Schweiz
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Kurt Pelda über den Schweizer IS-Jäger: «Er hat keine Angst vor einer harten Strafe»



Der Schweizer Johan Cosar hat in Syrien gegen den IS gekämpft. Nun ist der Tessiner zurück in der Schweiz – und sieht sich mit der Militärjustiz konfrontiert.

Der ehemalige Unteroffizier der Schweizer Armee wurde laut Informationen des Tessiner Fernsehens RSI im Zug in Basel verhaftet und von der Militärjustiz befragt. Nach der Befragung wurde Cosar wieder auf freien Fuss gesetzt. Untersuchungshaft wurde nicht beantragt. 

Ihm drohen wegen ausländischem Militärdienst bis zu drei Jahre Haft. «Er hat mir gegenüber keine Angst vor einer harten Strafe geäussert», sagt Kriegsreporter Kurt Pelda, der Cosar persönlich kennt, gegenüber watson.

Die Militärjustiz bestätigt die Ermittlungen gegen Cosar. Er sei Ende Februar verhaftet worden wegen Verdachts auf fremden Militärdienst, so ein Sprecher gegenüber watson. Darunter fallen nicht nur fremde Armeen, sondern auch andere bewaffnete Gruppierungen. Genauere Angaben zu den Ermittlungen könnten aber aus «ermittlungstaktischen Gründen» nicht gemacht werden. 

Cosar reiste 2012 nach Syrien – ursprünglich als Journalist. Wenig später gründete er den assyrischen Militärrat MFS mit. Unter dem Nom de Guerre «Omid» (Hoffnung) kämpfte er als MFS-Kommandant gegen den IS. 

«Die Schweizer Justiz ist mir egal», sagte Cosar Anfang Februar in einem Interview mit dem amerikanischen Journalisten Andrew Wade Nunn. Er sei nicht als Terrorist und nicht als Söldner in Syrien, sondern um die assyrische Bevölkerungsminderheit zu schützen. 

Seit 2012 war Cosar angeblich nicht mehr in der Schweiz. (wst)   

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video: youtube/ard

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 14.03.2015 13:47
    Highlight Highlight Sie kämpfen, mit welchem Ziel? Werden 2000 Christen Syrien vom Islam befreien? Nein. Nutzt der Märtyrertot irgend jemandem etwas? Nein. Wird das Land dauerhaft Frieden finden? Nein. Letzter Ausweg für die Christen wäre Asyl in Europa. Hier könnten sie dann was über den Atheismus lernen. Allerdigs erhalten in Europa in der Regel nur Muslime Asyl, wärend dessen verfolgte Christen rigoros abgeschoben werden.
  • Matthias Studer 11.03.2015 13:50
    Highlight Highlight Söldner sind verboten. Da darf man keinen Unterschied zwischen den Parteien machen. In dem Sinn gehört er bestraft. Das wusste er, bevor er in den Dienst trat.

    Etwas anderes ist, wenn man endlich diesem alten Zopf anschneiden würde. Jeder Erwachsene soll selber entscheiden, wie er leben will. Wer der gute oder böse ist, lässt sich so oder so meistens nicht sagen.
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 11.03.2015 12:16
    Highlight Highlight Wie bescheuert ist denn das!

    Wäre er bei der IS gewesen, würden ihm wohl ein Heer von Psychotherapeuten zur Verfügung gestellt.
  • Motztüte 11.03.2015 11:56
    Highlight Highlight Die Geschichte wiederholt sich: Spanienkämpfer, die gegen die Faschisten kämpften, wurden verfolgt, bestraft, geächtet. Jene, welche die Nazis unterstützten, gingen straffrei aus.
    Und heute? Wer sich aktiv gegen den IS und für den Schutz Unschuldiger einsetzt, wird verhaftet. Wer als IS-Kämpfer in die Schweiz zurückkehrt, erhält psychologische Betreuung und Pflästerli.
    Dieses Verhalten der offiziellen Schweiz is unappetitlich.
  • Apollon_86 11.03.2015 11:41
    Highlight Highlight Als kleine Ergänzung, Selbstjustiz ist aus meiner Sicht nicht der richtige Weg, das hatten wir in den letzten Jahrhunderten zu genüge. Wenn man als Bürger etwas gegen solche Barbarei und Gräueltaten tun will, dann am Besten zuerst gegen die eigenen Regierungen vorgehen, welche mit den vermeintlichen Finanzierer und Kriegsschürer in der Region (Qatar, Saudi Arabien?) paktieren. Dasselbe gilt für die eigene Rüstungsindustrie, Finanzmärkte/-institute, etc. Wir wollen Wohlstand, den haben wir, aber zu welchem Preis? Der IS ist bloss ein Produkt dieser paradoxen Welt, die wir selber erschuffen!
    • hereal 11.03.2015 12:17
      Highlight Highlight und du bist ein produkt einer sicheten warmen wohnstune,wenn man dich uber selbstjustiz und rüstungsindustrie argumentieren hört...
    • Apollon_86 11.03.2015 13:02
      Highlight Highlight Danke für deinen niveaurvollen Kommentar^^ mir ist bewusst, dass man sowas nicht gerne hört, dies würde ja bedeuten, dass man mitschuldig ist (was natürlich niemand gerne ist > Wir = Gut?). Auch möchte ich klarstellen, dass eine Organisation wie der IS eine ist mehr als nur verwerflich ist. Und dass Rückkehrer aus fremden Militärdiensten gleichbehandelt werden müssen, sollte eigentlich (auch) selbstverständlich sein. Krieg bleibt jedoch Krieg und Selbstjustiz ist da eher kontraproduktiv...wenn wir das Problem IS (etc.) langfristig lösen wollen, dann fangen wir am Besten bei unserer Politik an!
    • Truth Bot 11.03.2015 13:32
      Highlight Highlight hereal Grüsse aus der Wohnstune. Ihr Argument konnte ich leider nicht finden.
      Qatar und Saudi Arabien haben kein Interesse den IS zu unterstützen. Natürlich gibts auch da Privatpersonen die das trotzdem tun. Aber die gibts bei uns auch. Sicher ist, der IS ist ein Produkt des Westens. Die IS Anführer wurden während Amerikas Krieg gegen den Terror radikalisiert. In Europa gescheiterte Existenzen suchen beim IS nach einer Aufgabe. So gesehen ist der IS auch Ausdruck einer entfesselten Marktwirtschaft in Europa. Einfache Lösungen gibt es nicht. Gegen den Staat vorzugehen, bringt sicher mal nichts.
  • Angelo C. 11.03.2015 11:34
    Highlight Highlight Nicht einfach zu beurteilen, denn man kann nicht grundsätzliches voneinander trennen, wenn ein klares Gesetz besteht. Motto: Kämpft er für den IS ist er ein Schwein und gehört verurteilt, kämpft er gegen diesen, wird er belobigt und geehrt. Da bestehende Gesetze im Allgemeinen für alle gelten sollten, kann man höchstens bei der Urteilsfindung Gesinnung und Absicht gewichten, in diesem Falle also auch mal ein Auge zudrücken. Wie man liest, sollen ja auch schweizerische Kurden welche die Peschmerga im Überlebenskampf gegen IS unterstützen, bestraft werden. Und spätestens da wird es meines Erachtens dann echt kritisch mit unserem undifferenzierten Gesetz, denn kämpft jemand um das Überleben seines Volkes, seiner Ethnie, seiner eigenen Familie gar, dann ist eine Bestrafung mit Sicherheit nicht nur kontraproduktiv, sondern auch pervers...
    • pun 11.03.2015 12:36
      Highlight Highlight Nicht erst bei den schweizer Kurden trifft deine Aussage zu: Johan Cosar ist Schweizer assyrischer Abstammung.
    • stiberium 11.03.2015 14:25
      Highlight Highlight Ist doch ganz einfach: Hast du den Schweizer Pass dann lass es bleiben. Hast du ihn noch nicht kannst du selber entscheiden.
      Wir kennen die Säkularisierung und sollten uns möglichst aus religiösen Konflikten raushalten sonst entwickeln wir uns zurück.
  • Rock On 11.03.2015 10:54
    Highlight Highlight Er schützt unschuldige Leute vorm IS. Und nun soll er bestraft werden? Unglaublich, aber es ist wie immer, Leute die handeln sind die Dummen, aber Sprücheklopfer werden belohnt. Sind wir doch froh dass es Leute mit Eiern gibt, welche ihr Leben riskieren! Nene schauen wir lieber zu (verurteilen solche die etwas dagegen tun) und warten bis sich die Brut noch mehr vermehrt, einfach typisch. Aber wehe so ein IS Typ kommt zurück, der wird wohl auch verhaftet, aber dann sicher in teure Programme zur Reintegration gesteckt. Und in kürzester Zeit läuft so einer dann wieder frei bei uns rum.
    • Attilaquetzal 11.03.2015 11:51
      Highlight Highlight Genau solche Kommentare meinte ich weiter unten. Blind vor Hass und voller Überzeugung, die "Brut" auszurotten. Und den Leuten gefällts noch... Und "wollt ihr den totalen Krieg?"
    • TJ Müller 11.03.2015 11:57
      Highlight Highlight Achte mal auf deine Worte.:"warte bis die Brut sich vermehrt" Gleichsetzung von Menschen mit Tieren ist der Anfang der Entmenschlichung von Feinden, damit es einfacher ist, gegen sie zu hetzen und auch Ihren Tod positiv zu sehen. Doch sind dies die ach so gelobten westlichen Werte, welche angeblich von einer Islamisierung geschützt werden müssen? Wer Krieg befürwortet, egal gegen wen, der hat nichts aus der Geschichte gelernt. Denn alle Seiten eines Krieges denken, sie seinen die Guten, das zählt als Argument schonmal nicht...
    • DerWeise 11.03.2015 13:18
      Highlight Highlight Wow, tagt hier die Liga der politisch korrekten Kommentarschreiber. Unglaublich...

    Weitere Antworten anzeigen
  • Apollon_86 11.03.2015 10:44
    Highlight Highlight Ich kann das Handeln von Hr. Cosar gut verstehen, allerdings empfinde ich ein Gesetz für fremden Militärdienst richtig. Es sollte nicht an der Schweiz sein zu werten, ob nun ein fremder Militärdienst gut oder böse ist > Gleichbehandlung! Lieber sollte geprüft werden, wieviel Spielraum wir Ideologien in unserem Land geben möchten. Meinungs- und Glaubensfreiheit sind u.a. wichtige Bestandteile unseres Landes. Jedoch zu welchem Preis und wie weit dürfen diese gehen? Steinigung aus religösen Gründen? Schächten von Tieren? Religion vor Menschen-&Tierrechten? Toleranz ok, aber nicht um jeden Preis!
    • pun 11.03.2015 12:40
      Highlight Highlight Schächten ist unter den richtigen Bedingungen für das Tier nicht brutaler als westliche Schlachtbetriebe. Niemand bei klarem Verstand denkt auch nur an Steinigungen hier.
      Und die Diskussion mit den Menschenrechten zetteln zumindest in der Schweiz die Rechten an. Das Recht auf freie Religionsausübung haben wir ja schon beschnitten aus panischer Angst vor den kleinen Türmchen.
  • Attilaquetzal 11.03.2015 10:36
    Highlight Highlight Unglaublich, wie alle Kommentare (hier und an anderen Orten) Krieg rechtfertigen, weil es gegen die IS geht. Versteht mich nicht falsch, was die IS macht, ist grauenhaft und abscheulich. Trotzdem ist die Hassschürung durch unsere Medien der falsche Weg, um dem Problem entgegenzutreten. Merkt ihr nicht, wie ihr Krieg gutheisst, weil die Gegenseite so böse sein soll und sie es nicht anders verdient hat? Wo bleibt da der Unterschied zu denen, die glauben, dass sie mit ihren Aktionen ebenfalls "Gutes" vollbringen, in dem sie das böse auszurotten versuchen?
    Wollt ihr wirklich, dass sich die Geschichte wiederholt? Sind wir es dann, die sich den totalen Krieg wünschen?
    • christianlaurin 11.03.2015 11:27
      Highlight Highlight Und was sollen wir gegen die IS machen? Blümchen geben? Ich schlage vor sie mache es erst. Ich auch gegen Krieg aber wie der deutsche Bundespräsident gesagt hat , manche mal ist Krieg die einzige Lösung.
    • Angelo C. 11.03.2015 13:58
      Highlight Highlight Attilaleu : Schöngeistige Gedanken, die sich aber mittlerweile nur noch sehr bedingt als sinnvoll erweisen. Wenn eine Macht antritt, um de facto (wenngleich auf Umwegen) eine religiöse und unterdrückerische Weltmacht zu werden, eine solche, die eben all die von dir erwähnten Werte gnadenlos und dauerhaft in den Arsch tritt, dann muss man die Sache differenzierter betrachten. Auch unter dem Aspekt, dass diese Neandertaler im Geiste grosse Kulturgüter der gesamten Menschheit genüsslich zerstören, zahllose Wehrlose entführen und ihnen grundlos die Köpfe abschneidet, muss irgendwann gehandelt werden. Mit netten Sprüchli wird man dieser Gefahr jedenfalls nicht Herr und es nützt dir nichts, wenn man dich posthum als toleranten Pazifisten ehrt ;-)! Recht hast du allerdings, dass unnötige Hetze gegen hier lebende "Normal-Muslime" nicht unbedingt hilfreich, meist auch nicht immer gerecht ist....aber die Ohren steif zu halten, scheint mir schon angesagt zu sein.
  • stiberium 11.03.2015 10:35
    Highlight Highlight Im Namen der Ahnen, Götzen und Götter aller Zeitalter! Hört mal damit auf euch wegen dem Schwachsinn ins Jenseits zu befördern!! Ihr verpasst und verschwendet eure Leben!
  • DerWeise 11.03.2015 10:10
    Highlight Highlight Ach Schweiz... Dem ebenso köpfenden, Hand-abschlagenden, Frauen-unterdrückenden IS-Sponsor Nr. 1 Saudi Arabien immer schön Kriegsmaterial liefern, die Salafisten im Inland schön gewähren lassen und als i-Tüpfelchen noch Leute bedrohen, die die Eier haben um gegen den IS zu kämpfen... ...Lachnummer
  • Der_Die_Das 11.03.2015 10:05
    Highlight Highlight Johan Cosar hat für die Gerechtigkeit der Christen im Nahen Osten gekämpft, für seine Leute, für seinen Boden, für seinen Schatz. Wenn jemand bestraft werden soll dann sind es die drogenabhängigen IS-Kämpfer! Sollte Johan trotzdem verurteilt werden, werden wir auf die Strasse gehen und dagegen protestieren!

    #FreeCosar
  • edirenaud 11.03.2015 09:40
    Highlight Highlight Johan Cosar sollte für seinen beispiellosen Einsatz Orden und Bares erhalten! Auf keinen Fall gehört so ein grossartiger Mensch ins Gefängnis. Bitte NR und SR ändert das uralte Gesetz in Sachen "Fremde Dienste".
    • Lumpirr01 11.03.2015 10:43
      Highlight Highlight Das uralte Gesetz in Sachen "Fremde Dienste" basiert auf der Niederlage vom 13. und 14. September 1515 in Marignano, wo Schweizer gegen Schweizer gekämpft haben sollen. Laut folgendem Wikipedia Link drohen aus heutiger Sicht absurd drastische Strafen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%B6ldner

      Ein Schweizer, der in fremden Militärdienst eintritt, kann wegen Landesverrat angeklagt werden und muss mit mindestens 20 Jahren Haft rechnen.
    • pun 11.03.2015 12:43
      Highlight Highlight Faktisch könnte ja genau das passieren in Syrien: schweizer Islamisten kämpfen gegen schweizer Assyrer/Kurden.
  • Joey Madulaina 11.03.2015 09:25
    Highlight Highlight Seinen Einsatz gegen den IS sollte man nicht mit Gefängnis bestrafen. Auch wenn es gegen ein Gesetz verstöst hat er gut gehandelt und für Freiheit gekämpft

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