Schweiz
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An Eurofighter jets takes off from the German Luftwaffe airbase

Ein Eurofighter beim Start: Wird er den F/A-18 ersetzen? Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Neue Kampfjets: Airbus will die Schweiz vom Eurofighter überzeugen

Airbus will der Schweiz den Eurofighter als nächsten Kampfjet verkaufen – ein Augenschein in Estland.

henry habegger, tallinn / Aargauer Zeitung



Die Enttäuschung der Eurofighter-Crew ist spürbar. Der Höhepunkt des Tages, die Demonstration eines Eurofighter-Starts, fällt aus. Es ist jetzt keine Zeit für Vorführungen vor den internationalen Journalisten. Die deutsche Luftwaffe hat Anweisung, mit ihren fünf Kampfflugzeugen am Boden zu bleiben, um notfalls zum Alarmstart bereit zu sein. Grund ist – wie könnte es an der Ostsee anders sein – Wladimir Putin.

Ort des Geschehens: die Ämari-Luftwaffenbasis nahe der estnischen Hauptstadt Tallinn. Im Rahmen der Nato-Mission «Air Policing Baltikum» stellt die deutsche Luftwaffe derzeit Truppe und Kampfjets, die zusammen mit den in Litauen stationierten Franzosen den Luftraum der drei baltischen Staaten sichern. Das freut die Balten, die keine schlagkräftige Luftwaffe haben. Weniger Freude an der Präsenz haben die Russen im Osten. Sie provozieren unaufhörlich und testen und schrecken die Balten-Beschützer auf. Die steigen aus ihren Basen auf wie Wespen aus dem Nest.

Das kommt den westeuropäischen Nationen nicht ganz ungelegen. Es bietet die Möglichkeit, die Fähigkeiten der eigenen Kampfjets zu testen und zu demonstrieren. So auch für Airbus Defence and Space mit Sitz in München, den Hersteller des Eurofighters. Airbus will, das zeigt sich in Tallinn rasch, mit Verteidigungsminister Guy Parmelin ins Geschäft kommen: Der Eurofighter, eine Gemeinschaftsproduktion von Deutschland, Italien, Spanien und den Briten, soll der nächste Schweizer Kampfjet werden.

Seit September 28 Alarmstarts

In Ämari sorgen unbekannte, unangemeldete Russen-Flugzeuge aller Art mit ausgeschaltetem Transponder laufend für Betrieb. Sie schleichen sich in der Regel aus der Gegend von St.Petersburg nordöstlich von Estland hinunter in Richtung russische Enklave Kaliningrad im Südwesten Litauens oder umgekehrt. Durch den engen internationalen Luftraumkorridor zwischen den baltischen Staaten auf der einen und Finnland und Schweden auf der anderen Seite. Das ist nicht ungefährlich, weil die Jets von der zivilen Flugsicherung und den anderen Benutzern des Luftraums nicht erkannt werden können.

Innert maximal 15 Minuten müssen die Maschinen der Deutschen in der Luft sein. Wenn Gefahr im Verzug ist, warten die Piloten in voller Montur im Cockpit auf den Einsatzbefehl. 28 Alarmstarts haben die Deutschen seit September absolviert, als ihr derzeitiger Einsatz in Tallinn begann.

In der Luft geht es oft darum, das Russen-Vehikel zu identifizieren und den Piloten dazuzubringen, den Transponder einzuschalten. Der Russe macht das in der Regel freundlich und ohne zu murren, und die Piloten fotografieren sich gegenseitig durchs Fenster. Die Zusammentreffen mit den Russen seien bisher immer «freundschaftlich» gewesen, betonen die Deutschen. Die dürfen von ihren Raketen nur Gebrauch machen, wenn sie angegriffen werden. Der Einsatz im Baltikum ist in mancher Hinsicht eine Art Waffenmesse, ein Schaufenster der Rüstungsindustrie, die angesichts der weltweit zunehmenden Spannungen neue Absatzchancen sieht.

Für die Deutschen ist die Mission in Estland eine Art Ernstfall, der sich ihrer nicht kriegserprobten Luftwaffe sonst nicht bietet. Die Piloten sind begeistert von ihren leistungsstarken Maschinen und deren mörderischen Mitteln. Sie erzählen den Journalisten ausführlich davon. Während er im Hangar in Ämari auf den Alarmeinsatz hofft, deutet ein Flieger-Hauptmann auf die scharfen Raketen, die unter den Tragflächen seines startbereiten Eurofighters hängen. «Piloten können nie genug Raketen unter den Flügeln haben», sagt er.

Die letzte Schweizer Typenwahl gewann 2008 der Gripen. Obwohl der französische Rafale und der Eurofighter dem kleinen Schweden in Sachen Luftpolizei, Luftverteidigung und Erdkampf klar überlegen waren. Und der Rafale war besser als der Eurofighter. Das soll diesmal anders sein.

Der Eurofighter verfüge mittlerweile über das bessere Radar, sei für eine weit längere Lebensdauer zertifiziert als der Rafale (und auch als der F/A-18). Gleichzeitig brauche der im Unterhalt teure Flieger weniger Unterstützungspersonal als früher. Und nicht zuletzt wird der Eurofighter nun mit einer Reihe von Lenkwaffen für den Erdkampf ausgerüstet. Der Eurofighter habe bessere Flugleistungen, stärkere Triebwerke, eine bessere Steigrate. In einem Land mit vielen Bergen wie der Schweiz ist das aus Sicht von Airbus ein starker Trumpf.

Evaluation ab 2018, Entscheid 2020

Schon ab 2018 will Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) einen weiteren Versuch zur Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs starten. Der letzte Anlauf ging schief: Das Stimmvolk lehnte 2014 den noch von Ueli Maurer aufgegleisten Kauf des Gripen als Ersatz für den alten Tiger-Kampfjet ab.

Parmelins vorläufiger Fahrplan sieht vor, den Typenentscheid im Jahr 2020 zu fällen. Diesmal soll es um den Ersatz nicht nur des Tigers, sondern auch des F/A-18 gehen. 2022 soll das Parlament die Mittel für den neuen Jet sprechen, der bis zu 10 Milliarden Franken kosten könnte. Zwischen 2025 und 2030 sollen die neuen Jets nach und nach geliefert werden. Ins Rennen steigen dürften neben Eurofighter auch der französische Hersteller Dassault (Rafale) und mindestens ein Amerikaner: Lockheed Martin mit dem F-35. Auch Saab dürfte es mit dem Gripen noch einmal versuchen.

Lockheed Martin hat die Agentur Farner mit einem Medienmonitoring beauftragt, Saab setzt nach wie vor auf Hirzel Neef Schmid. Unklar ist, auf welche Agentur Dassault setzt. (HAY)

Rafale gegen Eurofighter?

Die Deutschen, die gerne den Eurofighter für die Schweiz produzieren würden, sind optimistisch. Florian Taitsch, Sprecher von Airbus Defence and Space, sagt zur «Nordwestschweiz»: «Der Eurofighter ist seit 2008 ‹erwachsen› geworden. Er ist mittlerweile ein echtes Multirole-Flugzeug mit ausgezeichneten Eigenschaften für das Bekämpfen von Flugzielen als auch für den Erdkampf ausgelegt. Wir sind überzeugt, mit dem Eurofighter ein äusserst leistungsfähiges Flugzeug mit einem sehr stimmigen Gesamtpaket anbieten zu können.»

Es könnte in der Schweiz zu einem Zweikampf kommen zwischen Rafale und Eurofighter. Die Franzosen arbeiten längst am Projekt, der Verteidigungsminister war bereits bei Bundesrat Parmelin.

Auch Airbus baut bereits die Schweizer Kampagne auf: Der Konzern hat gemäss Recherchen die PR-Agentur Furrer Hugi in Bern angeheuert. Für die Hersteller geht es um viel: Sowohl die Franzosen als auch Airbus kämpfen mit Haken und Ösen um Aufträge. Und in die Schweiz, dieses Vorzeigeland, das in den Augen vieler Anbieter keine Geldsorgen hat, würden alle besonders gern liefern. Derweil antwortet der estnische Kommandant der Ämari-Basis, Ülar Lõhmus, ohne zu zögern auf die Frage, welchen Jet er am liebsten hätte: «Den F-35». Das ist der Bomber, den der zukünftige US-Präsident Donald Trump in einem Tweet als viel zu teuer kritisiert hat.

Am Tag nach dem Tallinn-Besuch zeigt sich, warum die Eurofighter keine Zeit hatten für die Journalisten. Laut lettischen Medien waren drei russische Kampfjets, zwei Su-27 und ein SU-30, unangemeldet in Richtung Kaliningrad unterwegs. Zu Wasser war in der gleichen Richtung eine russische Korvette, ein Kriegsschiff also, unterwegs und kam der lettischen Grenze bedrohlich nahe. Wenig später tauchte mit gleichem Kurs auch noch ein russisches Jagd-U-Boot auf.

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1,805

  • Dassault, Rafale.10%
  • Airbus, Eurofighter.33%
  • Lockheed Martin, F-35.21%
  • Saab, Gripen.8%
  • Gar keine neuen Flieger.19%
  • Etwas anderes. 7%

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    Alle Leser-Kommentare
  • jghgj 27.12.2016 11:48
    Highlight Highlight Wenn man mehr Geld für den Frieden einsetzen würde anstatt für den Krieg, sähe die Welt ein bisschen anders aus.
    • Maett 27.12.2016 13:51
      Highlight Highlight @jghgj: und wenn der Mensch in Frieden leben könnte, hätten wir ihn längst.
  • zettie94 27.12.2016 11:30
    Highlight Highlight Die Armee soll doch den neuen Jet aus dem regulären Budget finanzieren - ist ja hoch genug. Jedes Jahr 1 Mrd. auf die Seite legen (entspricht gut 1/5 des Budgets) und in 10 Jahren sind die Flieger bezahlt.
    • sidthekid 27.12.2016 18:05
      Highlight Highlight Äh genau das wollte man ja mit dem Gripenfonds damals. Wäre alles über das reguläre Budget abgewickelt worden. Nur gab es halt auch gute Gründe die gegen das Projekt sprachen.
  • ARoq 27.12.2016 11:05
    Highlight Highlight Was ist eigentlich der Vorteil von bemannten gegenüber unbemannten Kampfjets (Drohnen)?

    Drohnen können länger in der Luft bleiben, sind günstiger in Anschaffung und Unterhalt, keine zusätzliche Gefährdung von Menschenleben, sind schneller in der Luft, etc.
    • atomschlaf 27.12.2016 11:37
      Highlight Highlight ...und helios hat keine Ahnung von der Materie.
    • Maett 27.12.2016 12:11
      Highlight Highlight @helios: Drohnen sind weder für den Luftpolizeieinsatz, noch für den Luftkampf geeignet.

      Drohnen überwachen den Luftraum und Bodenbewegungen und können (je nach Drohne) Bedrohungen mit Luft-Boden-Waffen bekämpfen - wenn's sein muss auch mit Luft-Luft-Waffen, aber da Drohnen grundsätzlich langsam sind (auch in der Reaktionsgeschwindigkeit), hätten sie gegen konventionelle Jets keine Chance.
    • Flughund 27.12.2016 12:15
      Highlight Highlight Drohnen können nicht denken !
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luis Cypher 27.12.2016 10:59
    Highlight Highlight Ich würde bezüglich Modellwahl mal IAF fragen: Ähnliche Topographie, ähnliche Grösse des Landes, selbe Einwohnerzahl. Viel mehr Erfahrung als wir. http://m.iaf.org.il/7240-en/IAF.aspx
    • Xi Jinping 27.12.2016 17:55
      Highlight Highlight sehe ich nicht so, die iaf hat eine andere aufgaben als die ch luftwaffe...daher kann man das imho nicht vergleichen...
  • Kommemtar 27.12.2016 10:55
    Highlight Highlight Ich würde, schon nur aus politischen Gründen, eine Europäische Variante bevorzugen.

    Welcher genau, spielt aus meiner Sicht, nicht so eine Rolle...

    Ich fände es jedoch Sinnvoll, wenn sich die Schweizer Luftwaffe an Friedenssicherungsmissionen (ähnlich wie KFOR im Kosovo) beteiligen würde. Somit könnte auch die Luftwaffe einen Sinnvollen Beitrag leisten und würde nicht nur zum Politikum verkommen.
    • Maett 27.12.2016 12:09
      Highlight Highlight @Kommentar: was auf den Rafale oder Gripen rauslaufen würde.

      Ich glaube kaum dass das VBS so blöd ist (wobei...) einen europäischen Flickenteppich in Form des in jedem Einsatzland Ärger machenden Eurofighter anschafft, der nichts anderes als ein Politprojekt ist, ganz im Gegensatz zu den beiden Erstgenannten.

      Als europäisches Land sollten wir aber eigentlich keine Jets von anderen europäischen Ländern kaufen, höchsten von neutralen (also den Gripen). Leider haben die Amerikaner und Russen aber nicht viel Auswahl im gesuchten Segment (und bei tiefer Stückzahl auch wenig Interesse).
  • atomschlaf 27.12.2016 10:33
    Highlight Highlight Die reiche Schweiz sollte das Modell kaufen, das in der Evaluation am besten abschneidet und für unsere Zwecke am besten geeignet ist. Auf keinen Fall darf man sich nochmals auf eine Billiglösung wie den Gripen einlassen.
    • Raembe 27.12.2016 11:27
      Highlight Highlight Der Gripen war keine Billig Lösung. In allen Fachmagazinen wurde er von Experten gelobt. Er wäre die ideale Lösung für unser Land gewesen. Aber naja, lassen wir das Thema.
    • 7immi 27.12.2016 11:47
      Highlight Highlight weshalb genau soll der gripen eine billiglösung sein? in den evaluationen schnitt er gut ab und erfüllte alle punkte für den tigerersatz (nicht aber für den fa18 ersatz).
      das flugzeug wurde sehr gut ausgelegt und ist durchdacht, und daher günstig in betrieb und unterhalt. das flugzeug ist günstig, aber keinesfalls billig!
    • Maett 27.12.2016 12:06
      Highlight Highlight @atomschlaf: das wäre der Gripen gewesen, dessen Beschaffung (bzw. der dafür vorgesehene Sonderkredit) von einer Bevölkerungsmehrheit abgelehnt wurde. Wohl von Flugzeuggegnern, als auch von den Minimallösungs-Gegnern.

      Wäre die Rafale zur Wahl gestanden, wäre eine Mehrheit wohl realistischer gewesen - für viele ist der Kauf des Verteidigungsaushängeschild anscheinend eine emotionale Sache, die mit einem "richtigen" Jet wohl befriedigt worden wäre, was der Gripen in den Augen einiger nicht war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stan1993 27.12.2016 10:04
    Highlight Highlight Russische Jets wären toll
    • Maett 27.12.2016 11:24
      Highlight Highlight @stan1993: das geht nicht aufgrund der Grösse, unsere Hangars sind zu klein.

      Ausserdem müsste man dann die ganze Air-Defense umstellen, allein schon die S-X00 wären sauteuer.
    • zettie94 27.12.2016 11:26
      Highlight Highlight Suchoi T-50? MiG-35? Da würden aber Airbus und Dassault schön blöd schauen :D
    • Pasch 27.12.2016 19:07
      Highlight Highlight Ach jee ne Suchoi unter Schweizer Flagge... 😍😍😍
      Leider sieht man wie die Politik die Medien steuert oder andersrum...
      Zuerst mal die bösen Russen... dann nicht die Möglichkeit für einen russischen Jet zu stimmen...
      Damit jedem bis in die letzte Hirnzelle eingetrichtert wird das man an sowas nichtmal denken darf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 27.12.2016 09:38
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass diese kalte Kriegerli Reportage in irgend einer Weise relevant sein könnte. Das einzige was mich daran interessiert, ist die Frage wer die Estland Reise von Henry Habegger bezahlt hat.
  • pamayer 27.12.2016 09:36
    Highlight Highlight Organisiert doch einen Zweikampf: 10 Rafales gegen 10 Eurofighter. Wer zuerst alle anderen 10 abgeschossen hat, kriegt den Auftrag.
    Sämtliche Flugzeuge mit maximaler Raketenladung. Bei Kollateralschäden wird der Verursacher mit Abschuss bestraft.
    Finanziert wird das ganze durch die Rüstungsindustrie sowie durch die Filmrechte, die imm voraus verkauft werden.

    Ich würde, wir Schweizer werden das Siegerflugzeug lieben.
    • Commander 27.12.2016 10:35
      Highlight Highlight Eine Idee ganz nach meinem Geschmack 😀
  • N. Y. P. D. 27.12.2016 09:34
    Highlight Highlight Man sollte sich in der Schweiz erst einig werden, ob man
    A keinen Fleuger
    B ein Luftpolizeifleuger
    C ein Kampfflugzeug will
    Falls B oder C, sollten je zwei, drei Flieger zur Auswahl stehen.
    Das alles könnte in EINER Abstimmung entschieden werden.
    Und, lieber Guy, bitte keine Bastellstunde mehr aufführen, wie Ueli Maurer mit seinem Kuhstall, WC-Häuschen oder was das war. Informiere einfach, was die Flieger können, wieviele Scheine sie kosten etc.
    • atomschlaf 27.12.2016 10:36
      Highlight Highlight Man sollte mit der Unsitte aufhören, das Volk über Kampfflugzeuge entscheiden lassen. Das ist letzlich eine rein technische und strategische Frage, wo eine Volksabstimmung völlig sinnlos ist.
      Ganz abgesehen davon, dass es sonst beim Bund auch kein Finanzreferendum gibt und daher rechtlich fragwürdige Winkelzüge notwendig sind, um überhaupt eine Abstimmung durchzuführen.
    • bibaboo 27.12.2016 11:38
      Highlight Highlight Nach dieser Begründung müsste man die meisten Abstimmungen streichen, was m.M.n. in der heutigen Zeit gar nicht so doof wäre.
    • N. Y. P. D. 27.12.2016 12:19
      Highlight Highlight Es ist eine strategische Abstimmung. Und da muss das Volk entscheiden. Will man Kampfflugzeuge für luftpolizeiliche Aufgaben, will man Abfangjäger oder sonstwas. Das braucht kein technisches Wissen. Es geht darum, wie die Flugwaffe strategisch aufgestellt wird.
      Hat das Volk entschieden, dann darf das Palament entscheiden, welchen Flugzeugtyp es zu beschafen gilt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 27.12.2016 08:59
    Highlight Highlight Zuerst die Bilateralen Verträg (MEI) anpassen zu unseren Gunsten mit der EU und dann bestellen, so läufts in der Geschäftswelt😉
    • Homes8 27.12.2016 17:08
      Highlight Highlight Genau und sonst bestellen wir F16.
  • 7immi 27.12.2016 08:45
    Highlight Highlight der eurofighter hat gute flugleistungen. das wars aber auch schon. als gesamtpaket betrachtet schneidet er nämlich schlecht ab. die teure wartung und die kurze lebensdauer von rund 2000h sprechen für sich. hinzu kommt der eurofighterskandal in österreich sowie die sinnbildlichkeit des eurofighters für europäische gemeinschaftsprojekte: ein riesiges flickwerk. die vier flügelhalbschalen kommen von drei ländern. (ein nogo bei symmetrischen bauteilen) politisch vielleicht sinnvoll, technisch absolut dumm. bei der cockpitverglasung uvm gibt es ähnliche probleme. von mir also ein grosses nein.
    • _kokolorix 27.12.2016 21:08
      Highlight Highlight Meines Wissens gab es noch nie irgendwo eine Beschaffung von Kampfflugzeugen die nicht durch irgendwelche korrupten Nebengeräusche begleitet wurde. Das liegt wohl in der Natur der Sache: Feuchte Bubenträume in Verbindung mit einem Haufen Geld...
      Meine Bubenträume würden für den Eurofighter stimmen, da er das modernste und leistungsfähigste Konzept hat, mein Buchhalterinstinkt würde für eine (möglichst selbst entwickelte) Boden-Luft Lenkwaffe stimmen, da sie die mit Abstand beste Preis-Leistung bietet, aber das hat der Ueli leider versäumt und versaut und bis in 5 Jahren sind wir eh Pleite...
  • Blitzmagnet 27.12.2016 08:26
    Highlight Highlight F-35 ist kein "Bomber" sondern ein Abfangjäger, US Designation F für Fighter. A für Erdkampf wie bei der A-10 oder multirole F/A - 18
    • Posersalami 28.12.2016 16:47
      Highlight Highlight Die F 35 ist kein Abfangjäger, dafür hat die USA F 22 (Luftwaffe), F 15 (Luftwaffe) oder F 18 (Marine), je nach Teilstreitkraft. Die F 35 ist ein Mehrzweckkampflugzeug, das alles ein bisschen kann. Von den Flugleistungen her ist sie auch einem EF unterlegen, der auch ein Abfangjäger war beim Entwurf.
  • Androider 27.12.2016 06:43
    Highlight Highlight Ich persönlich würde Lockheed Martin grössere Chacen anrechnen, wenn sie eine Art neue F-16 vorstellen könnten. Selbst die über 40 Jahre ältere F-16 ist der F-35 immer noch stark überlegen. Insbesondere die Wendigkeit der F-16 wäre für die kleine Schweiz praktisch. Das Alter wird wohl dagegen sprechen, da die Amis selbst begonnen haben, die F-16 auszumustern.
    • Keller101 27.12.2016 09:31
      Highlight Highlight F 16 ist super! Den habe ich mit 15 auf dem Atari gesteuert. Würde ich nehmen!
    • atomschlaf 27.12.2016 10:38
      Highlight Highlight @Soulrider: Buy local würde genau so für die Rafale sprechen.
    • Androider 28.12.2016 15:06
      Highlight Highlight Mich würde wunder nehmen, welche Gegenargumente die ganzen Blitzer hier vorzubringen haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Findolfin 27.12.2016 06:43
    Highlight Highlight Diese ganzen Geplänkel sind eigentlich irgendwo ziemlich kindisch.
    • atomschlaf 27.12.2016 10:41
      Highlight Highlight Kindisch ist einzig, dass eine solche Frage nicht kompetent im VBS entschieden werden kann, sondern dass Hinz und Kunz inkl. technisch völlig inkompetenter Parlamentarier über solche Fragen entscheiden.
      Das VBS sollte ein angemessenes Globalbudget erhalten und im Rahmen dessen autonom über solche Ausrüstungsfragen entscheiden.
    • Neruda 27.12.2016 11:38
      Highlight Highlight Haha kompetent und VBS in einem Satz xD
    • Platon 27.12.2016 13:06
      Highlight Highlight Ähm @atomschlaf ich dachte wir leben in einer Demokratie? Da gibt es halt keine Kompetenz, sieh mal wie die Bürgerlichen mit unseren Steuergeldern umgehen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beobachter24 27.12.2016 06:31
    Highlight Highlight "... die Russen im Osten. Sie provozieren unaufhörlich und testen und schrecken die Balten-Beschützer auf. Die steigen aus ihren Basen auf wie Wespen aus dem Nest."

    Klingt *total* glaubwürdig.

    Die Waffen-Industrie wird's natürlich freuen.
    • Carambar 27.12.2016 08:14
      Highlight Highlight The gun seller von Hugh Laurie gelesen? Passt irgendwie :)

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