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5000 Personen sollen bald legal kiffen können – und so soll es funktionieren



Der Rauch lüftet sich: Gemeinden könnten schon bald Pilotversuche mit Cannabis durchführen. Entsprechende gesetzliche Grundlagen haben die erste Hürde genommen. Der Bundesrat nahm nach der Vernehmlassung nur kleinere Änderungen vor. Nun ist das Parlament am Zug.

Ticker: 28.02.2019 Cannabis-Pilotversuche Bundesrat

Um was gehts?

Trotz Verbot konsumieren rund 200'000 Menschen in der schweiz regelmässig Cannabis. Politischer Konsens herrscht darüber, dass die Situation unbefriedigend ist: Der Schwarzmarkt mit Cannabis-Produkten floriert, die Qualität der Produkte ist teilweise schlecht. Gleichzeitig sind die Repressionskosten hoch, und es ist schwierig, die Konsumentinnen und Konsumenten mit Präventionsmassnahmen zu erreichen.

Jä, wird Gras jetzt legal?

Frau raucht joint Cannabis hanf

Bild: shutterstock.com

Nein. Der Bundesrat macht in der Botschaft zum x-ten Mal deutlich, dass es sich bei ihrem Vorschlag keinesfalls um den ersten Schritt Richtung Legalisierung von Cannabis handle. Ohne das allgemeine Verbot infrage zu stellen, müssten aber «alternative Regulierungsmodelle» getestet werden können. Es stehe die Frage im Zentrum, welche Regelung die öffentliche Gesundheit am wenigsten belaste.

Was ist passiert?

Mehrere Städte und Kantone wollten deshalb die Auswirkungen des legalen Verkaufs von Cannabis auf den Konsum und die Konsumenten wissenschaftlich untersuchen lassen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lehnte die Gesuche ab mit der Begründung, dass es dafür keine Rechtsgrundlage gebe. Mit der jetzt vom Bundesrat präsentierten Vorlage soll diese geschaffen werden.

Und sieht diese Vorlage aus?

Der Bundesrat will in den nächsten zehn Jahren die Wissenschaft auf die Probleme ansetzen. So sollen alternativ Modelle geprüft werden. Es sollen beispielsweise die Vor- und Nachteile eines regulierten Verkaufs in Apotheken ermittelt werden. Der Artikel zu den Pilotversuchen sieht vor, dass die Gemeinden solche Studien durchführen können. Jeder Pilotversuch bräuchte eine Bewilligung des Bundes. Die Regeln dafür sind aber streng.

Wie streng sind die Spielregeln?

Um den Jugendschutz zu gewährleisten, sind Minderjährige davon ausgeschlossen. Volljährige Personen, die an einer Studie teilnehmen möchten, müssen nachweislich bereits Cannabis konsumieren. Ausserdem müssen die Teilnehmenden ihren Wohnsitz in einer Gemeinde haben, in der eine Studie durchgeführt wird. Darüber hinaus sind Menschen ausgeschlossen, die an einer ärztlich diagnostizierten Krankheit leiden oder verschreibungspflichtige Psychopharmaka einnehmen.

Können die Teilnehmenden Gras ohne Grenzen kaufen?

Nein, die Teilnehmenden können nur eine beschränkte Menge Cannabis pro Monat erwerben. Es ist ihnen zudem untersagt, diesen Cannabis an Dritte weiterzugeben, und sie dürfen ihn nicht an öffentlich zugänglichen Orten konsumieren. Die Dauer der Studien darf höchstens fünf Jahre betragen. Die Teilnehmerzahl ist auf höchstens 5000 Personen limitiert.

Was passiert nach der Pilotphase?

Die Gültigkeit des im Betäubungsmittelgesetz aufgenommenen Artikels zu den Pilotversuchen ist auf zehn Jahre beschränkt. Danach will der Bundesrat die Ergebnisse der verschiedenen Studien zusammentragen. Mindestens bis dahin gilt das allgemeine Cannabisverbot weiterhin in der ganzen Schweiz. Seit 1951 ist Cannabis in der Schweiz als verbotenes Betäubungsmittel eingestuft und darf grundsätzlich weder angebaut, hergestellt noch verkauft werden. 1975 wurde auch der Konsum unter Strafe gestellt. Ein allfälliger Entscheid zur Änderung des Regulierungsmodells müsste auf jeden Fall vom Parlament getroffen werden, wie die Regierung weiter schreibt.

Gibt es Gegner?

Das Parlament ist betreffend Cannabis-Pilotversuche seit längerem gespalten. Die SVP und die CVP lehnten die bundesrätlichen Pläne in der Vernehmlassung ab. Wegen der wenigen Änderungen dürften sie an ihrem Standpunkt festhalten.Der Nationalrat verfolgte in den vergangenen Jahren keine konsequente Linie. Mal sprach er sich knapp für einen entsprechenden Experimentierartikel aus, mal knapp dagegen. Die Debatten dürften also erneut spannend werden.

Gab es nach der Vernehmlassung Änderungen?

Kaum: Die Regierung nahm gegenüber der Vernehmlassungsvorlage nur wenige Änderungen vor. So wurde präzisiert, dass nur «wissenschaftliche» Pilotversuche bewilligt werden können – eine formale Anpassung. Zudem soll das für die Studien abgegebene Cannabis von der Tabaksteuer befreit werden. Damit wird unter anderem dem Wunsch des Städteverbands entsprochen, der sich andernfalls an den Kosten für das Cannabis gestört hätte.

(mlu/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bläsnkufo 01.03.2019 07:47
    Highlight Highlight Die Dealer & Händler lachen sich ins Fäustchen!
    In 10 Jahren kann jeder von denen noch genügend Geld für eine anständige Pension erwirtschaften.
  • Ganjaflash 28.02.2019 22:14
    Highlight Highlight Und wieviel Gramm kann Mann pro Tag Monat kaufen? Weil ich brauche meine 2-3 gr. am Tag.
  • Herr Noergler 28.02.2019 19:44
    Highlight Highlight Sind das ausschliesslich kiffende Wissenschaftler, die an dieser Studie arbeiten, oder warum soll das 10 Jahre dauern?
  • Angelo C. 28.02.2019 16:09
    Highlight Highlight Zitat:

    „Hierzulande konsumieren 200'000 Personen regelmässig Cannabis, erinnert Berset. Das Thema sei deshalb von grösster Wichtigkeit und bisher habe man nicht die nötigen Kenntnisse, um sachlich darüber zu sprechen.“

    Wenn man den letzten Satz liest, kann man sich ein kopfschüttelndes Grinsen nicht verklemmen, denn erstens rauchen in der Schweiz Abertausende seit Jahrzehnten (die 68er, die heute entscheiden, mit eingeschlossen 🙄), und alle „Experten“ äussern sich seit Jahren kontrovers.

    Und ein Blick zu den Staaten welche Cannabis bisher legalisiert haben reicht, um Schlüsse zu ziehen 😊
  • Kreasty 28.02.2019 15:16
    Highlight Highlight "Berset betont, die heutige Situation sei heikel, weil nicht überprüft werden könne, was das Cannabis genau enthält."

    Jaja immer die Vergleiche, aber man weiss was in Zigaretten drin ist :)

    Und nein, 2019 kann man nicht Überprüfen was sich so in einer Haschischspritze befindet!!!!!11
    • Interessierter 28.02.2019 17:14
      Highlight Highlight Haschischspritze? Von welchem Planet sind Sie?
  • Simon Probst 28.02.2019 14:10
    Highlight Highlight Schon lustig, da beraten sie wieder, all diese die "noch nie an einem joint gezogen haben". wollen über die stärke entscheiden, und wieviel man kiffen darf.

    dabei kann man in der schweiz 3 meter vor der polizei ungestört kiffen, niemand stört es.

    ...und wenns dann in 10 jahren evtl. mal legal ist, haben die Amis die Industrie schon längst am laufen!
  • just sayin' 28.02.2019 13:36
    Highlight Highlight "Der Bundesrat nahm nach der Vernehmlassung nur kleinere Änderungen vor. Nun ist das Parlament am Zug."

    "am zug"

    gnihihihi
  • MGPC 28.02.2019 13:13
    Highlight Highlight Das ganze generiert nur Kosten und nutzen tuts niemandem. Cannabis wurde nur verboten weil die Prohibition nichts genutzt hat und man etwas brauchte um mit einem Verbot das Loch in der Staatskasse wieder zu füllen.
    • Makatitom 28.02.2019 19:05
      Highlight Highlight Weil eine Chemiefirma Namens Dupont, die künstliche Fasern herstellte, die Konkurrenz der natürlichen Hanffasern fürchtete und im US-Parlament die Lobby beauftragte dafür zu sorgen, dass der Hanf verteufelt wird
    • Electric Elefant 28.02.2019 23:02
      Highlight Highlight Hallo? Ich bin auch für eine Legalisierung... Aber dass Cannabis verboten wurde um ein Loch in der Staatskasse zu füllen. Ganz sicher nicht! Wo hast denn das her?
      Im Gegenteil, das Cannabisverbot kostet den Staat jedes Jahr Millionen (entgangene Steuereinnahmen, Kosten für unnötige Verfahren)...
  • #Technium# 28.02.2019 12:25
    Highlight Highlight Legalisiert Kiffen endlich total. Peinlich, dass die einst drogenpolitisch so fortschrittliche Schweiz beim Thema Hanf-Legalisierung selbst Staaten wie USA, Kanada mittlerweile hinterherhinkt.
  • TheDoctor 28.02.2019 12:24
    Highlight Highlight Ich weiss, ich mache mich jetzt unbeliebt. Ich bin klar der Meinung, das Ziel jeder Massnahme sein muss, dass zum einen der Schwarzmarkt geschwächt wird, zum anderen der Konsum von Suchtmitteln, sei es Cannabis, aber auch Alkohol und Tabak, gesenkt wird.
    • Ironiemand 28.02.2019 23:27
      Highlight Highlight Wieso solltest du dich mit dieser Aussage unbeliebt machen? Ich glaube gegen eine Bekämpfung des Schwarzmarktes und die Senkung von Suchtmittel haben die wenigsten etwas - beiden Zielen würde man durch eine Legalisierung bzw. öffentlich kontrollierten Umgang näher kommen.
  • DocShi 28.02.2019 12:19
    Highlight Highlight Zitat: Volljährige Personen, die an einer Studie teilnehmen möchten, müssen nachweislich bereits Cannabis konsumieren.


    Bhuaaahaa..wenn man vor einem Polizisten oder vor Gericht zugibt schon mal gekifft zu haben wird man ja erst recht gebüsst!

    Und auch sonst ist das ja Ganze ja wohl sowas von an der Realität vorbei dass ich mich frage ob die Herren und Damen selber andere Drogen genommen haben bevor Sie diese Regeln aufgestellt haben.
  • M. Bakunin 28.02.2019 12:12
    Highlight Highlight Der Staat sollte aufhören seine Bürger zu bevormunden. Jeder Mensch sollte mit erreichen der Volljährigkeit selber entscheiden dürfen was er in welchen ausmass Konsumieren will oder auch nicht. Der Staat soll sich aus privaten Sachen der Erwachsenen Bürger raushalten. Falls die Freiheit für die Bürgerlichen ein Problem darstellt sollten sie nach dem gut schweizerischen Handlungsmuster arbeiten: Sollange es Geld gibt ist es Gut.

    Sollange es noch einen Staat gibt kann er das Geld wirklich gut gebrauchen (AHV, Bildung).
    Play Icon
    • TheDoctor 28.02.2019 14:55
      Highlight Highlight Das Volk ist der Staat und das Volk hat entschieden.
    • M. Bakunin 28.02.2019 16:09
      Highlight Highlight Das ist so nicht ganz korrekt. Zum einen darf 1/4 der Bevölkerung nicht abstimmen oder wählen, da Ausländer (das kann man ja noch nachvollziehen) zusätzlich wird der Rest der Bevölkerung mit nicht korrekten Informationen abgespiesen. Aus wissenschaftlicher Sicht spricht nichts gegen die Legalisierung von (praktisch) allen Drogen, solange Alkohol frei verfügbar ist. Würde sich das Volk richtig über die Substanzen informieren müssten wir nicht seit Jahrzehnten dieses Tema besprechen. Psychoaktive Substanzen werden seit der Steinzeit konsumiert (egal ob Sokrates, Göthe oder der Papst)
    • TheDoctor 28.02.2019 20:05
      Highlight Highlight Das Volk ist das Stimmvolk, nicht die Bevölkerung. Mit nicht korrekten Informationen abgespiesen wird niemand. Jede und jeder kann sich frei über alle verfügbaren Quellen informieren. Und Alkohol: Ist das nicht vielleicht genau der Punkt? Wir sollten vielleicht eher über weiterreichende Massnahmen gegen Alkohol diskutieren, anstatt weitere Drogen zu legalisieren, die Konsumierende und Dritte ggf. schädigen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 28.02.2019 11:54
    Highlight Highlight Wieso müssen wir jetzt wiueder selber über Jahre eigene Studien und Erfahrungen machen? Wieso fragt man nicht einfach die Länder die das schon haben? Unser Bundesrat ist ein Witz, aber ein ganz schlechter.
  • no-Name 28.02.2019 11:46
    Highlight Highlight Wie werden die Probanden rekrutiert? 😁
  • Öpfelmues 28.02.2019 10:59
    Highlight Highlight So rettet ihr die AHV nicht...
    • TheDoctor 28.02.2019 14:56
      Highlight Highlight Wie dann? Dass Tabak legal ist schadet der AHV wie fast jeder Sozial- und Gesundheitsversicherung. Cannabis zu legalisieren würde auch nicht helfen.
  • Öpfelmues 28.02.2019 10:41
    Highlight Highlight https://www.cannabis-initiative.ch/
    • Trompete 28.02.2019 13:00
      Highlight Highlight Die Seite ist schon fast 3 Jahre online. Ich bezweifle leider langsam, dass daraus innert Kürze eine Initiative zu Stande kommen wird.
    • TheDoctor 01.03.2019 16:34
      Highlight Highlight Tja, anscheinend lässt sich bekifft keine Initiative lancieren, oder wann kommt sie?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 01.03.2019 21:07
      Highlight Highlight Und wer keine richtigen Argumente hat, versucht den klein zu machen, der etwas ändern will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miss Jane Marple 28.02.2019 10:34
    Highlight Highlight Warum wird das Thema nicht diskutiert von Fachleuten, die mit den heute ca.65+ Senioren arbeiten, und die wissen wieviel Hirn nach 50 Jahren kiffen noch da ist ! Übrigens ich bin auch dafür das man mit Alc. Vorsichtiger umgeht, keine Reklame, nicht an Kiosken etc.
    • Lamino 420 28.02.2019 16:40
      Highlight Highlight Mary Jane gefällt mir besser.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 01.03.2019 21:10
      Highlight Highlight Nun, die "Fachleute" die darüber diskutieren, waren teilweise in affären um gefälschte Studien und gezielte Täuschungen verwickelt und dürfen immer noch politisieren.
      Desweiteren gibt es einen, der öffentlich gesagt hat, dass Alkoholiker in Wirklichkeit kiffer wären, die versuchen den Entzug mit Alkohol zu dämpfen und dass Alkohol sehr gesund wäre und auf keinen Fall süchtig machen würde.
  • tagomago 28.02.2019 10:30
    Highlight Highlight Wer mitmachen will muss Kiffer sein und darf keinen Fahrausweis besitzen. Somit macht doch niemand bei Trost mit. FREIE FAHRT FÜR KIFFER!
    • DerMeiner 28.02.2019 10:38
      Highlight Highlight In diesem Sinne: Freie Fahrt für Alkis... Nein, lieber doch nicht.
    • rüpelpilzchen 28.02.2019 11:15
      Highlight Highlight @DerMeiner nur weil beides Drogen sind, haben sie nicht die gleiche Wirkung.
    • DerMeiner 28.02.2019 14:33
      Highlight Highlight Gleich nicht, aber positiv wirkt sich Kanabis nicht auf das Fahrverhalten aus. Wurde mehrfach nachgewiesen.

      Wenn ich trinke, setze ich mich auch nicht ans Steuer.
  • Der Tom 28.02.2019 10:25
    Highlight Highlight Wenn man zu viel getrunken hat kann man die Fahne mit kiffen überstinken. Hilft vielleicht wenn man in eine Kontrolle kommt.
    • Lamino 420 28.02.2019 16:41
      Highlight Highlight Ich verstehe die Blitze nicht! 😁
  • Triumvir 28.02.2019 10:23
    Highlight Highlight 10 Jahre soll also die aktuell ziemlich unbefriedigende rechtliche Situation noch weiter bestehen!? Das finde ich jetzt nicht gerade ideal. Wer kiffen will, der soll dies meines Erachtens tun dürfen. Solange er natürlich keinen anderen Menschen schadet.
  • Silent_Revolution 28.02.2019 10:19
    Highlight Highlight "Das Thema sei deshalb von grösster Wichtigkeit und bisher habe man nicht die nötigen Kenntnisse, um sachlich darüber zu sprechen."

    Die reden hier, als ob hier gerade die erste Studie zum Thema Cannabis aufgegleist wird. Passend zur Bevölkerung, einfach nur eine Bande Hinterwäldler, dieser Bundesrat.

    Wie wärs zur Abwechslung mit auch nur einem sachlichen Argument, was denn dieses Verbot positives bewirkt hat und warum man daran festhalten soll.

    Ein sachliches Argument, weshalb Cannabis verboten und Alkohol im Supermarkt erhältlich sein soll.
  • Silent_Revolution 28.02.2019 10:07
    Highlight Highlight "Dass das hiesige Cannabis-Verbot nicht respektiert wird, bringt viele Probleme mit sich."

    "Berset betont, die heutige Situation sei heikel, weil nicht überprüft werden könne, was das Cannabis genau enthält."

    Ganz bestimmt ist der fehlende Respekt gegenüber einem unsinnigen Verbot ursächlich für diese heikle Situation..
    • Whitchface 28.02.2019 11:52
      Highlight Highlight Mir kam wirklich auch fast mein Frühstück hoch, als ich das gelesen habe. Vor allem das Zitat: "Dass das hiesige Cannabis-Verbot nicht respektiert wird, bringt viele Probleme mit sich." ist einfach nur lächerlich. Sollte dies wirklich die Meinung des Bundesrats reflektieren, mache ich mir Sorgen um dessen geistige Gesundheit. Vielleicht ist nicht das Cannabis das Problem, sondern das Verbot? Für mich bestätigen diese Aussagen, dass sich der Bundesrat überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Ich hoffe, die Wähler erinnern sich an den nächsten NR Wahlen daran.
    • Silent_Revolution 28.02.2019 13:02
      Highlight Highlight Und dann kommt die Aussage auch noch von einem angeblich linken Bundesrat. Mir ist dabei egal, ob er die Meinung des Gesamtbundesrats vertritt.

      Wir Konsumenten werden diskriminiert, schikaniert, ausgegrenzt, verfolgt und weggesperrt. Da erwarte ich von jedem aus einer linken Partei eine klare Haltung gegen die herrschenden Zustände.

      Aber da kommt der höchste SPler daher und schiebt uns die Schuld in die Schuhe, weil wir die Gesetze nicht respektieren.

      Ist als ob man den Schwarzen während den Rassengesetzen die Schuld dafür gegeben hätte, schwarz zu sein.
  • Lucas29 28.02.2019 10:04
    Highlight Highlight Wo kann man sich anmelden?
  • Magnum 28.02.2019 09:56
    Highlight Highlight Nach 29 Jahren sage ich nur noch: Legal, illegal, mir scheissegal. Aber Indoor-Kraut mit 20 % THC würde ich weder meinen Atemwegen noch meinem Gehirn antun. Nein danke.
    • Silent_Revolution 28.02.2019 10:25
      Highlight Highlight 20% THC findest du problematisch, aber potentiell verunreinigte, überdüngte und gestreckte Produkte auf dem Markt sind dir scheissegal?
    • Magnum 28.02.2019 11:24
      Highlight Highlight Nein, ist mir NICHT scheissegal. Ich rauche nur Outdoor-Gras, das ohne Unmengen von schwermetallhaltigen Düngern und Steinwolle angebaut wird. Ich bestimme selbst, bei wem ich mein Gras kaufe, und ich vertraue meinem langjährigen Lieferanten.
      Dir empfehle ich, an Deinem Diskussionsstil zu arbeiten. Denn dem Gegenüber fiktive Aussagen zu unterstellen, ist unter aller Sau. War das deutlich genug? Danke auch.
    • sheshe 28.02.2019 12:51
      Highlight Highlight Oder selbst anbauen... Da hat man wenigstens die volle Kontrolle!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Silent_Revolution 28.02.2019 09:54
    Highlight Highlight Für eine Legalisierung ist dieser Quatsch hier ein weiteres Hindernis, absolut nichts progressives sondern ein weiterer Schritt in die falsche Richtung

    Bei jedem wirklich progressiven Vorstoss in den nächsten 10 Jahren werden die Gegner auf diese Studie mit dem Argument verweisen, dass man noch keine gesicherten wissenschaftlichen Ergebnisse habe.

    Und dies obwohl es bereits hunderte Studien aus dem Ausland gäbe.
    • Musikuss 28.02.2019 10:48
      Highlight Highlight „Hunderte Studien?“ Könntest Du das belegen, mit links etc?
      Spontan fällt mir jedoch die Grossmutter ein, die vor einigen Wochen von ihrem Enkel von hinten während dem Gebet geköpft wurde, weil sie ihm kein Geld für Gras geben wollte... Dope führt zu mangelndem Mitgefühl und Respekt zu Mitmenschen, von gefühlkaltem Egoismus bis hin zur extremen Grausamkeit. Um das zu beobachten, braucht man nur die Augen zu öffnen. Studien hin oder her.
    • Magnum 28.02.2019 11:26
      Highlight Highlight Au ja, ich köpfe auch immer Grosis, wenn ich Bock auf einen Joint habe. Alter, poste doch gleich ein reisserisches Video in Sachen "Reefer Madness". Was für ein unglaublich unsachlicher Kommentar.
    • mw1 28.02.2019 11:32
      Highlight Highlight @musikussmeine güte 🤦🏻‍♂️

      schau dir mal diese doku an.

      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 28.02.2019 09:49
    Highlight Highlight Sorry was wollen sie messen?! Man weiss sehr viel über Canabis im Gesundheitlichen Aspekt und es ist weniger schädlich als Alkohol. Auch die Sozialen Schäden sind geringer als die von Alkohol.
    Wann kapiert ihr endlich, dass das verbieten von Drogen nichts bringt. Drogen sind und werden immer konsumiert. Das grosse Geld erhält nicht der Staat (was er aber könnte) sondern Banden, Gangs, Schmuggler usw. Zusätzlich gibt der Staat Milliarden aus um die Kriminellen zu bekämpfen. Der Krieg gegen die Drogen ist verloren gebt ihn auf, schlagt eine andere Richtung ein.
    • Musikuss 28.02.2019 11:09
      Highlight Highlight Halten wir uns doch an das Verursacherprinzip:
      ohne Drogenkonsumenten würde es auch keinen Drogenhandel geben. Richtig? Also sind die Drogenkonsumenten die Verursacher der Drogen-Kriminalität und nicht die Opfer der Gesetzgebung! Sie sind in Wahrheit die untersten Mitglieder der Drogenmafia. Das sage ich als ehemaliger Kiffer.
      Noch etwas: Als ich feststellte, dass ich nur noch bekifft etwas fühlen konnte und die Inspiration in der Musik verlor, habe ich blitzartig damit aufgehört und es nie bereut!
    • Nik G. 28.02.2019 11:22
      Highlight Highlight Die Menschheit kann nicht ohne Drogen. Die Berauschung hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Schlussendlich wollen wir Glückgefühle erleben, sei dies durch Sport, Spiritualität, Drogen oder anderes Verursacht. Der Drogenkonsument kann nicht eliminiert werden. Wieso sollte er auch? Schlussendlich ist die Menge das Problem und nicht der Stoff
      Schön wenn Sie zur Erkenntniss kamen,dass das Kiffen für sie nicht gut war.
    • You will not be able to use your remote control. 28.02.2019 11:33
      Highlight Highlight > Sie sind in Wahrheit die untersten Mitglieder der Drogenmafia.

      Falsch, es sind die ersten Opfer der Kriminalisierung von Drogen.

      Die Gewinner gehören zur Drogenmafia und die Gesellschaft verliert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Armend Shala 28.02.2019 09:42
    Highlight Highlight Wie siehts eigentlich auch mit dieser Legalisierungsinitiative? Einach diese 246 Lobbysten in Bern ignorieren und eine Volksabstimmung erzwingen, dieses mal nur für Cannabis. Dann klappt es.
  • H.P. Liebling 28.02.2019 09:39
    Highlight Highlight "Der Bundesrat will in den nächsten zehn Jahren die Wissenschaft auf die Probleme ansetzen."

    Zehn (!!!) Jahre! Meine Güte, sind wir ein rückständiges Land... Wozu genau brauchen wir 10 Jahre, wenn es Länder gibt, in denen es teils halb-, teils total-legalisiert ist? Das wären ja wohl Vergleichsmodelle genug...

    Naja.. Klar ist, ich werde mich garantiert nicht für diese Studie melden und lieber mein Jointli weiterhin in Freiheit und nicht als "gläsernes Versuchskaninchen" rauchen.

    Gebt das Hanf frei!
    • legis 28.02.2019 09:58
      Highlight Highlight Werde mich sicher melden. Gibt mir super Aufschlüsse über mich und mein Konsumverhalten. Ausserdem: Staatliche Höchstqualität!? Was willst du noch? 😂
  • AlphaKevin 28.02.2019 09:39
    Highlight Highlight Und müssen die Studienteilnehmer, falls vorhanden, für die Dauer der Teilnahme den Führerschein abgeben?

    Wer das Eine will, sollte die Konsequenzen tragen. Wäre beim Alkohol genau so wünschenswert...
  • Marv_8713 28.02.2019 09:34
    Highlight Highlight Legalisiert das Zeug doch mal endlich...!
    1. wird es für die unter 18jährigen schwerer an die Droge zu kommen
    2. 200k konsumieren regelmässig, sagen wir pro Tag 1 Joint, heisst in etwa ein "Fuffy" (=Gras im Wert von 50.-) pro Woche, darauf steuern wie auf Alkohol--->gibt einen schönen Batzen, welcher der Staat sonst brauchen könnte (Steuern, Bildung, Gesundheitswesen, etc.)
    3. Gras wird sauberer und nicht mehr hochgezüchtetn wie jetzt (THC Wert >15%)... gibt dann auch weniger psychische Erkrankungen

    Aber eben, Alkohol ist hald viel gesünder und stinkt auch nicht so, ironie off...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 28.02.2019 10:16
      Highlight Highlight Nun, es gibt leider bis heute keinerlei studien, die eine wirkliche Kausalität bewiesen hätten. Ausschließlich Vermutungen.
    • E-Smoking 28.02.2019 12:51
      Highlight Highlight 4. Die Legalisierung schützt die Jugend. Hanf ist keine Droge welche die Konsumenten dazu verleitet irgendwann stärkeres Zeug probieren zu wollen weil ihm der Rausch zu schwach werden würde. Vielmehr ist die Illegalität der Grund weswegen diverse Kiffer irgendwann andere Drogen konsumieren. Die Beschaffung beim Freundlichen, dem Freundlichen welcher sich damit andere Drogen finanziert oder dort wo andere Drogen verkauft werden macht es zur Einstiegsdroge und nicht die Substanz selbst.
    • Marv_8713 28.02.2019 16:17
      Highlight Highlight @planet, gebe dir natürlich Recht dass beim 3. keine Kausalität vorhanden ist. mMn muss aber nicht überall eine Kausalität bestehen, damit etwas umgesetzt werden kann. Ich denke du wirst mir Recht geben, dass es noch viele andere Dinge gibt, bei denen es keine bewiese Ursachen/Wirkung gibt ;)
      @Esmoking.. auf jeden Fall, guter Punkt!
  • BigE 28.02.2019 09:34
    Highlight Highlight Die heutige Gesetzeslage ist schizophren. Es muss einfach eine Nulltoleranz beim Fahrverkehr gelten, dann ist die Legalisierung das einzig Richtige. Und das sage ich als Frontpolizist. Mit bekifften Menschen gibt es deutlich weniger Probleme als mit betrunkenen!
    • MGPC 28.02.2019 12:08
      Highlight Highlight Das funktioniert nicht. Man hat immer noch restwerte im blut/speichel und urin wenn man am tag vorher konsumiert hat. Kommt man in eine kontrolle intressiert das die polizei nicht und wertet es als drogenfahrt. Kann man machen was man will. Ihr seit immer am längeren hebel und wir haben keine chance uns zu rechtfertigen. Sobald diese blöden schnelltester, die sowieso für nichts sind und auch anzeigen wenn man nicht konsumiert, anzeigen wird es teuer und kann den job kosten.
    • Der Typ 28.02.2019 12:34
      Highlight Highlight Warum soll es bei Cannabis eine Nulltoleranz geben, jedoch nicht beim Alkohol? Ohne einen Grenzwert zu bestimmen, wird jeder Kiffer im Strassenverkehr sein Billet verlieren. Klar soll man nicht bekifft Auto fahren, jedoch ist es nicht in Ordnung jemand der am Vortag geraucht hat am nächsten Tag dafür zu büsen.
      Deshalb muss ein Grenzwert her.
    • MGPC 28.02.2019 14:30
      Highlight Highlight Wenn denn dieser Grenzwert bestimmt werden kann. Mit dem Schnelltester bestimmt nicht. Denn der zeigt einfach nur an ob man hat oder nicht. Genauer kann das nur ein Labor bestimmen. Doch das ist viel zu teuer. Polizisten werden von Menschen ausgebildet die wahrscheinlich niemals gekifft haben. Im Militär hatte ich einen Grundsatz: Bilde deine Unterstellten nur in Sachen aus die du auch selbst gemacht hast. Alles andere ist realitätsfremd. Glasige Augen sind kein kriterium für Drogenkonsum, dennoch musste mein Bruder einen Schnelltest machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MetalUpYour 28.02.2019 09:33
    Highlight Highlight 10 Jahre soll die Studie dauern!?

    Da hoffe ich doch schwer, dass es früher Bestrebungen zur vollständigen Liberalisierung geben wird...
  • Skater88 28.02.2019 09:25
    Highlight Highlight Ein Heilmittel welches dieselben Generationen in eine Droge verwandelten, welche es heute legalisieren möchten....
  • rüpelpilzchen 28.02.2019 09:25
    Highlight Highlight Süss wie sie alle besorgt um ihre Mitmenschen und ihren eigenen Ruf sind.
  • Maya Eldorado 28.02.2019 09:23
    Highlight Highlight Kann mir jemand sagen, warum Alkohol legal ist und Cannabis nicht?
    • Sebwoh 28.02.2019 10:49
      Highlight Highlight Ist Kulturgut
    • Alf 28.02.2019 15:43
      Highlight Highlight Stärkere Lobby
  • Der Tom 28.02.2019 09:19
    Highlight Highlight Muss man das rauchen? Wieso nicht spritzen, Pillen oder sonst etwas weniger aufdringliches? Wieso muss das gequalmt werden?
    • Freshlemonspace 28.02.2019 09:28
      Highlight Highlight Das meinst du ironisch oder?!
    • El Vals del Obrero 28.02.2019 09:31
      Highlight Highlight Immer diese Hasch-Fixer ...

      Aber nein, man muss es nicht qualmen. Es gibt z.B. auch Vaporizer.
    • Gogl Vogl 28.02.2019 09:34
      Highlight Highlight Muss es doch gar nicht oder habe ich etwas überlesen? Ich denke es darf auch vaporisiert oder zum Lebensmittel verarbeitet zu sich genommen werden. Wäre schon etwas Panne, wenn Apotheken ein Produkt anbieten würden, dass nur geraucht werden kann.
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  • Magnum44 28.02.2019 09:19
    Highlight Highlight So ein Müll, einfach legalisieren. Gekifft wird so oder so und Alkohol deswegen nicht weniger gesund.
    • rüpelpilzchen 28.02.2019 09:54
      Highlight Highlight Alkohol wird deswegen aber auch nicht gesünder.
    • Der Tom 28.02.2019 10:23
      Highlight Highlight @poks hilft kiffen nicht gegen Kater?
    • RyXXel 28.02.2019 10:42
      Highlight Highlight @Tom nicht unbedingt, die Kopfschmerzen werden eher stärker...

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