Mr Magoo 08.12.2018 17:08
    Highlight Highlight Klimaschutz sollte eigentlich kein politisches Thema sein, sondern ein Grundbedürfnis.
    • Wiederkehr 08.12.2018 18:45
      Highlight Highlight Das Klima ist eine statistische Grösse. Wie schützt man eine statistische Grösse?
    • Klaus07 08.12.2018 19:56
      Highlight Highlight @ Wiederkehr
      Indem mann alle Faktoren, die längerfristig die statistische Grösse negativ beeinflussen, senken oder verhindern.
    • Wiederkehr 08.12.2018 22:19
      Highlight Highlight Also das Wetter ändern. Klima heisst Wetter über Jahre
    Weitere Antworten anzeigen
  • Habe fertig - endgültig 08.12.2018 16:59
    Highlight Highlight Das wird Swiss-Oil Präsident Albert Rösti sicher beeindrucken.

    Der Amoklauf der beiden Rechtsparteien gegen die Natur, gegen alle Schwachen, gegen die Rechtssicherheit, gegen die Versicherungsnehmer (VVG), und gegen die Neutralität wird tatkräftig von der ehemaligen Mitte-Partei unterstützt.

    Eine Flut an Referenden und Initiativen und die Wahlen 2019 werden diesen politischen Blutrausch korrigieren müssen.
  • gnagi 08.12.2018 16:54
    Highlight Highlight Die rechten Prteien handeln gar nicht. Im Gegenteil. Sie verschlimmern die Situation noch zusätzlich
  • Ass 08.12.2018 16:53
    Highlight Highlight Typisch rechts motzen wegen Geld für Entwicklungshilfe im Ausland, aber nun Geld ins Ausland schmeissen. Dann tun wir lieber nicht und nutzen dann das Geld um nach den Klimakatastrophen die Infrastrukur wieder aufzubauen. Das kostet sowieso Milliarden.
    • Maranothar 08.12.2018 17:24
      Highlight Highlight Für wen willst du das wieder aufbauen?
      Wenn alles um den Äquator Wüste ist, die Gletscher und Polkappen weg sind und der Gesamte Nahrungskreislauf im Chaos versunken ist, überlebt der Mensch nicht mehr lange.
    • Troyen 09.12.2018 00:06
      Highlight Highlight Leider wird das nicht einfach nur eine Katastrophe sein und nacher kommt nichts mehr und wir können alles mit Geld wieder richten. Wenn wir jetzt nicht handeln werden wir immer wieder von Katastrophen heimgesucht und diesee Umstand kann sich dann nicht mit Geld beheben lassen.
  • Richu 08.12.2018 16:50
    Highlight Highlight Wer auch zufälligerweise in Bern gewesen ist stellte fest, dass wesentlich weniger als 1'000 Personen an dieser Demo teilgenommen haben. Die Aussage von watson, dass rund 2'000 Menschen heute in Bern demonstrierten, entspricht also nicht der Wahrheit.
    • Geo1 08.12.2018 18:11
      Highlight Highlight Haben Sie die alle gezählt? Ich war auf dem Helvetiaplatz, m. E. waren zwischen 1‘500 und 2000 Leute da. Blick.ch schreibt von „weit über tausend Personen“. Nehmen Sie doch Stellung zur Thematik, statt die Mobilisierung schlechtzureden.
    • Hollda von Quorn 08.12.2018 20:52
      Highlight Highlight Vielleicht waren Sie ja auf dem Bundesplatz - dort hatten sich nach der eigentlichen Veranstaltung noch ein paar Leute versammelt.
  • wasps 08.12.2018 16:47
    Highlight Highlight Es ist schon erstaunlich, wenn Bürgerliche beim Klimaschutz gegen heimische Investitionen sind bzw. im Ausland investieren wollen (!) und gleichzeitig damit spekulieren, die Bilateralen zu kippen, weil sie sich von Resteuropa abspalten wollen. Diese Logik verstehe wer wolle, aber Sinn macht eine solche Politik sicher nicht!
    • Wiederkehr 08.12.2018 22:37
      Highlight Highlight Das Klima kann man nicht schützen. Es geht nur um die Besteuerung von Energie
    • wasps 08.12.2018 23:36
      Highlight Highlight Es geht um energieeffiziente Technologien. Und um Lenkungsabgaben, die grösstenteils an die Bevölkerung rückverteilt werden. Zum Schutz unserer Natur und zum Wohl künftiger Generationen.
  • COLD AS ICE 08.12.2018 16:38
    Highlight Highlight der anteil der schweiz zum rest der welt ist so klein, das es quasi komplett irelevant ist was wir hier für den klimaschutz tun.. deutschland liegt bei einem anteil von 2.36%.....sogar da stellt sich die frage ob es sich lohnt unmengen an geld zu investieren.
    • wasps 08.12.2018 17:45
      Highlight Highlight Investitionen bringen Arbeitsplätze. Das lernen bereits unsere Kinder in der Grundschule!
    • Midnight 08.12.2018 18:26
      Highlight Highlight Du hast ganz eindeutig das Prinzip nicht verstanden. Der Anteil eines einzelnen Landes ist völlig egal, wenn am Ende alle Länder dasselbe Ziel erreichen müssen. Mit Ausreden und Verantwortungslosigkeit lässt sich die Umwelt nicht schützen.

      Letztlich könnte ja jedes Land so argumentieren, weil ja kein Land der Welt im Alleingang einen signifikanten Unterschied erzielen würde. Zudem muss man berücksichtigen, dass der CO2-Ausstoss Total immernoch steigt. Auch das kann ein Land alleine nicht kompensieren.
    • COLD AS ICE 08.12.2018 19:14
      Highlight Highlight lebst du klimaneutral? da soll zuerst jeder bei sich selber anfangen. wenn die schweiz etwas unternimmt ist das nicht einmal ein halber tropfen auf einem heissen stein. hier labern so viele leute rum und reden gegen die rechten. man muss erkennen wann sich etwas lohnt und wann nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albi Gabriel 08.12.2018 16:35
    Highlight Highlight Ich gratuliere der Grünen Partei, dass sie es geschafft hat alle ihre Wähler zu einer Demo zu motivieren. Aber das ist dennoch kein Grund, ein Interview mit der Präsidentin dieser Splitterpartei per Pushnews zu melden...
    • Brummbaer76 08.12.2018 17:53
      Highlight Highlight Für eine Splitterpartei hat sie aber relativ viel Sitze, ob auf Nationaler, Kantonaler oder Komunaler ebene.
    • äti 08.12.2018 19:46
      Highlight Highlight Albi, als Parteiloser schätze ich den Einsatz der Grünen hoch. Diese Partei tut was für uns Menschen, Natur und Umwelt. Sie tut was. Es kommt auch nicht auf die Grösse einer Partei an, sondern deren Inhalt und Engagement. Gross kann lauter sein aber nicht unbedingt schlauer.

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