Schweiz
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In Schweizer Zivilschutzanlagen könnten kurzfristig bis zu 50'000 Flüchtlinge aufgenommen werden



Laut Verteidigungsminister Ueli Maurer könnte die Schweiz in einer Notlage rund 50'000 Flüchtlinge kurzfristig in Zivilschutzanlagen unterbringen. Von den insgesamt 150'000 Plätzen sei ein Drittel innert kürzester Zeit bezugsbereit.

«Die Situation wäre chaotisch und nicht auf mehrere Monate ausgerichtet», sagte Maurer am Donnerstag am Kasernengespräch in Worb BE. «Ein Dach über dem Kopf und eine warme Suppe könnten wir aber Zehntausenden bieten.»

Bundesrat Ueli Maurer, links, Chef des Eidgenoessischen Departementes fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS), auf dem Rundgang durch die Zivilschutzanlage Worb, waehrend dem Kasernengespraech zum Thema

In solchen Zivilschutzanlagen könnten maximal 150'000 Menschen aufgenommen werden. 
Bild: KEYSTONE

Die Schweiz könnte «innert Tage und Stunden ein Zielland» werden

Die Kantone verfügten im Krisenfall mit Zivilschutzanlagen über mehr Möglichkeiten als der Bund, sagte der Vorsteher des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Die Armee sei dünn auf der Brust, nur beim Material gäbe es bei einer Flüchtlingswelle genügend Reserven.

Auf ein Szenario wie es in Ungarn und Österreich eingetreten ist, hofft Maurer nicht. «Wir können aber nicht ausschliessen, dass die Schweiz innert Tagen und Stunden ein Zielland sein könnte.» Die Flüchtlingsströme bereiteten ihm Sorgen, sagte Maurer. Insbesondere, weil mit den vielen Flüchtlingen auch IS-Terroristen nach Mitteleuropa eingeschleust würden. (lhr/sda)

Flüchtlingskrise in Kroatien:

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    Alle Leser-Kommentare
  • RFC 01.10.2015 15:32
    Highlight Highlight Wenn ein potentieller syrischer Flüchtling den Ueli so grimmig dreinschauen sieht, da bleibt der lieber wo er ist! Auch wenn ihm Fassbomben um die Ohren fliegen.
  • Yolo 01.10.2015 15:20
    Highlight Highlight Hui, da gibt es später heute Abend ein ernstes Gespräch mit dem Vater, eh Toni...
  • Wilhelm Dingo 01.10.2015 15:09
    Highlight Highlight Die meisten Flüchtlinge suchen kein Dach über dem Kopf und eine warme Suppe. Sie wollen eine neue Existenz aufbauen und hier bleiben.
    • atomschlaf 01.10.2015 18:35
      Highlight Highlight @Wilhelm Dingo: Das wären dann Wirtschaftsflüchtlinge, die weder Anrecht auf Asyl noch auf vorläufige Aufnahme haben.
    • Wilhelm Dingo 01.10.2015 19:40
      Highlight Highlight @atomschlaf: genau, aber ein Recht auf vorläufige Aufnahme haben sie. Sie werden alle hier bleiben weil eine Rückschaffung nach einigen Jahren Aufenthalt in der Schweiz nicht mehr zumutbar ist.
    • atomschlaf 01.10.2015 20:25
      Highlight Highlight @Wilhelm Dingo: KRIEGSflüchtlinge haben ein Recht auf vorläufige Aufnahme. WIRTSCHAFTSflüchtlinge haben dieses nicht.
      Was die Zumutbarkeit der Rückschaffung angeht sollte differenziert werden: Wer unsere Werte anerkennt und wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen kann, darf gerne bleiben. Die anderen haben hier nichts mehr zu suchen. Nötigenfalls müssen die entsprechenden Gesetze angepasst werden.
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