Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sie stahl dem Gemeindeammann am Wochenende die Show: Johanna Gündel bei einem TV-Interview am Weihnachtsmarkt vom Samstag in Oberwil-Lieli.

Ein Referendum soll den Antrag der Studentin Johanna Gündel an der Gemeindeversammlung von Oberwil-Lieli wieder rückgängig machen. Sie will Geld für die Flüchtlingsunterbringung verwenden.
Bild: Aargauer Zeitung

Oberwil-Lieli, nachsitzen! 10 Fehler im Schreiben des Anti-Flüchtlings-Komitees 

Das Referendumskomitee von Oberwil-Lieli gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde sammelt Unterschriften mit einer xenophoben Warnschrift. Fast alle Behauptungen können leicht widerlegt werden. 



Ein Referendumskomitee um Pensionär Robert Mayer hat sämtlichen Stimmberechtigten von Oberwil-Lieli Unterschriftsbögen zugestellt. Damit wollen Mayer und seine Mitstreiter auf den Entscheid der Gemeindeversammlung von Ende November zurückkommen. Die Studentin Johanna Gündel hatte damals mittels Antrag den Plan des Gemeindepräsidenten Andreas Glarner (SVP) durchkreuzt, Ersatzabgaben an den Kanton zu zahlen, um sich von der Unterbringung von acht Flüchtlingen freizukaufen. Gemäss dem angenommenen Antrag Gündels soll das Geld nun für die Beherbergung der Flüchtlinge verwendet werden. 

Das passt dem Referendumskomitee nicht. Das Begleitschreiben zu den Unterschriftsbögen strotzt vor xenophoben Allgemeinplätzen und leicht widerlegbaren Behauptungen. Untenstehend das Schreiben und die falschen Tatsachendarstellungen im Detail:

Oberwil-Lieli bearbeitet

Die Sorgen, die sich das Referendumskomitee von Oberwil-Lieli macht, sind unbegründet. 
Bild: thi/facebook

Fehler 1: Signal zur Invasion

Behauptung: «Wenn wir Flüchtlinge aufnehmen, senden wir vielen weiteren Hunderttausenden ein Signal, auch hierherzukommen.»

Tatsache: Flüchtlinge flüchten nicht, weil Schweizer Gemeinden signalisieren, dass man sie aufnehmen würde. Sie flüchten aus wirtschaftlicher Not oder wegen Bedrohung an Leib und Leben in Kriegssituationen oder in diktatorischen Regimen. Flüchtlinge lassen sich auch nicht zwingend dort nieder, wo sie die meisten Leistungen erhalten. Das wichtigste Kriterium für die Auswahl des Niederlassungsortes ist die Grösse der bereits vorhandenen Diaspora der jeweiligen Volksgruppe. So lassen sich Syrer und Afghanen eher in Deutschland und Skandinavien nieder, Eritreer in der Schweiz

Fehler 2: Verhätschelung

Behauptung: «Wir lassen den Flüchtlingen mehr Aufmerksamkeit zukommen als hilfsbedürftigen Schweizern.»

Tatsache: Die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge in der Schweiz hat keinen Einfluss auf die Höhe der an hilfsbedürftige Schweizer ausgezahlten Arbeitslosen-, Sozialhilfe- oder IV-Gelder. Die Sozialhilfeansätze für Asylbewerber mit Ausländerausweis N liegen rund 20 Prozent unter denjenigen für Inländer. Das gleiche gilt für «vorläufig aufgenommene Ausländer» der Kategorie F. Lediglich «vorläufig aufgenommene Flüchtlinge» der Kategorie F erhalten in der Sozialhilfe die gleichen Ansätze und damit gleich viel und nicht mehr materielle Aufmerksamkeit als hilfsbedürftige Schweizer. Asylbewerber mit Nichteintretens- oder negativem Asylbescheid erhalten nur Nothilfe, sprich Unterkunft und Verpflegung. 

abspielen

Gemeindepräsident Andreas Glarner sorgt für Wahlpropaganda und bis nach Deutschland für einen Shitstorm mit ausländerfeindlichen Aussagen.
YouTube/darkriderman

Fehler 3: Schulstress

Behauptung: «Wegen der lernschwachen Flüchtlings-/Migrantenkinder sinkt das Bildungsniveau aller Schüler mit schweren Folgen für den künftigen Arbeitsmarkt.»

Tatsache: Für den Lernerfolg und das Bildungsniveau der Schülerinnen und Schüler ist weniger entscheidend, wie viele fremdsprachige Kinder integriert werden müssen, sondern wie gross die Klassen sind. Als Faustregel gilt: Je grösser die Klassen, desto geringer der Lernerfolg. Die Lehrer selbst sehen als Problem Nummer eins die Klassengrösse, die Integration folgt erst an dritter Stelle. Seit den 80er-Jahren sind die Limits für Klassengrössen hauptsächlich wegen bürgerlicher Sparanstrengungen stark angestiegen. Heute liegt die Höchstklassengrösse für Primarschulen im Kanton Zürich bei 25 Kindern pro Klasse. 1984 betrug die durchschnittliche Klassengrösse 19,5 Kinder. 2014 lag der Durchschnitt bei 20,7 Kindern. 

Fehler 4: Obdachlose Schweizer

Behauptung: «Wir sorgen dafür, dass Flüchtlinge/Migranten zu einer Wohnung kommen und dafür einheimische Bürger und Paare mit Kindern auf der Strecke bleiben.»

Tatsache: Flüchtlinge und Migranten sind für die Wohnungssuche selbst verantwortlich, sie schliessen die Mietverträge mit den Vermietern selbst ab. Dies bis zu einer Höhe des Maximalansatzes für Monatsmieten, den die kantonalen Asylorganisationen festlegen. Nicht selten reizen die Vermieter die Limiten aus und vermieten den mit örtlichen Standards nicht vertrauten Flüchtlingen zu kleine oder heruntergekommene Wohnungen. Einheimische Bürger und Paare, die nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind, mieten solche Wohnungen nicht. Und diejenigen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, erhalten mindestens den gleichen Standard wie die Migranten. Auf der «Strecke», beziehungsweise auf der Strasse, bleibt niemand. Personen im Asylverfahren wohnen in von Gemeinden bereitgestellten Unterkünften oder Empfangs-, beziehungsweise Durchgangszentren des Bundes. 

Fehler 5: Muslim bleibt Muslim

Behauptung: «Flüchtlinge/Migranten in ihrem tief verwurzelten, islamischen Glauben können sich nicht integrieren und unsere Gesetze und Lebensgewohnheiten nicht akzeptieren, und dies wird vor allem bei der zweiten Generation zu schweren Zerwürfnissen mit unseren Landsleuten und den Behörden führen.»

Tatsache: Mit den Jugoslawien-Kriegen Anfang der 90er-Jahre hat sich in der Schweiz in kurzer Zeit eine grosse albanische Diaspora gebildet, die aktuell geschätzt 200'000 Personen umfasst. Der Hauptharst dieser Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien stammte aus muslimischen Familien, die bereits in der Schweiz ansässige Gastarbeiter nachholen konnten. Das führte zu familiären Problemen und grossem Frustrationspotenzial, das sich in den neunziger Jahren auch in einem Anstieg der Jugendkriminalität manifestierte. Das Problem war aber, dass die muslimischen Eltern ihre Kinder oft nicht so ohne weiteres in den christlich-westlichen Lebensstil entlassen wollten. Es ist also nicht das Problem, dass die zweite Generation ihren islamischen Glauben nicht ablegen will, sondern das Gegenteil. Die zweite Generation dieser albanischen Flüchtlinge aus dem Jugoslawien-Krieg ist heute in Wirtschaft und Gesellschaft genauso gut integriert wie die italienischen Secondos. 

abspielen

ARD zum zweiten Mal auf Besuch in Oberwil-Lieli: Diesmal ist die Studentin Johanna Gündel der Star. 
YouTube/Larry Swarez

Fehler 6: CH-Banlieues

Behauptung: «Wir schaffen hier Zustände ähnlich den Banlieues in Frankreich und können die schlecht ausbildungsfähigen Migranten in dieser Anzahl niemals in unseren hochtechnisierten Arbeitsmarkt integrieren.»

Tatsache: In Frankreich beträgt die Jugendarbeitslosigkeit landesweit 27 Prozent, in den Banlieues teils über 40 Prozent. Diese Misere liegt weniger in der geographischen Ballung von Migranten in Vorstädten begründet denn im napoleonisch-elitären Bildungssystem Frankreichs. Alles, was zählt, ist Baccalauréat (Matur) mit anschliessendem Universitätsabschluss. Wer das nicht schafft, ist in vielen Fällen auf Hilfsjobs angewiesen. Zudem sorgt der starke Kündigungsschutz dafür, dass es für Junge schwer ist, sich im Berufsleben zu etablieren. Das duale Schweizer Bildungssystem, das zudem von der Berufslehre zum Universitätsabschluss sehr durchlässig ist, verhindert, dass grosse Massen von Jugendlichen durch die Maschen fallen und nach 25 ganz ohne Ausbildung dastehen. Die albanisch-muslimische Flüchtlingswelle der 90er-Jahre hat sich jedenfalls nicht in den Arbeitslosen- und Sozialhilfe-Statistiken niedergeschlagen. 

Fehler 7: Sozialwerke pleite 

Behauptung: «Unsere Sozialkassen sind schnell leer und damit stehen zu wenige Mittel für bedürftige Mitbürger in diesem Land zur Verfügung.»

Tatsache: Das Gegenteil ist wahr. Junge Migranten kompensieren einen Teil der Überalterung in der Bevölkerungspyramide und zahlen mehr in die AHV und die ALV ein, als sie beziehen. Die wirksamste Methode, die AHV zu sanieren, wäre, mehr einzahlende Ausländer in die Schweiz zu holen, als es beziehende Inländer gibt. Das Bundesamt für Sozialversicherungen geht davon aus, dass 10'000 Einwanderer weniger pro Jahr eine zusätzliche Beitragslücke in der AHV von rund 1,2 Milliarden Franken jährlich hinterlassen. Die Ausgabenexplosion der Sozialhilfe ihrerseits fusst nicht in der starken Einwanderung in die Sozialhilfe, sondern in der an älteren Arbeitnehmern nicht interessierten Wirtschaft, den strengeren Rentenkriterien in der IV nach der letzten Revision, die IV-Rentner in die Sozialhilfe treibt und im überhitzten Immobilienmarkt, in dem die Mietpreise stark ansteigen. 

Bild

Der Aufruf, das Referendum zu unterschreiben.
Bild:

Fehler 8: AHV-Kürzungen

Behauptung: «Unsere AHV/IV-Kasse muss infolge vieler Bezüger, die nie einbezahlt haben, die Renten für alle kürzen.» 

Tatsache: Die Migranten zahlen mehr in die Sozialwerke ein, als sie beziehen. Und gerade weil die Migranten in die Sozialwerke einzahlen, müssen die Renten nicht oder erst später gekürzt werden. 

Fehler 9: Volle Gefängnisse

Behauptung: «Die schon stark überbelegten Gefängnisse werden nicht ausreichen.»

Tatsache: Die knapp werdenden Kapazitäten in Schweizer Gefängnissen sind nicht hauptsächlich auf kriminelle Asylbewerber zurückzuführen. Die letzten bekannten Zahlen von 2013 zeigen, dass der Löwenanteil der ausländischen Häftlinge im Strafvollzug mit 1329 Personen Ausländer ohne Aufenthaltsbewilligung, also Kriminaltouristen waren. Demgegenüber sassen 950 niedergelassene Ausländer und 686 Asylsuchende ein. 2014 war der Hälftlingsbestand gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesunken, die Auslastung der Gefängnisse lag schweizweit bei 96 Prozent, in der Nordwest- und Innerschweiz bei 86 Prozent und in der Ostschweiz bei 85 Prozent. Die grössten Probleme verursachen nicht Asylbewerber und Flüchtlinge, sondern Untersuchungshäftlinge, deren Inhaftierungen zeitlich nicht planbar sind und die massiv steigende Anzahl von immer älter werdenden Häftlingen in stationären Massnahmen (kleine Verwahrung), die immer seltener aufgehoben werden.

Fehler 10: Anwalt «gegen uns»

Behauptung: «Wir stellen Flüchtlingen gratis Anwälte zur Verfügung, die gegen uns handeln.»

Tatsache: Das neue Asylgesetz sieht vor, Asylbewerbern während der in den Bundeszentren abgewickelten Verfahren einen Anwalt zuzuteilen. Dies ist nötig, um die Verfahren abzukürzen und damit die Kosten der Asylverfahren zu senken. Nichtsolvente Asylbewerber haben so oder so Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, also einen «Gratisanwalt», beanspruchen diesen im Status quo einfach in einem dezentral geführten Asylverfahren und über einen längeren Zeitraum. Die Gratisanwälte in den Bundeszentren verkürzen die Asylverfahren, sparen damit Geld und handeln in «unserem» Interesse.  

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

85
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
85Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Entropy 21.12.2015 07:11
    Highlight Highlight Hervorragender Artikel! Vielen Dank.
    • dickmo 25.12.2015 01:07
      Highlight Highlight Pleasure!
  • FrancoL 19.12.2015 23:38
    Highlight Highlight @Angelo; Man kann Aussagen auch ein wenig verändern um unbedingt recht zu haben: Im Artikel steht: „So lassen sich Syrer und Afghanen EHER in Deutschland und Skandinavien nieder, Eritreer in der Schweiz“. Ihre Uebersetzung:
    „Dass sich Syrer und Afghanen NUR in Deutschland konzentrieren war gestern….." Thiriet schreibt EHER und behauptet nicht es kämen keine Flüchtlinge aus Syrien/Afghanistan. EHER ist kein Imperativ und zielt auf ein Verhältnis. Dass Sie das EHER aber dann als NUR umdeuten zeigt Ihre wahre Kunst im Verdrehen von Aussagen. Dies dient niemandem. Weitere Beispiele gefällig?
    • FrancoL 20.12.2015 00:52
      Highlight Highlight Es gehört zu meinem Alltag etwas klar wenn auch manchmal umständlich zu formulieren und nicht grosse Spatzung für Interpretationen zu lassen. Dies führt dazu dass ich auch bei heiklen Themen genau hinschaue und jeden der etwas schreibt auch behafte auf das was er geschrieben hat. Ich mag es nicht wenn mit Verdrehungen argumentiert wird. Wichtig ist dass jeder Argumente vorbringen kann, aber diese auch faktisch unterlegen muss. Nur mit Fakten kommen wir weiter und können auf eine faire Zukunft hoffen.
    • FrancoL 20.12.2015 00:53
      Highlight Highlight Kleiner Nachtrag, Danke für die Blumen.
    • Pipapo 20.12.2015 09:01
      Highlight Highlight @francoleo: dann müssten Sie vielleicht auch einmal Herrn m.t. bei einigen seiner Thesen etwas auf den Zahn fühlen. ZB 'Fehler 8' ist einfach eine Gegenbehauptung und wird mit nichts belegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 19.12.2015 18:38
    Highlight Highlight Ich komme gerade aus einer Diskussionsrunde in einer Flüchtlingsunterkunft. Die Syrier sprechen teilweise sogar 3 Sprachen: Farsi, Kurdisch, Arabisch. Einer spricht schon ziemlich gut Deutsch, dafür, dass er erst 3 Monate(!) hier ist.
  • whatthepuck 19.12.2015 17:33
    Highlight Highlight Frage mich gerade ob Herr Thiriet weiss, was Tatsachen sind? Behauptungen triffts da eher. Quellenangaben (durchgehend, ausnahmslos!) sind auch nie verkehrt wenn man sich so aus dem Fenster lehnt.

    Und: Was ist mit dem einen Punkt der keinen "Fehler" enthält? Undankbare Leute muss niemand aufnehmen. Da mangelts auf der anderen Seite am Menschlichen.
    • Frausowieso 19.12.2015 17:56
      Highlight Highlight Die meisten Flüchtlinge sind mehr als nur dankbar für ihre Aufnahme. Der Vorwurf der "undankbaren Asylanten" ist natürlich perfekt. Es ist einfach eine Behauptung, die weder be- noch widerlegt werden kann. Sie schürt negative Emotionen, obwohl jedem klar denkendem Menschen klar sein sollte, dass dies absoluter Quatsch ist.
    • Tanzleila 19.12.2015 18:25
      Highlight Highlight Frage mich was Dein Problem mit den Quellenangaben ist, lieber whattepuck. Ausnahmslos jeder Punkt ist mit Quellen belegt, wo es geht sogar mit offiziellen Zahlen. Ich weiss nicht, was du erwartest, aber behaupten geht anders.
    • koks 19.12.2015 19:12
      Highlight Highlight wattepuck, der brandschrift aus oberwil-lieli würden quellenangaben auch gut anstehen. sonst kann man es bei dieser urheberschaft getrost als dreiste lüge bezeichnen.
  • saukaibli 19.12.2015 16:34
    Highlight Highlight Guter Artikel, danke. Nur leider sind Leute aus dem ganz rechten (und aus dem ganz linken) Lager für Argumente nicht empfänglich, was man ja an einigen Kommentaren hier wieder mal wunderbar zu Gemüte geführt kriegt. Das ist genau wie bei Religiösen, glauben zählt mehr als wissen. Und trotzdem dürfen wir normalen Menschen nicht aufhören zu argumentieren, so lächerlich wir auch politische oder religiöse Extremisten finden.
    • Frausowieso 19.12.2015 17:57
      Highlight Highlight Das mit dem "normal" ist ja so eine Sache. Prinzipiell hat doch jeder Mensch das Gefühl er sei normal, intelligent und habe Recht.
    • Charlie Brown 20.12.2015 08:36
      Highlight Highlight @Rendel: Definieren wir doch "normal" als "nicht extrem". Dann kannst du den Nazivergleich grad knicken.

      @Saukaibli: Bin sehr einig mit dir.
    • Frausowieso 20.12.2015 12:11
      Highlight Highlight Was ist denn "nicht extrem" ? Nehmen wir mal das Thema Ernährung als Beispiel. Für viele ist die vegane Ernährung ein extremer Verzicht und die Veganer somit extrem. Für Veganer ist es aber extrem Tiere für Nahrung etc zu töten. Jede Gruppe ist aus der Sicht der anderen extremistisch. Normal ist relativ und immer von dem Standpunkt und dem eigenen Umfeld abhängig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 19.12.2015 15:30
    Highlight Highlight Das Forum scheint fest in Hand der Glarner-Anhänger von der SVP-Kommentarfront zu sein! Schon komisch, dass die hier an einem derart schönen Samstag Nachmittag nichts gescheiteres zu tun haben, als gegen den faktisch einwandfreien Artikel von Maurice Thiriet anzuschreiben und alle zu verdammen, die nicht den SVP Hetz- und Hasskampagnen erlegen sind. Muss wohl so eine Art von Selbstkasteiung für Rechtsnationale sein, täglich diese böse, weil angeblich so linke Gratis-Webseite von Watson anklicken zu müssen? Bin ich ein Schelm, wenn ich dabei denke, dass viele von denen Auftragsschreiber sind?
    • Lowend 19.12.2015 15:44
      Highlight Highlight Noch ein kleiner Nachtrag, aber diese aktuelle Kolumne von Sibylle Berg spricht mir aus dem Herzen!
      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rechtspopulisten-die-macht-der-frustrierten-berg-kolumne-a-1068299.html
      So und mit diesem Votum eröffne ich das lustige Spielchen der Rechtsextremen, welches heisst: "Antworten sind überflüssig, so lange man den Überbringer der Nachricht prügeln kann" Viel Spass!
    • E7#9 19.12.2015 15:54
      Highlight Highlight Nein Lowend, sie sind bestimmt kein Schelm. Ihr heutiger Kommentar hat sympathischen Unterhaltungswert. 😂 Noch besser wäre es, wenn sie ein Beispiel für so einen Auftragsschreiber nennen würden.

      PS: Ich versichere Ihnen dass ich keiner bin, obwohl ich diesen Nebenverdienst sehr schön fände, so lange ich meine eigene Meinung vertreten würde.
    • Sapere Aude 19.12.2015 16:21
      Highlight Highlight Hat wohl auch mit dem Erfolg von Watson zu tun, dass vermehrt Nationalkonservative sich hier äussern und Blitze verteilen. Dies wäre an sich auch halb so schlimm, wenn das Diskussionsniveau durch den Anstieg an Trollen nicht leider würde. Ich will hier gleich klarstellen, dass ich die Diskussion mit einigen durchaus schätze (Angelo, Simply Smarter, Sillen Sound hier als Beispiele genannt) auch wenn sich nur wenige Schnittpunkte ergeben. Ich hoffe einfach, dass wir hier nicht die Zustände erreichen, wie sie auf 20min anzutreffen sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • trio 19.12.2015 14:07
    Highlight Highlight Ich finde besonders die letzten Worte stossend. Den Jugendlichen das wertvollste zu nehmen. Ich sehe die angesprochenen Probleme, darüber zu diskutieren ist nötig. Ich mache mir jedoch viel mehr Sorgen um die Umweltverschmutzung. Es ist unbestritten, dass sich die Welt durch die Menschen verändert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dadurch besser wird.
    Darum kann ich nicht verstehen wie die SVP gegen Flüchtlinge und Migranten wettern und Angst haben, Ihnen wird etwas weggenommen, sich jedoch gegen jeglichen Naturschutz wehren und fast mutwillig die Natur in der Schweiz ausrotten wollen.
    • trio 19.12.2015 15:17
      Highlight Highlight Es gibt praktisch keine unverbauten Gewässer mehr in der Schweiz, unzählige Auengebiete wurden trockengelegt. Grenzwerte für Pestizide und Pflanzenschutzmittel werden immer wieder überschritten. Die Biodiversität nimmt stark ab. Der Rhein gehört zu den am stärksten mit Plastikteilchen verschmutzen Fluss auf der Welt. Die Agrarlobby ist in der Schweiz sehr stark und verhindert oft griffige Gesetze. Der Wald wächst, dass ist leider nicht unbedingt positiv zu sehen, oft auf Kosten von Wiesen im Gebirge. Ausserdem zerstören unsere Investitionen im Ausland leider oft auch dort noch die Natur.
    • Benjmi 19.12.2015 15:38
      Highlight Highlight @simply smarter: Die Waldfläche hat vorallem in den Bergregionen zugenommen, immMitrelland ist sie konstant geblieben. Der einzige Grund wieso sie zugenommen hat ist das einige Bauern in den Bergen nicht mehr überlebensfähig sind, ist zwar schön das sie zugenommen hat aber mit Naturschutz hat das meiner Meinung nach nicht viel zu tun...
    • trio 20.12.2015 23:59
      Highlight Highlight @ simply
      wir sind auch ganz am Anfang vom Wasserkreislauf, dafür ist die Wasserqualität ganz und gar nicht hervorragend sondern voller Pestizide und Pflanzenschutzmittel. https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=52205
      Die Luftqualität ist auch weit entfernt von super. http://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/allergiezentrum/info-zu-allergien/allergien/pollenallergien/pollen-und-luftschadstoffe/?oid=1921&lang=de
      Wenn man sich heute noch gegen schärfere Umweltgesetze wehrt, grenzt das für mich an mutwilliger Zerstörung der Natur!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phönix3 19.12.2015 13:07
    Highlight Highlight Fehler 10: Bis anhin wurden die Anwälte meistens durch Hilfswerke finanziert, wenn Chancen bestanden dass die Klage gutgeheissen wird. Nach neuem Recht erhalten alle einen Anwalt auf Kosten der Steuerzahler, selbst bei aussichtslosen Verfahren.
    • gecko25 19.12.2015 13:49
      Highlight Highlight ja lieber phönix3, das nennt sich Rechtstaat. wurde das Fach in der Sonderschule nicht behandelt ?
    • Phönix3 19.12.2015 14:28
      Highlight Highlight @gecko25
      Du weisst aber schon, dass die unentgeltlich Rechtshilfe sonst nur für nicht aussichtslose Verfahren gilt?
      Hast du ein Problem mit Sonderschulen?
    • Angelo C. 19.12.2015 15:05
      Highlight Highlight Wer die belustigende Mär' von angeblich beschleunigten Antragsabläufen durch gegen gutes Entgelt arbeitende "Gratisanwälte" glaubt, sollte sich am Besten bei der KESB in eigener Sache beraten lassen....

      Anwälte sind bekanntlich an möglichst langer und einträglicher Beschäftigung interessiert - und nicht an irre schnellen Eilverfahren im Stunden- und Tagestakt. Die Verfahren werden sich also, allen schönfärberischen und augenwischerischen Versuchen zum Trotz, gängiger Logik zufolge gewiss verlängern...

      Absolut unglaublich und realitätsfrend, nicht wahr 😊?!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 19.12.2015 13:06
    Highlight Highlight Auch wenn ich inhatlich mit Herrn Thiriet uebereinstimme, halte ich den Ansatz "Oberlehrer" im Umgang mit diesen Leuten fuer deplatziert angesichts eines Schreibens, welches mit "uns treibt die Sorge, dass ..." eroeffnet.

    Der Autor bezieht damit nur sekundaer Stellung zu den einzelnen Punkten des Schreibens. In erster Linie zeigt er seine eigene Verachtung fuer diese Leute und seinen Unwillen, deren Sorgen ernst zu nehmen - sie dienen ihm fuer seine Selbstprofilierung und persoenliche Abgrenzung. So verhaertet man Fronten.
    • exeswiss 19.12.2015 13:38
      Highlight Highlight seinen Unwillen, deren Sorgen ernst zu nehmen.

      werden seit neustem mit lügen gefüllten flyers als "sorgen" gesehen?
    • Toerpe Zwerg 19.12.2015 14:11
      Highlight Highlight Weiter ist seine Arumentation mit dem ausdruecklichen Bezug auf die ganze Gemeinde aus demselben Holz geschnitzt, wie die kritisierten 10 Punkte. Sein moralisch ueberlegener Bannstrahl trifft jeden, welcher dort wohnt. Statt Offenheit und differenziertes Denken manifestieren sich Rechthaberei, Veralgemeinerung, Intoleranz und Dialogverweigerung.
  • Angelo C. 19.12.2015 12:56
    Highlight Highlight Meldung 2

    Fehler 3 : Fehler 3 : Schulstress und Bildungsverzögerung macht sich vorab durch sprachliche Defizite bemerkbar, und "die kleinere Klassen" führen sich durch den bekannten Lehrermangel von selbst ad absurdum.

    Fehler 5 : Das fettgedruckte im Artikel ist zu 100% richtig, gerade vor 2 Tagen zeigten ARD und ZDF eindrückliche Berichte über junge Muslime, welche verlegen lachten, als man sie auf das deutsche Grundgesetz und die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ansprach. "Nicht mit uns", lautete die meistgehörte Antwort.
    • Sapere Aude 19.12.2015 13:35
      Highlight Highlight Zu Punkt 3. Sprachliche Defizite haben bestimmt einen Einfluss auf das Niveau in einer Klasse. Weshalb ich spezielle Sprachkurse für Migranten befürworte, bevor diese im normalen Schulbetrieb integriert werden. Sinkendes Bildungsniveau aber alleine mit dem Migrationshintergrund von Schüler zu begründen greift zu kurz. Die Sparmassnahmen im Bildungsbereich haben einen viel grösseren Einfluss. Im AG will man die Anzahl der Schüler auf 28 erhöhen, gleichzeitig die Pensen der Lehrer verkleinern. Lehrermangel ist auch dadurch begründet, dass der Beruf zuwenig attraktiv ist.
    • Sapere Aude 19.12.2015 13:46
      Highlight Highlight Zu Punkt 5. Natürlich wird es unter den Muslimen manche geben, die das westliche Wertesystem ablehnen, dieses Problem ist teilweise aber auch hausgemacht. Anstatt den Islam in den universitären Betrieb aufzunehmen und eine Imanausbildung zu forcieren, lassen wir es zu, dass die Saudis die Moscheen mit ihrer wahabistischen Ideologie unterwandern können. Es gibt nämlich durchaus gemässigte Strömungen im Islam, die mit westlichen Werten vereinbar sind.
    • FrancoL 19.12.2015 22:23
      Highlight Highlight Angelo C.; Man könnte Ihnen bei allen Punkten eine Widerrede einbauen, Zahlen bringen, Zahlen umdeuten und alles wieder auf den Kopf stellen. Das Beispiel mit den beiden jungen Muslimen -weiter oben von Ihnen zitiert- erinnert mich an täglich erlebte Fälle am Arbeitsplatz. Da wird auch häufig am Grundgesetz an der Gleichberechtigung von Mann und Frau gezweifelt und dies nicht von MUSLIMEN sondern von SCHWEIZER BüRGERN. Und da berufe ich mich nicht auf 2-3 Arbeiter sondern auf eine ganze Menge SCHWEIZER die weder mit den Grundgesetz noch mit der Frauenparität etwas anfangen kann.
  • Angelo C. 19.12.2015 12:55
    Highlight Highlight Meldung 1

    Wieder mal eine typische Nebelpetarde à la Thiriet 😏! Es geht mir hier in meiner Kritik am Artikel keineswegs um Oberwil-Lieli (damit das gleich klar ist), sondern um ganz generelle Schönfärbereien und bewusste Tatsachenverdrehungen jedermann bekannter Realitäten und Fakten.

    Fehler 1: Dass sich Syrer und Afghanen nur in Deutschland konzentrieren war gestern, diese 39'000 CH-Flüchtlinge der vergangenen Monate sind längst nicht mehr nur Eritreer. Sondern auch solche, welche unsere Sozialleistungen sehr wohl beurteilen können.
    • FrancoL 19.12.2015 22:28
      Highlight Highlight Nun ein Konzentrat ist keine 100% Menge! Somit können sich die Syrer und Afghanen immer noch mehrheitlich auf Deutschland konzentrieren auch wenn eine sicherlich kleinere Anzahl auf die Schweiz umlenken lässt; ausser Sie können mit Zahlen belegen dass die Konzentration (also klare Mehrheit) sich auf die Schweiz verlagert hat. Freue mich auf Ihr Zahlenbeispiel!
  • mclarens 19.12.2015 12:55
    Highlight Highlight Bei 6. bin ich zwar auch der Meinung, dass diese Angst unbegründet ist, mit dem Konter bin ich aber nicht ganz einverstanden. Klar ist das elitäre Bildungssystem in F ein Mitgrund für die Situation in den Banlieues, jedoch nicht dessen Ursache. Dass solche Banlieues überhaupt entstehen konnten, das ist ein Fehler der Politik. Sie hat es nicht geschafft, eine soziale Durchmischung herzustellen und hat «Gastarbeiter» aus ehemaligen Kolonien in die Vorstädte verdrängt. Damit eine soziale Durchmischung möglich ist, ist es aber gerade genau wichtig, dass auch Oberwil-Lieli Flüchtlinge aufnimmt.
  • Phönix3 19.12.2015 12:40
    Highlight Highlight Punkt 4: In unserem Bezirk mietet die Asylkoordination Wohnungen, nicht die Flüchtlinge. Schweizer Sozialhilfebezüger bleiben insofern auf der Strecke, dass niemand ihnen eine Wohnung vermietet, da sie oft Betreibungen haben. Diese werden dann in schäbigen Hotelzimmern mit Etagenduschen und -WC untergebracht. Manchmal für sehr, sehr lange Zeit! Für Flüchtlinge wäre dies unzumutbar...
    • stadtzuercher 19.12.2015 13:02
      Highlight Highlight Phönix, du musst keine Geschichten erfinden. Die gibts bereits: Vom bürgerlichen Goldkostenbewohner, der mit Gammelwohnungen das grosse Geld mit Sozialhilfebezügern macht. Genauso verdienen dieselben bürgerlichen Immobilienhaie ihr Geld mit Asylanten.
      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Millionaer-in-Haft--das-ImmoImperium-von-Peter-Sander/story/23221720
      Gut hat die linke Stadt Zürich beginnen, härter gegen Mietwucherer durchzugreifen. Auf dem Land gilt das ja noch immer als ehrbares Geschäftsmodell. Keine Gemeinde, wo nicht ein gammeliges Haus zu Wuchermieten an Asylanten vermietet ist.
    • Phönix3 19.12.2015 13:33
      Highlight Highlight Ich erfinde keine Geschichten sondern erzähle aus meiner Erfahrung in der Fürsorge.
  • Brunsli 19.12.2015 12:32
    Highlight Highlight 2/2
    mehrheitlich linke Politiker eine höhere Maturitäts-Quote. Diese verweisen dabei gerne immer wieder auf die europäischen Nachbarländer, welche eine hohe Maturitäts-Quote aufweisen (gleichzeitig aber auch eine hohe Jugendarbeitslosigkeit...)
    F7: Tönt nach Schneeballsystem.
    F8: Ihr Art. bezieht sich auf einwandernde Fachkräfte. Diese Diskussion dreht sich aber um Flüchtlinge. Ausserdem, wie bereits erwähnt: Schneeballsystem.
    Nicht zu übersehen ihre Aussage: Müssen die Renten erst später gekürzt werden, foglich werden sie so oder so gekürzt.
    Ich wünsche mir bessere Argumente, Herr Thiriet.
    • FrancoL 19.12.2015 22:31
      Highlight Highlight Ja Brunsli das würde ich mir auch von Ihrer Zusammenfassung wünschen; Unterlegte Argumente!
  • E7#9 19.12.2015 12:29
    Highlight Highlight Sowohl die Schreiberlinge vom Komitee als auch der korrigierende Lehrer haben Position bezogen und sehen die Flüchtlingsfrage nur noch schwarz/weiss. Man argumentiert nur noch um seine eigene Ansicht zu bekräftigen.

    Beispiel: Flüchtlinge belasten die Sozialwerke. Anstatt Lösungen zu suchen argumentiert man plötzlich mit der Gesamtzahl aller Migranten, die mehr einzahlen als beziehen. Wozu? Wenn wir anständig helfen wollen dann sollten wir den Tatsachen ins Auge blicken. Auch der Bildungsstand der Eriteer ist ein grosses Integrationsproblem. Was soll diese Schönmalerei? Das hilft nichts.
    • Sapere Aude 19.12.2015 12:42
      Highlight Highlight Der Bundesrat hat mit der Flüchtlingslehre erst gerade eine vernünftige Lösung präsentiert, um die Integrationsfähigkeit von Flüchtlingen zu verbesser und gleichzeitig die Sozialwerke zu entlasten.
    • E7#9 19.12.2015 12:47
      Highlight Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung. Problem ansprechen und Lösungen finden. Dass nimmt auch der Fremdenfeindlichkeit den Wind aus den Segel.
    • Sapere Aude 19.12.2015 13:25
      Highlight Highlight Da geb ich dir Recht. Die SVP ist mit ihren Initiative und ihrer Politik gerade deshalb so erfolgreich, weil die anderen Parteien das Thema seit Jahren ignorieren bzw. tot geschwiegen haben. Ich selbst musste in meiner Partei erleben, dass man auf taube Ohren stösst, wenn man die Probleme im Bereich Migration anspricht. Ich befürworte einen proaktiven und lösungsorientierten Ansatz. Weshalb ich die von der SVP formulierten Probleme nicht per se als nicht vorhanden bezeichne. Ich halte ihre Lösungen jedoch weder für sinnvoll noch zielführend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brunsli 19.12.2015 12:23
    Highlight Highlight 1/2
    Herr Thiriet, Ihr Engagement in Ehren. Ihre Widerlegungen sind jedoch nicht wirklich hieb- und stichfest, u.a. fallen mir folgende Argumente spontan ein:
    F1: Sie schreiben, das wichtigste Kriterium für die Auswahl ist die vorhandene Diaspora, folglich ziehen bereits niedergelassene Flüchtlinge weitere an (Umkehrschluss).
    F3: Sie vergleichen die Höchstklassengrösse mit durchschnittlicher Klassengrösse, das sind zwei unterschiedliche Faktoren.
    F6: Ich bin ein grosser Fan des dualen Bildungssystem, die Schweiz tendiert jedoch ebenfalls zur Akademisierung der Gesellschaft, u.a. fordern
  • Flint 19.12.2015 12:15
    Highlight Highlight Also erstens finde ich die mediale Hetzkampagne gegen Oberwil , die derzeit läuft, ziemlich daneben. Watson mischt da natürlich genüsslich mit. Wenn die Bevölkerung dort keine Flüchtlinge will, ist das ihr gutes Recht.
    Das Papier kritisiert u.A. die schwierige Integration der Leute. Ja, seien wir ehrlich, das IST wirklich ein Problem. Schafft man die Integration nicht, droht Perspektivlosigkeit bei den Flüchtlingen. Genau das ist der Nährboden für Extremismus und das wollen wir ja alle nicht. Aus dem Grund darf man auch gegenüber Flüchtlingen ruhig eine kritisch hinterfragende Haltung haben.
    • Sapere Aude 19.12.2015 12:32
      Highlight Highlight Klar ist eine kritische Haltung gegenüber Flüchtlingen erlaubt, dann muss diese aber auch fundiert sein. Das Argumentarium des Referendumskommitee überzeugt jedoch weder aus sprachlicher noch aus inhaltlicher Sicht. Auf der einen Seite fordest du, dass die Flüchtlingspolitik kritisiert werden darf, auf der anderen Seite bezeichnest du die Kritik gegenüber dieser Haltung gleich als Hetze. Nicht gerade konsequent.
    • Knut Knallmann 19.12.2015 12:36
      Highlight Highlight Und weil Integration so wichtig ist, sollen die Flüchtlinge woanders hin? Was ist das für eine Logik? Wer A sagt muss auch B sagen. Wer Integration will, muss auch bereit sein, Flüchtlinge in die eigene Gesellschaft zu integrieren. Die Einheimischen sind genauso ein Teil der Integration wie die Zuzügler. Wenn sich die Gesellschaft gegenüber allem Neuem abschottet und sich hinter besserwisserischen Allgemeinsprüchen versteckt, muss sie sich nicht wundern wenn genau jene Parallelgesellschaften und Perspektivenlosigkeit entstehen, die man verhindern wollte...
    • MM 19.12.2015 13:34
      Highlight Highlight «Wenn die Bevölkerung dort keine Flüchtlinge will, ist das ihr gutes Recht.»

      Ich dachte, die Gemeindeversammlung habe entschieden, dass diese 290'000 nicht für Ersatzzahlungen aufgewendet werden? Es ist es also genau NICHT so, dass die Bevölkerung (ja, s Volch, nicht der Gemeindeammann!!) per se keine Flüchtlinge aufnehmen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 19.12.2015 12:13
    Highlight Highlight Mein Freund ist muslimischer secondo. Seine Familie akzeptiert mich als Papierkatolikin volkommen und es war auch nie ein Problem für jemanden von ihnen das wir unverheiratet zusammenwohnen. Es war auch nie nur die Rede davon das ich konvertieren sollte oder Kopftuch tragen.Muslime (ECHTE Muslime) akzeptieren andersgläubige. Schaut doch nur mal Sarajevo an- dort stehen eine Moschee, eine katholische Kirche und eine orthodoxe Kirche quasi an der gleichen Strasse! Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen aber die bestätigen die Regel nicht!
  • Humbolt 19.12.2015 12:02
    Highlight Highlight Einfach Danke watson!
    Die beste Waffe gegen Angstmacherei sind korrekte, nüchterne Fakten, die jedes noch so dumme Agument zu nichte machen.
    Leider werdet ihr damit wahrscheinlich keinen Medienhype auslösen, aber so ist das Leben eines Alltagshelden. Man schuftet und Dank gibt es kaum. Deshalb an dieser Stelle noch einmal: Danke!
    • Karl33 19.12.2015 12:10
      Highlight Highlight jawoll. und wo unsere schweizer presse versagt (oder nicht hinschauen will), haben wir immer noch die deutschen öffentlich-rechtlichen sender, die investigativen journalismus über schweizer rechtsextreme machen.
  • koks 19.12.2015 11:47
    Highlight Highlight das bildungsniveau sinkt wennschon wegen den kürzungen bei den bildungsbudgets durch die bürgerliche neoliberale politik.
    • niklausb 19.12.2015 12:40
      Highlight Highlight wollte auch gerade feststellen das es praktisch ist dass sich jetzt diese bösen ausländer für eine bildungspolitischen sparkurs der Bürgerlichen als Sündenbock hin stellen lassen
    • Triesen 19.12.2015 19:32
      Highlight Highlight @niklausb ...die Ausländer sind wahlweise an allem schuld. Notfalls auch wenn Blätter vom Baum fallen. Sie könnten dran gerüttelt haben. @simply smarter verbreitet zum Beispiel gerne Geschichten. Zum. Beispiel: Syrer, Afghanen, Afrikaner sind generell lernschwach. Oder zu vermuten ist, dass uns ein grosser Teil der Muslime als Ungläubige betrachtet. Interessant fand ich den Hinweis eines Jüngers von CB, dass die Bilder mit den Kindern unter Flüchtlingen alle gestellt sind, um an unser Mitgefühl zu appellieren.
  • Sillum 19.12.2015 11:41
    Highlight Highlight Die Feststellungen von Maurice Thiriet sind genauso Behauptungen die anstelle der linkspopulistischen Meinung ebenfalls widerlegt werden können. So wird behauptet, dass ein Wirtschafts-Flüchtling immer auch weitere 4-5 Familienmitglieder nachzieht. Wer kann allen ernstes solche, bereits seit Jahren erlebte Tatsachen ernsthaft abstreiten?
    • Charlie Brown 19.12.2015 12:21
      Highlight Highlight @Sillum: Konkrete Zahlen (z.B. bezüglich Sozialhilfegelder) sind nur eine Meinung?
    • Sapere Aude 19.12.2015 12:25
      Highlight Highlight Kurze Nachfage, weil dein Kommentar nicht ganz verständlech ist. Bezeichnest du diesen als Linkspopulistisch? Wenn ja macht das "anstelle" im ersten Satz keinen Sinn. Wenn ja, weshalb ist der Artikel Linkspopulistisch? Weil er nicht deiner Meinung entspricht? Du bist gerne eingeladen, den Artikel zu entkräften. Dann bitte aber mit Fakten und Argumente. Die Behauptung, dass bis jetzt jeder Flüchtling 4-5 Familienmitglieder nachgezogen hat, entkräftet in keiner Weise die Kritik am Argumentarium.
  • urano 19.12.2015 11:39
    Highlight Highlight wer will denn schon Fakten ? Polemik ist der neue Wahlerfolg
  • demokrit 19.12.2015 11:34
    Highlight Highlight Ein Befürworter des Schreibens würde in Punkto Gefängnisse vermutlich sagen "Personen Ausländer ohne Aufenthaltsbewilligung" seien zum Teil abgewiesene Asylbewerber.
    • dickmo 19.12.2015 12:54
      Highlight Highlight Das sind sie vermutlich zum Teil. Aber ich habe hier nur die Zahlen des Strafvollzugs und des vorzeitigen Strafvollzugs verwendet. U- und Ausschaffungshaft, in der sich typischerweise abgewiesene Asylbewerber befinden, ist beim BFS eine eigene Kategorie.
    • demokrit 19.12.2015 18:33
      Highlight Highlight @dickmo: Merci für die Info.

Kampf gegen Food Waste: Löst «Verfallsdatum» «mindestens haltbar bis» ab?

Pro Person landen jedes Jahr 190 Kilogramm geniessbare Lebensmittel im Abfall. Jetzt prüft der Bundesrat, ob ein neuer Begriff auf Verpackungen das Problem lindern könnte. Doch der Konsumentenschutz ist skeptisch.

Ist das Joghurt noch essbar, der Käse in Ordnung, die Bratwurst unverdorben? Ein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum verschafft Orientierung – aber führt manchmal auch dazu, dass viele Lebensmittel im Abfall landen, obwohl sie noch einwandfrei wären. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Geniessbarkeit selber zu testen. So zeigte zum Beispiel eine Untersuchung der Stiftung Konsumentenschutz, dass zwei Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums 92 Prozent der verpackten Milch- und …

Artikel lesen
Link zum Artikel