Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Schweizer Mundart Rocker Polo Hofer bei seinem Konzert anlaesslich seiner

Polo National ist schwer krank. Bild: KEYSTONE

«Der Krebs wird nicht heilen, aber gestoppt» – Polo Hofer über seine Krankheit



Der legendäre Berner Mundartrocker Polo Hofer leidet an Lungenkrebs. Das erklärte der 71-Jährige in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender «Tele Bärn».

Polo Hofer im Gespräch in «Talk Täglich»

Video: kaltura.com

«Ich habe vier Ärzte», sagte Hofer: «Einer fürs Herz, weil ich seit Jahren Vorhofflimmern habe. Einer, weil ich Zucker habe. Seit neuerer Zeit ein Onkologe, weil ich Lungenkrebs habe. Und viertens ein Hausarzt, der alles überwacht.»

«Es wird stoppen, aber ganz weg geht's nicht mehr.»

Über Polo Hofers Gesundheitszustand war seit Monaten spekuliert worden. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er im Mai im Schweizer Fernsehen. Anfang Juni gab seine Frau bekannt, Hofer ziehe sich bis auf weiteres aus der Öffentlichkeit zurück. Er brauche viel Ruhe. Seither war er von der Bildfläche verschwunden.

Alle drei Wochen Chemotherapie

Gegenüber «Tele Bärn» berichtete Hofer jetzt, er habe Anfang Jahr gemerkt, dass etwas nicht stimme. Etwas später sei der Lungenkrebs diagnostiziert worden. Nun müsse er täglich sechs bis sieben Tabletten nehmen und sich alle drei Wochen einer Chemotherapie unterziehen.

«Es wird stoppen, aber ganz weg geht's nicht mehr», sagte Hofer. Die Hiobsbotschaft habe ihn nicht schockiert; mit seiner Sterblichkeit habe er sich schon lange abgefunden. «Schlussendlich habe ich sogar eine Frau geheiratet, die ein Bestattungsunternehmen hat.»

Polo Hofer ist Mitbegründer der Band «Rumpelstilz», die in den 1970er-Jahren die Schweizer Musikszene mit Mundartrock revolutionierte. Später setzte Hofer seine Karriere als Frontmann von Schmetter Ding und Schmetter Band vor.

Seinen grössten Hit landete er 1985 mit dem Song «Alperose». Hofer schrieb den Text zu einer Komposition seines Interlakner Weggefährten Hanery Amman. Dieser ist vor einigen Jahren ebenfalls an Lungenkrebs erkrankt. (sda)

Das sind die Gewinner der Swiss Awards 2015

Abonniere unseren Newsletter

Themen
4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Darkside 31.08.2016 01:34
    Highlight Highlight Vier Ärzte... Kein Wunder gehen die Krankenkassenkosten durch die Decke. Aber dennoch, halte durch Polo!
    • Randy Orton 31.08.2016 04:07
      Highlight Highlight Das hat doch damit nichts zu tun. Ein Arzt alleine kann einfach nicht Krebs- und Herzspezialist gleichzeitig sein und dann auch noch Hausarzt. Es ist sinnvoller, wenn einer nur Krebspatienten behandelt und der andere nur Herzpatienten. Mehrkosten entstehen ja nicht, im Gegenteil, die Abläufe werden viel effizienter. Ausserdem sind die Honorare kaum ein Kostenfaktor.
  • John Smith (2) 30.08.2016 22:07
    Highlight Highlight Was im Artikel fehlt: Polo hat nicht nur ein Leben lang geraucht, sondern auch zur Missachtung des Rauchverbots in Beizen aufgerufen und seiner Jassrunde sogar einen "Rauchbefehl" erteilt. Bleibt zu hoffen, dass die von ihm eingenebelten von dieser schlimmen Krankheit verschont bleiben.
    • Spooky 30.08.2016 23:26
      Highlight Highlight Es ist so: Musikern und Dichtern ab einem gewissen Niveau sollte man per Gesetz verbieten, öffentlich über etwas anderes zu reden als über Musik oder Dichtung. Sobald es um Politik geht, erzählt zum Beispiel Keith Richards ständig einen grauenhaften Unsinn - nicht Ernst zu nehmen. Auch Louis-Ferdinand Céline und Knut Hamsun, den beiden grössten Dichtern des vergangenen Jahrtausends, hätte man gesetzlich verbieten sollen, sich mit Politik zu befassen - zu ihrem Selbstschutz. Kunst und Politik sind zwei verschiedene Welten.

So abgefahren wäre es, wenn die Streetparade ein Metal-Festival wäre

Hunderttausende Menschen finden sich ein, um Party zu machen und lautstarke Musik zu feiern – das trifft sowohl auf die alljährliche Streetparade als auch auf Heavy-Metal-Festivals zu. Würde man aber die Strassenparty am Zürcher Seebecken tatsächlich als Metal-Festival aufziehen, gäbe es doch den einen oder anderen Unterschied. Zum Beispiel ...

Artikel lesen
Link to Article