Schweiz
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Paris ist nicht sicher, wir sind nicht sicher – und damit werden wir leben müssen

14.11.15, 13:58 15.11.15, 10:51
Hansi  Voigt
Hansi Voigt



Wieder Paris. Nach den Mitarbeitern von Charlie Hebdo trifft es dieses mal ganz zufällige Menschen, die in der französischen Hauptstadt ein Konzert einer Indie-Band besuchten, ein Fussball-Länderspiel sehen wollten oder ganz einfach im Cafe sassen. War der Anschlag auf Charlie Hebdo noch ein gezielter Anschlag auf die Meinungsfreiheit, ist diese Terrornacht als Anschlag auf das Vergnügen und die Entspannung des kleinen Mannes zu werten.

Dahinter stecken drei klare Botschaften:

  1. Es kann jeden treffen.
  2. In Paris könnt ihr euch, elf Monate nach Charlie Hebdo und trotz aller Sicherheitsbekenntnisse der Präsidenten und Staatenlenker, nicht vor uns schützen. Wir können jederzeit zuschlagen.
  3. Wenn wir das in Paris immer wieder können, dann schaffen wir das auch in London, Berlin oder Washington.

Noch bevor dem letzten Verletzten der Anschläge in Paris ein Verband angelegt wurde, gingen die Regierungschefs nächtens vor die Kameras, drückten ihr Bedauern aus und betonten, dass unsere demokratischen Werte unverrückbar seien.

Die Versammlungs-, und die Meinungsfreiheit sind zwei dieser Werte. Diese Werte sind es, die der IS bekämpft und die er uns, mit Mitteln des Terrors und der Verbreitung von Ängsten, nehmen will.

Um diese hochzuhalten werden wir, so schmerzhaft es ist, lernen müssen, mit Terrorangst umzugehen. Denn alles Gerede von einer absoluten, militärisch garantierten Sicherheit, ist – 15 Jahre nach 9/11, nach dem Irak-Krieg, nach dem Einmarsch in Afghanistan, nach dem Bombardement von Libyen, nach dem Tod Bin Ladens und nach dem Drohnen-Dauerbeschuss in Wasiristan – Makulatur. Absolute Sicherheit gibt es nicht und wir haben mit militärischen Mitteln in den letzten Jahren nicht gerade zur Verbesserung der Sicherheitslage beigetragen.

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Doch stattdessen mehren sich, wie inzwischen nach jedem Attentat, die Stimmen des Zorns, die vor allem nach totaler Sicherheit verlangen. Der ausrangierte französische Staatschef Nicolas Sarkozy setzt sich unverhohlen mit der Forderung nach dem totalen Krieg gegen den IS in Szene. Und es ist davon auszugehen, dass weitere politische Kleingeister wie einst George W. Bush auf die Trümmer oder den Schauplatz steigen und Vergeltung fordern.

Es wird nicht bei Sarkozy bleiben. Ohne irgendwelche Lösungsansätze zu liefern, werden sich auch bei uns die Law-and-Order-Politiker und die Angstbewirtschafter in Szene setzen und harte Handlungen fordern. Wer sich aber jetzt, im Namen scheinbarer Sicherheit, für totale Überwachung und für die Beschränkung unserer Rechte stark macht, verfolgt, ob gewollt oder nicht, die gleichen Ziele wie der IS: Die totale Bekämpfung der toleranten, offenen Gesellschaft und ihrer Werte. Unsere Freiheit wird nicht am Hindukush verteidigt, sondern in unseren Köpfen.

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76
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dnsd 15.11.2015 09:21
    Highlight Absolute Sicherheit gab es noch nie, auch als die Schweiz noch das sicherste Land der Welt war... Heisst das man muss kapitulieren? Nein, man sollte einfach alles machen um das Risiko zu minimieren und da besteht Handlungsbedarf!
    17 7 Melden
  • Schneider Alex 15.11.2015 02:19
    Highlight Das ist Kapitulation, Herr Voigt!
    30 16 Melden
    • Sir Jonathan Ive 16.11.2015 09:47
      Highlight Nein Schneider Alex.
      Kapitulation ist es unsere westlichen Werte und unsere Freiheit aufzugeben, nur um "absolute Sicherheit" zu bekommen.
      Das ist genau was der IS möchte.
      Wir kapitulieren nicht.
      Wir behalten unsere Freiheit. Auch wenn diese manchmal Opfer mit sich bringt.
      11 3 Melden
    • Schneider Alex 17.11.2015 06:41
      Highlight Wer redet denn hier von "absoluter Sicherheit"? Was heisst denn hier konkret "Freiheit bewahren"? Nichtstun? Falls Nein, was denn konkret?
      2 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 17.11.2015 09:24
      Highlight Freiheit bewahren bedeutet die Privatsphäre zu bewahren. Es bedeutet keine Angst vor solchen zwischenfällen zu haben und jeden Tag wie bisher geniessen zu können ohne Angst zu haben ein Konzert zu besuchen oder aderen Tätigkeiten die man liebt nachzugehen.
      0 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stratosurfer 14.11.2015 23:23
    Highlight Das klingt alles sehr vernünftig und wohl überlegt. Leider ändert es aber nichts an den Fakten. Wer sich ohne Gegenwehr drangsalieren lässt wird auch weiterhin zum Opfer. Ich bin bereit über einen begrenzten Einsatz strategischer Atomwaffen auf IS-Hochburgen zu diskutieren, wofür ich wahrscheinlich hier gelyncht werde. Das würde den Spuk zwar nicht beenden aber den IS zumindest massiv schwächen und könnte im Idealfall sogar eine Wende in der kriegerischen Auseinandersetzung bewirken.
    19 63 Melden
    • Angelo C. 14.11.2015 23:56
      Highlight Die ersten drei Sätze könnte ich mal so stehen lassen. Die Argumentation mit dem Einsatz von Atomwaffen habe ich zwar heute erstaunlicherweise schon mal von einem intelligenten Schulrektor aus dem Kanton Bern gehört. Ich bin zwar für eine proaktive Bekämpfung des IS mit zusätzlichen Bodentruppen, nicht aber für den atomaren Einsatz, weil dies in zweifacher Hinsicht nicht zielführend sein kann. Dies erstens weil die Gebiete des IS grossflächig mehrere Landesgrenzen überschreiten und zweitens wegen den zu erwartenden Kollateralschäden unter der Zivilbevölkerung innerhalb der annektierten Gebiete
      42 2 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 15.11.2015 00:05
      Highlight Wie Naiv zu glauben ein Atomschlag würde das Problem bewenden....was ist mit all den Flüchtlingen und den Zivilisten in den dortigen Städten ?
      Ersterer können nich mehr zurück in ihr Heimatland und letzterer werden zusammen mit dem IS für ein Grösseres Ziel vernichtet.

      Die Strahlung wird auch nicht an Ort und Stelle bleiben...

      Für Terrorismus brauch es keine Armee, es reicht wenn 500 Leute des IS überleben würden um ganz Europa heimzusuchen.

      Einen schönen Sonntag noch.
      22 3 Melden
    • Ariel 9014 15.11.2015 02:31
      Highlight Sorry das ist abscheulich. Was zum Geier soll das? "...begrenzter Einsatz strategischer Atomwaffen..." ?!?!? Liest du deine Texte selbst durch und überlegst dir was du hier schreibst? Atomwaffen lassen sich ja auch gezielt gegen Einzelpersonen einsetzen. Mann, mann, mann. Du solltest in Geschichte dringend nachsitzen. Die wenigen Erfahrungen, die die Menschheit mit solchen Überlegungen machen musste, sollten uns eigentlich genügen.
      Gute Nacht
      21 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • qumquatsch 14.11.2015 21:05
    Highlight Danke für's auf den Punkt bringen und für die gute, relativ nüchterne Analyse (im Gesamten, nicht nur dieser Artikel).
    16 9 Melden
  • Midnight 14.11.2015 19:59
    Highlight Ich weiss nicht, wie man aus diesem Teufelskreis wieder raus kommen soll... 2,5 Mio. Jahre Evolution, die Bildung von Sprache und des möglicherweise grössten Gehirns des Universums und trotzdem hat der Mensch es nur zum Käule-schwingen gebracht...
    59 2 Melden
    • Sir Jonathan Ive 16.11.2015 09:51
      Highlight Wir haben nicht mal das grösste Gehirn dieses Planeten. Wie sollen wir das grösste Gehirn der Universums haben?
      2 0 Melden
  • dig 14.11.2015 17:41
    Highlight Danke Hansi Voigt! Ich hoffe sehr, dass wir genug sind mit dieser Haltung, welche es nun gegen allen zu erwartenden Spott zu stützen gilt. Das zwar verständliche, aber sinnlose Hasspotenzial von Vielen ist greifbar. Es wird viel Durchhaltevermögen erfordern. Ich wünsche mir, dass wir kreative Wege finden, mehr Zeichen von Akzeptanz und Respekt einander gegenüber und in den ganz normalen Begegnungen im Alltag setzen zu können - wo auch immer.
    38 16 Melden
    • Andi Amo 15.11.2015 00:10
      Highlight Sorry, aber bei Salafisten und anderen zurückgebliebenen hört bei mir die Akzeptanz und der Respekt leider auf. Die haben einfach nichts in Europa verloren!
      25 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 16.11.2015 09:56
      Highlight @Andi Amo
      In Europa soll jede Religion ausgelebt werden können. Und es soll jede Religion Radikal ausgelebt werden können, solange dies den Mitmenschen nicht schadet.
      Salafisten sind kein Problem solange Sie einfach nur Ihrem Glauben folgen.
      Terroristen wiederum haben nichts in Europa verloren, genauso wie sie auch sonst überall auf der Welt nichts verloren haben. Ganz unabhängig davon, auf welche Ideologie oder Religion sie sich berufen.
      2 0 Melden
  • radioheadbeck 14.11.2015 17:23
    Highlight Nur zum klarstellen: ich heisse keine Gewalt/Terror gut und ist keine Rechtfertigung oder Gutierung zu meiner Ansicht über eine Grosse Mitschuld des Westens. Ich bin zutiefst erschüttert über die jüngsten Ereignisse!
    Ich kann auch nicht die "Lösung" bieten, doch hoffe ich sehr dass nicht immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden!
    21 6 Melden
  • radioheadbeck 14.11.2015 17:22
    Highlight Mir ist auch klar dass sowie im Irak mit Sadam oder jetzt mit Assad in Syrien immer wieder schreckliche Herrscher am Werk sind oder waren, doch gilt es da auch zu beachten dass die USA genaue diese Machtmenschen schon immer zuerst mit Geldern und Macht gefüttert haben.
    Also auch mal so sehen, der Westen trägt eine sehr Grosse Schuld am Ganzen und dort sollte man auch mal aufhören mit undurchsichtigen Machenschaften!

    20 11 Melden
    • the rocket sam 14.11.2015 20:07
      Highlight Wenn der Westen die ganze Zeit den Nahen Osten destabilisiert, dann wirds schlechter als ein schlechter Diktator. Weil aber die USA USA bleibt und ihr Weltherrschaftsanspruch ohne Rücksicht auf Europa (ausser GB) auf jeder möglichen Ebene weiter so ignorant weiterführt, wird die westliche Politik mehr und mehr Komplize des islamistischen Terrors.

      Ein Beginn wäre, das politische Isreal wegen ihrer schleichenden Verdrängungsstrategie zur Vernunft zu bringen, um den Hass auf beiden Seiten langfristig in Vergessenheit zu bringen.

      Gibt es weitere Alternativen?

      4.
      12 9 Melden
  • radioheadbeck 14.11.2015 17:15
    Highlight Man sollte langfristige Lösungsansätze verfolgen, wie Gerechtere Verteilung von Resourcen, Geldern und Nahrung auf der ganzen Welt.
    Dieses Ungleichgewicht sowie auch keine Möglichkeit von einer normalen Bildung, fördern nebst Kriegen (die vom Westen als Erlösung und im Auftrag des "Friedens" geführt werden) auch den Hass von Islamistischen Bürgern, die Familien im Krieg verloren haben und unendliches Elend erleiden müssen.
    19 9 Melden
    • Andi Amo 15.11.2015 00:15
      Highlight Scheint mir auch die beste und vernünftigste Alternative zu sein. Nur leider völlig realitätsfremd. So funktioniert die Welt und der Mensch einfach nicht. Oder denken Sie, die ganzen Superreichen machen da einfach so mit?
      6 2 Melden
    • radioheadbeck 15.11.2015 09:32
      Highlight Lieber Andi Amo

      Ist leider realitätsfern, stimm ich ihnen zu.
      Die Reichen und Grossen Wirtschaftskonzerne mit den Möglichkeiten dies zu realisieren, funktionieren nur nach Wachstum im schnellen Stil. Obwohl logisch gesehen, würden diese längerfristig ja auch wieder davon profitieren.
      Aber dies kann nur dann zu einer realistischen Option werden, wenn eine Grundlegende Kehrtwende der Wirschafts- und Finanzwelt stattfindet.
      Der nächste Absturz dieser Systeme folgt bestimmt und vielleicht damit auch die nötige Wende.
      3 2 Melden
  • radioheadbeck 14.11.2015 17:15
    Highlight Lieber Toerpe Zwerg
    Dies ist natürlich nach all den Kriegen und Terrorattacken nicht einfach zu lösen, das ist mir bewusst!
    Nur scheint ja die Lösung "Gewalt mit Gewalt" zu bekämpfen nicht der richtige Weg zu sein!
    14 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 14.11.2015 20:54
      Highlight Das ist mir zu einfach ausgedrueckt, weil zu allgemein. Es gibt vermutlich Subjekte und Organisationen, welche sich nur mit Gewalt bekaemfen lassen. Ich kann mir jedenfalls mit den Islamistenfaschos beim besten Willen keinen auf Ausgleich bedachten und damit zielfuehrenden Dialog vorstellen. Sie schon?
      7 2 Melden
    • kunubu 15.11.2015 11:33
      Highlight Solange solche Ideologien Nahrung in Form von Unterdrückung, Ausbeutung, Perspektivenlosigkeit und so weiter erhalten, glaube ich, können wir die Köpfe nicht so schnell abschneiden wie sie wachsen.
      1 1 Melden
  • Marcelo 14.11.2015 17:08
    Highlight Nach Charlie Hebdo wurden die Geheimdienste mit grossen Freiheiten ausgestatten. Unter anderem dürfen die Sicherheitsdienste die Online- und Telefonkommunikation von Verdächtigen auch ohne richterlichen Beschluss überwachen.

    Vor ein paar Tagen stoppt die bayrische Polizei einen Lastwagen mit Sprengstoff und Waffen. Ziel: Paris. Hinzu kommt noch die Bombendrohnung auf ein Hotel mit int. Fussballspielern.

    Fazit: Es braucht nicht mehr Gesetzte zur Überwachung, sondern die richtigen Leute in den Sicherheitsgremien. Und hier scheint Frankreich ein grosses Problem zu haben.

    ps: toller Kommentar!
    24 2 Melden
  • Hackphresse 14.11.2015 16:57
    Highlight --->...dass die Wurzeln des IS übels dem nicht ernst nehmen der Menschen die nach Hilfe rufen oder in anderen fällen wie bei Amokläufen Freunde oder soziale anerkennung (ich verweise auf die Bedürfnispyramide).
    Es bringt weder etwas Alle die kommen abzuschieben (Demografisch sterben wir sonst aus) noch bringt es etwas wenn wir dafür sorgen (Durch Krieg, Kapitalismus und Korruption[Ja die geht von den der CH Steuerzahlenden Rohstof/Söldner-firmen aus] in betroffenen ländern) dass sie von dort fliehen müssen am ende, wenn Machtgierige mit Religion auf Bauernfängerei gehen und terror verbreiten
    18 10 Melden
  • Marmot 14.11.2015 16:56
    Highlight Sehr treffender Kommentar.

    Wir sind drauf und dran, aus Angst um unsere hochgelobten "europäischen Werte" ebendiese aufzugeben.
    38 5 Melden
    • Andi Amo 15.11.2015 00:17
      Highlight Was waren diese Werte nochmals genau...? Das frage ich mich immer wieder, wenn diese sogenannten 'Werte' ins Spiel kommen.
      3 5 Melden
  • Hackphresse 14.11.2015 16:49
    Highlight --->...Mediale aufmerksamkeit bekommt.
    Vielleicht müssen wir Alle dort anfangen wo wir selbst können, und zwar indem wir aufhören andere zu verarschen, auszuschliessen oder sonst was, um vielleicht Langfristig so eine scheisse verhindern können und uns wichtigerem zuwenden können, wie zum beispiel der erforschung des Alls oder ein Mass an Wohlstand für alle auf dieser welt errichten. Dann muss bei letzterem auch nicht jeder 3, 5 oder 10 kinder machen und irgendwohin (z.Bsp. von Afrika nach Europa) schicken damit er selbst im alter versorgt ist.
    Wer Pragmatisch denkt weiss...--->
    11 7 Melden
  • Hackphresse 14.11.2015 16:42
    Highlight Was in Paris geschehen ist ist ein grosses koordiniertes Verbrechen von Verbrechern. Man sollte sie nicht als Religiöse/Politische/WAsauchimmer-Fanatiker bezeichnen, das befeuert andere dazu dieselben Motive aufzunehmen und es denen gleich machen.
    Verwirrte Menschen wie Breivik und die Columbine Amokläufer haben auch grosse Massaker begangen. Aber alle haben einen gemeinsamen Nenner. Sie fühlten sich in Ihrem Sozialen Umfeld gemobbd nicht ernst genommen etc. und das kann ich durchaus verstehn wenn ich sehe wieviele Arschlöcher hier draussen rumlaufen und welche Idioten für dummes Zeug.... -->
    13 10 Melden
    • MajorQuimby 14.11.2015 18:15
      Highlight Was sind sie dann?
      Religiöse Fanatiker was sie ja auch gerne propagieren!
      10 2 Melden
  • Kza 14.11.2015 16:22
    Highlight Danke für diese klaren und richtigen Worte.
    41 0 Melden
  • radioheadbeck 14.11.2015 15:52
    Highlight In Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Unmenschlichkeit!

    Die Spirale aus Gewalt, Gegengewalt, Hass, Wut und Rassismus, dreht sich leider immer tiefer in unsere Welt.

    Es bleibt nur zu hoffen dass die Flüchtlinge jetzt nicht darunter zu leiden haben.
    Ebenso wäre es jetzt fatal zu glauben mit einer Grossoffensive in Syrien, werde unsere Welt sicherer und der Terror verschwindet!
    Wir sollten doch endlich mal aufwachen und aus den Vergangenen fehlern lernen!
    Weder der Irak-, Afghanistan- noch der Syrienkrieg haben dem Weltfrieden gedient, im Gegenteil!




    38 24 Melden
    • Toerpe Zwerg 14.11.2015 16:04
      Highlight Das ist schon korrekt. Bloss würde mich interessieren, wie Sie mit dem IS umgehen würden. Augen zu und gewähren lassen?
      32 5 Melden
    • Berner 14.11.2015 17:00
      Highlight @Zwerg lieber blindwütig dreinschlagen und niederen Rachegelüsten nachgeben?
      11 19 Melden
    • Toerpe Zwerg 14.11.2015 17:15
      Highlight Rache ist kein taugliches Motiv. Das heisst aber nicht, dass man die IS Schlächter gewähren lassen muss. Ich bin durchaus überzeugt davon, dass man mordenden Steinzeitfaschisten mit militärischer Gewalt begegnen kann, darf und muss. Für diese Erkenntnis hätte es auch kein weiteres Paris Attentat gebraucht, die Taten des IS in Syrien und im Iraq reichen aus.
      13 0 Melden
  • Angelo C. 14.11.2015 15:33
    Highlight Zitat : " Und es ist davon auszugehen, dass weitere politische Kleingeister wie einst George W. Bush auf die Trümmer oder den Schauplatz steigen und Vergeltung fordern."

    Eine eher einfältige Ansicht, dass Vergeltung à priori schlechter sei, als willig die andere Wange hinzuhalten.

    Kommt hinzu (wie man hört und liest), dass man dieses Mehrfach-Attentat als Angriff auf ein Natomitglied werten könnte, was automatisch den sog. Natofall auslösen, d.h. dass sich dieses Verteidigungsbündnis kollektiv der Vergeltung widmen wird. Auch ohne Sarkozy und Bush. Und Konsequenzen wird es so oder so haben.
    64 41 Melden
    • Aberbitterschön 14.11.2015 16:00
      Highlight Was ist der Ertrag von Vergeltung?
      22 17 Melden
    • Hansi Voigt 14.11.2015 16:15
      Highlight Lieber Angelo C., ich lass jetzt mal die Beleidigung, eine "einfältige Ansicht" vertreten zu haben, durch. Weil Sie es sind! Und ausserdem, weil ich Ihnen ihre Bemerkung des "automatisch ausgelösten Natofalls" um die Ohren hauen kann. Zum Glück kennt ja nicht mal die Nato so einen Blödsinn. Aber stellen Sie sich das mal vor: Nur weil "etwas" automatisch ausgelöst wird, führt das zu Vergeltung und Sie fänden das deshalb (weil automatisch) akzeptabel? – Helm ab, Nachdenken! – pflegte man im Militär zu sagen, wenn es ein bisschen komplexer wurde. Genau dazu kann ich im Moment auch nur raten!
      79 37 Melden
    • karl_e 14.11.2015 17:44
      Highlight Meines Wissens hat genau der rachsüchtige George W. mit seiner grundlosen Zerstörung des Irak die Grundlagen des IS geschaffen.
      Die famose "Allianz der Willigen" hat es auch nicht geschafft, die Taliban zu besiegen, und der Sieg über Gaddafi hinterlässt einen ziemlich bitteren Nachgeschmack.
      Kurz, abgesehen von heillosem Chaos hat der Westen im Orient nichts erreicht.
      26 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • M. Sig 14.11.2015 15:29
    Highlight In Paris ist man nicht sicher. In der Schweiz sind wir nicht sicher. Manche trifft es auf dem Schulweg, andere wollten nur rasch ein Brötchen holen.
    Im Schnitt stirbt im Schweizer Strassenverkehr alle 36 Stunden ein Mensch (Quelle bfs).
    Bevor man wegen Paris in Panik gerät, schadet es nicht, sich das mal vor Augen zu halten.

    PS: schon klar, dass es nicht das gleiche ist ob jmd bei einem Unfall stirbt oder ermordet wird. Der Punkt ist, dass ein Anschlag ein relativ kleines Risiko ist.
    49 50 Melden
    • azoui 14.11.2015 15:39
      Highlight gut gemeint, aber voll am ziel vorbei
      64 23 Melden
    • phreko 14.11.2015 16:31
      Highlight @Schiess, eben gerade nicht. Panik ist fehl am Platz, sonst erreicht der Anschlag genau sein Ziel.
      44 13 Melden
    • azoui 14.11.2015 16:51
      Highlight @phreko, einen verkehrsunfall ums lebeb zukommen, ist für sie das gleiche, wie bei einem terrorakt ermordet zu werden?!
      ich gerate in panik, wenn leute einen verkehrsunfall mit einem terror mord gleich setzen.
      22 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 14.11.2015 15:27
    Highlight Einverstanden. Aber es führt kein Weg an einem offenen Krieg gegen den IS vorbei und es können nur die Westmächte oder Russland oder beide zusammen sein, die ihn führen.
    36 18 Melden
    • Louie König 14.11.2015 20:08
      Highlight ein solcher Krieg ist nicht machbar. du hast keine feindliche armee mit fixen stützpunkten. auch wäre ein solcher gegner nicht klar zu erkennen, da sie sich in der bevölkerung tarnen können. ähnlich, wie in vietnam, würde ich sagen... ein herkömmlicher krieg kann es gar nicht geben...
      6 6 Melden
    • Toerpe Zwerg 14.11.2015 21:28
      Highlight Ist durchaus machbar, denn der IS wird von der Bevoelkerung grossmehrheitlich gehasst.
      4 1 Melden
  • Marmot 14.11.2015 15:20
    Highlight Wieso spricht eigentlich nie jemand davon, dass die US durch ihre Unterstützung den IS geschaffen hat? Das ist längst keine Verschwörungstheorie mehr.

    Solche weltpolitischen Tatsachen wären auch einmal einen Kommentar wert, den dort beginnt das Problem.

    Trotzdem danke für diesen Kommentar. Schön zu sehen, dass jemand den Mut hat, jetzt schon die Überwachung anzusprechen, denn sie wird wohl schneller wachsen als Proteste aufkommen können.
    75 9 Melden
    • Toerpe Zwerg 14.11.2015 16:05
      Highlight Naja, diese Darstellung ist dann doch arg verkürzt.
      11 19 Melden
    • Berner 14.11.2015 16:56
      Highlight die Darstellung ist verkürzt, ja. Die ausführliche Variante wäre, dass die westliche Nahostpolitik seit mehr als 50 Jahren auf der ganzen Linie versagt hat. Es beginnt mit dem Sturz von Mossadegh im Iran (1953) bis zu Hussein im Irak (2003) und Gadaffi in Lybien (2011). Um den westlichen Zugang zum Erdöl zu sichern, wurden unzählige Kriege geführt, Staatsoberhäupter (Diktatoren wie demokratisch gewählte) ermordet und jedesmal ein Chaos hinterlassen. Insgesamt resultierte daraus die Radikalisierung gewisser islamischer Kreise. Und jetzt will der Westen wieder erbarmungslos zurück schlagen...?
      30 4 Melden
    • Roger Gruber 14.11.2015 17:06
      Highlight Marmot, sowas wirst du hier nie hören. Dass die USA und ihre EU-Vasallen hinter all dem stehen, das wird keine System-Blatt bei uns je klar aufzeigen. Wer das als Journi wagt, kann seine Karriere ins Klo spülen. Die Medien geben nur zu, was nicht mehr bestritten werden kann. Alles andere wird mit allen Mitteln bestritten, z.B. dass das Chaos in Syrien und in der Ukraine nur weitere Schritte der totalen Chaosstiftung der Amis sind. Dass Irak und Libyen hauptsächlich deshalb zerbombt wurden, damit diese Flüchtlingsströme daraus folgen und dass somit auch Europa destabilisiert werden kann.
      10 11 Melden
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  • ferox77 14.11.2015 15:08
    Highlight Der Druck der Muslime auf die französische Politik nimmt weiter massiv zu. Es zeigt sich immer mehr, wie hilflos die Politik auf diesen Druck reagiert. Man weiss bei den Muslimverbänden hingegen ganz genau, dass sich die französische Gesellschaft langfristig der Demografie beugen muss und eine "Anpassung" erfolgen wird. Wie man dieses "Anpassung" Frauen, Atheisten und anderen wenig gelittenen dieser Religion allerdings verkaufen wird, darauf darf man gespannt sein.
    27 16 Melden
    • azoui 14.11.2015 15:43
      Highlight man lese "unterwerfung" von Michel Houellebecqs, nur fiction, oder doch nicht....
      18 6 Melden
  • TschGadEis 14.11.2015 14:45
    Highlight Danke für den nüchternen Kommentar!
    36 7 Melden
  • fiodra 14.11.2015 14:32
    Highlight Einverstanden, denn die totale militärische Kontrolle beinhaltet die Kontrolle jedes Bürgers. Das will ich nicht, das wollen viele nicht.
    48 3 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 14.11.2015 15:49
      Highlight @fiodra

      Stimme dir zu, aber ob sie es merken werden wenn sie abstimmen gehen?
      13 4 Melden
  • Kronrod 14.11.2015 14:17
    Highlight Das ist korrekt, Freiheit geht vor Sicherheit.
    52 4 Melden
    • Sillum 14.11.2015 14:32
      Highlight Viel lieber in Freiheit sterben als in Sicherheit leben. Auch eine (linke) Logik
      31 91 Melden
    • Georg Kaiser 14.11.2015 14:47
      Highlight auch da ist es ein Geben und nehmen - wieviel Freiheit wollen wir geben für mehr Sicherheit?
      33 1 Melden
    • Alnothur 14.11.2015 15:28
      Highlight Falsch, Silium, das ist der urliberale Grundgedanke. Freiheit kommt immer mit Risiken. Das ist unvermeidbar. Ich lebe lieber ein Leben in Freiheit, in dem ich riskiere, schlimmstenfalls bei so etwas umzukommen, als in einem goldenen Käfig vor mich hinzuvegetieren.
      43 4 Melden
  • Georg Kaiser 14.11.2015 14:15
    Highlight ...und wer spricht immer von der sicheren und stabilen Lage, wenn es um Militärbudgets geht. Wer verneint immer die Gefahr vor offenen Grenzen. Wer verlangt immer die Reduktion der mil. Bestände. Gewisse Kreise haben in den letzten Jahren konsequent einen Abbau vorangetrieben, welcher sich noch rächen wird. Eine starke Milizarmee ist das einzige Mittel, welches kurzfristig aufgeboten, die Sicherheitsorgane verstärken kann. Wenn erst in der Krise mit der Ausbildung begonnen wird, ist es zu spät!
    30 80 Melden
    • Johnny Peng 14.11.2015 14:58
      Highlight meinen sie mit starker Milizarmee diejenigen, die 3 Wochen pro Jahr auf Staatskosten kiffend und saufend ihren niederen Trieben in einschlägigen Lokalen freien Lauf lassen oder diejenigen, die bei Liebeskummer zur Armeewaffe im Schrank greifen und Selbstjustiz üben?
      70 26 Melden
    • Ariel 9014 14.11.2015 15:15
      Highlight Falsch. Die Armee ist in Frankreich sehr präsent. Und trotzdem kam es gestern Abend zu diesen grausamen Anschlägen. Die Forderung nach dem neuen verschärften NDG und strengeren Grenzkontrollen trügt und ist kontraproduktiv. Durch die Einschränkung unserer Freiheit wird nicht mehr Sicherheit entstehen. Im Gegenteil. Mit Hilfe von Angst und Schrecken wird von Seiten der Terroristen versucht einen Keil zwischen unsere muslimischen Mitmenschen und der restlichen Bevölkerung zu treiben. Mit diesen Scheinlösungen für mehr Sicherheit wird ihnen auch noch dabei geholfen.
      51 8 Melden

Männer sind kein Müll

Für Zuspitzungen sind Politiker immer zu haben – und wir Journalisten sowieso. Der Hashtag #menaretrash ist jedoch menschenverachtend und dient der Sache nicht.

20 Jahre, nachdem «Die Ärzte» mit «Männer sind Schweine» die deutschen Charts stürmten, ist die Parole nun auch in der politischen Debatte salonfähig geworden. Wobei die Wortwahl inzwischen noch eine Stufe drastischer ausfällt – man muss schliesslich mit der Zeit gehen: «Männer sind Müll», heisst es neu. Die Ironie ist weg, dafür geht die Alliteration wunderbar leicht von den Lippen.

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