Schweiz
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Sex-Tortion: Luzerner Polizei verhaftet 17-jährigen Erpresser 



Die Luzerner Polizei hat einen 17-jährigen Schweizer ermittelt und festgenommen, welcher ein Mädchen mit Nacktfotos erpresste. Der Erpresser forderte das Mädchen mehrfach auf, ihm Bargeld zu geben, damit ihre Fotos nicht publiziert werden.

Der 17-jährige Schweizer hat ein 14-jähriges Mädchen auf Snapchat angeschrieben und kontaktiert. Im Laufe der Zeit hat er sie dazu gebracht, dass sie ihm auf diesem Kanal Nacktfotos von sich sendet. Danach drohte er ihr, dass er die Fotos im Internet publizieren werde, falls sie ihm nicht 400 Franken bezahle, wie die Luzerner Polizei am Dienstag mitteilt.

Tipps der Kriminalprävention

Nimm keine Freundschaftsanfragen und Einladungen in sozialen Netzwerken an, wenn du die Person nicht zweifelsfrei identifizieren kannst oder im realen Leben bereits getroffen hast.
Mach dir stets bewusst, dass du während eines Videochats gefilmt werden kannst und verzichte deshalb auf Handlungen, für welche du dich im Nachhinein schämen könntest.
Deaktiviere und überklebe deine Webcam immer, wenn du nicht gerade via Videochat mit jemandem sprichst.
Halte das Betriebssystem, den Browser und den Virenschutz deiner elektronischen Geräte immer auf dem aktuellsten Stand, um dich vor Malware zu schützen. (whr)

Rechtshilfeersuchen in den USA

Das Mädchen, das im Kanton Luzern wohnt, schaltete die Polizei ein. Um an die Daten des Jugendlichen zu kommen, war ein Rechtshilfeersuchen in den USA nötig, dies weil Snapchat dort ansässig sei, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Solche Verfahren seien immer sehr aufwändig.

Der Erpresser konnte danach identifiziert und in einer Luzerner Gemeinde, an seinem Wohnort, festgenommen werden. Der Jugendliche ist geständig. Die Untersuchung führt die Jugendanwaltschaft Luzern.

Sex-Tortion: Bei diesem Phänomen werden vor allem junge Mädchen über die sozialen Medien dazu gebracht, Nacktfotos von sich zu versenden, mit welchen sie in der Folge massiv unter Druck gesetzt und erpresst werden. (whr)

Immer mehr Jugendliche erhalten sexuelle Avancen im Netz

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Video: srf/SDA SRF

Aktuelle Polizeibilder

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    Alle Leser-Kommentare
  • salamandre 13.11.2018 14:44
    Highlight Highlight Liebe Eltern. Klärt doch bitte Eure Kinder auf. Es kann doch nicht sein, dass Teens Nachtfotos von sich preis geben.
    • Garp 13.11.2018 15:33
      Highlight Highlight Aufklärung allein wird da nicht helfen, sondern Mädchen beibringen ihre Grenzen zu ziehen, sich nicht einschüchtern zu lassen, ihre Teenagerträume zu verstehen. Teenager testen auch Grenzen, sind leicht beeinflussbar und hören auch nicht immer auf Eltern, selbst wenn sie gut aufgeklärt sind.

      Wichtig ist Eltern sind da, machen keine Vorwürfe, wenn es zu so einer Katastrophe gekommen ist und haben Verständnis.

      Scheint hier glaub ich, der Fall zu sein.
    • salamandre 13.11.2018 19:49
      Highlight Highlight garp, ich weiss ich neige stark dazu die Komentare so kurz wie möglich zu halten. Ich stelle mir das auch genau so vor wie Du das schilderst. Schön nahmst Du Dir die Mühe
  • Garp 13.11.2018 13:24
    Highlight Highlight Ich hoffe er bekommt eine saftige Strafe, wie das in dem Alter möglich ist und ich hoffe seine Eltern versuchen da noch einmal korrigierend einzuwirken.
    • chevydriver 13.11.2018 20:44
      Highlight Highlight Erzwingen, Besitz und Verbreitung von kinderpornografischem Material, Erpressung... da kommt was zusammen. Nach deutschem Recht wäre bei soetwas mit ca. 4-9 Jahren Jugendhaft zu rechnen, eventuell im Anschluss psychatrische Behandlung.
  • NotWhatYouExpect 13.11.2018 10:29
    Highlight Highlight @Watson: Könnt Ihr das noch etwas genauer erklären warum die "Rechtshilfeersuchen in den USA" gestellt wurde?

    Ich nehme mal an um über Snapchat an die Daten des Täters zu kommen oder?
    • c_meier 13.11.2018 12:10
      Highlight Highlight steht jetzt im text:
      "... dies weil Snapchat dort ansässig sei..."
    • Mietzekatze 13.11.2018 17:31
      Highlight Highlight Genau... Snapchat hat in Europa keine Niederlassung. Deshalb muss dies über das Justizamt der USA laufen. Wenn man Daten von FB benötigt, ist die EU Niederlassung in Dublin und muss entsprechend diesen Weg nehmen. Ist im übrigen auch sehr sehr kompliziert und dauert meist sehr lange. Bei Rechtshilfe (ist vlt auch interessant) wird nur geholfen, wenn der Tatbestand auch im entsprechenden Land existiert. Bsp. Saudiarabien stellt Rechtshilfe an uns wegen Gotteslästerung, wird diese nicht gewährt!
  • Bits_and_More 13.11.2018 10:23
    Highlight Highlight Ich hoffe nur, dass gegen das Mädchen jetzt nicht wegen Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt wird. Selbst wenn es vermutlich zu einem Freispruch / Einstellung des Verfahrens kommen würde, ist es dennoch eine enorme Belastung.

    • chevydriver 13.11.2018 20:40
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass das passieren wird. Soetwas wird normalerweise nur dann in Betracht gezogen, wenn jemand anders das ganze filmt/fotografiert und/oder das ganze verbreitet.

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