Schweiz
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German Finance Minister Wolfgang Schaeuble, right, and German Transportation and Digital Infrastructure Minister Alexander Dobrindt talk at the beginning of the weekly cabinet meeting at the Chancellery in Berlin, Germany, Wednesday, July 15, 2015. (AP Photo/Michael Sohn)

Sein Konterfei «ziert» heute alle Blätter: Wolfgang Schäuble, deutscher Finanzminister. Bild: Michael Sohn/AP/KEYSTONE

Schäuble, Schönheit und Journalistenrüge: Darüber schreiben die Sonntagszeitungen heute

Schäubles Finanzpolitik und Haltung gegenüber Griechenland ist heute allgegenwärtig. In zwei Blättern vertreten ist zudem die Transparenz bei der Schweizer Entwicklungshilfe. Diese und weitere Themen im Überblick.



Online im Ausland einkaufen boomt

Schweizer Käufer bedienen sich vermehrt im Ausland. Das zeigt sich laut der «NZZ am Sonntag» unter anderem an den Importpaketen, die von der Schweizer Post verarbeitet werden. Deren Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 1000 Sendungen auf 11'000 Pakete pro Tag. Nicht eingerechnet darin sind Sendungen von DHL, Fedex und Zalando. Laut Schätzungen des Verbandes des Schweizer Versandhandels (VSV) hat sich das Umsatzvolumen von direkten grenzüberschreitenden Online-Einkäufen seit 2010 verdoppelt – im vergangenen Jahr gaben Schweizer Konsumenten dafür demnach rund 900 Millionen Franken aus.

Burkhalter will Iran-Sanktionen aufheben

Nach der Einigung im Atomstreit darf der Iran Anfang 2016 mit der Aufhebung der internationalen Sanktionen rechnen. Die Schweiz soll laut Aussenminister Didier Burkhalter ihre Strafmassnahmen «so rasch wie möglich» beenden. Der Bundesrat werde das sorgfältig prüfen und eigenständig entscheiden, sagte Burkhalter in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Die Schweiz hatte im Februar 2007 Zwangsmassnahmen gegen den Iran verhängt. Mit der Annäherung zwischen dem Iran und den USA wird die Schweiz ihr Schutzmachtmandat, das sie seit 1980 innehat, wohl verlieren. Trotzdem fürchtet Burkhalter nicht um den diplomatischen Einfluss der Eidgenossenschaft. Er weist aber darauf hin, dass sich die Guten Dienste verändert hätten, denn die Konflikte würden sich wandeln.

epa04840795 People stand next to their cars due to traffic jam at the motorway A2 between Erstfeld and Goeschen leading toward the Gotthard tunnel, Swtzerland, 10 July 2015. Holiday traffic direction south was blocked and caused traffic jam of about 10 kilometers.  EPA/URS FLUEELER

Ferienstau am Gotthard. Bild: EPA/KEYSTONE

Zweite Gotthardröhre ist mehrheitsfähig

Der Bau eines zweiten Autobahntunnels durch den Gotthard ist derzeit mehrheitsfähig: Laut einer Umfrage sprechen sich 70,8 Prozent dafür aus, eine Röhre durch den Berg zu bohren, nach deren Fertigstellung der bestehende Tunnel geschlossen und saniert werden könnte. 21,5 Prozent der Befragten sprechen sich gegen diese Lösung aus, 7,7 Prozent sind noch unschlüssig. Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsinstitut Opinionplus im Auftrag des «SonntagsBlicks» durchgeführt.

WAB-Kurse werden angepasst

Die Fahrausbildung in der Schweiz soll umfassend reformiert werden. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bestätigt gegenüber «Zentralschweiz» und «Ostschweiz am Sonntag», dass es den Vorschlag noch dieses Jahr in die Anhörung geben will. So sollen Neulenker künftig nur noch einen statt zwei obligatorische Weiterbildungskurse (WAB) absolvieren müssen. Die Kurse sollen angepasst werden. Im Gegenzug soll die erste Phase der Ausbildung gestärkt und reines Auswendiglernen verhindert werden. Teil des Pakets ist auch der Lernfahrausweis mit 17 Jahren. Der Bund erhofft sich davon mehr Routine für die Fahrschüler.

Neue Standorte für Asylzentren

Perreux NE, Lyss BE und Liestal BL stehen offenbar als Standorte für nationale Asylzentren fest, die im Rahmen der Asylreform von Bundesrätin Simonetta Sommaruga geschaffen werden. Laut «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» werden dort Verfahrenszentren eingerichtet. Während in Lyss und Liestal Armeestandorte umgenutzt werden, kommt das Zentrum in Perreux in die ehemalige psychiatrische Klinik. Nach den Plänen Sommarugas entstehen schweizweit 5000 Plätze in sechs Regionen, in denen es je ein grosses Verfahrenszentrum sowie Ausreisezentren geben wird. Derzeit hat die Schweiz lediglich 1400 Plätze in fünf Zentren.

Geschäft mit Schönheits-OPs boomt

In der Schweiz boomt das Geschäft mit der Schönheit: Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 53'300 Schönheitsoperationen vorgenommen. Das sind fast so viele wie im operationsfreudigen Brasilien und deutlich mehr als in Deutschland. Die Zahl der Eingriffe in der Schweiz stieg demnach um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – zuvor war sie jeweils um 4 bis 5 Prozent gewachsen. Am häufigsten werden Brustvergrösserungen durchgeführt, auf Rang zwei folgt die Augenlidkorrektur und auf Rang drei die Brustverkleinerung. Das ergibt eine Umfrage, welche die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» bei 200 Schweizer Ärzten machten. Demnach wird bereits jede fünfte Operation an einem Mann ausgeführt – hier werden am häufigsten Augenlider korrigiert.

Kasachstan-Affäre: Medien-Rüge

BDP-Präsident Martin Landolt wirft insbesondere Deutschschweizer Journalisten vor, in der Kasachstan-Affäre um FDP-Nationalrätin Christa Markwalder «Korruptionsgeschichten dazugedichtet» zu haben. «Doch jeder Bundeshausjournalist weiss, Korruption existiert in diesem Parlament nicht!», sagte Landolt der SonntagsZeitung. Das Bild einer durch und durch korrupten Schweizer Politik, das von gewissen Zeitungen gezeichnet werde, entspreche in keiner Weise der Realität. Der BDP-Nationalrat sprach sich im Interview zudem für mehr Transparenz bei der Parteienfinanzierung aus.

ARCHIV --- Nationalraetin Christa Markwalder, FDP-BE,  sitzt im Rat an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 1. Juni 2015, in Bern. Markwalder duerfte einer Strafverfolgung in der Kasachstan-Affäre entgehen, da die Immunitätskommission des Nationalrates ihre Immunitaet nicht aufheben will, wie die Kommission am 2. Juli 2015 bekannt gab. Die Kommission fordert aber disziplinarische Massnahmen vom Buero des Nationalrats. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Christa Markwalder. Bild: KEYSTONE

Baufirmen umgehen GAV

Baufirmen haben laut «Le Matin Dimanche» einen Weg gefunden, um den Gesamtarbeitsvertrag zu umgehen. Sie stellen Arbeiter in 10- oder 20-Prozent-Pensen ein, lassen diese dann aber Vollzeit arbeiten. Im Fall einer Kontrolle geben sie an, die Angestellten würden gerade ihre vier oder acht Stunden Arbeitsdienst leisten. Das macht es für die Kontrolleure schwierig, einen Regelverstoss zu beweisen. Gemäss der Genfer Gewerkschaft SIT verursacht diese Praxis für AHV und IV einen Verlust von rund fünf Milliarden Franken pro Jahr.

Zuwanderung: Blocher diskutiert über Schutzklausel

Zur Begrenzung der Zuwanderung ist SVP-Vizepräsident Christoph Blocher bereit, über eine Schutzklausel zu diskutieren. Diese sei ihm von einzelnen Unternehmern als mögliche Lösung präsentiert worden. Die Schweiz könnte eine solche bei einer übermässig grossen Zuwanderung anrufen. Referenzgrösse dafür wäre der Mittelwert der Zuwanderung aller 28 EU-Staaten. Laut Blochers Informanten könnte man so für die Schweiz auf rund 21'000 Personen kommen. Solche Vorschläge seien zu prüfen, sagte Blocher im Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Doch die Frage sei, ab wann die beschlossene Kontingentierung und der Inländerschutz gelten solle. «Dieser Sockel müsste sehr tief liegen.» (sda)

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