Schweiz
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Nationalrat: Benzin maximal 8 Rappen pro Liter teurer, keine CO2-Abgabe auf Flugtickets



Der Nationalrat will keine CO2-Abgabe auf Flugtickets einführen. Das hat der Nationalrat am Montag bei den Beratungen zum CO2-Gesetz beschlossen. Zu diskutieren gab auch der Benzinpreis.

Die Flugticketabgabe lehnte der Rat mit 93 zu 88 Stimmen bei 8 Enthaltungen ab. Er folgte damit der Mehrheit seiner Kommission und dem Bundesrat. Gegen eine Abgabe hatten sich die SVP und die FDP gestellt, die CVP war gespalten.

Zur Diskussion standen Abgaben zwischen 12 und 30 Franken für Flüge in EU-Länder sowie zwischen 30 und 50 Franken für Flüge in andere Länder. Die Höhe sollte von der Flugdistanz und der Anzahl der beförderten Passagiere abhängen.

Lenkungsabgabe für Airlines

Die Gegnerinnen und Gegner befanden, das Fliegen dürfe nicht zu einem Privileg für Reiche werden. Sie warnten auch davor, dass Passagiere auf andere Flughäfen ausweichen würden. Ausserdem werde der Flugverkehr neu dem Emissionshandel unterstellt.

Das komme einer Lenkungsabgabe gleich, sagte Kommissionssprecher Stefan Müller-Altermatt (CVP/SO) - nicht für die Passagiere, sondern für die Betreiber. Auch Umweltministerin Doris Leuthard befand, eine Abgabe auf Flugtickets sei nicht zielführend.

Auch in anderen Ländern

Die Befürworterinnen und Befürworter argumentierten, der Flugverkehr dürfe nicht verschont werden. Die Fliegerei trage wesentlich zum Ausstoss von Treibhausgasen bei. Ein Flug von Zürich nach New York verursache 4 Tonnen CO2-Ausstoss pro Passagier, sagte Eric Nussbaumer (SP/BL). Durchschnittlich fliege ein Schweizer einmal im Jahr auf die Kanarischen Inseln und zurück. «Dann muss wenigstens der Preis stimmen.»

Karl Vogler (CSP/OW) wies darauf hin, dass sämtliche Nachbarländer mit Ausnahme von Liechtenstein und viele weitere Länder in irgendeiner Form eine solche Abgabe erhöben. Dass die Passagiere auf andere Flughäfen ausweichen würden, sei damit ausgeschlossen. Ohne Flugticketabgabe stehe die Schweiz isoliert da. Lisa Mazzone (Grüne/GE) stellte fest, das Fliegen sei in den letzten Jahren immer billiger geworden. «Das ist nicht mehr vernünftig.»

Massnahmen im Strassenverkehr

Der Nationalrat hat am Montag auch über Massnahmen im Strassenverkehr entschieden. Die Hersteller und Importeure fossiler Treibstoffe sind seit 2013 verpflichtet, einen zunehmenden Anteil der CO2-Emissionen aus dem Verkehr zu kompensieren.

Bisher war dieses Instrument auf die Kompensation im Inland ausgerichtet. Ab 2020 soll die zu kompensierende Emissionsmenge erhöht werden. Im Gegenzug könnten auch im Ausland erbrachte Reduktionsleistungen angerechnet werden.

Die Auswirkungen des CO2-Ausstosses

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Video: srf/SDA SRF

Kostenzuschlag deckeln

Der Anteil der CO2-Emissionen, der kompensiert werden muss, kann bis auf 90 Prozent erhöht werden. Nach dem Willen des Bundesrates sollen mindestens 15 Prozent in der Schweiz kompensiert werden, der Nationalrat will den Inlandanteil bis 2030 allmählich auf 20 Prozent ansteigen lassen.

Die Massnahme verteuert die Treibstoffe. Gleichzeitig will der Nationalrat deshalb den Kostenzuschlag deckeln, und zwar bei 8 Rappen pro Liter. Dies vor allem aus politischen Gründen: Ohne Deckelung werde es in einer möglichen Referendumsabstimmung schwierig, hiess es im Rat.

Nicht kohärent

Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass es nicht aufgehe, den Kostenzuschlag bei 8 Rappen zu deckeln und gleichzeitig zu verlangen, dass 20 Prozent im Inland kompensiert werden müssten. Das hätte nämlich etwa die Wirkung von 13 oder 14 Rappen, stellte Peter Schilliger (FDP/LU) fest. Müller-Altermatt widersprach: Bei einem allmählichen Anstieg auf 20 Prozent im Inland seien die 8 Rappen realistisch.

Der Rat lehnte einen Antrag ab, den Aufschlag bei 13 Rappen zu deckeln. Auch eine Deckelung bei 5 Rappen mit gleichzeitiger Beschränkung der Inlandkompensation auf 10 Prozent verwarf er.

«Denken Sie an die Gelbwesten»

Christian Imark (SVP/SO) plädierte für die 5-Rappen-Variante. Er rief dazu auf, das Fuder nicht zu überladen. Wenn das Benzin zu teuer werde, sei mit einem Referendum und einem Nein des Stimmvolkes zu rechnen. «Denken Sie an die Gelbwesten in Frankreich», sagte Imark.

Wer seine Kompensationspflicht nicht erfüllt, soll dem Bund pro nicht kompensierte Tonne CO2 einen Betrag von 160 Franken entrichten müssen. Das beschloss der Rat mit 95 zu 93 Stimmen. Der Bundesrat möchte den Betrag bei 320 Franken festsetzen. Auch im Emissionshandel sollen Betreiber für Emissionen, die nicht durch Emissionsrechte gedeckt sind, weniger zahlen als der Bundesrat vorschlägt, nämlich 125 Franken pro Tonne CO2-Äquivalente statt 220 Franken.

Massnahmen im Ausland

Der Nationalrat hatte vergangene Woche mit den Beratungen zum CO2-Gesetz begonnen und erste Entscheide gefällt. Nach seinem Willen soll die Schweiz zwar den Ausstoss von Treibhausgasen weiter reduzieren, aber nicht zwingend mit Massnahmen im Inland.

Anders als der Bundesrat will der Nationalrat ermöglichen, dass die Reduktion zu einem grossen Teil durch den Kauf von Emissionszertifikaten im Ausland erfolgen kann. Mit dem eingesetzten Franken könne im Ausland mehr erreicht werden, befand die Mehrheit. (tam/sda)

Ferienzeit ist Vielfliegerzeit

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wordtraveler 11.12.2018 12:17
    Highlight Highlight Interessant, warum wird die Flugbranche so stark geschützt? Kein Co2 Abgabe (obwohl in der Schweiz für 20% des Ausstosses verantwortlich ist), keine Steuer auf Kerosin. Das sind keine Staatliche Unternehmen mehr, warum sollen die Fluggesellschaften befreit sein von den Abgaben? Ich bin dafür und bereit auch weniger zu fliegen. Denn es gibt keine Welt 2.0!


  • Fabio Haller 11.12.2018 07:49
    Highlight Highlight Bürgerliche Politiker haben Angst dass es teurer wird...

    Wenn die ganze Erde zu grunde geht, dann wird alles so teurer dass unser schöner Franken gar nichts mehr wert sein wird.

  • Zmogli 11.12.2018 07:48
    Highlight Highlight 8 Enthaltungen...? Keine eigene Meinung...!!! Braucht es solche Nationalräte...?
    Aber da ja Wasserknappheit herrscht, wird dieser Sumpf im Bern bald mal austrockenen...!
  • koks 11.12.2018 07:38
    Highlight Highlight Weshalb eigentlich wird Klimaschutz meist von Wohlhabenden gefordert, mit Massnahmen, die die weniger Wohlhabenden am Stärksten treffen?
  • Raphael Conca 11.12.2018 07:33
    Highlight Highlight Es geht weder ums Klima, noch um die "Armen" unter uns. Es geht einfach um den Erhalt der Geldflüsse der oberen 10%. Fossile Brennstoffe, Fluglinien-Aktien,...
    Einfach um den Konsum von Verbrauchs- und Luxusgüter oben zu halten, die viel Gewinn für Shareholders erzeugen.
    Denn dieses Geld fehlt dann oben, wenn Konsumenten sich Klimaneutral verhalten.
    Deshalb diese halbherzigen Lenkungsabgabenentscheide.
    Wahl 2019!
    • Regas 11.12.2018 09:24
      Highlight Highlight Ich glaube dieses Geld fehlt dann unten bei den Büezern denen die Aufschläge viel stärker aufs Portemonnaie drücken. Die SP sollte zurück zu den Wurzeln finden und wieder für die wenig Verdienenden einstehen.
  • bianconero 11.12.2018 07:13
    Highlight Highlight An alle die, welche jetzt rum heulen und einen auf Weltverbesserer machen und plädieren für eine noch höhere Co2 Abgabe-Steuer beim Benzin. Genau ihr fliegt 2 - 3 Mal im Jahr in irgendwelche Städte oder tuckert mit den Kreuzfahrtschiffen auf den Meeren rum. Schon mal gelesen was da für Material in die Welt hinausgepumpt wird? Da werden wir als Autofahrer einen kleinen Mückenfurz ausstossen, im Verhältnis. Dort sollte der Hebel angesetzt werden.
  • Domino 11.12.2018 05:13
    Highlight Highlight Die Frage ist doch, was bringen die 8 Rappen. Wird das Autofahren teurer, so kann ich mir weniger schnell oder gar nicht ein sparsameres Auto leisten. Ist es einfach Geldmache oder werden konkrete Projekte/Forschung umgesetzt?

    Meine Meinung: Die Wende und ein neues Zeitalter schaffen wir (wie bisher) nur mit billigerer & CO2 neutraler Energie. Darum braucht es Gen4 AKW & ein Wasserstoffnetz.

    Warum sollen wir unsere Wirtschaft mit künstlichen Abgaben kastrieren, wenn andere Länder wie China nicht mal Kehrichtverbrennungsanlagen & Kläranlagen haben? Den ganzen Plastikabfall im Meer entsorgen?
  • HerrLehmann 10.12.2018 23:46
    Highlight Highlight 8 Rappen mehr bedeuten für mich Mehrkosten von rund 150.-- im Jahr, nur um zur Arbeit fahren zu können (inkl. Fahrgemeinschaft). Dieser Betrag ist nicht die Welt und wir haben auch schon mehr für den Sprit bezahlt als zurzeit, aber solche Aufschläge bestrafen hauptsächlich die Mittelschicht und unsere finanziell Schwächsten.
  • Der Inspektor 10.12.2018 23:11
    Highlight Highlight Hauptsache Benzinpreis erhöhen, aber Kerosinpreis enthält weiterhin keine Abgaben 🤦‍♂️
  • hävi (the return) 10.12.2018 23:10
    Highlight Highlight 8 Rappen ?!

    WTF ?

    Wo kann ich eine gelbe Weste kaufen?
    • Alsk 11.12.2018 07:27
      Highlight Highlight 8 Rappen machen auf meiner Seite mehrkosten von 670 Franken pro Jahr... Und ich kann mir noch erinnern wie unsere Bundesrätin gesagt hat:"nicht mehr als 40 Franken jedes Jahr"
  • ignotusandri 10.12.2018 22:58
    Highlight Highlight Was da gerade mit dem CO2-Gesetz angestellt wird, ist schlichtweg ein Skandal. Wie kann man nur soooo kurzsichtig sein???
  • Kommentiert 10.12.2018 22:33
    Highlight Highlight Man Man wie sollen wir dieses Desaster was wir auf diesem Planeten anrichten bloss unseren Kindern und Enkeln erklären? Mit 8 Rappen mehr wird doch kein Meter weniger Auto gefahren.
  • Le_Raclette 10.12.2018 22:29
    Highlight Highlight Was ich mich frage, ist, was mit dem Geld passiert. Und wie wird es budgetiert? Und noch wichtiger: woher kommt es wenn es nicht mehr von der Strasse kommt, weil vielleicht mit der Zeit tatsächlich weniger Leute Auto fahren.
  • Gipfeligeist 10.12.2018 22:25
    Highlight Highlight Verbrecher.
  • Regas 10.12.2018 22:25
    Highlight Highlight Der Treibstoffpreis darf den Preis im Angrenzenden Ausland nicht wesentlich übersteigen sonst wird einfach ennet der Grenze getankt. Durch die zusätzlichen Fahrten wird der Verbrauch sogar noch erhöht, und die, welche im Landesinnern wohnen zahlen die Zeche.
    • Uranos 10.12.2018 23:24
      Highlight Highlight Also wenn ich fürs Tanken ins Ausland fahren würde, müsste ich zuhause gleich nochmal tanken
    • FrancoL 11.12.2018 00:08
      Highlight Highlight Versuche die Logik un Deinem Post nochmals zu prüfen oder berechne wieviel dass der Sprit hier teurer werden dürfte damit eine Vielzahl der Schweizer im Ausland tanken würden.
    • Regas 11.12.2018 09:15
      Highlight Highlight @Uranos: Ja richtig, du gehörst zu den Verlierern die nicht ausweichen können.
      @Francol: Genau, es wäre von den Politikern zu berechnen wie hoch der Sprit Preis Ansteigen kann, damit kein übermässiger Sprit - Einkaufstourismus entsteht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hollda von Quorn 10.12.2018 22:20
    Highlight Highlight Die Flugticketabgabe ist längst überfällig - wenigstens die Preisreduktionen der letzten Jahre sollten ausgeglichen werden - auch für 100.- oder 200.- werden die Menschen noch fliegen - aber vielleicht nicht mehr dreimal im Jahr. Ich frage mich aber generell, warum Fliegen geradezu als unverzichtbar angesehen wird. Ich vermute, dass 9 von 10 Flugreisen unnötig sind.
    • Raphael Conca 11.12.2018 07:11
      Highlight Highlight Ich vermisse auf in - Europa-Strecken eindeutig das Nacht-/Schlafzug - Angebot!
      Das ist DIE Alternative, die Umweltfreundlich ist.
      Und erst noch weniger Stressig.
  • BRO 10.12.2018 22:05
    Highlight Highlight Ich verstehe die Kommentare nicht, denen ein paar Fränkli egal sei zusätzlich. Somit ist ja die Wirkung verfehlt wenn jeder sagt, ach 40 Franken mehr ist doch nichts. Eine ordentliche Abgabe muss so sein, dass man es sich wirklich 7 mal überlegt zu fliegen. Also eine Verdoppelung oder Verdreifachung müsste es schon sein.
    Beim Benzin sind es über 50% Abgaben. Minrlölst./MwSt. etc.
    • pali2 10.12.2018 23:24
      Highlight Highlight Der Witz ist: Lenkungsabgaben sollten, wie es der Name schon sagt, lenken. Wenn sie nicht lenken - also kein anderes Verhalten beiführen - ist es nur eine weitere Einnahmequelle für den Staat. Viele Regierungen machen sich diese Einnahmequelle zu nutze...
    • FrancoL 11.12.2018 00:11
      Highlight Highlight Keine Bange die Wirkung würde schon bei 15-20 Rp einsetzen. Vielleicht nicht sofort aber innert nützlicher Frist.
  • Exodus 10.12.2018 21:47
    Highlight Highlight Über den schweizer Flughäfen fahren jährlich mehr als 50 Millionen Passagiere. Wenn eine CO2-Kompensationssteuer oder eine Kerosinsteuer von nur 20 Fr. auf alle Abflüge eingeführt wird, dann gäbe es schon Einnahmen von mehr als 1 Milliarde Fr.! Es scheint das aber im Parlament nicht zu interessieren.
    Im Übrigen: Für die öV wird MWST verlangt (auch wenn es sich um eine öffentliche Dienstleistung handelt), für Auslandflüge nicht.
  • peeti 10.12.2018 21:27
    Highlight Highlight Scheinheiliger als die CVP gehts wohl nicht. Wer wählt eine solche Partei?? Wenn schon Opportunismus dann lieber das Original - die FDP (wenn auch dort gewisse Vertreter für Klimaverträge sind).
    • Güsäheini 10.12.2018 22:53
      Highlight Highlight Halt immernoch in unserem System die einzig etablierte Mittepartei und somit für MICH die einzig wählbare🤷🏼‍♂️.
  • Fischra 10.12.2018 21:11
    Highlight Highlight Müssen wir jetzt auch gelbe Westen anziehen und streicken?
    • Mizzi 10.12.2018 22:05
      Highlight Highlight Es reicht, wenn du das Referendum ergreifst.
    • sigma2 11.12.2018 00:11
      Highlight Highlight Wegen den paar Rappen mehr? Such dir einen anderen Job, in dem du mehr verdienst.
    • Fischra 11.12.2018 08:55
      Highlight Highlight Ich denke ihr habt den Witz nicht verstanden. Bis wir Schweizer sowas tun müsste vermutlich einiges mehr passieren.
  • Maranothar 10.12.2018 21:05
    Highlight Highlight Das einzig "Positive" daran ist, dass die Herrschaften alt genug sind um an den Folgen solcher Entscheidungen in einem der nächsten Sommer zu sterben.
  • derEchteElch 10.12.2018 20:57
    Highlight Highlight Lieber Benzinum 0 Rappen teurer, dafür eine CO2-Abgabe auf Flugtickets.

    Welcher Schweizer weicht denn bitte nur wegen einer CO2Abgabe auf andere Flughafen aus? Keiner. Alles zu weit weg.
    • trio 11.12.2018 06:46
      Highlight Highlight Das Benzin sollte trotzdem auch teurer werden! Und zwar massiv mehr als die 8 Rappen...
  • Gasosio 10.12.2018 20:53
    Highlight Highlight Das muss korrigiert werden... ich werde in einem Jahr(Nationalrat) die Grünliberalen wählen, eventuell auch die Grünen. Aber so gehts nicht weiter.
    • Gàn dich ins Knie 10.12.2018 21:34
      Highlight Highlight Die Grünliberalen stellen Solarzellen auf die die Flughäfen und ‚kompensieren‘ so das Klima. Wähl lieber grün.
    • 1+1=3! Initiative 10.12.2018 22:37
      Highlight Highlight werde ich auch so machen. Ich gehörte bisher zu den Mitte Wählern, aber deren Unfähigkeit, konsequent gegen den Klimawandel anzukämpfen, lässt mir gar keine andere Wahl, als Grün zu wählen.
    • hävi (the return) 10.12.2018 23:13
      Highlight Highlight Initiative
      vergessen Sie's. Gegen den Klimawandel können Sie eh nicht ankommen.
      Und wenn sie Grün wählen, geht's im Sozialen und Wirtschaft den Bach runter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jimmy :D 10.12.2018 20:53
    Highlight Highlight Für 2 € nach Mallorca + 50 Franken kann sich jetzt jeder leisten, lächerlich so was.
    Wir machen unserer Welt selber kaputt... Super Parlament haben wir. Freue mich schon auf die Wahlen 19, dann wird sich hoffentlich etwas ändern!
    • Regas 10.12.2018 22:15
      Highlight Highlight Wenn das so ist würden die CHF 50.00 Aufschlag problemlos bezahlt und somit auch keine Reduktion bewirken!
    • pali2 10.12.2018 23:27
      Highlight Highlight Ja eben: Es kann es sich noch immer (fast) jeder leisten und somit würde diese CO2-Abgabe ihr Ziel verfehlen. Es sollte nämlich keine neue Einnahmequelle sein, sondern anderes Verhalten beiführen.
  • Easy 10.12.2018 20:46
    Highlight Highlight Und weiter mit Vollgas gegen die Wand.
  • Willy.Hufschmid 10.12.2018 20:45
    Highlight Highlight 5 Stimmen machen den Unterschied aus. Wir haben das Parlament gewählt, wenigstens diejenigen welche sich bemüht haben einen Wahlzettel auszfüllen und darum ist es auch keine Überraschung.
    Noch letztes Jahr haben die Medien darüber gerätzelt ob das bürgerliche Parlament etwas in ihrem Sinne bewegen kann. Ich denke die Mehrheit hat nun bei mehreren Themen den Ausschlag gegegben.
    Bei den nächsten Wahlen wird sich kaum was ändern, die Leute sind schnell vergesslich. leider!
  • Mäf 10.12.2018 20:42
    Highlight Highlight Was sollen wir mit einem Nationalrat der ein globales Problem wie der Klimawandel einfach abschreibt? Wie blind gehen die durchs Lebens? Wo und wann beginnen die denn eine Lösung zum Klimawandel zu suchen? Lächerlich echt! Ah ja moment, die kaufen sich ja unsere saubere Luft im Ausland...
  • Arthur Dent (a.k.a. Geralt) 10.12.2018 20:36
    Highlight Highlight *kopf->tisch*...mehr fällt mir dazu gar nicht ein... 😬
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 10.12.2018 20:33
    Highlight Highlight Die Preise für die Flüge müssen klar rauf, allerdings verstehe ich, dass man solche Preisaufschläge ablehnt, sie sind viel zu statisch. Ideal wären über die Jahre steigende Preise für Kerosin/CO2. Die Airlines hätte zuerst ein interesse daran, immer effizienter Triebwerke zu kaufen, bis sie irgendwann auf anderen Techniken umsteigen müssen, gleichzeitg wird Fliegen nicht übermässig verteuert.
    12 bis 30 Franken sind lachhaft, habe gerade einen Flug nach Warschau gebucht, hin und zurück 256.10, die Schwankungen über den Tag und über die Woche sind grösser als 30 Franken.
    • H. L. 10.12.2018 23:54
      Highlight Highlight Nach Warschau muss man nicht fliegen.
  • INVKR 10.12.2018 20:32
    Highlight Highlight Dann brauchen wir halt einen anderen Nationalrat... Nächstes Jahr sind Wahlen!
  • PeterAlexander 10.12.2018 20:21
    Highlight Highlight Hmm...was ich nicht verstehe. Warum wird beibder erhöhung der flugpreise das argument beigezogen, dass sich dann nur noch reiche einen Flug leisten können und bei einer erhöhung der benzinpreise und somit der individuellen mobilität die der pendler braucht um zu arbeiten, also den lebensunterhalt zu verdienen nicht? Und warum soll es nicht so sein, dass sich bloss noch reiche den flug leisten können? Als normalverdiener kann ich mir einen Flug auf die kanarischen sowieso nicht leisten und wenn das benzin teurer wird erst recht nicht. Kann mir das einer erklären?
    • FrancoL 11.12.2018 00:16
      Highlight Highlight Wenn es erklärbar wäre käme es nicht von den Politikern.
    • Restless Lex 11.12.2018 04:42
      Highlight Highlight Aus dem selben Grund, weshalb die Eigenheimfinanzierung mit PK-Geldern abgeschafft werden soll. Es trifft nur die, die schon weniger haben!
  • super_silv 10.12.2018 20:17
    Highlight Highlight Immerschön Klimaverträge unterzeichnen und sich dafür feiern lassen. Kommts aber zur Umsetzung werden irgendwelche Ausreden erfunden.

    „Das fliegen soll nicht zu einem Privileg für Reiche werden“ -> ernsthaft?? Wegen 50 Franken ?? Ich weiss nicht ob ich lachen oder weinen soll..
    • RandyRant 10.12.2018 21:25
      Highlight Highlight Rechtlich nicht bindende politische Absichtserklärungen um genau zu sein.
      "Pariser Übereinkommen", "Klimarahmenkonvention" usw. ;-)
    • marcog 10.12.2018 21:45
      Highlight Highlight Wenn fliegen nicht zu einem Privileg für Reiche wird, wird das mit dem Klimaschutz nichts. Und sonst schlage ich den Komunissmus vor, dort konnte niemand fliegen.
  • loplop717 10.12.2018 20:17
    Highlight Highlight Verstehe nicht wieso die Preise für Benzin nicht erhöht werden sollte auf ein faires Niveau. Heute werden beim Autofahren und Fliegen kosten welche der CO2 ausstoss verursacht nicht gedeckt. Benzin sollte doch einen angemessenen Preis haben, damit die Kosten, welche es verursacht gedeckt sind.
    • Roman h 10.12.2018 20:57
      Highlight Highlight Waren sie letztens mal in Frankreich?
      Haben sie mal einen der vielen Berichte über das was in Frankreich passiert gelesen?
      Haben sie mal daran gedacht das es Menschen gibt die das Auto brauchen?
      Nein haben sie alles nicht
    • Mizzi 10.12.2018 22:01
      Highlight Highlight Was für Kosten verursachen diese Abgase denn?

      Ausserdem könnte man auch eine Abgabe auf Zugbillets erheben, weil die Kosten welche die Endlagerung der atomaren Abfälle, die ein solcher Zug generiert weit höher sein dürften. ;)

      Das gleiche gilt übrigens auch für die Elektroautos, welche auf den ersten Blick sauber aussehen, bei näherer Betrachtung jedoch weitaus die grösseren Umweltverschmutzer sind!

      Diese CO2 Abgaben würde man besser in die Forschung neuer Methoden zur sauberen Energiegewinnung investieren, aber da kommen dann wohl noch weitere Lobbyisten mit ihren Bedenken dazu.
    • The Origin Gra 10.12.2018 22:49
      Highlight Highlight Aber fliegen bitteschön auch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 10.12.2018 20:16
    Highlight Highlight Gschämig! Die denken doch nur an sich und wollen wieder gewählt werden. Wirkliche Probleme und Lösungen interessieren sie nicht.
  • Yolo 10.12.2018 20:15
    Highlight Highlight Mut- und farblos ist der Nationalrat in Sachen Umweltschutz. Schade! Das ist eine verpasste Chance.
  • Gàn dich ins Knie 10.12.2018 20:07
    Highlight Highlight Wir habe so schöne Klimaziele. Aber wenn wir es nichtmal schaffen, dass das Benzingeld zum Flughafen teurer ist, als der Flug nach Mallorca, dann sind wir noch SEHR WEIT WEG davon.
    • Gàn dich ins Knie 10.12.2018 22:17
      Highlight Highlight *nicht teurer 😴
  • aglio e olio 10.12.2018 19:56
    Highlight Highlight "Sie warnten auch davor, dass Passagiere auf andere Flughäfen ausweichen würden."

    Wegen 15-50 CHF. Na klar. Die Anreise zu einem ausländischen Flughäfen dürfte einiges teurer werden.
    • Nelson Muntz 10.12.2018 23:10
      Highlight Highlight Frau und Herr Geizistgeil überlegen nicht so weit...
    • 1833lst 11.12.2018 02:03
      Highlight Highlight Und wegen 15-50 Franken würde auch kaum ein Flug gestrichen...
    • DerBörner 11.12.2018 06:15
      Highlight Highlight Die Anreise (Flixbus) zu ausländischen flughäfen wie München oder Mailand sind häufig zwischen 20 und 30 Franken!

      Dazu kommt, dass die Flugpreise im Ausland trotz Steuer immer noch viel billiger sind
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vergugt 10.12.2018 19:56
    Highlight Highlight Schade, wie viele Chancen hier gerade vertan werden. Bisher war die Schweiz beim Klimaschutz immerhin einigermaßen auf Kurs, in den nächsten Jahren sieht's nun wieder düsterer aus.

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