Schweiz
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Vier Fakten zum Dichtestress auf Schweizer Strassen: Mehr Neulenker, mehr Autos, mehr Staus – ausser am Gotthard

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Dichtestress ist ein emotionales Thema, aber zumindest auf der Strasse mit nackten Zahlen fassbar. Neulenker und Neuwagen nehmen schneller zu als das Strassennetz, was unweigerlich zu mehr Verkehr führt.

1. Mehr Neulenker

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grafik: asa

Jedes Jahr bestehen in der Schweiz zwischen 80'000 und 90'000 Personen die praktische Prüfung in der Kategorie B (Motorwagen bis 3,5 Tonnen Gewicht). Die absolute Zahl ist über die Jahre realtiv stabil, was bedeutet, dass ihr Anteil an der (steigenden) Gesamtbevölkerung abnimmt.

2. Mehr Autos

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grafik: bundesamt für strassen (astra)

Über die letzten 30 Jahre betrachtet, hat sich die Anzahl motorisierter Strassenfahrzeuge in der Schweiz beinahe verdoppelt. 2014 waren 4,4 Millionen Personenwagen immatrikuliert, 64'000 mehr als noch im Jahr zuvor. Diese zusätzlichen Autos stehen natürlich nicht in der Garage: Der Verkehr nimmt zu, was sich etwa in der Belastung des Autobahn-Netzes niederschlägt.

3. Mehr Verkehr

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grafik: bundesamt für strassen (astra)

2013 wurden auf dem gesamten Schweizer Strassennetz rund 62 Billionen (62'000'000'000'000) Fahrzeugkilometer gefahren. Fast die Hälfte davon entfiel auf die Autobahnen – obwohl diese nur 2,5 Prozent des gesamten Strassennetzes ausmachen. Die Belastung des Autobahnnetzes stieg 2014 um 1,9 Prozent, im Jahr zuvor um 1,7 Prozent. Auf einigen Autobahnabschnitten ist das Verkehrsaufkommen rückläufig. Am auffälligsten ist dieser Trend bei den Alpenübergängen der A2 und A3 zu beobachten. Das liegt allerdings nicht an den Personenwagen.

4. Weniger Lastwagen

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grafik: bundesamt für strassen (astra)

2014 fuhren eine Million Lastwagen durch die Schweizer Alpen, über zwei Drittel davon durch den Gotthard. Im Jahr zuvor waren es 1,1 Millionen und im Jahr zuvor 1,2 Millionen. Die Zahl sinkt seit zehn Jahren tendenziell. Laut Gesetz dürfen 2018, zwei Jahre nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, nur noch 650'000 Lastwagen die Alpen durchqueren. Grundlage bildet der Alpenschutzartikel, gemäss dem der Gütertransitverkehr durch die Schweiz auf der Schiene abgewickelt werden muss.

Interessante Zusatzfrage: Wer fährt besser?

Wir haben Passanten auf der Strasse gefragt. Hier ihre teils überraschenden Antworten:

abspielen

Video: watson.ch

Das sehen die Leser indes etwas anders, wie die Ergebnisse dieser drei Online-Umfragen zeigen:

Umfrage

Wer fährt besser: Frauen oder Männer?

1,399

  • Ganz klar Frauen11%
  • Ganz klar Männer55%
  • Kann ich so nicht sagen35%

An der Umfrage haben sich 1397 User beteiligt. watson

Faktencheck: Laut einer SUVA-Studie aus dem Jahr 2013 erleiden Frauen auf 100 Millionen gefahrene Kilometer fast doppelt so häufig wie Männer schwere Verletzungen. Dass Frauen aber generell schlechter fahren, kann anhand dieser Studie dennoch nicht belegt werden. Hier hilft ein Blick auf eine andere Datenbasis. Und diese zeigt eine Tendenz: «Bei Unfällen, in denen ein PW-Lenker und eine PW-Lenkerin direkt miteinander kollidieren, ist in über der Hälfte der Fälle (54 Prozent) der Mann alleine verantwortlich», so Bruno Lanfranconi, Direktor der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU). Nach seiner Einschätzung ist diese Betrachtung direkter Kollisionen die einzige Möglichkeit, die Schuldfrage nach Geschlecht unverfälscht zu untersuchen.

Umfrage

Und wer macht sich besser im Autoverkehr: Jung oder alt?

1,339

  • Die Jungen12%
  • Die Mittelalten73%
  • Die reiferen Jahrgänge10%
  • Kann ich so nicht sagen5%

An der Umfrage haben sich 1337 User beteiligt. watson

Faktencheck: Gemäss einer weiteren BfU-Erhebung (in dieser Studie hier ab Seite 50) hat sich im Zeitraum von 2003 bis 2013 die Anzahl der im Strassenverkehr schwer verletzten oder getöteten jungen Erwachsenen (18–24 Jahre) mehr als halbiert (−52%). Auch bei den 25- bis 44-Jährigen haben Personenschäden stark abgenommen. Im gleichen Zeitraum hat der Anteil der auf Schweizer Strassen verletzten oder getöteten Senioren (ab 65 Jahren) um 10% zugenommen. So gesehen bleibt der Schluss: Die jungen und mittleren Jahrgänge sind zumindest weniger in ernsthafte Unfälle verwickelt. Alles andere hingegen ist wohl eher subjektiv. 

Umfrage

Und jetzt - wir setzen auf deine Ehrlichkeit - lass mal deinen Wohn-Kanton aussen vor: Die Fahrer welchen anderen Kantons fahren am besten?

1,357

  • Aargau11%
  • Appenzell Ausserrhoden1%
  • Appenzell Innerrhoden1%
  • Basel-Landschaft2%
  • Basel-Stadt3%
  • Bern10%
  • Freiburg2%
  • Genf1%
  • Glarus1%
  • Graubünden12%
  • Jura1%
  • Luzern7%
  • Neuenburg0%
  • Nidwalden1%
  • Obwalden1%
  • Schaffhausen1%
  • Schwyz2%
  • Solothurn3%
  • St. Gallen5%
  • Tessin2%
  • Thurgau2%
  • Uri1%
  • Waadt1%
  • Wallis3%
  • Zug5%
  • Zürich18%

An der Umfrage haben 1355 User teilgenommen. watson

Faktencheck: Setzt man die BfU-Unfallzahlen ins Verhältnis zur Wohnbevölkerung (2014) der Kantone in Relation, ergibt sich folgendes Bild: Die niedrigste Unfallrate hat Neuenburg (0,165%), gefolgt vom Wallis (0,169%) und Appenzell Innerrhoden (0,171%). Die höchste Unfallrate verzeichnet Genf (0,28%) vor Graubünden (0,27%) und Luzern (0,26%). Der Kanton Zürich belegt in dieser Liste einen mittleren Rang (Platz 14 von 26). Der Kanton Aargau (Platz 10) verzeichnet noch einen Tick weniger Unfälle und schneidet damit besser ab als der Kanton Zürich.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • noNieHäsch 24.06.2015 10:38
    Highlight Highlight Mi verwundert, dass Aargau überhaupt zur Uswahl gstande isch ;)
  • EvilBetty 17.06.2015 17:54
    Highlight Highlight Hahaaaa... ja klar, die Zürcher fahren am besten :D
  • Oberon 17.06.2015 16:32
    Highlight Highlight Nun stellen sich mir noch zwei Fragen.
    Wieviele Menschen pro Jahr geben Ihr Ticket ab (Alter, freiwillig, etc..) und wie hoch ist die Anzahl der ausländischen Autofahrer die in der Schweiz arbeiten aber nicht hier wohnen.

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Am Fahrzeug entstand Totalschaden von rund 50'000 Franken, wie die Urner Kantonspolizei mitteilte. Die Brandmeldung sei kurz vor 10.15 Uhr eingegangen. Die Ursache für den Brand sei Gegenstand von Abklärungen.

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