Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kein «Racial Profiling»: Bundesgericht stützt Zürcher Polizisten



Keine Schikane, keine Diskriminierung: Das Bundesgericht hat entschieden, dass ein Schweizer mit kenianischen Wurzeln zu Recht von der Zürcher Stadtpolizei kontrolliert wurde. Der Dunkelhäutige ist der Ansicht, dass er Opfer von «Racial Profiling» wurde.

Die strittige Aktion fand im Februar 2015 im Hauptbahnhof statt. Stadtpolizisten wollten den ETH-Bibliothekar kontrollieren, weil er ihnen verdächtig vorkam. Der Mann habe den Blick abgewandt und ihnen ausweichen wollen, heisst es dazu im Polizeirapport.

Er selber sieht das anders. Er sei bloss kontrolliert worden, weil er schwarz sei, sagt der 43-Jährige, der in Kenia geboren wurde und seit zehn Jahren Schweizer ist. Er habe sich aus diesem Grund geweigert, sich auszuweisen. Schliesslich wurde er wegen «Nichtbefolgens einer polizeilichen Anordnung» gebüsst.

Busse von 100 Franken

Die Busse von 100 Franken wollte er aber nicht bezahlen – aus Prinzip. Er sei es leid, ständig ins Visier der Polizei zu geraten und dies unabhängig davon, wie er sich verhalte, sagte er beim erstinstanzlichen Prozess.

Seine Beschwerden nützten jedoch nichts. Er zog durch alle Instanzen bis vor Bundesgericht – erfolglos. Nachdem bereits das Zürcher Bezirksgericht und das Zürcher Obergericht seinen Rekurs abgelehnt hatten, entschied nun auch das Bundesgericht entsprechend.

Die Personenkontrolle sei zumutbar und verhältnismässig gewesen, schreibt das oberste Gericht in seinem Urteil. Es wies seine Beschwerde deshalb ab. Der Mann muss nun – neben der Busse – auch noch die Gerichtskosten von 1200 Franken zahlen.

Damit ist die Sache für den ETH-Bibliothekar aber nicht erledigt: Er wehrte sich nicht nur auf strafrechtlicher Ebene gegen die verhängte Busse, sondern löste auch ein verwaltungsrechtliches Verfahren gegen die Stadtpolizei aus. Dieses Verfahren wurde jedoch sistiert, bis das Strafverfahren definitiv abgeschlossen ist – was hiermit der Fall ist. Die Ermittlungen können somit wieder aufgenommen werden. (sda)

So leer ist ein Regal ohne Ausländer

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.03.2018 21:49
    Highlight Highlight Habt ihr schon einen verarmten Dunkelhäutigen in der Schweiz gesehen? Nein.

    Habt ihr schon einen verarmten Weissen in der Schweiz gesehen? Mehr als eine Million.

    In der Schweiz gibt es keinen Rassismus. Die Dunkelhäutigen sollen doch endlich aufhören mit dem blöden Scheiss.
    • dä dingsbums 22.03.2018 07:48
      Highlight Highlight Selten so einen Blödsinn gelesen.
  • hävi der spinat 21.03.2018 20:22
    Highlight Highlight "Er sei bloß kontrolliert worden, weil er schwarz sei".
    (...)
    Genau solchen Unsinn setzten wir mit einer übertriebenen Rassismus-Hysterie, den Menschen in den Kopf.

    Die Leute beginnen sich als Opfer zu fühlen.

    "Er habe sich aus diesem Grund geweigert, sich auszuweisen".
    (...)
    Eine Frechheit!
    Seit 10 Jahren in der Schweiz und schon so selbstbewusst, um den Polizisten den Ausweis zu verweigern.
    Insbesondere wenn man bedenkt, von wo der Mann herkommt.
    Man stelle sich mal eine verweigerte Polizeikontrolle in Kenia mal vor. (...)


    Und?
    Ist dieser Kommentar jetzt schon zu krass für Watson?
    Echt?
    • dä dingsbums 22.03.2018 07:54
      Highlight Highlight @hävi, bitte genau lesen: Er ist seit 10 Jahren Schweizer.

      Dein Kommentar ist vielleicht nicht zu krass für Watson, hebt das Niveau aber auch nicht unbedingt.

      Du hättest ja gleich schreiben können: "Der Schwarze soll froh sein dass er in der Schweiz leben darf und die Klappe halten".

  • Felipe Meyer 21.03.2018 19:39
    Highlight Highlight super interessant, vor 7 tagen teilte ich beim stadthgaus einem polizisten mit wie leute in aller öffentlichkeit ihr Cocks konsumierten, glauben sie die sind dem nachgegangen? haha ich hätte wohl sagen sohlen dort ist ein schwarzer der cocks konsumiert vor allen augen, wie wahrscheinlich wären sie dann meiner meldung nach gegangen..jaja wenn weise entscheiden waqs rassismus ist.. kann ja heiter werden...
  • hävi der spinat 21.03.2018 17:23
    Highlight Highlight "Er sei bloß kontrolliert worden, weil er schwarz sei".
    (...)
    Genau solchen Unsinn setzten wir mit einer übertriebenen Rassismus-Hysterie, den Menschen in den Kopf.

    Die Leute beginnen sich als Opfer zu fühlen.

    "Er habe sich aus diesem Grund geweigert, sich auszuweisen".
    (...)
    Eine Frechheit!
    Seit 10 Jahren in der Schweiz und schon so selbstbewusst, um den Polizisten den Ausweis zu verweigern.
    Insbesondere wenn man bedenkt, von wo der Mann herkommt.
    Man stelle sich mal eine verweigerte Polizeikontrolle in Kenia mal vor. (...)
  • Super 21.03.2018 17:02
    Highlight Highlight Trevor Phillips bringts auf den Punkt.

    Play Icon
  • Flötist 21.03.2018 16:57
    Highlight Highlight Wenn ein Polizist mich kontrollieren will, dann käme es mir nicht im geringsten in den Sinn, mich dem zu widersetzen. Ernsthaft.. wenn man der Polizei nicht mehr trauen kann, dann hat man ein anderes Problem und wenn man sich einer gesitteten Polizei widersträubt, dann demonstriert man nicht gerade Integrität.
    • dä dingsbums 21.03.2018 17:26
      Highlight Highlight Wie oft wurdest Du in den letzten Jahren von der Polizei kontrolliert?
    • pinksirop 21.03.2018 17:46
      Highlight Highlight Naja, offenbar wurde er eben nicht nur einmal kontrolliert. Sonden eben schon mehrfach. Und da kann ich es durchaus nachvollziehen, dass es irgendwann mal nervt.
    • din Vater 21.03.2018 18:15
      Highlight Highlight Die Polizei braucht einen Grund, um Personen kontrollieren zu können. Die Begründung: "der Mann habe den Blick abgewandt und ihnen ausweichen wollen", ist doch ziemlich fragwürdig.
    Weitere Antworten anzeigen

Mann drückt Zürcher Polizistin brennende Zigarette ins Gesicht

Ein 45-jähriger Mann hat am Dienstagmittag eine Zürcher Verkehrspolizistin angegriffen und ihr eine brennende Zigarette ins Gesicht gedrückt. Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.

Die Polizistin war wegen eines Verkehrsunfalls zum Hauptbahnhof gerufen worden. Als sie nach Abschluss des Falles auf ihr Motorrad steigen wollte, wurde sie vom Angreifer von hinten angesprochen und beleidigt. Als sie sich zu ihm umdrehte, drückte ihr der Mann plötzlich eine brennende Zigarette ins Gesicht.

Artikel lesen
Link zum Artikel