Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Teilnehmer der LGBT-Parade am Samstag, 2. Juni 2018, entlang der Seepromenade in Lugano. Jedes Jahr im Juni feiern Hunderte von Staedten und Gemeinden auf der ganzen Welt die LGBT (Lesben, Gay, Bisexual, Transgender) Pride. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Friedliche Demo im Tessin. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Friedliche, fröhliche Gay Pride mit Bundesrat Cassis in Lugano

Die Polizei hat rund 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt.



Lugano hat am Samstag die erste Gay Pride erlebt. Bunt gekleidet und in friedlicher Stimmung zogen die nach Polizeiangaben rund 7000 Teilnehmer durch die Stadt. Aussenminister Ignazio Cassis verurteilte auf Grund von sexueller Orientierung ausgeübte Gewalt.

Angereist waren die Kundgebungsteilnehmer aus der Schweiz - namentlich aus der Westschweiz und dem Tessin - und auch aus Italien. Sie zogen das Seequai entlang und durchs Stadtzentrum und mussten wegen eines Gewitters zeitweise ihre Regenschirme öffnen.

Cassis begrüsste die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Namen des Bundesrates an der ersten Gay Pride der italienischsprachigen Schweiz. «Dies tue ich aus dreifacher Überzeugung, nämlich als Vertreter der Auslandschweizer, der liberalen Werte meiner Partei und meiner Italianità», sagte der FDP-Bundesrat.

Er verurteile jegliche diskriminierende oder gewalttätige Haltung auf Grund von sexuellen Präferenzen, sagte Cassis. In mehr als 70 Ländern sei Homosexualität verboten. In einigen Ländern werde sie gar mit dem Tod bestraft.

Zuschauer an den Ansprachen zur LGBT-Parade am Samstag, 2. Juni 2018, entlang der Seepromenade in Lugano. Jedes Jahr im Juni feiern Hunderte von Staedten und Gemeinden auf der ganzen Welt die LGBT (Lesben, Gay, Bisexual, Transgender) Pride. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Der Bundesrat erinnerte an die Rolle der Schweiz beim Einstehen für die Menschenrechte, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Vor ein paar Tagen habe er diese Frage mit einer Delegation aus Weissrussland besprochen. Die Eröffnung einer Schweizer Botschaft in Minsk sei an die Akzeptanz von Homosexuellen gebunden, sagte Cassis.

Cassis beglückwünschte die Organisatoren der Gay Pride in Lugano für ihren Mut, die Veranstaltung im eher konservativen Tessin auf die Beine gestellt zu haben. Katholische Kreise hatten den Anlass im Vorfeld kritisiert, erhielten aber keine Bewilligung für eine Gegenkundgebung.

Teilnehmer der LGBT-Parade am Samstag, 2. Juni 2018, entlang der Seepromenade in Lugano. Jedes Jahr im Juni feiern Hunderte von Staedten und Gemeinden auf der ganzen Welt die LGBT (Lesben, Gay, Bisexual, Transgender) Pride. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Mit Cassis freuten sich der Luganeser Stadtpräsident Marco Borradori (Lega) und die Tessiner Grossratspräsidentin Pelin Kandemir Bordoli (SP) über den Erfolg der ersten Tessiner Gay Pride. Der Anlass sei wichtig für die Öffnung des Kantons gegenüber Minderheiten.

«Unsere Gesellschaft hat sich in 20 Jahren stark gewandelt», sagte Cassis im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Vor 20 Jahren habe er sich als Arzt im Tessin mit der Immunschwächekrankheit Aids beschäftigt. Von der Krankheit oder von Homosexualität zu sprechen, sei damals ein Tabu gewesen.

Es war der Westschweizer Pride-Umzug, der dieses Jahr in Lugano stattfand, nachdem er vergangenes Jahr durch Bern gezogen war. Politische Forderungen waren mit der Pride 2018 nicht verbunden. Ziel der Teilnehmenden sei es, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) nachhaltig sichtbar zu machen, sagte ein Sprecher.

Denn LGBT seien trotz Verbesserungen immer noch Opfer von Diskriminierung. Besonders in Schulen, Sportvereinen und ähnlichen Institutionen würden sie eingeschüchtert oder beleidigt, heisst es in der Broschüre zur Kundgebung.

Teilnehmer der LGBT-Parade am Samstag, 2. Juni 2018, entlang der Seepromenade in Lugano. Jedes Jahr im Juni feiern Hunderte von Staedten und Gemeinden auf der ganzen Welt die LGBT (Lesben, Gay, Bisexual, Transgender) Pride. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

(dsc/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

25
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

75
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

38
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

40
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

18
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

25
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

75
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

38
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

40
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

18
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Super 03.06.2018 12:27
    Highlight Highlight Das versteh ich jetzt nicht ganz Ueli, wenn sich jemand für Homosexuelle (auch Frauen) einsetzt, dann ist das ein Zeichen für latente Islamophobie und galoppierenden Zionismus?
  • Randy Orton 03.06.2018 11:06
    Highlight Highlight Was für ein Heuchler. Seine Partei ist Mitschuldig, dass Homosexuelle nicht heiraten können und keine Kinder adoptieren dürfen. Und das mit der Botschaft in Minsk ist ein Witz, das Nachbarland (Russland) oder Länder wie Saudi-Arabien haben strengere Antihomosexuellengesetze und dort haben wir Botschaften. Hypokrit.
  • Ueli der Knecht 02.06.2018 23:00
    Highlight Highlight Es hilft den Schwulen genausowenig wie den Frauen, wenn Leute, die sonst gar nicht schwulen- oder frauenfreundlich sind, sich nun urplötzlich für die Rechte von Schwulen oder Frauen einsetzen, bloss um ihre islamfeindliche Haltung zu pflegen, bzw. ihre Islamophobie zu kaschieren.

    Zu diesen Heuchlen zähle ich BR Cassis.

    In diesem Sinne hätten ihn die LGBTQs besser ausgeladen, und zB. auf Simonetta Sommaruga bestanden, die ja auch irgendwie italienisch klingt, und ausserdem als Justizministerin auch thematisch besser gepasst hätte als dieser seltsame zionistisch-islamophobe Aussenminister.
    • Gubbe 03.06.2018 08:02
      Highlight Highlight Ueli: Ein etwas durchmischter Post. Bis zum Islam ok und der Hauch Cassis ist auch nicht meiner. Aber eine Klavierspielerin als Justizministerin ist auch irgendwie unverständlich.
    • Fabio74 03.06.2018 09:42
      Highlight Highlight @gubbe Hässlicher Konmentar. Warum muss man Sommaruga attackieren? Keinen Anstand gelernt?
    • Juliet Bravo 03.06.2018 13:47
      Highlight Highlight Aber ein Unternehmer und Raider war dann als Justizminister recht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jazzdaughter 02.06.2018 22:58
    Highlight Highlight "[...] erinnerte an die Rolle der Schweiz beim Einstehen für die Menschenrechte, unabhängig von der sexuellen Orientierung."

    Also, wann wird Ehe für Alle endlich in der Schweiz erlaubt sein?
  • Roman Stanger 02.06.2018 21:15
    Highlight Highlight "Die Eröffnung einer Schweizer Botschaft in Minsk sei an die Akzeptanz von Homosexuellen gebunden, sagte Cassis."

    Ja. Und zwar weil Weissrussland als Handelspartner irrelevant ist und ihr Präsident allgemein vom Westen geächtet wird. Da ist es ganz billig, eine solche Haltung zu vertreten. Botschaften in wichtigen Ländern wie Indien und Saudi-Arabien sind von diesem Boykott selbstverständlich nicht betroffen!
    • Fabio74 02.06.2018 22:46
      Highlight Highlight ja die Doppelmoral der Heuchler.
      WAnn macht Cassis die Botschaft in Moskau zu?
    • Howard271 02.06.2018 22:54
      Highlight Highlight Muss denn immer etwas kritisiert werden?
      Ich als homosexuelle Person finde es jedenfalls gut, dass dies in Minsk gesagt wurde. Klar könnte man es auch an anderen Orten, aber die CH eröffnet ja nicht alle Tage eine neue Botschaft.
    • Fabio74 03.06.2018 14:06
      Highlight Highlight @howard: Ja in diesem Falle schon. Abgesehen davon wo ist seine PArtei zum Thema Eheöffnung? Warum geht es hier nicht vorwärts?
    Weitere Antworten anzeigen

Neues Antidiskriminierungsgesetz: Der Bundesrat muss widerwillig für ein Ja kämpfen

Der Bundesrat äusserte sich kritisch zur Ausweitung der Rassismusstrafnorm auf die sexuelle Orientierung. Im Vorfeld der Abstimmung vom kommenden Februar muss er sich nun aber dafür einsetzen.

Wer öffentlich eine Person oder eine Gruppe wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder zu Hass aufruft, der soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen müssen. So hat es das Parlament Ende 2018 beschlossen.

Heute umfasst die sogenannte Rassismusstrafnorm lediglich die Diskriminierung aufgrund der Rasse, Ethnie oder Religion. Am 9. Februar 2020 stimmt das Volk über die Erweiterung ab. Für ein Ja wird sich auch der Bundesrat aussprechen. Dies, obwohl er sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel