Schweiz
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Polizei-Razzia in der An'Nur-Moschee in Winterthur, am Mittwoch, 2. November 2016. 
Am fruehen Mittwochmorgen hat die Kantonspolizei Zürich zusammen mit der Stadtpolizei Winterthur die An'Nur-Moschee in Winterthur durchsucht. Es handelt sich um den

Die Winterthurer An'Nur-Moschee bleibt vorerst geschlossen. Bild: KEYSTONE

Interview

Verhafteter Ex-Präsident der An'Nur-Moschee: «Ein Imam würde nicht zum Töten aufrufen»

Atef Sahnoun, der frühere Präsident der Winterthurer An'Nur-Moschee, wurde am Mittwoch verhaftet und am gleichen Tag wieder freigelassen. Sein Imam soll zum Töten anderer Muslime aufgerufen haben. Im Interview mit watson verteidigt er den Prediger, räumt Fehler ein und fordert zur Bekämpfung von Radikalen die Anerkennung des Islam als Landesreligion.



Herr Sahnoun, am Mittwoch wurden Sie verhaftet, wie verlief die Hausdurchsuchung bei Ihnen? 
Morgens um halb sechs Uhr klingelte es an der Türe Sturm, ich öffnete und etwa zehn Polizisten standen davor. Sie kamen rein, mir wurde erklärt, dass ich angeschuldigt sei und das Haus durchsucht werden müsse. Dann haben sie begonnen, alles auf den Kopf zu stellen. Am Schluss nahmen Sie mich mit. 

Wurden Dinge aus Ihrem Besitz beschlagnahmt?
Ja, ein Ordner mit Abrechnungen der Moschee aus dem Jahr 2013.

Am Nachmittag waren Sie bereits wieder auf freiem Fuss. Wieso kamen sie so rasch wieder frei? 
Ich konnte beweisen, dass ich nicht mehr Präsident des Kulturvereins An'Nur bin. Die Polizei hatte sich an der Website orientiert, die nicht aktuell war. Mein Anwalt faxte das Protokoll der Generalversammlung durch, wo festgehalten ist, dass ich per Ende Februar 2016 als Präsident zurückgetreten war. Seit dann bin ich einfaches Mitglied gewesen und gehe vor allem freitags in die Moschee. Um fünf Uhr nachmittags durfte ich wieder gehen. 

Zwei Verhaftete kommen in U-Haft

Die zuständige Staatsanwaltschaft hat für den äthiopischen Imam und das mutmasslich zuständige Vorstandsmitglied der Moschee Untersuchungshaft angeordnet. Grund: Der Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalt. Ein weiterer Verhafteter ist seit Donnerstag auf freiem Fuss, weil sich kein direkter Zusammenhang mit der Predigt vom 21. Oktober 2016 nachweisen liess. (tat) 

Gegen Sie und drei weitere Beschuldigte ist ein Verfahren wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit eröffnet worden.   
Ob das Verfahren gegen mich noch läuft, weiss ich nicht. Für die anderen kann ich keine Stellung beziehen. 

Ihr Imam Shaik Abudrrahman, Ihr Vereinspräsident und eine weitere Person befinden sich immer noch in Polizeigewahrsam. Dem Imam wird vorgeworfen, in einer Predigt vom 21. Oktober zur Tötung von Muslimen aufgerufen zu haben, die ausserhalb und nicht in der Gemeinschaft beten. Das ist starker Tobak. Haben Sie an diesem Freitagsgebet teilgenommen? 
Nein, da waren Schulherbstferien. Ich war im Urlaub. Auch das konnte ich belegen.

«Ich glaube, dass es sich um einen Interpretationsfehler handelt. Ein Imam würde das nicht so ausdrücken.»

Glauben Sie, Shaik Abudrrahman hat zum Mord aufgerufen?
Ich glaube, dass es sich um einen Interpretationsfehler handelt. Ein Imam würde das nicht so ausdrücken, er würde nicht zum Töten aufrufen. In den Hadith-Schriften gibt es einzelne Hadithe, die so klingen. Die könnten missinterpretiert werden. Die Polizei brauchte bloss einen Anlass, um eine Razzia durchzuführen, weil sie unter starkem öffentlichen und medialen Druck stand. 

For the record: Er soll gemäss «Weltwoche» gesagt haben: «Jene aber, die nicht in die Gemeinschaft zurückkehren und nicht dort beten, sollten getötet werden». Sie waren nicht anwesend, behaupten aber trotzdem, Shaik Abudrrahman habe das nicht so gesagt? Woher wollen Sie das denn wissen?
Ich glaube, es handelt sich um einen Interpretationsfehler. Auch in der Bibel gibt es Stellen, die gewalttätig sind.

Diese Stellen werden aber nicht in der Kirche gepredigt, schon gar nicht ohne kontextuellen Rahmen.
Schauen Sie, jemand, der so extrem ist, wie von Abdurrhaman jetzt behauptet wird, wird nicht Prediger. Wir kennen unseren Islam und es gibt genügend Leute in der Moschee, die den Koran gut kennen. Wenn er so was gesagt hätte, wären auch sie eingeschritten. Aber es ist richtig. Man wusste, dass man im Fokus steht, man hätte so ein Thema nicht wählen sollen. 

«Der Vorstand hätte mit dem Imam klarer absprechen sollen, worüber gepredigt wird. Das Thema Beten war nicht das richtige in dieser Situation.»

Soll das heissen, bei einem anderen Thema wäre mehr Radikalität problemloser? 
Nein, natürlich nicht. Aber der Vorstand hätte mit dem Imam klarer absprechen sollen, worüber gepredigt wird. Das Thema Beten war nicht das richtige in dieser Situation. Daran zeigt sich, dass der Vorstand zu schwach ist. Ich kenne das aus meiner Zeit als Präsident, ich war auch ein paar Mal alleine, wir waren immer unterbesetzt. Ich habe dann Leute beauftragt, die kontrollierten, was gesagt wird, wenn ich nicht da bin. 

Also muss der Vorstand dem Imam ganz klar sagen, was er sagen darf und was nicht, und sonst predigt er radikal? Das kann doch nicht ihr Ernst sein.
Natürlich nicht. Aber das Thema hätte man geschickter wählen können. Das wählt der Imam, das geht auf Vertrauensbasis. Es zeigt sich wieder einmal: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Aber man müsste jedes Mal eine Kopie verlangen, die man durchlesen kann. Dann hätte man das Thema steuern können. 

Und warum tut man das denn nicht? 
Weil die Zeit fehlt. Das läuft alles auf ehrenamtlicher Basis. 

Haben Sie während Ihrer Zeit besonders konservative Imame eingestellt?
Nein, überhaupt nicht. Schauen Sie, ein Imam soll ein Vorbild sein. Er soll traditionell angezogen sein, wie früher, als Vorbild für die Jugendlichen. Deswegen sehen sie vielleicht konservativ aus. 

Gibt es eine Verbindung von Ihnen zum sogenannten «IS»?
Nein. 

Gemäss der «Weltwoche» haben Sie aber Wesam A., der wegen Unterstützung der Terrororganisation «IS» verurteilt wurde, Motorfahrzeugpolicen verkauft. In Ihrem Umfeld gibt es also Menschen mit Verbindungen zum «IS». 
Ja, habe ich, aber danach ist er verschwunden. Und ich wusste nicht mehr, wo er ist. Aber wenn man so viele Leute kennt wie ich, Leute, die auch wissen, dass man Deutsch kann, dann kommen sie natürlich zu mir mit ihren Geschäften. Die Italiener und Türken machen das auch so. 

Sie wussten also nicht, dass er Verbindungen zum sogenannten «IS» hatte? 
Woher sollte ich das wissen? Denken Sie, diese Leute kommen und sagen: «Hey, ich sympathisiere mit dem «IS»?» Die werden das ganz sicher im Geheimen machen. Wenn ich Präsident von einem Verein mit 100 Leuten bin, kann ich doch nicht von jedem einzelnen das Hirn scannen und wissen, was er denkt. 

Der Serbe Samir S., der laut «Weltwoche» 2013 zum «IS» ging, war zuletzt auf der Adresse der An'Nur-Moschee gemeldet. 
Wir hatten noch einen anderen, der ohne unser Wissen seine Adresse bei uns angegeben hat und plötzlich Briefe erhielt.

Ein weiterer Fall ist Franziska S., die anfangs 2016 in der Türkei festgenommen wurde. Sie verkehrte auch bei Ihnen. 
Ich kannte diese Frau nicht.

Gemäss «Tages-Anzeiger» gibt es Polizei-Aufnahmen, die Männer zeigen, die einen jungen Mann verabschieden, der danach in den Dschihad reisen wollte.
Warum erwähnt eigentlich nie jemand, dass wir auch zwei Personen davon abhalten konnten, zum «IS» zu gehen?

«Die Schliessung unserer Moschee ist nicht die richtige Massnahme. Die Leute werden ausserhalb der Moschee gesucht.»

Weil es in der Gesamtbilanz zu wenig ins Gewicht fällt, vielleicht? Was ist denn Ihre Erklärung dafür, dass so viele Leute, die vorher in der An'Nur-Moschee verkehrt haben, später zum «IS» reisten? 
Das sagen die Medien, dass gerade von unserer Moschee viele Leute abreisen. Die Medien haben die An'Nur als Mittelpunkt genommen. Von den anderen wissen wir einfach nichts. Gestern wurde wieder ein Fall aus Genf bekannt, wir haben von Fällen aus Basel, Kreuzlingen, Wil gehört. Es passiert nicht nur in unserer Moschee. Wie titelte «20 Minuten»? «Kein harter Schlag gegen die Salafisten-Szene», so wird es sein. Die Schliessung unserer Moschee ist nicht die richtige Massnahme. Die Leute werden ausserhalb der Moschee gesucht. Jugendliche mit Problemen, die leicht zu beeinflussen sind. 

Sie glauben also, es ist Zufall, dass das alles um die An'Nur passiert? 
Ich glaube einfach, ich wüsste es, wenn es etwas mit der Moschee zu tun hätte. Wir haben Massnahmen ergriffen. Jemand vom Vorstand war jeden Abend anwesend, bei den Lektionen für Jugendliche war ebenfalls immer jemand dabei, der alles auf Deutsch übersetzte, weil nicht alle Arabisch können. 

Kann es sein, dass Sie es nicht gemerkt haben, dass Jugendliche bei Ihnen für den «IS» rekrutiert wurden? 
Ja, das könnte sein. Ich kann nicht von jedem das Handy kontrollieren und schauen, was er sich für Videos anschaut. 

«Ich sage nicht, ich habe genug gemacht, aber ich habe getan, was ich konnte.»

Sie müssen sich vorwerfen lassen, nicht genug getan zu haben, um die An'Nur-Moschee vom Ruch des «IS»-Rekrutierungsbüros befreit zu haben. 
Ich sage nicht, ich habe genug gemacht, aber ich habe getan, was ich konnte. Die Jugendlichen werden über das Internet radikalisiert, nicht über uns. 

Jetzt ist die An'Nur geschlossen. Bereuen Sie Ihr Vorgehen? 
Ich bereue, dass vielleicht die einzige arabische Moschee in Winterthur bald geschlossen wird. Dass die rund 3000 arabischen Muslime hier, die zum Teil Arabisch können, nicht mehr die Möglichkeit haben werden, hier zu beten und die grossen Feste zu feiern. Sie werden nach Zürich gehen müssen. Das bereue ich. Der Imam muss sicher die Konsequenzen tragen, sollte er das gesagt haben, aber die Moschee sollte nicht geschlossen werden. 

Gestehen Sie Fehler ein? 
Nobody is perfect. Aber ich war bei meiner Arbeit auch oft auf mich allein gestellt. Wir waren viel zu wenig im Vorstand für so einen grossen Verein. Die Leute haben ja keine Zeit. Und als die Medienaufmerksamkeit einmal da war, wollte sowieso niemand mehr. Niemand will mit sowas in Verbindung gebracht werden. Der Fehler ist also, dass wir als Verein nicht zusammengehalten haben. 

Übernehmen Sie Verantwortung für die Vorkommnisse in der An'Nur-Moschee? 
Darauf will ich nicht antworten. Ich habe mein Bestes gegeben. Jetzt bin ich nicht mehr Präsident und werde mich nicht mehr engagieren. 

Es kann doch nicht so schwierig sein, einen gemässigten arabischen Imam zu finden. Andere schaffen das ja auch. 
Doch, das ist sehr schwierig. Als die Demonstrationen nach dem arabischen Frühling abebbten, sind viele Imame wieder zurück in ihre Länder gegangen. Die, die hier geblieben sind, sind schon besetzt. Jeder unserer neuen Imame, die wir nach den ganzen Medienberichten vorgestellt haben, war nicht gut genug. Es braucht einfach mal einen Verband, der das in die Hand nimmt. 

«Wir wären froh, wenn ein Verband für uns Imame suchen würde.»

Sie hätten gerne mehr Hilfe bei der Suche nach Imamen? 
Ja, ein Verband sollte die Imame in der Schweiz ausbilden und kontrollieren. Sie sollten seine Ansichten kontrollieren und seinen Hintergrund checken. Das Problem in der Schweiz ist, dass der Islam die zweitgrösste Religionsgemeinschaft, aber nicht als solche anerkannt ist und niemand das kontrolliert. Wir wären froh, wenn ein Verband für uns Imame suchen würde. 

Ihr Dachverband, die Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich, will die An'Nur-Moschee jetzt ausschliessen. 
Ja, das verstehe ich. Sie stehen auch unter Druck.
Sie wollen nicht, dass wegen eines Mitglied alles kaputt geht, was sie aufgebaut haben. Kaputt ist schnell alles, aufgebaut nicht. 

Denken Sie, dass der Journalist Shams Ul-Haq, der bei Ihnen verdeckt recherchierte, alles erfunden hat? 
Nicht erfunden, er hat bloss alles wiederholt, was bereits zuvor berichtet wurde. 

Sind Sie ein sehr konservativer Muslim? 
Sehe ich so aus? Ich sitze hier mit Ihnen, abends.

Was halten sie von der Taqiyya, dem Prinzip, dass Muslime Ungläubige täuschen dürfen? 
Muslime dürfen genau in drei Fällen lügen: Im Krieg, wenn sie verfolgt werden, wenn sie jemandem Komplimente machen, die nicht wahr sind, und wenn sie durch Lügen Streit schlichten können. 

Razzia in Winterthurer Moschee

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    Alle Leser-Kommentare
  • amore 06.11.2016 11:15
    Highlight Highlight Im Reformationsjahr 2017 könnte man nun den Islam reformieren.
  • fax 06.11.2016 02:16
    Highlight Highlight "Nobody is perfect..." kommt ziemlich verlogen rüber. Ausländische Prediger: Nein Danke!
  • Der Beukelark 05.11.2016 12:46
    Highlight Highlight Warum wird hier so wenig über folgenden Abschnitt diskutiert? Wenn wir wirklich transparent machen wollen, was in den Moscheen geschieht und der Radikalisierung Einhalt gebieten wollen, dann führt doch kein Weg daran vorbei, den Islam als Religion hier anzuerkennen und entsprechend gemässigte Imame auszubilden.
    Benutzer Bild
    • Maracuja 05.11.2016 19:26
      Highlight Highlight In einem unseren Nachbarländer (Österreich) ist der Islam als Religion anerkannt, es ist anzunehmen, dass dort Imame ausgebildet werden. In einem weiteren Nachbarland ist der Islam zwar nicht als Religion anerkannt, es gibt aber Universitäten, die muslimische Theologen ausbilden. Dank Personenfreizügigkeit wäre es ohne weiteres möglich in Europa ausgebildete Imame in die Schweiz zu holen. Offensichtlich will man das aber nicht, sei es aus finanziellen Gründen oder aus ideologischen.
  • Spooky 05.11.2016 03:59
    Highlight Highlight Ich glaube diesem Macho kein Wort. Wahrscheinlich ist er noch dafür, dass die Frauen gesteinigt werden sollten.
    • Saraina 05.11.2016 08:48
      Highlight Highlight Wieso die Frauen? Ehebrecher, auch männliche werden gemäss der Scharia gesteinigt, wenn mindestens vier Zeugen die Penetration beobachten. Dazu braucht es auf jeden Fall einen Mann. Die meisten schliessen allerdings die Tür.
  • Spooky 05.11.2016 00:29
    Highlight Highlight Warum sind eigentlich all diese Muslime in die Schweiz gekommen? Weil sie bei uns mehr Geld verdienen als daheim?
    • Röschtigraben 05.11.2016 12:43
      Highlight Highlight Es gibt auch schweizer Muslime. Schon mal daran gedacht?
  • Altweibersommer 04.11.2016 19:02
    Highlight Highlight Das grösste Problem, das der Islam momentan hat ist, dass Imame eben genau das tun: Zum Töten aufrufen. Es wäre unter anderem deshalb sinnvoll, den Islam als Staatsreligion aufzunehmen. So kann man ihn kontrollieren.

    Gutes Interview, aber sehr schade, dass die letzte Frage nicht gestellt wurde: Offenbar darf er lügen, um Streit zu schlichten. Das was gerade mit dieser Moschee läuft kann man durchaus als Streit interpretieten.
    • Saraina 04.11.2016 21:19
      Highlight Highlight Wievielten Imamen haben Sie denn in letzter Zeit zugehört, dass Sie den Inhalt von Freitagspredigten beurteilen könnten? Und da die ja immer noch nicht auf deutsch gehalten oder übersetzt werden: welche verstehen Sie besser? Die arabischen, die albanischen, die bosnischen oder die türkischen? Die auf Urdu?
  • Saraina 04.11.2016 18:40
    Highlight Highlight Atef Sahnun und die anderen Vorstandsmitglieder müssen sich vorwerfen lassen, dass sie in Hegi einen nostalgischen arabischen Kulturkreis pflegen wollten, wo man "Traditionelle Kleidung" trägt und auf Arabisch von der Kanzel wettert, in völliger Ignoranz der neuen Umgebung, in der sie sich befinden. Gefährliche IS Rekrutierer sind das, bei so viel Naivität nicht. Aber gerade die jungen Muslime finden in einem solchen Umfeld keinerlei Vorbild oder Anregung wie sie ihren Glauben konstruktiv, sowohl für die eigene spirituelle Entwicklung als auch für ihre neue Heimat, leben können.
    • Maracuja 04.11.2016 19:21
      Highlight Highlight Woher wissen Sie so genau, dass die dort nur der Nostalgie frönten und nicht Sympathien für den radikalen Islam haben und Hetze betrieben?
    • Saraina 04.11.2016 21:15
      Highlight Highlight Vielleicht tun sie das, Maracuja. Aber wie weit bringt es ein Verein, der, während er unter Polizeibewachung steht und wöchentlich in den Medien erscheint, drei Illegalen Unterschlupf gibt und einen blutjungen Imam frei von der Leber weg (öffentlich!) wettern lässt? Solche Leute machen mir keine Angst, ich denke, dass sich die wirklich Bösen nicht so blöd benehmen. Es kamen ja auch schon länger kaum mehr Leute zum beten dorthin. Im übrigen finde ich es durchaus destruktiv, unter diesen Umständen der Nostalgie zu frönen. Auseinandersetzung mit der Mehrheitsgesellschaft wäre angebracht.
  • Karl Müller 04.11.2016 17:28
    Highlight Highlight Ja, leider werden Passagen aus dem Koran und den Hadithen oft missverstanden und als Aufruf zum Töten interpretiert. Das wurde schon Mohammed zum Verhängnis, als er damals im Namen des Islam Gebiete eroberte, die "heidnischen" Araber und jüdischen Stämme unterwarf und besiegte Feinde töten liess. Hätte er sich selbst doch nicht so missverstanden und ein bisschen besser interpretiert, dann wäre das nie geschehen!
  • Maracuja 04.11.2016 17:00
    Highlight Highlight Wenn es nicht zum Schreien wäre, müsste man fast lachen: Das will uns ein Radikaler weismachen, das Problem der Schweiz sei, dass der Islam nicht staatlich anerkannt sei. Als gäbe es in Ländern, in denen der Islam staatlich anerkannt ist, kein Problem mit Extremisten. Dabei hat sogar das salafistische Saudi-Arabien eine erschreckende Menge von Radikalen, denen der Wahabismus noch nicht weit genug geht. Für Atef Sahnoun zitiere ich B. Marley: “You can fool some people some times but you cant fool all the people all the time”.
  • Schweizer M 04.11.2016 15:39
    Highlight Highlight Endlich mal ne Gegendarstellung zur offiziellen Mitteilung und (H/M)assenmedien. Danke
    • Dinolino 04.11.2016 16:23
      Highlight Highlight *Gegendarstellung* - so nach dem Motto ich sah, hörte und sagte nix?!
      Benutzer Bildabspielen
    • Bobo B. 04.11.2016 18:41
      Highlight Highlight Gegendarstellungen aus der muslimischen Ecke lesen und hören sich immer so: Ich kann nichts dafür, ich wusste von nichts, es ist alles nur ein Missverständnis, wir werden ausgegrenzt, der (Gast)-Staat muss seine Integrationsbemühungen intensivieren und bla, bla, bla. Ich kann es nicht mehr hören. Wieso gibt es diese Probleme immer nur mit den Angehörigen des Islam?
    • Schweizer M 04.11.2016 19:28
      Highlight Highlight Einverstanden, dass nicht alles was er sagt befriedigend ist. Man hat eine grössere Verantwortung, ganz klar..Ich persönlich finde die Nur-Leute hätten von sich selbst diesen Raum schliessen müssen und es nicht soweit kommen lassen sollen.
      Aber diese Einseitige Berichtererstattung und das blinde Vertrauen, auf die Offiziellen Aussagen ist auch unverantwortlich. Das meinte ich. Ichbin kein Hater oder Fan, nur jemand der von allen Seiten hören will bevor er eine def. Meinung bildet.
  • Dinolino 04.11.2016 15:23
    Highlight Highlight Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel
  • Monti_Gh 04.11.2016 15:19
    Highlight Highlight Tolles Interview Rafael!

    Schade, dass die Schlussfrage mit dem Thema Taqiya oder Pflichtlüge wie es im islamfeindlichen Diskurs benannt wird.
    Als wären alles Muslime von Natur aus Lügner, denen man nicht vertrauen sollte....
    • Scott 04.11.2016 15:42
      Highlight Highlight Ihr Glauben schreibt ihnen die Lüge halt vor. Da nützt auch alles Schönreden nichts!
    • ubu 04.11.2016 17:05
      Highlight Highlight also ich habe 'dürfen' gelesen, nicht 'müssen'.
    • Monti_Gh 04.11.2016 19:35
      Highlight Highlight @Scott: und deine Religion schreibt dir das Trollen vor!
  • Stachanowist 04.11.2016 15:17
    Highlight Highlight "Ein Imam würde das nicht so ausdrücken, er würde nicht zum Töten aufrufen."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kein_wahrer_Schotte
    • Scott 04.11.2016 15:43
      Highlight Highlight Also ich esse ihn auch lieber mit Zucker...
    • fax 06.11.2016 02:10
      Highlight Highlight Interessant, danke.
  • Cachesito 04.11.2016 15:13
    Highlight Highlight Ja genau Islam als Landesreligion aufnehmen und am besten noch die anderen christlichen Religionen verbieten. Sind ja sowieso nur Teufelszeug. Geht's eigentlich noch!
    • Luca Petrecca 04.11.2016 15:54
      Highlight Highlight Als erstes. "am besten noch die anderen christlichen Religionen verbieten." Was soll das? Das hat nie jemand gesagt und ist wieder einmal nur sinnloses Gebrabel, um sich selbst in die Opferrolle zu bringen.
      Zweitens: Was genau ist schlecht daran, die zweit grösste Religion der Schweiz näher zu bringen? Für mich gibt es keinen Unterschied von Christen zu Muslimen. Mit so einer Handlung kann man 2 Völker näher zusammenbringen und somit Intoleranz, welche durch Informationsmangel entsteht, die Stirn bieten.
    • Rabbi Jussuf 04.11.2016 19:09
      Highlight Highlight kleiner Schurke
      Diese Bibelstellen haben hier nichts zu suchen.
      Zum einen, weil es um die Predigt eines Imam geht zum anderen, weil diese Stellen alle ganz klar historisch eingebunden sind und für eine bestimmte Situation galten, ganz im Gegensatz zum Koran, wo das nie klar ist und nur durch Drittliteratur kontextualisiert werden kann - mehr oder eher weniger gut begründet.
    • ElendesPack 05.11.2016 00:49
      Highlight Highlight Kleiner_Schurke: Das ist kein Blabla...bei der Religionskritik muss die jeweilige Religion schon richtig bewertet werden. Im Christentum traditionell katholischer oder reformierter Betrachtungsweise ist das alte Testament nur ein Geschichtsbuch und kein Gesetzeswerk, abgesehen von den zehn Geboten.
      Im Islam bzw. seiner sunnitischen Ausprägung hat der Koran aber eine andere Bedeutung.

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