Schweiz
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«Man wird aus vielen Kreisen ausgeschlossen» – Anestis verrät, warum er trotzdem Frauenkleider trägt

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Auch wenn das Phänomen Crossdressing in manchen Metropolen recht zahlreich und offen gelebt wird, ist es trotzdem für viele kein gewöhnlicher Anblick: Männer, die Frauenkleider tragen und sich in Stöckelschuhen auf die Strasse trauen. Doch warum schlüpfen Menschen in die andere Geschlechterrolle? Für Anestis die völlig falsche Frage: «Für mich gibt es überhaupt kein Geschlecht mehr. Es interessiert mich nicht wirklich, ob der andere einen Schwanz hat oder eine Muschi.»

Am Anfang sei es für ihn noch sehr befremdlich gewesen, Leggins zu tragen. «Irgendwann habe ich es aber nicht mehr ausgehalten, mich innerlich zu verändern, äusserlich aber gleich zu bleiben.» Mittlerweile steht er zum Crossdressing und hat gelernt, mit den sehr unterschiedlichen Reaktionen darauf umzugehen. Doch einen grossen Wunsch hat der 28-jährige Philosophie-Student noch.

Das Video wurde watson von der Zürcher Hochschule der Künste zur Verfügung gestellt. Es ist Teil der Webdokumentation «10 Facetten». Sie zeigt aussergewöhnliche Lebensweisen – Menschen in der Schweiz, die mit und für eine besondere Überzeugung leben. 

watson ist Medienpartner des Films «Une nouvelle amie», bei dem es um Crossdressing geht. Eine ausführliche Kritik des Streifens von unserer Redaktorin Simone Meier gibt es hier >>

Ab 26. März im Kino: Une nouvelle amie

Seit ihren Kindertagen sind Claire und Laura ein Herz und eine Seele. Daran ändert sich auch nichts, als die beiden Frauen ihre Freunde heiraten und Laura ein Kind zur Welt bringt. Dann aber ist die junge Mutter plötzlich nicht mehr da. Claire beschliesst, sich fortan um Lauras Mann David und das Baby zu kümmern. Als sie die beiden besucht, entdeckt sie, dass David ein gut gehütetes Geheimnis hat: Er mag es, sich zu schminken und Frauenkleider zu tragen. Die zunächst entsetzte Claire ist bald fasziniert von Davids Passion... Ein Film von François Ozon Mit Romain Duris, Anaïs Demoustier, Raphaël Personnaz. Fankreich 2014, 108 Minuten. >>

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Nein, Gertrud, meine Tattoos sind «kein Schrei nach Aufmerksamkeit»

Danke der Nachfrage, aber mir geht es gut und nein, du darfst nicht «schnell mal anfassen» oder «nachsehen».

Der Sommer ist für viele Tätowierte ein schwieriges Pflaster. Jetzt, wo die Tattoos nicht mehr von Pullovern verdeckt werden (können) und für jedermann und -frau öffentlich beurteilbar sind, häufen sich die ungebetenen Kommentare. Im Freibad. Beim Bäcker. Beim Grillen mit den Freunden der Nachbarn.  

Ich weiss, wovon ich spreche. Statt mir in die Augen zu schauen, kleben die Blicke der Fremden seit drei Monaten an meinen Armen. Manchmal werden sie übergriffig:

Deshalb habe ich hier für …

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