Schweiz
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Streit mit dem Freund: Beim Auszug aus dem Haus nahm Luzernerin Ferrari und Jaguar mit



Das Haus des Ex-Freundes beim Auszug stark beschädigt sowie geräumt haben soll eine 51-jährige Schweizerin, die sich am Mittwoch vor dem Luzerner Kriminalgericht wegen schwerer Sachbeschädigung und Veruntreuung verantworten musste. Die Frau streitet alles ab und sagte, ihr ehemaliger Freund wolle ihr etwas anhängen.

Die Beiden waren seit 2002 ein Paar, sie war indes erst im März 2008 in das neue Haus ihres Freundes eingezogen. Zweieinhalb Jahre später kam es zum Bruch. In einer Vereinbarung verpflichtete sich die Frau dazu, das Haus zu verlassen. Der Mann war im Gegenzug bereit, ihr 15'000 Franken zu zahlen.

Wände, Möbel, und Böden verschmiert

Die Vereinbarung enthielt auch eine Klausel, wonach die Frau nichts beschädigen dürfe. Die Staatsanwaltschaft warf der Beschuldigten vor, beim Auszug im Haus einen Sachschaden von 23'000 Franken angerichtet zu haben. Sie soll Wände, Möbel, Fensterrahmen und Böden bemalt und verschmiert haben, Lampen beschädigt, Hemden zerschnitten und weitere Kleider in der Entkalkungsmaschine zerstört haben.

Die Frau sagte, sie habe keine Sachbeschädigungen gemacht, denn das sei nicht ihre Art. Die Schäden stammten wohl von ihrem Ex-Freund. Dieser wolle ihr damit etwas anhängen.

Autos mitgenommen

Die Staatsanwaltschaft warf der Frau vor, bei ihrem Auszug Möbel, die ihr nicht gehörten, aus dem Haus entfernt zu haben und, teilweise schon zuvor, einen Ferrari, einen Jaguar und einen Motorroller unberechtigt an sich genommen zu haben. Die Deliktsumme dieser vorgehaltenen Veruntreuung beträgt knapp 90'000 Franken.

Die Frau bestritt auch dies. Sie sei Eigentümerin der Gegenstände gewesen, die sie mitgenommen habe, sagte sie. Die Gegenseite verwies auf Urteile des Bezirksgerichts Hochdorf von 2015, gemäss denen die umstrittenen Gegenstände im Besitz des Mannes gewesen seien.

Freundin als Vorzeigemodell benutzt

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten. Davon soll die Frau 6 Monate absitzen. Der Staatsanwalt sprach von gekränkter Eifersucht, Rachegelüsten und boshaftem Verhalten. Dass nicht die ganze Strafe bedingt ausfallen solle, begründete er damit, dass die Beschuldigte Zivilgerichtsurteile nicht beachte und immer wieder Geldprobleme habe.

Die Verteidigung forderte dagegen einen Freispruch, weil alles nur behauptet sei. Es gebe keine Beweise, dass die Schäden am Haus nicht schon vor dem Auszug der Frau bestanden hätten. Zur angeblichen Veruntreuung sagte er, dass seine Mandantin davon ausgegangen sei, dass die Gegenstände ihr gehörten.

Einig war man sich vor Gericht nur, dass es in der langjährigen Beziehung kriselte. Dem Ex-Freund wurde vorgeworfen, dass er geizig gewesen sei und seine Freundin als Vorzeigemodell benutzt und ausgenutzt habe. Die Frau wurde als aggressiv, aufbrausend und unberechenbar beschrieben.

Das Urteil wird zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich bekannt gegeben. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • bokl 19.12.2018 19:13
    Highlight Highlight Und das Fazit von der Geschicht?
    Hast du Kohle ohne Ende nutze Escorts und heirate nicht …
    • Duweisches 19.12.2018 19:40
      Highlight Highlight Sie haben nicht geheiratet.
  • manhunt 19.12.2018 18:44
    Highlight Highlight ein jaguar, ein ferrari und ein motorroller im gesamtwert von 90000.-? war der ferrari ein spielzeugauto?
  • Raembe 19.12.2018 16:09
    Highlight Highlight Man sagt doch mit zunehmenden Alter kommt Weisheit. Bestes Beispiel das dies nicht bei allen Menschen der Fall ist.
    • Sandro Lightwood 19.12.2018 16:55
      Highlight Highlight Wir wissen ja nicht, wie die mit 20 drauf waren. 😂
  • droelfmalbumst 19.12.2018 15:31
    Highlight Highlight Mein Fazit dazu:

    Er, hat Kohle ohne Ende. Schmeisst Sie raus because keine Lust mehr.

    Sie, mittellos und finanziell von ihm abhängig und in dieser Zeit ihn sicher auch ordentlich Kohle ausgelutscht ohne Ende, zerstört alles was ihm lieb ist, weil er immer noch Kohle ohne Ende hat und Sie vom High-Live wieder in die Slums muss...
    • Mr.President 19.12.2018 15:45
      Highlight Highlight Danke für die Kurzfassung! 🎉👏👏👏 das ist fast wie pretty woman nur ohne happy end !
    • katerli 19.12.2018 15:50
      Highlight Highlight klingt als ob fu Erfahrung damit hätest?
    • droelfmalbumst 19.12.2018 16:11
      Highlight Highlight nein katerli leider nicht. habe nicht kohle ohne ende :(
    Weitere Antworten anzeigen
  • Follower 19.12.2018 15:06
    Highlight Highlight Es reicht heute nicht mehr, dass man sich wegen Kränkung hasst. Man/frau muss auch noch Wertgegenstände kaputtmachen und natürlich und unbedingt teure Anwälte beschäftigen, eine gerichtliche Sieg-Niederlage erzwingen, damit letztlich alles kaputt ist, was kaputt gehen kann. Vielleicht wäre es auch gegangen, wenn sie sich vor einem Mentor mehrmals angeschrien hätten. Billiger wär‘s sicher gewesen.
    • Demo78 19.12.2018 17:16
      Highlight Highlight Du meinst wohl einen Mediator🤓
    • Follower 19.12.2018 18:33
      Highlight Highlight Ein Mediator wird benötigt, wenn von einem geschlichteten Konflikt als Ziel ausgegangen wird. Das ist in dieser Situation vermutlich unrealistisch. Darum kann es ganz gut ein Coach oder Mentor sein. Der ist einfach dabei, wenn die 2 sich anschreien.
    • Follower 19.12.2018 18:37
      Highlight Highlight Ziel ist in dem Sinn nicht die Lösung des Konflikts, sondern das verrauchen der schlimmsten Wut. Der Mediator will den Konflikt (auf-)lösen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 19.12.2018 14:39
    Highlight Highlight Was für ein tolles Paar!

  • G. Schmidt 19.12.2018 14:33
    Highlight Highlight "Die Frau wurde als aggressiv, aufbrausend und unberechenbar beschrieben."

    Neue Kandidatin für den "Bachelor"...
  • walsi 19.12.2018 14:27
    Highlight Highlight Wenn der Mann sie explizit unterschreiben liess, dass nichts beschädigen darf, tat er dies wohl aus guten Gründen.
    • Erbinho 19.12.2018 15:23
      Highlight Highlight Kann schon sein, aber stell dir vor, er hat diese Klausel in der Absicht eingefügt, dass er danach diese (evtl. nicht mehr benötigten) Sachen beschädigt und seiner Ex dies anhängen will, um ihr somit die 15'000 nicht zahlen zu müssen... wäre ganz schön gerissen.
      Die Frage ist halt, wem glaubt das Gericht... Die Wahrheit werden nur die 2 wissen.
    • LondonAfterMidnight 19.12.2018 15:51
      Highlight Highlight Kann jedoch im umgekehrten Fall genau darum gegen ihn sprechen.. Ist ja äusserst praktisch, wenn so etwas festgehalten wird und dann "plötzlich" doch Schäden vorhanden sind..

      In jedem Fall braucht es immer zwei bei solchen Geschichten
    • bokl 19.12.2018 19:15
      Highlight Highlight @Erbinho
      Einen Sachschaden von 26K anrichten um 15K zu "sparen" ist eher dämlich als gerissen. Denn die Frau hat ja chronische Geldprobleme und somit fliesst auch bei einer Verurteilung kein Geld.
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