Schweiz
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Stefan Tabacznik

Arbeitete 40 Jahre lang für die Medien, darunter als Anchor für die SRF-«Tagesschau»: Stefan Tabacznik wurde Im März 2013 pensioniert.   Bild: srf.ch

Schweizer Ex-Offizier bezichtigt «Tagesschau»-Legende der Kriegsverbrechen

Heute wird vor dem Bezirksgericht Zürich ein kurioser Fall behandelt. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Nötigung gegen einen ehemaligen Fachoffizier der Swisscoy. Er soll TV-Legende Stefan Tabacznik in einer E-Mail der Kriegsverbrechen im Kosovo beschuldigt und gedroht haben. 

Es ist eine verfluchte Geschichte. Und vielleicht wäre sie ganz anders gekommen, wenn der damalige Bundespräsident Ueli Maurer im September vor drei Jahren diesen verflixten SRF-Kameramann nicht Aff genannt hätte.

Prozess unterbrochen

Das Bezirksgericht Zürich konnte am Mittwoch noch keinen Entscheid fällen. Das Bezirksgericht unterbrach den Prozess nach mehr als vier Stunden aus formalen Gründen. Nun muss das Obergericht darüber befinden, ob die anklageführende Staatsanwältin aus Befangenheit in den Ausstand treten und ob ein Teil der Untersuchung wiederholt werden muss. Dies hatte die Verteidigung des Beschuldigten beantragt. Die Staatsanwaltschaft habe sich «vor den Karren des Privatklägers spannen lassen». Der erstinstanzliche Prozess kann sich damit um ein Jahr verzögern. (sda)

Dann hätte Stefan Tabacznik (67) nicht kurz darauf dem «Blick» erzählt, dass der Herr Maurer schon mal einen Kameramann Schafseckel genannt habe, damals im Kosovo im Jahr 2000. Der heute vor Bezirksgericht beschuldigte Christian Kälin* (62) hätte dann nicht das Gesicht von Tabacznik auf dem Titelblatt des Boulevardblattes erblicken können. Und vielleicht hätte Kälin dann nicht just an diesem Tag in die Tasten gegriffen und dem Herrn Tabacznik seinen Ruhestand gänzlich versalzen. 

Image

Der verhängnisvolle Tag vor drei Jahren: Tabacnik prangt auf der Titelseite des «Blick», gleichentags erhält er eine mutmassliche Droh-Mail. bild: Blick /16.9.2013

Erst sieben Monate Pensionärsfrieden waren der «Tagesschau»-Legende Stefan Tabacznik vergönnt, als ihm sein früherer Swisscoy-Kamerad Kälin in dieser chogen grobschlächtigen Mail riet, sich doch von nun an lieber «vollständig RUHIG» zu verhalten und «als alter Mann mit Vergangenheit seinen roten Arbeitsfrieden auf Staatskosten» zu geniessen. Alles würde ansonsten nämlich von ihm, Ex-Fachoffizier Kälin unverzüglich ans Licht der Öffentlichkeit gezogen werden – «für eine vollständige öffentliche Demontage in allen Medien in diesem Bundesbern», soll er geschrieben haben. Jeder würde dann wissen, was der Fernseh-Tabacznik auf seinem Einsatz als Presse- und Informationsoffizier damals im Kosovo im Jahr 2000 wirklich getrieben habe.



Von «rücksichtslosem Drogen- und Bluthandel», schrieb der Herr Kälin dem Herrn Tabacznik, dem er damals im Kosovo im Jahr 2000 noch das Leben gerettet haben will («Russenmafia Botschaft Pristina, DU erinnerst dich», setzt der Kälin ein Seitenhieb). Damit nicht genug wirft er dem Kameraden von Camp Casablanca des weiteren geheime Politikertreffen auf Staatskosten, Waffenhandel, Beihilfe zum Kinderhandel und schändliche Treffen mit dem Klerus vor, wie die Anklageschrift festhält. 

Dem Herrn Tabacznik wurde dermassen gschmuch über solche Schlötterlig, dass er den Bau seiner Website, mit der er sich nach seiner Fernsehkarriere als Berater positionieren wollte, flugs sistierte.

Er habe hie und da vielleicht mal eingreifen müssen, damals in seinem knapp neunmonatigen Einsatz als Presseoffizier im kriegsgeschüttelten Kosovo, sagt Tabacznik heute. Bei Vorfällen von häuslicher Gewalt beispielsweise. Hätte der Herr Kälin Jahre später tatsächlich öffentlich solche schrecklichen Vorwürfe gegen ihn erhoben, hätte das damals betroffenen serbischen oder kosovarischen Parteien in den falschen Hals kommen und zu Blutrache oder Anschläge gegen ihn, den Tabacznik, führen können. Davor habe er sich gefürchtet, sagt er. Das seien ja praktisch Kriegsverbrechen, die ihm da vorgeworfen würden. 

Jetzt soll aber Schluss sein mit der Angst, der Medienmann will endlich seine Pension geniessen. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat fordert eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 150 Franken für Ex-Fachoffizier Kälin mit seinem bösen Mail, und eine Busse von 500 Franken. 

Mit seinem Urteilsspruch wird jetzt ein Richter entscheiden, wer in dieser Geschichte wirklich der Aff war. Vielleicht können die Schlachtfeldkameraden dann endlich Frieden schliessen mit den Geschehnissen, damals im Kosovo im Jahr 2000. Gopfnomal.

* Name geändert

Die SRF-«Tagesschau»-Moderatoren seit den 60er Jahren:

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 24.09.2016 20:31
    Highlight Highlight Die Reaktion von Tabacznik auf die Anschuldigungen von Kälin in einem privaten E-Mail ist ja völlig voll daneben. Er sistiert seine Website und hat Angst vor der Blutrache und geht an die Öffentlichkeit wegen diesem Mail. Falls diese Anschuldigungen total aus der Luft gegriffen sind, dann muss Tabacznik auch vor der Blutrache keine Angst haben. So derart bodenlos dumm sind auch die Bluträcher nicht. Also, ich behaupte mal, der Krieg ist nichts für Tabacznik. Er soll sich in Zukunft aus dem Krieg raushalten. Und falls da jemand überhaupt geistig verwirrt ist, dann ist es sicher nicht nur Kälin.
    0 1 Melden
  • LeChef 22.09.2016 11:06
    Highlight Highlight Wenn man sich die Kommentare so durchliest, könnte man meinen, die Leute sind einfach nicht mehr im Stande, einen Text konzentriert zu lesen und dabei vielleicht einmal um die Ecke zu denken. Sofort intellektuell überfordert...
    7 7 Melden
  • ands 22.09.2016 07:12
    Highlight Highlight Ich habe den Text auf Anhieb verstanden und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, er könnte speziell kompliziert sein. Aber man liest heutzutage halt nicht mehr den ganzen Text, sondern bastelt sich aus Stichworten und Bildern eine eigene Version der Story...
    5 3 Melden
  • Be3 21.09.2016 23:02
    Highlight Highlight Wieso wurde mein bereits aufgeschalteter Kommentar entfernt?
    Ich muss das wohl so interpretieren, dass Ihr nicht mit Kritik (jedenfalls nicht an euch) umgehen könnt!
    Im mindesten hätte ich ein Feedback erwartet was euch daran stört.
    User Image
    8 0 Melden
  • SemperFi 21.09.2016 22:30
    Highlight Highlight Da wehrt sich jemand gegen falsche Bezichtigungen vor Gericht und ihr bringt die falsche Bezichtigung mit seinem Bild als Schlagzeile? Das ist ja schon nahe an Rufschädigung und übler Nachrede. Der folgende, wirre Artikel macht die Sache dann auch nicht besser.
    21 4 Melden
    • Spooky 21.09.2016 22:49
      Highlight Highlight @SemperFi
      Woher weisst du, dass das falsche Bezichtigungen sind?
      8 6 Melden
    • SemperFi 21.09.2016 23:37
      Highlight Highlight Sorry, da muss man jetzt nicht gerade Hellseher sein, um zu sehen, dass die Geschichte stinkt. Aber die erhellenden Fakten muss man leider im Tagi nachlesen.
      5 2 Melden
    • SemperFi 23.09.2016 15:53
      Highlight Highlight @Soulrider: Das ist ja das Perfide: irgend ein Irrer schmeisst mit Dreck und am Bezichtigten bleibt immer etwas kleben. Und in den Medien kommt ja nicht das Bild des Täters, sondern der Unschuldige wird in die Öffentlichkeit gezerrt und noch jahrelang darunter leiden.
      1 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Malu 81 21.09.2016 20:12
    Highlight Highlight Es scheinen nicht so gravierende Kriegsverbrechen zu sein, sonst würde das Tribunal in Den Haag richten.
    Eine mediengeile Staatsanwaltschaft spinnt
    die Fäden zu diesem sinnlosen Schauspiel.
    2 11 Melden
    • SemperFi 21.09.2016 22:34
      Highlight Highlight Haben Sie den Bericht gelesen? Es geht im Prozess nicht um die "Vergehen" von Herrn T., sondern um die Nötigung und Drohung von Herrn Kälin. Wie kommen Sie da auf ein sinnloses Schauspiel einer mediengeilen Staatsanwaltschaft?
      10 2 Melden
  • Spooky 21.09.2016 19:14
    Highlight Highlight Das ist ein Fall für Carla del Ponte.
    7 2 Melden
  • D(r)ummer 21.09.2016 16:37
    Highlight Highlight Hab ich das richtig verstanden, dass das "Opfer" gewisse Verbrechen begangen hat aber nun derjenige der darauf aufmerksam macht angeklagt wird, nur weil das Opfer seinen Ruhestand geniessen möchte? Hoppla, läuft da doch was falsch in der schönen Schweiz? ;)
    11 46 Melden
    • Emperor 21.09.2016 17:48
      Highlight Highlight also, wenn jemand Verbrechen begeht nur weil sie in einer Mail eines geistig leicht Verwirrten stehen, dann könnten wir sehr viele Leute einsperren...
      Ich glaube du hast da was falsch verstanden, die Vorwürfe im Mail scheinen bis jetzt Haltlos zu sein.
      33 10 Melden
    • trio 21.09.2016 18:03
      Highlight Highlight @D(r)ummer ich verstehe es eher so, dass sich Stefan Grossräte gegen falsche Vorwürfe wehren möchte. Warum erst jetzt ist allerdings schon etwas merkwürdig, die Anschuldigungen von Ex-Fachoffizier Jahre wirken jedoch nicht sehr glaubwürdig. Mal gespannt wie diese Geschichte weiter geht.
      6 2 Melden
    • SemperFi 21.09.2016 22:40
      Highlight Highlight Da haben Sie definitiv etwas falsch verstanden. Das wundert aber bei diesem Schreibstil nicht. Herr Kälin droht Herrn T. per Mail. Herr T. wehrt sich dagegen. Punkt.

      Verständlich geschildert wird der Fall zum Beispiel im Tagesanzeiger.
      11 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blutgrätscher 21.09.2016 15:36
    Highlight Highlight Also sorry, aber warum genau hat dieser Mann 15 Jahre lang verschwiegen, dass er über Kriegsverbrechen bescheid weiss?

    Kommt mir schon ein bitzeli komisch vor.
    34 10 Melden
  • HansHoni 21.09.2016 15:20
    Highlight Highlight Ich habe den Artikel zweimal gelesen und komme immer noch nicht draus. Äxgüsi, aber ich finde, er ist etwas gar forciert originell und dabei bleibt (für mich) die Klarheit auf der Strecke. Vielleicht bin ich aber einfach nur zu alt für Watson. Wärschönschad.
    119 4 Melden
  • Maberta 21.09.2016 15:08
    Highlight Highlight Der Taba ein Kriegsverbrecher?! Da lachen ja die Hühner. Wie perfid ist das denn, "Herr Kälin"...
    16 11 Melden
  • Ratboy 21.09.2016 14:37
    Highlight Highlight Der Text ist kaum zu lesen, wie Goschi finde ich den Schreibstil auch völlig unangemessen.

    Vielleicht ist das aber auch Taktik:
    Wenn die User die Texte 3-4 mal lesen müssen um sie zu verstehen steigt natürlich die Verweildauer auf Watson ;-)
    85 1 Melden
  • goschi 21.09.2016 12:07
    Highlight Highlight Leider wird dieser pseudo-Kumpelhafte Stil dieser doch sehr ernsten Sache einfach nicht gerecht!

    Finde solcherlei Schreibstil völlig unangemessen.
    264 17 Melden
  • He nu.. 21.09.2016 12:07
    Highlight Highlight Schon ein wenig verwinkelt, die Geschichte. Alt, aber aktuell ist!

    Weder ein Bundesrat, noch ein anderer Politiker sollte mit "solchen" Beschimpfungen um sich werfen. Im Wort liegt "Macht", wer's noch nicht weiss. Folglich sollte man sich denn auch nicht verwundern, wenn die Jungen die ganze Zeit von "F.. dich" Geil und anderem um sich werfen und oft gewaltsam werden.
    17 37 Melden
  • Hierundjetzt 21.09.2016 12:05
    Highlight Highlight Jesssöss wie lächerlich. Da wird ein Korporal endlich mal Fachof (kein richtiger also). Und schreibt dermassen ein blödes infantiles E-Mail das nicht mal einem 3. Klässler würdig ist.

    He "Kälin", jetzt einfach mal bremsen, gäll?
    43 46 Melden
    • Raembe 21.09.2016 13:13
      Highlight Highlight Das Mail wurde nur teilweise zitiert. Daher würd ICH mir über das ganze Mail kein Urteil erlauben. Aber Jedem das Seine. Tatsache ist das dieses Mail nicht fair ist. Von Stefan T. ist es gegenüber Maurer aber auch nicht. Nach 13 Jahren im Blick noch nachtreten, find ich ganz schwach. Das Maurers Verhalten auch nicht gut ist, ist auch klar. Falls die Vorwürfe im Mail aber stimmen und bewiesen werden können, muss eine Ermittlung gegen Stefan TZ. eigeleitet werden.
      30 7 Melden
  • Grundi72 21.09.2016 11:52
    Highlight Highlight Komisch geschrieben.. verstehe die Story nicht. Was hat das alles mit den Kameramännern zu tun?
    208 7 Melden
    • Nurake 21.09.2016 12:31
      Highlight Highlight Der Ueli nannte einen Kameramann "Aff".

      Stefan sagt, der Ueli hätte bereits im Jahre 2000 einen Kameramann beleidigt - Titelseite "Blick".

      Kälin fühlt sich persönlich dazu verpflichtet, seinen Bro Ueli zu verteidigen und sendet dem Ste eine Droh-Mail.

      Ohne die beleidigten Kameramannen wäre Kälin also gar nicht erst auf Stefan aufmerksam geworden.

      Capisce?
      114 8 Melden
    • pamayer 21.09.2016 13:09
      Highlight Highlight Danke
      18 5 Melden
    • RiotGurl 21.09.2016 13:56
      Highlight Highlight Ich verstehe aber nicht auf welcher Seite es Kriegsverbrechen gegeben haben sollte. Gegen Kosovaren oder Serben?
      27 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gelegentlicher Kommentar 21.09.2016 11:38
    Highlight Highlight Liegt das an mir, oder ist dieser Artikel tatsächlich etwas kompliziert geschrieben? Was hat das ganze jetzt genau mit Blocher und dem Aff zu tun?

    und vor allem: ist denn offiziell bekannt, dass Herr Kälin in seinen Anschuldigungen falsch liegt?
    207 4 Melden
    • Fumo 21.09.2016 11:52
      Highlight Highlight Musste es auch drei mal durchlesen um halbwegs zu verstehen was gemeint sein könnte, sicher bin ich mir noch nicht.
      Es erinnert mich, ein wenig, an eine Art sich auszudrücken, die den Zuhörern das Gefühl geben sollte, man selbst sei denen intellektuell überlegen.
      120 9 Melden
    • AdiB 21.09.2016 11:57
      Highlight Highlight Hab ich auch gedacht. Das sind schwere anschuldigungen und falls der herr kälin beweise hat für die anschuldigungen, muss man dem nachgehen.
      57 3 Melden
    • Hierundjetzt 21.09.2016 12:03
      Highlight Highlight Hahahaha Sonja 😂
      38 30 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • elivi 21.09.2016 11:38
    Highlight Highlight ist das etwa ... ... Trollen aber auf altmodisch?
    93 3 Melden
    • Nick Name 21.09.2016 15:39
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