Schweiz
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«In dubio pro reo»: Sex mit Lehrtochter bleibt unbestraft

Das Bezirksgericht Aarau hat einen Lehrmeister vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Abhängigen entlastet. Die frühere Lehrtochter vermochte den Einzelrichter nicht zu überzeugen.

14.08.18, 05:32

Ueli Wild / AZ



Dass die beiden eine sexuelle Beziehung miteinander unterhielten – im Atelier, in einer öffentlichen Toilette, in einem Hotelzimmer –, war unbestritten. Selbst in den Details deckten sich die Aussagen des Beschuldigten und der Zivil- und Strafklägerin vor dem Bezirksgericht weitgehend. In der Frage, wie es dazu kam, gingen die Darstellungen aber komplett auseinander. Die damals 16-jährige Lehrtochter sei «eine sexuell aktive Person» gewesen, sagte Kenad Melunovic, der Verteidiger des Inhabers und Geschäftsführers einer kleinen Bijouterie im Raum Aarau, der sich am Montag vor Gerichtspräsident Andreas Schöb als Einzelrichter zu verantworten hatte. «Sie hat alles gewollt und iniziiert.» Trotzdem: «Er hätte widerstehen müssen – das steht ausser Frage.»

Die Lehrtochter war zur Zeit der Sex-Beziehung 16 Jahre alt. (Symbolbild) shutterstock

Strafbar gemacht, so Melunovic, habe sich sein Mandant damit aber nicht. Denn: Damit der Straftatbestand der sexuellen Handlungen mit Abhängigen, den die Staatsanwaltschaft dem Bijoutier vorhielt, erfüllt ist, muss die abhängige Person «unter Ausnützung ihrer Abhängigkeit zu einer sexuellen Handlung verleitet» werden. Ist dies nicht der Fall, sind sexuelle Handlungen zwischen einem Lehrmeister und seiner minderjährigen, aber über 16 Jahre alten Lehrtochter im Sinne von Art. 188 StGB nicht strafbar.

Oliver Wächter, der Anwalt der Zivil- und Strafklägerin erklärte, der Lehrmeister habe das Vertrauen der Lehrtochter schamlos ausgenützt. Den von der Leitenden Staatsanwältin Barbara Loppacher unterzeichneten Strafbefehl bezeichnete er als «unhaltbar» und als «Geschenk für den Beschuldigten». Seiner Meinung nach wäre eine Anklage wegen Nötigung und Vergewaltigung fällig gewesen. Ursprünglich sei auch ein Verfahren wegen Vergewaltigung eröffnet worden. Und seitens der Staatsanwaltschaft sei in diesem Punkt nie eine Einstellungsverfügung ergangen. Wächter stellte daher einen Rückweisungsantrag, den der Gerichtspräsident jedoch abwies.

Übte der Lehrmeister Druck aus?

Versuchten der Beschuldigte und sein Verteidiger, wie Wächter meinte, «das Opfer zur Täterin zu machen»? Sie habe den Lehrmeister nicht zu verführen versucht, sagte die Lehrtochter, während deren Befragung der Beschuldigte nicht im Gerichtssaal anwesend war. Sie habe alles nur getan, weil sie die Lehrstelle nicht habe verlieren wollen. Als der Gerichtspräsident wissen wollte, ob der Lehrmeister in dieser Hinsicht Druck ausgeübt habe, antwortet die junge Frau, sie wisse es nicht mehr so genau. Als Auskunftsperson zur wahrheitsgetreuen Aussage verpflichtet, vermied sie jede klare Aussage, wonach sie ausgenützt worden sei. Und häufig konnte sie sich nicht mehr erinnern oder wollte sich nicht mehr äussern. Die Vorfälle liegen drei Jahre zurück und Strafanzeige erstattete die Lehrtochter fast ein Jahr später. Den Lehrvertrag unterschrieb sie, obschon sie laut ihren Aussagen vom Lehrmeister schon während der Schnupperlehre auf der verbalen Ebene sexuell belästigt wurde. Ein paar Monate später kündigte sie, nachdem die Affäre zu Ende gegangen und sie eine Beziehung mit einem andern älteren Mann eingegangen war.

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Dem Chef «heisse» Fotos geschickt

Schwierig wurde es für die Zivil- und Strafklägerin, als Verteidiger Melunovic einen Trumpf nach dem andern auf das Richterpult blätterte: über 80 Fotos, welche die Lehrtochter dem Chef geschickt hatte – und die sie zum Teil in anzüglichen Posen, teils oben ohne oder gar nackt zeigten. In einem Fall, so der Beschuldigte, habe sie ihm solche Fotos aus einer öffentlichen Toilette geschickt – mit der Aufforderung, doch mal schnell vorbeizukommen. In der ersten Einvernahme hatte sie noch behauptet, dem Chef ein einziges Bild geschickt zu haben, am Montag, bevor der Verteidiger die ganze Bilderschwemme offenlegte, räumte sie ein, es seien wohl bis zu zehn Fotos gewesen. Der Whatsapp-Chat zwischen Lehrtochter und Lehrmeister ist nicht erhalten, die Fotos sind es nur deswegen, weil der Beschuldigte die Funktion «Fotos automatisch sichern» nicht ausgeschaltet hatte. Dass ein junges Mädchen dem Chef solche Bilder freiwillig schicke, erklärte der Anwalt der Zivil- und Strafklägerin, könne er sich nicht vorstellen. Diese selber wollte die Fotos weder sehen noch sich im konkreten Fall dazu äussern.

Gerichtspräsident Andreas Schöb sprach den Beschuldigten im Punkt der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Abhängigen von Schuld und Strafe frei. «Beide Seiten», so der Richter, «überzeugen mich nicht vollends – es bleiben Zweifel. Das führt zu einem Freispruch ‹in dubio pro reo›.» Die Fotos würden einen Schatten auf die Aussagen der Lehrtochter werfen – und der Lehrmeister habe seine Verantwortung nicht genügend wahrgenommen. Es sei aber zu wenig erkennbar, wie der Beschuldigte Druck auf seine Lehrtochter ausgeübt haben sollte. Eine bedingte Geldstrafe, verbunden mit einer Busse von 1100 Franken, kassierte der Lehrmeister trotzdem: Die Polizei hatte auf seinem Notebook kinderpornografisches Material gefunden. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • waliii 14.08.2018 19:52
    Highlight Sorry.....aber ausser Gsnosn habt ihr leider keine Ahnung, was genau abgelaufen ist.
    Ich maile euch gerne den Strafbefehl und dann wird euch allen die Galle hoch kommen
    0 0 Melden
  • koks 14.08.2018 14:32
    Highlight erhält Mann von einer Frau solche expliziten fotos, sollte er sie wegen belästigung anzeigen und eine verfügung erwirken, dass sie sich von ihm fernhalten müsse.

    und dann kann er entspannt sich den niveauvollen frauen widmen.
    8 10 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 18:06
      Highlight Er steckt aber dann in einem Dilemma, wenn die Frau unter 16 Jahre alt ist.
      Dann nämlich sind die unaufgefordert zugeschickten Fotos gleichzeitig Beweismittel für die erlittene sexuelle Belästigung, als auch der Beweis für den Besitz verbotenen pornografischen Materials.

      Mit anderen Worten:
      Jede Schülerin kann ihren Lehrer per Klick inkriminieren, ohne dass er sich dagegen wehren kann. Geile Gesetzgebung!
      0 2 Melden
  • drüber Nachgedacht 14.08.2018 11:29
    Highlight Warum bringt Watson, (Die Aargauer Zeitung) einen solchen Artikel mit Angaben anhand denen der Freigesprochene sowie die Klägerin einfach identifiziert werden kann.


    17 10 Melden
  • K44N 14.08.2018 10:43
    Highlight In dubio pro reo wird hier im Titel absolut negativ konnotiert gebraucht. Seriös ist anders.

    Betreffend des Strafrahmens für die "Kinderpornografie": scheint schon eher tief zu sein, aber wir wissen nicht wirklich was für Material gefunden wurde. Daher sind jegliche Spekulationen eigentlich unnötig.

    Nebenbei (weil einige Kommentare anderes suggerieren): Schutzalter in der Schweiz ist 16. Darüber ist alles erlaubt. Darunter gilt die 3-Jahres-Regel.
    71 2 Melden
  • mad_aleister 14.08.2018 10:05
    Highlight Der letzte Satz so nebenbei... 1'100.- CHF für Kinderpornos? Bitte? Da wird mir gleich schlecht! Wird dies weiterverfolgt? Als Lehrbeauftragter (und auch sonst) müsste dies doch weiterverfolgt werden? Weiss man da etwas dazu?
    29 48 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 14.08.2018 11:48
      Highlight Unter Kinderpornografie kann Vieles fallen. Beispielsweise auch explizite Manga-Comics.
      50 0 Melden
    • Natürlich 14.08.2018 14:07
      Highlight Warum sollten Manga Comics unter Kinderpornografie fallen?
      Dort werden doch gezeichnete Erwachsene beim Sex gezeigt oder nicht?
      1 16 Melden
    • mad_aleister 14.08.2018 14:15
      Highlight Danke für die Auskunft. Wusste ich nicht. Verstört mich dennoch einwenig...
      3 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 14.08.2018 14:31
      Highlight @Natürlich

      Wenn nur Erwachsene gezeigt werden, ist das nicht als Kinderpornografie strafbar. Aber die Figuren sind offenbar nicht immer volljährig - wie auch immer man das bei Comicfiguren genau feststellt.

      Mir geht es darum, dass dieser Tatbestand weiter geht, als sich das viele vorstellen.
      9 0 Melden
    • gesetzesbecher 14.08.2018 15:00
      Highlight @Natürlich: Das ist eben ein Problem - manchmal weiss man nicht, wie alt die Protagonisten sind. Wenn sie vom Staatsanwalt als minderjährig (unter 18) eingestuft werden, gilt der Comic als Darstellung von nicht-tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen im Sinne von Art. 197 Abs. 4 StGB.
      4 0 Melden
    • phreko 14.08.2018 15:10
      Highlight Was soll man weiterverfolgen? Damit er keine Kinder als Lehrlinge anstellt?
      2 1 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 18:07
      Highlight Es waren vermutlich die Bilder der Lehrtochter von sich selbst.
      0 1 Melden
  • FancyFish 14.08.2018 09:35
    Highlight Für mich wurde das Prinzip „in dubio pro reo“ im Titel irgendwie abschätzig verwendet...

    Kommt nur mir das so vor?
    55 8 Melden
  • Judge Dredd 14.08.2018 09:29
    Highlight Wiedermal das ewige Problem von ich sag mal "halbjuristischen" Ausdrücken.

    Es gibt keinen Tatbestand "Kinderpornografie". Das StGB kennt den Tatbestand Art. 197 Pornografie. Unter Abs. 4 und 5 geht es um das strafbare Verhalten, welches man gemeinhin als Besitz und Konsum von Kinderpornographie versteht. Darin wird beschrieben, "wer Gegenstände oder Vorführungen[...]sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben[...]"

    Man merke: Es steht im Gesetzbuch nirgendwo etwas von Kindern und eine unter 18 Jährige ist auch eine Minderjährige.

    So lange man nicht mehr weiss ist alles denkbar
    116 1 Melden
    • gesetzesbecher 14.08.2018 15:02
      Highlight Genau. Und da die Lehrtochter minderjährig (unter 18) ist, gelten auch entsprechende Aufnahmen von ihr als "Kinderpornografie" i.S.v. Art. 197 Abs. 4/5.

      Für solche Nacktföteli unter Jugendlichen wurde ja auch der (sehr ungeschickt redigierte) Art. 197 Abs. 8 StGB geschaffen.
      8 0 Melden
    • Borki 14.08.2018 15:11
      Highlight Theoretisch könnten es ja die Bilder der Klägerin sein, oder bin ich jetzt falsch gewickelt?

      Hier ist das Gesetz etwas schwer verständlich, wenn man mit einer 17jährigen Person Sex haben kann, aber kein Nacktbild von ihr besitzen darf.
      16 0 Melden
  • Kollani 14.08.2018 08:17
    Highlight Wieso wird hier der vollständige Name des Beschuldigten genannt? Normalerweise ist das nicht der Fall, oder?
    33 11 Melden
    • Kollani 14.08.2018 11:00
      Highlight Ups, falsch gelesen🙈.
      10 0 Melden
    • Tikvaw 14.08.2018 11:07
      Highlight Wenn ich richtig gelesen habe, ist der mit Namen genannte, nicht der Täter sondern der Verteidiger (Anwalt?) des Täters
      16 0 Melden
  • KennyGubser 14.08.2018 07:58
    Highlight Ich fasse in diesem Fall die Schweizer Rechtsprechung nicht. Er hatte Sex mit seiner minderjährigen Lehrtochter. Abhängigkeitsverhältnis hoch drei. Legal...
    22 124 Melden
    • zsalizäme 14.08.2018 10:04
      Highlight Solange sie das auch will, nutzt er die Abhängigkeit nicht aus. Ein Abhängigkeitsverhältnis reicht noch nicht aus, dieses muss auch augenutzt werden.
      69 2 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 10:38
      Highlight Das Abhängigkeitsverhältnis muss ausgenutzt worden sein, damit der Sex mit einer Lehrtochter illegal ist.
      In vorliegendem Fall konnte die Ausnutzung des Abhängigkeitsverhältnisses nicht nachgewiesen werden.
      Zudem ist in diesem Fall erwiesen, dass die Lehrtochter ihren Lehrmeister viele Male auf äusserst obszöne Weise sexuell belästigt, schon fast genötigt hat.
      31 3 Melden
    • mbr72 14.08.2018 11:29
      Highlight Ehm... haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?
      20 1 Melden
  • lilie 14.08.2018 07:27
    Highlight Wenn man 16 ist, rutscht man schon mal in was rein, was man später als "Jugendsünde" abhaken muss. Das Mädchen scheint ja auch auf ältere Männer zu stehen. Und warum sie ihm die Bilder nicht freiwillig geschickt haben soll, erschliesst sich mir auch nicht.

    Dass bei ihm kinderpornografisches Material gefunden wurde, wirft zwar nicht gerade ein gutes Licht auf ihn. Andererseits lässt die geringe Strafe vermuten, dass es sich dabei wohl um eher harmloses Material handelt.

    Was mich eher wundert: Gilt mit 16 nicht die Regel, dass der Mann nicht mehr als 3 Jahre älter sein darf?
    162 33 Melden
    • Madison Pierce 14.08.2018 08:52
      Highlight Soweit ich weiss gilt man in der Schweiz mit 16 als sexuell mündig. Man dürfte sich dann sogar prostituieren bzw. der Freier würde sich nicht strafbar machen. (Es gab mal Bestrebungen, das zu ändern, aber scheint irgendwie versandet zu sein.)

      Unter 16 gilt die Regel mit den vier Jahren Unterschied. Ein 19-Jähriger darf also mit einer 15-Jährigen Sex haben, nicht aber ein 20-Jähriger.
      30 12 Melden
    • Aglaya 14.08.2018 08:56
      Highlight Nein, diese 3-Jahres-Regel gilt nur bis zum 16. Geburtstag, danach kann der Partner so viel älter sein, wie es einem gefällt.
      60 1 Melden
    • caproth 14.08.2018 08:58
      Highlight Nein die Regel gilt wenn einer der Sexualpartner weniger als 16 Jahre alt ist. Ab 16 ist man sexuell mündig und kann mit jedem schlafen.
      39 0 Melden
    • Nosgar 14.08.2018 09:07
      Highlight Nein, die Regel gilt bei unter 16-jährigen, damit Jugendliche nicht wegen Sex kriminalisiert werden. Ab 16 gibt es keine Restriktionen ausser es geht um bezahlten Sex oder wenn es sich um ein Abhängigkeitsverhältnis handelt.
      24 0 Melden
    • Roman h 14.08.2018 09:10
      Highlight Mit 16 ist man nicht mehr im schutzalter und somit ist es egal wie alt der andere ist.
      Die Regel mit den 3 Jahren ist für Leute unter 16, also 15 mit 18 ist ok
      19 0 Melden
    • sterpfi 14.08.2018 09:18
      Highlight Nein das gilt nur wenn einer (eine) über 16 und die (der) andere unter 16 ist
      5 3 Melden
    • jk8 14.08.2018 09:24
      Highlight Nein, das Schutzalter liegt in der Schweiz bei 16 Jahren. Darum hat dieser Fall juristisch gesehen auch nichts mit den pädophilen Bildern zu tun.
      14 4 Melden
    • donelpadre 14.08.2018 09:30
      Highlight Das Schutzalter in der Schweiz ist 16 Jahre. Unterhalb dieser Altersschwelle ist eine sexuelle Handlung nicht strafbar, wenn der Altersunterschied zwischen den Beteiligten nicht mehr als drei Jahre beträgt.
      9 0 Melden
    • Herr Ole 14.08.2018 09:31
      Highlight Nein, diese Regel gilt bei unter 16-jährigen, und es ist nicht unbedingt der Mann. Wenn der Mann (bzw Junge) unter 16 ist, darf die Frau nicht mehr als 3 Jahre älter sein.
      8 0 Melden
    • _eskry_ 14.08.2018 09:39
      Highlight Kinderpornographie und Harmlos im gleichen Satz.....
      7 25 Melden
    • Roterriese 14.08.2018 09:47
      Highlight @jk8 die "pädophilen Bilder" könnten in diesem Fall gut von der Lehrtochter sein. Ab 16 ist man zwar aus dem Schutzalter raus und darf mit jedem schlafen, aber Bilder und Video sind erst ab 18 erlaubt.
      60 1 Melden
    • Til 14.08.2018 10:15
      Highlight Nein, die Regel mit 3 Jahren Unterschied gilt für unter 16-Jährige. Ab 16 ist auf der sexuellen Ebene alles erlaubt, auch das anschauen von "ab 18" Filmen 😄
      2 6 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 10:32
      Highlight Es gilt das Schutzalter von 16 jahren.
      Unter 16-Jährige dürfen untereinander Sex haben. Über 16-Jährige dürfen untereinander Sex haben.
      Zwischen unter 16-Jährigen und über 16-Jährigen darf man nur dann Sex haben, wenn der Altersunterschied zwischen allen Beteiligten nicht mehr als 3 Jahre beträgt.
      Dann gibt es noch eine Ausnahme: mit unter 18-Jährigen darf man keinen Sex haben, wenn man Ihr Vorgesetzter, Pfleger oder Lehrer ist, und wenn man dieses besondere Abhängigkeitsverhältnis ausnutzt.
      Prostituieren darf man sich in jedem Alter. Aber Freier dürfen nur Volljährige für Sex bezahlen.
      7 0 Melden
    • reaper54 14.08.2018 10:39
      Highlight Nein die 3 Jahre sind bei unter 16 Jährigen. 16 ist in der Schweiz das Schutzalter ab dann darf jede/r mit jeder/m.
      6 0 Melden
    • Bits_and_More 14.08.2018 10:42
      Highlight @_eskry_
      Wenn Louise, 15, Ihrem Freund Max, 14, freiwillig ein "Oben Ohne" Foto schickt, macht sich Louise der Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie schuldig, Max macht sich dem Besitz schuldig.

      Ob das nun harmlos ist oder nicht, und eine Anklage wegen Kinderpornographie gerechtfertigt, kannst du selbst beurteilen.
      29 1 Melden
    • lilie 14.08.2018 10:43
      Highlight @alle: Danke euch für die Erklärung! 😃

      @eskry: Klar. Aber es wird nicht ausgedeutscht, worum es sich handelt. Angenommen, die Lehrtochter und spätere Geliebte hat ihm ein Tag vor ihrem 16. Geburtstag ein freizügiges Fötteli geschickt, ist das technisch gesehen Kinderpornografie, welche bestraft werden muss, aber ja harmlos im Kontext.
      18 2 Melden
    • abishot 14.08.2018 11:26
      Highlight Nein bis 15 sind es 3 jahre.. 13 + 15, 14 + 17 usw. Ab 16 gilt das schutzalter nicht mehr.. aber in diesem fall ging es ja auch um das abhängigkeitsverhältnis ..
      3 0 Melden
    • mbr72 14.08.2018 11:28
      Highlight Diese Regel gibt es nicht. 16, sexuell mündig. Punkt.
      4 1 Melden
    • Blair 14.08.2018 11:44
      Highlight Nein,diese regel gilt,wenn das mädchen unter 16 ist. Ab 16 ist man aus dem schutzalter raus.
      3 1 Melden
    • lilie 14.08.2018 11:49
      Highlight @Bits and more: Gemäss Art. 197 ist das Verschicken von Nacktfotos unter Gleichaltrigen auch unter 16 Jahren erlaubt, sofern es im gegenseitigem Einverständnis erfolgt.
      5 0 Melden
    • SirJoe 14.08.2018 12:02
      Highlight Das Schutzalter in der Schweiz ist 16, ab diesem Alter gilt man juristisch als einwilligungsfähig. Wäre sie jünger als 16 gewesen, käme die Regel mit den maximal 3 Jahren Altersunterschied zum Zug. Wird z.B. hier ausführlich beschrieben https://www.lustundfrust.ch/jugendliche/sex-und-gesetz
      3 0 Melden
    • Armend Shala 14.08.2018 12:34
      Highlight Nein in der Schweiz haben wir Schutzalter 16, dann darf jeder mit jedem. Das was du meinst, wäre wenn man jünger wäre. Hier geht es um das Abhängigkeitsverhältnis als Lehrtochter.
      2 0 Melden
    • Yveze 14.08.2018 13:05
      Highlight nein, mit 16 ist man in der Schweiz sexuell mündig und kann mit jedem schalfen egal wie alt. Wir hatten ja als beinahe einziges land der welt, legale 16 jährige prostituierte....Ist aber mitlerweile nicht mehr erlaubt (glaube ich)....
      1 0 Melden
    • Bits_and_More 14.08.2018 13:23
      Highlight @lilie: Welche Ziffer von 197?
      Bsp. Ziffer 8:
      "Minderjährige von mehr als 16 Jahren bleiben straflos, wenn sie voneinander einvernehmlich Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 herstellen, diese besitzen oder konsumieren."

      Da geht es um das Alter 16-18.
      3 0 Melden
    • Brummbaer76 14.08.2018 13:25
      Highlight Die Regel bzw. der Gesetzesartikel bezieht sich auch unter 16 Jährige.

      1. Wer mit einem Kind unter 16 Jahren eine sexuelle Handlung vornimmt,
      es zu einer solchen Handlung verleitet oder
      es in eine sexuelle Handlung einbezieht,
      wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.
      2. Die Handlung ist nicht strafbar, wenn der Altersunterschied zwischen den Beteiligten nicht mehr als drei Jahre beträgt.
      1 0 Melden
    • Pinot_Berlioz 14.08.2018 13:33
      Highlight Die Regel gilt für Jugendliche unter 16. also bsp ein 15 und ein 18 jähriger, die in einer Beziehung sind.
      1 0 Melden
    • lilie 14.08.2018 15:00
      Highlight @Bits and More: Entschuldige, du hast komplett recht! Ich hatte mich verlesen.

      Ok, dann dürfen sich also zwei 15-Jährige tatsächlich keine Nacktbilder schicken. 🤔
      4 0 Melden
    • Olsea 14.08.2018 16:04
      Highlight Nein, mit 16 ist man in der Schweiz aus dem Schutzalter heraus, deine erwähnte Regel gilt für unter 16 jährige. Einzig angeklagt werden kann eine Abhängigkeit, was hier versucht wurde.
      1 0 Melden
    • Me, my shelf and I 14.08.2018 16:15
      Highlight Ne, ab 16 darf man mit allen.
      1 0 Melden
    • Wurstbrot 14.08.2018 19:51
      Highlight Nein das gilt bei unter 16 Jährigen im Schutzalter.
      0 0 Melden
    • Sameth 14.08.2018 22:32
      Highlight @lilie genau das ist ein Problem, dessen sich viele Jugendliche nicht bewusst sind! Allerdings muss auch zuerst jemand die Jugendlichen anklagen...
      1 0 Melden
    • lilie 15.08.2018 06:17
      Highlight @Nathalie: Da hast du auch wieder recht.

      Aber stell dir nur mal vor, deine 17-jährige Tochter schickt ihrem 18-jährigen Freund ein anzügliches Bild. Und irgendjemand sieht das Fötteli und kommt auf die kranke Idee, die beiden wegen Kinderpornografie (!!!) anzuzeigen!

      Das ist doch Blödsinn!

      Mir scheint, die Regelung stammt aus einer Zeit, als noch nicht jeder rine Kamera mit sich rumtrug. Damals war es noch aufwändiger, von sich Fotos in Umlauf zu bringen.

      Und klar, gewerbemässig sollte das nicht erfolgen. Aber privat, innerhalb einer Beziehung? Da finde ich das Gesetz zu krass.
      0 0 Melden
    • Bits_and_More 15.08.2018 08:20
      Highlight @lilie

      Erschwerend dazu kommt, dass sich die Gesetze hier kaum ändern lassen. Zu sehr währe der Aufschrei aus dem Teil der Bevölkerung, welcher sich mit dem Sachverhalt weniger auskennen. A la "Die wollen Kinderpornografie legalisieren!!!!!"
      Das hat sich auch bei der "Pädophileninitative" gezeigt. Nach einer wortgetreuen Umsetzung wären auch Teenies, welche sich gegenseitig Bilder zuschicken, lebenslang als Pädophil abgestempelt und dürften nie mehr mit Kinder arbeiten.

      Darum halte ich es für wichtig, dass Richter in diesem Bereich einen Spielraum haben. Es gibt nicht nur schwarz und weiss.
      2 0 Melden
    • lilie 15.08.2018 10:58
      Highlight @Bits and More: Ich kann dir nur recht geben. Ich befasse mich erstmals genauer mit dieser Thematik, und mir scheint, viele Wissen da gar nicht Bescheid.

      Vor allem erscheint es mir unsinnig, Kinderpornographie und Jugendpornografie nicht zu unterscheiden. Das ist nun mal wirklich nicht das Gleiche! Kinderpornografie sollte in jeder Form und Art verboten sein und geahndet werden. Jugendpornografie sollte dort erlaubt sein, wo es zur normalen, gesunden Entwicklung eines Jugendlichen gehört.

      Ich glaube, da hat sich halt auch mit dem Internet sehr viel geändert.
      2 0 Melden
  • lilas 14.08.2018 07:13
    Highlight Krass.. Beim Lesen war ich ehrlich zwiegespalten, es ging mir ein wenig wie dem Richter. Dann steht erst ganz zum Ende des Artikels, dass kinderpornografisches Material gefunden wurde. Schon fast so nebenbei erwähnt.
    Und da gibts bissl Geldbusse und gut ist? Und er bildet weiter Lehrnende aus?
    Irgendwie werd ich aus dem Artikel der Aargauerzeitung nicht ganz schlau.🤔
    130 50 Melden
    • Frances Ryder 14.08.2018 10:18
      Highlight Unter Kinderpornographischesmaterial fällt auch weiche Pornographie, d.h. Es reicht schon aus, wenn der Genitalbereich überwiegend betont wird, ohne dass man wirklich etwas sieht. Von der Strafe her sollte man schon heraus sehen, dass er keine Bilder von nackten Kindern hatte, sondern wahrscheinlich irgendwelche Teenies in anzüglichen Posen. Aucht nicht wünschenswert, aber ein ziemlicher Unterschied
      25 0 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 10:33
      Highlight Die Frage ist, was als "kinderpornografisches Material" gilt. Das könnte auch eine Ausgabe des "Bravo" sein.
      20 1 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 10:57
      Highlight Die Nacktfotos, die er von seiner minderjährigen Lehrtochter geschickt bekam und die in diesem Fall ein wichtiges Beweismittel für den Freispruch des Lehrmeisters waren, sind juristisch gesehen verbotenes, pornografisches Material mit Minderjährigen, was gemeinhin als "kinderpornografisch" bezeichnet wird.

      n.b.:
      Wenn eine z. B. 15-Jährige ein Selfie von sich macht, das sie beim Masturbieren zeigt, dann macht sie sich der Herstellung und des Besitzes von Kinderpornografie schuldig. Darauf steht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft.
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    • gesetzesbecher 14.08.2018 15:04
      Highlight @kafifertig: Ich interpretiere den Sachverhalt auch so - das Beweismaterial war tatbestandsmässige Pornografie.
      Für das Selfie gilt allerdings noch die Privilegierung von Art. 197 Abs. 8 StGB.
      3 0 Melden
  • Gsnosn. 14.08.2018 05:55
    Highlight Der letzte Satz im Text ändert eigentlich alles. Er hatte Kinderpornos auf dem PC, hat ein Verhältnis mit einer 16 Jährige das stinkt doch zum Himmel.
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    • Fish'n'chips 14.08.2018 06:34
      Highlight Kinderpornografisches Material, das kann alles mögliche sein. Ich will es jetzt nicht kleinreden, da wir aber nichts genaueres wissen sollten wir es auch nicht aufbauschen.
      229 16 Melden
    • Z&Z 14.08.2018 06:39
      Highlight Was vermutlich in einem anderen Verfahren noch gebüsst wird. Aber wenn der Richter sagt, dass ihn "beide" Seiten in diesem Verfahren nicht überzeugen, dann wird er seine Gründe haben, respektive wird auch sie nicht ein Lämmchen sein.
      162 3 Melden
    • Sharkdiver 14.08.2018 06:45
      Highlight Was nicht heisst dass er Druck ausgeübt hat. In dieser Geschichte muss es nichts ändern. Wass ich aber nicht verstehe ist die lächerliche Busse wegen Kinderpirnographie. 5 Jahre Knast und Therapie sollte obligatorisch sein
      24 145 Melden
    • Musterschüler 14.08.2018 06:59
      Highlight Können aber die Bilder sein die er von ihr bekommen hat.
      191 5 Melden
    • Bijouxly 14.08.2018 07:05
      Highlight Es ist nicht bestritten, dass er ein Verhältnis mit einer 16-jährigen hatte. Aber der Vorwurf des Drucks - wenn sie das freiwillig tat, was ich mir bei einem naiven, frühreifen 16-jährigen Mädchen gut vorstellen kann, trifft ihn nur eine moralische Schuld.

      Genauso gut kannst du den Abschnitt, dass sie die Lehre abbrach und sich einen anderen älteren Mann angelte, deuten. Zeigt auch, dass das offenbar ihr Beuteschema ist.
      174 4 Melden
    • Ironiker 14.08.2018 07:33
      Highlight @Fish'n'chips: Das ist so. Ein Nacktfoto der Lehrtocher als sie noch 15 war, und Du hast schon ein Problem. Das habe ich auch schon meinem Junior erklärt, welche gerade in die Pubertät kommt: Wenn Du ein Nacktfoto einer gleichaltrigen erhälst, dann wirst Du es ganz sicher anschauen. Danach aber bitte wieder löschen und ganz, ganz, ganz bestimmt nicht weiterleiten - aus moralischen und rechtlichen Gründen!
      88 1 Melden
    • Bündn0r 14.08.2018 07:43
      Highlight Gelten Aufnahmen von der 16 jährigen Gespielin/Freundin als Kinderpornographie?
      Falls ja, sehe ich keinen Grund für einen Gefängnisaufenthalt. "Live" durfte er schliesslich noch deutlich mehr, wurde sogar vom Richter bestätigt.
      Auch wenn es rechtlich im Rahmen abgelaufen sein soll: Ein guter/pflichtbewusster Ausbildner handelt nicht so.
      57 4 Melden
    • lilie 14.08.2018 08:16
      Highlight @Musterschüler: Mit 16 ist man kein Kind mehr (Kind = vor Einsetzen der Pubertät). Und sie wird ja wohl kaum als Kind pornografische Bilder von sich gemacht haben.

      @Sharkdiver: Ich dchliesse aus der geringen Strafe, dass es sich um wenig und recht harmloses Material handelt. Es ist auch nichts erwähnt, dass er schon mal auffällig geworden ist in irgendeine Richtung.

      @Bijouxly: Sehe ich genauso.
      35 8 Melden
    • Aglaya 14.08.2018 09:00
      Highlight @lilie
      Juristisch gesehen sind Nacktbilder einer minderjährigen Person Kinderpornografie. Es kann daher durchaus sein, dass der Lehrmeister wegen der Bilder, die ihm die Lehrtochter geschickt hat, bestraft wurde.
      46 1 Melden
    • ands 14.08.2018 09:02
      Highlight @ lilie: Rechtlich gilt bei Pornografie das Alter 16. Die Pubertät hat nichts damit zu tun. Die Aussagen von Musterschüler und Ironiker ist also durchaus zutreffend.
      16 3 Melden
    • Judge Dredd 14.08.2018 09:07
      Highlight @lilie, bitte spekulieren sie nich über Recht. Ihre Schlussfolgerung mag logisch klingen, ist aber schlicht falsch!

      Der Straftatbestand der Kinderpornografie existiert nicht, genau so wenig ihre Definition davon.
      Der Tatbestand nach StGB ist Art. 197 Pornografie. Abs. 4 & 5 thematisiert lediglich Minderjährig. Minderjährige sind Personen unter 18 Jahren. Somit erfüllen die Bilder die sie von sich gemacht hat und ihm geschickt hat den Tatbestand.

      Ob noch weitere pornografische Aufnahmen von Minderjährigen gefunden wurden, weiss man nicht.
      Aufgrund der geringen Busse wohl eher nicht.
      47 0 Melden
    • Nosgar 14.08.2018 09:11
      Highlight @musterschüler
      Nein. Denn sie ist 16, es wäre also kein kinderpornographisches Material.
      3 44 Melden
    • Theor 14.08.2018 09:46
      Highlight @lilie Denken Sie wirklich, die Medien sind dafür juristisch gut genug ausgebildet (oder haben überhaupt ein Interesse daran...), um solche Unterscheidungen zu machen? Den Begriff der Hebephilie kennt praktisch nur jeder Zehnte, juristisch existiert er gar nicht. Es gibt keinen Strafartikel für Pornografie von pubertierenden Kindern, das Recht unterscheidet also nicht zwischen "Kinderpornografie" und "Teenagerpornografie".

      Die rechtliche Lage in dem Bereich ist mehr als nur schwach. Es ist ein heisses Eisen, das kein Politiker anfassen will, darum haben wir nur sehr vermurkste Tatbestände.
      19 1 Melden
    • Ironiker 14.08.2018 10:00
      Highlight Ich fasse kurz die Aussagen von Judge Dredd und Madison Pierce zusammen: Das 16 jährige Mädchen darf zwar auf den Strich gehen, aber keinen Porno konsumieren. Der Freier darf zwar Sex mit ihr haben, aber keine Filme oder Fotos besitzen, wo sie nackt abgebildet ist. OK...
      22 6 Melden
    • kafifertig 14.08.2018 10:14
      Highlight Nein, das passt.
      Sie steht offenbar auf ältere Herren, er auf junge Damen. Sie haben sich gefunden und ihre Leidenschaft geteilt. Solange bis diese Beziehung in die Brüche ging und sie sich an den Hals eines anderen älteren Herrn warf.
      Ich vermute, die Liebesbeziehung wurde vom Lehrmeister aufgelöst, wofür die Lehrtochter sich mit der Anzeige revanchierte.
      13 1 Melden
    • Aglaya 14.08.2018 10:28
      Highlight @Ironiker. Nein, auf den Strich gehen darf die 16jährige auch nicht, das ist erst ab 18 erlaubt. Pornos konsumieren darf sie ab 16, aber Nacktfotos von sich verschicken erst ab 18.
      8 2 Melden
    • lilie 14.08.2018 10:36
      Highlight @Ironiker: Es geht noch weiter: Gemäss Art. 197 des Strafgesetzbuches darf man Pornos mit Minderjährigen öffentlich vorführen - solange man die Besucher ausdrücklich darauf hinweist.🤦‍♀️

      Man darf den Porno aber nicht herstellen. 🤦‍♀️

      @alle: Danke euch für die Hinweise!
      8 4 Melden
    • Theor 14.08.2018 11:30
      Highlight @lilie

      Obwohl das Schweizer Rechtswesen im vergleich zum europäischen den Ruf hat, einfach zu formulieren, findet sich in so manchem Gesetz echtes Kauderwelsch. Ich kann es Ihnen daher nicht verübeln, dass Art. 197 StGB Sie verwirrt, da der Text alles andere als simpel ausgeschrieben ist.

      Ich kann Ihnen nichts desto trotz versichern, dass man in keinem FallPornos mit Minderjährigen zeigen darf und man darf auch nicht Minderjährigen Pornos zeigen.
      10 0 Melden
    • drüber Nachgedacht 14.08.2018 11:37
      Highlight @Gsnosn
      Wenn du dein Handy so einstellst, dass Bilder automatisch gespeichert werden, ist das so.

      Wenn du ein Whatsup mit einem Foto einer 17 jährigen die nackt ist erhältst, machst du dich wegen Besitz von pornografischem Material einer Minderjährigen strafbar.

      Was mich ein bisschen irritiert, ist das die Lehrtochter wegen Verbreitung von pornografischem Material von Minderjährigen nicht verurteilt wurde.
      Dies wird wohl sein, weil der Chat in Whatsup bereits gelöscht wurde....
      4 2 Melden
    • lilie 14.08.2018 12:04
      Highlight @Theor: Echtes Kauderwelsch, du sagst es. 🙈

      Wie muss ich denn folgenden Absatz interpretieren?:

      "Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 (Pornografie mit unter 16-Jährigen) öffentlich ausstellt oder zeigt oder sie sonst jemandem unaufgefordert anbietet, wird mit Busse bestraft. Wer die Besucher von Ausstellungen oder Vorführungen in geschlossenen Räumen im Voraus auf deren pornografischen Charakter hinweist, bleibt straflos".
      5 0 Melden
    • lilie 14.08.2018 12:08
      Highlight @Theor: Und wie ist das jetzt, ab wann ist es kinderpornografisch? Da steht im ersten Abschnitt "unter 16" und von da an ist aber von "Minderjährigen" die Rede. Also was jetzt???
      4 0 Melden
    • Aglaya 14.08.2018 12:26
      Highlight @lilie, lies Art. 197 Abs. 1 StGB nochmals genau. Dieser Absatz bezieht sich NICHT auf Pornografie MIT Personen unter 16, sondern auf Pornografie im Allgemeinen (die man Personen unter 16 nicht zugänglich machen darf). Die 16jährige Person ist in Abs. 1 der "Empfänger", nicht der "Anbieter" der Pornografie.

      Abs. 2 richtet sich z.B. an Sexkinos etc. Wer dem Publikum sagt, dass er einen Porno vorführt, macht sich nicht strafbar (solange das Publikum über 16 ist). Strafbar wäre allerdings, einen Krimi anzukündigen, und dann einen Porno zu zeigen.
      4 0 Melden
    • Aglaya 14.08.2018 12:28
      Highlight @lilie
      Konsumieren darf man Pornografie ab 16. Darin Auftreten aber erst ab 18, darum werden zwei Altergrenzen erwähnt.
      3 0 Melden
    • Theor 14.08.2018 12:51
      Highlight @Lilie

      Dafür muss man Abs. 1 noch einmal genauer anschauen. Dort heisst es:

      (1)"Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände solcher Art oder pornografische Vorführungen" ... (2)"einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet".

      Abs. 1 schützt explizit Kinder davor, dass man sie mit Pornografie konfrontiert.
      2 0 Melden
    • Theor 14.08.2018 12:51
      Highlight
      Wenn nun in Abs. 2 steht: "...Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1..." dann bezieht sich das auf den ersten Teil, also Pornografische Schriften, Ton-, Bildaufnahmen, etc." und nicht um den Inhalt der Pornografie. Abs. 2 schützt generell die Gesellschaft davor, unerwünscht mit Pornografie konfrontiert zu werden.

      Der Unterschied liegt somit im Strafcharakter: Wenn man Minderjährigen Pornos zeigt, drohen Freiheits- oder Geldstrafe, zeigt man Erwachsenen ungefragt Pornos, droht eine Busse.
      2 0 Melden
    • Theor 14.08.2018 13:10
      Highlight zur 2ten Frage:

      Minderjährigkeit besteht bis zum vollendeten 18. Altersjahr, siehe analog Art. 14 ZGB.
      0 0 Melden
    • Ueli der Knecht 14.08.2018 13:31
      Highlight drüber Nachgedacht:
      "Wenn du ein Whatsup mit einem Foto einer 17 jährigen die nackt ist erhältst, machst du dich wegen Besitz von pornografischem Material einer Minderjährigen strafbar."

      Wenn man kinderpornografisches Material auf seinem Smartphone speichert, wird man auch wegen Herstellung und nicht nur wegen Besitz bestraft, weil die Speicherung als Herstellung einer Kopie gewürdigt wird.

      lilie: Art. 197, Abs.1 bezieht sich vorallem auf legale Pornographie. Diese dürfen Kindern (unter 16j) nicht und allen anderen nicht unaufgefordert zugänglich gemacht werden.
      1 0 Melden
    • Judge Dredd 14.08.2018 14:09
      Highlight @lilie, Absatz 1 behandelt Pornografie als ganzes, dabei geht es nicht um verbotene Pornografie wie etwa Pornografie mit Minderhährigen. Umgang mit dieser "normalen" Pornografie ist nur dann verboten, wenn man sie Personen unter 16 Jahren zugänglich macht, steht das unter Strafe.


      Zitat:
      lilie
      14.08.2018 12:04
      @Theor: Echtes Kauderwelsch, du sagst es. 🙈

      "Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 (Pornografie mit unter 16-Jährigen) öffentlich ausstellt oder zeigt..."

      Ihre Klammerbemerkung ist eben nicht richtig. Es geht nicht um Pornografie mit unter 16 Jährigen.

      1 0 Melden
    • lilie 14.08.2018 14:56
      Highlight @alle: Danke euch vielmals, jetzt hab ichs kapiert! Echt kompliziert geschrieben...

      Also kann ein 16-Jähriger Pornos gucken und Sex mit jedem und allem haben, aber nicht in einen Nachtclub gehen???

      Und wenn mir ein 17-Jähriger ein Dickpic schickt, kann ich wegen Kinderpornografie verknackt werden???

      Und er gleich dazu???

      Das ist doch gaga. 🤦‍♀️
      3 0 Melden
    • Duscholux 14.08.2018 14:57
      Highlight Es heisst aber auch dass er von der 16 Jährigen Bilder etc. erhalten habe. Eventuell waren diese gemeint?

      Sonst wären 1000.- Busse für Kinderpornos schon arg wenig.
      2 0 Melden
    • Aglaya 14.08.2018 15:18
      Highlight @lilie
      Genau so ist es. Ausser das mit "allem und jedem Sex haben", der 16jährige darf nur mit Menschen über 13 Jahren Sex haben (maximal 3 Jahre Altersunterschied, wenn die jüngere Person unter 16 ist).
      3 0 Melden
    • James McNew 14.08.2018 16:33
      Highlight Stimmt, für Pädophile sind 16-jährige eigentlich schon zu alt.
      3 1 Melden
    • lilie 14.08.2018 17:23
      Highlight @Aglaya: Ja, stimmt, nach unten natürlich begrenzt. 😊

      @James: Kinderpornografie und Pädophilie sind nicht gleich definiett.

      Pädophile stehen auf Kinder vor der Pubertät.

      Kinderpornografie geht hingegen bis 17 (scheints).

      Das sind zwei paar Schuhe.
      4 0 Melden
    • James McNew 14.08.2018 17:46
      Highlight Merci lilie und andere für die äh... Aufklärung.
      2 0 Melden

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