Schweiz
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Toter bei Russisch Roulette: Beteiligter Mann angeklagt



Der Hintergrund von Russisch-Roulette-Spielen mit einem Toten in Bellach SO von Ende 2017 ist weitgehend geklärt. Ein 54-jähriger Schweizer soll dem Opfer eine Waffe mit Munition überlassen haben. Er wird sich vor Gericht verantworten müssen.

Aktuelle Polizeibilder

Der Mann ist wegen fahrlässiger Tötung in einem selbstverschuldeten Zustand der Unzurechnungsfähigkeit angeklagt worden, wie die Solothurner Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Sie wirft dem Beschuldigten vor, unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss stehend, dem Verstorbenen eine Waffe und Munition abgegeben zu haben.

Er habe gewusst, dass der 54-jährige Mann Russisch Roulette habe spielen wollen. Beim anschliessenden Spiel löste sich ein Schuss und verletzte den Mann tödlich. Der Beschuldigte war gemäss Staatsanwaltschaft während der Schussabgabe in einem anderen Raum in der Wohnung anwesend.

Russisch Roulette ist ein potenziell tödliches Glücksspiel, das mit einem Revolver gespielt wird. Die Trommel des Revolvers, in der sich nur eine Patrone befindet, wird so gedreht, dass die Position der Patrone den Beteiligten unbekannt ist.

In Wohnung gefunden

Der tödlich Verletzte war am 27. November 2017 in seiner Wohnung von der Polizei aufgefunden worden. Zunächst war nicht klar, ob der Schuss versehentlich losgegangen war.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung. Der in der Wohnung ebenfalls anwesende Mann wurde vorübergehend in Haft genommen. Nach ersten Ermittlungsergebnissen wurde er aus der Haft entlassen.

Es stellte sich heraus, dass der Verstorbene selber den Schuss abgegeben hatte. Die Staatsanwaltschaft untersuchte in der Folge, ob sich der Mann im Zusammenhang mit dem Todesfall in anderer Weise strafbar machte. (sda)

Nationalrat diskutiert über Verschärfung des Waffenrechts

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Video: srf

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 22.12.2018 02:09
    Highlight Highlight Ich sehe den Straftatbestand nicht. Beihilfe zum Selbstmord ist in der Schweiz nicht strafbar. (Bzw. nur, wenn er aus selbstsüchtigen Beweggründen erfolgt. Art. 115 StGB.)
  • LibConTheo 21.12.2018 21:09
    Highlight Highlight Und wieso sollte es jetzt einen Einfluss haben, dass der Inhaber der Waffe unter Medikamten und Alkohol beinflusst war? Er war ja nicht derjenige, welcher Abdrückte.


    Abgesehen davon, wird sich das "Opfer" bei russisch Roulette schon gedacht haben, dass da eine Patrone drin ist oder?
    • chorax 22.12.2018 00:30
      Highlight Highlight Das "Opfer" hatte wahrscheinlich die Patrone selbst geladen, ...
      ... oder schlicht nicht abdrücken müssen.
  • chorax 21.12.2018 17:48
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, weshalb es fahrlässige Tötung sein soll, wenn man einem Lebensmüden einen Revolver gibt?
    Und wieso ist dann die Sterbehilfe legal?
    • In vino veritas 21.12.2018 21:42
      Highlight Highlight Hmmm, weil eine betrunkene Person die Konsequenzen ihrer Handlungen möglicherweise nicht abschätzen kann? Sterbehilfe wird a) von der betroffenen Person erwünscht und b) nur kranken Menschen gewährt...
    • Der Tom 22.12.2018 00:25
      Highlight Highlight Es braucht einen Schuldigen wegen den Versicherungen.
    • chorax 22.12.2018 00:29
      Highlight Highlight @In Vino Veritas:
      Schön. Aber woher kann man sich sicher sein, dass ein kranker Lebensmüder nicht wegen seiner Krankheit seine Zurechnungsfähigkeit verlor?
      Warum sollte das Leben Kranker weniger schützenswert sein als das Gesunder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eine_win_ig 21.12.2018 16:51
    Highlight Highlight Darf ich einfach mal was sagen:
    Ein Schuss löst sich nicht einfach so! Da wurde der Abzug betätigt!
    • virus.exe 22.12.2018 07:09
      Highlight Highlight Denke ich auch jedes Mal wenn dieser Satz in der Presse steht.
  • DonChaote 21.12.2018 11:40
    Highlight Highlight Obligatorischer fun fact am rande:
    5 von 6 personen finden russisches roulette gar nicht mal so schlimm...
    • Anded 21.12.2018 12:00
      Highlight Highlight Und die anderen beschweren sich in der Regel auch nicht darüber.
    • what's on? 21.12.2018 13:40
      Highlight Highlight und der sechsten Person ist es wohl auch egal.
    • c-bra 21.12.2018 14:26
      Highlight Highlight Das Selbe gilt beim Mobbing
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