Schweiz
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Experten fordern: Mehr Jugendliche sollen ans Gymi – sonst hat die Schweiz ein Problem

Lehre oder Gymnasium? Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die landesweite Maturaquote bei 20 Prozent eingependelt. Experten fordern nun eine deutlich höhere Maturaquote, sonst drohe der Schweiz ein Problem.

Yannick Nock / Schweiz am Wochenende



ARCHIV - ZUR HEUTE VEROEFFENLICHTEN PISA-STUDIE UND DEM ERGEBNIS, DASS DIE SCHWEIZER 15-JAEHRIGEN DIE BESTEN RECHNER EUROPS SIND, STELLEN WIR IHNEND DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - A pupil works on an arithmetical exercise in the class room at the elementary school in Monstein near Davos in the canton of Grisons, Switzerland, pictured on September 11, 2008. The elementary school Davos Monstein is a comprehensive school where pupils of all different levels are being taught together. In addition, the school offers a day-long program including lunch as well as housework tutoring in order to disburden parents. The Monstein school's pupils not only come from the families in the village but instead include children coming from twelve kilometers distant Davos. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Schuelerin der Primarschule Monstein bei Davos, Schweiz, arbeitet am 11. September 2008 im Klassenzimmer an einer Rechenaufgabe. In der Primarschule Davos Monstein sind alle sechs Primarschulstufen in einer Klasse als Gesamtschule zusammengefasst. Die Schule wird zudem als Tagesschule gefuehrt, in der die Kinder ueber Mittag verpflegt werden und im Klassenzimmer an den Hausaufgaben arbeiten, um die Eltern zu entlasten. Neben Kindern aus dem Dorf besuchen auch Kinder aus dem zwoelf Kilometer entfernten Davos die Schule. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

20 Prozent der Schweizer Jugendlichen gehen ans Gymnasium. Braucht es künftig 30 Prozent? Bild: KEYSTONE

Wie lange ist diese Kuh noch heilig? Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die landesweite Maturaquote bei 20 Prozent eingependelt. Nur einer aus fünf Jugendlichen schliesst somit das Gymnasium ab. Politiker, Ökonomen und Bildungsexperten sind zufrieden mit der 20-Prozent-Marke, sie ist das Geheimrezept im dualen Bildungstopf der Schweiz.

Und wenn doch geklagt wurde, dann weil ihnen die 20 Pro- zent zu hoch waren: «Ich hätte lieber weniger, dafür bessere Maturanden», liess Bundesrat Johann Schneider- Ammann mehrmals verlauten. Doch nun werden Stimmen laut, die von diesem Dogma abweichen wollen.

Für Antonio Loprieno, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, ist die 20-Prozent-Marke nicht mehr zeitgemäss. «Die Schweiz braucht mehr Maturanden», sagt er im Gespräch. Es sei falsch zu denken, nur die besten Schüler sollten ans Gymnasium. «Wir brauchen die besten – und dann noch einige andere.»

Die Gesellschaft befinde sich im Wandel, der Trend gehe zur Wissensgesellschaft. Dies gelte besonders für die Schweiz. «Wir sind auf Ideen und Innovationen angewiesen.» Ideal wäre deshalb eine Maturaquote von 30 Prozent.

Loprieno hat die Schweizer Bildungslandschaft über Jahrzehnte geprägt. Er leitete die Universität Basel und war mehrere Jahre höchster Rektor der Schweiz. Noch heute sitzt er in Deutschland, Österreich und der Schweiz in verschiedenen Universitätsräten und ist seit Mai Präsident aller europäischen Akademien. «Durch die Digitalisierung sind heute andere Fähigkeiten gefragt.»

Dies zeige sich am Fachkräftemangel in der Wirtschaft oder an den Universitäten, die ihre Lehrstühle oft mit Bewerbern aus dem Ausland besetzten. Es mache keinen Sinn, sich zu beklagen, dass viele deutsche Professoren in der Schweiz lehren würden, gleichzeitig aber weniger Schweizer Jugendliche an den Gymnasien zu fordern, sagt Loprieno.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit

Kritik an der wachsenden Zahl von Akademikern weist Loprieno zurück. Mit 30 Prozent wäre die Schweiz noch immer weit von den Zahlen in Südeuropa oder Frankreich entfernt, wo teilweise 70 Prozent der Jugendlichen ans Gymnasium gehen. In diesen Ländern ist die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch. Für die Schweiz sieht Loprieno hingegen die Gefahr, den Anschluss zu verpassen, wenn die Quote nicht steigt.

Wo die meisten Schüler eine Matura machen (in Prozent)

Tabelle: Wo die meisten Schüler eine Matura machen

Tabelle: Schweiz am Wochenende / BfS

Mit seiner Forderung dürfte Loprieno vor allem in der Westschweiz und im Tessin auf Zustimmung stossen. Dort sind die Maturaquoten höher als in der Deutschschweiz. In Genf liegt sie bei 29.4 Prozent, im Tessin bei 27.3 und in Neuenburg bei 23.9 Prozent. Ganz anders in vielen Kantonen der Deutschschweiz. In Bern (18.1%), Aargau (15.9%), oder Obwalden (11.0%) ist die Quote deutlich tiefer. Die Ausnahme bildet Basel-Stadt (siehe Tabelle).

Allerdings sind die kantonalen Unterschiede schon heute ein Problem. Wo Aufnahmeprüfungen oder Vornoten zählen, gibt es weniger Maturanden, dort wo Lehrer entscheiden, mehr. Das legt der Bildungsbericht des Bundes offen. Lehrmeister beklagen, dass Eltern ihre Kinder zu oft an die Kantonsschule drängten, obwohl sie dafür nicht geeignet sind. Die Folge: Hunderte Lehrstellen bleiben jedes Jahr unbesetzt.

Bewusst schlechte Noten geben?

Die Entwicklung führt zu kuriosen Debatten. Basel-Stadt streitet derzeit über zu viele gute Noten. Lehrer sollen künftig schlechtere Zeugnisse verteilen, weil ansonsten 45 Prozent der Jugendlichen ans Gymi wechseln könnten. Dabei wäre Basel-Stadt bei den Übertritten nicht mal Spitzenreiter.

In Genf geht gar die Hälfte der Jugendlichen ans Gymi. Allerdings fliegt ein Grossteil bereits nach einem Jahr wieder raus, was letztlich eine Maturaquote von 29.4 Prozent ergibt. Dabei lechzten Firmen nach begabten Lehrlingen.

Die Situation wird sich in den kommenden Jahren aber verbessern, da die Schülerzahlen erstmals seit 15 Jahren wieder steigen und bis 2025 ein Rekordhoch erreichen werden. Dass künftig andere Fähigkeiten gefragt sind als vor zehn Jahren, ist unbestritten.

Erst diese Woche hat der Bundesrat Informatik zum Pflichtfach am Gymnasium erklärt. Alle sollen codieren lernen. «Als Schüler in Europa wäre es wichtiger, dass ich Programmieren lerne als Englisch», sagte zuletzt auch Apple-CEO Tim Cook während eines Auftritts in Frankreich.

Sprachen sind die Nummer eins

In Kantonen wie Zürich, Freiburg oder Basel-Stadt sind noch immer Sprachen das beliebteste Schwerpunktfach der Mittelschüler. Das könnte sich ändern. Gerade der Kanton Zürich, der mit der ETH eine der weltbesten technischen Hochschulen besitzt, hätte eigentlich beste Voraussetzungen für Talente aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Mittlerweile werden an Schulen Projekte zur Stärkung des MINT-Bereichs lanciert.

Schon Kleinkinder sollen gefördert werden. Auch der Bundesrat machte in seiner Botschaft «zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2017–2020» klar, dass die MINT-Fächer gepuscht werden müssten, um dem Arbeitsmarkt und den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Es sei richtig, dass sich heute zwei von drei Jugendlichen nach Abschluss der obligatorischen Schule für eine Lehre entscheiden, sagte Bundesrat Schneider-Ammann vor wenigen Tagen bei der Präsentation des Bildungsberichts. Doch er ergänzte: «Ob das auch in 20 Jahren noch gilt, lasse ich offen.» (aargauerzeitung.ch)

Sind diese kreuzfalschen Prüfungsantworten maturawürdig?

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerSimu 02.07.2018 09:24
    Highlight Highlight Man sieht ja in Deutschland, wie gut das kommt, wo praktisch jeder Abitur macht.
    4 1 Melden
  • Magnum44 01.07.2018 09:45
    Highlight Highlight Super Experte, schliesslich zählt einzig die Gym-Quote. Was sind schon Passerelle, FH oder sonstige Weiterbildungen wert, wenn man einfach mit einem 20 Jährigen Maturand (in einigen Kantonen ja sogar noch jünger) JEDE Arbeitsstelle besetzen kann.
    27 0 Melden
  • Iltis 01.07.2018 09:38
    Highlight Highlight Eine die ne Lehre macht mit BMS. Z.B Maschinenbau studiert und 10 Jahre Erfahrung in einem internationalen Konzern hat ist offenbar nicht innovativ.

    Lieber den Bachelor in Kommunikation, dann kann man sich den ganzen Tag dumme Ausreden ausdenken warum etwas nicht möglich ist....
    35 2 Melden
    • RichPurnell 01.07.2018 13:21
      Highlight Highlight Ich bin mir sicher, dass so eine Person mitzählt.
      Ob jetzt direkt oder über Umweg. MINT Abschluss ist MINT Abschluss. Und darum gehts ja, dass es mehr solche Leute braucht...

      Das ist ja auch Thema im Artikel. Schüler mehr für die Technikfächer zu begeistern. (Oft machen nichtmal 10% ein Matheprofil am Gymi.)
      4 7 Melden
  • sowhat 01.07.2018 09:21
    Highlight Highlight Wasnist mit der Berufsmatura? Es gibt einige die diesen Weg gehen und es ist ein erfolgversprechender Weg. Es müsste nur dafür gesorgt sein, dass ie mit diesen Abschlüssen auch zur Uni können und nicht erstbdem Umweg über die FHs machen müssen. Die Erfahrung zeigt, dass Gelerntes besser verankert und umgesetz wird, wenn dem Studium eine Arbeitserfahrung vorangeht.
    17 1 Melden
    • RichPurnell 01.07.2018 13:24
      Highlight Highlight Das Problem ist hier der fehlende Stoff. Gerade in Mathe (nur schon zB. keine Differential- und Integralrechnung) oder auch Chemie.

      Kann man aber in einem Jahr mit der Passarelle (mehr oder weniger) nacholen.
      Aus meiner Sicht müsste dies mehr unterstützt werden. Dann das Ding ist Vollzeit und man muss es selber finanzieren.
      6 2 Melden
  • Ökonometriker 01.07.2018 06:22
    Highlight Highlight Die Lehre ermöglicht ein geführteres Lernen und eine bessere Praxisorientierung. Die meisten Leute lernen besser von einem erfahrenen Lehrmeister der Zeit für sie hat als in einer Klasse mit 20 Leuten - besonders da man in der Lehre als Teil eines Teams Leistung erbringen muss und 8 Stunden täglich anwesend sein muss.
    Das System sollte eher in Richtung lebenslanges Lernen gehen - es sollte einfacher sein, auch mit 40 noch einen berufsbegleitenden Master zu machen und mit 60 in die Forschung zu gehen und, wenn die Qualität stimmt, Professor zu werden.
    51 5 Melden
  • Uranos 01.07.2018 00:38
    Highlight Highlight Ich werfe da noch mal andere Argumente in die Waagschale. Im Gymer habe ich viele wichtige Dinge gelernt, die mir andernfalls flöten gegangen wären. Z.B. wie das politische System der Schweiz funktioniert. Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Logik (kann ich z.B. beim Programmieren brauchen) und Ethik. Ich wünschte mir, das (wenigstens fast) alle solche Dinge lernen. Klar, viele werden es langweilig finden. Aber Bildung ist wichtig in einer direkten Demokratie, auf einer sich zunehmend erwärmenden Erde, in einer Digitalgesellschaft. Leider braucht es für dieses Wissen aber oftmals einen Anstoss.
    38 30 Melden
    • Lienat 01.07.2018 08:18
      Highlight Highlight Erstaulich, dass ich das alles auch ohne Gymnasium gelernt habe - im Berufsschulunterricht während der Lehre 🤔
      84 11 Melden
    • Husar 01.07.2018 12:12
      Highlight Highlight Im Job nützt Dir von allem, was Du aufzähltest nur die Logik und das nur gelegentlich.
      2 7 Melden
    • Threadripper 01.07.2018 14:12
      Highlight Highlight Also wie das politische System der Schweiz funktioniert hatte ich in der 6. Klasse gehabt.
      14 2 Melden
  • Husar 01.07.2018 00:22
    Highlight Highlight Klar kann man die Maturaquote raufschrauben.
    Aber das wird nichts nützen. Dadurch wird der Prozentsatz von Leuten nicht grösser, die den Anforderungen in der Forschung und Entwicklung gewachsen sind.
    Bei der Leistungsfähigkeit des Intellekts ist es ist wie beim Sport: die genetischen und familiären Voraussetzungen entscheiden über den Erfolg.
    Eine höhere Maturaquote wird nur dazu führen, dass die Universitäten den Numerus Clausus einführen müssen, und dass viele Lehrstellen die Matura voraussetzen (z. B. als Bankfachfrau).
    Die Schweiz wird nicht gescheiter wegen einer höheren Maturaquote!
    39 9 Melden
  • Lienat 30.06.2018 23:05
    Highlight Highlight Quoten waren noch selten eine gute Lösung. Diejenigen die wollen und können, sollen ans Gymi gehen. Alle anderen nicht. Wenn wir aber die Messlatte noch weiter herunterschrauben, als wir es ohnehin schon getan haben, werden auch die Universitäten keine hochqualifizierten Fachkräfte mehr ausbilden können.
    27 6 Melden
    • wintergrün 01.07.2018 08:46
      Highlight Highlight Die hohe Messlatte ist an der Uni, nicht am gymi.
      Schon merkwürdig dass man es die jungen Leute gar nicht versuchen lassen will das Studium auszuprobieren.
      Mein Informatik Studium damals hatte Durchfall Quoten von über 50%
      Da kommt das gymi nie ran.
      7 0 Melden
    • Lienat 01.07.2018 15:55
      Highlight Highlight @wintergrün: Das ist genau das Problem. Weil die Anforderungen für das Gymnasium zu tief sind, schliessen viele die Matura ab, obschon sie für ein Studium (jedenfalls für ein ernstzunehmendes) gar nicht qualifiziert sind. Daher die hohe Durchfallquote. Es wäre schon rein aus volkswirtschaftlicher Sicht besser, wenn man zu Beginn selektionieren würde. Das würde dazu führen, dass weniger Jugendliche in einer Ausbildung landen, für die sie ungeeignet sind. Das mag vielleicht im Moment nicht hübsch sein, aber langfristig auch gegenüber den Jugendlichen ehrlicher und besser.
      7 2 Melden
  • Stan_the_man 30.06.2018 21:41
    Highlight Highlight ExperteN? Das hat hier nur einer gefordert, soweit ich das überblicke. Logisch fordert der Oberakademiker viele Akademiker. Würde man einen Lehrmeister fragen, würde dieser eine 90%-Quote von Lehrlingen fordern, der Bauernverbandspräsident 50% Jungbauern etc.

    Insofern ist die Forderung dieses "Experten" eben schlicht im Eigeninteresse. Die Schweiz fährt gut, wenn sie am Modell der Lehre festhält und ganz wichtig: Allen alle Möglichkeiten, einen einmal gefällten Entscheid nochmals zu ändern, bietet.
    64 10 Melden
  • whoozl 30.06.2018 21:15
    Highlight Highlight An alle, die sich jetzt darüber aufregen, dass es anscheinend mehr Gymnasiasten und Studierende braucht: damit Fortschritt entstehen kann, braucht es genug von beiden, den Praktikern und den Studierten! Wobei ihr Praktiker euch vielleicht ein nicht ganz richtiges Bild von den Studierten macht. Die sitzen auch nicht von morgens bis abends am Schreibtisch und lesen schlaue Bücher. Da wird auch ordentlich praktisch gearbeitet und in den seltensten Fällen ist um 17 Uhr Schluss. Genauso, wie ihr ohne Theorie auch nicht besonders weit kommt in eurer Praxis.
    50 26 Melden
  • nukular 30.06.2018 21:05
    Highlight Highlight Naja wollen wirs soweit bringen wie in Ö wo jeder maturiert; dann studieren geht und die ganze zeit auf mutterstaats geldbeutel sitzt?
    21 15 Melden
  • whoozl 30.06.2018 20:52
    Highlight Highlight Unser Schulsystem ist sowieso Quatsch, daran wird auch das Fach "Programmieren" nicht viel ändern. Und seien wir ehrlich, das meiste, was wir in der Schule gelernt haben brauchten wir später eh nie wieder. Was man in der Schule hauptsächlich lernt, ist Auswendiglernen. Schule sollte dazu da sein, Freude am Lernen zu vermitteln und junge Menschen auf das Leben vorzubereiten und nicht nur auf die Bedürfnisse der Wirtschaft. Und keiner hat ja Spass dabei, weder die Schüler, noch die Eltern, noch die Lehrer.
    Harald Lesch bringt das sehr gut auf den Punkt:
    Play Icon
    25 28 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 30.06.2018 22:19
      Highlight Highlight Benutze dieses Video bitte nicht im Schweizer Kontext. Obwohl es einige Parallelen zur deutschen Pädagogik und dem deutschen Schulsystem auch offensichtlich in der Schweiz gibt, ist es in einigen Punkten irreführend. Zum Beispiel ist der Begriff von "Kompetenzen" (wir erinnern uns: Lehrplan 21) zimliech fundamental verschieden.
      25 6 Melden
    • Jazzdaughter 01.07.2018 00:01
      Highlight Highlight Haben die Blitzer das Video überhaupt angeklickt/zu Ende geschaut? Denn der Mann spricht vieles an, was auch für die Schweiz relevant ist. Z.b. dass man vor lauter Ökonomiewahn vergisst, dass man in erster Linie Menschen heraubildet und nicht Arbeitsmaschinen, dass man den Kindern auch Zeit lassen sollte, denn heute sollen sie ja immer schneller immer mehr lernen. Ich empfehle wärmstens den Mann bis zum Schluss anzuhören! Klar kann man nicht alles 1:1 übernehmen da er von D und nicht der CH spricht aber er bietet viele interessante & relevante! Gedanken zu dem Thema.
      19 2 Melden
    • whoozl 01.07.2018 11:30
      Highlight Highlight Danke @Jazzdaughter für den Hinweis! Natürlich spricht Lesch primär die deutschen Verhältnisse an. Ich wollte das noch dazuschreiben, aber die Buchstaben haben dafür nicht mehr gereicht. Aber die Grundsätze gelten auch für die Schweiz! Z.B. Schulanfang morgens 1 Stunde später, damit die Kids ausgeruht sind, mehr Sport und kreative Fächer, raus in die Natur, praxisorientiertes Lernen, Schulzeit - bei gleichem Pensum - nicht verkürzen, sondern mehr Zeit geben und Lust auf Neugier und Problemlösung vermitteln. Und am Schluss sollten alle zumindest ordentlich lesen, schreiben und rechnen können!
      5 1 Melden
  • Evan 30.06.2018 20:51
    Highlight Highlight Ist es mit der Berufsmatura nicht 40%? Was sind denn das für Leute die sich hier Experten nennen? Vermutlich keine Experten des Schweizer dualen Bildungssystem.
    35 4 Melden
  • Tgiralla 30.06.2018 20:50
    Highlight Highlight Dann sollten sich die Kantone auch das mit den Aufnahmeprüfungen nochmals überlegen.
    Hatte eine abgerundete 5.5 als Vornote in der 2. Sekundarstufe und schaffte die Prüfung nicht, da in meinem Wohnkanton einen Tag lang Aufnahmeprüfungen geschrieben werden, sprich, ich hatte einen ziemlich beschissenen Tag.
    Habe dann eine Lehre gemacht inkl. BMS und die Erwachsenen Matura nachgeholt und denke, dass ich der Schweiz so viel mehr nutzen werde. Den egal was für einen Bsc/Msc/Phd ich machen werde, mit meiner Praxiserfahrung bin ich viel wertvoller.
    28 18 Melden
    • Tgiralla 01.07.2018 21:31
      Highlight Highlight Glaub mir, ich bin schon genug gefallen um zu wissen, dass es sich lohnt wieder aufzustehen. Schlussendlich ist es wichtig, was man alles in sein Rucksack füllt, auf dem Weg zum Ziel.

      Urteilen ohne eine Person zu kennen ist heikel, auch etwas, was man in einer Lehre lernt. ;)
      1 1 Melden
  • walsi 30.06.2018 19:51
    Highlight Highlight Berufe die vor allem auf wissen setzen können einfach von einer KI ersetzt werden. Berufe bei denen es auf Intuition und Erfahrung ankommt sind viel schwerer durch eine KI zu ersetzen. Auch in 20 Jahren wird bei Roboter ein altes Haus umbauen. Den Jahresabschluss in der Buchhaltung sehr wahrscheinlich schon.
    13 22 Melden
    • Ökonometriker 01.07.2018 09:53
      Highlight Highlight @walsi: der Jahresabschluss wird schon heute vom Computer erstellt. Aber wer abstrahiert die Gesetze, programmiert die Computer, auditiert die Systeme und Ergebnisse?
      Die KI kann v.a. Standardprozesse optimieren (wie eine Maschine Fertighäuser vorfertigen kann), nicht kreativ denken und bestehende Systeme neuen Anforderungen anpassen (was die Analogie zur Rennovation des Altbaus wäre).

      Die Technologie ändert sich in allen Bereichen - daher ist es wichtig, dass man ständig lernt und die neusten Entwicklungen in seinem Berufsfeld kennt. Ob auf dem Bau oder in der Bank.
      2 0 Melden
  • Päsu 30.06.2018 19:13
    Highlight Highlight Soso, «Wir sind auf Ideen und Innovationen angewiesen.» und die können natürlich nur von Gymelern kommen...
    41 24 Melden
  • nick11 30.06.2018 18:55
    Highlight Highlight Genau, Ideen und Innovationen kommen ja nur von Menschen mit Matur. Die sind ja so Praxisorientiert...nicht!
    46 26 Melden
  • Alnothur 30.06.2018 18:33
    Highlight Highlight Man hat das Maturaniveau doch gerade vor zwei, drei Jahren gesamtschweizerisch gesenkt! Jetzt lasst mal gut sein!
    53 7 Melden
  • Triple 30.06.2018 18:30
    Highlight Highlight So ein Schwachsinn, und die Lehrbetriebe haben immer mehr Mühe fähige Lehrlinge zu finden.
    48 11 Melden
    • bebby 30.06.2018 19:23
      Highlight Highlight Das liegt aber auch daran, dass sie zu hohe Anforderungen stellen. Wieso sollten gute Schüler eine Lehre machen? Der Payout ist viel tiefer.
      29 32 Melden
    • wilhelmsson 01.07.2018 09:33
      Highlight Highlight Dem ist nicht so. Studieren lohnt sich zumindest finanziell nicht, wie Studien dieses Jahr wieder gezeigt haben. Die meisten Studenten verdienen nach dem Studium zu wenig, als dass sie den "Lohnausfall" während des Studiums kompensieren könnten.
      4 4 Melden
    • sowhat 01.07.2018 09:42
      Highlight Highlight @Bebbi, nein es liegt auch daran, dass die schulischen Anforderungen höher geworden sind und Leute, denen man die Praxis durchaus zutraut, nicht eingestellt werden, weil man schon absehen kann, dass sie die Berufsschule nicht schaffen werden.
      1 0 Melden
  • Kaputnik 30.06.2018 18:15
    Highlight Highlight Moment mal. Ich dachte das uns die Handwerker ausgehen und nicht die schlauen Köpfe. Es heisst doch immer: zu viele studierte die nix können vs. Handwerke, die nicht studiert haben, aber etwas können.
    55 29 Melden
    • who cares? 30.06.2018 18:31
      Highlight Highlight Das heisst es nur in den Kommentaren auf 20min.
      65 43 Melden
    • El diablo 30.06.2018 18:32
      Highlight Highlight Wo bitteschön können Handwerker etwas besser als Studenten? Studierte können sehr viel aber auf anderem Gebiet.
      30 67 Melden
    • sgrandis 01.07.2018 02:34
      Highlight Highlight Sorry, aber es gibt auch Leute die studieren, was können und -- Überraschung -- eine nennenswerten Beitrag zur Gesellschaft leisten. (Hoffe ich mal, wenn ich nächstes Mal zum Arzt gehe... oder einen Anwalt brauche)
      23 3 Melden
  • DomKi 30.06.2018 18:02
    Highlight Highlight "Alle sollen codieren lernen", schlimm so etwas. Dann würde ich glatt durchfallen weil mich das so einen scheiß interessiert. Hier in Spanien merkt man laaaaaangsam dass ein Umdenken nötig ist weil halt eben hier viele Theoretiker rumschleichen und keinen Job haben, Ich hoffe die Schweiz vermasselt es nicht.
    52 23 Melden
    • Uranos 01.07.2018 00:26
      Highlight Highlight Ich würde Programmieren nun doch als eine stark praxisrelevante Fähigkeit einschätzen in der heutigen Zeit!?
      12 4 Melden
    • Husar 01.07.2018 00:32
      Highlight Highlight Codieren lernen, ist das Dümmste, was ein junger Mensch in der Schweiz jetzt lernen kann.
      Die Polen, Ukrainer und Russen codieren billiger und besser. Noch billiger codieren die Inder.
      Codieren wird bald schon fast vollständig dorthin outgesourct sein. Schon seit geraumer Zeit passiert das. Was es hier dann noch braucht sind Projektleiter, die dann für ihre drei Dutzend, laufenden Projekte pausenlos in den Osten telefonieren und mailen.
      Nein, im IT-Bereich braucht die Schweiz keine Techniker, sondern nur Verkäufer und Kundenbetreuer (alias Projektleiter).
      10 14 Melden
    • who cares? 01.07.2018 09:33
      Highlight Highlight @Husar: die Schweiz hat mit den beiden ETHs einen prädestinierten Forschungsstandort zur Entwicklung und Erforschung komplexer Algorithmen etc. Ich arbeite selbst in so einem Unternehmen, die ihr Data Science Team niemals outsourcen würden, die besten Leute finden sie hier.
      Simple Codes werden in der Zukunft jedoch weder von Russen noch Indern geschrieben sondern von Programmen selbst. Ein Grundverständnis von Codes ist jedoch wertvoll für jeden heutzutags.
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrBlack 30.06.2018 17:44
    Highlight Highlight Da man im Lehrbetrieb oftmals wenig Freiheiten hat, würde ich es begrüssen, wenn die Innovation in der Berufsschule durch experimentieren und kreative Inhalte gefördert würde.
    54 12 Melden
    • Ramon Sepin 30.06.2018 18:06
      Highlight Highlight Freifächer an Berufsschulen wäre Cool
      41 4 Melden
    • Triple 30.06.2018 18:32
      Highlight Highlight Gibt es dass nicht mehr? Ich habe meine Lehre 86 bis 90 absolviert und 1/2 Tage Freifach war Pflicht.
      13 6 Melden
    • Ramon Sepin 30.06.2018 19:19
      Highlight Highlight Nope. zu mindest nicht in drr ostschweiz
      8 0 Melden
  • Redly 30.06.2018 17:44
    Highlight Highlight Diese Art Experten hat schon in anderen Ländern das Bildungssystem zerstört (siehe dortige Arbeitslosigkeit, Qualität Abitur/Hochschulen etc.). Was nachweislich schadet, müssen wir nicht auch noch nachmachen.
    76 19 Melden
    • phreko 30.06.2018 18:20
      Highlight Highlight Als ob es keine Spielraum zwischen 20% und 70% geben würde. Deshalb ist mehr Theoretisches Wissen nötig. Oder meinst du, dass ein KV ausreicht, um eine soziologische Studie durchzuführen?
      25 49 Melden
    • Redly 30.06.2018 21:17
      Highlight Highlight Berufsmatur und Fachhochschulen: schon mal gehört?
      23 2 Melden
    • Husar 01.07.2018 00:33
      Highlight Highlight @phreko
      Für eine soziologische Studie reicht der Abschluss als Kindergärtner.
      14 8 Melden
  • nödganz.klar 30.06.2018 17:38
    Highlight Highlight Falsch. Meiner Meinung nach soll der zweite Bildungsweg vereinfacht werden. Was ich nun für Hürden nehmen muss, um in meinem Beruf die Meisterprüfung zu absolvieren, ist mMn übertrieben.
    Hohe Kosten, ein Berufsverband der ständig die Anforderungen und Module ändert, teilweise inkompetente Dozenten und unnötiger Schulstoff machen einem doch sehr das Leben schwer. Aber okay, muss man wohl durch.
    89 3 Melden
    • Husar 01.07.2018 00:38
      Highlight Highlight Ja, die Berufsverbände machen es einem zum Teil echt schwierig, bis unmöglich.
      Das ist Absicht. Man will sein Geschäft seinem Sohn übergeben, ohne dass dieser sich von einem Emporkömmling konkurrenzieren lassen muss.
      Da gibt es sehr viel kartellartige Strukturen. Oft steht schon am ersten Ausbildungstag fest, wer Meister werden wird und wer nicht.
      13 0 Melden
  • whoozl 30.06.2018 17:37
    Highlight Highlight Ich meine mich noch an Zeiten zu erinnern, da wurde viel dafür getan, dass Jugendliche den Weg eines währschaften Lehrberufs einschlagen. Daher wundert es mich kaum, dass es auch heute noch zu wenig Gymnasiasten und Studierende gibt.
    Andererseits gibt es Studiengänge, wie z.B. Medizin, die völlig überlaufen sind, u.a. weil man es versäumt hat, hier mehr Studienplätze zu schaffen. Ein Medizin-Studienplatz ist eben teuer. Aber warum auch? Es kommen ja genug gut ausgebildete Ärzte aus D zu uns, weil hier Gehälter und Arbeitsbedingungen besser sind. Ein Schelm, wer hier an Vorsatz denkt.
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  • kiv314 30.06.2018 17:16
    Highlight Highlight Ich finde auch eher, dass die Maturaquote gsenkt werden soll. Da ich als Gymnasiast sehe, dass oft Leute am Gymnasium sind die es eigentlich nicht sein sollten. Wir sollten die Lehre wieder hochpushen und weiter dafür sorgen, dass es so gute Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.
    92 25 Melden
    • phreko 30.06.2018 18:19
      Highlight Highlight Es sollte auch ordentlich in Deutschunterricht investiert werden, wenn ich da die Satzstellung anschaue. Kein Wunder nehmen uns Deutsche den Job weg.
      50 21 Melden
    • kiv314 30.06.2018 21:00
      Highlight Highlight Ich entschuldige mich für diese spontane, unüberlegte Ausdrucksweise. Aber warum noch mehr uralte Bücher lesen die Niemand versteht? Lieber sollte uns mal bessere Retohrik und Präsentationstechnik gelehrt werden.
      4 16 Melden
    • Uranos 01.07.2018 00:28
      Highlight Highlight Hahaha, Retorhik. Eine geschätzte Fähigkeit im antiken Griechenland. Topmodern! Nein, ich sehe schon, du meinst das als praktische Fähigkeit.
      4 4 Melden
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  • Kane88 30.06.2018 17:14
    Highlight Highlight Ja genau. Lieber ans Gymi und dann irgend einen Schwachsinn studieren statt einen Beruf erlernen und weiterbilden!!! Liebe Experten, Innovation entsteht aus Praxis und nicht aus tonnenweise Theorie!
    383 95 Melden
    • Jein 30.06.2018 18:06
      Highlight Highlight Das ist dann das andere Ende des Meinungsspektrums im Vergleich zum Artikel. Letztendlich braucht es eine gute Kombination aus beidem, denn Innovation entstammt sowohl der Praxis wie auch der Forschung.
      57 0 Melden
    • phreko 30.06.2018 18:16
      Highlight Highlight Ich wäre mir da nicht so sicher....Innovation braucht vor allem einen breiten Horizont.
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    • Kane88 30.06.2018 21:15
      Highlight Highlight @gugusgurke: Meiner Erfahrung nach sind bspw. im Bereich Maschinenbau, Ingenieure mit vorgängiger Polymech. Lehre um ein vielfaches kompetenter als solche die das Studium direkt ab Gymi gemacht haben. Ich bin froh das es in der Schweiz viele gibt die den Weg über die Lehre wählen.
      20 8 Melden
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  • Dubio 30.06.2018 17:11
    Highlight Highlight Und wie stellt sich das der gute Herr Loprieno vor? Einfach die Anforderungen im Gymnasium senken, damit es 30% werden? Die Uni wird’s danken!

    Das ist etwas vom dämlicheren, was ich von Bildungspolitkern gehört habe.
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    • Frances Ryder 30.06.2018 19:16
      Highlight Highlight Geht auch ohne Anforderungen senken. Ganz einfach die Schüler schon im Gymnasium ein gewisse Spezialisierung wählen. Es gibt genügend Beispiele von Leuten die problemlos die naturwissenschaftlichen Fächer im Gymnasium absolvieren könnten aber zu schlecht im Französisch etc. sind und darum nicht ans Gymnasium können.
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    • Husar 01.07.2018 01:07
      Highlight Highlight @Frances
      Das nützt nichts.
      Die Universitäten können nicht noch mehr Studenten aufnehmen. Das Geld fehlt. Die Universitäten würden dann einfach die Matur nicht anerkennen und eigene Aufnahmeverfahren einführen, um die Zahl der Studenten zu begrenzen.
      Zudem wollen weder die Wirtschaft, noch die Forschungszentren (private oder staatliche) Fachidioten. Weil Forschung und Entwicklung hochgradig interdisziplinär und international (d.h. Sprachkenntnisse sind wichtig, auch in Französisch) sind.
      Eine breite, solide Grundausbildung im Gymnasium bleibt von grosser Wichtigkeit.
      9 3 Melden
    • Dubio 02.07.2018 13:09
      Highlight Highlight @Frances: Spezialisierung ist ja nichts anderes als Anforderungen senken. Nämlich die Anforderung, in mehreren Disziplinen gut zu sein.
      1 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 30.06.2018 17:10
    Highlight Highlight Zuerst soolten wir mal über die sehr verschiedenen Niveaus der Europäischen Maturas, Abis und Bacalaureats etc. reden.
    91 6 Melden
  • honsula 30.06.2018 17:08
    Highlight Highlight Ich verstehe diesen Matura-Quoten-Vergleich in der Schweiz nicht. Immerhin haben wir noch eine Berufsmatura, welche auch einen wesentlichen Teil ausmacht. Wird diese Quote auch irgendwie verglichen? Es würde doch mehr Sinn machen wenn man den prozentualen Anteil der Hochschulabsolventen unter den Ländern vergleichen würde...
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    • victoriaaaaa 30.06.2018 17:38
      Highlight Highlight kürzlich habe ich gehört dass um die 15% die berufsmatura besitzen - deswegen sprechen sie einen wichtigen punkt an. 20 + 15 = 35 - forderung erfüllt;)
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    • Charlie Brown 30.06.2018 18:08
      Highlight Highlight In den Augen eines richtigen Akademikers ist eine Berufsmatura keine Matura.

      Leider.
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    • almlasdn 30.06.2018 18:46
      Highlight Highlight In der BMS lernt man ja auch nicht alle Sachen, welche an einem Gymi gelehrt werden. Als Lehrling mit BMS kann man prüfungsfrei an eine Fachhochschule. Als Gymnasiast kann man prüfungsfrei an eine Uni. Umgekehrt ist jeweils eine Passerelle notwendig. BMS Schüler holen den Stoff, den sie im Vergleich zum Gymi weniger haben, nach (z.B. Biologie) und die Gymeler holen die Praxis nach.
      Aus der Sicht eines Akademikers (für Uni) darf folglich die BMS nicht eine "echte" Matura sein, weil man dort "weniger" lernt.
      11 12 Melden
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  • leu84 30.06.2018 17:05
    Highlight Highlight Was ist mit qualifizierte Maurer, Polymechaniker oder Gärtner. Jeder junge Mensch soll seinen Berufsweg gehen und keiner Quote entsprechen müssen.
    73 9 Melden
  • Lienat 30.06.2018 17:03
    Highlight Highlight "Wir sind auf Ideen und Innovationen angewiesen. Ideal wäre deshalb eine Maturaquote von 30 Prozent."

    Typisch-überhebliche Akademikerhaltung, zu denken, dass man nur mit Matura/Universitätsabschluss hochqualifizierte Arbeit leisten kann.

    Lehrbetriebe für anspruchsvolle Berufslehren (z.B. im Technikbereich) haben heute schon höchste Mühe, ihre Lehrstellen mit geeigneten Schulabgängern zu besetzen. Sollen ihnen die Gymnasien jetzt auch noch die Letzten wegschnappen?
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    • Alnothur 30.06.2018 18:32
      Highlight Highlight Du kennst wohl keine Akademiker... Die einzigen die näherungsweise in diese Kategorie fallen, die ich kenne, die es daneben finden dass nicht alle an die Uni können sind Linksaussen-"Berufsstudenten". Die finden idR auch, dass jemand mit einer Lehre ein schlechterer Mensch ist. Soll wohl jeder für ein Philosophiestudium an die Uni, um nachher Burger zu braten und zu jammern, dass es keine Stellen hat.
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    • Lienat 30.06.2018 19:44
      Highlight Highlight @Alnothur: Eigentlich kenne ich recht viele Akademiker. Als FH Ingenieur bin ich selber ein Halber... Aber Du hast natürlich Recht, dass man die Akademiker nicht alle in den selben Topf werfen darf. Insofern entschuldige ich mich bei allen am Boden gebliebenen Akademikern, denen ich mit meiner Aussage Unrecht getan habe.
      ABER: Die anderen gibt es eben auch.
      21 1 Melden
    • Lienat 01.07.2018 08:40
      Highlight Highlight @Husar: Wkipedia ist anderer Meinung https://de.m.wikipedia.org/wiki/Akademiker
      2 2 Melden
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  • Uitam 30.06.2018 17:01
    Highlight Highlight Ich wäre dafür, dass alle eine Lehre machen müssen.
    24 63 Melden
    • Oberon 30.06.2018 19:36
      Highlight Highlight Nicht alle Menschen sind zum arbeiten gemacht, dass wäre schlecht für uns alle.
      12 16 Melden
    • supremewash 01.07.2018 15:09
      Highlight Highlight Vielleicht etwas am Thema vorbei: lch bin dafür, die Anzahl Volksschuljahre zu erhöhen, um somit Zeit und Raum (mehr Praktika und Freifächer) zu schaffen, Neigungen und Eignungen besser erkennen und abklären zu können.
      Es ist meines Erachtens Schwachsinn, dass man 15-jährige Jugendliche ums Verrecken in Handwerker und Akademiker aufteilen will.
      7 0 Melden
    • Oberon 01.07.2018 19:26
      Highlight Highlight Ich bin der Meinung das Geld als Antriebsfeder ob jetzt privat oder im Beruf nicht die optimalste Variante für unsere Zukunft als Mensch ist.
      2 1 Melden

Richtich oder valsch? «Schreiben nach Gehör» steht in mehreren Kantonen auf der Kippe 

In vielen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Kanton Nidwalden ist vorgeprescht und verbannt das lautgetreue Schreiben neu ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern. Das will nun auch der Zuger Bildungsrat prüfen. 

«Mein Nahme ist Lena und ich besize eine Kaze»: Sätze wie diesen schreibt so mancher Primarschüler in sein Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept aus dem Lehrplan 21 – und es ist umstritten. Der Kanton Nidwalden wird das lautgetreue Schreiben nun ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern verbannen, wie die NZZ berichtet. 

Der Widerstand wächst …

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