Schweiz
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Kommentar

Weshalb das politische Spiel mit der Angst so perfid ist und wie man es trotzdem gewinnen kann



Meine erste Panikattacke hatte ich im Sommer 1997 während dem Film «The Fifth Element». Einfach so – boom – ansatzlose Todesangst.

Tunnelblick. Gefolgt von einem tierischen Fluchttrieb: Ab ins Zimmer, eine rauchen, zwei rauchen, drei rauchen, hysterische Pulskontrolle, warten auf den nächsten Herzschlag, warten auf den Hirnschlag, warten auf das plötzliche Ende. Dazu Adrenalin-Flash und ein olympiawürdiges Ping-Pong der Sinne. Eine gefühlte Ewigkeit später lässt mich die Panik langsam los. 

«Viele können irrationale Ängste nicht nachvollziehen, also versteht man nicht.»

Elektroboy in seiner watson-Kolumne über Panikattacken

Am nächsten Tag die nächste Attacke, eine Woche lang Attacken, Monate, Jahre. Es folgt der langsame Rückzug aus der Gesellschaft. Isolation. Und das alles wegen völlig irrationaler und für Aussenstehende nicht nachvollziehbaren Ängsten. 

«Für Aussenstehende nicht nachvollziehbare Ängste» – da haben wir's, was die Schweiz in zwei Lager trennt. Der Stadt-Landgraben aka Güllengraben war gestern, der Röstigraben vorgestern. Was die Schweiz wirklich in zwei Lager unterteilt, sind die, die aus unerklärlichen Gründen Angst vor allem Fremden haben, und die, die aus ebenso unerklärlichen Gründen keine Angst vor allem Fremden haben. Die Schweiz hat einen Phobiegraben.   

«Sie ist schnell gesät, beseitigt werden kann sie aber nur in mühsamer Kleinarbeit. Die Angst, das ist die Landmine unter den politischen Instrumenten.»

Meine Panikattacken-Karriere hatte ihren Höhepunkt, als der Besuch der Universität nicht mehr möglich war. Kaum füllte sich der Hörsaal, musste ich die Flucht ergreifen – wenn ich denn überhaupt so weit kam. Meist bedeutete bereits die Tram- oder Busfahrt Endstation. Zurück nach Hause. Zurück in die Sicherheit der eigenen vier Wände.

Unsicherheitsgefühle in den ÖV – auch das hört man immer wieder im Zusammenhang mit Xenophobie. Für die einen eine völlig irrationale Angst, etwas worüber man den Kopf schüttelt oder gar Witzchen reisst, für andere allerdings eine traurige Wirklichkeit.

Ein erster Schritt der Genesung kam für mich mit der Diagnose. Nein, kein Hirntumor, keine Epilepsie und auch keine Hepatitis war für meine Anfälle verantwortlich, sondern einzig und alleine mein Geist. Ich empfand das damals als beruhigend.

Weniger beruhigend war die vorgeschlagene Therapieform: Flucht sei zwar bequem, aber kontraproduktiv. Ich müsse mich den Situationen stellen, mich zwingen, nicht die Flucht zu ergreifen, lernen, dass die empfundene Bedrohung gänzlich surreal ist.

Kann es jemand gut meinen, der will, dass du dich fürchtest?

So abgedroschen, wie es klingen mag: Angst besiegt man nur, wenn man sich ihr stellt. Immer und immer wieder. Und jedes Mal kommt es zum Kräftemessen mit den eigenen Instinkten.

Und genau deshalb ist Angst ein derart hinterhältiges politisches Instrument: Sie ist schnell und einfach gesät, beseitigt werden kann sie aber nur in mühsamer Kleinarbeit von den Betroffenen selber. Die Angst ist die Landmine unter den politischen Instrumenten.

Umso schwieriger wird der Beseitigungsprozess, wenn gleichzeitig verführerische Scheinlösungen präsentiert werden: ein Verbot hier, ein Gesetzchen da. Sich einmauern in die eigenen vier Wände.

Ja. Auch ich fühlte mich damals kurzfristig sicher, wenn ich mich nach einem erfolglosen Versuch in die Aussenwelt endlich wieder zuhause in die eigenen vier Wände einschliessen konnte.

Die Freude war aber nur von kurzer Dauer, denn das eigentliche Problem war damit nur aufgeschoben. Und das nächste Mal, als ich den Fuss vor die Türe setzte, kehrte auch die Angst zurück – und zwar noch etwas stärker. Langfristig bezahlt man die Zeche.

«Ich konnte ein Jahr lang nicht aus dem Haus, weil ich draussen keine Luft gekriegt habe.»

Elektroboy in seiner watson-Kolumne über Panikattacken

Sich abnabeln, sich wohlig und sicher in den eigenen vier Wänden fühlen: Die politischen Architekten der Angst spielen genau auf diese Bedürfnisse an. Und wie bei den Panikattacken handelt es sich um kurzfristige Scheinlösungen, welche das eigentliche Problem längerfristig noch verstärken – was aber genau die Intention ist. Denn diese Ärzte wollen nicht das Wohl des Patienten, nein, sie wollen ihn für ihre eigenen Zwecke aussaugen. Und dafür eignet sich dieses selbsterhaltende System bestens.

Ein erster Anfang, dieses System zu durchbrechen, wäre, wenn man die Ängste der Betroffenen – so irrational sie auch erscheinen mögen – ernst nehmen würde. Die Schweizer Linke hat für sämtliche Randgruppen dieser Welt Empathie, nur nicht für verängstigte Schweizer.

Weiter wäre es hilfreich, wenn sich die Linke endlich vom hohen Ross der moralischen Überlegenheit herab begeben würde. Denn dafür, dass sie von Xenophobie nicht betroffen ist, kann sie nichts. Nein. Rein gar nichts. Pures Glück quasi. Und Betroffene verspotten und belächeln ist zwar gut fürs eigene Ego, treibt diese aber in die offenen Hände ihrer Metzger.

«Gibt es irgend jemanden, der sich seit der Annahme des Minarettverbots sicherer fühlt in der Schweiz?»

Zu guter Letzt aber braucht es den Effort der Betroffenen. Sie müssen sich aktiv ihrer Angst stellen und Begegnungen mit unseren ausländischen, anders religiösen, anders aussehenden Mitbewohnern suchen. Sie müssen realisieren, dass die verführerischen Lösungen nur kurzfristig Linderung bieten, längerfristig aber genau das Gegenteil bewirken: Noch mehr Angst. Oder gibt es irgend jemanden, der sich seit der Annahme des Minarettverbots sicherer fühlt in der Schweiz?  

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    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 05.09.2016 12:50
    Highlight Highlight Argumente ist immer besser, als Ängste schüren.
  • Statler 05.09.2016 11:12
    Highlight Highlight Word!
  • Matrixx 05.09.2016 06:37
    Highlight Highlight Ich hatte nie Angst vor Fremden. Nur ein mulmiges Gefühl. Und irgendwann habe ich ein Bier mit Flüchtlingen getrunken. Ich lebe noch und hatte interessante Gespräche.
    Ich kann die Angst verstehen. Aber Angst sollte nicht zu Hass werden. Angst dient dem Eigenschutz, Hass dient der Vernichtung. Und Hass kann ich nicht tolerieren.
    • andersen 05.09.2016 12:52
      Highlight Highlight Ein Neonazis sagte einmal: Wenn ich ein Flüchtling kennenlernen wird, dann kann ich ihm nicht hassen.
  • Jay Kay 04.09.2016 13:05
    Highlight Highlight ich finde es sehr, sehr grotesk, Panikattacken mit diesem Thema zu verbinden. ich habe selbst seit mehr als zwei Jahren welche und dadurch auch Isolation und depressive Verstimmungen erfahren. Ich sehe allerdings nicht ein, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Auch wenn diese meine Ängste irrational sein mögen, heisst das nicht, dass es betr. Fremden auch so ist. Auch wenn von rechter Seite Angst gemacht wird und von linker ein Aufschrei wegen Fremdenhass kommt - Tatsache ist, dass die Zahl der Vergewaltigungen & Co. (D, AU) mit steigender Flüchtlingszahl ebenfalls stieg und noch steigt.
  • stadtzuercher 04.09.2016 12:19
    Highlight Highlight Das Messerstecherinserat der SVP von 1994 ist die Belästigerpropaganda der Linken 2016.
    Benutzer Bild
  • Bruno Wüthrich 04.09.2016 08:27
    Highlight Highlight Sehr guter Kommentar. Für mich das Highlight ist die Feststellung, dass die Linke endlich vom hohen Ross steigen muss! Denn dies sollte sie dringendst, dringendst, dringendst! - Nicht nur auf diesem Gebiet.

    Eigentlich sollte man jeden Sozialdemokraten und auch die intellektuellen Anhänger dieser Partei mal in einen «Links-Grundkurs» schicken, wo ihnen beigebracht wird, wofür «Links» einst stand. Und die Elite der Partei sollte sich schulen lassen in Sachen Marketing und auch darin, wie die Partei a) für ihre ursprüngliche Klientel da sein kann, und b) wie man dieser heikle Inhalte vermittelt.
  • Robert K. 04.09.2016 08:02
    Highlight Highlight Politiker sollten endlich lernen, auf Veränderungen mit Lösungen zu reagieren, und zwar nicht nach Jahren der Diskussion. Würden Unternehmen so geführt, wären diese schnell bankrott, aber der Staat (Politiker) können auf sichere Steuereinnahmen zählen.
    • rodolofo 04.09.2016 11:05
      Highlight Highlight Der Staat ist eben kein Unternehmen, sondern eher eine Art "Genossenschaft", im Falle der Schweiz eben die "Eidgenossenschaft".
      Die Vollversammlungen dieser Eidgenossenschaft haben nun die Aufgabe, den privaten, halb-staatlichen und staatlichen Unternehmungen Leitlinien und Ziele vorzugeben, nach denen sich die Unternehmungen orientieren können.
      Wer schon mal an einer GV war weiss, wie schwerfällig ein solcher Gruppen-Selbstfindungsprozess ist. Einfach drauflos fuhrwerken bringt's aber ebenso wenig!
      Wir müssen beharrlich versuchen, unsere zerstrittenen (Eid-)Genossenschaft am Leben zu halten!
  • ostpol76 03.09.2016 19:41
    Highlight Highlight Bei jedem Ausländerthema schwingen die Linken mit der Nazikeule und ziehen Vergleiche mit 1933.
    Dies ist genau so Angstmacherei auf unterstem Niveau.
    Und jetzt lasst es Blitze regnen und erklärt mir dass dies natürlich ganz etwas anderes ist.
    • Nevermind 03.09.2016 20:18
      Highlight Highlight Nö muss ich nicht. Die Nazikeule könnte man als das linke Äquivalent zum rechten Wort "Gutmenschen" bezeichnen.

      Beides ein guter Indikator, dass eine vernünftige Diskussion nur noch schwer möglich ist.

    • rodolofo 03.09.2016 21:46
      Highlight Highlight Wenn Du aufhörst, von Ausländern zu sprechen, dann höre ich auf, die Nazi-Keule zu schwingen.
      Ich kenne aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen Menschen, die ich sehr mag und die mir deswegen sehr am Herzen liegen, aber auch solche, die ich nicht ausstehen kann und denen ich deshalb möglichst aus dem Weg gehe.
      Heimat ist für mich also nicht dort, wo ich mich innerhalb von bestimmten Landesgrenzen befinde, sondern dort, wo ich mich wohl fühle, weil ich mit angenehmen Menschen zusammen bin!
      Das war gerade in Italien so, ist jetzt im Tessin nicht so, wird aber wieder sein, wenn ich "heim" komme.
    • Herbert Anneler 03.09.2016 21:49
      Highlight Highlight Klar, dass die Linke die Nazi-Keule schwingt, denn die Bazis waren/sind ein Produkt der Rechten... Und der Star-Jurist der Nazis hat es gesagt: den Menschen Angst machen, dann lassen sie sich ihre Rechte nehmen. Kurz: Angst ist der politische Treibstoff der Diktatur. Offenbar haben Linke dafür ein etwas feineres Sensorium als die Rechte...
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 03.09.2016 19:29
    Highlight Highlight Noch ein Wort zum angesprochenen Minarettverbot.

    Ich hielt dieses damals für sinnlos und hatte auch dagegen gestimmt. Heute bin ich allerdings froh, dass das Stimmvolk damals diesen symbolischen Pflock gegen die schleichende Islamisierung eingeschlagen hat.
    Einfluss auf mein Sicherheitsfühl hat das Minarettverbot aber nicht im Geringsten.
    • Kubod 04.09.2016 11:56
      Highlight Highlight Beim Minarettverbot ging es darum, dass das Dorf sich gegen die Art und Weise, wie die muslimischer Gemeinde ihr Minarett erzwingen wollte, wehrte. Die muslimische Gemeinde wollte keine Diskussion über die Ausmasse des Turmes. Man wollte sich da nicht dreinreden lassen, sondern sah sich im göttlichen Recht. Ein linkslastiges Gericht gab der Klage der muslimuschen Gemeinde recht. Deshalb kam es zur Abstimmung, die nun eben dazu führte, dass man die Bundesverfassung erweitern musste.
      Reife Leistung, Linke und Moslems. Ihr habt's immerhin bis in die BV geschafft.
  • atomschlaf 03.09.2016 19:27
    Highlight Highlight Grundsätzlich kein schlechter Artikel. Störend ist aber, wie - einmal mehr - mehr oder weniger unterschwellig die immer lauter werdende Kritik an der heutigen Migrations- und Asylpolitik als Ursache irrationaler Angst bzw. Xenophobie abgetan wird.

    Natürlich gibt es solche irrationalen Ängste und diese mögen bei einem Teil der Bevölkerung auch massgebend sein, aber es gibt daneben auch die sehr realen negativen Folgen der Migration, wie beispielsweise den PFZ-bedingten Lohndruck oder die massiv ansteigenden Sozialkosten infolge schlecht gebildeter und nicht arbeitsmarktfähiger Flüchtlinge.
  • Kubod 03.09.2016 19:09
    Highlight Highlight Phobien gibt's. Klar.
    In der Linken Szene sehe ich dazu noch die schon pathologische Angst davor, sich selber als Mensch mit Vorurteilen zu outen.
    Alle Energie die dadurch entsteht, wird dem Popanz "Rechts" zugewendet.
    Im Widerstand gegen seine eigenen Ängste, wird als Resultat einer falsch verstandenen Toleranz, eine radikale Ideologie wie der Islam verharmlost. Alle Anzeichen dafür, dass der politische Islam sich breit macht und uns beginnt nicht nur auf den Sack zu gehen, sondern zu bedrohen, werden geflissentlich ignoriert und der eigenen "Ich bin ja so gut" Ideologie geopfert.
  • rodolofo 03.09.2016 19:01
    Highlight Highlight Angst hat auch damit zu tun, dass wir verraten und im Stich gelassen wurden von Menschen, denen wir so etwas nie zugetraut hätten!
    Aus solchen Misshandlungs-Erfahrungen erwächst ein tief sitzendes Misstrauen sowohl gegenüber anderen Menschen als auch gegenüber den eigenen Gefühlen und Gedanken.
    In einer ganz persönlichen "Vergangenheitsbewältigung" können wir aber unsere ureigene Geschichte rekonstruieren und in unserem spannenden Psycho-Krimi dahinter kommen, von wem, wo und wie wir verraten und misshandelt worden sind!
    Lass Deine Gedanken und Gefühle arbeiten!
    Versuche nicht sie zu betäuben!
    • Jay Kay 06.09.2016 07:37
      Highlight Highlight 'sie zu betäuben' :) da kommen mir gleich antidepressiva in den sinn - super statement, kann ich mir eine scheibe von abschneiden - chape haut
  • zombie woof 03.09.2016 17:34
    Highlight Highlight Wenn ich jeden Tag x-mal zu hören bekomme dass ich schlecht bin, kommt der Tag, an dem ich das glaube. Die heutige Technik bombardiert uns im Minutentakt mit Nachrichten, die meisten sind Negativ. So bekommt man sehr schnell den Eindruck, dass die ganze Welt den Bach runter geht. Beispiel Flüchtlinge, es wurde über Monate von einer Flüchtlingswelle berichtet, die uns überrollen und uns alles wegnehmen wird usw. Ist das passiert? Nein, ist es nicht aber die Nachricht gelungener Integration ist eben nicht so reisserisch wie das Gegenteil. Und das gilt für vieles Andere auch.
    • Talli 03.09.2016 20:06
      Highlight Highlight Also hier in uzwil haben wir schon deutlich mehr flüchtlinge, allerdings nicht aus syrien sondern aus eritrea. Sind wirklich sehr viele, und vor allem junge männer, und alle die selben kleider und die selbe frisur.
      Ich bin für eine offene grenzenlose welt, dennoch kann ich ängste die entstehen verstehen. Manchmal lungern sie zu 10 am bahnhof rum, tun niemandem was, sehen für ein schweizer landeiauge schon ein bisschen beunruhigend aus.
      Mein nachbarshaus ist komplett voll mit asylanten, eine syrische grossfamilie, und ca 20 junge männer aus eritrea. Alle friedlich alle freundlich
  • Maria B. 03.09.2016 17:16
    Highlight Highlight Ein guter Bericht, wobei die Darstellung der ganz persönlichen Toggweiler-Problematik eine Form der Xenophobie ist, die sich grundlos auf alle Menschen, ungeachtet der Herkunft und des Orts, bezieht. Eine psychische Erkrankung, die gar nicht so selten ist, wie man auf den ersten Blick glauben möchte. Der geschilderte Heilungsweg mag der Richtige sein.

    Ob der Letzere aber generell ein risikoloser im Hinblick auf den Umgang mit bestimmten Ausländergruppierungen, z.B. an Wochenenden im Zürcher Kreis 4 darstellt, scheint mir nicht nachvollziehbar: stete Messerstechereien mit massiv Verletzten.
    • saderthansad 03.09.2016 18:36
      Highlight Highlight Die ganz persönliche Toggweiler- Problematik ist eine generalisierte Angststörung, oder habe ich da etwas überlesen?
  • Luca Brasi 03.09.2016 17:01
    Highlight Highlight Einfach nur danke für diesen Kommentar, Herr Toggweiler!
  • Maragia 03.09.2016 17:00
    Highlight Highlight Und wer sind die grössten Angstmacher? Die Linken und Rechten!! Ja, die Linken sind genau so schuldig wie die Rechten!
    • pamayer 03.09.2016 17:41
      Highlight Highlight Definitiv nicht. Angstmache von links musst du mir belegen.
    • Papa la Papp 03.09.2016 17:42
      Highlight Highlight Kann diese Aussage überhaupt nicht nachvollziehen: die Rechten sind die ANGSTMACHER schlecht hin (wörtlich zu nehmen) und zwar auf einem Niveau das Gott erbarmt.
      Die Linken verpassen es auf Augenhöhe die Ängste der Verängstigten zu erkennen.
      Ein grosser Unterschied!
    • _kokolorix 03.09.2016 18:02
      Highlight Highlight Ja und unwiefern machen uns die Linken angst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 03.09.2016 16:51
    Highlight Highlight Gemäss einem bekannten Psychologen ist die grösste Angst von uns Menschen, bedeutungslos sterben zu müssen. Je mehr wir andern Menschen, dem Leben und dem Frieden dienen, desto kleiner sind unsere Ängste, denn dann erfüllen wir unser Dasein mit Sinn. Je mehr wir im die materialistische Komsum- und Anspruchswelt eintauchen, desto sinnloser wird das Leben und desto mehr Güter besitzen wir. Je mehr Güter wir haben, desto grösser die Verlustangst, je weniger Sinn unser Leben hat, dest grösser die Lebensangst. Wir sind der Angst nicht wehrlos ausgeliefert, sie ist ein zivilisatorisches Phänomen.
  • dracului 03.09.2016 16:31
    Highlight Highlight Ich stimme zu, dass Konfrontation Ängste abbaut. Nur halte ich viele Bevölkerungsgruppen für sehr unzugänglich. Jüdische Mitbürger oder ihre Lebenweise kennenzulernen, ist genau so unmöglich, wie mit einer muslimischen Frau zu sprechen (vorausgesetzt der Mann hat ihr erlaubt english oder deutsch zu lernen). Deshalb fühle ich mich sicherer seit dem Minarettverbot, nicht weil ich etwas gegen andere Religionen hätte, sondern weil ich genug sichtbare, isolierte Subkultur habe, welche "die Schweizer" ausgrenzt. Oder ist alles gut, wenn man keine Angst mehr vor der Bildung von Subkulturen hat?
    • zombie woof 03.09.2016 17:37
      Highlight Highlight Isolierte Subkultur....du verstehst aber schon was das heisst?
    • Nevermind 03.09.2016 18:10
      Highlight Highlight Die Frage ist wohl eher, was "Angstabstimmungen" wie das Minarettverbot und jetzt das Vermummungsverbot bei den betroffenen "Subkulturen" bewirkt.
      Ich bezweifle mal, dass diese sich dadurch öffnen.
      Mir macht eher "Angst" wie die ständige Anfeindung und Ablehnung sich auf die jungen Männer auswirkt.
      Was für mich dabei zählt, ist die Radikalisierungen zu verhindern.
      Und anstatt sie abzuholen und zu versuchen, dass sie vom Zückerchen der Freiheit kosten, welche unsere Verfassung für alle gewährleistet hat, schreiben wir in eben diese Verfassung, dass diese Freiheit für sie nicht gilt.
    • pamayer 03.09.2016 18:12
      Highlight Highlight Also an bestehenden, isolierten Subkulturen mangelt es in der Schweiz nicht.
      Die freikirchen
      Die szenegänger
      Die patrioten
      Die reinigungsmenschen
      Die svp
      Etc
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 03.09.2016 16:23
    Highlight Highlight Das Angstinserat der SVP von 1994 ist das Angstinserat der Feministinnen von 2016.
    Benutzer Bild
  • Grundi72 03.09.2016 16:23
    Highlight Highlight Wer hat denn hier Angst?? Die meisten sind einfach selbstbewusst genug um Anpassung an unserer Kultur zu fordern.

    Und wenn diese Forderungen, welche die Mehreit so will, nicht freiwillig umgesetzt wird, tun wir das eben per Gesetzt. Easy, niemand hat Angst.

    Aber: nice try ;-)
  • klugundweise 03.09.2016 15:46
    Highlight Highlight Dass hier sogar Angst zum Links/Rechts Thema gemacht wird zeigt wie verhocket inzwischen unser Denken ist.
  • Yann Wermuth 03.09.2016 15:45
    Highlight Highlight Schön und gut, aber was heisst denn "ernst nehmen"? Nehmen ängstliche Leute nicht genau dann ernst, wenn wir uns weigern nachzugeben? Man kuriert eine Phobie auch nicht, indem man der phobischen Person recht gibt...
    Viel eher wäre die Frage interessant: welche wirkliche Angst wird durch die Phobie vor dem Fremden verdrängt? Best guess: Morgen lebe ich unter der Brücke.
    Wie dem auch sei, noch etwas zum "moralischen Ross". Da bin ich gegenteiliger Meinung, wer wenn nicht die Linke hat noch Moral und Anstand?
    • guby 03.09.2016 16:10
      Highlight Highlight Ist es denn anständig, die eigenen Moralvorstellungen als Maxime zu behandeln? Und nein, ernst nehmen hat nichts mit nachgeben zu tun. Viel mehr sollte man in einer Diskussion Verständnis für andere Positionen aufbringen. Wenn man dazu noch das Gegenüber als Solches anerkennt, und nicht den Oberlehrer spielt, erreicht man in einer Diskussion wesentlich mehr als du dir zu erträumen wagst. Aber das bedingt in der Lage zu sein seine Argumente auch gegenüber einfachen Leuten respektvoll zu vertreten. DAS ist für mich Anstand, und das wird nicht gelebt im Moment.
    • _kokolorix 03.09.2016 18:14
      Highlight Highlight Im Sinne der Therapie, müsste die Bevölkerung zwangsweise mit den Eingewanderten zusammengebracht werden. Das würde bedeuten, dass jedes noch so kleine Kaff mindestens eine Asylantenfamilie betreuen muss. Und mit betreuen meine ich nicht, dass man eine Firma damit beuftragt, sondern das die Asylanten regellmässig zu allen Leuten zum Essen eingeladen werden. Dann sehen beide Seiten, dass hier wie anderswo angenehme und weniger angenehme Menschen gibt.
      Man stelle sich den Aufschrei der SVP Wähler vor, würde die Linke das ernsthaft fordern. Null Chance bei einer Volksabstimmung
    • guby 03.09.2016 18:42
      Highlight Highlight @kokolorix: Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist. Mit Zwang funktioniert das nicht. Man sollte im Dialog so Viele wie möglich dazu bringen sich damit auseinander setzen zu wollen. Und das, glaube ich, fruchtet nicht ohne Verständnis und änständigem Vorgehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 03.09.2016 15:01
    Highlight Highlight Erklärt mir mal viel mehr, wie man diesen kleinen Teil des Volkes davor bewahren kann, dem Schlötterli Köppel hinterherzuhecheln...
    • guby 03.09.2016 15:16
      Highlight Highlight Indem man diesen kleinen (aber anscheinend politisch sehr aktiven) Teil auf Augenhöhe nach seinen Beweggründen fragt. Hinterhergehechelt wird nicht einfach so, diese Menschen sehen "im Schlötterli" etwas, das sie anscheinend sonst nirgends finden. Unter anderem Verständnis. Die Idee solte sein ihnen das auch aus gemässigten Kreisen entgegen zu bringen. Das wird natürlich nicht alle überzeugen, aber von oben herab die ganze Gruppe suggestiv als minderbemittelt hinzustellen hilft garantiert auch nicht. Ausser dem eigenen Ego, s Artikel.
  • Kronrod 03.09.2016 14:47
    Highlight Highlight Die Partei mit den grössten Schreckens- und Weltuntergangsszenarien sind übrigens die Grünen. Globale Erwärmung, Glwtscherschmelze, Sintfluten, Waldsterben, bedrohte Arten, Ozonloch, etc.
    • Angelika 03.09.2016 15:46
      Highlight Highlight Mit dem Unterschied, dass die globale Erwärmung und Gletscherschmelze real sind, Wetterextreme zunehmen und Waldsterben und Ozonloch nur dank drastischen Massnahmen verhindert/rückgängig gemacht wurden. Und wann hast du zum letzten Mal einen tasmanischen Tiger oder ein Sumatranashorn gesehen?
    • Mehmed 03.09.2016 16:26
      Highlight Highlight Angelika, Zuwanderung ist auch real. Zum Beispiel.
    • Tsunami90 03.09.2016 16:50
      Highlight Highlight Real ja, Ein reales Problem? Diskutierbar....
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  • Greet 03.09.2016 14:46
    Highlight Highlight Angstmache wird auch auf linker Seite kultiviert. Böse Männer, die Frauen nachstellen. So als kleiner Denkanstoss.
  • reaper54 03.09.2016 14:40
    Highlight Highlight Diejenigen Kulturen welche Fremde in grossen Massen willkomm hiessen giengen alle unter. Man muss sich dazu nur Nord/Süd Amerika, Australien oder Afrika umsehen (um nur vier sehr prominente Beispiele zu nennen). Kulturen welche ihre Traditionen hochhielten existieren noch heute und das auch ziemlich erfolgreich (z.B. Japan, China).
    Das hat nichts mit Angst zu tun. Es ist realität. Die Geschichte lehrt uns die Zukunft.
    • Berggurke 03.09.2016 15:02
      Highlight Highlight So ein Humbug... Die von dir genannten Beispielen sind alles Zivilisationen, welche von den Europäern unterworfen wurde, welche ihnen zu dem Zeitpunkt technisch hoch überlegen waren. Das hat nichts damit zu tun, dass sie die Europäern mit Freuden willkommen hiessen. Und das China und Japan nicht unterworfen wurde, haben diese hauptsächlich den USA zu verdanken, welche nicht wollten, dass auch China/Japan europäische Kolonien werden. Was jedoch nicht heisst, dass sie nicht komplett von den Europäern abhängig waren...
    • Berggurke 03.09.2016 15:11
      Highlight Highlight Ich wage sogar zu behaubten, dass die meisten Hochkulturen erst gross geworden sind, wenn sie sich dem Fremden bzw. dessen Einflüssen geöffnet haben. Bespielsweise die Griechen dank Persien und umgekehrt, Rom dank den Griechen, Byzanz dank Rom, etc.
      Es gibt da unzählige Besispiele
    • reaper54 03.09.2016 15:43
      Highlight Highlight und alle deine Beispiele haben eines gemeinsam. Jedes einzelne ist untergegangen...
      Rom beispielsweise ist genau durch eine Völkerwanderung ganz ohne Krieg zusammengebrochen. Es braucht keine Gewalt um zu Zerstören das geht mittel bis langfristig auch ganz gut mit anderen Mitteln.
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  • Kookaburra 03.09.2016 14:35
    Highlight Highlight Wieso denkt ihr immer es sei Angst?

    Ich habe auch keine Angst vor Spinnen (ich ekle mich ein wenig) trotzdem werfe ich sie raus.

    Es ist doch eine Frage von Vernunft und Menge. Nüchts ist Gift und alles ist Gift...

    Wenn wir weniger Immigranten haben, nimmt eure gefühlte Angst genauso wieder ab, wie der Rassismus.

    Also für Negativzuwanderung, gegen Xenophobie, gegen Rassismus und für eine bessere Akzeptanz der Immigranten. Wir können die Angst besiegen! Weniger ist mehr!
    • Jhn 03.09.2016 15:03
      Highlight Highlight Hahaha... also bekämpfen wir rassismus und xenophobie dadurch dass wir einfach keine Fremden mehr sehen?

      ...woe gut das funktioniert sieht man ja auf dem Land... 0 Ausländer aber 100% gegen Einwanderung.

    • Kookaburra 03.09.2016 15:16
      Highlight Highlight Jedes kleine Dorf von 1000 Seelen hat unterdessen mind. 10% Ausländer. Das sind 100 Leute.

      Und wie gesagt. Nix ist Gift und alles ist Gift. Die meisten Rechten wollen gar nicht 0% Ausländer, sondern einfach nicht mehr als etwa 10%-20%. Weil zu den 25% Ausländern kommen ja noch die Schweizer mit Migrationshintergrund, welche unterdessen ebenfalls 15%-25% ausmachen.

      Es ist einfach zuviel. Weniger wäre mehr. Wenn man nur selten einen Feldhasen sieht, freut man sich, wenn man aber jeden Tag mehrere sieht, dann empfindet man sie als Plage...
    • klugundweise 03.09.2016 15:41
      Highlight Highlight Ich empfinde vielmehr Schweizer Angsthasen als Plage!
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  • Blutgrätscher 03.09.2016 14:33
    Highlight Highlight Gefällt mir wirklich gut, der Artikel.
  • Bonnehome 03.09.2016 14:32
    Highlight Highlight 👏👏👏👏👏👏
    BRAVO ...

  • Andreas19 03.09.2016 14:28
    Highlight Highlight Ich glaube das ist der beste politische Artikel den ich je gelesen habe. Ganz grosses Lob an den Autoren.
    • herschweizer 03.09.2016 14:43
      Highlight Highlight Der beste jetzt nicht... blöderweise kann man ja dadurch die ganze Demokratie in Frage stellen. Wie kann das bloss funktionieren wenn nur einige Thesen der Wahrheit entsprechen
    • Patrick Toggweiler 03.09.2016 22:18
      Highlight Highlight @Andreas19: Vielen Dank für das Lob. Und ich hoffe, du liest wahnsinnig viele politische Artikel. Jeden Tag! ☺
  • Sapere Aude 03.09.2016 14:26
    Highlight Highlight Es verwundert nicht, dass die Menschen das Vertrauen in die Politik verloren haben, wenn die einen nur Ängste schüren und die andere diese nicht ernst nehmen.
    • _kokolorix 03.09.2016 18:57
      Highlight Highlight Das Problem ist eben, die Ängste ernst zu nehmen bedeutet Zwangsmassnahmen für die Betroffenen. Das kann demokratisch nicht erfolgen, weil die Mehrheit sich definitiv für die Flucht entscheidet.
      Wenn ein Psychiater einem Patienten vollständige Isolation als Lösung seiner Panikprobleme verordnet, dann wird ihm vermutlich das Recht zu praktizieren entzogen.
      Wer könnte der SVP das Recht zu politisieren entziehen? Eben, Niemand.
      Aber ein Verfassungsgericht wäre schon mal ein Anfang, um Initativen wie Minarettverbot und MEI zu verhindern. Ratet mal wer vehement dagegen ist?
    • Roaming212 03.09.2016 19:55
      Highlight Highlight Ich persönlich habe das Vertrauen in die Politik verloren weil es einfach nur noch ein reiner Kindergarten ist. Es geht nicht mehr um das Ganze sondern nur noch um Parteien und Zugehörigkeit. Partei X ist dafür da müssen wir von Partei Y natürlich dagegen sein.
    • E7#9 04.09.2016 08:21
      Highlight Highlight Das ist mir zu vereinfacht. Die Rechten sind also die Patienten und die Linken die Psychiater. Sorry, das ist aber schon grad etwas überheblich. Es gibt auch gute rechte Politik, wie es auch teilweise total verfehlte linke Politik gibt. Auf einem vorwiegend linken Portal zu behaupten, die kranken Rechten müssten von den Linken ernst genommen werden um sich von ihnen behandeln lassen zu können ist extrem "hochrossig".
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  • guby 03.09.2016 14:22
    Highlight Highlight Danke! Dieser Kommentar bringt genau auf den Punkt was ich schon seit der angesprochenen Minarettinitiative denke: Die Schweizer Linke ist mit ihrem Verhalten mitschuldig an den Gewinnen der SVP. Würden sich diese Wähler auch von links ernst genommen fühlen wäre der Weg für gemässigte, pragmatische Lösungen geebnet.
    • N. Y. P. D. 03.09.2016 14:46
      Highlight Highlight Richtig,
      die Linken sind mitschuldig. Sich überlegen fühlen, Verängstigte verspotten und belächeln.
      Die SP ist ein Clübli mit Cüppli geworden. Je intellektueller, desto besser.
      Wer hat welches Foulard um den Hals ? Welches Menü ist vegetarisch ? Das sind die Themen, die die Genossen an Parteitagen umtreiben.
      Locker könnte die SP zur SVP aufschliessen, wenn sie die Leute mit ihren Ängsten ernst nehmen würde.
      Also, lasst die Foulards zuhause, gelismet wird an den Parteitagen nicht mehr, die Lehrer sollen mal ruhig sein. Und macht endlich was.

    • Lichtblau 03.09.2016 16:17
      Highlight Highlight Es ist noch gar nicht lange her, da hatte die Linke ein völlig anderes Feindbild. Nämlich die, welche es sich auf Kosten der hart malochenden Arbeiter gut gehen liessen. Das sieht doch mittlerweile ziemlich anders aus. Wer über Jahre am Sozialtropf hängt, ist automatisch Opfer. Ach, was wünsche ich mir die kämpferische Linke zurück.
    • Amadeus 03.09.2016 16:29
      Highlight Highlight @guby
      Nehmen denn die Schweizer Rechten die SP ernst. Stichwort Lohngleichheit, Umweltschutz, Steuergesetze?

      Ich frage das, weil ich denke, dass in der Schweiz immer mehr polarisiert wird und wir leider gegenseitig unsere Ängste und Sorgen nicht mehr ernst nehmen und einander zuhören. Je nach Thema.

      Bin aber einverstanden mit der Kernaussage ihre letzten Satzes: Sich gegenseitig ernst nehmen führt zu pragmatischen Lösungen.
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