Schweiz
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CVP Parteipraesident Christophe Darbellay, Mitte, Ida Glanzmann, links, und Romina Suppa, rechts, praesentieren im Namen der CVP Schweiz ein Positionspapier zur

Taten, und nicht nur Worte: Nach Ansicht von CVP-Präsident Christophe Darbellay sollen die Kirche Flüchtlinge aufnehmen, wenn sie die mangelnde Offenheit kritisieren. Dann wäre das Platzproblem im Asylwesen entschärft. Bild: KEYSTONE

CVP-Präsident Darbellay: «Offene» Kirchen sollen dann bitte auch Flüchtlinge aufnehmen



Um das Platzproblem in Schweizer Asylunterkünften anzugehen, fordert CVP-Präsident Christophe Darbellay ein stärkeres Engagement der Pfarreien. «Auf hehre Worte müssen von den entsprechenden Wortführern aber auch Taten folgen», sagte Darbellay in einem Interview mit der «Basler Zeitung» vom Donnerstag.

Wenn die Kirche «so offen» sein wolle, müsse sie auch bereit sein, beispielsweise in jeder Pfarrei oder Kirchgemeinde zwei bis drei syrische Flüchtlinge aufzunehmen. «Damit könnte man das Platzproblem in den Asylunterkünften zumindest teilweise lösen.»

Die humanitäre Tradition der Schweiz sei für die CVP oberstes Gebot. Doch «Christ zu sein, heisst nicht, dass die Schweiz alle Menschen aufnehmen kann und muss, die in schwierigen Situationen sind», sagte der Walliser CVP-Nationalrat.

«Jene Menschen, die unbegründet in der Schweiz sind, müssen rasch wieder das Land verlassen.» Man könne nicht einfach nur fordern, die Schweiz müsse alle aufnehmen.

Die Kirchen sollen die Zivilgesellschaft kritisch begleiten, doch gleichzeitig Theorie und Praxis miteinander verbinden. (trs/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 20.08.2015 10:21
    Highlight Highlight Es gibt in ganz Europa immer noch kein Konzept wie mit Flüchtlingen umzugehen ist, egal ob es sich um Asylsuchende oder Armutsflüchtlinge aus der handelt. SP und Grüne würden am liebsten jeden aufnehmen, was sie als moralisch hochwertig erscheinen lässt aber an simpler Mathematik scheitert.
    Die FDP und CVP traut sich nicht, Regelungen auf den Tisch zu bringen, um nicht in die weitverbreitete PC-Falle zu tappen. Also überlässt man das Problem den Kantonen und Gemeinden und wenn diese unter der Last nicht mehr atmen können, entfährt hiesigen Politkern nur ein "so geht es aber gar nicht".
  • Karl33 20.08.2015 07:40
    Highlight Highlight lustig. wenns ums steuergelderverteilen geht, schreit mancher, die kirchen hätten keine gesellschaftliche funktion, das könne der staat machen. und jetzt wo not da ist, soll plötzlich die kirche einspringen? windfähnchen-politik, wendehälse, mal so mal so? darbelley mit seiner konservativ-neoliberalen cvp passt da bestens dazu.
  • nay 20.08.2015 07:10
    Highlight Highlight Ich frage mich da immer, wer denn die Absicht hat alle aufzunehmen. Es gibt keine richtigen und falsche! Flüchtlinge und diese müssen wir eben gerade wegen der humanitären Tradition temporär bei uns aufnehmen.
  • djangobits 20.08.2015 05:33
    Highlight Highlight Wahlkampf hin oder her, da hat Darbellay völlig recht.

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