Schweiz
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Luzian Franzini, Co-Praesident Junge Gruene, fotografiert im Hauptquartier des NEIN Komitees zum Geldspielgesetz, am Sonntag, 10. Juni 2018 in Bern. Die Schweizer Stimmbevoelkerung entscheidet heute ueber zwei Vorlagen: Vollgeld-Initiative und Geldspielgesetz. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Gehört zu den Verlierern des Abstimmungssonntags: Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen. Bild: KEYSTONE

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

73 Prozent der Stimmbürger sagen Ja zum neuen Geldspielgesetz. Doch die eigentliche Debatte beginnt erst. 

10.06.18, 14:59 11.06.18, 09:01


Die Befürworter des Geldspielgesetzes haben hoch gepokert – und sie haben gewonnen. Die Schweiz erhält ein neues Gesetz, das die Abgaben für die AHV und gemeinnützige Projekte sichern und die Spieler im Internet vor Risiken schützen soll.

Deutlicher als erwartet haben die Stimmbürger der Vorlage zugestimmt. Das Argument, dass der Abfluss von Geldern nach Malta oder Gibraltar gestoppt werden müsse, verfing. Und dass die Gegenseite immer wieder mit halbseidenen Zahlungen aus dem Ausland in die Schlagzeilen geriet, trug das Übrige dazu bei.

Vollgeldinitiative

  • Stände
  • Ja:0
  • Nein:23
  • Offen:0
AIARAGBEBLBSFRGEGLGRJULUNENWOWSGSHSOSZTGTIURVDVSZGZH
Endresultat
24.3%
75.7%
Am Ständemehr gescheitert

Geldspielgesetz

  • Stände
  • Ja:23
  • Nein:0
  • Offen:0
AIARAGBEBLBSFRGEGLGRJULUNENWOWSGSHSOSZTGTIURVDVSZGZH
Endresultat
72.9%
27.1%

Das klare Resultat darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Architekten des Gesetzes ein riskantes Spiel gespielt haben. Sie packten so viele Privilegien für die heimischen Casinos in das Gesetz und scherten sich so wenig um die Realitäten im digitalen Zeitalter, dass sich im Laufe des Abstimmungskampfs mehr und mehr Parteien vom Ja-Lager abgewendet haben.

Dass die Befürworter die Vorlage nun trotzdem komfortabel ins Ziel gebracht haben, dürfte primär daran liegen, dass es sich beim Geldspielgesetz um ein Nischenthema handelt.

Hatten im Parlament erst die Grünliberalen geschlossen den Nein-Knopf gedrückt, wechselten danach auch die FDP, die Grünen, die BDP und zahlreiche SVP-Sektionen ins gegnerische Camp. Wenn alle Jungparteien (ausser der Jungen CVP) gemeinsam gegen eine Sache ankämpfen, wenn die NZZ genauso dagegen anschreibt wie der «Tages-Anzeiger», dann ist das nicht einfach Pech im Spiel – dann ist die Strategie offensichtlich mangelhaft.

Mit den umstrittenen Netzsperren und dem Entscheid, dass künftig nur ein erlauchter Kreis von Schweizer Casino-Unternehmern Spiele im Netz anbieten darf, haben Bundesrat und Parlament eine riesige Angriffsfläche geschaffen.

Dass sie die Vorlage nun trotzdem komfortabel ins Ziel gebracht haben, dürfte primär daran liegen, dass es sich beim Geldspielgesetz um ein Nischenthema handelt. Viele Stimmbürger haben noch nie im Internet gepokert oder Black Jack gespielt. Werden die entsprechenden Seiten gesperrt, betrifft das die meisten von uns nicht unmittelbar.

Das Forschungsinstitut GfS Bern stellte in seiner letzten Trendumfrage vor der Abstimmung fest, dass sich die Mehrheit der Stimmbürger nur «oberflächlich» mit der Vorlage auseinandergesetzt habe. Eine vertiefte Diskussion über die Grundsatzfrage, ob und welche Regeln im Internet gelten sollen, fand nicht statt.

In einer Zeit, in der vom Schuhkauf bis zur Partnersuche fast alles im Internet stattfindet, braucht es eine breite Debatte darüber, welche Regeln im Netz gelten sollen – und wie diese auch durchgesetzt werden können.

Die Schweiz wird aber nicht darum herum kommen, diese Debatte in naher Zukunft zu führen. Der Ruf der Musik- und Filmindustrie nach Netzsperren («gleich lange Spiesse!») wird kommen. Darauf lassen etwa die Vernehmlassungsantworten zum revidierten Urheberrecht schliessen. Gut möglich, dass der Bundesrat hart bleiben wird, wie es Simonetta Sommaruga unter anderem im watson-Interview versprochen hat. Doch auch damit ist es nicht getan.

In einer Zeit, in der vom Schuhkauf bis zur Partnersuche fast alles im Internet stattfindet, braucht es eine breite Debatte darüber, welche Regeln im Netz gelten sollen – und wie diese auch durchgesetzt werden können. 

Die Bundespolitiker dürfen das Thema Netzpolitik nicht weiter Splittergruppen überlassen oder sich damit begnügen, sich an Digitalmessen wahlweise mit Cyberbrillen oder Robotern ablichten zu lassen.

Die ausländische Konkurrenz einfach auszusperren, passt nicht zu einer Schweiz, die sonst jedes neue Freihandelsabkommen wie einen Lottogewinn feiert. Ausserdem zeugt es von der Unbeholfenheit der «digitalen Analphabeten», wenn sie dafür ein Instrument einsetzen, das sich innert Sekunden aushebeln lässt.

Klar ist aber auch: Wild-West-Zustände sind genauso wenig im Interesse der Allgemeinheit wie digitaler Heimatschutz. Die Bundespolitiker dürfen das Thema Netzpolitik deshalb nicht weiter Splittergruppen überlassen oder sich damit begnügen, sich an Digitalmessen wahlweise mit Cyberbrillen oder Robotern ablichten zu lassen.

Jetzt gilt es, das «Neuland» Internet (Angela Merkel im Jahr 2013) so zu regulieren wie die reale Welt auch: So wenig wie möglich, damit die Freiheit des Einzelnen gewahrt bleibt. Und so stark wie nötig, damit die Bürger vor Gefahren geschützt sind.

Bundespraesidentin Doris Leuthard informiert sich am Digitaltag im Zuercher Hauptbahnhof, aufgenommen am Dienstag, 21. November 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Doris Leuthard am Digitaltag im Zürcher HB 2017. Bild: KEYSTONE

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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79
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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 11.06.2018 09:57
    Highlight Da werden Milionen von Daten im Internet von jedem einzelnen gesammelt, Menschen werden ohne Einverständniss überwacht und jetzt wird wegen einer Netzsperre herumgejammert?
    2 16 Melden
  • Wambolium 10.06.2018 23:05
    Highlight Schade, dass die Schweiz das GSG angenommen hat.

    Die Schweizer-Casinos haben nun einen grossen Wettbewerbsvorteil, da nur sie eine Online-Konzession erwerben können. Die ausländische Online-Casino-Konkurrenz wird über Netzsperren ausgeschaltet und auch im Inland spielt der Markt nicht, da ein Anbieter ohne physisches Casino keine Online-Konzession beantragen kann.

    Das ist nicht Spielerschutz, das ist Schutz der Casino-Branche.

    Ich find' es wirklich schade, dass das GSG so deutlich angenommen worden ist.
    53 4 Melden
  • grmir 10.06.2018 18:28
    Highlight Es gibt einige Gründe, einen VPN-Service zu nutzen, Netzsperren gehören nicht dazu. Kurz die DNS-Einstellungen an PC und/oder Router anpassen reicht. Empfiehlt sich übrigens auch unabhängig von Netzsperren.

    https://1.1.1.1/
    25 2 Melden
  • Der Tom 10.06.2018 17:59
    Highlight Es wird vpn anbieter geben die gratis oder besonders günstig sind. Die werden dann die Daten der Benutzer absaugen wie ein moderner Dyson. Da ist der Zuckerberg ein Hoover Baujahr 1937 dagegen. Und der Bundesrat unterstützt das aktiv.
    57 5 Melden
  • Posersalami 10.06.2018 17:43
    Highlight " Der Ruf der Musik- und Filmindustrie nach Netzsperren («gleich lange Spiesse!») wird kommen."

    Es wird sogar noch schlimmer werden. Wieso sollte denn zB. die Swisscom nicht versuchen zB. Netflix auszusperren? Wieso sollte Werbegeld im Radio ins Ausland fliessen, wenn man die auch aussperren kann?

    Heute wurde die Büchse der Pandora aufgesperrt und die ganzen Ja Sager haben das einfach nicht kapiert.
    139 12 Melden
    • Ueli der Knecht 10.06.2018 19:07
      Highlight Die Büchse der Pandora wurde vermutlich schon vorher geöffnet. Netzneutralität ist doch schon lange nur noch Wunschtraum (Netflix-Verkehr hat gegenüber Swisscom-TV vermultich heute schon das Nachsehen). Gegen die Massenüberwachung und die Massenbevormundung haben wir uns auch nie gewehrt; jedenfalls nicht mehr, seit es das Internet und alle diese vorzüglichen Gimmicks gibt. Die Leute unter 30 kennen und wollen es doch gar nicht anders.

      Vergiss nicht: Ganz zuunterst in der Büchse der Pandora ist noch ein Schatz verborgen. Das ist die Hoffnung. Die ist immerhin noch da.
      24 5 Melden
    • Eric Lang 10.06.2018 19:57
      Highlight Och, wieder so eine Salami mit dem Demokratieverständnis von Nordkoreas Kim.
      12 27 Melden
  • Turbi 10.06.2018 17:39
    Highlight Gibt es ein Problem? Die technische Realität hat die Politik längstens überholt.
    22 3 Melden
  • AskLee 10.06.2018 17:37
    Highlight Die Alten haben wieder mal gewählt.
    87 16 Melden
    • Barracuda 10.06.2018 18:06
      Highlight Diejenigen, die nicht wählen gehen (egal ob alt oder jung) interessiert es auch nicht und die brauchen sich auch nicht beklagen!
      19 0 Melden
    • Ueli der Knecht 10.06.2018 19:16
      Highlight AskLee: Ich habe eher den Eindruck, dass die Jungen (U30) die Gefahren von Zensur und Massenüberwachung unterschätzen. Die Alten protestierten in ihrer Jugend gegen harmlose Fragen der Volkszählung, gegen rund 900'000 Staatsschutz-Fichen, oder gegen paar Karteikärtchen des Ernst Cincera. Oder auch gegen die Überwachung der Stasi.

      Mit dem Internet kam nun alles noch viel schlimmer. Heute haben wir Stasi¹⁰⁰⁰.

      Früher gingen die heute alten Jungen noch auf die Strasse. Studenten protestierten 1968, Züri brannte 1980. Heute sind die Jungen überangepasste brave Konsumenten. Wohlstandskinder.
      45 8 Melden
    • goldmandli 10.06.2018 19:17
      Highlight Dieses Ergebnis kann man nicht den Alten in die Schuhe schieben. Viele meiner bekannten mitte 20ig haben ebenfalls dafür gestimmt und nicht verstanden, was daran schlecht sein soll. Ich gebe die Schuld unter anderem dem Bundesrat, der den Casinos heute einfach einen Freifahrtschein Richtung Brieftasche gegeben hat.
      38 1 Melden
  • Der Tom 10.06.2018 17:35
    Highlight Wer bezahlt den Aufbau der Schweizer online casinos? Welche Firma wird diese bauen und betreiben?
    12 4 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 17:47
      Highlight Casinos die eine Lizenz haben dürfen zukünftig auch online tätig sein.
      16 0 Melden
    • Der Tom 10.06.2018 18:09
      Highlight Man kann nicht einfach tätig sein. Sowas aufbauen ist nicht einfach und sehr teuer.
      1 4 Melden
    • Mr. Spock 11.06.2018 07:14
      Highlight Würde jetzt mal sagen, dass es diese bereits gibt und bezahlt haben das die Casinos selbst:
      https://www.onlinecasinos-schweiz.com
      Genau das ist ja das Problem... Private Wirtschaft powerd by law.... Wie Bratgut: well done!
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 10.06.2018 17:20
    Highlight Einerseits wurde die "Grundsatzfrage Netzsperre" zu wenig thematisiert. Andererseits ist es eine Generationenfrage. Die Jungen, mit Onlineaktivitäten aufgewachsen und ohne Berührungsängste, gehen kaum zur Urne. Die Älteren sind zumeist in der vordigitalen Zeit verhaftet, konservieren hergebrachte Strukturen. Das dürfte, ähnlich wie im Fall SRG, noch einige Zeit so weitergehen. Letztlich ist es aber nur eine Frage der Zeit bis die unvermeidbaren Änderungen auch die Verfassung erreichen.
    27 6 Melden
    • Barracuda 10.06.2018 18:13
      Highlight Selber schuld wer nicht wählen geht. Ausserdem ist Ihre Aussage unglaublich widersprüchlich: Die SRG-Abstimmung war nämlich nicht mal ansatzweise eine Generationenfrage. Das belegt, dass niemand die Initiative deutlicher abgelehnt hat als die 18-34-jährigen (mit 80%!).
      11 2 Melden
  • CH-Bürger 10.06.2018 17:20
    Highlight Dachte immer der Markt soll spielen.

    Typisch Wasser predigen und Wein trinken.

    Wieviel Freiheit haben wir noch aufzugeben?
    50 6 Melden
  • marel 10.06.2018 17:06
    Highlight Ein Stück Freiheit an die Schweizer Casino-Lobby verkauft. Bürger entmündigt und zahlreiche Onlinespieler in die Illegalität verbannt. Wirklich ein Glanzstück politischen Weitblicks.
    81 6 Melden
    • goldmandli 10.06.2018 19:19
      Highlight Ich kann es noch immer kaum fassen. Ein wahrlich dunkler Tag.
      16 2 Melden
  • Magnum44 10.06.2018 16:51
    Highlight Ziehen die Online-Casinos überhaupt mit, oder stellt man den VPN gleich selbst zur Verfügung?
    48 2 Melden
  • häxxebäse 10.06.2018 16:41
    Highlight man würde besser das darknet sperren... alles andere ist pipifax
    12 61 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 17:07
      Highlight Das Darknet ist nicht nur Drogenhandel, in erster Linie dient es zur sicheren Kommunikation von Dissidenten in verschiedensten Ländern.
      27 5 Melden
    • rauchzeichen 10.06.2018 17:40
      Highlight Auch so n digitalanaplphabet hä? Das Darknet sperrst du genauso wenig einfach so, wie ausländische Casinoseiten. Im Gegenteil, es dürfte noch viel schwerer sein. Vermutlich würde nur ein koplettes zerstören des Netzwerks ausreichen, wozu wir heute aber nicht mehr in der Lage sind.

      Der Mensch hat eine digitale Dimension mit eigenen Regeln erschaffen, nun müssen wir lernen damit umzugehen.
      32 2 Melden
    • häxxebäse 12.06.2018 17:34
      Highlight ja stimmt... aber wer ärgert sich schon wegen der drogen... auch waffen-, frauen- und kinderhandel....eher dinge die mich stören
      @rauchzeichen: nur gut, weisst Du alles... habe deswegen geschrieben: besser wäre... aber hauptsache mal ein bisschen frust ablassen kleiner incel
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • raphe qwe 10.06.2018 16:10
    Highlight Es zeigt sich ein mal mehr Jungparteien haben kein politisches Gewicht in der Schweiz, um nicht zu sagen, dass sie einer Kampagne sogar eher schaden können.
    17 27 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 10.06.2018 17:02
      Highlight Wenn man bedenkt, dass die Jungparteien den Abstimmungskampf praktisch alleine angestossen haben, finde ich, dass die das sehr gut gemacht haben.
      46 3 Melden
  • N. Y. P. D. 10.06.2018 16:08
    Highlight Feldschlösschen kämpft mit den Margen.

    Wir sollten Budweiser und Heineken sperren.
    100 7 Melden
    • Alnothur 10.06.2018 16:50
      Highlight Und Carlsberg - Moment, Feldplörrchen gehört Carlsberg.
      37 3 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 17:54
      Highlight Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, trotzdem.
      Die CEO's von Feldschlösschen, Heineken und Appenzeller Quöllfrisch treffen sich in einer Beiz. Der CEO von Heineken bestellt ein Heineken, der von Feldschlösschen ein Feldschlösschen und der von Quöllfrisch eine Cola.
      Die anderen zwei schauen ihn verdutzt an und fragen: "Wieso bestellst du Cola?"
      Der CEO von Quöllfrisch: "Wenn ihr kein Bier trinkt, bestell ich auch keins."
      59 1 Melden
    • N. Y. P. D. 10.06.2018 18:45
      Highlight Doch, hat es.

      Ich bin grundsätzlich gegen Netzsperren. Wenn die ausländischen Wettanbieter keine Abgaben bezahlen, sollte das Problem ohne Netzsperren angegangen werden.

      Guter Witz !

      Scheisse,
      nur Heineken im Kühlschrank. Muss noch Bier holen.
      5 0 Melden
  • Silent_Revolution 10.06.2018 15:43
    Highlight Hat jemand eine Ahnung davon, wie lange es bis zur Umsetzung dauern könnte und man nicht mehr wie bisher bei internationalen Anbietern spielen und sein Geld besser vorsorglich auszahlen sollte?
    15 2 Melden
    • Tikvaw 10.06.2018 16:28
      Highlight Die richtige Frage lautet eher:
      Ab wann halten sich die jeweiligen Online-Casinos an dieses Gesetz und wie setzen sie es um. Manche Anbieter werden wohl schon jetzt beginnen, Massnahmen zu planen oder einzuleiten. Andere werden sich überhaupt nicht darum kümmern.
      Vielleicht haben ja die Dienstleister die du beanspruchst diesbezüglich Informationen auf ihren Websites. (und Vorsorge ist besser als Nachsorge)

      Aber Konkret:
      Der BR bestimmt den Einführungstermin (noch offen) und viele Regelungen haben eine 2-jährige Übergangsfrist, nachdem das Gesetz offiziell inkraftgetreten ist.
      12 1 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 16:46
      Highlight Man wird auch zukünftig bei internationalen Anbietern spielen können. Daran ändern die Netzsperren rein gar nichts. Problematisch sind höchstens 2 Punkte:
      1. Die AGB der Anbieter.
      2. Wenn man Gewinne bei den Steuern angibt, ist das ein Geständnis Netzsperren umgangen zu haben. Da weiss ich aber nicht inwiefern das allenfalls strafrechtliche Konsequenzen haben wird.
      17 4 Melden
    • Silent_Revolution 10.06.2018 17:11
      Highlight Danke Tikvaw

      Astrogator

      Ich spiele bei seriösen internationalen Anbietern, hauptsächlich Pokerstars, die bei einigermassen vergleichbaren Fällen, die jeweiligen Nationen ausgeschlossen haben.

      D.H, die Netzsperre ist das geringste Problem, wirst aber spätestens bei einer Auszahlung auffliegen, die Gelder und der Spieler wird blockiert.

      Auch mit Auslandskonto, und Adressangaben wirds schwierig. Ein Unterbruch der VPN Verbindung und du bist aufgeflogen.

      Versteuert habe ich auch bisher nichts. War ja auch bis anhin illegal.
      13 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • fcsg 10.06.2018 15:42
    Highlight Die Freiheit des Einzelnen ist im Internet sowieso eine Illusion, Vorratsdatenspeicherung und Tracking durch Unternehmen sei dank. Die Netzsperren sind nur ein weiterer Schritt einer bedenklichen Entwicklung. Leider ist das der Mehrheit nicht bewusst oder schlicht egal.
    56 2 Melden
    • Alnothur 10.06.2018 16:51
      Highlight Vergiss die Vorratsdatenspeicherung für den Staat nicht. Tracking und Datensammelwut der Unternehmen kann man immerhin aus dem Weg gehen, dem nicht.
      15 3 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 17:12
      Highlight @Alnothur: Eigentlich ist es sogar einfacher die Vorratsdatenspeicherung zu umgehen als dem Tracking von Unternehmen.
      4 2 Melden
    • Posersalami 10.06.2018 17:49
      Highlight Na, es ist nicht so schwer dem Tracking zu entkommen. ZB:

      https://www.selbstdatenschutz.info/tracking_verhindern/

      Wenn man sich damit ein Wochenende auseinander setzt kommt man schon recht weit, auch ohne Studium der Informatik. Ein Problem ist die Zwangsspeicherung bei deinem Provider oder den Metadaten von deinem Handy. Das zu umgehen ist teilweise gar nicht möglich.
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 10.06.2018 15:40
    Highlight Das Gesetz ist wirklich unsinnig. Man hätte auch Online-Konzessionen vergeben können, ohne gleich die ausländische Konkurrenz zu sperren.

    Wir können nur hoffen, dass die Zukunft zeigt, dass diese Netzsperren nichts bringen und die wieder abgeschsft werden.
    71 2 Melden
  • BigE 10.06.2018 15:37
    Highlight Den Stimmbürger als uninformiert und uninteressiert zu bezeichnen ist eine sehr typische Reaktion von Abstimmungsverlierern....
    14 94 Melden
    • Posersalami 10.06.2018 17:51
      Highlight Ich habe im nur schon im Büro mit 4 Leuten darüber gesprochen, 3 davon war überhaupt nicht klar was eine Netzsperre technisch ist und ob / wie sie umgangen werden kann.

      Die hatten wirklich keine Ahnung. Sorry, aber man kann es nicht anders sagen.
      40 4 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 10.06.2018 15:27
    Highlight > braucht es eine breite Debatte darüber, welche Regeln im Netz gelten sollen – und wie diese auch durchgesetzt werden können.

    Es ist die selbe Debatte, wie die um Steueroasen, die Einzige Möglichkeit sind internationale Verträge, mit denen die Anbieter belangt werden können, wenn sie Gesetze brechen.

    Aber wir wollen uns ja nicht vor 'fremden Richtern' beugen und trauern dem Bankgeheimnis nach, darum kriminalisieren wir stattdessen die Menschen, die wir eigentlich schützen wollen.
    39 9 Melden
  • Astrogator 10.06.2018 15:27
    Highlight Es ist an der Zeit der Bevölkerung die Information wie man Netzsperren umgehen kann in gut verständlichen Anleitungen zur Verfügung zu stellen.
    238 18 Melden
    • Der Tom 10.06.2018 16:27
      Highlight Das ist nicht notwendig. App installieren, einschalten, fertig.
      7 9 Melden
    • Triumvir 10.06.2018 16:45
      Highlight Damit werden sich einige strafbar machen...deshalb Nein, sicher nicht👎
      3 35 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 16:55
      Highlight @Der Tom: Es ist naiv zu glauben, dass die Netzsperren nur auf Wettanbieter und Online Casinos beschränkt bleiben wird.
      15 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geo1 10.06.2018 15:22
    Highlight Ich war negativ überrascht, wie überdeutlich das Gesetz schliesslich angenommen wurde. Besonders, da die Gegner in der ersten Umfrage noch vorne lagen. Was führte zur Trendwende? Wenn es tatsächlich die lächerliche Angstkampagne des Prokomitees war, muss man sich um den Schweizer Souverän ernsthaft Sorgen machen. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Vox-Analyse, auch was die Unterschiede nach Altersgruppen angeht.
    70 5 Melden
    • balzercomp 10.06.2018 15:44
      Highlight Ich fürchte die Pro-Kampagne hat den Ausschlag gegeben. Ich halte sie klar für eine Lügenkampagne. Ansonsten auch die im Text genannte Tatsache, dass es die weit überwiegende Mehrheit der Stimmbürger (bisher) nicht direkt betrifft.
      42 3 Melden
  • RatioRegat 10.06.2018 15:13
    Highlight Volksinitiative gegen Netzsperren (und für Netzneutralität)?
    380 11 Melden
    • Ueli der Knecht 10.06.2018 15:25
      Highlight Ich glaube, politisch ist der Massenüberwachung und -Bevormundung nicht mehr beizukommen. Da ist der Zug doch längst abgefahren.

      Vielmehr müsste man technisch das Internet neu erfinden. Die dem derzeitigen Internet innewohnenden gravierenden Schwächen lassen sich nicht einfach wegpatchen. Weil das sind Design- und Konzeptfehler. Daher muss ein neues Internet her.

      Reclaim the net!
      36 7 Melden
    • chraebu 10.06.2018 16:11
      Highlight Ich helf sammeln ✌
      15 4 Melden
    • Barracuda 10.06.2018 18:31
      Highlight (1) Einige Voten sind ziemlich hysterisch und undifferenziert und erinnern an die Weltuntergangs-Szenarien bei der Billag-Abstimmung. Es war keine generelle Abstimmung über die totale Zensur, gegen Netzneutralität oder Abschottung. Es ging um einen sehr speziellen Bereich, wo unzählige Faktoren wie Prävention, Steuern, Kultur, Sport, unseriöse Anbieter (die ordentlich Geld vom Ausland in den Wahlkampf reingebuttert haben), etc. mitspielten. Ich glaube die angeblich 73 % (!) unterbelichteten Schweizer sind durchaus in der Lage zu differenzieren. Pauschalisieren tun momentan nur die Gegner.
      6 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 10.06.2018 15:08
    Highlight Galaxus will seinen Laden schützen ?
    Sperren wir Amazon ?
    303 13 Melden
    • Ueli der Knecht 10.06.2018 15:32
      Highlight Du musst es besser verpacken, N.Y.P:

      Galaxus zahlt hier Steuern für unsere Schulen und Kindergärten. Und für die Rentner. Amazon bezahlt nichts.

      Wollen wir unsere Kindergärten und Schulen schliessen und unsere Rentner verrotten lassen, nur weil ausländische Casinokapitalisten unseren schweizer Konsumsüchtigen unser Geld ins Ausland absaugen?

      Niemals! Daher muss Amazon, Zalando und Alibaba gesperrt werden! Weil sonst werden unsere Kinder dumm und die Rentner verwahrlosen.

      Ich glaube allerdings, dass sich als nächstes die Musik- und Copyright-Industrie melden wird.
      68 12 Melden
    • N. Y. P. D. 10.06.2018 15:45
      Highlight ..unsere Rentner verrotten lassen..

      Herrlich geschrieben !

      P.S. Ich würde eigentlich auch gerne in der Schweiz wetten.
      Aber das Angebot beim Sport Toto ist eine Zumutung von den Quoten her und wie alles aufgezogen ist.
      Bei bwin bessere Quoten und alles benutzerfreundlich.

      Noch was : Falls, FALLS, ich trotzdem weiterhin bei Bwin spiele, kann ich leider aus naheliegenden Gründen die Gewinne nicht mehr bei den Steuern angeben.
      48 3 Melden
    • axantas 10.06.2018 15:46
      Highlight Migros HAT bereits was von „schicken wir die Container von Alibaba zurück“ gefaselt...

      Es hat schon begonnen...
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Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Die Selbstbestimmungsinitiative der SVP mobilisiert die Zivilgesellschaft. Ein Aspekt fällt besonders auf: Der Kampf gegen die Initiative wird zu einem grossen Teil von Frauen geführt.

Frauen in der Politik – ein kompliziertes Thema. Das weibliche Geschlecht ist in den politischen Gremien nach wie vor schwach vertreten. Das zeigt etwa die Debatte um die beiden frei werdenden Bundesratssitze. Und Besserung scheint vorerst kaum in Sicht. Bei den nationalen Wahlen in einem Jahr droht den Frauen sogar ein Rückschritt um Jahrzehnte.

Einen Bereich aber gibt es, in dem die Frauen tendenziell in der Überzahl sind: Die Organisationen der Zivilgesellschaft, oder kurz NGOs. An …

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