Schweiz
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Vergewaltigung in Emmen – Fall wird eingestellt



Zweieinhalb Jahre nachdem ein Unbekannter in Emmen LU eine 26-jährige Frau vergewaltigt hatte, schliesst die Staatsanwaltschaft die Untersuchung vorläufig ab – ohne den Täter gefasst zu haben. Es lägen keine neuen Ermittlungsansätze mehr vor.

Spurenabgleiche würden aber weiterhin laufend stattfinden, teilte die Staatsanwaltschaft Luzern am Montag mit. Sobald neue Erkenntnisse oder Hinweise zum Fall vorliegen, würden weiterführende Ermittlungen getätigt.

Das Opfer konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes über eine längere Zeit nicht zum Vorfall befragt werden. Der Unbekannte hatte die Frau bei Emmen an der Reuss vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt. Die Frau erlitt bei dem Überfall schwerste Verletzungen. Ihre Arme und Beine waren laut den Behörden nach der Tat gelähmt.

Männer zum DNS-Test

Nach der Vergewaltigung hatte die Luzerner Polizei umfangreiche Ermittlungen durchgeführt. So wurden während mehrerer Wochen im Umfeld des Tatorts Personenkontrollen durchgeführt. Die Behörden setzten eine Belohnung von 20'000 Franken aus für Hinweise, welche zum Täter führen könnten.

Weiter wurden in Zwischenzeit laut der Staatsanwaltschaft drei Personen vorübergehend festgenommen und knapp 10'000 Personendaten im Zusammenhang mit der Tat überprüft. Insgesamt wurden 371 Männer zu einem Massen-DNS-Test aufgeboten.

Mehrere tausend Handynummern wurden erhoben, welche zur Tatzeit im Gebiet des Tatorts aktiv waren, davon wurden 1863 Handydaten detailliert ausgewertet. Bei 32 Personen, welche über ihr Handy zur Tatzeit im Umfeld vom Tatort registriert wurden, führte die Staatsanwaltschaft DNS-Tests durch. Aktuell sei noch eine DNS-Auswertung im Ausland hängig, geht aus der Medienmitteilung hervor.

Als weiteres Ermittlungselement wurde eine Fallberatung in Anspruch genommen. Experten rollten den Fall – losgelöst von den bisherigen Ermittlungen – nochmals auf. Ebenfalls erfolglos.

Schliesslich überprüfte die Staatsanwaltschaft rund 300 Hinweise zum möglichen Täternamen «Aaron» und führte wiederum fünf DNS-Analysen durch, die ebenfalls nicht zum Erfolg führten.

(nfr/sda)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hugo Wottaupott 15.01.2018 18:27
    Highlight Highlight Solche Täter sind richtige Arschlöcher. Hat sowieso wenig Frauen im Ausgang und dank denen werdens immer weniger.
    • Stan_the_man 16.01.2018 07:15
      Highlight Highlight Ja, das ist natürlich ein wichtiges Argument.



      niiiiiiiicht
  • Hierundjetzt 15.01.2018 17:40
    Highlight Highlight Was ja besonders tragisch ist, ist die Tatsache, das die Polizei nicht das *gesamte* Genom (DNA) untersuchen durfte (wegen dem Datenschutzgesetz) sondern nur 3, 4 Kriterien.

    Auch darum konnte man den Täter nicht finden.

    Ich persönlich empfinde diese Einschränkung gemäss Datenschutzgesetz absolut daneben.
    • Hierundjetzt 15.01.2018 18:45
      Highlight Highlight Und an die Herren und Damen Blitzer, gebt mir eine andere Lösung die besser ist, wie man Kapitalverbrechen Morde, Vergewaltigung, Kinderschändung aufklären kann.

      Also ich finde es immer noch besser das gesamte Genom 1 Person zu entschlüsseln (z.B. via Spermaspuren am Opfer in Emmen) als 400 unschuldige Menschen zu einem Test aufbieten und 1000 Telefonate / Verbindungen *genau* auszuwerten.

      Aber eben, wenns einem nicht selbst betrifft....
    • bokl 15.01.2018 20:19
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Und auch mit einem vollständig entschlüsselten Genom hat man nicht die Handynummer oder Adresse des Täters. Von den Kosten mal abgesehen, wird einfach zuviel Hoffnung ins Genom investiert.

      Und selbst bei einer vollständigen DNA-Datenbank der Menscheit, wäre das Problem der Monozygoten nicht gelöst.
    • Hierundjetzt 15.01.2018 23:03
      Highlight Highlight "vollständig" in Anführungsstrichen gemeint, nicht im wissenschaftlichen Sinne. Aber mehr als nur (!) Haarfarbe und Geschlecht wäre mehr als sinnvoll. Ob jemand eine gedrungene Statur hat, athletisch ist, bzw. wie sein +/- Aussehen ist. Ob jemand kaukasisch [also europäisch], negrid, oder ein Inuit ist hilft der Polizei entscheidend weiter.

      Und ganz bestimmt spielen die "Kosten" keine Rolle. Wär ja noch schöner. Und sonst komm ich dann bei einer schweren Körperverletzung mit Schädeltrauma auch zum bokl und schwadroniere was von Kosten und das Du dich jetzt nicht so anstellen sollst
  • Booker 15.01.2018 16:23
    Highlight Highlight Eine detaillierte Auswertung aller Daten aus der DNA würde Licht ins Dunkel bringen und den Täter evtl. Näher einschränken. Hier ist wieder mal Täterschutz unter dem Deckmantel des Datenschutzes und eine junge Frau vergewaltigt, seelisch zerstört und ihr Leben lang gelähmt !
    • Randy Orton 15.01.2018 16:53
      Highlight Highlight Was für Daten meinen Sie? Ist in der DNA irgendwo die AHV-Nummer abgespeichert?
    • bokl 15.01.2018 17:00
      Highlight Highlight @Booker
      Ja klar. Wir verdächtigen einfach mal alle Männer mit schwarzen Haaren, grünen Augen und Hautfarbe xy...

      Irgendwo ist Schluss. Mit umfangreichen DNA-Test und Handy-Ortung wurde sehr weit in die Privatsphäre Unschuldiger eingegriffen. Die Sistierung ist unbefriedigen und sehr tragisch für das Opfer. Aber rechtfertigt keine unverhältnissmäsige Belästigung Unschuldiger.
    • Simon h 15.01.2018 17:09
      Highlight Highlight Klar, am besten wird gleich die DNS von allen Männern im Raum Luzern geprüft sind ja nur ein hunderttausend. Und die DNS muss auch komplett entschlüsselt werden, auch wenn das in so einem Fall gar keinen Unterschied macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mietzekatze 15.01.2018 13:59
    Highlight Highlight Einfach fürs Protokoll... Das nennt sich Sistierung, nicht Einstellung! Eingestellt wird, wenn kein Straftatbestand gegeben ist. Sistiert wenn keine weiteren Ermittlungsansätze bestehen und man den Täter nicht ermitteln konnte... Just sayin... *Besserwissermodusaus*

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