Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Oswald Gruebel, ehemaliger CEO UBS, erscheint zur Vorstellung des Films

In seiner Freizeit besucht Oswald Grübel gerne klassische Konzerte und andere kulturelle Anlässe. Bild: KEYSTONE

«Er ist unausstehlich»: Ex-UBS-CEO Grübel über Trump und die Gefahr Chinas

Er gilt als Retter der UBS: Oswald Grübel. Der 74-jährige Banker spricht über die Kunst, jung zu bleiben, bezeichnet die Bundeshilfe für die UBS vor zehn Jahren als unnötig – und erinnert sich an eine sonderbare Begegnung mit Donald Trump.

patrik müller / schweiz am wochenende



Unweit des Zürcher Paradeplatzes, wo er als Konzernchef der CS und später der UBS wirkte, hat er sein Büro. «Grübel», steht einzig auf der Klingel, und als wir drücken, öffnet Renate Häusler die Tür, die Lebenspartnerin von Oswald Grübel. Die beiden arbeiteten schon bei der Credit Suisse zusammen; sie war seine Assistentin. An den Wänden hängt Kunst, an den Bildschirmen laufen Börsenkurse und Wirtschaftsnachrichten.

Herr Grübel, Sie werden im November 75-jährig, hatten höchst stressige Jobs in Ihrem Leben – sehen aber immer gleich aus. Wie ist das möglich?
Oswald Grübel:
(Winkt ab) Ja, ja, ja. Schon gut.

Ich habe Sie vor mehr als 15 Jahren erstmals interviewt und kann es beurteilen.
Okay. Wenn es so wäre, dann vielleicht deshalb: Ich kümmere mich nach wie vor noch ums Geschäft. Es macht mir Freude, die Märkte und die Politik zu beobachten. Denn sie reflektieren, was Menschen tun.

Die Märkte halten Sie fit?
Wir haben heute fantastische Möglichkeiten, verschiedene Länder zu beobachten. Wie verhalten sich die Menschen – in Italien, in Deutschland und natürlich in den USA? Überall finden grosse Schauspiele statt. Wir erleben spannende Zeiten.

Banker und Kultur-Fan

Oswald Grübel, geboren am 23. November 1943, wuchs zuerst bei seinen Grosseltern in Thüringen auf (damalige DDR), bevor er von Verwandten in Frankfurt aufgenommen wurde, wo er eine Banklehre absolvierte. 1970 ging er zur Credit Suisse. Dort durchlief er verschiedene Sparten (Handelsgeschäft, Vermögensverwaltung) und kletterte auf der Karriereleiter immer höher. Nach dem Rücktritt von CS-Chef Lukas Mühlemann 2002 wurde Grübel Chef der Credit Suisse und führte sie aus der Krise. 2007 wurde er pensioniert. Doch als die UBS in eine existenzielle Krise geraten war, holte man ihn aus der Pension zurück: Grübel wurde im Frühling 2009 CEO der UBS. Er räumte mit Altlasten auf und führte die Bank in die Gewinnzone. Im September 2011 trat er zurück, nachdem ein Händler in London 2,3 Milliarden Franken in den Sand gesetzt hatte. Grübel, Vater einer Tochter, ist mit Renate Häusler liiert; das Paar besucht gern klassische Konzerte und andere kulturelle Anlässe. Die beiden arbeiten auch geschäftlich zusammen, im Bereich Anlage und Vermögensberatung.

Ihnen macht das Spass, andere Banker erleiden Burnouts. Waren Sie nie gefährdet?
Burnouts erleiden Leute, die sich unsicher fühlen in ihrer Aufgabe – oder deren Job eine Nummer zu gross ist für sie. Das führt zu Ängsten, zum Verlust der Lockerheit. Ich dachte mir immer: Selbst wenn ich hinausgeschmissen werde, finde ich sofort wieder eine Arbeit – und ich wäre nicht wählerisch. Zudem wollte ich immer verstehen, weshalb etwas passiert.

Oswald Gruebel, CEO of Swiss bank UBS, with his wife Renate Haeusler, arrives on the Piazza Grande for the screening of

Oswald Grübel mit Partnerin Renate Häusler. Bild: KEYSTONE

Wie meinen Sie das?
Wenn sich Dinge verändern, egal ob zum Guten oder zum Schlechten, dann will ich herausfinden: Warum?

Ein journalistischer Ansatz.
Ich wäre gern Journalist geworden, aber dann hätte ich im Deutsch-Unterricht besser aufpassen müssen.

Immerhin wurden Sie nach Ihrem Rücktritt als UBS-Chef 2011 Kolumnist bei unserer Zeitung.
Eine interessante Erfahrung. Ich werde auf der Strasse immer wieder darauf angesprochen.

Nutzen wir die Weisheit eines so erfahrenen Bankers und Managers: Was ist das Wichtigste, was Sie in all den Jahren gelernt haben?
(Denkt nach) Vielleicht ist das Wichtigste, und sicher das, was mir am meisten Freude gemacht hat: mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten. Es hört sich wahrscheinlich hochnäsig an, aber ich dachte oft, dass ich von älteren Leuten nicht viel lernen kann. Von jüngeren aber schon, von ihnen erfährt man Neues. Daraus können sich neue Geschäfte ergeben. Haben Sie schon einmal einen 60-jährigen Schachweltmeister gesehen? Gibt es nicht. Aber 20-jährige Schachweltmeister, die gibt es.

Was können ältere Leute besser?
Eine Stärke und eine Schwäche zugleich ist ihr Umgang mit Risiken. Ältere Menschen neigen dazu, Risiken zu vermeiden. Sie wollen nicht verlieren, was sie in den letzten 30 oder 40 Jahren aufgebaut haben. Doch ohne Risiken gibt es keine Innovation, kein Wachstum, keinen Wohlstand. Wenn eine ganze Gesellschaft Risiko-avers wird, bleiben wir stehen – und verlieren somit langfristig das, was wir haben.

Die teuersten Bussen der UBS:

Inwiefern ist das auch eine Stärke der Alten?
Die Erfahrung lehrt, dass sich die Dinge wiederholen, nicht nur auf den Finanzmärkten. Wem die Erfahrung fehlt, der geht ausgerechnet in jenen Zeiten die höchsten Risiken ein, wo man am meisten verdient. Man macht weiter, bis es knallt. Dieses Muster versteht man erst, wenn man selber ein paar grössere Krisen erlebt hat. Ganz generell im Leben!

Vor genau zehn Jahren brach die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammen – die Finanzkrise geriet ausser Kontrolle. Erinnern Sie sich an diesen Tag?
Diese Bank war schon lange berüchtigt. Sie wackelte, produzierte riesige Verluste. Es war ein folgenschwerer Fehler, dass die USA Lehman Brothers dann pleite gehen liessen. Denn in der Finanzindustrie hatte noch niemand Erfahrungen damit, was geschieht, wenn ein grosses Handelshaus zusammenbricht. Wie verhält sich der Markt? Was sind die Nebenwirkungen? Wir sahen, was dann geschah: ein weltweiter Flächenbrand, der Zusammenbruch des Handels zwischen den Banken, ein gewaltiger Vertrauensverlust in das ganze Finanzsystem.

Wäre ohne den Zusammenbruch von Lehman Brothers die Finanzkrise wesentlich weniger schlimm verlaufen?
Die USA hätten diese Bank retten und dann ordentlich abwickeln müssen. Das hätte etwas gekostet, wäre aber ungleich günstiger gekommen als all die staatlichen Rettungen von Banken auf der ganzen Welt, die auf die Lehman-Pleite folgten.

Sie haben als CS-Chef schon Ende 2006 entschieden, Subprime-Papiere – also zweitklassige Hypotheken-Papiere – abzustossen, die dann später weltweit zusammengebrochen sind.
Man sah im Dezember 2006, dass Anleihen mit schlechtem Rating abzusacken begannen. Sie erholten sich dann zwar wieder, aber für mich war das ein klares Anzeichen, dass es gefährlich wird.

Anders als die CS musste die UBS vom Staat gerettet werden. Warum?
Weil die UBS enorme Verluste machte. 20 Milliarden Franken – das waren Grössenordnungen, die das Kapital enorm gedrückt haben. Am Anfang stand die Einschätzung der damaligen UBS-Verantwortlichen, dass die Subprime-Papiere von den Ratingagenturen richtig bewertet wurden. Das erwies sich als naiv. Hinzu kam ein zweites grosses Problem: der Konflikt des UBS-Private-Bankings mit den USA. Diesen Steuerstreit hätte die UBS ein Jahr davor beilegen können – vielleicht zum halben Preis! Dann hätte sich das Management auf die Subprime-Krise konzentrieren können.

Das Management führte einen Zweifronten-Krieg: Subprime-Krise und Steuerstreit. Wäre die UBS ohne Staatshilfe Konkurs gegangen?
Tatsache ist, dass die UBS die Minimalanforderungen an das Kapital nicht unterschritten hat. Aber Panik beherrschte die Märkte, in diesem Umfeld waren alle Banken suspekt. Aus meiner Sicht war die Beteiligung des Bundes am Kapital nicht notwendig, die Finanzierungshilfe durch die Nationalbank hingegen schon. Dazu sind Nationalbanken auch da. Die SNB hat am Ende daran 6 Milliarden Franken verdient. Ob Nationalbanken auch dazu da sind, hier derartige Gewinne zu machen, das bezweifle ich.

Sie wurden 2009 als Pensionierter zur UBS geholt. Als CEO arbeiteten Sie darauf hin, die Staatsbeteiligung schnell loszuwerden.
Wir wollten den Staat als Aktionär verabschieden, was gelang. 2010 machte die UBS 7,5 Milliarden Franken Gewinn.

Marcel Ospel gilt als Schuldiger des UBS-Debakels. Haben Sie ihn je wieder gesehen?
Ja, er wohnt in der Nähe, wir begegnen uns manchmal zufällig. In einigen Medien wurde er als Alleinschuldiger dargestellt. Oft vergisst man, dass Ospel in weiser Voraussicht noch eine Kapitalerhöhung organisiert hat. So holte er 20 Milliarden Franken rein, und das hat die UBS am Schluss gerettet.

In den Medien trat Ospel nie mehr auf.
Es hat ihn sehr getroffen, wie er in der Öffentlichkeit und vom Boulevard behandelt wurde. Darum hat er sich zurückgezogen und sich nie mehr geäussert. Seither geht es ihm wieder gut.

Sie hatten als Banker meistens Erfolg, doch auch Sie wurden hart kritisiert ...
... ja, auch von Ihrer Zeitung!

Trotzdem stellten Sie sich den Medien.
Ich habe mir erlaubt, meine Meinung zu sagen. Ich halte es für richtig, dass man sich als Chef der Öffentlichkeit stellt. Ich habe es nie erlebt, dass ich auf der Strasse angefeindet wurde.

Die Finanzkrise hat in den USA viele Verlierer produziert: Millionen von Menschen haben 2008/2009 ihre Häuser und ihren Job verloren. Wäre ohne Finanzkrise die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten möglich gewesen?
Trump hat seinen Wahlkampf auf die «vergessenen» Leute ausgerichtet und damit Erfolg gehabt. Insofern hat die Finanzkrise sicher eine Rolle gespielt. Entscheidend war wohl aber, dass seine Gegnerin Hillary Clinton hiess. Trump war für viele das kleinere Übel.

President Donald Trump participates in the September 11th Flight 93 Memorial Service, Tuesday, Sept. 11, 2018, in Shanksville, Pa. Trump is marking 17 years since the worst terrorist attack on U.S. soil by visiting the Pennsylvania field that became a Sept. 11 memorial.  (AP Photo/Evan Vucci)

Oswald Grübel findet Donald Trump sehr unsympathisch.  Bild: AP/AP

Haben Sie Trump in Ihrer Zeit in New York je getroffen?
Ja, Ende der 1980er-Jahre. Als Präsident ist er genauso, wie ich ihn damals erlebt habe – unausstehlich. Er ist sich treu geblieben.

Warum unausstehlich?
«Ich bin der Beste, ich bin der Grösste, ich weiss, wie das geht»: So war Trump bei unserem Treffen. Für Europäer ist ein solches Auftreten abstossend. Meine Erfahrung ist: Wer sich als den Besten bezeichnet, ist es meistens nicht. Ich sagte damals: Trump will ich nie mehr sehen!

Das war voreilig, angesichts seiner Karriere.
Es geht vielen so. Trump holte gute Leute ins Weisse Haus, aber keiner hält es lange aus mit ihm.

Hat die CS First Boston, für die Sie in New York waren, damals Immobilienprojekte von Trump finanziert?
Ja, dummerweise.

Was halten Sie von Trumps Wirtschaftspolitik?
Die ist – im Gegensatz zu seiner Persönlichkeit – sehr gut. In seiner bisherigen Amtszeit verdient er 100 Punkte. Er hat alles richtig gemacht und in sehr kurzer Zeit viel bewirkt. Natürlich hat Trump auch von den tiefen Zinsen profitiert. Aber der Aufschwung ist eindrücklich: 4 Prozent Wirtschaftswachstum, davon ist Europa weit entfernt. Die Arbeitslosigkeit ist äusserst tief.

Ihnen gefallen die Steuersenkungen und die Deregulierungen, wohl kaum aber die Zölle, die Trump eingeführt hat.
Trump ist der Erste, der sich den Chinesen entgegenstellt. Die USA mit ihren enormen Handelsdefiziten haben China unterstützt und gross gemacht. Ohne Amerika wäre China noch immer ein Arbeiter- und Bauernstaat, ohne top-moderne Grossstädte, wie es sie heute gibt. Die konnten die Chinesen mit den Trillionen bauen, die ihnen die Amerikaner rübergeschickt haben für ihre Waren.

Glauben Sie, dass die USA das nun nachhaltig ändern?
Man wird sehen. Vielleicht wird Trump ja wieder aus dem Amt gejagt. Aber etwas hat er erreicht: Das man über die Ambitionen Chinas spricht und allmählich erkennt, dass sie eine langfristige Strategie haben – nämlich, die Weltherrschaft zu übernehmen. Ist es aus Sicht des freien, demokratischen Westens wirklich so clever, den Chinesen dabei noch zu helfen? Trump wird in China ernst genommen – schauen Sie sich nur an, wie seine Ankündigungen die chinesische Börse runterrasseln liessen.

Die Schweiz verhält sich ganz anders: Sie öffnet chinesischen Investoren die Tore. So wurde beispielsweise der Basler Agrochemiekonzern Syngenta von Chinesen übernommen. Ist es richtig, dass die Schweiz das zulässt?
Ich bin liberal eingestellt. Aber nur, solange alle dieselben Regeln haben. Meine Liberalität hört auf, wenn ein Staat kommt und die Industrie eines anderen Staates aufkauft – dieser aber seinerseits keine Firmen übernehmen darf. Da müsste auch die Schweiz ihre eigenen Interessen über liberale Prinzipien stellen.

Verhalten sich die Schweiz und die EU naiv gegenüber China?
Die EU sagt nur Nettes über China. Viele Europäer verkennen, was die Chinesen wirklich vorhaben. Der Fall ist klar: China will alle von sich abhängig machen, man sieht es bereits in Afrika, wo sie Infrastrukturen bauen. Wenn die Chinesen zur grössten Wirtschaftsmacht werden, dann werden sie auch versuchen, ihr politisches Modell weltweit durchzusetzen. Das ist gewiss nicht in unserem Interesse. (Schweiz am Wochenende)

Das könnte dich auch interessieren:

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Vormarsch der Demokraten: Es gab doch eine «Blaue Welle» bei den Midterms

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

5 Hashtags, die viral gingen und tatsächlich etwas verändert haben

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Link to Article

27 Witze, die jeden Nerd zum Schmunzeln bringen

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese Schweizer TV-Box macht dem Streit um Replay-TV ein Ende

Link to Article

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Link to Article

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Brand in Zürcher UBS-Gebäude ausgebrochen:

Play Icon

Video: srf/SDA SRF

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

47
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • T13 16.09.2018 15:47
    Highlight Highlight Was auch unausstehlich ist, ist dass der oswald klassische konzerte besuchen kann und diese nicht auf seinem fernseher im knast schauen muss.
    11 8 Melden
  • demokrit 16.09.2018 13:11
    Highlight Highlight "Wenn die Chinesen zur grössten Wirtschaftsmacht werden, dann werden sie auch versuchen, ihr politisches Modell weltweit durchzusetzen. Das ist gewiss nicht in unserem Interesse."

    Der Mann hat völlig recht und das geschieht im Hintergrund auch schon längst.
    49 6 Melden
  • Nathanael II 16.09.2018 13:09
    Highlight Highlight Für die Superreichen wie Oswald Grübel macht Trump tatsächlich hervorragende Wirtschaftspolitik. 100 Punkte! Und das beste: Die Armen glauben tatsächlich, dass dies in ihrem Interesse ist. Very smart.
    61 10 Melden
  • Maria B. 16.09.2018 13:07
    Highlight Highlight Der Deutsche Oswald Grübel war für mich schon immer der beste Banker der Schweiz - unglaublich was er sowohl für die CS wie vor Allem auch die UBS geleistet hat!

    Im Gegenzug war wohl der Schweizer Josef Ackermann lange Jahre der beste Banker Deutschlands, u.a. CEO der Deutschen Bank.

    Grübels erfahrenen Rat schätzen auch heute noch mehrere Institute und private Grossinvestoren, überdies ist er ein gefragter Interviewpartner. Er ist auch über die Pensionierung hinaus stets in eigenen Börsengeschäften erfolgreich aktiv.

    Mir gefällt auch sein ulkiger schildkrötenartiger Gesichtsausdruck ;-)!
    32 21 Melden
  • cassio77 16.09.2018 12:46
    Highlight Highlight "Oft vergisst man, dass Ospel in weiser Voraussicht noch eine Kapitalerhöhung organisiert hat. So holte er 20 Milliarden Franken rein, und das hat die UBS am Schluss gerettet."

    auf Kosten des Aktionärs!!!
    16 21 Melden
    • HansDampf 16.09.2018 14:07
      Highlight Highlight Ja, das sollte ja auch die Aufgabe des Aktionärs sein und nicht die des Staates. Im Erfolgsfall gibts ja auch entsprechend Rendite (normalerweise).

      Ah, und bevor Sie fragen: Habe seinerzeit auch mitgemacht bei der Kapitalerhöhung, verstehe also Ihren ‚Schmerz‘😉
      14 0 Melden
    • cassio77 16.09.2018 19:55
      Highlight Highlight Ich hatte den Schmerz nicht (allenfalls meine PK). Ich war kurz vor Ausbruch der Finanzkrise aus den Märkten raus, etwa ein Jahr zuvor. Ich schloss aber zu diesem Zeitpunkt eine Hypothek bei der UBS ab, und da ging's ein bisschen drunter und drüber. Weshalb kritisierte ich hier diesen Satz? Ich vermute, Grübel meint hier die Kapitalerhöhung von 2008. Bei dieser Kapitalerhöhung konnten die Aktionäre die Aktien zu 21 Stutz beziehen. Der Kurs sackte damals jedoch noch mehr ab, und auch heute noch - 10 Jahre später - ist der Kurs, auch dank Grübel, noch immer nicht dort, wo er sein müsste.
      1 1 Melden
  • Therealmonti 16.09.2018 12:45
    Highlight Highlight Endlich redet mal jemand Klartext in Sachen China. Dabei war das seit je her klar. Die Chinesen denken über Generationen hinwg. Der Super-Coup ist ihnen mit Hongkong gelungen. Das haben sie von den Briten 200 Jahre lang aufbauen lassen, um es dann gratis zu übernehmen.
    27 10 Melden
    • Dirk Leinher 17.09.2018 08:39
      Highlight Highlight Sie vergessen dass all das nicht uneigennützig gemacht wurde. Es war fürdie Briten lange eine gute Melkkuh, die brauchte halt auch einen Stall und etwas Futter. Nun will die kuh plötzlich selbst entscheiden wo und was sie fressen will und der Bauer findet das gar nicht nett
      0 1 Melden
  • cassio77 16.09.2018 12:43
    Highlight Highlight Grübel, Grübel, Grübel. Von Insidern vernimmt man, dass Ospel und der Rest des damaligen BoD jegliche Warnungen betreffend den Subprimepapieren in den Wind schossen. Wie war das in der Antike mit den Boten der schlechten Nachricht? Genauso verhielt es sich auch hier! Offenbar muss die Geschichte doch nochmals sauber aufgearbeitet werden mit allen Fakten auf dem Tisch.
    18 4 Melden
  • meliert 16.09.2018 12:21
    Highlight Highlight Herr Grübel weiss genau, was Sache ist betreffend China! Ich versuche deshalb wann immer möglich keine chinesischen Produkte zu kaufen. Dies wird zwar immer schwieriger (wie z.B. Smartphones) aber gerade bei Bekleidung, Haushaltgeräte etc. immer noch durchaus möglich.
    24 8 Melden
    • Dirk Leinher 16.09.2018 14:49
      Highlight Highlight Der chinesische Kapitalismus wird dem westlichen immer ähnlicher und nicht fremder. Grübel fürchtet sich davor, dass China so mächtiger als die USA wird. Er scheint einfach auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. Dass er einen moralischen, dem Gemeinwohl verpflichteten Gesichtspunkt hat, ist sehr unwahrscheinlich bei einem der grössten Zocker dieses Planeten.
      14 4 Melden
  • Denverclan 16.09.2018 11:47
    Highlight Highlight Wer holt sich denn nun die Weltherrschaft? Der Islam? China? Putin? Trump? Die Rechtsradikalen? Kommt es gar komplett anderst und die Natur holt sich die Herrschaft zurück? Tatsache ist, Geld wird immer regieren solange es Menschen gibt und gelogen wird immer, dass sich die Balken biegen. Somit wird sich auch das Fussvolk immer zur Belustigung der „Oberen“ gegenseitig durch Gier- und Angstgehabe bekämpfen. Aus diesem Teufelskreis wird die Mehrheit leider nie herausfinden. Darum wiederholt sich ja die Geschichte immer wieder. Wir sind selber Schuld, nicht immer die Anderen. Eine Kugel Elend....
    20 5 Melden
  • Firefly 16.09.2018 11:18
    Highlight Highlight Ich weiss jetzt nicht, wen ich unausstehlicher finden soll.
    45 47 Melden
  • Dirk Leinher 16.09.2018 11:13
    Highlight Highlight Die Bevölkerung Afrikas ist froh, dass China endlich etwas für die Entwicklung der Infrastruktur macht. Etwas das westliche Banker nie in Erwägung zogen.
    25 27 Melden
  • Mahagoni 16.09.2018 10:52
    Highlight Highlight Gutes Interview. Eine andere Perspektive, kein Trump-Bashing, sondern über den Tellerrand hinaus. Mehr davon!
    16 11 Melden
  • Tan Long 16.09.2018 10:46
    Highlight Highlight Die Chinafrage wird in Kürze bedeutender sein als die Frauenfrage.
    27 27 Melden
    • Jol Bear 16.09.2018 12:15
      Highlight Highlight Wobei aber die Frauenfrage von stetiger Bedeutung ist, zmindest für uns Männer.
      15 9 Melden
    • Hierundjetzt 16.09.2018 16:44
      Highlight Highlight China: Wirtschaft
      Frauen: Bundesverfassung

      Das eine hat mit dem anderen nur insoweit zu tun, als wir eine hohe Erwerbsquote anstreben.

      Aber als etwas seltsamer "Mann" ist Dir dieser Themenbereich natürlich komplett fremd

      8 1 Melden
  • Dem Klima hinterher 16.09.2018 10:41
    Highlight Highlight Wie Grübel richtig ausgegrübelt hat: Den Schuldigen gehört die Welt.
    23 10 Melden
  • Triumvir 16.09.2018 09:53
    Highlight Highlight Sein Kompliment an Trump trifft auch auf ihn selbst zu. Er sollte sich deshalb lieber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen🙄
    44 35 Melden
  • wasihrnichtsagt 16.09.2018 09:15
    Highlight Highlight Ein gutes Interview! Danke Watson
    35 19 Melden
    • SteWe 16.09.2018 10:53
      Highlight Highlight Isch vom Tagi ;)
      58 2 Melden
  • roger_dodger 16.09.2018 09:04
    Highlight Highlight Trump ist unausstehlich. Geb ich Herr Grübel Recht. Geld von der Nationalbank zu brauchen um seinen Laden zu retten und dann noch dafür kritisieren dass diese am Schluss Gewinn einfährt macht einen aber auch nicht gerade zum Publikumsliebling! Sagen Sie Danke, Herr Grübel, die Staat und seinen Steuerzahlern die das ermöglicht haben! Aber das ist typisch UBS, nach Hilfe schreien wenns schlecht geht, Verluste soll gefälligst der Steuerzahler tragen aber alle Gewinne werden in die eigene Tasche gesteckt.
    81 58 Melden
    • Johnny Marroni 16.09.2018 09:25
      Highlight Highlight Sie haben glaub ich etwas falsch verstanden. Die UBS hat nicht nach Hilfe geschrien. Die Steuerzahler und der Staat haben damit ein sehr gutes Geschäft gemacht und viele Milliarden gewonnen!
      54 29 Melden
    • Kronrod 16.09.2018 09:53
      Highlight Highlight Der Steuerzahler musste hier keine Verluste tragen. Im Gegenteil, die Nationalbank hat 6 Milliarden vorwärts gemacht. Du hast durchaus einen Punkt, aber Du wärst glaubwürdiger, wenn Du die Fakten sorgfältiger wiedergeben würdest.
      68 15 Melden
    • CaptainPfirsich 16.09.2018 11:09
      Highlight Highlight Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer. Hier von einem gutem Geschäft für Staat und Steuerzahler zu sprechen ist gerade zu grotesk. Als man die faulen Papiere übernommen hatte, wusste man ja noch nicht, dass sich alles so entwickelt wie dies nun geschehen ist. Viel mehr wurde die Öffentlichkeit in Geiselhaft genommen wegen des ‘too big to fail’-Problems! Die UBS hätte die toxischen Papiere kaum abgestossen, hätte sie derlei Gewinne erwartet. Die Öffentlichkeit musste einschreiten, wäre bei einer Pleite UBS’ doch der ganze Zahlungsverkehr zum Erliegen gekommen.
      18 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • RETO1 16.09.2018 08:44
    Highlight Highlight Die Schlafkappen in der Schweiz und in der EU haben noch immer nicht gemerkt was China im Schild führt
    Danke Herr Grübel,dass sie das so deutlich kundtun
    207 26 Melden
    • äti 16.09.2018 10:24
      Highlight Highlight @reto1, es sind eher nicht die Schlafkappen, sondern die Geldgierigen.
      41 6 Melden
    • FrancoL 16.09.2018 10:55
      Highlight Highlight Welche Schlafkappen? Bennene die Kreise die da am schlafen sind und bitte etwas genauer. Als eher rechts Konservativer, so schätze ich Dich ein, dürfte Deine Aussage sicherlich interessant sein.
      22 21 Melden
    • Dem Klima hinterher 16.09.2018 10:56
      Highlight Highlight Muss ja eine tolle Brille sein, so weit in die Zukunft zu sehen, wie Grübel glaubt.
      13 3 Melden
  • skofmel79 16.09.2018 08:08
    Highlight Highlight Die Erklärung zum Burnout ist zu hinterfragen...😁
    76 21 Melden
  • jive 16.09.2018 07:57
    Highlight Highlight Grübels Aussage zur SNB zeigt, wie die Finanzbranche tickt: Viel Geld einschiessen ja - Gewinne daraus ziehen nein.
    So im Sinne von: Für uns den Gewinn, für den Staat (für uns) das Risiko.
    67 14 Melden
    • Johnny Marroni 16.09.2018 09:27
      Highlight Highlight Nein. Die UBS wollte gar nicht, dass der Staat eingreift. Dies ist eine viel verbreitete Lüge der antiliberalen Medien. Der Staat hat mit diesem Einschuss von Kapital ausschliesslich gewonnen.
      22 38 Melden
    • CaptainPfirsich 16.09.2018 11:12
      Highlight Highlight Etwas sehr verblendet die Aussage. 🙄 too big to fail und so... die ubs haette die ganze ch wirtschaft in den Abgrund gerissen, wäre sie ‘hopps’ gegangen... aber ja danke UBS, dass die Allgemeinheit Deine toxischen Papiere - damals mit ungewissem Ausgang! - kaufen durfte.
      18 3 Melden
    • Hoppla! 16.09.2018 11:49
      Highlight Highlight Deine Aussage zur UBS zeigt, wie der Bürger tickt: Gross schwätzen - Fakten ignorieren.
      7 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • cassio77 16.09.2018 07:27
    Highlight Highlight Retter der UBS? Ihr macht Scherze! Wer nennt Grübel "Retter der UBS"? Diese Bauchpinselei und Lobhudelei kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen. Verlust von Adoboli ereignete sich zu Grübel Zeiten. Die Zusammenarbeit im Firmenkundenbereich war damals sehr anstrengend und entspannte sich erst nach seinem Abgang. Ich staune schon über die verzerrte Wahrnehmung gewisser Journalisten.
    52 23 Melden
  • nimmersatt 16.09.2018 03:43
    Highlight Highlight Leute wie sie Herr Grübel (mit ihrem die Politik unterwandernden Lobbyismus in der Tradition Thatcher) haben einen Trump, einen Brexit und viele der Auswüchse gegen eine GESELLSCHAFTSliberale Politik überhaupt möglich gemacht
    164 141 Melden
    • Yogi Bär 16.09.2018 08:55
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man nicht alle in einen Topf schmeissen. Klar srhr vielr Bänker haben eine grosse Mitschuld an unserer heutigen Situation, doch der Rechtsschub ist rein durch die Politik der letzten 50 Jahren und die verpassten Chancen in Afrika oder auch Asien etwas positives in 3 Welt Ländern, zu bewirken, geschehen.
      25 19 Melden
    • johndoeCH 16.09.2018 09:10
      Highlight Highlight Das ist doch aber genau die Definition der Politik. Politik vertritt Interessensgruppen... Nur leider zählt hier nicht mehr das Mehr an Leuten, sondern das Mehr an Geld. Grübel und Co sind nicht schuld daran, die nützen das bestehende System aus und überlegen sich, wie sie daraus Profit ziehen können. Das ist (leider) legal und durchaus auch menschlich. Man müsste jedoch Mal über den Verwendungszweck solcher Gewinne sprechen. Wenn jemand gewinnt, verliert woanders ein anderer. So sollte es auch sein... Nur wenn plötzlich alle Gewinnen, verlieren wir eines Tages alle.
      50 6 Melden

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

Artikel lesen
Link to Article