Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV -- ZUM PARTEIWECHSEL DER EHEMALIGEN NATIONALRAETIN CHANTAL GALLADE VON DER SP ZU DEN GRUENLIBERALEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Chantal Gallade, Nationalraetin ZH, von der SP Schweiz orientiert an einer Medienkonferenz der Reformorientierten Plattform der SP Schweiz zur Praesentation

Macht einen auf Luther: Chantal Galladé. Bild: KEYSTONE

Man liebt den Verrat, aber selten die Verräterin – nein, Galladé verdient Lob

Chantal Galladé hat ihren Wechsel von der SP zu den Grünliberalen als nationales Spektakel inszeniert. Perfekt – aber auch hinterhältig. Oder nicht doch mutig? Ein Pro und Kontra.



Als Vertreterin des rechten Flügels der Sozialdemokraten hat sich Chantal Galladé einen respektablen Ruf geschaffen. Jetzt ist sie – zumindest kurzzeitig – eine nationale Figur geworden. Grund dafür ist ihr sorgsam inszenierter Austritt aus der SP und der Übertritt zur GLP. Der «Tages-Anzeiger» hat ihr dafür ein grosses Interview gewährt, die «Arena» gar kurzfristig ihr Programm auf den Kopf gestellt.

Jeder Polit-PR-Berater wird Galladé für ihren Coup Hochachtung zollen. Sie selbst sieht sich jedoch in der Rolle eines modernen Martin Luthers und will nach dessen Devise gehandelt haben: «Hier stehe ich und kann nicht anders.» Grund dafür sei, dass die SP sich europapolitisch auf einem Irrweg befinde, erklärte sie jedem, der es hören wollte.

Christian Levrat, Parteipraesident SP Schweiz, spricht bei einer Konferenz der SP Europa, am Samstag, 21. Mai 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Europapolitisch auf Schleuderkurs: SP-Parteipräsident Christian Levrat. Bild: KEYSTONE

SP-Insider kaufen ihr diese Nummer nicht ab. So schreibt Koni Loepfe, der langjährige SP-Präsident der Stadt Zürich, im Wochenblatt «P.S:»: «Sie hatte mit der Partei noch eine Rechnung offen und begleicht sie vier Wochen vor den Wahlen im wirksamsten Moment. Sie erreicht damit, wie im Kommentar vom ‹Tages-Anzeiger› bereits erfolgt, die Darstellung der SP als intolerant, als Fahrzeug, das den rechten Flügel am liebsten abwerfen möchte.» (Offenlegung: Koni ist mein Bruder.)

In die gleiche Kerbe schlägt auch Daniel Binswanger in der «Republik»: Galladé sei eine ambitionierte Politikerin, «der die SP nicht die Karriere ermöglicht hat, auf die sie einen Anspruch zu haben glaubt. Jetzt zahlt sie es den Genossen heim.»

Die Verbindung von Rache und Sachpolitik kann auch fruchtbar sein. Es ist unbestritten, dass sich die SP in Sachen Europapolitik derzeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Galladé ist nicht die Einzige, die den sturen Kurs der Partei bemängelt. Selbst Koni Loepfe gibt zu: «Mit dem Vorwurf, dass die SP beim Rahmenvertrag auf einer schlechten Welle reitet, hat sie leider recht.»

Der Hotelbesitzer (und ehemaliger SP Nationalrat) Peter Bodenmann in seinem Hotel in Brig, aufgenommen am 13. November 2003.   (KEYSTONE/Gaetan Bally)  : FILM, Mittelformat]

Wiegelt ab: der ehemalige SP-Präsident Peter Bodenmann. Bild: KEYSTONE

Altmeister Peter Bodenmann hingegen glaubt, dass das ganze Theater letztlich für die Katz sei. «Wir werden über das Rahmenabkommen abstimmen. Schneller als wir denken», sagte er in der «SonntagsZeitung». «Dank der SP und den Gewerkschaften, dank neuer flankierender Massnahmen wird es auch angenommen.»

Galladés Parteiübertritt war Polittheater – mehr nicht. Hätte sie tatsächlich ein Gewissensproblem, hätte sie auch ganz anders vorgehen können. «Ein stiller Übertritt nach den Wahlen und eine Anstandspause zum Übertritt in eine andere Partei wäre auch ein Weg gewesen», so Koni Loepfe.

Stattdessen hat sich Galladé nun ihre Viertelstunde des nationalen Ruhms erstritten. Der Preis dafür dürfte happig sein. Nochmals Bodenmann: «Madame Galladé sollte bedenken: Man liebt den Verrat, aber selten die Verräterin.»

Warum man Galladé nicht genug loben kann

Überläufer sind eher unsympathische Figuren. Ihnen haftet der Geruch des Opportunismus, wenn nicht des Verrats an. Mit solchen Vorwürfen muss sich auch Chantal Galladé herumschlagen, seit sie im «Tages-Anzeiger» ihren Wechsel von der SP zu den Grünliberalen angekündigt hat. Viele Ex-Parteikollegen reagierten empört, allen voran SP-Präsident Christian Levrat.

Man kann sie teilweise verstehen. Die 46-jährige Winterthurerin hat den Sozialdemokraten viel zu verdanken. Sie sass 15 Jahre für die Partei im Nationalrat. Und der Zeitpunkt des Wechsels nur drei Wochen vor den Zürcher Wahlen wirkte nicht ideal. Man wurde den Verdacht nicht los, dass sie ihrer neuen Partei einen Gefallen tun und bisherige SP-Wähler abwerben will.

SP Nationalrat Daniel Jositsch, rechts, spricht mit Chantal Gallade ueber seine Nomination als Staenderat an der Delegiertenversammlung der SP Kanton Zuerich am Donnerstag, 16. April 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Beim Wahlvolk beliebt, in der Partei weniger: Chantal Galladé und Daniel Jositsch. Bild: KEYSTONE

Aber ist Galladé eine Verräterin? Nein, sie hat konsequent gehandelt. Seit Jahren politisierte sie auf dem rechten SP-Flügel. Sie war Mitglied der Reformplattform, zu deren Gründern Pascale Bruderer und Daniel Jositsch gehören, Galladés Ex-Lebenspartner. Sie waren und sind Zugpferde der Partei. Nicht zuletzt dank ihnen ist die SP im Ständerat so stark wie nie zuvor.

Honoriert wurde das wenig. Programmatisch steht die SP weit links. Die «Reformer» wurden an den Rand gedrängt und teilweise verhöhnt. Es erstaunt wenig, dass es einer Chantal Galladé auf gut Schweizerdeutsch «den Nuggi rausgehauen» hat. Das Fass zum Überlaufen brachte die harte Linie in der Europapolitik und das Nein zum Rahmenabkommen.

Damit hat sich die SP verrannt, denn ihre mittelständische Basis dürfte wesentlich EU-freundlicher eingestellt sein als die Gewerkschaften mit ihrer kompromisslosen Verteidigung der flankierenden Massnahmen gegen Lohndumping. Galladé ist so etwas wie die Personifizierung dieser urbanen Progressiven, mit ihrem Austritt hat sie den wunden Punkt der SP offengelegt.

Und tatsächlich hat ein Umdenken begonnen. Fraktionschef Roger Nordmann liess am Freitag in der «Arena» Flexibilität beim Lohnschutz durchblicken. Christian Levrat bekannte sich tags darauf an der Delegiertenversammlung in Goldau offen zum Rahmenabkommen. Der Galladé-Eklat war dafür nicht allein verantwortlich. Aber er hat vielleicht den letzten Schub gegeben.

In der «Arena» wurde auch deutlich, dass Chantal Galladé nicht aus Überzeugung die Partei gewechselt hat, sondern primär aus enttäuschter Liebe. Fast schon flehentlich rief sie den Gewerkschafter Daniel Lampart auf, gemeinsam an einen Tisch zu sitzen und Lösungen beim Lohnschutz zu finden. Für ihren mutigen Schritt verdient sie Lob und nicht Tadel.

In gewisser Weise kann man sie als Visionärin bezeichnen, die die SP auf den Pfad der europapolitischen Tugend zurückgeführt hat. Deshalb war vielleicht sogar der Zeitpunkt gar nicht schlecht. Gerade im Kanton Zürich leben viele dieser progressiven Mittelständler. Wenn die SP sich nun zum Rahmenabkommen bekennt, könnte sie am 24. März profitieren.

Umfrage

Löpfe vs. Blunschi: Wer hat recht?

1,309

  • Löpfe36%
  • Blunschi64%

Das könnte dich auch interessieren:

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

114
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
114Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • infomann 05.03.2019 21:47
    Highlight Highlight Bravo Galladé
    Scheinbar hat es ja schon bewirkt dass die So mit dich reden lässt.
  • Schneider Alex 05.03.2019 06:40
    Highlight Highlight Galladé hätte ihren Entscheid besser bis nach den Wahlen aufsparen sollen. Dann ist die SP nämlich wieder voll auf EU-Kurs!
  • FrancoL 04.03.2019 21:11
    Highlight Highlight Freuen wird es die FDP, die schon eh und je die GLP links angesiedelt hat und nun nach dem Uebrtritt der Galladé und wohl auch einiger anderer Linksliberalen dies noch mehr Bewirtschaften wird. Was die GLP links gewinnt kann sie rechts nicht auch noch gewinnen und damit braucht sich die FDP weniger sorgen um ihre Mitglieder zu machen. Die GLP wird aber stramm nicht weit von der FDP stehen und es fragt sich was Galladé in den letzten Jahren denn wirklich gedacht hat um heute knapp neben der FDP zu landen. Ev. ein möglicher Regierungsratsitz?
    • Freilos 04.03.2019 21:45
      Highlight Highlight Hä? Gallade hat die Partei gewechselt, aber doch nicht ihre politischen Ansichten. Was hat das nun mit der FDP zu tun?
    • FrancoL 04.03.2019 22:00
      Highlight Highlight Du verstehst nicht was ich meine.
      Einfach erklärt: Die FDP möchte gerne sich gegenüber der FDP abgrenzen so gut es geht, weil sie eben nicht so verschieden sind die FDP und GLP. Da muss die FDP der GLP starke linke Tendenzen andichten und da hilft eine Galladé bestens um diese linke Tendenzen zu begründen. Damit kann die FDP die GLP auf Distanz halten und gibt weniger Wähler an die GLP ab. Darum wird es die FDP freuen dass Galladé und am Besten auch gleich noch Jositsch oder Bruderer zur GLP wechseln. Das wäre für die FDP wie Weihnachten und Ostern zusammen. Begriffen?
    • Go on... 05.03.2019 13:38
      Highlight Highlight "Die FDP möchte gerne sich gegenüber der FDP abgrenzen"
      Ha ha...und der Alluhut gehört auch noch obendrauf...
      : ))
    Weitere Antworten anzeigen
  • JackMac 04.03.2019 20:42
    Highlight Highlight Ich mag sie. Sie hat Eier und steht für ihre Überzeugung ein! Gut gemacht.
  • Stema 04.03.2019 18:01
    Highlight Highlight Vielleicht hat sie bei https://www.smartvote.ch geschaut, zu welcher Partei ihre Ansichten am besten passen. Und dann realisiert, dass sie selber GLP wählen müsste. Da war der Wechsel einfach nur konsequent. Bitte mehr Politiker, die selber denken und handeln, und weniger nach der Parteipfeife tanzen. Egal in welchem politischen Lager. Parteibuch auswendig lernen war etwas für das letzte Jahrhundert.
  • Yann Wermuth 04.03.2019 17:51
    Highlight Highlight Wie kann man so etwas schreiben: „als die Gewerkschaften mit ihrer kompromisslosen Verteidigung der flankierenden Massnahmen gegen Lohndumping“ ja schon noch blöd diese gewerkschaften die kein Lohndumping wollen. Würde der Dividende gut tun etwas auf den Lohn zu drücken und jetzt kommen diese blöden Gewerkschaften. Also ehrlich.... mit den löhnen von andere so leichtfertig umzugehen find ich eine absolute frechheit.
  • Stema 04.03.2019 17:31
    Highlight Highlight Zumindest eines darf man ihr anrechnen: Sie hat den Parteiwechsel noch VOR den Wahlen durchgezogen. Jetzt können die Wähler und Wählerinnen direkt entscheiden, ob sie das gutheissen. Einen „besseren“ Zeitpunkt gibt es doch kaum.

    Viele der negativen Reaktionen erinnern mich eher an Fussballfans, die eben erfahren haben, dass ihr Starstürmer zum Erzrivalen wechselt.

    Aber wenn sich eine Politikerin oder ein Politiker eher mit den Werten und Zielen einer anderen Partei identifizieren kann, dann ist ein Wechsel doch blos konsequent. Wünschen wir uns nicht mehr Politiker, die tun, was sie denken?
    • Maracuja 04.03.2019 18:12
      Highlight Highlight @Stema

      Frau Galladé bewirbt sich weder für den Kantons- noch für den Regierungsrat. Die Wähler können ihr gar kein Feedback geben. Frau Galladé liess sich erst im Juni 18 mit Unterstützung der SP für 4 Jahre als Präsidentin der Kreisschulpflege Winterthur-Töss wählen, Jahreslohn 160‘000 Fr. Anscheinend waren die Differenzen mit der SP damals noch nicht so gross oder sie wollte zuerst noch ins lukrative Amt gewählt werden.
    • peeti 04.03.2019 18:24
      Highlight Highlight Sie hätte gut noch drei Wochen warten können bis die Wahlen im Kt ZH durch sind.

      Jetzt betreibt Sie zusätzlich noch Wahlkampf für ihre neue Partei.
    • crik 04.03.2019 19:40
      Highlight Highlight @Stema: Dir ist schon klar, dass Frau Galladé bei den anstehenden Wahlen nicht Kandidatin ist? Die Wählerinnen und Wähler können also nichts entscheiden.

      Sie hat sich allerdings letztes Jahr als SP-Kandidatin zur Schulpräsidentin wählen lassen, ein sehr gut bezahlter Job.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smeyers 04.03.2019 16:43
    Highlight Highlight Sie ist im Gegensatz zur SP an einer Sachpolitik interessiert und weniger der Doktrin. Was ihr in einer direkten Demokratie Erfolg beschert. Mit ihrem Auftreten vertritt Sie auch jetzt das perfekte Bild der starken und unabhängigen Frau, wie es die SP liebt. Hat leider zu Gunsten der GLP in einem perfekten inszenierten Abgang den Sie für sich zu nutzen weiss.
    • FrancoL 04.03.2019 20:40
      Highlight Highlight Inszenierungen haben in der Politik nichts zu suchen, wer diese sucht soll ins Theater.
    • JackMac 04.03.2019 21:08
      Highlight Highlight @FrancoL .... lache mich grad weg. Ausgerechnet die Politiker sollen sich nicht Inszenieren? also wirklich
    • FrancoL 04.03.2019 22:02
      Highlight Highlight Lachen kann man auch ab den dümmsten Inszenierungen, nur bringt es niemanden etwas.
  • Herbert Anneler 04.03.2019 16:37
    Highlight Highlight Galladés Weckruf kam vielleicht gerade noch zur richtigen Zeit. Die SP hat nun so lange so extremes Rahmenabkommen-Bashing betrieben, dass der point of no return überschritten sein und die Meinung so kippen könnte wie beim Migrationsabkommen. Wer bezahlt bei gescheitertem Rahmenabkommen die Zeche? Diejenigen, die auf Arbeit angewiesen sind, weil sie kein Vermögen haben! Den Politbeamten wie Levrat, Nordmann, Pardini - ein echter Macho-Klub - kann dies egal sein: Sie haben Lohn und Rente auf Sicher. Erst dank Galladé fanden interne Kritiker der SP das Wort. Galladé - Nicoletta von der Flüeh;-)
    • FrancoL 04.03.2019 20:43
      Highlight Highlight Schwache Feststellung und kaum der SP würdig. Wer in solchen theatralischen Muster denkt wie „Macho-Club“ wertet, der hat in der Politik vieles nicht begriffen. Die Vorwürfe an die 3 Herren sind haltlos und es lässt sich fragen, was ist denn bei Galladé anders? Nationalrätin, nur wieder ein Amt, was bitte ist da anders???
    • FrancoL 04.03.2019 20:48
      Highlight Highlight Wenn Du schon die Herren in die Pfanne hauen magst solltes Du zumindest den Lebenslauf von Galladé etwas im Griff haben. Peinlich, wenn Du bei den Herren etwas kritisierst das die Dame ähnlich machte und heute noch macht und vermutlich bis zu ihrer Rente noch machen wird.
      Echt peinlich Dein Kommentar.
      Die Zeche zahlen, wann das Abkommen nicht verbessert wird genau die die nicht das nötige Geld (Verdienst) haben und das sind die die auf Arbeit angewiesen sind und sich dann auch noch einen zweiten Job suchen müssen.
  • peeti 04.03.2019 16:31
    Highlight Highlight Kurz smartspider verglichen: Bin gespannt, wie Galladé ihre Ansichten zu Sozialstaat, Migrationspolitik sowie Wirtschaftspolitik mit ihrem neuen Zuhause zusammenbringt.
    Immerhin muss sie bzgl Umweltschutz und Law & Order keine Turnübungen veranstalten.

  • crik 04.03.2019 15:54
    Highlight Highlight Natürlich kann man kritisieren, dass die Gewerkschaften zu viel Einfluss auf die SP haben. Allerdings ist es dann auch nicht gerade glaubhaft, wenn man/frau eine "Reformplattform" auf die Beine stellt, von der man dann nie wieder etwas hört. "Im Hintergrund arbeiten" (O-Ton der Reformer) reicht nun mal nicht um Aufmerksamkeit zu erhalten. Levrat hat diese Plattform in den Medien mehrmals begrüsst, von verhöhnen war da nichts zu hören.
  • werner weber 04.03.2019 15:18
    Highlight Highlight Weder die SP noch die Gewerkschaften sind EU feindlich. Die Gewerkschaften, wollen eine soziale Schweiz und eine soziale EU (im Einklang mit den europäischen Gewerkschaften), den rechten SPlerInnen, wie auch der GLP, kommt die neoliberale EU gerade zu pass. Ein Ramenabkommen, und entsprechende schweizer Gesetze, welches den Lohnschutz nicht garantiert, ist nicht mehrheitsfähig.
    • inmi 04.03.2019 16:36
      Highlight Highlight Was soll das? Würden wir der EU beitreten (wie es SP & Gewerkschaften wollen) wäre der Lohnschutz tot. Begraben. Zerstört. Weg.
    • sowhat 04.03.2019 19:16
      Highlight Highlight Inmi, darum tun wir das auch nicht.
  • Kramer 04.03.2019 14:43
    Highlight Highlight Kaum ein Politiker verlässt eine starke Partei. Dieser Wechsel sagt fast mehr über die SP aus, als über Galladé; eine Partei deren Ziel es sein müsste 25% Wählerstimmenanteil zu haben (und die das Potential dazu hat), müht sich ab um an die 20% zu kommen, und muss ihren 2. Platz gegen die FDP verteidigen...
    • rodolofo 04.03.2019 14:49
      Highlight Highlight Eins habe ich im Leben immerhin gelernt:
      Es ist selten so, wie's zunächst scheint...
    • mogad 04.03.2019 15:21
      Highlight Highlight Pas d'acc. Es sagt nur etwas aus über Gallade. Die Linke wird nicht geschwächt, wenn die SP Stimmen an die Grünen verliert. GLP und FDP sind etwas im Aufwind, z.T. auf Kosten der SVP, was uns Allen nur recht sein kann. Die Leute haben genug vom Ausländerbashing und dem kategorischen Nein zur EU, basierend auf gefährlichen, weil falschen Behauptungen. Das hat seit 2015 nur Blockaden gebracht. Und dann gehts endlich mal vorwärts in der Klimapolitik.
    • Chrigi-B 04.03.2019 16:09
      Highlight Highlight @mogad, wohin solls hin in der Klimapolotik in der kleinen Schweiz? Es ist ein Problem, dass in den USA, Indien, China und Afrika gelöst werden muss. Baut AKW's nicht Kohlekraftwerke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 04.03.2019 14:41
    Highlight Highlight Eine wichtige Schlagzeile.

    Aber noch wichtiger ist, dass die hart arbeitende Schweizer Bevölkerung weiss, DASS DIE SVP GEGEN LOHNSCHUTZ IST.
    • mogad 04.03.2019 15:10
      Highlight Highlight Und gegen Massnahme gegen den Klimawandel.
    • FrancoL 04.03.2019 20:51
      Highlight Highlight 30% werden es eh nie einsehen.
  • mogad 04.03.2019 14:25
    Highlight Highlight Ich bin nicht in allen Dossiers auf SP-Linie. Zu mind. 70% aber schon. Das reicht um ein überzeugtes SP-Mitglied zu sein. Nie und nimmer würde ich für die übrigen 20% mein soziales Gewissen, meinen Einsatz für Leute, die für wenig Geld viel arbeiten, verraten. Lieber sterben. Und genau das hat Gallade mit ihrem Übertritt in eine bürgerliche Partei getan. Was nicht gegen die GLP spricht, sondern gegen Wendehals Gallade.
    • rodman 04.03.2019 15:41
      Highlight Highlight Heisst das, dass Galladé mit dem Parteiwechsel ihre Überzeugungen über den Haufen geworfen hat und nun als Advocata diaboli arbeitet? Ich glaube, sie setzt sich immer noch für das gleiche ein wie früher. Zum Glück ist unsere Politikwelt nicht so schwarz-weiss.

      "Lieber Sterben" ist auch ein Kampfbegriff, der heute ein bisschen lächerlich wirkt, nicht?
    • Peter R. 04.03.2019 16:32
      Highlight Highlight Ob Galladé Mitglied der SP ist oder der GLP, sie kann sich als Mensch und Politiker genau gleich einsetzen für Leute, die für wenig Geld viel arbeiten! Der Charakter eines Menschen hat überhaupt nichts zu tun mit einer Parteizugehörigkeit.
      Ich gehe sogar so weit, dass ich die parteilosen Politiker vorziehe - die politisieren so wie sie es mit dem eigenen Gewissen verantworten können.

    • idrisi 04.03.2019 17:33
      Highlight Highlight Loyalität zur Partei ist innerhalb der SP ein wichtiger Wert und eine Notwendigkeit um gegen die bürgerliche Mehrheit zu bestehen. Mit einem Wechsel zur GLP wird sie aus linker Sicht zur Überläuferin. Auch wenn sie damit der SP dient- für die SP-Mitglieder ist sie eine Verräterin. Sie hat die Linie überschritten die aus Freunden Feinde macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Uglyman 04.03.2019 14:17
    Highlight Highlight Der Austritt aus einer Partei, deren Gedankengut sie uber Jahre vertrat, ist ihr bestimmt sehr schwer gefallen. Hat mit sich gerungen, versucht sich einzubringen. Eine Parteiführung die sich zur Geisel einer extremen Gruppe machte, sich dem Gespräch mit politisch anders Denkenden verweigert, stur trötzelt, zu Folgen wird dann schwierig. Sich von langjährigen Wegbegleitern zu trennen, der letzte Schritt.
    Der zurück getreten Chef der Gewerkschaften hat der SP Führung ein riesen Ei hinterlassen. Zerschlagt es und werdet vernünftig.
    • rodolofo 04.03.2019 14:36
      Highlight Highlight Ja der Paul Rechsteiner, der sich übrigens mit der neuen FDP-Bundesrätin, Karin Keller-Sutter, als Ständeräte des Kantons St.Gallen, sehr gut verstand (trotz inhaltlicher Differenzen), ist ja tatsächlich ein faule Eier legender Extremist, wenn nicht gar ein Terrorist!
      (Ironie OFF)
      Also in ihrem Alptraum möchte ich ja nicht herumirren müssen...
    • mogad 04.03.2019 14:45
      Highlight Highlight @ rodolfo. Rechsteiner verstand sich gut mit KKS weil sie sich zum Zeitpunkt ihrer Wahl für den Lohnschutz ausgesprochen hat. Ich hab auch geklatscht weil wir jetzt endlich wieder eine FDP Bundesrätin haben, nachdem man ja Alt-BR Kopp auf skandalöse Weise aus dem Amt geputscht hat.
    • peeti 04.03.2019 16:20
      Highlight Highlight Ugly: Galladé hat sich nie wirklich für die EU-Politik interessiert oder zumindest gegen Aussen andere Politikfelder wie zb Sicherheit belegt.
      Dass sie sich jetzt mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Positionen der glp anfreunden kann, lässt aber doch tief blicken.
  • rodolofo 04.03.2019 13:21
    Highlight Highlight Die Lage der SP ist nicht zu beneiden.
    Es allen recht machen kann sie auch nicht.
    Noch etwas zu verhandeln versuchen, Vor- und Nachteile abwägen und dann "dem Herzen" den Stichentscheid überlassen!
    Vermutlich spielt es eh wieder keine grosse Rolle, was das Schweizer Stimmvolk zu diesem EU-Rahmenabkommen sagt.
    Mit weniger Lohnschutz werden wir für Unternehmen attraktiv, was zu einem "Boom" führt, von dem die "Billiglohn-SklavInnen" wenig bis gar nichts haben.
    Mit mehr Lohnschutz wandern die Unternehmen ab, so dass die Arbeitslosigkeit und die SVP-Polemik gegen "Sozialschmarotzer" zunimmt...
    • Neruda 05.03.2019 01:12
      Highlight Highlight Dann sollen doch die Unternehmen abwandern. Dann können die 2 Mio. Ausländer auch wieder heim gehen, dann haben wir wieder mehr Platz und die SVP kein Wahlkampfthema mehr. Mit einer geringeren Bevölkerung brauchts dann auch nicht mehr soviel Steuereinnahmen.
  • Peter R. 04.03.2019 13:15
    Highlight Highlight "SP-Insider kaufen ihr diese Nummer nicht ab"
    SP-Insider sind zu sehr auf ihre Partei die SP ausgerichtet (Levrat: Wir sind die Guten und die Helfer und die SVP das sind die Bösen). P.S. Ich bin nicht SVP-Mitglieder oder SVP-Freund.
    Politiker wie Galladé, Bruderer und Jositsch sind halt nicht sture Parteigänger und haben einen breiteren Horizont, um die Dinge im Grossen zu beurteilen und nicht nur im Kleinen.
    • peeti 04.03.2019 16:22
      Highlight Highlight Offensichtlich gehört Galladé auch zu den Sturen, sonst wäre sie ja nicht gegangen. Sie scheint politisch rechter zu stehen als sie in den letzten Jahrzehnten geglaubt hat/glauben wollte...
    • Peter R. 04.03.2019 16:38
      Highlight Highlight peeti@
      Stur heisst unbeweglich eben kopflos stur. Indem Galladé ihre Situation überdenkt und neu einordnet ist sie alles andere als stur.
    • FrancoL 04.03.2019 18:46
      Highlight Highlight @R. Peter; Sie scheint aber doch eine lange Denkphase zu haben, soooo lange dass sie genügend lang im NR sass und nun auch einen gut dotierten Posten im Schulamt hat und wohl auch neue Karten für den Regierungsrat in der Hand hat und das nennt man dann einen guten Schachzug.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 04.03.2019 13:14
    Highlight Highlight Ich bin froh, hat Frau Galladé ihren Platz gefunden.
    Gegen die SP im Nachhinein in diesem Ausmass zu stänkern, finde ich allerdings unpassend und unfair. Das Auftreten von Frau Galladé in der Arena kann ich mir wirklich nicht erklären.
  • Salvador Al Daliente 04.03.2019 13:06
    Highlight Highlight Die Rache der Prozessionsraupe...
  • sowhat 04.03.2019 13:05
    Highlight Highlight Kann sein, dass dieser Wechsel für Einige ein Anlass ist, sich mal etwas mehr mit der glp zu beschäftigen. Dann rht Frau Galladder So doch noch einen Dienst erwiesen.

    Die Meisten werden dann nämlich entdecken, dass da gar nix Linkes ist, sondern nur eine grün gestrichene FDP.
    • sowhat 04.03.2019 19:23
      Highlight Highlight Sorry, sollte heissen: dann hat Frau Galladé der SP doch noch einen Dienst erwiesen.
  • Stop to believe any bullshit 04.03.2019 12:58
    Highlight Highlight Nicht hauptsächlich der Name macht Politik sondern der Inhalt der Botschaften und Leistungsausweis.
    Kann bei Galladé echt nur maximal Mittelmass erkennen. Von daher, Politiker kommen und gehen.
    • Richu 04.03.2019 15:12
      Highlight Highlight @Bürghölzli Wachturm: Die SP Wählerinnen und Wähler des Kt. ZH waren bei den letzten Nationalratswahlen anderer Meinung als Du! Frau Galladé machte dass 3. beste Wahlresultat auf der SP Liste, d.h. einen Spitzenplatz!
    • Stop to believe any bullshit 04.03.2019 15:30
      Highlight Highlight Ich spreche nur für mich und nicht was andere wählten. Sicher schwierig eigene Meinung zu haben und im Wind zu behaupten. Übrigens Rickli empfinde ich gleich unfähig wie Gallade. Köppel sowieso. Du siehst, der Mainstream lässt mich ziemlich kalt, höchstens nachdenklich.
  • Maracuja 04.03.2019 12:58
    Highlight Highlight <Wenn die SP sich nun zum Rahmenabkommen bekennt, könnte sie am 24. März profitieren>

    Wenn sich die SP nun zum Rahmenabkommen bekennt, ohne dass sie dafür Zugeständnisse von den Bürgerlichen erhält, dann wähle ich bei den nächsten Wahlen Alternative Liste. Parteien, die sich für die Anliegen der „urbanen“ Mittelschicht, Hipster, Akademiker einsetzen, gibt es genug, wenn die SP sich auf diese Wählergruppe fokussieren will, dann muss sie halt auf Stimmen von Kleinverdienern verzichten.
    • Mathis 04.03.2019 14:07
      Highlight Highlight Ich dachte, die Partei der Hipster sei die Alternative Liste.
      Ich nehme nicht an, dass die AL von „Büezern“ gewählt wird.
  • TanookiStormtrooper 04.03.2019 12:41
    Highlight Highlight Auch die Gewerkschaften sind ja grundsätzlich für das Rahmenabkommen und haben nur mit dem Lohnschutz Mühe. Im Gegensatz zur SVP, die ihn aus Prinzip ablehnt.
    Ein wirksamer Lohnschutz wäre auch etwas, dass der EU naheliegen sollte. Auf der Insel dürfte die Stimmung gegen Osteuropäer, die für weniger arbeiten, auch ein Punkt sein, weshalb die Briten keine grosse Lust mehr auf die EU hatten. Ein solcher Lohnschutz wäre also im Interesse von ganz Europa, damit die rechten Spalter nicht dauernd "die Ausländer klauen deinen Job!" brüllen können.
    • sowhat 04.03.2019 13:06
      Highlight Highlight 100% agree
    • Cityslicker 04.03.2019 15:01
      Highlight Highlight Arbeitnehmerrechte sind in den meisten EU-Ländern deutlich besser geschützt als hier. Was die EU aber verständlicherweise nicht akzeptieren kann, ist Diskriminierung innerhalb des gemeinsamen Binnenmarktes. Wenn die Schweiz an diesem gleichrangig teilnehmen will (und darauf deuteten bislang alle Zeichen hin), wird es nur mit diskriminierungsfreien Regelungen gehen. Deswegen muss aber noch lange nicht der Lohnschutz/die FlaM aufgegeben werden - es sind lediglich kreativere Lösungen gefragt (leider blockieren die Gewerkschaften mit ihrem pauschalen Nein eine konstruktive Suche nach solchen)
    • FrancoL 04.03.2019 18:52
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht die EU, die nützt nur ein innerschweizereisches Problem geschickt aus, nämlich die Tatsache, dass die Bürgerlichen NICHTS von den FlanM halten und viele Unternehmer froh wären, diese FlanM würde lieber gestern als heute gestrichen.
      Darum finde ich es mehr als gut dass die Gewerkschaften etwas auf stur schalten, damit nicht der Ausverkauf des innländischen Arbeiters beginnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 04.03.2019 12:31
    Highlight Highlight Ja lieber Köpfe und lieber Blunschi; Peter Bodenmann bringt es auf den Punkt. Einfach und deutlicher kann man es nicht sagen. Und wenn man vor dem Volk Bestand haben will, dann muss man den Gewerkschaften etwas solides anbieten, denn die SVP ist und bleibt dagegen.
    • sowhat 04.03.2019 12:58
      Highlight Highlight Ja genau, etwas Solides. Lohnschutz aufweichen ist nichts Solides.
    • Richu 04.03.2019 15:14
      Highlight Highlight @sowhat: Richtig analysiert, aber das scheint FrancoL nicht zu verstehen!
    • FrancoL 04.03.2019 18:35
      Highlight Highlight @Richu; ich bin mir nicht so sicher ob Du den Satz von sowhat verstanden hast.
      Dass Du der Meinung bist dass Lohnschutz nichts Solides ist, kenne ich zur Genüge aus Deinen Kommentaren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 04.03.2019 12:27
    Highlight Highlight Galladé als Visionärin bezeichnen? Na, na, na. Das ist reines Kalkül was die Dame hier abzieht.
    • Blitzmagnet 05.03.2019 14:32
      Highlight Highlight Kalkül muss nicht schlecht sein.
      Opportunismus kann mehr bringen als sture Linientreue.
  • Karl Bukowski 04.03.2019 12:20
    Highlight Highlight Löpfe hat das Wein-doch haushoch gewonnen, dieses Battle geht aber klar an Blunschi
  • AlteSchachtel 04.03.2019 12:19
    Highlight Highlight "In der «Arena» wurde auch deutlich, dass Chantal Galladé nicht aus Überzeugung die Partei gewechselt hat, ...."

    Exakt! Von Authenzität befreit, aber dafür mit umso mehr Theater. "Böse SP und Gewerkschaften, die GLP ist viel lieber und besser, ätsch."

    Einen Austritt hätte ich verstanden, einen so schnellen Gesinnungswechsel verstehe ich nicht. Ich hab sie früher immer gewählt, aber jetzt suche ich in ihr das Format.....
    • Safster 04.03.2019 12:32
      Highlight Highlight Ich glaube eben nicht, dass es sich um einen Gesinnungswechsel handelt. Das sagt sie auch. Sicher entwickeln sich auch Gesinnungen. Aber Galladé fand ihre Gesinnung innerhalb der SP nicht mehr genügend repräsentiert.
    • AlteSchachtel 04.03.2019 12:40
      Highlight Highlight @safter:
      Dann war sie - wieso auch immer - die vorhergehenden 15 Jahre in der falschen Partei.

      Die GLP ist eine lindgrüne Mischung aus SVP und FDP und hat nun wirklich nichts für den Büetzer und sozial Benachteiligte übrig.
    • pun 04.03.2019 12:43
      Highlight Highlight @Safster: Würde es im Gesinnung gehen, hätte sich Galladé auch einmal in der Partei einbringen können und an Parteianlässen mitdiskutieren oder in Arbeitsgruppen mitarbeiten. Galladé fand wohl eher ihre Karriere innerhalb der SP nicht mehr genügend repräsentiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 04.03.2019 12:12
    Highlight Highlight Ich glaube den entscheidenden Hinweis hat Binswanger in der Republik gegeben: Wenn Galladé Regierungsrätin werden will, muss sie jetzt schon möglichst viel für ihre neue Partei tun. Der Zeitpunkt und das Herumreiten auf dem Europathema passt zu gut zum glp-Marketingansatz, zuerst die Wählerschaft genau zu analysieren und darauf folgend ihre Positionen festzulegen.

    Bei Blunschis Argumentation verstehe ich nicht ganz, weshalb es für Blunschi so überraschend ist, dass die SP Lösungen fürs Rahmenabkommen mit verstärktem Lohnschutz sucht. Das war doch von Anfang an völlig offensichtlich, nicht?
    • Safster 04.03.2019 12:35
      Highlight Highlight Hier gibts eine schöne Replik von Hämmerli auf den Binswanger-Artikel: https://thomashaemmerli.ch/2019/03/warum-glp-gallade-so-viel-wirbel-machen-und-wo-binswanger-irrt/
      Wer die glp auch nur annähernd kennt, kommt zu anderen Schlüssen als Binswanger. Aber naturgemäss ist eine politische Partei Projektionsfläche für alles mögliche.
    • FrancoL 04.03.2019 12:36
      Highlight Highlight @Pun: Und da wettert man ständig gegen die SP, sie tue nichts für die Arbeiter und wenn sie das richtige tut nämlich sich hartnäckig einsetzen, dann ist man überrascht.
    • Gurgelhals 04.03.2019 12:43
      Highlight Highlight Sehe das auch so. Selbst wenn man bisher am rechten Rand der SP postioniert war, wechselt man nicht einfach zur GLP, die in den gewichtigen, der SP besonders am Herzen liegenden Dossiers (Sozialwerke sowie Finanz-, Steuer- & Wirtschaftspolitik) praktisch auf einer Linie mit der FDP politisiert.

      Da steckt vor allem Opportunismus und Marketingkalkül dahinter: Die GLP wird vom frustrierten SP-Wähler aus dem urban-gebildeten Milieu fälschlicherweise als linksliberale Alternative zur SP wahrgenommen, also wechselt man zur GLP, obwohl sie in den Kerndossiers das Gegenteil von SP-Politik macht.
    Weitere Antworten anzeigen

Ja, Herrgott nochmal, man darf fürs Klima streiken und in die Ferien fliegen!

Liebe Klima- und Umweltaktivisten-Kritiker, dieser Text ist für euch. Denn man kann sehr wohl für Klimaschutz kämpfen, ein Smartphone besitzen und in ein Flugzeug steigen.

Liebe User, wir müssen reden. Es gibt da etwas, das macht mich richtig wütend.

Da ist zum Beispiel die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik gegen den Klimawandel Schüler auf der ganzen Welt inspiriert und politisiert. Thunberg reiste im Februar 65 Stunden von Schweden nach Davos, um das World Economic Forum zu besuchen. Während die schwedische Aktivistin Stunden auf Schienen durch vier Länder fuhr, wurde sie in den sozialen Medien kübelweise mit Häme überschüttet. …

Artikel lesen
Link zum Artikel