Schweiz
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Eng auf eng: In einem dieser Schlafsäle wurde der Messerstecher von Aarau wahnsinnig.  screenshot: telem1

«Ich bringe euch alle um!» – In diesen Räumen wurde der Asylbewerber aus Aarau wahnsinnig

Der 27-jährige Iraner, welcher am frühen Samstagmorgen in einer Asylunterkunft in Aarau einen Landsmann niedergestochen hat, soll vor der Tat bereits mehrmals um eine Verlegung gebeten haben. Auch andere Asylbewohner kritisieren den unterirdischen Bau.



Auf engstem Raum leben rund 300 Männer zusammengepfercht in einer Asylunterkunft in Aarau. Sie teilen sich knapp zehn Toiletten und etwa gleich viele Duschen. In den winzigen Schlafräumen, in welche kaum frische Luft strömt, soll es ausserdem fürchterlich stinken.

Hier hat sich am frühen Samstagmorgen die blutige Auseinandersetzung zwischen drei iranischen Landsmännern zugetragen, wobei ein 27-Jähriger zwei Mitbewohner mit dem Messer angriff. Während er einen 43-Jährigen tödlich verletzte, schwebt das zweite Opfer dank einer Notoperation nicht mehr in Lebensgefahr.

«So kann es nicht weitergehen»

Es stinke, gebe kein Sonnenlicht und die Platzverhältnisse seien extrem eng. Die Bewohner vom Aarauer Asylzentrum sehen einen Zusammenhang zwischen ihren Wohnbedingungen und der tödlichen Messerattacke von gestern. Video: © TeleM1

Ein weiterer Bewohner des Asylzentrums hat die Bluttat mit eigenen Augen miterlebt; er sei aufgrund des Lärms erwacht und habe den blutverschmierten Täter vor sich gesehen. Er hatte das Messer noch in der Hand und schrie: «Wer will noch, ich bringe euch alle um!», beschreibt er die Szene gegenüber «TeleM1».

Gefängnisähnliche Zustände im unterirdischen Bau

Der Täter soll es im unterirdischen Bau nicht mehr ausgehalten haben. Mehrmals vor seiner Tat habe er um eine Verlegung in eine andere Asylunterkunft gebeten, weil ihm die Decke auf den Kopf falle. Auch andere Bewohner beschreiben die Unterkunft als unaushaltbar. 

«Es ist wie im Gefängnis», schildert ein älterer Mann mit einem traurigen Lächeln. Gewisse Bewohner würden über ein Jahr im unterirdischen Bau ausharren – praktisch ohne Sonnenlicht. «Die Menschen drehen hier durch», sagt ein anderer. Bereits fünf Personen seien ausgerastet und in die Psychiatrie eingeliefert worden.

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Zehn Toiletten und etwa zehn Duschen stehen den Asylbewerbern zur Verfügung. screenshot: telem1

Ob ein Zusammenhang zwischen Unterbringung und Tat besteht, kann die Aargauer Kantonspolizei noch nicht bestätigen. Mediensprecher Bernhard Graser sagt gegenüber «TeleM1»: «Der Täter hat zwar Aussagen zu seinen Motiven gemacht, diese müssen jedoch erst mit jenen Aussagen von Zeugen abgeglichen werden.»

Die Asylbewohner hingegen sind überzeugt, dass die unterirdische Liegenschaft den Täter in den Wahnsinn getrieben hat und erheben schwere Vorwürfe gegen den Betreiber der Unterkunft und den Kanton.  (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 23.08.2016 22:10
    Highlight Highlight Lösungsvorschlag: Man sollte sämtliche Schweizer Flüchtlingsunterkünfte per Gesetz auf den Züriberg verlegen. Wetten, dass das Schweizer Flüchtlingsproblem innert einem Monat gelöst wäre! Roger Schawinski und Tina Turner würden sich persönlich dafür einsetzen, dass die Schweizer Grenzen dicht gemacht würden.
  • ottonormalverbraucher 22.08.2016 22:05
    Highlight Highlight Das Problem sind nicht die Bunker sondern dass die Bearbeitung der Dossier so lange dauern. Es muss viel schneller entschieden und umgesetzt werden. Der Bund soll dafür mehr Leute einstellen anstatt dass das Geld für wartende Flüchtlinge ausgegeben wird. Das hilft den Betroffenen mehr und unberechtigt
  • sowhat 22.08.2016 15:50
    Highlight Highlight Ich würde es dadrin keine Woche aushalten. Auch wenn ich am Tag raus dürfte. Ach was tun draussen, wenn arbeiten nicht erlaubt ist und die Einheimischen dich schräg anschauen? Hmmm.. Schwierig...
    • ostpol76 22.08.2016 18:31
      Highlight Highlight Man könnte vielleicht Deutsch lernen!
    • sowhat 22.08.2016 20:38
      Highlight Highlight Das ist doch schon mal was. Sehr gut mach ich. Ähm an 7 Tagen die Woche, den ganzen Tag? Ach ne lernen muss ich ja dann auf meiner Pritsche oder auf der Parkbank...
    • ottonormalverbraucher 22.08.2016 21:41
      Highlight Highlight Schon klar, dass du es keine Woche aushalten würdest. Du lebst auch in der reichen Schweiz und fliehst nicht für Leib und Leben aus einem Krieg und bist froh dass du endlich ein sicheres Plätzchen hast.... Ach so, die anderen auch nicht alle... ja, dann haben wir wohl ein Problem.
  • Herr Hasler 22.08.2016 14:08
    Highlight Highlight Oft höre ich sie hätten nichts zu tun und vegetieren in diesen löchern vor sich hin. Warum stellen sie nicht selber etwas auf die beine? Geben sich gegenseitig kurse, machen sport zusammen etc. Was ich sehe und höre ist das gegenteil. Sie sitzen rum, saufen, streiten und beschweren sich, dass sie zu wenig bekommen.
  • lilie 22.08.2016 13:33
    Highlight Highlight Teil 2

    Flüchtlinge hingegen haben ihr nicht mehr sicheres Zuhause verlassen, dürften mehrheitlich traumatisiert sein, harren eine unbestimmte Zeit in diesen beengten Verhältnissen aus, haben nichts anderes zu tun als auf ihren Asylbescheid zu warten - und selbst wenn sie ihn haben, geht der Stress mit Wohnungssuche und Jobsuche erst richtig los.

    Ich sage nicht, Flüchtlingen müsste man Luxusunterkünfte geben. Aber ich argumentiere entschieden dagegen, dass man die psychische und soziale Situation von Soldaten und Flüchtlingen vergleichen kann.

  • lilie 22.08.2016 13:28
    Highlight Highlight Ich habe hier mehrfach das Argument gelesen, dass die Unterbringung kein Problem darstellen könne, da ja Soldaten ebenfalls in Luftschutzkellern nächtigten.

    Ich finde das ein geradezu haarsträubendes Argument.

    Soldaten kommen aus einem sicheren Zuhause, dienen eine begrenzte Zeit, sie haben "etwas zu tun" (selbst wenn es langweilig oder sinnlos ist) und sie kehren zurück in ihr Umfeld, um dort wieder ihr altes Leben aufzunehmen.

    Psychisch labile Menschen werden zudem vermutlich meistens bereits im Voraus als dienstuntauglich erklärt.

    Der Rest dürfte diese Zeit durchstehen.

    Teil 2 folgt
    • yellowastra 22.08.2016 19:38
      Highlight Highlight Soldaten gehen auch am WE nach Hause.
  • So en Ueli 22.08.2016 13:20
    Highlight Highlight In der Armee verbrachte ich auch eine gewisse Zeit in Bunkern oder Zivilschutzanlagen. Es waren keine Luxuseinrichtungen, aber es war zweckdienlich. Was haben die Asylbewerber für ein Problem mit solchen Einrichtungen? Sie sind in Sicherheit, haben ein Dach über dem Kopf und genügend Essen. Hier noch von menschenunwürdige Unterbringung zu sprechen ist meines Erachtens stupide. Den Asylbewerbern geht es in solchen Anlagen gut. Es geht ihnen besser als auf der Flucht und oder in ihrem Heimatland.
  • Erarehumanumest 22.08.2016 13:13
    Highlight Highlight Ja es stinkt und die sanitären Einrichtungen sind nicht neu in einer unterirdischen Anlage; ABER jeder Schweizer Soldat verbringt 3-4 Wochen jährlich in einer solchen Anlage. Manchmal muss man auch zufrieden sein mit was man hat. Sie kriegen schliesslich zu futtern und haben ein Dach über dem Kopf!
  • zialo 22.08.2016 12:33
    Highlight Highlight Ich kann mir schon vorstellen, weshalb die Bevölkerung nichts über die Probleme in solchen Anlagen weiss. Für die Gemeinden sind Flüchtlinge in Zivilschutzanlagen bares Geld wert. In Pratteln gabs stets Probleme. Doch der Gemeindepräsident redete es schön. Auch der Kanton war dankbar, hatte er doch vorher versäumt gute Lösungen zu finden. So werden Probleme unter den Teppich gewischt. Funktioniert im Aargau sicher ähnlich.
  • Max3 22.08.2016 12:17
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist völlig irreführend. Natürlich müssen die Asylbewerber dort nicht unten bleiben, sondern sie können praktisch immer nach draussen. Nur zum Schlafen, Essen, Aufräumen und vielleicht noch ein paar Bürokratische Dinge müssen sie dort unten bleiben.
    Die Unterkunft ist gut usgerüstet und garantiert Sicherheit. Auch Soldaten verbringen in solchen Unterkünften ihre Zeit. Hier versucht man ein Verbrechen zu instrumentalisieren.
    • Timä 22.08.2016 13:18
      Highlight Highlight Ich habe als Soldat in unter sehr ähnlichen eine Woche verbracht. Wir waren ca. 80 Leute, 4 toiletten, 4 Duschen, kein Platz für persönliche Dinge, es w r einfach nur scheisse. Nur weil uch das miterlebt habe, heisst es nicht das es gut ist, da Leute unter zu bringen. Niemand sollte so mehr als zwei drei Woche leben müssen. Ich verstehe vollkommen wie man da nach schon 1 Monat durch dreht.
      Nach draussen konnte ich übrigens auch jeden Tag, ändert nichts an den Umständen.
  • Herbert Anneler 22.08.2016 10:49
    Highlight Highlight Wer Watson dieses Artikels wegen kritisiert oder des Boulevard bezichtigt, ist wohl nicht in der Lage, mit den Realitäten des Asylantenlebens konfrontiert zu werden...
  • Lowend 22.08.2016 10:17
    Highlight Highlight Die Liebe zum Einsperren von Unseresgleichen in gewissen rechten Kreisen ist erschreckend! Tiere scheinen in der Schweiz die grössere Lobby und damit die bessere Haftbedingungen als eigentlich unschuldige und damit freie Menschen zu geniessen.
    • ostpol76 22.08.2016 12:12
      Highlight Highlight @Lowend
      Dürfen diese Leute den Raum Tag und Nacht nicht verlassen, oder wie kommen Sie auf eingesperrt?
    • E7#9 22.08.2016 12:14
      Highlight Highlight Lowend: Klar, die Rechten sind wieder schuld daran, denn sie sind es, die srändig sagen es soll jeder kommen und wir hätten noch sooo viel Platz bei uns.
    • Lowend 22.08.2016 12:59
      Highlight Highlight Ich möchte euch alle mal zusammen mit mir in einem solchen Keller internieren und ich wette, dass mir einer von euch selbstgerechten Rechten schon nach kurzer Zeit an die Gurgel gehen würde!
      Wetten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pumuckl 22.08.2016 09:31
    Highlight Highlight Sorry aber dieser Titel könnte nun wirklich aus dem Blick stammen. Bitte @watson, macht nicht solche Headlines.
    • Maria B. 22.08.2016 10:21
      Highlight Highlight Obwohl mir Watson im Allgemeinen recht gut gefällt, stimme ich dir hier für einmal absolut zu. Stark linkslastiger Boulevardjournalismus, dies zugunsten der letzten Mohikaner aus der früher einmal repräsentativen Stammkundschaft ;-)!

      In letzter Zeit immer reisserischere Suggestivheadlines, immer mehr bewusste Beeinflussung - ob es sowas letztlich bringen wird, oder abet gar einen gegenteiligen Effekt generiert, bleibt dabei eine vorerst offene Frage.

  • Denk nach 22.08.2016 08:07
    Highlight Highlight Schwierige Situation für den Kanton wenn alle Projekte für "menschenwürdige" Unterbringung bis aufs Blut von Städten und Gemeinden bekämpft werden.

    Wären Alternativen vorhanden, könnte man diese vorübergehenden Strukturen endlich auflösen.
  • ottonormalverbraucher 22.08.2016 08:03
    Highlight Highlight Frage: Dürfen diese Leute von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang rausgehen?
    • Sa Tiin 22.08.2016 10:08
      Highlight Highlight Nachts dürfen sie nicht raus. In den Notunterkünften ist die regelung noch strenger als in den anderen asylheimen.
    • Sa Tiin 22.08.2016 20:13
      Highlight Highlight In den notunterkünften ist es meines wissens nach 20.00 uhr nicht gestattet rauszugehen. Aber kann sein dass es von kanton zu kanton unterschiedlich ist
  • URSS 22.08.2016 07:57
    Highlight Highlight Die sollen ruhig und dankbar sein. Wer aus einem Krieg kommt ist froh um jedes Plätzchen. Ich war im Militär und war auch so untergebracht...
    So tönt es meistens.
    Und ja ich war im Militär. Und ich konnte nach 3 Wochen dieser stinkenden Enge entfliehen.Nur schon das schlafen war eine Zumutung . Schnarcher, stinker und Onanisten.
    Ich verstehe diese Leute. Müssen die doch bis zum St.Nimmerleinstag dort unten vegetieren mit fremden Menschen.
    Leider habe ich keine Lösung. Aber das auf Dauer ist sicher auch keine Lösung.
    • Froggr 22.08.2016 08:53
      Highlight Highlight Doch, wenn wir ihnen als Gegenzug das Leben retten ist es eine.
  • Steven86 22.08.2016 07:41
    Highlight Highlight Diese Unterkunft ist völlig in Ordnung. Sie haben ein Bett, Dusche, WC, sie bekommen was zu Essen und können sich frei Bewegen. Dieser Typ hat einfach einen Dachschaden.
    • Asmodeus 22.08.2016 10:17
      Highlight Highlight In unseren Gefängnissen lebt es sich trotzdem luxuriöser als in einer Asylunterkunft. Das sollte uns zu denken geben.
    • ostpol76 22.08.2016 12:18
      Highlight Highlight @Asmodeus
      Es gibt mir wirklich zu denken, dass es in unseren Gefängnissen so luxuriös ist.
    • Pisti 22.08.2016 12:33
      Highlight Highlight Dann sind die Gefängnisse halt zu luxuriös. Ob das stimmt wage ich aber zu bezweifeln. Ich habe auch meine ganze RS in einer ZSA verbracht. Ca. 30 Matrazen aneinander gereiht, auf Doppelbetten. Logisch war es nicht super toll, aber man hat sich damit abgefunden. Und bei uns kam es nie zu Gewaltätigkeiten, und obwohl wir alle die gleiche Nationalität hatten, waren wir doch alle dort sehr verschiedene Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Legendary Dave 22.08.2016 07:28
    Highlight Highlight Das sind ganz normale Zivilschutzanlangen, in welchen z.B. Rekruten je nach Truppengattung während einem grossen Teil ihrer RS "eingesperrt" werden. Ich war auch einige Wochen in solchen Anlagen und kann aus erster Hand sagen dass es zwar nicht sonderlich komfortabel ist, aber auf jeden Fall einem Zelt z.B. vorzuziehen.
    Zudem dürfen die Asylbewerber den Bunker tagsüber verlassen, oder?
    • Timä 22.08.2016 13:26
      Highlight Highlight Nicht jede Anlage ist gleich 'konfortabel'. Ich war einmal in einem konfortablen Bunker, da würde ich es vielleicht ein Jahr aushalten, aber in der eine Anlage, würde ich keinen Monat überstehen.... Man sollte solche Beobachtung immer relativ sehen
    • Legendary Dave 22.08.2016 14:00
      Highlight Highlight Timä: ich war in mehreren. Und ja, einige waren laut, feucht, eng, etc. Einige fast schon grosszügig im vergleich. Und ich streite gar nicht ab, dass es nicht immer angenehm ist. Vor allem wenn man nicht raus dürfte. Aber alles in allem doch zumutbar, insbesondere in anbetracht der alternativen (z.b. das versiffte schimmel-asylheim über das auf watson mal berichtet wurde finde ich absolut unmenschlich und unzumutbar. Zivilschutzanlagen sind jedoch bzgl bausubstanz meist relativ gut und gepflegt....)
  • Joely Tafanalo 22.08.2016 07:17
    Highlight Highlight Während meiner gesamten Dienstzeit mussten ich und meine Kameraden in Berg- oder Betonbunkern hausen. Keiner mochte dies u. die Gerüchte. Nicht alle mochten sich, so mancher drehte durch. Tagelang kein Sonnenlicht, Frust, Stress - aber niemand brachte den Bettnachbar um.

    Kann mal einer beim Bund die Erwartungshaltung dieser Gäste auf Zeit auf den Boden holen?
    • Momos 22.08.2016 09:05
      Highlight Highlight Sie waren auch unter anderen Umständen da. Diese Leute leben im Ungewissen Tag für Tag, während Rekruten ein bisschen Liegestützen, Anschreien und schlechtes Essen ertragen mussten.... Ich habe zu wenig Zeichen zur Verfügung, um Ihnen das ausführlich zu erklären. Aber ich bitte Sie um einen ernsthaften Perspektivenwechsel in deren vollständige Situation, dann werden Sie feststellen, dass es nicht so einfach ist, war und sein wird..... Diese Menschen sind am untersten Punkt ihres Lebens und haben nur ein Bett sowie ihre Kleider. Perspektive? Hoffnung? Spätestens da drin geht alles verloren....
    • demokrit 22.08.2016 11:17
      Highlight Highlight Im Militär war ich nicht. Aber schlechtes Essen müssen Sie jedenfalls nicht ertragen, oder wenn, dann selbst verschuldet, sie kochen nämlich selbst. Sportlicher Drill fehlt in der Regel. Leider. Ich habe einige zu sportlichen Aktivitäten motivieren: Das sind dann in der Regel die, die etwas aus sich machen. Dann gibt es aber noch die anderen Beispiele.. 7 mal beten, um 17:00 Uhr im Bett herumdösen und ja keinen Deutschkurs besuchen, möglichst keinen Kontakt zu Ungläubigen. Sprechen Sie einfach einmal einen Sozialarbeiter darauf an: Deren einfache Erklärung ist dann: Die sind traumatisiert.
    • demokrit 22.08.2016 11:22
      Highlight Highlight motivieren können..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 22.08.2016 07:15
    Highlight Highlight Schon nur ein WK in einem solchen Kantonnement lässt einen halb verückt werden. Das grenzt an Folter bzw. dies IST Folter. Ich schäme mich für solche Unmenschlichkeit, zumal es humanere Alternativen gäbe, etwa jede Menge leer stehender Kasernen, die das ganze Jahr über für eine Handvoll Soldaten in Betrieb gehalten werden.
    • Freddie 22.08.2016 07:47
      Highlight Highlight Ich weiss nicht was du falsch machst, aber im WK schläfst du nur dort. Den Tag bist du draussen. Ausser du bist in einem Batallion, wo ihr immer im Bunker seid. Dann bist du aber in einem sehr sehr grossen Bunker (keine ZSA).
    • Herbert Anneler 22.08.2016 10:38
      Highlight Highlight @ Lügensperber: Danke vie Mal für den Support - und einen schönen Tag an der Sonne :-)
    • Herbert Anneler 22.08.2016 11:38
      Highlight Highlight So viele Blitzli! Manchmal muss man etwas vor dem Loch bellen, bevor die Hasen aus dem Bau kommen, besonders die rechtsnationalen... ;-) Offenbar haben sich diese jetzt watson an die Brust genommen. Aber das wache Publikum von watson wird ihnen so schnell nicht auf den Leim gehen oder sogar kriechen :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • sste87 22.08.2016 07:09
    Highlight Highlight Schon mal daran gedacht, dass es nicht an den unterirdischen Anlagen liegt, sondern am Prozess bis zum definitiven Entscheid, welcher viel zu lange dauert?
    • Julesbärta 22.08.2016 07:52
      Highlight Highlight Oder beides
    • Phrosch 22.08.2016 08:01
      Highlight Highlight Schon mal eine Woche in einer solchen Unterkunft verbracht, dazu freiwillig? Die sind nicht zum Aushalten. Schon gar nicht für Menschen, die von Krieg und Flucht traumatisiert sind und keine Beschäftigung haben.
    • sste87 22.08.2016 08:20
      Highlight Highlight @Phrosch
      Schon mehrmals drei bis vier Wochen am Stück. Ich sage ja auch nicht, dass die Anlagen Luxus sind. Aber für eine bestimmte Dauer (max. 6-8 Wochen) wäre dies aus meiner Sicht zumutbar. Zudem sind sie ja nicht 24 Stunden am Tag in dieser Unterkunft, sondern können sich frei bewegen.
      Und Du sprichst das an, was ich eher als Problem sehe: Keine Beschäftigung!
      Wären die Personen beschäftigt und hätten innert kurzer Zeit einen definitiven Asylentscheid, wäre die Unterkunft viel weniger ein Problem.
  • Tiny Rick 22.08.2016 07:09
    Highlight Highlight Ich war dort drin. Hatte geschäflich da zu tun um die Räumlichkeiten für die Asylunterkunft anzupassen. Echt furchtbar da unten. Auf engstem Raum eingepfercht ohne auch nur ein bisschen Tageslicht. Es ist eine extrem deprimierende Umgebung.
    • Tiny Rick 22.08.2016 09:10
      Highlight Highlight Arbeite nicht im Asylbereich. Bin PL in der Privatwirtschaft. Wir haben nur eine technisch Installation im Auftrag des Kantons ausgeführt. Habe also nichts mit der Entscheidung zu tun wo wer hinkommt.
  • Stellar 22.08.2016 06:46
    Highlight Highlight Wer einmal Soldat im Militär war weiss wie es ist in einem Bunker zu sitzen ohne Tageslicht, das dröhnen der Lüftungsanlage und die künstliche stickige stinkige Luft zu atmen. Im Militär gibts jedoch meistens genug Platz und klare Strukturen. Dann noch auf engem Raum, verschiedene Kulturen, wobei viele der Personen in einer ungewissen Lebenssituation sitzen, möglicherweise bepackt mit Traumatas. Diese Situation ist ja so offensichtlich.
    Will ja bei den Befürworter gerne mal sehen, wer unter diesen Umständen ein Jahr in einem Bunker aushält ohne einen Koller zu bekommen.
    • MaskedGaijin 22.08.2016 08:36
      Highlight Highlight Verstehe ich das richtig? Die Leute flüchten nach Europa aber dann hier mit anderen Kulturen zusammen zu leben ist unzumutbar?
    • Mrlukluk 22.08.2016 12:00
      Highlight Highlight Nein, verschiedene Kulturen(verschiedene Herkunftslönder der Flüchtlinge) und keine Beschäftigung = Durchdrehen
    • Stellar 22.08.2016 16:45
      Highlight Highlight MaskedGaijin
      ich habe kein Problem wenn Kulturen zusammenleben. Aber die Umstände dieser Menschen ist meines Erachtens eine frapant andere Situation. Viele sind traumatisiert, haben andere Wertvorstellungen,
      Ungewisse Situationen, verzweiflung und da können unter Umständen leider kurzschluss Handlungen auffackeln. Nur schon Tageslicht und Raum zu geben würde meines erachtens vieles entschärfen, aber ich denke das ist nicht gewollt, den die Ankömmlige stehen unter Generalverdacht unser System ausnutzen zu wollen. Die Spreu vom Weizen wird getrennt, wer unter solchen Umständen länger durchhält.
  • Matrixx 22.08.2016 05:55
    Highlight Highlight Hier würde jeder früher oder später durchdrehen. Diese Räume sind ja nicht menschenwürdig. Da sind Gefängnisse noch besser.
    • menzoking 22.08.2016 07:04
      Highlight Highlight Das liegt daran das unsere Gefängnisse einem ziemlich hohe Standart entsprechen.
  • Wilhelm Dingo 22.08.2016 05:31
    Highlight Highlight Wer an Leib und Leben bedroht war kann in einer Zivilschutzanlage leben. Die Insassen können sich frei bewegen und sind nicht eingesperrt. Es besteht die Möglichkeit sich den ganzen Tag sinnvoll zu beschäftigen.
    • Michael Mettler 22.08.2016 07:05
      Highlight Highlight Gerne hätte ich Vorschläge zur sinnvollen Beschäftigung! Arbeit ist unmöglich, Schule extrem beschränkt. Geld pro Woche 70.-.
    • Herbert Anneler 22.08.2016 07:16
      Highlight Highlight Welche sinnvolle Beschäftigung denn, bei Arbeitsverbot???
    • Fabio74 22.08.2016 07:41
      Highlight Highlight Immer gut was die Sofa-Experten, die nie in solchen Situationen waren, wissen wie Menschen zu leben haben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 22.08.2016 02:36
    Highlight Highlight Diese gute und recht ausführliche Analyse zeigt anschaulich auf, dass auch in Deutschland die Enge in Häusern, Containern und Zelten, aber auch das Zusammenleben unterschiedlicher Volksgruppen und Religionen ein Kriterium ist und dort zu noch bedeutend zahlreicheren schweren Gewalttaten als hierzulande führte. Ergo ist das über- oder unterirdisch recht irrelevant, da tagsüber die Unterkunft verlassen wird.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article147248676/Wenn-die-Flucht-in-Deutschland-toedlich-endet.html

    In beiden Ländern steht zu wenig Raum für derart viele Menschen zur Verfügung.
  • Spooky 22.08.2016 02:21
    Highlight Highlight Ich frage mich, wozu es die EMRK übehaupt gibt. Unterirdisch wohnen zu müssen ist gegen jede menschliche Würde. Die Angestellten der EMRK sollten mal selber wochenlang in diesen unterirdischen Bunkern wohnen müssen. Die EMRK-Beamten würden jeden Tag Messerstechereien haben. Garantiert. Die Leute von der EMRK sind sich nämlich an ein Luxusleben gewöhnt.
    • Wilhelm Dingo 22.08.2016 06:41
      Highlight Highlight @Spooky: die meisten Rekruten machen das Wochenlang...sie gehen Tagsüber allerdings raus und amchen was. Das können die Asylbewerber auch. Es ist ja kein Gefängnis.
    • TheCloud 22.08.2016 07:30
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass es sich "nur" um Menschen, dazu erst noch Ausländer, daher zweiter Klasse, handelt.
      Würden Tiere so schlecht behandelt, gäbe es einen riesigen nationalen Aufschrei in der Bevölkerung.
    • Fabio74 22.08.2016 07:43
      Highlight Highlight Blödsinniger Seitenhieb. Die EMRK ist eine Konvention und es sind keine Beamten.
      Wen die Situatio stört muss klagen. Der EMRG ist allerdings die letzte Instanz
    Weitere Antworten anzeigen
  • http://bit.ly/2mQDTjX 22.08.2016 02:20
    Highlight Highlight Wer ist der Betreiber dieser "Unterkunft"? Wieviel bekommt diese Firma, und wie werden die Mittel verwendet? Gibt es auch so etwas wie eine Qualitätssicherung und unabhängige Kontrolle, oder können sich solche Firmen durchwursteln, wie es ihnen gerade passt? Wird hier das Öffentlichkeitsprinzip (Transparenz) ausgehebelt, indem hoheitliche Aufgaben an anonyme, privatwirtschaftlich organisierte und profitorientierte Organisationen ausgelagert werden?

Gratis-Kita: SP-Wermuth will Familien helfen – mit einem umstrittenen Vorschlag

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Deshalb verlangt er in einem Vorstoss, dass der Zugang zu Kindertagesstätten vereinfacht wird.

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will, dass Bund und Kantone die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und gemeinsam für ein Angebot an familienexterner Betreuung sorgen, das dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Die Idee sei, dass tiefe und mittlere Einkommen keine direkten Beiträge mehr bezahlen, so Wermuth.

In seiner parlamentarischen Initiative verlangt er, dass sich Bund, Kantone und Arbeitgeber angemessen an den Kosten beteiligen. «Das Gesetz müsste den …

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