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Ein Mann traegt eine Warnweste mit dem Aufdruck

Bereits letzte Woche ging die SDA-Belegschaft auf die Strasse. Bild: KEYSTONE

SDA-Redaktion tritt in unbefristeten Streik 



Die Redaktorinnen und Redaktoren der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) sind am Dienst in einen unbefristeten Streik getreten. Das Personal bringt damit zum Ausdruck, dass es nicht bereit ist, den massiven Abbau von 35 der 180 Stellen zu akzeptieren.

Die sda-Geschäftsleitung habe die Kündigungen trotz eines dreistündigen Warnstreiks in der letzten Woche und massivem Widerstand aus der Redaktion ausgesprochen, wie die Redaktionskommission (ReKo) und die Gewerkschaften am Dienstag bekannt gaben.

Das Vorpreschen der Geschäftsleitung werde einzig mit den Kosten begründet. Der Stellenabbau werde durchgezogen, ohne dass zuvor eine tragfähige Zukunftsvision definiert und verhandelt worden sei.

Die sda fühle sich den Mitarbeitern offenbar in keinster Weise mehr verpflichtet, so die ReKo weiter. Der sda-CEO, Markus Schwab, habe in einem Interview verlauten lassen, die sda sei einzig ihren Aktionären etwas schuldig. Damit habe er das Vertrauen der Redaktion endgültig zerstört.

Angesichts dieser Ausgangslage habe die Redaktion an einer Versammlung am Montag mit 124 zu 8 Stimmen bei 6 Enthaltungen entschieden, die Arbeit ab Dienstagmorgen, 06.30 Uhr, niederzulegen. Der Streik erfolge mit Unterstützung der Gewerkschaft Syndicom und des Berufsverbandes Impressum.

Die Redaktion verlange, dass der sda-Verwaltungsrat am (heutigen) Dienstag um 13.00 Uhr mit einer Delegation der ReKo und den Gewerkschaften ernsthafte Verhandlungen über die Forderungen der Redaktionsversammlung aufnehme. Da das Vertrauen in den sda-Chef massiv gestört sein, müssten die Verhandlungen in Präsenz des Verwaltungsrates stattfinden.

Der Stellenabbau im geplanten Ausmass gefährde die mediale Grundversorgung der Schweiz mit Nachrichten. Auf diese Leistungen der sda seien vor allem die kleineren und mittleren Medienunternehmen angewiesen. Ausserdem gefährde der massive Stellenabbau die Beiträge von 2 Millionen Franken, mit denen die Eidgenossenschaft die sda fördern will. (sda)

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pius Lischer 30.01.2018 11:33
    Highlight Highlight Warum nicht die SDA mit Lenkungsabgaben finanzieren?
  • Sveitsi 30.01.2018 09:10
    Highlight Highlight Die Schweizer Medienlandschaft wird gerade so richtig durchgeschüttelt (und wachgerüttelt?). Ich hoffe, dass sie nach dieser Krise gestärkt da raus geht.

    #NeinzuNoBillag
  • Domino 30.01.2018 09:08
    Highlight Highlight Wie gross ist der Einfluss auf den Umsatzrückgang der SDA, dass Medien überproportional viele Trump Artikel publizieren?
  • Nominator 30.01.2018 08:58
    Highlight Highlight Das haben wir jetzt davon, dass man sich nur noch auf die technische Entwicklung konzentriert und euphorisch der Digitalisierung hinterher rennt. Die Freaks und Nerds entwickeln eine neue Welt und bringen jeden Tag eine neue App auf den Markt die das Leben erleichtern soll - aber nicht das derjenigen die auf der Strecke bleiben. Logisch, dass die Schweizeische Depeschenagentur und die SRG zu Auslaufmodellen werden. Diese Entwicklungsschere führt mittelfristig zu einem Dritten Weltkrieg, da der Mensch sich nicht so leicht updaten lässt.
  • lohessmile 30.01.2018 08:50
    Highlight Highlight Liebes Watson-Team, eine kleine Erklärung zu, was die SDA ist und macht wäre sinnvoll gewesen. Denn viele User haben offensichtlich keine Ahnung, wollen sich auch nicht näher informieren, aber zögern nicht, dumme Comments zu tippen.
  • Baba 30.01.2018 07:51
    Highlight Highlight Die Mitarbeitende der SDA haben meine vollste Sympathie.

    Die vierte Kraft in Lande (die Medien) darf einfach nicht zu Tode gespart werden und zu einem Einheitspreis verkommen . Die Schweiz braucht unabhängigen Journalismus.

    #SDA #ATS und damit auch #NeinZuNoBillag
    • Baba 30.01.2018 08:30
      Highlight Highlight Einheitsbrei...nicht -preis...
  • Majoras Maske 30.01.2018 07:05
    Highlight Highlight Gut so, die SDA ist wichtig und es ist eine Schande was dort vor sich geht. Die schweizer Medienhäuser, welche sie besitzen und kannibalisieren, sollen damit aufhören. Zusammen mit der No Billag Berichterstattung erweckt das nicht gerade Sympathie für Tamedia-Goldbach.

    Und die zukünftige Beteiligung der österreichischen APA muss gestoppt werden, weil die jährlich eine Million erwarten werden. Besser wär wenn der Bund die Anteile der APA kauft. Diese Million ist auch problematisch, weil die SDA zukünftig Bundesgeld erhalten soll.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 30.01.2018 07:57
      Highlight Highlight Pöse, pöse Verleger, die nicht beliebig Geld nachwerfen wollen, während die Staatsmedien sowohl Steuergelder erhalten und gleichzeitig Werbegelder schlucken.
      Den Link zur NoBillag gibt es - aber ist anders, als sie andeuten...
    • fcsg 30.01.2018 08:54
      Highlight Highlight Der Bund hat in der SDA defintiv nichts zu suchen. Wenn dann soll die SDA einen Leistungsauftrag erfüllen, um Gebührengelder erhalten zu können (wie vorgesehen). Das Ganze ist ein privatwirtschaftliches Problem. Offensichtlich hat man es in der SDA verpasst sich den wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen. Die Folgen tragen leider, wie so oft, die Mitarbeiter. Wobei gute Journalisten bestimmt wieder eine neue Anstellung finden.
    • Majoras Maske 30.01.2018 09:26
      Highlight Highlight Das sehe ich nicht so. Die SRG hat online - und das ist nun mal eigentlich der einzige Bereich wo die SRG mit den Verlegen in einem Konkurrenzverhältnis steht - einen sehr spröden und knappen Auftritt. Das Gesetz schreibt das bekanntlich vor. Würden die Verleger etwas innovativer sein, würden die Leute auch kommen (zum Beispiel könnte man ja auch Richtung Onlinebibliothek gehen, die Verleger besitzen teilweise ja jahrhunderte alte Texte). Ein Onlineportal ist eben keine Onlinezeitung, dass haben sie verpennt. Ebenso falsch war es auf Gratiszeitungen zu setzen und die Jugend damit zu ködern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 30.01.2018 06:57
    Highlight Highlight Da SRF ja die ganze Demokratie und unabhängige Presse sein soll, müsste das ja nichts machen.
    Tja, ein monopolartiges, staatlich finanziertes Medienhaus und freie, private rentable Presse gleichzeitig geht wohl nicht.
    • äti 30.01.2018 07:59
      Highlight Highlight Kannst du mir das näher erklären?
    • Rapid S Spezial 30.01.2018 08:20
      Highlight Highlight Was glaubst du macht die sda?
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 30.01.2018 08:30
      Highlight Highlight @äti:
      SRF hat mit Staatsgeldern längere Spiesse für mehr und teurere Produktionen. Daraus folgen mehr Nutzer und ein grosser Teil der Werbegelder. Für private bleiben weniger Einnahmen und weniger Nutzer, wodurch noch weniger produziert werden kann, wodurch noch weniger Einnahmen möglich werden.
      Ein Teufelskreis statt Marktgleichgewicht.
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