Schweiz
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Jugend-Strafen 2017: Mehr Drogenkonsum, massiv weniger schwere Gewalttaten

06.07.18, 12:36 06.07.18, 12:58


12'200 Verurteilungen von Minderjährigen

Die Gesamtzahl der vom Bundesamt für Statistik (BFS) erfassten Jugendurteile hatte 2010 mit 15'300 einen Höchststand erreicht. Nach einem Rückgang in den beiden Folgejahren haben sich die Verurteilungen von Minderjährigen seither bei gut 12'000 eingependelt. 2017 gab es 12'200 Fälle.

Drogenkonsum: Plus 6 Prozent

Betäubungsmittelkonsum ist die häufigste Straftat, wegen der Jugendliche in der Schweiz in die Mühlen der Justiz geraten. Letztes Jahr war das 5400 Mal der Fall, 6 Prozent öfter als 2016, wie die am Freitag veröffentliche Strafurteilsstatistik zeigt.

Drogenhandel: Minus 18 Prozent

Stark zurück ging hingegen der Drogenhandel mit noch 780 Verurteilungen - ein Minus von 18 Prozent.

Verletzung der Privatspähre: Plus 7 Prozent

Stabil blieben im vergangenen Jahr mit rund 6400 Fällen auch die Verurteilungen aufgrund des Strafgesetzbuches. Während Delikte wie Raub, Diebstahl oder Sachbeschädigungen rückläufig waren, nahmen andere zu, etwa jene gegen die Ehre und Privatsphäre um 7 Prozent. Das BFS vermutet hinter diesem Trend eine Folge der sozialen Netzwerke und des Internets.

Schwere Gewalt: Minus 44 Prozent

Verurteilungen aufgrund von schwerer Gewalt haben sich stark vermindert, nämlich um 44 Prozent auf 42 Fälle. Insgesamt wurde jedoch bei den Gewaltstraftaten eine leichte Zunahme von 2 Prozent gegenüber 2016 registriert. Hauptverantwortlich dafür waren nach den Angaben des BFS Jugendliche unter 15 Jahren sowie Mädchen.

Nur 6 Prozent bekamen Freiheitstrafen

Bei fast der Hälfte (46 Prozent) aller Verurteilungen kamen die jungen Straftäter und Straftäterinnen 2017 mit einer persönlichen Leistung davon, zum Beispiel mit Reinigungsarbeiten oder der Teilnahme an Kursen. Der Anteil der Freiheitsstrafen machte lediglich 6 Prozent aus. (whr/sda)

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Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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