Schweiz
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ARCHIVE --- ZUM NATIONALFEIERTAG AM 1. AUGUST SIND LANDAUF, LANDAB FERIERN GEPLANT. DAZU STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Des personnes regardent le feu d'artifice, lors de la fete nationale, ce vendredi 1 aout 2008 a Anieres pres de Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Feuerwerk gehört für viele zum Schweizer Nationalfeiertag am 1. August dazu. Bild: KEYSTONE

Wo darf man noch Feuerwerk zünden? 5 Fragen und Antworten zum Feuerverbot

Die Schweiz erlebt im Juli 2018 eine extreme Trockenperiode. Im Hinblick auf die Feierlichkeiten des 1. August haben viele Kantone und Gemeinden deshalb ein allgemeines Feuerwerksverbot ausgesprochen. Hier findest du fünf wichtige Fragen und Antworten dazu.



Die Schweiz erlebt 2018 die trockenste April-Juli-Periode seit fast 100 Jahren. Nur 1923 gab es ähnlich wenig Niederschlag. In Zusammenhang mit den hohen Temperaturen herrscht deshalb in der ganzen Schweiz hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. 

Deshalb haben viele Kantone und Gemeinden ein allgemeines Feuerverbot im Freien ausgesprochen. Dies betrifft besonders auch Feuerwerk, das in der Schweiz traditionell am 1. August angezündet wird. Doch wo darf man noch privat Feuerwerke veranstalten? Und welche Strafen erwarten mich bei Widerhandlung? Hier fünf wichtige Fragen und Antworten:

Wo ist privates Feuerwerk noch erlaubt?

Daten: Gemeinden/Kantone

Stand: 31. Juli 2018, 16.30 Uhr. Angaben ohne Gewähr, genaue Angaben sind auf der jeweiligen Gemeindeseite zu finden. daten: kantone/gemeinden

In der Deutschschweiz ist Feuerwerk nur in einigen wenigen Gemeinden der Kantone Zürich, Graubünden und Bern sowie im Kanton Basel-Stadt erlaubt. Doch auch hier gilt die Einschränkung: Nicht in Waldesnähe (200 Meter bis zum Waldrand).

In der Westschweiz gilt dasselbe für die Kantone Genf, Freiburg und Neuenburg. Im Kanton Waadt darf Feuerwerk nur an von den Gemeinden freigegebenen Plätzen gezündet werden. Im Kanton Jura sind stationäre Feuerwerkskörper (zum Beispiel Vulkane) vom Verbot ausgenommen.

Achtung: Diese Angaben sind ohne Gewähr! Für absolute Sicherheit sind die Gemeindeseiten zu konsultieren.

Wo wurden die öffentlichen Feuerwerke abgesagt?

Viele Feuerwerke, die von Städten und Gemeinden organisiert werden, wurden ebenfalls abgesagt. Hier einige bekannte Beispiele:

Wer trotzdem ein Feuerwerk sehen will muss nach Gunten an den Thunersee. Am 31. Juli fand bereits ein Feuerwerk über dem Rheinfall statt.

Blick auf das Feuerwerk

Das Feuerwerk über dem Rheinfall vom 31. Juli 2018. Bild: KEYSTONE

Welche Strafen erwarten «Zündeler»?

Ein Loeschhelikopter ist im Einsatz beim Waldbrand bei Polmengo in Faido aufgenommen am Dienstag, 11. April 2017. Nach anhaltender Trockenheit ist im Tessin ein Walbrand ausgebrochen. Oberhalb von Faido in der Leventina brennt seit Dienstagnachmittag ein Waldstueck. Dies berichten uebereinstimmend verschiedene Tessiner Onlinemedienportale. Demnach stehen auch drei Super-Puma-Helikopter der Schweizer Armee im Loescheinsatz. (KEYSTONE/TI-PRESS/Gabriele Putzu)

Wer bezahlt bei einem Waldbrand? Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die Strafen für Leute, die trotz eines Verbotes Feuerwerk ablassen, sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von kleineren Bussen über grössere Summen sogar bis zu Haftstrafen. Die Gemeinde Birmensdorf sieht für das unsachgemässe Abbrennen von Pyrotechnik eine Ordnungsbusse von 80 Franken vor.

Die «Aargauer Zeitung» schreibt hingegen: «Wer Bäume und andere Pflanzen im Wald vorsätzlich beschädigt, kann mit 20'000 Franken gebüsst werden.» Zündeln trotz Feuerverbot kann also sehr teuer werden.

Auch die Versicherungen bezahlen durch Feuer entstandene Waldschäden nicht bedingungslos. Bei Grobfahrlässigkeit kann die Versicherung trotz Privathaftpflicht Leistungen kürzen oder die Kostenübernahme komplett ablehnen. Unter Grobfahrlässigkeit fällt zum Beispiel das Grillieren trotz eines Feuerverbotes.

Wie oft ist Feuerwerk tatsächlich die Ursache für Waldbrände?

Konkrete Zahlen für durch Feuerwerkskörper ausgelöste Waldbrände gibt es für die Schweiz keine. In Medienberichten sind auch nur sehr vereinzelt Meldungen über solche Brände zu finden. So haben zum Beispiel verirrte Raketen in der Silvesternacht auf 2016 in der Sissacherfluh kleinere Brände verursacht. 

In einer Statistik von 2002 ist die Rede davon, dass in der Schweiz im Schnitt rund 0,6 Prozent der Brandschadensumme durch Feuerwerk verursachte wurden. Ein Grossteil der Schäden entsteht aber im Winter und nicht im Sommer. Dies ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass im Sommer wie auch dieses Jahr jeweils sehr viel Prävention betrieben wird. 

Trotzdem bleibt die Unvorsichtigkeit des Menschen Brandursache Nummer 1 in der Schweiz. Von 1973 bis 2016 sind mehr als 1600 Waldbrände auf menschliches Versagen zurückzuführen. 

Bild

Bild: bafu

Wie sah es in vergangenen Jahren am 1. August aus?

Ein Schild mit der Aufschrift

Die Feuerverbote sind in diesem Jahr so flächendeckend wie zuletzt 2003. Bild: KEYSTONE

Ein flächendeckendes Feuerverbot wie dieses Jahr gab es in den letzten 20 Jahren nur im Hitzesommer von 2003. In den Jahren 2006, 2013 und 2017 konnten die Feuerwerksverbote wegen Regenfällen kurz vor dem Nationalfeiertag jeweils aufgehoben werden.

Als besonders gefährdet gelten jeweils die Kantone Graubünden und Wallis. Hier wurden für den 1. August teilweise auch in den Jahren 2004, 2005, 2009 und 2015 absolute Feuerverbote im Freien ausgesprochen. 

«Ich hasse Feuerwerk und ich bin nicht die Einzige ...»

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Video: watson/Lya Saxer, Emily Engkent

Explosion auf mexikanischem Feuerwerk-Markt

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 01.08.2018 14:10
    Highlight Highlight Für alle, die heute trotzdem nicht auf Raketen verzichten wollen.
    Benutzer Bild
  • What’s Up, Doc? 01.08.2018 13:37
    Highlight Highlight Die meisten Gemeinden im Kanton Graubünden haben ein absolutes Feuerverbot ausgesprochen, faktisch wäre der Kanton rot bis auf eigene Gemeinden in den Südtälern. Zudem hat die Stadt Chur das Feuerwerk aus bekannten Gründen ebenfalls abgesagt, die Feier findet trotz der kleinen Einschränkung statt.
  • Geophage 01.08.2018 13:17
    Highlight Highlight Was man für ein Gelungenes Spektakel braucht:

    -Nebelmaschine
    -Show-Laser
    -Lautsprecher
    -Laptop

  • Yorik2010 01.08.2018 11:09
    Highlight Highlight Typisch Schweiz. Überall gilt eine andere Vorschrift! Raketen etc. halten sich grundsätzlich an Weisungen und werden keinesfalls Grenzen überschreiten resp. überfliegen! Logisch wäre m.E. nur eine für die ganze Schweiz gültige Vorschrift. Aber Logik ist in der politlandschaft Schweiz sehr selten wenn überhaupt vorhanden.
    • Armend Shala 01.08.2018 12:01
      Highlight Highlight Weil die geographie auch überall gleich ist in der Schweiz? Weil jeder Kanton Wälder hat die bekannt sind für Waldbrände wie im Wallis und Tessin? Abefahre und en schöne Fiirtig gnüsse!🇨🇭
  • Andreas Allemann 01.08.2018 10:30
    Highlight Highlight Die liste ist nickt korrekt. Im kt. GR dürfen in den meisten gemeinden (davos klosters und oberland) auch keine feuerwerke gezündet werden
  • Der Tom 01.08.2018 10:02
    Highlight Highlight Hierverbotikon liegt neben Hiernichtverbotiswil. Also wird dort gnadenlos gefackelt und geknallt. Einfach weil man es darf.
  • H. L. 01.08.2018 09:14
    Highlight Highlight Tradition war noch nie ein gutes Argument, um etwas zu rechtfertigen. Die Knallerei ist derb asozial und wird hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.
  • HPOfficejet3650 01.08.2018 08:59
    Highlight Highlight Wie kann man aktuell mit gutem gewissen feuerwerk abbrennen?
  • RhabarBär 01.08.2018 08:53
    Highlight Highlight Das ist Mareike-Lucianne.
    Mareike-Lucianne liebt den 1. August und freut sich schon seit Monaten darauf.
    Mareike-Lucianne weiss, dass es dieses Jahr in der ganzen Schweiz sehr trocken ist, und dass Wälder brennen können und Wildtiere durch das Feuer umkommen würden.
    Mareike-Lucienne macht deshalb keinen Grillabend im Freien, zündet kein Feuerwerk an und geniesst stattdessen den 1. August am See oder in der Badi.
    Sei schlau. Sei wie Mareike-Lucianne.
    • Blitzableiter 01.08.2018 10:02
      Highlight Highlight Mareike-Lucianne wurde in der Schule wegen ihrem Namen immer gemobt. Mareike-Lucianne, mag es nicht das ihr Name hier publiziert wird. Sie nennt sich jetzt Mareike-Lucifer und trinkt gern Bier und raucht. Sei mal blau. Sei wie Mareike-Lucifer
  • Gummibär 01.08.2018 08:44
    Highlight Highlight Feuerwerk: eine äußerst effiziente, in China erfundene Methode in Sekundenschnelle Geld zu verbrennen und dabei nicht einmal ein Würstchen zu braten.

    Es müssen dringend Virtual Reality Feuerwerke entwickelt werden: Helm auf und nach Belieben klöpfen, blitzen und tätschen lassen. Im Wald, in der Fussgängerzone, beim Sex. Aah, Ooh, Uuh !
    • Zappenduster 01.08.2018 09:59
      Highlight Highlight Ähm gibts schon ;)

      Play Icon


      Viel Spass!
      Musste man sich nur leisten können XD
    • Geophage 01.08.2018 13:19
      Highlight Highlight Ich mache mein Lowbudget Feuerwerk mit einer starken Taschenlampe und einem Solar-Radio.
    • Pisti 01.08.2018 19:52
      Highlight Highlight Sieht mal richtig geil aus die Drohnen Show!
      Feuerwerke sind doch immer das gleiche das haut mich jetzt nicht vom Hocker, kann gut und gerne darauf verzichten.
      In der Schweiz sollte man sich doch so etwas leisten können, bei den Feuerwerken werden ja auch hundertausende von Franken in die Luft gejagt.
  • MeineMeinung 01.08.2018 08:35
    Highlight Highlight "Im Kanton Jura sind stationäre Feuerwerkskörper (zum Beispiel Vulkane) vom Verbot ausgenommen."
    Echt schlau..... Feuerwerkskörper verbieten, aber solche die minutenlang ind Bodennähe Funken sprühen werden ausgenommen? Die Zuständigen im Jura scheinen nicht gerade viel überlegt zu haben!
    • bokl 01.08.2018 11:33
      Highlight Highlight Hmmm.

      Nicht stationäres Feuerwerk wie Raketen fliegt unkontrolliert in z.B. einen Wald -> Feuer wird erst spät erkannt und hat Zeit sich auszubreiten bevor es bekämpft werden kann.

      Stationäres Feuerwerk bleibt an Ort -> Feuer wird sofort erkannt und kann bekämpft werden.

      Also ich kann gut nachvollziehen, für welches eine Ausnahme - wenn es denn sein muss - gemacht werden kann.

    • ch.vogel 01.08.2018 11:39
      Highlight Highlight Nein, generell eben genau sinnvoll, denn bei stationärem Feuerwerk hat man viel bessere Kontrolle darüber, kann ggf. den Boden zuvor benetzen und Kübel Wasser/Schlauch bereithalten genau an dem Ort wo das Feuer entstehen könnte. Brennende Raketen(teile) hingegen können im Umkreis von mehreren Dutzend bis Hundert Meter runtergehen wo man Null Kontrolle hat über die Brennbarkeit des Landeortes.
  • svente 01.08.2018 08:07
    Highlight Highlight bitte erwähnt doch auch mal wie gefährlich weggeworfene zigis sind. ich hatte vor zwei tagen selber einen feuerwehreinsatz aufgrund einer weggeworfener zigarette, und es gab überall schon flurbrände aus dem gleichen grund.
    • Der Tom 01.08.2018 10:09
      Highlight Highlight Die darf man wegwerfen. Ich beobachte das jeden Tag. Wurde auch schon mal bedroht weil ich gemotzt habe (mein Hund frisst dich gleich). Filter werden auf Strassen in Felder und Gewässer geworfen. Ist völlig Normal. Spielplatz ist jeweils übersät mit Filter am Sonntag Morgen. Am Seeufer muss man ein Tuch über die Kippen ausbreiten. Es ist so trocken, dass man am Zürichseeufer nahe Zürihorn mehr Filter als Rasen sieht.
    • Loe 01.08.2018 10:36
      Highlight Highlight Allgemein sollten Raucher, welche ihre Zigi einfach auf den Boden werfen endlich streng gebüsst werden! Eine risen Sauerei imho.
    • Triple 01.08.2018 12:57
      Highlight Highlight Was hat jetzt dass mit Feuerwerk zu tun??
  • grandvlad 01.08.2018 07:50
    Highlight Highlight Wer jetzt ein Feuer macht, sollte deftig bestraft werden; zeigt kein Respekt gegenüber Natur und Mitmenschen....
  • incorruptus 01.08.2018 07:34
    Highlight Highlight Von mir aus dürfte die private Verwendung von Feuerwerk ohnehin eingeschränkt werden. Die Lärmemissionen schaden Tier und teils auch Mensch, Raketenabfälle bleiben in Seen und Wiesen liegen und die Feuergefahr ist zwar gering, aber dennoch vorhanden. Für die Personen, welche unbedingt Feuerwerk brauchen, könnten doch einfach zentralisierte Feuerwerke organisiert werden, bei welchen im Nachhinein der Abfall so gut wie möglich zusammengesammelt wird.
    • 7immi 01.08.2018 14:28
      Highlight Highlight @carmo
      dann können wir reisen auch verbieten, stattdessen vorträge und präsentationen anbieten...
      jedem das seine, 2 mal im jahr sollte man ein bisschen lärm schon aushalten können. andere fahren mit ihren lauten töffs über den pass, mähen einmal pro woche den rasen, etc. etwas gelassenheit an den tag legen und damit leben. schliesslich emittiert jeder von uns irgendwie lärm. sei es mit dem ferienflug, am musikfestival, am stadtfest, uvm.
  • Padcat 01.08.2018 07:05
    Highlight Highlight Das feuerwerk am rheinfall fand gestern statt 31.07.18)
    • Leo Helfenberger 01.08.2018 11:06
      Highlight Highlight Merci, ist angepasst!

Wohnzimmer in Davos brennt komplett aus – wegen eines Akkus

Bei einem Wohnzimmerbrand in Davos Platz ist am frühen Samstagmorgen beträchtlicher Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand. Brandursache dürfte ein Akku in einer Ladestation gewesen sein, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte.

Ein Hausbewohner eines Zweifamilienhauses alarmierte demnach nach 01.15 Uhr die Rettungskräfte. Der junge Mann weckte alle Personen im Haus, so dass diese sich selbständig und unverletzt in Sicherheit bringen konnten.

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