Schweiz
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Der frisch gewaehlte Bundesrat Ignazio Cassis, Mitte rechts, und seine Frau Paola Rodona Cassis, Mitte links, lassen sich auf dem Bundesplatz feiern, nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 20. September 2017, im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Ignazio Cassis is celebrated by his supporters next to his wife Frau Paola Rodona Cassis, on the federal square (Bundesplatz) after the election as Federal Councilor by the United National Assembly, in the National Council in Berne, Switzerland, 20 September 2017. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Der neue Bundesrat und seine Frau (links) lassen sich auf dem Bundesplatz feiern. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Ein Tessiner und «Papierli-Schweizer»: Warum Ignazio Cassis die richtige Wahl ist

Das Parlament hat den Anspruch der Frauen übergangen und Ignazio Cassis in den Bundesrat gewählt. Der Entscheid ist trotzdem gut, denn Cassis vertritt zwei wichtige Minderheiten.



Die Bundesversammlung hätte die achte Frau in die Landesregierung wählen können. Sie entschied sich für den achten Tessiner. Dieses Missverhältnis wurde wiederholt angesprochen. Dennoch empfindet man wenig Bedauern für Isabelle Moret. Die Waadtländerin hat einen schlechten Wahlkampf geliefert. Und selbst Unterstützerinnen monierten, dass sie ihre Rolle als alleinerziehende Mutter von schulpflichtigen Kindern nicht klarer hervorheben wollte.

Der Genfer Pierre Maudet wäre ein fähiger Bundesrat. Ihm fehlte jedoch der Rückhalt in Bundesbern. Deshalb gelang es der SP nicht, eine Allianz gegen Ignazio Cassis zu schmieden. Der Anspruch der Sozialdemokraten, erneut eine linksfreisinnige Persönlichkeit in den Bundesrat zu befördern, war ohnehin vermessen. Die FDP hat sich nun einmal mit Erfolg als rechtsbürgerliche Partei positioniert. Cassis steht exemplarisch für diese Entwicklung.

Ignazio Cassis ist neuer Bundesrat

Seine Rolle als Krankenkassen-Lobbyist und seine Anbiederung an die SVP sorgten im Vorfeld für Stirnrunzeln. Muss man nun befürchten, dass er sich im Bundesrat als Marionette der Blocher-Partei verhalten wird? Selbst gemässigte Sozialdemokraten winken ab. Allzu viel werde sich nicht ändern. Bundesrat Cassis hat nicht zuletzt mit seinen Ansichten in der Drogenpolitik gezeigt, dass er den Mut zu eigenständigen und kontroversen Positionen hat.

Auch der Vergleich mit Eveline Widmer-Schlumpf sticht nicht. Die Bündnerin war eine «Hors-sol-Bundesrätin» ohne starke Hausmacht. Sie war auf Gedeih und Verderben abhängig von der Mitte-links-Koalition, die sie gewählt hatte. Ignazio Cassis ist als bisheriger FDP-Fraktionschef ein anderes Kaliber.

Aus zwei Gründen muss man seine Wahl besonders begrüssen. Mit ihm ist die italienische Schweiz wieder im Bundesrat vertreten. Nur zu oft hatte man im Wahlkampf das Gefühl, dies sei eine Lappalie, nach dem Motto: Mit den Tessinern kann man es machen, sie haben keine Alternative. Italiener wollen sie nicht sein, und die Unabhängigkeit fordert nicht einmal die Lega.

Dabei geht es um nichts weniger als den Charakter der Schweiz als Willensnation, die keine gemeinsame Sprache und Kultur aufweist. Bundesrat Cassis hat dies in seiner Ansprache betont. Daraus ergibt sich der verfassungsmässige Anspruch, immer mal wieder in der Landesregierung Einsitz zu nehmen. Nicht zuletzt weil die Tessiner sich vom Rest des Landes oft missverstanden fühlen.

Ignazo Cassis: Der neue Bundesrat

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Video: srf

Aus diesem Grund wäre es auch wünschenswert, wenn Bundesrat Cassis das Aussendepartement übernehmen würde. Als Vertreter eines sehr europa- und zuwanderungsskeptischen Kantons kann er die unter Didier Burkhalter ziemlich abgehobene Europapolitik auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Gleichzeitig ist Cassis Pragmatiker genug, um die Bedeutung der bilateralen Verträge und die Grenzen der Schweiz im Umgang mit der EU richtig einzuschätzen.

Schliesslich gibt es einen Aspekt, der im Wahlkampf interessanterweise kaum zur Sprache kam, ausser bei den Querelen um die Rückgabe seines italienischen Passes. Ignazio Cassis ist ein Secondo. Er wurde mit 15 Jahren eingebürgert. Aus der Perspektive strammer Patrioten ist er somit ein «Papierli-Schweizer».

Cassis ist ein gebürtiger Italiener, der in der italienischen Schweiz lebt. Er fällt nicht auf. Das machte es für die SVP einfach, ihn zu unterstützen. Mit einem albanisch-muslimischen Background hätte er es viel schwerer gehabt. Das ändert nichts am positiven Charakter seiner Wahl. Jeder dritte Einwohner der Schweiz hat einen Migrationshintergrund. Die Vertretung dieses Segments im Bundesrat ist ebenso wichtig wie der Anspruch der Frauen.

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113Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 21.09.2017 11:43
    Highlight Highlight cassis ist ein knallharter lohndumper, outsourcer, ahv bekämpfer, gewinnmaximierer.
    fdp wie's im büchlein steht.
    gut für alles mögliche, aber sicher nicht für die arbeitende mehrheit in der schweiz.
    • Fabio74 22.09.2017 11:05
      Highlight Highlight Aber kein böser Linker und damit der richtige für die SVP-Fans
  • Kubod 21.09.2017 01:50
    Highlight Highlight Als Italo-Secondo Schweizer hab ich jetzt auch einen Bundesrat.
    Fühlt sich gut an. Irgendwie in der Mitte angekommen.
    Die Schweiz als Willensnation hat schon viele Einflüsse und Einwanderungen von aussen überlebt und ist damit gewachsen.
    Ich hoffe, diese Stärke zur Assimilation von "Fremdstämmigen" bleibt ihr erhalten. Die Schweiz fordert und fördert. Nicht immer einfach, aber immer mit der Garantie darauf, dass man sich aus eigener Kraft und mit dem Willen etwas zu bewegen, ein gutes Leben schaffen kann. Ich vergleiche mit anderen Ländern, in denen ich gelebt habe und bin dankbar.
  • Spooky 20.09.2017 22:18
    Highlight Highlight Gute Wahl! Gratuliere!

    Das Tessin ist der wichtigste Kanton der Schweiz.

    Andernfalls hätten wir ja nicht den längsten Tunnel der Welt gebohrt, um ins Tessin zu kommen, oder?
    • Fabio74 21.09.2017 07:19
      Highlight Highlight Dann kann sich das Tessin ja selber finanzieren
  • rodolofo 20.09.2017 21:39
    Highlight Highlight Gratulation für die Wahl von Ignazio Cassis!
    Ich hätte mir zwar von Kopf her den Genfer Maudet bevorzugt, weil er mehr "Linksliberal" zu sein scheint.
    Aber vom Herzen her freue ich mich sehr, dass die Italienische Schweiz wieder im Bundesrat vertreten sein wird!
    Alles Andere wäre irgendwie stossend gewesen.
    Ignazio Cassis ist mir rundum sympathisch!
    Er bringt einen ruhigen, sachlichen Stil mit einem freundlichen Umgangston in die Politischen Debatten und Auseinandersetzungen, was eigentlich gar nicht meinen Clichée-Vorstellungen vom lauten, launischen und aufbrausenden "Italo" entspricht...
  • Eagle21 20.09.2017 17:24
    Highlight Highlight Interessant wäre es zu sehen, wie die anderen Parteien reagieren würden, wenn die SVP als Nachfolgerin für Ueli Maurer Frau Martullo-Blocher aufstellen würde. Viel Führungserfahrung, schulpflichtige Kinder - die Linken verhalten sich meiner Meinung nach noch viel sexistischer als die Rechten - eine Frau wird nur gewählt wenn sie eher links steht und am besten gar nicht aneckt; siehe Keller-Sutter.
    • Fabio74 20.09.2017 20:17
      Highlight Highlight Keller-Suter ist an vorderster Front dabei, die Arbeitsgesetze zu ungunsten der Arbeitnehmer zu schwächen. Noch dümmer könnte man nicht wählen. Ausser man sei Arbeitgeber, Bauer oder so stinkreich, dass man nicht arbeiten muss
      Martullo ist Tochter von Beruf und leitet eine Firma. Reicht das als Qualifikation?
    • RETO1 21.09.2017 09:17
      Highlight Highlight Fabio der Bauernhasser
    • Fabio74 21.09.2017 18:23
      Highlight Highlight @Reto1 nichts ausser dummen Sprüchen?
      Ich will eine Regierung die sich für Arbeitnehmer und Mieter einsetzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Lindic 20.09.2017 16:55
    Highlight Highlight Hauptsache kein Bauer oder Anwalt.
  • IMaki 20.09.2017 16:17
    Highlight Highlight Die Herrliberger Bewegung hat jetzt zweieinhalb Mitglieder in der Landesregierung und die Freisinnigen eineinhalb. Wenn der Johann aus Langetu zurück tritt, wird die Gründerpartei der Schweiz noch zwei halbe Bundesräte haben und die Herrliberger drei. Noch vor dem Ende des Jahrzehnts wird unser Land von mitte-rechts in den rechten Abgrund stürzen. Soll man schon K. Tucholsky zitieren? Eine Regierung ist nicht Ausdruck des Volkswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt. Oder reicht es noch für W. Ritschard? Die Schweizer stehen zwar früh auf, aber sie erwachen spät.
    • Roterriese #DefendEurope 20.09.2017 17:45
      Highlight Highlight Lieber in den rechten, als in den linken Abgrund.
    • Fabio74 20.09.2017 20:19
      Highlight Highlight @roterriese Sagt ja viel aus was du den SVPlern zutraust...nämlich nichts...
  • Telomerase 20.09.2017 15:24
    Highlight Highlight Ich würde mich wohl auch als "strammen Patrioten" klassifizieren, doch sehe Cassi aufgrund seines Lebenslaufs überhaupt nicht als "Papirlichwizer". Einerseits sein Grad im Militär und andererseits seine Aufgabe des italienischen Passes zeigt doch zur Genüge wo seine Loyalität steht.
    Da kenne ich viele "echte Schweizer", die weitaus weniger Hingabe für die Schweiz zeigen.
    • Peter 20.09.2017 17:25
      Highlight Highlight Den italienischen Pass hat er nicht bei seiner Einbürgerung abgegeben, sondern mehr als 40 Jahre später, kurz vor seiner Wahl in den Bundesrat. Das hat ihm entsprechend kritische Bemerkungen von "strammen Patrioten" eingebracht. Hier die Erwägungen von Kollege Christoph Bernet:

      http://www.watson.ch/!304795824
    • Telomerase 20.09.2017 17:47
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis. Ich stimme mit Bernet überein, dass die Biographie mehr aussagt als der Pass, finde aber auch, dass die Abgabe ein Tatbeweis ist, wo die Loyalität steht. Auch wenn man Cassis Opportunismus unterstellen könnte, im Anbetracht des Zeitpunkts für diese Entscheidung.
  • Rägebogefisch 20.09.2017 14:48
    Highlight Highlight Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl; Herr Cassis erscheint mir sehr sympathisch und fähig genug für dieses Amt zu sein. Ob es nun eine Frau oder eine Person mit einem "ausländischen Background" ist, finde ich ziemlich unwichtig. Die Hauptsache ist, er oder sie macht seinen/ihren Job gut und gewissenhaft.
  • Thinktank 20.09.2017 14:45
    Highlight Highlight Das Frauenquotenproplem haben nun die anderen Parteien, aber einen Anspruch der Frauen wie in der Einleitung beschrieben, gibt es nicht.
    • piedone lo sbirro 20.09.2017 16:12
      Highlight Highlight @sinktank

      "frauen an den kochherd" gehört bekanntlich zum mantra von köppels satire magazin - weshalb erinnern sie uns noch ständig daran?

  • TanookiStormtrooper 20.09.2017 14:43
    Highlight Highlight So oder so, es wurde ein FDPler gewählt. Daher hält sich meine Begeisterung etwas in Grenzen.
    • Altweibersommer 20.09.2017 16:55
      Highlight Highlight Ich freue mich für Marcel Koller, dass er so schnell einen neuen Job gefunden hat.
    • Lukas Brunner 20.09.2017 17:01
      Highlight Highlight Hast du etwas anderes erwartet?
  • Wehrli 20.09.2017 14:07
    Highlight Highlight Schau schau: Die NZZ, der Tagi und Watson einer Meinung. Eine Seltenheit.
  • Griffin 20.09.2017 13:48
    Highlight Highlight Wenn er als Migrant wahrgenommen wird, hat das sicher einen positiven Effekt für eine Gruppe, die bislang grossenteils komplett vom politischen Diskurs ausgeschlossen wird.

    Mit der Rückgabe seines Passes hat er sich aber selber davon distanziert und im öffentlichen Diskurs wird er fast ausschliesslich als Tessiner und Schweizer bezeichnet.

    Bin skeptisch, ob Cassis hilft.
    • poga 20.09.2017 17:28
      Highlight Highlight @Griffin also dass ein Schweizer Bundesrat als Schweizer angesehen wird, macht mich jetzt nicht wirklich skeptisch. Wenn er den noch ein Zeichen setzt und mit der Abgabe des Italienischen Passes ein Statement abgibt, umso besser.
  • Luca Brasi 20.09.2017 13:24
    Highlight Highlight Die Schweiz hat keine gemeinsame Kultur? Hoppla!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kultur

    Und die Tessiner fühlen sich missverstanden? Wie fühlen sich dann Innerschweizer, Thurgauer, Schaffhauser oder Basler? Wann wird deren verfassungsmässig garantierte Zusicherung auf eine "angemessene Vertretung der Landesregionen" verwirklicht (es steht nämlich nicht nur Sprachregion in der Verfassung und auch keine Anmerkung, dass "Sprachregion" wichtiger sei als "Landesregion"?
    • Snowy 20.09.2017 14:08
      Highlight Highlight Locker bleiben: Der nächste Basler BR steht bereits fest. Es wird Conradin Kramer sein! :-)

      https://tageswoche.ch/form/portraet/conradin-cramer-der-mann-ohne-makel/
    • Peter 20.09.2017 15:15
      Highlight Highlight Wenn man einen sehr weiten Kulturbegriff hat, kann man so argumentieren. Aber die Diskussion der letzten Wochen um die deutsche und die lateinische Schweiz (und die Unterschiede innerhalb dieser) kommt nicht von ungefähr. Wir Deutschschweizer haben doch kaum eine Ahnung davon, was in der Westschweiz oder im Tessin kulturell abgeht. Deshalb hat der sprachliche Faktor für mich auch mehr Gewicht als der regionale, auch wenn das so nicht in der Verfassung steht.
    • piedone lo sbirro 20.09.2017 16:07
      Highlight Highlight @Lügensperber

      genau deshalb weil cassis den geldadel vertritt hat ihn die SVP gewählt. um deren stimme zu holen hat er seinen ital. pass abgegeben. die bauernlobby war eigentlich gegen cassis.
  • Markus Kappeler 20.09.2017 13:17
    Highlight Highlight Ist dies das Ende der Mittelinks Kollation? Ich kann es nur hoffen. Wenn jetzt noch No Billag durchkommt, dann tschau SP/CVP/Grüne.
    • esmereldat 20.09.2017 14:38
      Highlight Highlight Warum tschau? Lösen sich die Parteien dann auf?
    • FrancoL 20.09.2017 14:40
      Highlight Highlight Also Sie begrüssen die SP/CVP/ Grünen oder dachten Sie tschau heisst nur
      tschüss?
    • piedone lo sbirro 20.09.2017 16:19
      Highlight Highlight @Lügensperber

      "Das Machtstreben dieser Parteien, alles was dem Volk gehört zum Abschuss freizugeben, wird noch einigen die Augen öffnen."

      schön wär`s! ich wünschte sie hätten recht, doch verblendung verhindert reflexion - viele werden sich ewig veräppeln lassen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • peeti 20.09.2017 12:50
    Highlight Highlight Die Tessiner FDP-Sektion hat es geschafft. Aber die 3er-Auswahl war mit zwei Romands eine Farce.
    So bestimmte eigentlich eine Kantonalpartei die Besetzung des freien Bundesratssitzes.
    • FrancoL 21.09.2017 20:16
      Highlight Highlight Ja man hätte auch eine Wahl mit Kopfnicken ansetzen können.
  • m. benedetti 20.09.2017 12:49
    Highlight Highlight Gute Analyse.
  • Richu 20.09.2017 12:18
    Highlight Highlight Die Voraussage von watson-Journalist P. Blunschi im Artikel vom 16. Sept. zu den Bundesratswahlen war richtig. Er sage nämlich: Für I. Cassis werden fast die gesamte SVP, zwei Drittel der FDP und rund die Hälfte der CVP, stimmen!
    • dorfne 20.09.2017 14:35
      Highlight Highlight Q
    • Peter 20.09.2017 15:17
      Highlight Highlight Ob es genauso war, kann man nicht sagen, die Wahl war geheim. Aber ich vermute stark, dass es in diese Richtung ging. Ansonsten muss ich das Lob teilweise weiterreichen. Die Voraussage stammt nicht von mir, sondern von einem hohen Politiker im Parlament.
    • RETO1 21.09.2017 09:28
      Highlight Highlight gibt es hohe Politiker??
  • seventhinkingsteps 20.09.2017 12:03
    Highlight Highlight > Die FDP hat sich nun einmal mit Erfolg als rechtsbürgerliche Partei positioniert.

    Der Kommentar liest sich als ob Sie diese Entwicklung mit gemacht hätten, Herr Blunschi. Haben Sie nicht mal die Nichtexistenz einer linksliberalen Partei bedauert?
    • Snowy 20.09.2017 14:10
      Highlight Highlight Linksliberal: GLP und und mit (gesellschaftpolitischen Abstrichen) die CVP.
    • Peter 20.09.2017 15:19
      Highlight Highlight Ja, das habe ich, und tue ich zu einem gewissen Grad bis heute. Der besagte Satz ist eine schlichte Feststellung. Seit sich die FDP konsequent rechts der Mitte positioniert hat, ist sie nach Jahrzehnten des Niedergangs wieder erfolgreich. Man kann natürlich argumentieren, dass die Bürgerlichen der SP wiederholt "Rechtsabweichler" vor die Nase gesetzt hat und sie deshalb Gegenrecht fordern darf. Aber damit verkennt man die Mehrheitsverhältnisse.
    • Richu 20.09.2017 15:26
      Highlight Highlight @seventhinkingsteps: Die Grün-Liberalen in der Schweiz vertreten in sehr vielen Sachfragen eine linksliberale Meinung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 20.09.2017 11:53
    Highlight Highlight ein papierli-schweizer ist bundesrat - mit gütiger mithilfe der rechtsnationalen sennenhund- und volkstanz-partei🤔
    • Richu 20.09.2017 14:16
      Highlight Highlight @piedone le sbirro: Abschätzig den neuen Bundesrat I. Cassis als ein "Papierli-Schweizer" zu bezeichnen, ist doch recht tiefes Niveau! Sehrwahrscheinlich fehlen dir auch in diesem Falle die guten Argumente.
    • TanookiStormtrooper 20.09.2017 14:39
      Highlight Highlight Ist ja nicht so, dass der Allvater vom Herrliberg nicht selbst deutscher Abstammung wäre...

      Aber psssst... bloss nicht weitererzählen 😉
    • piedone lo sbirro 20.09.2017 16:32
      Highlight Highlight @Richu

      einmal mehr kommentieren sie ohne den artikel gelesen und verstanden zu haben - so weit nichts neues.

      wissen sie überhaupt was ein papierli-schweizer ist? fragen sie doch in herrliberg nach, der kann ihnen bestens auskunft erteilen...
      ansonsten ist tanookistormtrooper vielleicht so freundlich und erklärt es ihnen.

      zum thema tiefes niveau:
      http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-1/artikel/goering-die-weltwoche-ausgabe-12016.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • praxis 20.09.2017 11:50
    Highlight Highlight Ist ok so! Viel Glück wünsche ich ihm in seinem Mandat!
  • simiimi 20.09.2017 11:47
    Highlight Highlight Wer die Verfassung kennt weiss, dass die angemessene Vertretung der Sprachregionen explizit bei der Bundesratsbesetzung zu berücksichtigen ist, der Gleichstellungsartikel jedoch allgemein gilt. Verfassungsrechtlich hat die Bundesversammlung daher alles richtig gemacht. Das Frauenthema wurde eh nur hochgekocht um Cassis und einen Rechtsrutsch in der Regierung zu verhindern. Gut das es nicht geklappt hat.
    • Johnny Geil 20.09.2017 14:53
      Highlight Highlight Zudem ist es höchst sexistisch einen Bundesrat zu wählen, nur weil derjenige ein anderes Geschlechtsteil hat, als jene Geschlechtsteilmehrheit, die schon im Bundesrat sitzt.
  • Snowy 20.09.2017 11:44
    Highlight Highlight Positiv: Entkriminalisierung für Drogennnutzer, Tessiner, restriktiv in Sachen Wirtschaftsmigration, Pro Mindestlohn

    Negativ: Einstellung zu Armee, Landwirtschaft (keine verringerung der Subventionen), Wirtschaft (Krankenkassen-Lobbyist, FDP-Filz)...also so ziemlich alles andere....:-)

    Aber ich will nicht nur schwarzmalen: Immerhin hätte es weit schlimmer kommen können. Bei Karin Keller Sutter wüsste ich unter "Positives" schlichtweg nichts aufzuführen.
    • Richu 20.09.2017 12:39
      Highlight Highlight @Snowy: Aber sehrwahrscheinlich wird die FDP-Frau, Karin Keller-Suter, nach dem Rücktritt von Johann Schneider-Ammann in den Bundesrat gewählt. So kann der Frauenanteil im BR wieder erhöht werden.
    • peeti 20.09.2017 12:57
      Highlight Highlight Hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage: Hoffentlich macht Schneider-Ammann noch mögl. lange auf BR. Denn sonst ist die Keller Sutter so gut wie gewählt (ausser die FDP präsentieren eine Frauen-Auswahl, was eher unwahscheinlich ist).
    • Telomerase 20.09.2017 13:33
      Highlight Highlight Ich bin sehr froh, dass er Pro-Armee ist, das bringt hoffentlich etwas Gleichgewicht in den Bundesrat, da ausserhalb der SVP keiner der Bundesräte als Unterstützer der Armee aufgefallen ist.
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  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 20.09.2017 11:33
    Highlight Highlight Und wieder mal - ein schwarzer Tag für die Schweizer Frauen :-(
    • Wehrli 20.09.2017 12:54
      Highlight Highlight Ist das so wichtig ob der Bundesrat einen Zipfel hat oder nicht?
      Jesus, immer dieses Gejammer !
    • w'ever 20.09.2017 12:55
      Highlight Highlight sollte deiner meinung nach nicht die person gewählt werden, die am besten für den job geeignet ist?
    • Scott 20.09.2017 12:55
      Highlight Highlight Darf man "schwarzer Tag" überhaupt noch sagen?
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Deutsches Versuchslabor lässt Tiere qualvoll verenden – Spuren führen in die Schweiz

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